Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 46 (11.6.1937)
- Date
- 1937-06-11
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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*Uw 14 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 46, 11. VI. 1937 »I.» ,0 .ין•! '.ff - ■y<f \w }r 1. י!! t'■ mii Günstiger Verlauf der Schekel-Aktion Trotz der schwierigen äußeren Bedingungen, unter denen in diesem Jahr die Schekel-Aktion vor sich gehen muß, kann schon heute festgestellt werden, daß die Zionisten in Deutschland sieh mit aller Energie für die Aktion eingesetzt haben. Bei der Schekel-Zentrale, der Zionistischen Vcreinigung für Deutschland, sind Berichte über die Schekelarbeit aus Hunderten von jüdischen Gemeinden eingegangen. Ueberall wird eifrig für den Schekel geworben. Abschließende Zahlen können ikkIi nicht genannt werden. Die Teilergebnisse, die aus einer Ruhe von Städten gemeldet wurden, lassen aber aut einen guten Erfolg schließen. Viele Orte haben das ihnen gestellte Kontingent überschritten. Es liegen berrits Meldungen bis zu 330 % des Kontingents vor. Dabei ist es erfreulich, festzustelicn, daß sich die guten Ergebnisse auf alle Größenklassen von Gemeinden verteilen. Der angestrengten Tätigkeit der Mitarbeiter ist es in einer Anzahl von Orlen sogar gelungen, alle Gemeindemitglieder zu erfassen, ln einer Reihe von Städten haben sich erfreulicherweise die Gcnieindevorstände und Rabbiner selbst in den Dienst der Schekel-Aktion gestellt. Die jüdisehen Schulen und ihre Schüler haben sich mit Begeisterung für die Aktion eingesetzt. Die bisherigen Teilergebnisse auch in Berlin lassen jedenfalls darauf schließen, daß die werbeiulcn Bemühungen in den Großgemeinden ebenfalls zum Erfolg geführt haben. Eine wertvolle Unterstützung für die propagandistische Arbeit bedeuteten die Aufführungen des Bilms ״Hatikwah“ und des eigens für die Schekel-Aktion hergestellten Schmalkurzfilms ״Bekennt Euch". In Berlin wird seit Anfang des Monats Juni dieser Schrkelfilm jeden Abend im Kulturbund- Theater vor der Vorstellung gezeigt und findet stärkste Rcsonanz. Auf diese Weise" werden im I aufe des Monats Zchntausende von Juden über Sinn und Zweck der Schekel- Aktion aufgeklärt. Der Misraciii hat sich insbesondere der Sclickelarbeit Im religiösen Teil der Juden Deutschlands gewidmet und konnte in Kreisen eindringen, die sich gegenüber zionistischer Wer- Ein Landwerk feiert d bting aiMchncmi verhalten der Agiulas Jisroel Nach Absc'hluI Aktion erst jetzt Tagungen, Veranst jugemlvcrhiinde tu.־! jjistiseben Beweg!!״ di halten. Eine Reihe von Anhängern diesmal der. Schekel gezahlt, der Vorbereitungen erreicht die Schekelhren I i ö 11 e p u n k t. In Versammlungen, hdtnngen der 'zionistischen Sport- und rden die führenden Mitarbeiter der zioder jüdischen Gemeinschaft in Deutschland noch einmal die Schwere und Verantwortung der Stunde Vor Augen fuhren, die den Einsatz;111er ztikunftsbejahenden jüdischen Krüitc in die Auseinandersetzung um die Gestaltung des Palast!rmvetks erfordert. In den nächsten Wochen wird noch einmai jeder Jude und jede Jüdin in Deutschland «ufgerufen, sich durch Zahlung des Schekels zu Erez Israel zu bekenne״. Es ist zu hoffen, daß bei der hingebimgs- Vollen Tätigkeit aller zionistischen Mitarbeiter die Schekel- Aktion ein Ergebnis haben wird, das die innige Verbundenheit der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland mit dem Werke jüdischer Erneuerung in Palästina würdig zum Ausdruck bringt. Die Ergebnisse der Schekelaktion weisen ln folgenden Ländern eine erhebliche Erhöhung auf: Palästina 135 000 fegenüber 112 0(»() im letzten Kongreßjahr; Vereinigte taaten 207 000 verglichen mit 135(100; Süd-Afrika 16 000 (Erhöhung um 2000); Argentinien 12 000 gegen- 'über 6500. Dänemark, das 701 Schekalim verglichen mit 450 Im letzten Kongreßjahre abgesetzt hat, hat damit zum erstenmal das Anrecht auf einen Kongreßdeiegierten erworben. Schach Bearbeitet von Mieses Aufgabe Nr. 20 Von Dr. E. Z ep 1er in London!'׳;1% ׳".J _ . w,.. ־ r• : Ä ״r ׳ ־f T ׳ : Jk ■ ' ,w ''. .. ־!פ*־. ..a öui' i 1fr ftT" 1 "״.f t v; PG a b e d t 2 h Matt in di ei Zügen Daß der seit rvvei Jahren ln London lebende Problemmeiucr Dr. E. Zeplcr unler den Problemkomponbten der Gegenwart mit an erster Stelle steht, haben wir schon vor längerer Zeit (in Nr. 78, 1S35) gebührend hervorgehoben. Seine Kompositionen eine! fast ausschließlich sogen. ״Idecnprobleme", worin ein scharf umrissener Gedanke mit formvollendeter Aesthetik zur Dar- »tellung gebracht wird. — Die obige Aufgabe, die im verjähr!- gen ..Glvmpisrhen 1’inhlrnitiirr.i«“ zu Märuhen den ersten bis dritten Preis ex a׳׳quo errang, i«t für Zepters Keir.positionssHl recht charakteristisch. Lösung der Aufgabe Nr. 18 1. S dr:<e3 D el—g3 2. T h5—!13 usw. X. D elXal 2. S g5—eGf usw. Anderes leicht. Es deckt, sowohl 2. S e3—d5 matt, als auch 2, S g5—e8f usw, Lösung der Aufgabe Nr. 19 1. T 02—c-1 t־e—fs 2. D i.2—<1.2 usw. 1. fe.Xe5 2. D 112—e2 usw. X. . . . . Ke4—d4 2. S e3—fSf Usw. Bfiele aufgaben wurden richtig gelöst von K. in Pirmasens. Aufgabe Nr. 19 wurde richtig gelöst von Dr. Emst Boehm in Brieg. mmmimmmmmmmiimimmimmmmmmmmimmmmm Zionistische Vereinigung für Deutschland Cruppenverfcand Rheinland *Westfalen Gruppen -Verbandstag Sonntag, 20. Juni 1937 Essan, Jugendheim, Saarbrücker Straße 2 10,00 Uhr! Eröffnung und Begrüßungen, Dr. Franz Meyer Der Zionismus vor dem XX. Kongreß und die zionistische Bewegung in Deutschland 14.30 Uhri Kommissionssitzungea 16.30 Uhr! Dr. Georg Josephthal Die Lage in Erez Jsrael und der Stand der Pafästinapofitik llllllll!lllilllll1llllillil!l!l!1lli!l!llllllllll1l!ill(lltllllllllllllll!IH Zwei Jahre Hachsch&rah in Halbe Vor zwei Jahren fuhr ein Lastauto mit sehr wenigen und primitiven Ausstattungsgegenständen und Geräten auf den Hot des Land werk es Halbe. Wer dieses Landwerk damals und jetzt sah, der konnte ermessen, mit welchem Fleiß und mit welcher Liebe gearbeitet worden ist, um dieses stattliche^ saubere Werk zu schaffen. Alles in diesem Werk, das unter eigener Regie des Diplom-Landwirts Perlstein sieht und das seit zwei Jahren eine Mittleren.- Hachseharah des Jüdischen Pfadfinderbundes Makkabi- Hazair beherbergt, mußte renoviert und ausgebaut werden. Peinlich saubere Wohnräutne, Dusch- und Waschgelegenheiten, ein trotz seiner Größe anheimelnder EB- und Atifenthaltsraum sowie ein Unterrichtsraum lassen erkennen, wieviel Miibe darauf verwendet wurde, aus primitiven Anfängen angemessene I.ebensbedingungcn zu schaffen, ln den sauberen und zweckmäßig eingerichteten Viehställen, im Hühnerhof und auf den Weiden spürte man etwas von der Sorgfalt, mit der die Tiere behandelt werden. Auch im Garten und aut dein Felde bleibt selbst dem Laien das Musterhafte dieses Betriebes nicht verborgen. Auf relativ geringem Raum sind alle Zweige der Landwirtschaft zttsammengedrängt und wenn bei der Vielseitigkeit der Landwirtschaft der Platz für ausgedehnte Nutzungswirtschaft nicht reichte, so waren wenigstens kleine Rodenstrecken für solche Erzeugnisse zu Lehrzwecken bebaut worden, für deren Anbau in großem Ausmaße der Boden nicht reichte. Auf diese Weise ist cs möglich geworden, die Auszubildenden in alle Gebiete der Land- und Gartenwirtschaft einzuführen. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, soweit wie möglich auch die besonderen Bodenerzeugnisse Palästinas, ihre Anpflanzung. Bewirtschaftung und Behandlung praktisch zu lehren. Von den 65 Mitgliedern des Makkabi-Hazair befanden sich 20 am Abschluß ihrer zweijährigen Haehscharah. Die praktische Ausbildung der Jungen erstreckte sich auf alle Zweige der Landwirtschaft und des Gartenbaus sowie der Viehhaltung, während die Ausbildung der Mädchen sich im wesentlichen auf die Haus- und Milchwirtschaft, Kleinviel- Wartung und Gartenarbeit erstreckte. Die praktische Lehre wird ergänzt durch theoretischen Unterricht. Am Mittag, an der anläßlich des Jubiläums festlich geschmückten Tafel, erhielt mau einen Eindruck vom Zusammenlcbcn sowie von der geistig-kulturellen Arbeit. Hans Friedenthal hatte in schlichten und eindrucksvollen Worten den jungen Menschen von der Verbundenheit aller Generationen im Makkabi, der gemeinsamen Arbeit und der schweren Verpflichtung, die sie bei Beginn ihres neuen Lebensabschnittes mit auf den Weg nehmen, gesprochen. Herr P e r 1 s t e i n wie auch der Leiter der Chewran, Ernst Strauß, nahmen in einem Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre Gelegenheit zu einer offenen Kritik. Das Bildungsniveau steht auf einer erfreulich hohen Stufe. Mehrere Stunden jedes Tages wurden mit Aussprachen ausgefüllt, die nicht nur jüdische und zionistische, sondern auch allgemeine Themen zum Inhalt hatten. Die Hebraisierung ist weit fortgeschritten. Den Abschluß dieses Festtages bildete eine gemeinsame Feier, bei der Hardy Swarsensky auf die besondere Bedeutung der Mittleren-Hachscharah im Rahmen der Arbeit des Makkabi-Hazair hinwies. In musikalischen und rezitatarischen Vor trägen der Mittleren kam das ernsthafte Bemühen um die Schaffung eines gesellschaftlich-kulturellen Niveaus zum Ausdruck. Der Gesamteiudruck war, daß hier eine Jugend den neuen Weg, über den soviel geschrieben und gesprochen wird, wirklich gefunden hat und daß mit ihr eine wertvolle Stütze unseres Aufbauwerkes entstanden ist. S. Gdt. Juden und Jüdisches Im Rundfunk Ankündigungen aus dem Reich Freitag, 11. Juni! Paris (1648), 12.45: Israelitische Plauderei. — Radin Norman-lie (270), 21: Einige Fragmente aus ״Holtmanns Erzählungen" von O/fenbach. Sonnabend, 12. Juni: P.uis (1048). 20.45: Dichtungen, gesprochen von Madcieine Milhnud. — Eiffelturm (206), 21.30: Die halbe Stunde der Dichtung; Mitw.: Madeleine Milhaud. — Paris (1648), 21.30: Sintonickorucrt des Pari •er Radio-Orchesters. Solist: I.azare l.evy, — Luxemburg (1304), 23.45: Sinfonie-Konzert auf Schallplatten unter Leitung von Bruno Walter. Sonntag, 13. Juni: Uni «1:1 (484), 23: U. a. drei hebräische Lieder von Ravel. geren vollen Keren hören Anläßlich des 15jährigen Todestages von Nathan Groß sendet uns Dr. Egon Zweig in Jerusalem einen län- Nachruf für diesen zu früh vergessenen, verdienst- Mitarbeiter bei dem Aufbau der Organisation des Kajemcth Lejisrael. Nathan Groß, in Tarnopol ge- und in Wien lebend, wurde 1903 in das Büro des Jüdischen Nationalfonds nach Köln berufen lind arbeitete zunächst dort und dann seit November 1914 nach der Ver- Icgung des Nationalfonds-Büros im Haag. Der Ausbau der KKL-Organisation mit ihren 60 Laiulessteilen und Vieltausenden freiwilliger Sammler, sowie die •s-ogar dem Krieg zutrotz stetige Steigerung des Spcndencrtrags von 14 01:0 Pfund (1908) auf '161 000 Pfund (1929) ist hauptsächlich sein Verdienst. Mit reicher Phantasie und psychologischem Verständnis begabt, wußte er — für jede Anregung froh empfänglich — immer neue Sammelmittel und Methoden dem Volksschatz dienstbar zu machen. Nie aber wurde er müde, den schwierigen Apparat der volkstümlichen Büchse auszugcstalten. Durch rege Korrespondenz und bei verschiedenen Tagungen, zumal bei eigenen KKL-Konferenzen zur Kongreßzeit, zog Groß geschickt frische Mitarbeiter heran. Doch neben der praktisch-technischen Arbeit übersah er nicht, die tlieo* retischen Grundlagen der KKI.-ldec zu festigen und die ihr noch vielfach selbst in gut zionistischen Kreisen widerstreiteriden Vorurteile zu zerstreuen. Diesen Zweck erfüllten nicht zuletzt die vom Hauptbüro seit 1916 unter Mitwirkung De Ijenies, Kaplanskys usw. edierten wissenschaftlichen Samntelbücher ,,Erez Israel“. So hat Nathan Groß durch das Medium des KKL in der zionistischen Bewegung und im jüdischen Volk schlechthin hochwichtiges Erz.ichungswerk geleistet. Am 25. Mai 1922, gerade als er mit der lieber* Siedlung des Hauptbüros nach Jerusalem beschäftigt war, brach er im Haag plötzlich zusammen. Das KKL-Direktorium würde eine Dankesschuld tilgen, wenn es dem Andenken Nathan Groß die Ehre zollt, die ihm gebührt. Arbeit für die Hebräische Universität in der Schweiz. Uns wird aus Zürich geschrieben: Die bereits vor längerer Zeit begonnene Aktion für ,die Hebräische Universität in Jerusalem ist nunmehr durch Dfk■ Kurt Kanowitz zum Abschluß gebracht worden, der in engster Fühlungnahme mit dem Schweizerischen Verband der Freunde der Hebräischen Universität (dessen Präsident gegenwärtig Privatdozent Dr. E. Lieb m a n 11 in Zürich ist) eine überaus intensive Tätigkeit entfaltet und starke Resonanz gefunden hat. Dr. Kanowitz sprach in verschiedenen Kreisen, so in einem besonderen, sehr gut besuchten Zirkel in Basel im Hause des Präsidenten der Israelitischen Gemeinde, Apotheker Alfred Bloch, sowie vor dem gesamten Jugendbund und der Studenten• schaff Basels, ferner in der Zionistischen Ortsgruppe Zürich, sowie im zionistischen Studentenverein ״Hecnawer-Barsilai״ in Zürich. Der Mitgliederbestand der Freunde der Hebräi• sehen Universität in der Schweiz konnte erheblich vermehrt werden, und überdies haben sich die zionistischen Studenten Zürichs verpflichtet, als wichtigste Außenarbeit im Sommer- Semester durch persönliche Besuche weitere 20!) Mitglieder zu werben. In Basel ist das Komitee erweitert worden, dem nunmehr auch der Mathematikdozent der Universität Basel, Professor Ostrowsk y, angehört. Befriedigend ist auch das finanzielle Ergebnis. Sg. . Wirtschaftliches. Die Londoner ״Times“ veröffentlicht In ihrem Handelstei! einen Bericht über die Oeneralversammlung der Firma Marks and Spencer Limited, bei der Simon Marks den Vorsitz führte. Aus dem Bericht, den er in der Generalversammlung gab, geht hervor, daß der Reingewinn der Gesellschaft für das verflossene Jahr nach Abzug der Direktorengehalter und anderer Ausgaben 1 433 250 Pfund betrügt, das ist tun 168 844 Pfund mehr als im Jahre vorher. Es wurde eine Dividende von 40% an die Aktieninhaber beschlossen. In dem Bericht wird der Aufschwung des Geschäftes in den letzten zehn Jahren hervorgehoben. Der Gewinn ist in dieser Zeit von 88 000 Wund auf 1 430 000 Pfund gestiegen, ״Chajenu", das Bundesblatt des Brith Hanoar und Bachad In Deutschland, ist soeben als Schmul Chajim Landau-Gedenk* nummer erschienen. Zu beziehen gegen Voreinsendung von RM. 0.20 zuzüglich Porto von der Bundesleitung des Zeire Misracni, Berlin W 50, Augsburger Str. 69, oder von der Süddeutschen Galilleitung, Frankfurt a. M., Quinckestr. 24. Namslau: Am 20. Juni findet in der alten Synagoge in Städtel (Kr*. Namslnu) ein Grdenkgottewlienst mit anschließend« Seelenfei« statt. Rabbiner Dr. IVahrmnnn und Lehrer Zarek werden amti««1. Abfahrt 14 Uhr vom Bahnhof Namslau. Vorherige Anmeldung an der, Vorstand der Synagogen-Gemdnde Namslau. Familien-Nachrichten Frau Regina Born, Meerane i. S., Augustusstr. 63, begeht am 12. Jun! Öen 75. Geburtstag. Frau Henriette Littmann, Konigslrerg f. Pr., Melanchthonstr. 8, begeht am 6. Juni den 70. Geburtstag. Herr ließ M. Oppenheim, Abterode, z. Zt. Bad Wildungen, Bahnhofstraße, begeht am 15. Juni den 80. Geburtstag. Herr Adolf Stern, Frankfurt a. M״ Bockenheimer I.andstr. 70, begeht am 24. Juni den 80. Geburtstag. Bar Mizwah -Termine Am 19. Juni (10. Taniinu־): Franz If ey mann, Sohn von Br. Faul Ileyjnann, Brt-dau, Charlottenstr. 63. — Hans-Siegwart Leser, Sohn von Siegbert Leser, Hamburg, Danzig« Str. 8. Blro Bidschan. Wir haben vor einiger Zeit über das Kolonisationsexperiment i;1 Biro Bidschan berichtet, als durch die Presse Nachrichten über die Verhaftung jüdischer Trotzkisten in diesem Gebiet gingen (s. ״J. R.“ 66 vom 26.2.37). Mit dem Thema dieses Siedlungsexperimentes beschäftigt sich eine Broschüre von Jizchak Wronkin und Dow Stock (letzterer Redakteur des Tel-Aviver ״Dawar") mit dem Titel ״Biro Bidschan — Palästina, das. Ende einer .Illusion", die vor kurzen! in Prag erschienen ist. W r o n k i n setzt sich in seiner Arbeit mit der kommunistischen Theorie von der Judenfrage und ihrer Lösung auseinander und weist nach, daß diese Theorie auf falschen Voraussetzungen beruht und daß die Judenfrage in Sowjetrußland weiter besteht .und durch das Experiment in Biro Bidschan in keiner Weise ihrer Lösung näher gebracht werden konnte. Auch.Dow Stock zeigt die inneren Widersprüche der russisch-jüdischen Kominunisten und entlarvt die Propaganda für Biro Bidschan als einen Versuch, mit gewissen vom Zionismus geborgten Parolen eine Gegenbewegung gegen das Nationalgefühl zu schaffen, das im russischen Judentum vorhanden ist, und außerhalb Sowjetrußlands in jüdisch-bürgerlichen Kreisen damit zu werben. Im Anhang werden Zahlen über das zionistische Kolonisationsiverk in Palästina gegeben und diese den entsprechenden außerordentlich deprimierenden Ziffern aus Biro Bidschan gegenübergestellt. Die Broschüre dürfte, insbesondere dort als informationsmaterial gute Dienste leisten, wo von seiten des ״Geserd“, der Gesellschaft, die im Auslande für Biro Bidsciian wirbt, Propaganda gemacht wird. Pogromberichte. Der jetzt in New York lebende Rabbiner Barueh K o r f schildert in einem jiddisch geschriebenen novellistischen Buch ״Nowograd-Wolinsk in Flammen“ aus eigenem Erlebnis — er mußte selbst den Märtyrertod seiner Mutter mitansehen — die Petljura-Zeit in der Ukraine. — Aehnlich erschütternde Ereignisse werden in einem eigenartigen, gleichfalls jiddischen Buche geschildert: ״Fe- 1 i s h t i n. Sammelbuch zum Andenken an die Felisntiner Märtyrer. Herausgegeben vom Felishtiner Verein, New York 1937“. Ein Viertel der Einwohner des Städtchens Felishtin in der Ukraine kam unter Peiljura um; ihnen stifteten alle Felishtiner, die das er- und überlebt haben, in Amerika unfergekommen sind und in einem landsmannschaftlichen Verein sich zusammengetan haben, das Buch als einen siebenhundert Seiten starken Grabstein. h. Offene Auslandsstelle (genehmigt durch das Landesarbeitsanit). Eine Firma in Caracas, Venezuela (Südamerika)! sucht einen jüdischen Uhrmacher, der nachweislich mit guter Ausbildung perfekt in Uhrenreparaturen ist. Es wird bei freier Station zunächst ein Wochenlohn von 50 Bolivar geboten. Ausführliche Bewerbungen auf Dünnpapier mit Zeugnisabschriften, Lebenslauf una Paßnhoto werden weitergeleitet durch die Jüdische Gemeinde, Berlin SW 19, Lindenstraße 48—50. ChamnltZ Donnerstag, 17. Juni, 20.1 S (Ihr In dar Synagoge Dr. David Schloßberg vor dem xx.z10nisienK0ngreB Dts Fazit dar Unruhen / Die KSnlgf. Kommlaslon / Tellung Paliatlnae? Palletlna und Übersee / Die Antwarf de■ Jüdischen Volkse Zionistische Ortsgruppe