Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 47 (15.6.1937)
- Date
- 1937-06-15
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 47, 15. VI. 1937 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 7 Joseph Wohlg-emttlh 70 Jahre Am 7. Tammus (16. Juni) begeht Dr. Joseph Wohl• g e m u 111, der ehemalige langjährige Dozent am Rabbinerseminar in Berlin und Herausgeber ries ״Jcschurun“, seinen 70. Geburtstag. Das moderne gesdzestreue Judentum hat sich in einer Reihe von überragenden Persönlichkeiten verkörpert, die trotz der Identität der Qrti ndanschatumg doch Individualitäten von stärkster Eigenart sind. S. R. Hirsch war der Theologe der modernen Orthodoxie, ihr nach innen gewandter Interpret. EsricI Hildesheimer als der Gründer des Rabbinerseminars war der große Organisator der wissenschaftlichen Arbeit im Kreise der Uesctzestrcucn, David Hoff mann neben seiner t.ilmudischen Bedeutung der Verfeehter der überlieferten Bibelauffassung gegen Wellhausen und seine Schule. In Joseph Wohlgemuth besitzt das überlieferte Judentum der Gegenwart ilcn Kulturphilosophcn, der die Phänomene seiner religiösen Wirklichkeit mit der Problematik des ganzen komplizierten Kulturbewußtseins einer 40jährigen Epoche zu konfrontieren wußte. Kein anderer war zu dieser Aufgabe befähigter als er. Joseph Wohlgcmutlis Geist umspannt alle Sphären der jüdischen Wissenschaft wie der au Her jüdischen Kultur. Er hatte nicht mir die Fächer der Religiotispiiitasophie und Homiletik zu lehren, sondern auch In talmudischeii und halachischen Vorlesungen die relegionsgesetzlich-praktische Ausbildung vier Hörer zu leiten, rür seine Schüler war es stets besonders reizvoll, in der Erörterung weltanschaulicher Fragen Wohlgcmuths außergewöhnliche Vertrautheit mit naturwissenschaftlichen Problemen zu bewundern. Jedem, der das Glück hatte, ihn über biblische Bücher dozieren zu hören, wird seine Behcrrschting des Tnach ebenso unvergeßlich bleiben wie der Enthusiasmus, mit dem er den Text interpretierte. Eine ergrei-!ende Menschlichkeit, ein unmittelbares Ringen, nicht mit den Problemen, sondern mit dem Göttlichen selbst strömte aus seinen Worten. Wohlgcmutl) war der geborene Erzieher. Mehr noch als von seinen Vorlesungen ging reinigende und erhebende Wirkung von seiner Persönlichkeit selbst aus. Man muß ihn beten gesehen haben, oder man muß in der leider verklungenen Herrlichkeit seines Heims einen Freitagabend an seinem Tisch verbracht haben. Man begreift die tiefe Liebe Wohlgcmuths zum jüdischen Osten, dem er selbst entstammt, vor allem zur litauischen Mussarbcwcgung, deren Popularisierung in Deutschland wohl in erster Reihe ihm zu verdanken ist. Wohlgemut!! hat das gesetzestreue Judentum nach allen geistesgeschichtlicheii Fronten hin vertreten: gegen die naturalistische Entwicklungslehre, gegen die protestantisch-theologische Verzeichnung der tahnudisciicn Frömmigkeit, der er aus glühender Liebe zum ״Gesetz,“ seine Analysen des jüdisch-religiösen Bewußtseins (wohl seine_ beste wissenschaftliche Leistung) entgegensetzte, und schließlich gegen die Selbstpreisgabe des liberal-reformistischen Judentums, das er geistvoll und schmerzlich-ernst zugleich kritisierfe. Joseph Wohlgemut!! ist durch Krankheit schon seit beinahe sechs Jahren seiner Arbeit und der jüdischen Oeffentlichkcit entrückt. Aber das Datum seines 70. Geburtstages sei dem jüdischen Volke Anlaß, ihm zu danken für das Werk seines Lebens. Möchte es dem verehrten Manne gegönnt sein, die Früchte seiner Arbeit frohen Gemütes noch unge- Zählte Jahre zu erschauen. Alexander A11 m a n n Jüdisches Leben in Holland Von unserem Berichterstatter R L. Den Haag, im Juni Die Gestalt Nathan Birnbaums vereinigte, was nicht oft geschieht, die verschiedenen Richtungen unter den Juden Amsterdams zu einer gemeinsamen Gedenkfeier. Die Initiative zu dieser Veranstaltung, die sehr gut besucht war, ging von den ostjüdischen Verbänden aus. Für den Niederländischen Zionistenbund sprach der Vorsitzende Mr. Abel J. Herzberg, für den Ostjüdischen Verband Dr. I. Taubes. Der Sprecher des Misrachi war Hans Goslar, als Vertreter der Agudal! sprach S. Sc I! a c 11!ו o w i t z. Die Genootschap voor de Joodschc Wetenschap (Ge- Seilschaft für die Jüdische Wissenschaft) hielt ihre Jahres- Versammlung in Amsterdam ab. Der ahtretende Vorsitzende, Prof. Dr. D. Cohen, eräffnefe eingangs eine kleine, aber interessante Ausstellung von Büchern, Bildwerken und Ausgrabungen, die aut die Geschichte des Nahen Ostens und insbesondere Aegyptens Bezug haben. Aus dem Jahresbericht ist zu entnehmen, daß der Gesellschaft zur Zeit 107 ordentliehe Mitglieder angeboren. Zum neuen Vorsitzenden wurde Mr. j. E. Hi II es um gewählt. Zum Abschluß hielt 1. L. Seeligman ein Referat über ״Probleme und Perspektiven der jüdischen Geschichte“, Die Genootschap ernannte den Privatgelehrten Dr. Felix Falk in Den Haag zu ihrem ordentlichen Mitglied. Der erste Besuch des Prinzen Bernhard, der Wahrend des Aufenthalts der königlichen Familie in Amsterdam dem wirtschaftlichen l eben der Hauptstadt besonderes Interesse zuwendet, galt der bekannten Dianiantschleiferci 1. J. A s s c h e r, die er eingehend besichtigte. Auf der Jahresversammlung der Vereinigung ״Israel“, die der Hilfeleistung an notleidende Juden im Auslände dient, schilderte Profi II. Collen die große Not des jiidisehen Volkes. Besondere Aufmerksamkeit schenkte die Ver- Sammlung der traurigen Lage des jüdischen Kindes in Polen, auf die vor allem Dr. I. Taubes und Hans Goslar hinwiesen. Auch Oberrabbiner Sarlouis setzte sich besonders für die Aufgaben von ,,Israel“ ein. Es wird eine große Aktion vorbereitet, die der Aufbringung der nötigen Mittel dienen soll. Gelegentlich des 35jiil!rigen Bestehens der Misrachi- Weltorganisation fand in Amsterdam eine Gedenkfeier statt, bei der Prof. Ch. Pick aus Jerusalem, Rabbiner M. Brod aus Antwerpen und Obcrrabbincr S. Dasberg aus Groningen sprachen. Unter dem Motto ,.Ein Millionenwerk der Barmherzigkeit“ wurde eine R u n d i 1111 k s e n düng veranstaltet, die vor allem für Ost- und Westindien bestimmt war. Neben einem Gespräch über die Arbeit des ״Joodschc Invalide“ und das demnächst zu eröffnende neue Gebäude am Wcesperplein in Amsterdam wurden Cliorgesäuge des Amsterdamer Kurznachrichten aus aller Welt fn der ״Deutschen Justiz.“ wird eine Reichsgerichtsentscheidung vom 29. April 1937 veröffentlicht, durch die festgestellt wird, daß der Irrtum eines Ehegatten darüber, dal! der andere Ehegatte nicht jüdischer Mischling, sondern V o 11 j u d e ist, ein Anfechtungsrecht aus § 1333 BGB. begründet. Dagegen befreit die Nichtigerklärung der Ehe den Kläger nicht ohne weiteres von der Unterhaltspflicht. Wie die ״Westfälische Landcszeiiung — Rote Erde“ In Dortmund berichtet, hat das Arbeitsgericht die Kündigung*- widerrufsidage eines Arbeiters a b g e w i e s e!1, der von aer Stadt Dortmund entlassen wurde, nachdem er sich mit seiner früher geschieden von ihm lebenden nichtarischen Frau wieder versöhnt hatte. Das Kaufhaus A. M. Behrendt in Jena ist an Kurt Heppricli verkauft worden. Das zum Kaufhaus Behrendt gehörige frühere Einheitspreisgeschäft geht ebenfalls in den Besitz von Kaufmann Heppricli über. Die Tuclihandhing Paul Grün bäum in München ist in arische Hände übergegangen. Bei der Neuwahl der Luxemburgischen Kammer ist der Präsident des jüdischen Konsistoriums von Luxemburg, Marcel C a 11 e n, als einziger jüdischer Kandidat der Liberalen Partei wieder zum Abgeordneten gewählt worden. In Mariainpol, wo der vor kurzem in Litauen eingetroffene Vizebiirgermeistcr von Tel Aviv, Dov.Hos, in einer zionistischen Versammlung sprechen sollte, ist es zu stürmischen Kundgebungen des Ketar gekommen. Die Ver- Sammlung wurde von den Betarim gesprengt. Der Generalkommissar der Pariser Weltausstellung hat dem Verband Ort eine eigene Abteilung in dem ״Internationalen Pavillon“ zur Verfügung gestellt. Die Au«■ Stellung des Ort gibt einen Ueberblick über die Leistungen der Ort-Anstalten in den verschiedenen Ländern. Der Schauspieler Kurt Katscju der früher beim Berliner Kulturbund tätig war, ist eingewaden worden, während der Pariser Weltausstellung ein Gastspiel in Paris zu geben. Der gegenwärtig in Palästina auftretende amerikanisch• jüdische Schauspieler Maurice Schwartz hat die Habim a h zu einem Oastapiel nach Amerika «ingeladen und hat ihr die Benutzung des ihm gehörenden ״Jüdischen Kunsttheaters“ angeboten. In dem ״Teknisk Ukeblad“, der führenden technischen Zeitung Norwegens, veröffentlicht der (christliche) Ingenieur Albert Hfortn einen Aufsatz über den Aufbau des Nahen Orients, der *ich insbesondere mit technischen Problemen des Nils und de* Assuan-Dammes belaßt. Der Autor ver* weist im Zusammenhang damit auf Jesaja 19 und meint, daß in der modernen Zeit manches von den biblischen Voraussagen aktuell geworden ist. Bei der 15. JahrespromotionsfeiCr des Jüdisdi-'I heologi• sehen Seminars In New' York hat der Präsident des Seminars, Dr. Cyrus Adler, zwölf Ehrendoktorate verliehen. Das Ehrendoktorat der hebräischen Literatur erhielten Prof. Dr. Adolf Büchlcr von jews College in London, der bekannte New Yorker Philanthrop L. N, Littauer. der Grand Rabbin von Frankreich, Israel L e v i, und der Warschauer Oberrabbiner Prof. Dr, Moses S c h 0 r r. ln den Vereinigten Staaten wurden bisher 5000 Anteile der palästinensischen Arbeiter-Seegesellschaft im Werte von 27 500 Dollar abgesetzt. Jüdischen Chores unter Leitung von S. H. Engländer übertragen. Das Musikprogramni der kommenden Sclieveninger Sommer-Suison weist unter anderem einige Konzerte unter der Leitung von Issay Dohroivcn auf. Die Volkskonzerte werden — jetzt bereits im 16. Jahre — von Ignaz Neu- 111 a r k geleilet. Auch unter den Solisten befinden sich jüdisclie Künstler bekannteren Namens, 80 die Pianisten Alexander Brailowskv und Imre Ungar, die Violinisten Fritz Kreisler, Ca rl FI e s e 11, Maurits van den Bergh, Theo O I o f, Ossy R e ri a r d y, Leon Rudels 11 e i m. Unter anderem wird ״Das Lied von der Erde“ von Gustav Mahler gegeben werden. Die Uiiterlialtiingskunst ist vertreten durch die Fritz - H i rs c 11 - Operette und Louis Davids' Kurhaus-Kabarett. Zur Rechtsprechung be! Rassenschande. In einem Rassenschandepro/cß war von dem zuständigen Landgericht strafmildernd berücksichtigt worden, daß der jüdische Angeklagte beabsichtigt hatte, das betreffende Mädchen zu heiraten. Die Staatsanwaltschaft trat dieser Rechtsauffassung entgegen und legte zwecks Strafverschärfung Revision beim R e i e 11 s g e 1־ i c I! t ein. Das Reichsgericht gab dem Rechtsmittel der Anklagebehorde statt und ordnete neuerliche Straf• fcstseizung an. Es führte aus, daß die Heiratsahsicht des Angeklagter, nach Sinn und Zweck des Gesetzes zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre nicht als MiJdertingsgnmd berücksichtigt werden durfte. Der verbotene außereh! liehe Verkehr zwischen Juden und Deutsriistiirnmigen wird mit Gefängnis oder Zuchthaus geahndet, verbotene Ene- Schließungen sind sogar schlechthin" mit Zuchthaus bedroht und gelten als nichtig, auch wenn sie zur Umgehung des Gesetzes im Auslände geschlossen sind. Wer, wie der Angeklagte, bcnbsichtigt, sicli in dieser vom Gesetz noch schärfer bedrohte״ W eise, nämlich durch spätere Verheiratung gegen das Blutscliut/.gcsctz zu vergehen, schafft damit grundsätzlich keinen Grund zur Strafmilderung. Das Landgericht war demzufolge nicht genötigt, lediglich wegen der Heirntsabsicht des Angeklagten von der Verhängung einer Zuchthausstrafe wegen Rassenschande abzuselien. Befreiung von der Aufwertungssteuer für eine Synagogengemeinde. Fine in der Zeitschrift ״D eutsche Verw a 1111 n g sh I n 11 c r“ vom Mai 1937 mitgcteiltc Entscheidüng des Thüringischen Oberverwaltungsgerichts vom 17, Juni 1936 hat ausgesprochen, daß eine als Körperschaft des öffentliehen Rechts anerkannte jüdische Svnagogengemeinde die Befreiung von der Aufwertungssteuer nach 8 7 Abs. 1 Nr, 3a des üddenhvertimgsausgleichgesetzos für die v o 11 ihr zu kultischen Zwecken benutzten Räume auch zur Zeit noch beanspruchen kann. Die ״Corona“ (Zweimonatsschrift, herausg. von Martin Bodmcr 11. Herbert Steiner, Verlag R. Oldcnbourg, München) bringt im eben erschienenen zweiten Heft des 7. Jahres den Hauptteil von Hofmannsthals Nachdichtung von Calderons ״Das Leben ein Traum“ nebst Hofmannsthals Anliierkungen, nus denen hervorgeht, wie der Dichter in dem Stoff eine Meiisdihcitstragödic tiefster und allgemeinster Art entdeckt (das ״Zentrum des Wcltunrcchts“ und die dämonische Macht der Illusion), ln einer hierzu mitgeteiltcn Briefstelle heißt cs, es handle sich bei diesem Stoff darum, ״in die tiefsten Tiefen des zweifelhaften Höhlcnkönigreichs ,!eh’ hinabzusteigen und das Nicht-mehr-lch oder die Welt zu finden■‘. — Wir finden weiter zwei Briefe von Rilke, eine Erzählung von Hermann Hesse, Kindheit des Zauberers (die Wirkung geheimnisvoller Kräfte im Leben eines Kindes), Aufsätze über Faust und Abbd Galiani und eine herrliche Moraz-Uehertrngung von R. A. Schröder. Die Zeitschrift stellt im Zeichen eines echten Humanismus. Schire Seman: ״Fünf Lieder aus der Zeit von Julius Kraemcr“ (|. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M.). Diese fünf Gesänge nach Texten verschiedener Autoren zeigen beste formale Tradition und durchsichtiges Satzgefüge. Die zwei letzten Liedtexte sind aber nicht von Martin Buber, sondern Volkslieder. A.J.-L. ln der Generalversammlung der jüdischen Genossenschaftsbank fwria Leipzig am 1. Juni wurde, wie bereits mitgeteilt, eine Gewinnausschüttung von 6 0״׳ beschlossen. Auf Anregung von Dr. Lehrfrctind beschloß die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer der Generalversammlung, aut ihre Dividenden zugunsten des KKL zu verzichten. Hierdurch sind dem KKL zirka 350 RM. zugeflossen. Postschlüsse nach IJehersee Berlin» Postamt C 2; Frankfurt am Msln! Bahnpostamt 19 oder Flughalen; München 1 Bahnpostamt 1 oder 2 (Flughafen); Himburg 1 Bilmposlamt 1; Köln s fiahuposiaint 10. Die Sendungen mt1.->ft» »o eingeworlei! werden, daß .-üc zu den angegebenen /(eiten Leim Poiuehlußamt vorlicgcn oder das Schiff mindestens im leuten eure• plüschen Hafen «reichen können. P a I S s 11 n a 18. Berlin 19.30 (16, München 9.80) 17, S. Brindiai 21. 6. Haifa 16. Berlin 19.30 (17. München 9.00) li.iliti 22. 6. ll.iita 18. Berlin 19.30 (19. München 9.00) Bahn 23. (1. Haifa 20. Boi 11 n 18.00 (21. München 9.00) Bahn 25. 6. Haifa 22. Bellin 19.30 (23. München 9,30) 24. 6. Brindi»! 28. 6. Haifa L u f t p 0 i t 16. Berlin 3.00 V)fc Athen ca• 2! j Tag« 18. Berlin 9.30 (München 18.00) v!» Brindisi ca. 3 Tag« 18. Berlin 6,00 via Athen ca. 2> •1 Tage 19. Berlin 3.00 via Athen ca. 21/g Tag« 18. Berlin 9,30 (München 18.00) via Brindisi ca• 3 Tage 21. Berlin 8.00 via Athen ca. 2'/2 Tage Vtrtinlgte Statten von Amerika 18, Berlin 8.00 17. Lc Havre (״Washington“) 24. 6. New York 17. Berlin 8.00 16. Cherbourg (״New York“) 25. 6. New York 21. Hamburg 19,00 22. Bremen (״Bremer,•') 28. 0. New York 22. Berlin 8.00 23. Cherbourg (״Bremen“) 28.6, New York Luftpost 22. Berlin 18.00 (23. Köln 9 30) Flug z. ״Bremen“ 28. 8. N. Y, Südamerika 17. Berlin 14.00 (18. München 9,30) 19. Nespd 1. 7. Ri8 :״. B. A. 17. Berlin 18.00 (18. Frsnkf. 8.00) 19. Boulogne 5. 7. Rio; 9. B. A. 18. Berlin 10,00 (19. Frankl. 8.00) 21. Bordeaux 10. 7. Rio; - B. A, Luftpost 16, Berlin 21.00 (Frankfurt 24.00) 19. Rio: 20. B. Ak 19. Berlin 13,30 (Frankfurt 18.00) via Paris 22. Rio: 23. B. A, 811dl! rl kB 18, Köln 21.00 18, Southampton (,.Dunnotar C.“) Luftpost 16. ßedin 6.00 via Athen 18. Berlin 0.30 (München 18.00) via liriinlid 19. Berlin 6.00 via Athen 22. Berlin 9.30 (München 18.00) via Brindisi 6. 7. Kapstadt ca. 8 Tage ca. 8 Ta״e ca. 8 Tage ca. 8 Tage PaU&«4ina-Am4 Min BBS aiwitu A*INCV «Oft PALEftTMsiE. Berlin W18, Mefnekestraße 10. Telefon: Sgmmel-Numtmr 91 90 3t. ■Inwtntftrung auf Anfordftrung (D-zarliflhat) Es häufen sich in letzter Zeit die Fälle, in denen Eltern, die hier für Vorzeigegeld vorgemerkt sind, von ihren In Palästina lebenden Kindern angefordert werden, obwohl diese nicht in der Lage sind, für ihren Unterhalt aufzukommen. Die Eltern stellen dann auf Grund der erfolgten Vormerkung für das Vorzeigegeld Anträge auf Vorschußleistungen entweder vor Auswanderung bei dem Palästina- Amt oder nach Einwanderung bei der Haavarah. Die Transfer-Organisationen sind infolge der Transfcrlage leider in Zukunft nicht mehr imstande, derartigen Anträgen angetorderter Personen, die auf D-Zertifikat einwandern, zu entsprechen. Wir müssen daher ausdrücklich darauf aufmerksam machen, daß jemand, der in Zukunft auf Anforderung seiner Kinder in Palästina einwandert, nicht damit rechnen kann, hinsichtlich des für ihn vorgemerkten Vorzeigegeldcs bevorzugt behandelt zu werden. Der SAekel ist das Bekenntnis zum jüdischen Volk und zum neuen Palästina. Die Zahl der verkauften Sdhekafim bestimmt die Größe der Delegation zum Zionistenkongreß, der für die Zukunft der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland von entsdieidender Bedeutung ist. Der Schekel ist gleichsam die Kopfsteuer des jüdisdien Volkes, er bahnt den Weg zur nationalen Freiheit und hilft bei der Gestaltung einer selbständigen Zukunft, — Darum bedenkt das Schicksal Eures Volkes und erfüllt Eure Pflicht ZAHft/r DEN SCHEKEL - WERBT FÜR IHN