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Jüdische Rundschau · 1937-05-28 · Heft 42 (28.5.1937) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 42 (28.5.1937)
Date
1937-05-28
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seit» 17 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 42, 28. V. 1937 Aus dem arabischen Laser Politische Gerüchte Die pallistincnsHch-arabiselte Presse meldet, daß die Kgl. Konimi-.-1׳m voraussichtlich die Einschränkung der j 11 d 1 s c h e ת Einwanderung entsprechend der Auf* 11ahu1c׳f;il1i״l:eit des von Juden erworbenen und kolonisierten Hodens emptehlcn wird. Die Oberhäupter der arabischen Staaten hatten sich nicht damit einverstanden erklärt, daß Transjordunien ein Teil Palästinas werde oder umgekehrt. Die Kairoer Tageszeitung ״Mokattam“ veröffentlicht auf Grund eines Interviews mit führenden Persönlichkeiten des Irak Einzelheiten über den Plan einer Kantonisierung P a 1 ä s t i n a s. ״I laboker“ erfährt aus arabischen Kreisen, daß der Bürgermeister von Bethlehem im Aufträge des Emirs Abdullah eine große Versammlung von Notabein verschiedener ara* bischer Städte einberufen hat und daß auf ihr beschlossen wurde, Unterschriften für eine M a s s e n p e t i t i o 11 palästinertsisdier Araber an die Kgl. Kommission um V e r c i n i * g u n g 11 a I a s t i n a s rti i t T ransjordanien unter der Herrschaft Emir .Abdullahs zu sammeln. Die Anhänger des Emirs in Palästina hoffen, durch diese ״Kundgebung des VX'iUms Palästina■." auf die Vorschläge der Kommission Einfloß mhtnen yu können. Die Wochenschrift der arabischen Oppositionspartei, ,,Merant al-Sherk״, fordert die Auflösung des Oberstet! Arabischen Komitees und die Einberufung einer Konferenz, in der eine demokratische Vertretung gewählt werden soll. Die Zeitschrift wirft dem Obersten Komitee vor, Hofei Paradies, Karlsbad Vornehm bürgerliches Etablissement. Erstklassige« <$': * Restaurant und Cafe. Weekend- Arrangement M•' n.otz. r: E.Wohlrab Telefon 4773 daß es -eine Tätigkeit auf die Aeußeruttg von Protesten und die A!:ha!!.mg vca Empfangen begrenzt, statt sich mit der f-fh'.v ■ ■;1 v, irtschattiidien Enge der arabischen Bevölkerung zu h '!:):■1!:׳■״. A:,ibi-th. r! Meldungen zufolge ist der Bürgermeister von Bot!׳! hem n.it der Sammlung von Unterschriften füllremh; \ ׳.:!:■. r für cum Petition beschäftigt, in der die Vercw P.d .•-:in ■י mit Trausjordanien zu einem Königreich 1ך.ז!.ו■ der I lerrschaft des Emirs Abdullah gefordert werden soll. A!;g.!),iah geht die Initiative für diese Aktion voll Abdullah s. Ib.-t all'. Aus nr.ib 11, r'..׳>; Duelle verlautet, daß eine vt am Mufti nng! füll!: ־■זי! r a h 1 < che Delegation Anfang Juni nach London ab! e >e!1 wa rd. ln Jcru־: \\‘:m is t eine arabische Gesellschaft mit einem Kapitol v!׳n :1(1000 Pfund für den Bau eines rheaters ge.gr ii in' \vt YV1 .חיייח׳: Von dem Aktienkapital sind 9000 Pfund bereits ein^c. zahlt. Wirtschaftliche Nöte Die ״NT a c 11 r i c It t e n für Außenhandel “ veröffent• liehen einen Aufsatz, der sich mit der Isolierung der arabischen von der jüdischen Wirtschaft beschäftigt. Es wird iti ihm feMgestellt, daß die arabische Wirtschaft gegenwärtig eine Depressionspenode durchläuft, die in dem Konjunktur-;>bstieg der jüdischen Wirtschaft ihre Parallele findet. Das Jahr!<.)!<> habe für Palästina eine schwere Mißernte gebracht. Das habe an dem Regenmangel und der dadurch hervoriremreitoit Dürre gelegen, zum Teil aber auch an der wahrend des arabischen Generalstreiks vernachlässigten Feldh (Steilung. Es wird mifgeteilt, daß der Ernteertrag von Weizen von 1035 auf 1936 von 103 000 t auf 76 000 t gestinken sei, der Ertrag an Gerste von 63 000 auf 55 000, von Durra von .!6 00.1 auf 22 (MH) und von Olivenöl von 8800 auf ‘.1Mio. Die Zitrumvirtschaft habe /war gute Erträge in der b t/tcii wawon geliefert, der Erlös aus dem Absatz sei jedoch nicht gc-tir;:c!1, Als Grund hierfür wird die in diesem J.ilue unuuwäilmlidt schlechte Beschaffenheit der I rtiehte;׳״iumt, D:e Araber die etwas weniger als die 11.1!):!,: d: r iäl:m/1m;:r!1 in Handelt haben, hätten nicht ge- Tinze \ erlii'te 1 i'bttcit. Die Eruehte seien im Inland ver- Seit!!-, udert worden. Eier Aufsatz geht weiter auf die Schäden ein, die der arahisdien Wirtschaft aus den Unruhen und dem Generalstreik erwachsen sind. Die mit den Unruhen begonnene DoÜcrtnig des arabischen vom jüdischen Wirtsdi:! morgammmis sei mich noch nach deren Ende bestehen geblieben und von den Arabern sogar zum politischen Ziel erhoben worden. Veränderungen und Umlagerungen hätten sich vor allem auf dem Gebiet des Einzelhandels ergeben, ln dem die Araber freiwillig oder gezwungen zu arabischen Geschäften abwanderten, ohne daß diese daraus im Ergebnis großen Nutzen gezogen hätten, weil die Kaufkraftscliwädtung den Vorteil ausgleicht. Am stärksten sind die Auswirkungen der Isolierung auf das Verkehrsgewerbe und den Hafen von Jaffa. Nach dem Ende der Zitrussaison stehe der Hafen von Jaffa vor der Gefahr schwerer Verluste. Der Iiulustrieahsatz sei weniger betroffen worden, dagegen mehr der Arbeitsmarkt, wo auf manchen Gebieten, z. B. der Zitruswirischaft, auf dein Baumarkt und im Transportgewerbe arabische Arbeitskräfte von den jüdischen Unternehmern durch jüdische ersetzt wurden, deren Anteil auch a!1 der Hafenarbeit in Haifa gestiegen ist. Die arabische Landwirtschaft habe keine Absatzstockungen zu beklagen. IDagegen ist der a r a bische Grundbesitzer durch die Entwicklung benachteiligt worden. Es haben nicht nur die Bodenverkäufe an Juden stark nachgelassen, sondern auch die Abwanderung von Juden aus arabischen Gebieten und arabischen Bauten bringt Mietausfälle mit sich und läßt für die Araber die Bautätigkeit nicht mehr ertragreich erscheinen. Andere Berufszweige haben aus der Isolierung der beiden Bevölkerungsteile Vorteile ziehen können. Zu ihnen gehören vor allem die freien Berufe, die Gaststätten und die Kinos. Während es arabische Kinos bis vor kurzem nur vereinzelt gegeben hat und die von den Juden errichteten neuzeitlichen Lichtspieltheater zu einem nicht unbeträchtlichen Teil von Arabern besucht wurden, seien inzwischen Aenderungen eingetreten; es schweben bereits mehrere Pläne zur Errichtung arabischer Kinos, Der Aufsatz behandelt sodann die Auswirkungen der Dcprcssionsersclieimingen auf den Staatshaushalt und die Etats der Gemeinden. Aus den Budgets arabischer Städte sei ־zu entnehmen, daß die öffentlichen Einnahmen in den meisten Fällen beträchtlich hinter den Vor- Anschlägen Zurückbleiben. Der Artikel schließt mit einem Ausblick attf die nächste Zukunft, für die in erster Linie die politische Lage entscheidend sei. Umfrage bei arabischen Staaten? Der ägyptische Publizist Ein in Said, politischer Mit• arheiter des Kairoer ,,Mokattam“, befallt sich in einem größeren Aufsatz mit den Plänen und der Aktion der englischen Regierung in den arabischen Ländern im Zusammen* hang mit dem Bericht der Peel-Kommission. Der Verfasser erklärt, die Regierung habe den Leiter der Orient-Abteilung■ des Foreign Office beauftragt, eine Reise durch die arabischen Lander zu unternehmen, um sich über die Haltung der arabischen Staats• Oberhäupter gegenüber den Vorschlägen zur Lösung der Palästinafrage zu orientieren. Der Beauftragte der englischen Regierung habe den Irak, Hedschas und die Länder am Persischen Golf sowie Aegypten besucht und mit den re• gierenden Kreisen alle ihr Verhältnis zu England und ihre Beziehung zu Palästina berührenden Fragen erörtert. Der volle Inhalt dieser Gespräche könne noch nicht veröffentlicht werden, eines aber stehe bereits fest: die arabischen Herrscher hätten einmütig verlangt, daß das Pa• lästinaproblem in einer Weise gelöst werde, die sowohl sie als auch die Araber Palästinas z u f r i e d e tt s t e 111. Auf diese Weise werde England den Frieden in den arabischen Ländern sichern. Einige Fürsten hätten dem Vertreter des Foreign Office erklärt, es würde ihnen im Kriegsfall schwer sein, in ihren Ländern die Ordnung aufrecht zu erhalten, wenn das Palästinaproblem nicht in dem gewünschten Sinn erledigt wird. Der Plan einer Teilung Palästinas sei von den arabischen Herrschern abgelehnt worden. Nur ״ein großer arabischer Führer“ (offenbar Emir Abdullah), sei anderer Ansicht. Dieser habe in einem Gespräch mit Lord Peel die Vereinigung Palästinas mit Transjordanien befürwortet und sich dafür ausgesprochen, daß die jüdische Einwanderung nach Palästina eingestellt, nach Transjordanien dagegen unter gewissen Einschränkungen zugesagt werden soll. Auf dieser Basis werde jetzt von dem betreffenden arabischen Führer in London rnit Lord Peel und den britischen Staatsmännern weiter verhandelt. Zum Schluß erklärt Ernin Said, palästinensisclie Araber hätten ihm vor einigen Wochen gesagt, daß in Palästina ein zweiter Aufstand ausbrechen werde, falls in dem Bericht der Kgl. Kommission nicht allen arabischen Forderungen Genüge getan wird. England werde dann gezwungen sein, zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung nicht wie das erstemal 40 000, sondern 100 000 Mann nach Palästina zu bringen. Billige Kuren an den heißen, h o c h r a d. Th e r m e n Bad Teplitz-Schönau bei Gicht* Rheuma, Ischl a•« Auskunft: Städtische oder Clarysche Kurdirektion״ Von der Woche Nach Meldungen der arabischen Presse hat der Obe* kommandierende der britischen Streitkräfte in Palästina. Gene• rallcutnant John G. Dill, vom Colonial Office die Mit• tcilnng erhalten, daß er seine Rückreise am 15. November antreten soll. ״Dawar“ meldet, daß nach einer privaten Nachricht, die in Jerusalem aus England eingetroffen ist, drei Divisionen den Befehl bekommen haben, sich für den Abtransport nach Palästina bereitzuhalten. Anscheinend ist eine Truppenablösung beabsichtigt. In den ersten drei Monaten des Jahres 1937 sind 3166 J u d c n nach Palästina ein gewandert, gegenüber 9082 in der gleichen Periode des Jahres 1936, darunter 354 Ka• pitalistcn mit 285 Angehörigen. Der Allgemeine Arbeiterverband Palästinas hat eine Reih# von Massenkundgebungen gegen die neue Arbeitet• schedttlc veranstaltet. Die Frage der Vergebung neuer E r d ö 1 k 0 n z ess lo• nen in Nordsyrien beschäftigt die öffentliche Meinung in Syrien fortgesetzt in stärkstem Maße. Die Zeitungen weisen darauf hin, daß die Regierung die Konzessionen nicht ohne sorgfältige Prüfung der Interessen des Landes vergeben solle. Eine Abordnung aus den verschiedenen intercssierten Bevölkerungsgruppen wird sich an die Regierung wenden und um genaue Aufklärung um den Stand "der Angelegenheit ersuchen. ״A Difaa“ meldet, daß die Polizei in der Nähe von Jaffa zahlreiche Gewehre und Bomben ins Meer versenkt habe. Es handelte sich um Waffen, die vor kurzem bei Arabern beschlagnahmt wurden. Das Haus Bialiks in Tel Aviv ist nunmehr ln den Besitz der Stadt Tel Aviv übergegangen und wird als Kulturzentrum benutzt werden. Bialiks Witwe hat ihre Besitzrechte an die Stadt abgetreten. Der Wert des Hauses wird auf £ 8000 geschätzt. Auf dem alten Friedhof in Tel Aviv wurde ein Orabsteiti für Dr. Shtnarya Levin enthüllt. Der Feier wohnten 200 Personen, unter ihnen zahlreiche Schriftsteller und Ver• treter jüdischer Institutionen, bei. Der Rat der Jüdischen Gemeinde von Jerusalem (Waad Hakehilla) veranstaltet ein Preisausschreiben für ein Denk• mal, das zur Erinnerung an die während der Unruhen gefallenen Juden von Jerusalem auf dem jüdischen Friedhof errichtet werden soll. Die einzige in Palästina erscheinende englisch« Zeitung ״The Palestine Post“ (׳Chefredakteur Oershon Agronsky) hat ihr Aeußeres verändert. Mit der Ankunft einer neuen Rotationsmaschine ist die Zeitung zum sechs• gespaltenen Großformat übergegangen und reprssentiert sich in der neuen Form, in der sie am 18. Mai zu» ersten Male erschien, sehr respektabel. Die beiden jüdischen Hilfspolizisten, df# um 7. Mai im Agrobank-Viertel von Tel Aviv verhaftet wurden, sollen unter Hinterlegung einer Sicherheitssumme entlassen werden. Sie wurden seiner Zeit verhaftet, weil man bei ihnen den Besitz von Revolvern feststellte. Drei Araber haben Verletzungen erlitten, als s!« ln einem Hause in Jerusalem eine Bombe handhabten, die explodierte. Der Besitzer des Hauses wurde verhaftet, da man glaubt, daß er einer der Mittäter an den Morden, die in der Nähe des Edison-Kinos vor einem Jahre begangen wurden, ist. Ein achtjähriger Knabe, Sohn jemenitischer Juden, wurdi in der Nähe von Rechowoth erdrosselt aufgefujj• den, nachdem er über Nacht von den Eltern vermißt wordffl war. Eine Person wurde verhaftet. Das Gesundheits-Departement der Palästina-Regierung wird in den nächsten Tagen eine Klinik in Tel Aviv eröffnen, in der Kranke aus Tel Aviv und Umgebung be• handelt werden sollen. Auch die Impfung der Einwanderer wird in der Klinik vorgenommen werden. Bisher erfolgt# die Impfung der Immigranten in Jaffa. Ein Jude ermordet Die Leiche des 3tj.ihrigen jemenitischen Juden Abraham Z in 11 a!1 i aus Jerusalem wurde auf dem Eisenhahngeleise bei WilhJina aufgdttnden, Zimlatii, der vor kurzem zu 11 Tagen Gefängnis wegen Betretens des Omar-Moschee* Gel.iiules verurteilt worden war, fand durch drei Kopfschüsse den Tod; die Leiche wurde dann auf das Geleise gelegt. Er JiinteilaBt eine Witwe und zwei Kinder. Im Zusammenhang mit dem Verbrechen sind mehrere Araber verhaftet worden. Persönliches. Professor Dr. Rudolf Cohn, früher König»• berp i. Pr., seit 1933 in Palästina, beging vor kurzem in M e g e d hei Chederah seinen 75jährigen Geburtstag. Der Jubilar war seit 1892 Privatdozent, seit!898 Professor in der medizinischen Fakultät der Albertus-Universität, Im Jahre 1936 konnte er sein goldenes Doktorjubüäum begehen. Profewor Cohn ist seit langer Zeit tätiger Zionist und war vor seiner Uebersiedlung 20 Jahre lang Vorsitzender des Reprä* sc nt.mtenkollegiums in Königsberg. Cohn ist ein begabter Pianist und er vermittelt in seiner neuen Heimat in starkbesuchten Konzerten den Siedhtngsbewohnern der Umgebung klassisch-musikalisches Kulturgut. Neue Ruthenberg-Station Jerusalem. (Palcor.) 500 jüdische Arbeiter werden bei der Errichtung der neuen elektrischen Station der Ruthenberg -Gesellschaft am anderen Ufer des Jarkon bei Tel Aviv beschäftigt sein. Die Arbeit wird sich l'/i Jahre hinziehen. Das Gebäude der Station wird eines der größten im Lande sein. Kurse palästinensischer Wertpapiere. Am 20. Mal hatten die wichtigsten palästinensischen Wertpapiere in Tel Aviv folgende Kurse: Allgemeine Hypothekenbank 5 o/olge Pfand- Briefe 38 55 98!1״ 6 ,4׳,bige Pfandbriefe 34/54 102, 6״/oige kum. Vorzugsaktien 112</2, gewöhnliche Inhaberaktien 118*/«, P. L. D. C. gewöhnliche Inhaberaktien 911/2, 6 «׳■ige kum. Vorzugsaktien 93V», Keren Kajemeth Lejisrael 21/a ״/olge Pfandbriefe 69, Bizur Ltd. 6 0/0 ige Pfandbriefe 99. Berichtigung. In unserer letzten Ausgabe Ist In der Rubrik ״Kleine Nachrichten״ auf Seite 4 ein sinnentstellender Druckfehler unterlaufen. Es hieß dort: ״Im Nachlath-Achim- Viertel in Jerusalem wurde ein Araber erschossen. Vier junge Juden sind als des Mordes verdächtig in Haft genommen worden, wurden jedoch nicht freigelassen.“ Richtig muß es heißen: Die vier jungen Juden .... wurden jedoch freigelassen. Todesfälle. Am 12. Mal starb Im Kibbuz Hachugfm hi Raanana Herr Samuel S t e r n b e r g im 64. Lebensjahr. S. Sternberg, der vor zirka drei Jahren aus Kassel in Palästina einwanderte, war bereits lange vor dem Krieg« in der zionistischen Bewegung tätig. Jahrelang bekleidete er das Amt eines Vorstandsmitgliedes in der Ortsgruppe Kassel, Er war der Gründer und langjährige Vorsitzende des Ostjiidischen Vereins. Sein Haus in Kassel war der Mittelpunkt der zionistischen Jugend und besonders die in Kassel anwesenden Clialuzim fanden in dem gastlichen Haus der Familie Sternberg Ersatz für das Elternhaus. Er selbst, gemeinsam mit seiner Frau, erzog auch seine Kinder bewußt für Palästina, wo der Sohn, nachdem er lange im Kibbuz Raanana lebte, nunmehr auf dem Verantwortung*• vollen und aufreibenden Posten eines jüdischen Polizisten steht, während seine Tochter in der Landwirtschaft tätig ist Alle, die den wackeren Marm kannten, werden ihm «in stetes Gedenken bewahren. k. In Rechowoth ist die Gattin des Direktors des Sieff- Forschungsinstituts, Dr. Ernst Bergmann, Frau Dr. Ottilie Bergmann, gestorben. Frau Dr. Bergmann war an dem Institut als Chemikerin tätig. Sie ist 1934 nach Palästina eingewandert Früher war sie Assistentin an dem Berliner Universitätslaboratorium für anorganische Chemie. B»f-M11wah-T«rmtn 1 Am 29. Mai (19. Siwan)! I'fraim Schwärt«, Sohn von Abraham Schwärt«, Tel Aviv, Biluslf. 31. ZUR KUR NACH wie In früheren Jaluren MARIENBAD Tschedtosiowakel Genesung, Erholung, Vorbeugung durch *eine weltberühmten Hellq[uellen( natürlichen KohleuSureu. Moorbäder Nach dem Devisenabkommen bis RM 350,— ohne ärztliches Attest, bis RM 500,— gegen ärztlidiei Attest durch Banken und Reisebüro». Günstiger Umrechnungskurs: HM 1,— 11,50 KC Prospekte u. Ausk. durch den Sladtrat Marlenbad u. alle Zweigstellen der Hamburg-Amerllca-Llnle u. die Reisebüro•

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