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Jüdische Rundschau · 1937-06-01 · Heft 43 (1.6.1937) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 43 (1.6.1937)
Date
1937-06-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 43, 1. JUNI 193? Ankündigungen Drei Maler aus drei Städten Jüdisches Lehrhaus. Morj *aß- - Reil 1c: Jüdi Fr!1e Kultairgesehirhtc, am 7. Jurj, 20,30 Uhr , Fus; ine nOra t'e 80 (Vortra^'«aal), 11 e r m a n n S 1 n s h c i h> e r: .!IM ־he> Judenf: rrn 1650 —1750“. — Ar- \ € ). t 5 ■ e m ein־, c h n 1 ז e n (a! 1 20.30 Fiu}: Monmg: Pollak; Weliwii 1% ׳liuffiir he . Ar heit- :j’enH'i.n';lialt,׳; Augunr. 17. — Dienstag: Slcrni >cr״ : Füdivdie Sozia i r'! dk; Fasancnstr. 80; Frcvhan: Disracli: AsTseim!■;: Icr-t’lzun^ 1 1!it de m Jude a!um in seinem Roman ,,Tancrecl“; Marizur^c r Str. 5; Kimm! )CLP : \ o:n S p r eehen; Hebungen in freier Kede; Fa .mnen^tr. 0( ); Ile״ irm .1 ז Juni. — Mittworh: Margolius: Hermann t'c ihta: livlii dn:1 u nt 1 Si׳d iiehkei!; Fasancnstr. 80: Berliner/ Kam! in.hk i: Fr/1־׳hu: u nd Au- -ildune׳, fragen der weiblichen jüdi- £<d:c11 fu; .׳erm; F,; -,1 ticn-tr 80; i :*Uiverrna adser: Geschichte der Stile in der 1'. ddendfu K;!.!!!׳ Ma rlmr: »er Str. 5, Rarnham- Lehrhaus. Voi! rii :0״ Ra .׳:(1 .«1*1 Hombach: ,,Das religiöse Momei f 11־ den ja 1 i -rii-nn 3 i >! :■1a!rr 1 St’DHD mgen des!9. Jahrh.“, am 1. 230.י \' hr. Sy 11. M: mrla ner Str . 37. Rabb. I)r. Altmann: m.d Fi1״!l 1“, a־n 5. lur li, 2h.15 F'nr, Syn. Pasmaer Str. 2. Knlth. K. md. Fr. 1 ׳:. F׳'e ,ven 1 ha 1 : ,,Iran. z Rd-cm zweigs Hntwicklung zum j!1■ li■s ■den (ie-ft a:n 5. ja: 1i, 19.45 Fhr, Svn. Kottbusser Ufer. Küim lerh i!fe. Mit I.iader n, ׳■־K!FeiiieiF Fraufmhr ungen, lebender r Kmm.-Ff en U ,IHH ■.n 1־'iimon. Paul Frankfurter. Wilhelm fdroF Ma K Ki'DWiS״! 0 um ,v' r Hl״t, vo1׳ S( i-anne L׳>wet1stcin und Wil- Fehn ( in ־omnn 1׳ Fin e־i: 'Fe 1׳ Tau1' mann), en-len am 5. Juni f 1U‘״F,d : 2 -.15 Fl.־ ) de■' di .:ipea k .1 nmennusika!i$<־hcn Veran- Die I׳rilhjahr,-Au,<lcll11n1> Berliner jüdis.hcr Künstler ist nur noch!,1 1 יו i..! 1 i. >׳. Ire II ־ .:' י.;;<■ . I!;:!,111!1• 1<! 1! ־ ela י M nee um *"׳ י' י:!'*'1־ a I er ׳ e ז A' •!! ־1. ׳. i - .\׳ יי 1׳ e! in: iur eine Woche Se.״i,I״-a n. Rabbi Jochanan ben Sakkai. Rabbi Jochanan ben Sakkai ^clturt zu 11111 n;itrah ii I 'crs<mlR׳l1ke!tcn der jüdischen ücschu'ht׳•. I me An.iiyse seines Lehens und Wirkens entwickelte Rnbb -Kami, li. \V <> I i t int R a nt b a!11 - L e h r - I! מ us. I s ״,uh last keinen Zwei;׳ einer Wissenschaft, in dem Kabln Joelian.in nicht Kenntnisse besaß. Er lebte an einem hak nteiideii \V emiepimkt der judisehen Geschichte, tuiiilid! /ui״ Zeit des 1.'nternannes des /weiten Tempels und des Auth.uefis der staatlichen Selbständigkeit. Durch seinen Weitblick 1,י־ h er die Lteignisse voraus und verlagerte das Aittnniais/1 nimm, bisher durch Tempel und Staat verkörpert, aul das l'.et!1־l 1 am;drasch, das er;tut Erlaubnis VespaNuns in janne gründete. ,Mit diesem bedeutsamen Akt rettete er eleu nationalen und geistigen Bestand des Judentums — der zuerst mir an das jüdische Land gebunden schien — für den Beginn dir grollen Wanderung in die Diaspora. Seme Anordnungen auf dem Gebiete der Lialachah lassen eitlen Wcscns/ug deutlich hervortreten: nämlich den Gedanken an Lre/ Israel, an den Wiederaufbau des Tempels lind an die messiainsdie idee nicht auf/ugeben. S, ü. Ein reiches Leben. Vor kurzer Zeit wurde Frau Berta \Va s!1111 / k 1 70 Jahre alt. Ein Gespräch mit der Jubilarin zeigte, daß sie heute noch denselben lebhaften Anteil an alletn Geschehen nimmt wie stets in den arbeiterfüllten Jahren ihres Lebens. In literarischen Kreisen war Frau Wasbut/ki vor dem Kriege eine bekannte Persönlichkeit; sie verstand es, ,Menschen des öffentlichen Lebens um sich 711 scharen und zu fördern. Hermann Bang rechnet sie zu den stärksten Erlebnissen unter ihren literarischen Bekanntschäften. Nicht minder aktiv war die Jubilarin im sozialen l eben. Sie gründete 100S den ,,Hilfsverein für gebildete Frauen‘‘ timi arbeite auch in vielen anderen charitativcn Institutionen an führender Stelle mit. Sie ist mit einem unverwüstlichen Optimismus gesegnet, der sie immer wieder über das Schwere dieses Lebens hinwegtragt. Sie hat vor allem in den let/ten Jahren im Judentum einen neuen Quell des Lehens lind einen neuen Halt gefunden und glaubt an die Zukunft des jüdischen Volkes mit einer Kraft, die nur der hat, der innerlich jung geblieben ist. —nn. Das Sekretariat für bildende Kunst zeigt in seiner Ausstellung im Klubheim, Marburger Str. 5, die Arbeiteil von drei auswärtigen Malern: von Ernst Dreyfuß aus Frankfurt a. M., Kurt Löwengard aus Hamburg und von Max Stern aus Düsseldorf. Ernst D r e y f u ß ist von der Reichsausstellung her durch sein vortrefflich gemaltes Kongobild noch in Erinnerung, und dieses Gemälde ist trotz einer Art von Graupalette durch den Gegensatz von starkem Schatten und dem Weiß der Tropenanzüge auch noch jetzt, trotz neuer guter Bilder, immer noch das beste. Diese Schatten- und Lichtmalere! und die stark geprägten Gesichter (er zeigt Hauptsächlich Porträts), sowie die oft sichtbaren farbigen Striche der Konturen sind das Kennzeichen seiner schon jetzt festgefügten Eigenart seiner Bilddarstellung. Das zeigt sein ״Selbstporträt mit grauem Hut“, die fast plastische Dar- Stellung des Gesichts, die energische Art, die den Willen zum geschlossenen Bild auch hier deutlich macht, mit dem Halbkreis der l’alctte als unterem Bildabschluß. Dieselbe Energie zeigt das Jungenporträt mit dem Titel ״Der Benno“, wie er ganz kindlich eigenwillig und jungenhaft auf dem Stuhl sitzt. Das Damenporträt ״Die Äfondärie“ hat eine exakte Ueberdeutiichkcit, bei der man sich an frühe Dixgemaklc erinnert. Der Düsseldorfer Maler Max Stern zeigt ebenfalls einige gute Porträts; aber man merkt es, daß seine ganze Liebe der Landschaft gehört. Schon in der Reichsausstellung war sein bestes die schöne Landschaft aus der Provencc. Er stellt sie diesmal nicht aus, aber schöne Aouarolle. Die schönsten leben von der ruhigen Hingegebenneit an Sonne, Wärme, Licht und blaues Meer und der stolzen Schönheit der Frauengestalten, die mit den Traglasten auf dem Kopf wiedererstandene Schönheit des klassischen Altertums versinnbildlichen. Auch das Idyll mit der ״Schafhertle“ vor dem Bauernhaus mit der geländerlosen Außentreppe scheint in Ruhe und Bewegung der Gestalten von der Harmonie der Landschaft selbst geboren. In einer anderen Landschaft, im Vordergrund ziehen die Dorfleute zutn Markt in die Stadt, ist die hügelige Landschaft mit ihren Olivenbäumen und das helle Haus in dieser Landschaft vollendet schön und naturnah dargestellt. In einem Gemälde ״Familienbild unter Bäumen“ sieht man seine künstlerische Herkunft, es ist Cezannes Vorbild, seine schwerelose Art der vordergründigen Malerei. Eine ״Alte Provengalin“, gleichfalls ein Gemälde, ist als Komposition und in der darstellerischcn Sauberkeit vor allem in den malerischen Qualitäten sehr gut. Dasselbe kann man auch von seinen Städteaquarcllen sagen. Seine ״Trödler aus dem Judenviertel _ in Amsterdam“ haben zum wirkungsvollen Hintergrund eine große Brücke und die dunkel getönten Hauser der Judenstadt. In den Farben, im dunklen Braun eingebettet, zeigt er seine Virtuosität. Im schönen hellblauen Aquarell ״Blick auf Hamburg“ ist er auch vortrefflich. Nur die Menschen bei der Arbeit gelingen ihm selten. Die Harmonie der Bewegung ist ihm wuchtiger als die Richtigkeit. Feldarbeit, Weinernte, Obsternte überzeugen bei ihm nicht. Kurt Löwengard zeigt in seinen Aquarellen nur Landschaften. Ganz japanisch muten seine Dünetilandschaftcn von der Ostsee an und von japanischem Vorbild beeinflußt scheint seine Kunst der Pinseiführung. Ganz zart hingetuscht sind die Farben. Manchmal wie in der Hallig Langeness zeigt der Pinsel Schwarz-Weiß-Wirkung. Sehr apart ist ein Winterbild in einer gedrungenen, klobig primitiven Art, man denkt von fern an ״Schäfer Ast“ und wiederum spürt man den Graphiker, der schon manches kann. Einige Blätter allerdings blieben skizzenhaft. H. Schlesinger (Ruth Morold) Bekanntmachung fardie Mitglieder der BZV Die Schekelblocks, die alle Mitglieder der BZV. erhalten haben, werden am Sonntag, den 6. Juni abgeholt. Die Abholung findet durch ehrenamtliche Mit• arbeitetin den Vormittagsstunden statt. Wir bitten alle Mitglieder der BZV. dringend, zu dieser Zeit anwesend zu sein und ihren Block abzurechnen. Nur bei pünktlicher Abrechnung ist die Gewähr dafür gegeben, daß die Schekel-Aktion erfolgreich durchgcführt werden kann. Berliner Zionistische Vereinigung Der Hauptvorstand RP73I % Links: Kurt Löwengard: Prof. Liepmann Oben: Max Stern: Erntearbeiter Rechts: Ernst Dreyfuß: Porträt Foto•; J. Abrahim (1) Herbert Sonneufeld (2) Herbert Cohn Barlln NW 40, H«!d«1traße 20 21 Samrnt־;-Nr. V, 62!6 Adolf Naftaniel N 65, Am Nordhafen 5 / 46 26 OS kauft mH Einstampf - Garantie || Asphaltierungen | 1 P t i a *! r! u n g c n Robert Wolters lV iS. Kurtürst^mmmm 4d!49 Ruf: 9,1 47 .4 6 Aufzüge Fahrstuhlbau Ernst bischer W 50, Kuimbacher Str. B Ruf; 2 4 78 51/52 l'CU«* im. ]IUCI zu., MC(״‘"“'י״1,‘ . ,׳"•' Aaltest« jüdi»che Firma dieser Branche Lirfer. \1 de•!׳ Jüdischen Gemeinde Auto-Reparatur uto-uierKstatt **BriMtV E. Schuster Abschleppdienst auch nachts Licht — £ ü 1i d u n y 29, Biuonorsir, J2, lei. 66 63 31 1 Autotankstelle Kautmann Groll-Tankstelle Wilmersdorf, OsnabrUcker Str. 2/4 Alle M.ik.n-B.nxin. n. Oele, Helfen Bandagen Bandagist DNFfiS Bruchbänder u. Leibbinden, ■״Eili» Piattfußcinlagen, Gummi- Strümpfe, Orthopädie, eigene Werkstatt Kiankenkaiscn und Behörden. Berlin NW7,Friedrichstr.113 (am Oranienburg. Tor). Tel, 41 1442 Mitgl. der jüdischen Gemeinde O Dacharbeiten Bsuklempnerei, samt. Anlagen M. 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