Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 45 (8.6.1937)
- Date
- 1937-06-08
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2651273-2653625-2653668--30819-2685391- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 45, 8. JUNI 193? Emir Abdullah Technischer Fortschritt Von unserem palästinensischen Korrespondenten g 1. T e I A v i v, 2. Juni 1937 Auto weg Haifa-Bagdad — Neuer Bahnhof in Haifa Vor kurzem ist in London und Jerusalem gemeldet worden, daß jetzt endlich das Projekt einer Chaussee zwischen Haifa und Bagdad aktuell würde. Seit vielen Jahren, noch vor dem Beginn der Arbeiten an der Pipeline Mossul— Haifa, ist die Verbindung des wichtigsten palästinensischen Hafens mit der irakitehen Hauptstadt diskutiert worden. Man hat zuerst eine Eisenbahnverbindung zwischen den beiden Zentren geplant. Jedoch schon sehr früh meldeten sich Stimmen, die einem Autoweg vor dem Schienenweg den Vorzug gaben. Es wurde darauf hingewiesen, daß in Palästina und den umliegenden Ländern das Auto in der Konkurrenz mit Jen Eisenbahnen ungewöhnlich gut abgeschnitten habe und daß cs eher lohne, für die Anlage guter Wege als für den Bau einer Eisenbahn zu sorgen. Die Frage blieb länger als ein Jahrzehnt in der Schwebe, aber der Verkehr zwischen Bagdad und Haifa vergrößerte sich und machte sich die modernen Verkehrsmittel dienstbar. Wo früher die Durchkreuzung der Wüste nur mit Kamelkarawanen üblich war, bahnte sich nach 4920 bald das Auto seinen Weg. 1923 wurde die erste regu- 1äre Verbindung zwischen Damaskus und Bagdad unter engiischer Initiative eingerichtet. Bald wurde ein Teil des Wüstenweges bei Damaskus von den Franzosen asphaltiert und am anderen Ende der Strecke in der Euphratgegend wurde ebenfalls eine Strecke ausgebaut. In dem großen dazwischenliegenden Terrain fanden die Autos ähnlich wie die Karawaneniührer der Beduinen ihren Weg über den Wüstenpfad und verkehren trotz erheblicher Schwierigkeiten fahrplanmäßig. Jetzt ist der weitere Ausbau des Weges geplant, der an der palästinensischen Grenze bei Jisr cl Milhamieh beginnt, an der Petroleumleitung entlang läuft, Transjordanien kreuzt und über die Rutbah-Brunne״, die auch eine Station für die Flieger bilden, nach Bagdad führt. Es soll eine Straße entstehen, die sowohl gegen den Sand wie gegen die Regen sich behaupten kam! und damit wohl eine bequemere und raschere Fahrt garantiert. Das Abkommen mit der fransjordanischen Regierung über den Bau der 400 km langen Straße wurde bereits amtlich bekanntgegeben. Die Bedeutung dieses Projektes ist so einleuchtend, daß wir uns mit wenigen Anmerkungen begnügen können. Sowohl vom militärischen wie auch vom handelstechnischen Standpunkte ist die Verbindung von Bagdad nach Haifa wesentlich. Nach dem neuen Vertrag zwischen Irak und Palästina, der .Haifa zum Freihafen des Irak macht, war auf eine Hebung des Handelsverkehrs zwischen den beiden Ländern zu schliejicn, lind dieses wieder wird durch den Ausbau einer modernen jVerbindungsstraße erleichtert. Uebcr den genauen Zeitpunkt der Wegebauten und die Kosten des Unternehmens liegen bisher noch keine genauen Angaben vor. Es ist interessant, daß zum selben Zeitpunkt, wo das Projekt einer guten Verbindung zwischen Haifa und Bagdad von neuem aktuell wird, jedoch nicht als Schienen-, sondern als Chausseeweg, Haifa endlich einen neuen Bahnhof erhalten hat, eigentlich die erste moderne Station, die es überliaupt im Lande gibt. Palästinensische Eisenbahnstationen bcstehen, auch in den größeren Städten, in der Regel aus einem kleinen, allen modernen Anforderungen widersprechenden Gebäude und ein paar Schienensträngen. An irgendwelchen Komfort ist nicht zu denken, wenn die Frequenz groß ist, nicht einmal an die Möglichkeit, die Reisenden vor Hitze oder Nässe entsprechend zu schützen. Das Publikum macht sich freilich nicht sehr viel daraus, denn wo es' kann, fährt es mit dem Auto, und die Autobuslinien haben sich im letzten Jahrzehnt so stark ausgebreitet und auch verbessert, daß sie der Bahn fühlbare Konkurrenz machen. Diese wäre nur dann zu schlagen, wenn die Eisenbahn die Züge öfter und schneller laufen ließe und auch an den zentralen Stationen für eine Modernisierung sorgen würde. Das ist bisher nur in sehr geringem Maße geschehen. Die Eröffnung der neuen Station in Haifa verdient also besonders unterstrichen zu werden. Ein Wasserwerk fUr Tel Aviv Im Zusammenhang mit der Anleihe von ungefähr einer Million Pfund, die jetzt von der Stadt Tel Aviv aufgenommen werden soll (über die wir in der vorigen Woche berichteten), wird der Bau eines großen neuen Wasserwerkes für die Stadt geplant, der von erheblichem Interesse ist. Bisher erhält die Stadt Tel Aviv ihr Wasser aus Brunnen, die vom Grundwasser gespeist werden. Immer wieder während des Wachstums der Stadt hat sich hcrausgestcllt, daß die vorhandenen Wasserwerke nicht ausreiehten. Was für eine Stadt mit 25 000 Einwohnern reichlich war, ist für eine mit 50 000 knapp und eine mit 150 000 muß bereits mit ganz anderen und neuen Maßstäben und Methoden rechnen. Da die Stadt wieder einmal sich ganz gewaltig ausgedehnt hat, ist man daran gegangen, andere Wasscrqucllcn für die Versorgung der Stadt zu erschließen und hat sich vor allem dein Jarkon, seinen Hilfsquellen und verschiedenen Zuflössen zugewandt. Es steht noch nicht ganz fest, an welcher Stelle des Flusses das neue Wasserwerk entstehen soll, es werden noch die Meinungen von Experten über verschiedene bereits ausgearbeitete Projekte cingcholt. Die neue Wasser- Versorgung stellt sich zum Ziel, einwandfreies Trinkwasser und vielleicht auch weiches Wasser für Industriezwecke zu liefern. Der Plan umfaßt Arbeiten in der Höhe von £ 400 000. Seine Ausführung kann frühestens V2 Jahr nach Bestätigung der Anleihe beginnen. Die Durchführung des Projektes verlangt 112—2 Jahre. Nach Fertigstellung des neuen Wasser- Werkes hofft man nicht nur die Stadt, wie sie jetzt ist, sondern auch weitere Viertel lange Zeit hindurch reichlich versorgen zu können. Landesbund Jüdischer Kriegsteilnehmer in Erez Israel. Uns wird geschrieben: Der Bund, der vor sechs Monaten gegründet wurde, ist von der Regierung anerkannt worden. Es ist das Bestreben des Bundes, die militärischen Kenntnisse aut die Jugend zu übertragen. Der Bund ist kein reiner Frontsoldatenbund, sondern ein Bund aller Kriegsteilnehmer, also auch solcher, die in der Etappe oder in der Garnison ihren Militärdienst ausübten. Bel der Erörterung der künftigen Staatsordnung Palästinas spielt die Figur Emir Abdullahs von Transjordanien eine große Rolle. Es wird behauptet, daß im Falle einer Teilung der Emir zum König des arabisch bleibenden Teils von Palästina, der mit Transjordanien vereinigt werden soll, erwogen werden würde. Der Emir hat bereits im Jahre 1924 Ein religiöses Jugenddorf Atn 10. Juni wird der Grundstein zu den festen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden im religiösen Jugenddorf bei KfarChassidim gelegt werden. Zugleich werden die bereits errichteten Holzwohnhäuser für die Angestellten des Betriebes, die Hühnerstäilc und der landwirtschaftliche Betrieb seiner Bestimmung übergeben werden. Der Impuls zur Errichtung des religiösen Jugenddorfes ging von der Bewegung ״Thora vyaawodah“ aus, die das Ziel hat, den Gedanken der Chaluziuth in die religiöse Jugend zu tragen und für ein sinnvoll gelebtes traditionelles Judentum in den Kreisen der Arbeiterschaft Palästinas zu werben. — Mit der Begründung der Jugcndalijah, der sich sehr bald auch eine besondere Abteilung für religiöse Jugcndalijah eingliederte, gewann diese Bestrebung ein neues konkretes Ziel. Während die Kreise der allgemeinen Arbeiterschaft Palästinas Jugendliche in ihren Kibbuzim und Moschawe Öwdim ohne allzu große organisatorische Schwierigkeiten unterbringen konnten, war die Zahl entsprechender religiöser Siedlungspunkte überaus beschränkt, da die Bewegung der religiösen Arbeiterschaft jünger und zahlenmäßig geringfügiger ist als die allgemeine. Es standen im wesentlichen nur der Kibbuz Rodges und der Moschaw S’deh Jakow zur Verfügung, wozu einige städtische Zentren — mit aller Problematik für die Ausbildung künftiger Chaluzim in der Stadt — in Jerusalem und Haifa traten. Es darf gesagt werden, daß die Atisbildungs- und Erziehungserfolge in der religiösen Jugcndalijah — insbesondere im Kibbuz Rodges, dem ältesten Zentrum für diese Arbeit, — recht gute waren. Aber selbst bei stärkster lnanspruchnahmc der wenigen in Frage kommenden Punkte konnte die erfreulicherweise stark steigende Nachfrage religiöser Jugendlicher aus Deutschland nicht ohne die Gründüng einer besonderen Institution befriedigt werden. Diese neue Institution ist das religiöse Jugend dort bei Kfar C 11 a s s i d i in. Mit seiner Gründung soll nichts prinzipiell darüber ausgesagt werden, ob die Erziehung junger Menschen zum religiösen Landarbeiter in Palästina nicht besser im Anschluß an bestehende Siedlungen als in der mit besonderen Problemen belasteten Form einer Jugend- Ussischkin gegen Teilung Im ״Haaretz“ ruft Ussischkin zur Einleitung einer ener- Jsclien Aktion gegen den Teilungsplan noch vor Erscheinen des Berichtes der Kgl. Kommission auf. ״Sollten die Juden vor die Wahl gestellt werden: Teilung in zwei Staaten, oder die Schaffung von Kantonen innerhalb eines Staates“, erklärt Ussischkin, ״so würde ich die zweite Alternative wählen. Was das jüdische Volk seit vierzig Jahren erträumt, ist nicht ein Sonderstaat, sondern die Ver- Sammlung seiner zerstreuten Teile in Erez Israel. England hat zwar die Macht, uns diese Lösung aufzuzwingen; es würde jedoch einen Verrat der jahrtausendealten nationalen Hoffnungen bedeuten, wenn die Durchführung eines solchen Unternehmens mit unserem Einverständnis erfolgte.“ Im weiteren Verlauf des Aufsatzes erbringt Ussischkin den Beweis für die Undurchführbarkeit des Planes, und zwar aus politischen, strategischen, wie wirtschaftlichen Gründen. Wassergemeinschaft als Verständigungsmittel. In der Kairoer Zeitung ״Bourse Egyptienne“ macht Ing. Abraham Werber (Jerusalem) einen ausführlich begründeten Vorschlag zum Bau eines Kanals vom Jordan zum K i s c h o n. Juden und Araber, so führt er aus, könnten sich gerade in der wassertechnischen Entwicklung Palästinas zu gemeinsamer Arbeit zusammenfinden. Der gemeinsame Gebrauch vorhandenen Wassers führe die Völker zusammen, insbesondere wenn diese Völker gezwungen sind, auf engem Boden beisammen zu leben. Werber schlägt dann die Schaffung eines Kanals von der syrischen Grenze bis nach Haifa, vom Jordan bis zum Kischon vor. Dieser Kanal solle eine Länge von 208 km haben, und es solle auf diese Weise die Bewässerung von 400 000 Dunam erreicht werden. Die Kosten werden auf 21/2—3 Millionen Pfund geschätzt. Werber führt aus, daß durch diese Gewinnung von Neuland 100 000 Menschen neu angcsiedelt werden könnten und die landwirtschaftliche Produktion so gesteigert werden würde, daß der Import auf ein Minimum reduziert werden könnte. Ansprüche aut einen palästinensischen Thron angemcldct. Etwas vorschnell wird er gelegentlich jetzt schon von Journalistcn ״Der künftige König Palästinas“ genannt. Der Mufti von Jerusalem ist ein entschiedener Gegner Abdullahs, und die letzten Nachrichten lassen erkennen, daß über allen diesen Diskussionen noch ein großes Frage■ Zeichen steht. Emir Abdullah war zu den Krönungsfcierlichkeiten in London. Die Royal Central Asian So• ciety veranstaltete am 25. Mai einen Empfang für ihn, bei dem Major G1 u b b von der Arabischen Legion einen Vortrag ״Beziehungen zwischen der arabischen Zivilisation und der Kultur des Auslands in Vergangenheit und Gegenwart“ hielt. Auf gewissen Gebieten müßten, so führte der Redner aus, die asiatischen Völker das europäische Vorbild annehmen, so z. B. in bezug auf militärische Ausbildung. Dagegen sprach sich der Redner sehr gegen die Uebcrnahme des Nationalismus in seiner europäi• sehen übersteigerten Form aus. Die Araber, so sagte er, haben eine sehr geringe Meinung von der Moral Europas, die sie für materialistisch und egois tisch halten. Die Araber sollten, so schließt er, ihren ererbten Institutionen und Sitten treu bleiben und nur erprobte technische Neuerungen aus Europa übernehmen. Wie man weiß, ist diese Kulturtrage in den arabischen Ländern sehr akut, am wenigsten vielleicht in Transjordanien, das noch zum großen Teil von Beduinen bewohnt ist. Emir Abdullah persönlich freilich tendiert stark nach Europa. Er sticht die Unterstützung Englands und ist bereit, dafür Koti- Zessionen zu machen. Der Emir ist ein ,großer Freund des Schachspiels. Unser Bild, das wir der Zeitschrift ״Greai Britain and the East“ entnehmen, zeigt ihn bei einer Schachpartie mit Sir Ronald Slorrs, dem ehemaligen Gouverneur von Jerusalem, der jetzt, wie an dieser Stelle bereits ■er■ wähnt, seine Memoiren ans der palästinensischen Zeit in Buchform herausgibt. gemeinschaft geschehen soll. Wie man diese Frage auch theoretisch lösen mag, in der Praxis blieb kein anderer Weg als der von den Initiatoren des Werkes beschrittene. Unter diesen müssen insbesondere genannt werden: das Komitee für religiöse Jugendalijali in Palästina, der Arbeitsausschuß für religiöse Jugcndalijah beim Brith Chaluzim Datiim i1׳ Deutschland, die ,,Jüdische Jugemihilfe“ und die Deutsche Abteilung der Jcwish Agency. Auf Anregung und aktiv gefordert durch diese Stellen wurde die materielle Basis für die Gründung des Werkes geschaffen: Der KKL stellte ein Terrain von ca. 350 Dunam in geeigneter Lage zur Vertilgung. Der Etat zur Errichtung des Jugenddorfes in Höhe von ca. £ 6500 wurde durch die Zionistische Frauenorganisation 1״ ladassah“ in Amerika, durch die Jüdische Jugendhilfe und eine Reihe von Einzelspenden religiös interessierter Persönlichkeiten in Deutschland und Palästina aufgebracht. Der laufende Etat ist durch die Unterhaltszahluugen der Jüdischen Jugendhilfe für die Jugendlichen gesichert. — Statt aller Namen, die sich um das Zustandekommen des Werkes verdient gemacht haben, sei hier nur der von Miß Henrietta Szold genannt, die, wie dem Gesamtwerk der Jugcndalijah, auch dieser speziellen Aufgabe ihre ganze Kraft gewidmet hat. Sie hat sich auch bereit erklärt, Mitglied des achtköpfigen Dircktoriums zu werden, das die Verantwortung für das Werk trägt und im übrigen aus folgenden Mitgliedern bestellt: Dr. Aron Barth, Kesten bau 111, Emanucl N e w m a n, Dr. Fritz Noack, Dr. Ernst Simon, Theo U! I m a n n, Mosche Unna. — Die praktische Leitung wird von einem bewährten Schulmann gemeinsam mit einem wirtschaftlichen Administrator geführt werden. Das Jugenddorf wird in schöner und gesunder I.age auf den Hügeln östlich von Kfar Chassidim auf einer Fläche von 350 Dunam nach Plänen des Architekten Ben-Uri errichtet werden und kann zunächst SO Jugendliche aiifneliinen. Die praktischen Ausbildttngsfächer sind: Landwirtschaft, Gartenbau, Hühnerzucht und Milchwirtschaft; für die Mädchen kommen noch alle Zweige der haliswirtschaftlichen Atishildüng dazu. Die Jugendlichen werden -- wie in allen Institutionen und Gruppen der Jugendalijali — nur halbtägig arbeiten, während die andere Hälfte des Tages einem intensiven Erarbeiten jüdischen Wissens, daneben fachlichem Lernen und der Vermittlung allgemeiner Wissensgebiete gewidmet wird. ' E. S. Einweihung der Ludwig -Tietz-Schule Der Distriktskonunissar für Nord-Palästina, Keif 11- Roach, und Dr. Arthur Ruppin wohnten der Einweihungsfeier der neuen Gewerbeschule in der Siedlung Jagur bei, die den Namen von Dr, 1.1111 tv i g Tietz tragen und der handwerklichen Ausbildung von Jugendlichen ans Deutschland dienen wird. Der High Comniissioner, der verhindert war, schickte ein Glückwunsch-Schreiben, in dem er einen baldigen Besuch des Instituts in Aussicht stellt. Arlosoroffs Jahrzeit An! 2. Juni jälirtc sich zum vierteil Male der Todestag Chain! Arlosoroffs. Die Gedächtnisfeiern vurden abends durch eine Rundfunk-Ansprache von Lufban eingeleitet. In Tel Aviv fand eine Massenversammlung statt, an der Vertreter der Arbeitersiedlungen und der verschicdenen Organe der Histadruth, sowie die Mitglieder der Jcwish Agency-Exekuiire Schertok und Kaplan 1111 d die Exekutive der Histadruth teilnahmen. Der Hauptredner war R e in e z. Sodann begaben sieh die Versammelten zum Friedhof, wo Alexander Siskind Rabinowitz am Grabe Arlosoroffs eine kurze Ansprache hielt. Die Gebäude der Histadruth hatten Trauerfahnen aufgezogen. Jüdisches Erziehungswesen. Im ״Z r o r M i c 111 a w i m“, der internen Zeitschrift des ״Kibbuz, meuehad“, wird eine genaue Statistik des jüdischen Erzieliungswesens in Palästina veröffentlicht. Nach dieser Statistik erfaßt das l!ebräische Schulwerk jetzt über 45 030 Schüler; 6600 besuchen die Kindergärten, 33 50t) die Volksschulen, 4100 die Mittelschulen, annähernd 70!) die Lehrerseminare und 100 die hanclwerklichen Fachschulen. Von den Schülern besuchen 2U 500 allgemeine zionistische Schulen, 11 200 die Schulen des Misrachi und 7500 die Schulen der Arbeiterschaft. Diese Sfatistik umfaßt nicht die nicht unbeträchtliche Zahl der Privatschulen, die nicht der Kncsseth Jisrael unterstehen. Etwa 20 000 jüdische Kinder in Palästina sind im passenden Alle־ für die Jugendbünde, 1300 von ihnen, also etwa 71/״׳״ ״, s1 von den Jugendbünden der Arbeiterschaft erfaßt. pp״, 9׳׳ 4 I •C t i f I I . >!111 t t־»a . ■' .