Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 47 (15.6.1937)
- Date
- 1937-06-15
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 47,15. VI. 1937 JÖD1SCHE RUNDSCHAU 5$ife 5 Geplante Siedlung Gespräch mit Richard Kauffmann / Von C. Z. Klötzel, Jerusalem Der Architekt Richard Kauffmann, der am 20. Juni seinen 50. Geburtstag feiert, ist ein Pionier des modernen Städtebaues in Palästina. 1920 wurde er ins Land berufen, und sein erstes Werk war die Anlage des Dorfes Nahalal, jener Randsiedlung, die berechtigtes Auftehen auf sich zog und inzwischen in der Weiterentwicklung des Dorfes ihre volle Rechtfertigung gefunden hat. Kauffmann hat die Pläne für alle Sicdlungspunklc auf dem Boden des KKL, ferner mehrere jüdische Stadtviertel und eine ganze Anzahl privater und öffentlicher Gebäude entworfen. Bei Erwerb eines neuen Gebietes wird Kauffmann mit der Planung der Siedlung betraut. Ein Mann von seiner Schaffenskraft und Energie braucht seinen 50. Geburtstag nicht als Einschnitt zu betrachten. Für uns aber ist es ein willkommener Anlaß, seine Leistung in den Blickpunkt der Oeffentlichheit zu rücken. Statt einer Würdigung geben wir ein Gespräch wieder, das einer unserer Mitarbeiter mit Kauffmann gehabt hat. Wir verbinden unsere Gralulation mit dem Wunsche, daß diesem Manne, der für das äußere Ansehen des jüdischen Teils Palästinas in so hohem Maße verantwortlich ist, noch weitere große Aufgaben gestellt werden mögen. (Red.) Richard Kauffmann, der Mann, der für mehr als hundert Siedlungen aller Typen, von der Gartenvorstadt zum Geschäftsvicrtel, vom Moschaw Owdim über die kleine Kwuzah zum Tauscnd-Mcnschen-Kibbuz Ejn Charod, die grundlegenden Pläne geschaffen hat, dem wir die einzigen PTanungen für große, zusammenhängende landwirtschaftliche Ciebiete verdanken, die in Erez Israel (und sonst nirgends in der Welt) zu finden sind, dieser Mann darf wohl mit so hohem Recht wie nur irgendeiner unter die ״Erbauer Erez Israels*‘ gerechnet werden. ״Als ich 1020 nach Erez Israel kam“, sagt mir Kauffmann, ״kam ich dorthin als Nachfolger eines genialen Arnateur auf dem Gebiete des Städtebaus, Sir Patrick Geddes, der eigentlich ein Naturwissenschaftler war. Der Städtebau w׳ar damals noch eine sehr junge Wissenschaft, und sie hat bis auf den heutigen Tag kaum irgendwo in der Welt Zeit gefunden, sich landwirtschaftlichen Siedlungsautgaben zu widmen. Auch in Erez: Israel hat sie ihre rein städtische Mission noch keineswegs erfüllt: siehe die warnenden Beispiele Tel Avivs und mancher neuer Viertel von Jerusalem, von Hadar Hakarmel ganz zu schweigen. Insbesondere in Tel Aviv hatte man sich mit vielen der Sache widersprechenden Interessen und Einflüssen abzufinden, so daß eine städtebaulich befriedigende Lösung bis heute nicht durchgesetzt werden konnte. Aber da, wo ich frei schaffen konnte, wie z. B. in den Jerusalemer Gartenvorstädten Beth Hakerem und Talpioth, in der Achusath Herbert Samuel, sowie auf dem West- und Zentraikarmel bei Haifa glaube ich gezeigt zu haben, was der moderne Städtebau auch für Erez Israel leisten kann — wenn man ihm Spielraum gibt. Die palästinensischen Verhältnisse haben mich dann sehr schnell auf ein Gebiet gewiesen, das für den Planer noch gänzlich jungfräulichen Boden darstellte. Es ist seltsam, wir haben ein paar Jahrhunderte Kolonialgeschichte, aber als im Jahre 1932 anläßlich der Pariser Koloniaiaus- Stellung der ״Internationale Kongreß für Städtebau in Kolonial- und subtropischen Ländern“ einen Referenten für die Planung von landwirtschaftlichen Siedlungsgebieten suchte, mußte ihn Erez Israel in meiner Person stellen. Wir sind in diesem Lande tatsächlich die ersten in der Welt, die die Grundsätze moderner Planung, die bisher nur für die städtische Massensiedlung angewandt wurden, auf das Land übertragen habe n.“ ״Gab es hierfür in Palästina besondere Voraussetzungen?“ ״Gewiß, zunächst einmal: wir konnten und mußten alles neu schaffen. In allen europäischen Ländern entwickelt sich die ländliche Siedlung aus seit langem vorhandenen Dorfanlagen weiter. Ich kann mich erst aus der letzten Zeit eines Beispiels erinnern, wo wenigstens auf zcntralcuropäischem Boden etwas Aehnliches wie hier in Erez Israel hätte geschaffen werden können: im Gebiete der von Holland ausgetrockneten Zuidersec. Unsere erste ״Zuitlersee“ war das Eniek Jesreel, unsere nächste — nicht die letzte — wird Hule sein. Dieser Zwang und dieses Recht, völlig Neues zu schaffen, war die erste Voraussetzung zu unserer baulichen ״Planwirt־ schaff“. Die zweite war eine rein psychologische: der jüdische Charakter der Menschen, für die geplant und gebaut wurde. Ich glaube nicht, daß es irgendwo in der Welt ein Publikum gibt, das mit so brennendem Interesse und so tiefem Verständniswillen seinen Absichten folgt. In diesem Lande kann man keinen Bauplan am grünen Tisch machen. Wenn man, wie ich, hundertundzwanzig Siedlungen gebaut hat — was einen nicht unerheblicher! Erfahrungsschatz, bedeutet — so muß man bei der hundertundeinundzwanzigsten doch wieder hinaus auf den Boden und zu den Menschen. Und auf die Gefahr hin, ein Mystiker genannt zu werden, muß ich bekennen: die entscheidende Intuition, die über aller noch so reichen Erfahrung steht, kommt mir immer wieder aus der Berührung mit dem Boden, auf dem ich bauen, und mit den Menschen, für die ich bauen soll.“ ״Aber auch die Erfahrungen mußten im Lande selbst ge- Wonnen werden?“ ״Gewiß, ich werde nie vergessen, welchen Schrecken ich bekam, als ich zum erstenmal in eine der alten Kwuzoth kam, nach Deganiah A. Sie war geradezu ein Musterbeispiel für falsche Planung. Der Wind traf dort zuerst die Dung- Stätten, brachte von dort Fliegen und Gestank zunächst zu den Ställen und von dort vermehrt zur Küche, nahm die dortigen Düfte auf und brachte das ganze Gemisch zu dem Speiseraum und zu den Wohnhäusern. Mir gab diese Fehlleistung die überaus wertvolle Anregung zu einem eingehenden Studium der Windverhältnisse des Landes, und so gelangte ich zu einer Erkenntnis, die inzwischen in doppelter Hinsicht fundamentale Bedeutung für unser Planen und Bauen gewonnen hat. In ganz Palästina haben wir einen sehr stetigen kühlen westlichen Wind. Das bedeutet für die Planung von Siedlungen, daß man sie senkrecht zu dieser Windrichtung stellen muß und so anordnen, daß der Wind Gerüche und Insekten von den menschlichen Aufenthaltsräumen fort weht — also genau umgekehrt, wie es ursprünglich in Deganiah A. war. Die zweite Bedeutung dieser Erkenntnis kam dem palästinensischen Hausbau zugute; aber von dem sprechen wir wohl noch später.“ ״Jedenfalls möchte ich noch einige Fragen zur Siedlungsplanung stellen. Die klimatischen Rücksichten sind hier ja wohl nicht die einzigen, wenn sie auch eine entscheidende Rolle spielen.“ ״Es gibt andere, die ihnen an Bedeutung mindestens gleichstehen. Vor allem die wirtschaftlichen Rücksichten, die eng gekuppelt sind mit den verkehrstechnischen. Wir müssen im Arbcitsgang den Menschen, dem Vieh und den Maschinen jeden unnützen Umweg sparen. Und wir müssen unsere Siedlangen zwar möglichst nahe an die großen Verkehrsadern legen, müssen aber gleichzeitig vermeiden, daß sie von ihnen durchschnitten werden. Als der berühmte englische Städtebaucr Prof. Patrick Abercrombie Palästina besuchte, war er des Lobes voll über die Art, wie wir hier jene, verhängnisvolle Bauentwicklung längs der Landstraßen vermieden haben (״ribbon development“), die der Albdruck der englischen Städtebauer und Verkehrstechniker ist. Ferner müssen wir hierzulande gewisse sicherheitstechnische Grundsätze anwenden. Es muß unseren Menschen z. B. im Falle eines Angriffs möglich sein, in einem zentral gelegenen, genügend großen und festen Gebäude Schutz und Verteidigungsgelegenheit zu finden.“ ״Und das psychologische Moment?“ ״Spielt ebenfalls eine ausschlaggebende, oft unterschätzte Rolle. Nach zwei Richtungen hin. Einmal steilen ein großer Teil unserer Siedlungen — die Kollektivwirtschaften — einen ganz neuen Typ menschlichen Zusammenlebens dar, der viel stärker das Gemeinschaftliche betont, als alle bisherigen. Das spricht sich baulich z. B. in der übenagenden Bedeutung der Gemeinschaftsräume, insbesondere des Eß- und Versammlungsraums (oder, bei großen Siedlungen, des Beth Am) aus. Aber selbst bei Siedlungen individuellen Charakters, den Moschwe Owdim z. B., ist das gesellschaftliche Element viel stärker entwickelt als etwa in europäischen oder amerikanischen Dörfern. Wenn sich der amerikanische Farmer oder der Südafrikanischc Bauer holländischer Abstammung am wohlsten fühlen, wenn sie von ihrer Tür aus den Rauch aus des Nachbarn Schornstein nicht sehen können, so will der Jude sozusagen in Rufweite von seinem Nächsten leben. Sein Bedürfnis nach persönlichem Verkehr, sein Drang zur Aussprache mit anderen, insbesondere aber seine hohen kulturellen Bedürfnisse — Vortrag, Diskussion, Musik, Theater, Lektüre, Schach — zwingen den für ihn Bauenden, in das Zentrum einer jeden Siedlung das ״Beth hatarbuth“ zu setzen, das ״Kulturhaus“, ob dies nun in großen Siedlungen ein eigenes Gebäude mit Versammlungsraum, Bühne usw. ist, oder in kleinen der Eßraum, der auch allen gcse'lschaftsbildenden Zwecken dienen muß. Dieses spezifisch jüdische Bedürfnis nach einem ״Kulturzentrum“ noch in der kleinsten Siedlung hat — im Verein mit den anderen schon von mir genannten Grundsätzen einer guten Planung — auch zu einer spezifischen architektonischen Gestaltung der jüdisehen Siedlung geführt, zu einer Art Krönung des Ganzen in den konzentrierten Bauten, innerhalb deren sich das Gemeinschaftsleben abspielt. Dieses Prinzip ist das gleiche, ob es sich um eine so große Kwuzah wie Ejn Charod, oder um das größte palästinensische ״Dorf“ Nahalal handelt.“ ״Aber in den Städten ist von einem spezifischen Stil noch wenig zu spüren.“ ״Es gibt auch dort solche Ansätze. Viele Stadthäuser, besonders in Tel Aviv, zeigen Formen und Abmessungen, wie sie Von der Woche Jn dem Drusendorf Shafran! bei Nazareth haben Araber mehrere Häuser in Brand gesteckt und zwei Drusen getötet. Es handelt sich um einen Akt der Blutrache für einen Araber, der vor kurzem von Drusen ermordet worden war. Die Polizei hat in Jaffa umfangreiche Waffensuchen vorgenommen, wobei große Mengen Waffen lind Munition beschlagnahmt wurden. Eine Reihe von Arabern wurde verhaftet. Zahlreiche wohlhabende Araber erhalten Drohbriefe, während auf den Mauern der Moscheen tind an arabischen Geschäften in S a f e d Anschlagzettel angebracht werden, denen Arabern, die bei Juden kaufen, schwere Strafen in Aussicht gestellt werden. Aut ein jüdisches Auto, das unterwegs von Haifa nach Tel Aviv war, wurden bei Megiddo mehrere Schüsse abgegeben, die den Wagen leicht beschädigten. Personen wurden nicht getroffen. Die in Aegypten erscheinenden französischen?.eitungen veröffentlichen den Text eines Interviews, das Emir Abdullah während seiner Anwesenheit in Istanbul türkischen Journalisten gewährt haben soll. Der Emir soll erklärt haben, daß er hoffe, die Zustimmung der Zionisten zu seiner Besteigung des Thrones von Juda zu erlangen, und daß Palästina noch weitere 2'/2 Millionen Juden aufnehmen könne. (Diese Meldung muß mit aller Vorsicht aufgenommen werden. Red.) Persönliches. Eduard Loewe, einer der ältesten Zionisten aus Deutschland, feiert am 19. Juni in Tel Aviv seinen 75. Geburtstag. Den aus Mitteldeutschland stammenden Zionisten ist er von der Zeit um 1900 her gut bekannt. Am Vl. Zionistenkongrcß in Basel nahm er als Delegierter teil. Bis 1934 war er in Hamburg ansässig, wo er ein treues Mitglied der Ortsgruppe war. Seit dieser Zeit lebt er in Tei Aviv und geht noch Tag für Tag in bewundernswerter Frische seinen Geschäften nach. Wir wünschen dem alten Vorkämpfer unserer Bewegung, der trotz vieler Verdienste um den Zionismus nie von sich reden machte, einen langen, lücklichen Lebensabend im Kreise seiner Familie und reunde. Die Bilanz der Bank Jacob Japhet & Co. Ltd., Jerusalem, schließt mit einer Bilanzsumme von CP 418035 325 ab. Für das vergangene Geschäftsjahr wurde die Divid e n d e erhöht, insgesamt wurden auf Vorzugsaktien und Stammaktien 50'" •< י gegenüber 41/2 0״ für 1934 und 5<0י für 1935 zur Ausschüttung gebracht. Außerdem wurden dem Reservefonds weitere CP 500 zugeführt, so daß dieser nunmehr £P 3 100 (10 ״A! des gesamten Aktienkapitals) beträgt. Berichtigung. In dem Bericht über die Einweihungsfeier von zwei öffentlichen Parks in Palästina Nr. 41 war erwähnt, daß der High Commissioner eine jüdische Haushaltsartikelfabrik in Nathaniali besuchte. Es handelte sich dabei nicht um eine Haushaltsartikelfabrik, sondern um die Konservenfabrik Priraason, Luftaufnahme des Runddorfes Nahalal, der bekanntesten Planung Richard Kauffmanns Foto : ArcKi, ' 1M►• ״■״ «NJ» sich mir zuerst ergeben haben, einfach durch genaue Beobachtung der klimatischen Bedingungen. Ich habe bereits von dein stetigen kühlen Westwind gesprochen, den wir fast überall in Erez Israel haben. Er und die Sonne sind die Ursachen zweier vor! mir im Lande zuerst verwendeten Bauelemente, die heute so ziemlich Allgemeingut der palästinensisch-jüdischen Bauweise geworden sind: das breite und niedrige Fenster, statt des schmalen, hohen, und die ״ScIniUenplatte“, die Sie heute fast über jedem Fenster, jeder Tür, jedem Balkon scheu, insbesondere in Tel Aviv. Diese beiden Elemente sichern die größte ventiiatorisclie Ausnutzung des Kuhlen Windes und schützen vor der zu starken Sonne. Aber aus der Fu n kti o n ergab sich gleichzeitig ein besonderer, charakteristischer Stil. Eine andere Abart spezifisch palästinensischen Stils können Sie in den Häusern finden, die ich in der Depressions/one vor allem am Toten Meer, gebaut habe. Aber auch ihre spe/.i• fische Gestaltung ergab sich rein funktionell aus den klimatisehen Bedingungen dieser Gegenden. ״Es scheint, lieber Richard Kauffmann, daß Sie in Erez Israel ein reiches Feld für Ihr Talent und ihren Fleiß gefunden haben?“ ״Ich wüßte keinen Flecken der Erde, wo es befriedigender sein könnte, ein planender Architekt zu sein. Hier ist alles neu, man kann ganz, von vorn anfangen, wo man in Europa und anderswo sich damit begnügen!null, mit vieler Mühe die Unterlassungssünden früherer Zeiten und Generationen ausziimerzen.“ ״Eine letzte Frage. Warum haben Sie, der Sie für Tausende von Menschen Heimstätten geplant und gebaut haben, und der Sie heute ein Fünfziger sind, kein eigenes Haus? Warum wohnen Sie in einer Mietswohnung, die praktisch das genaue Gegenteil von dem ist, was Sic für andere erstreben.“ Richard Kauffmann sieht mich einen Augenblick verblüfft an. Dann lacht er herzlich: ״Ja, glauben Sic denn, ich hätte Zeit, mir ein Haus zu bauen, das hat Zeit .... das hat wirklieh noch Zeit....!“ Wer hätte das Recht, ihm zu widersprechen, der ihn in seinem Atelier aufsucht, wo er gerade beschäftigt ist, die Pläne für die neuen Siedlungen Tel Amal und Beth Josef und Ejn Hakoreh zu entwerfen? Ein einziger Mensch vielleicht: seine Gattin. Und die findet, daß er recht hat. Die Seewesen-Konferenz Die 103 Vertreter der am jüdischen Seewesen essierten Körperschaften, die wahrend einer zweitägigen Kreuzfahrt in palästinensischen Gewässern eine Konferenz abhieltcn, kehrten an Bord der ״Har-Zion“ nach Tel Aviv zurück. Hafenarbeiter in Motorbooten, die dem Dampfer entgegenfuhren, geleiteten ihn bis zur Ankerstelle. Die Konferenz, die unter Vorsitz von S. Tolkowsky tagte, richtete Telegramme an Weizmann, Ren-Gurion und Schertok, in denen sie der Hoffnung Ausdruck gab, daß die Bemühungen der Exekutive um baldige Erschließung des Tel Aviver Hafens für Immigranten- und Passagierverkehr erfolgreich sein mögen. Line elfglicdrige Exekutive sowie ein aus 40 Mitgliedern bestehender Verwaltungsrat, in dem die verschiedenen Gruppen des Jischuw vertreten sind, wurden gewählt. Modell des Tel Aviver Hafens. Am ersten Geburtstag« des Hafens von Tel Aviv belagerten Scharen von Kindern und Erwachsenen in verschiedenen ('/egenden der Stadt einige Schaufenster. Wenn man sich durch das Gedränge hindurchgearbeitet hatte, entdeckte man ein wunderhübsches Modell des Hafens von Tel Aviv in seiner künftigen, voll ausgebauten Gestalt. Ein ähnliches Model! hat man zur Weltausstellung nach Paris geschickt, und man war ganz erstaunt, solch kleine Werke in größerer Anzahl hier im Lande vorzufinden. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, daß es sich nicht um ein Gipsmodell handelte, sondern daß diese vielen kleinen ״Häfen“ aus einer Modellierbogcn-Serie hergestellt waren. Unter dem Protektorat des Hafenkomitees hat ein junger, rühriger Verlag eine Mappe von 12 Ausschneidebogen hergestellt. Die großen und kleinen Kinder können durch Ausschneiden, Ausmalen und Zusammengehen den Tel Aviver Hafen in richtiger Proportion aufbaucn. Die 12 Bogen enthalten 10S vcrschicdene Teile und ermöglichen das Ztisammensctzen von 57 Gegenständen, wie Molen, Kai, Lagerhäuser, Venvaltungsgebäude, ein besonderes Haus für die Einwanderungsabtei- Jung der Jcwish Agency, Kräne, Lastwagen, Leichter, Motor- Schlepper und acht genau nachgebildcte Schiffsmodelle. Auch die großen Stapel von Orangenkisten, die gerade zur Verschiffung kommen, fehlen nicht. Der Modellierbogen ist im Verlage von Ruschkewitz & Stricm in Tel Aviv erschienen. Werner Bloch, Tel Aviv Palästinensische Schiffahrtslinien. Zu der in Nr. 3S 39 veröffentlichten Zuschrift über palästinensische Schiffalutslinien wird uns aus Palästina geschrieben, daß die einzige jüdisch-palästinensische Erachtlinie die Firma Atid Navigation Company Ltd. in Haifa ist, die den Verkehr mit der nördlichen und südlichen Levante vermittelt. Dieses Unternehmen hat iur Rahmen der jüdischen wirtschaftlichen Entwicklung eine erhebliche Bedeutung erlangt. Bar Mizwah. Am 19. Juni (10. Tunimu.A: 'Voltgang Plaut, Sohn von Dr. Menko Plaut, Rcchowoth, P.O.B.35. (Schluß des Palästina-Teils) IIIUIIIIIIIIIIIIII1m[|llllll|!llllll!IIIIIIIIIIIIIIII!IIHI1nn1ll!ll!l!m!!IIMWI1nl!IWIIIIIUIIIIIIUMMWIIIIIIIIII!llll!!lllllllllllllllllllllll!!IIIIIIIIIIII!IIIIMl;lllllllll!IIIIIIIIIIUIIIII!llllllli1n!IIIIIIIUIII1n1llll!llllll1n11lll|IIIIIIIIIII!llllllllllllllllllllllI!lll!l!ll1n!ll<llllllllll!lll