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Jüdische Rundschau · 1937-05-28 · Heft 42 (28.5.1937) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 42 (28.5.1937)
Date
1937-05-28
Page
– (sequence 7)
Language
German
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JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 42, 28. MAI 1937 Training für jedermann Von Dr. Hans Kuhn, Bad Reinerz (1. Fortsetzung) Der Tag des Turners und Sportsmannes Man komme nicht mit Bemerkungen: Ich laufe schon fenug den ganzen Tag herum! (gesagt vom Geschäftsreisenen), oder: Stehen Sie mal von früh bis abends hinterm Ladentisch! (gesagt vom Angestellten), oder: Wenn du von 5 Uhr früh bis zur Dunkelheit Rüben gesteckt hast, brauchst du keine Gymnastik mehr! (gesagt vom Jungen oder Mädchen, die auf Hachscharah sind), oder: Lieber Freund, 10 Stunden am Schraubstock! (und dann nichts mehr gesagt, sondern nur bedeutsam mit dem Kopf gewackelt!). Nichts davon spricht gegen die tägliche Durcharbeitung des Körpers mit Leibes- Übungen. Wie aber soll der mehr oder minder stillgelegte Turner und Leichtathlet seine Uebungen betreiben? Ich empfehle für alle, die es angeht, eine kurze Morgengymnastik: Raus aus dem Bett, zehn tiefe Kniebeugen, dazwischen Immer Hochstrecken der Arme und Zehenstand mit Ausrecken soweit es geht, Gähnen, daß die Kiefer krachen, 50 Laufschritte auf der Stelle, rein in die Kleider, runter mit dem Kaffee und los zur Arbeit! Ich weiß genau, mehr wird auf die Dauer doch nicht gemacht, wenn jemand im Beruf steht. Halt, eine Ausnahme: Die Hausfrau! Sie hat heute Gymnastik genug atn Morgen und Vormittag; wenn sie nämlich ohne Hilfe die Wohnung auträumen, das Essen vorbereiten, den Teppich sauber machen, Staub wischen, die Asche fortbringen, zum Einkauf gehen und nach all dem wie früher nett und gut aussehen soll! Aber: Dieser Hausfrau brauche ich ja gerade ihre Morgengvmnastik nicht vorzuschreiben; sie hat sie ja! Immerhin bin ich auch ihr gegenüber unerbittlich, was nämlich die sonstige tägliche Uebungsstunde betrifft, denn d i e verlange ich iür alle! Also: Abends vor dem Schlafengehen: Kurze Hose anzlehen, Turntrikot, ein Paar Schlupfschuhe an die Füße und los. Und nur so! Ich bin gegen jede Verteilung der Gytnnastik über den Tag oder gar״ ־Sportliches Verhalten“ bei den notwendigen Bewegungen des Tages. Stellt euch vor, daß jeder von uns nun jede Treppe hinaufstürzt, jeden Weg rennt —1 Zum sinnvollen Ueben gehört Konzentration, System, Methode und Zeit. Nehmt euch jetzt nochmals die zehn Grundregeln für das Alleintraining vor und die Uebungsgrundformen für Turner und Leichtathleten, und an Hand dieser stellt euch jetzt das jeweilige Tagespensum zusammen, denn jetzt kommen Uebungsbelspiele: Platz machen, richtig Antreten, sich selbst ״Stillgestanden״ kommandieren und auch wirklich «ine halbe Minute stillstehcnl Stramm, gerade, ruhig und konzentriert. Dann ״Rührt euch“, nochmals Stillgestandeii und jetzt ein paar Wendungen: Rechts um, links um, Kehrt und das Ganze zwei- bis dreimal. Jetzt kommt die Durcharbeitung des Körpers, den ich in acht Gruppen teile: I. Kopf und Hals, II. Brust und Schultern, III. Schultern und Arme, IV. Bauch, V. Rücken, VI. Becken und Hüften, VII. Hüften und Oberschenkel, VUI, Unterschenkel ,<und Füße. ' Jede Gruppe von Muskeln muß einmal ordentlich durchgearbeitet werden, und zwar bis man spürt, daß sie ihr Teil abgekriegt hat, dann kommt die nächste Gruppe dran. Natürlieh arbeitet nie eine Gruppe nur für sich, denn sie sind ja aneinandcrgewaclisen; aber die bevorzugte ist immer hauptbeteiligt und wenn sie gerade dran war, soll man eine solche nehmen, durch deren Arbeit die vorhergehende entspannt und gelockert wird. Zuerst Becken und Hüften, dann Brust und Schultern, dann Unterschenkel und Füße, dann Schultern und Arme, dann den Bauch, dann den Rücken, dann Kopf und Hals, und zuletzt Wieder Hüften und Oberschenkel. Beispiele: Gruppe I. Kopf und Hals: a) Vorwärts und rückwärts beugen; b) Drehen nach rechts und links; c) Rollen links und rechts herum; d) Vorstrecken und Anziehen des Kinns. Gruppe II. Brust und Schultern: a) Kreuzen der Arme vor der Brus! und ganz zusammenschieben, Ziehen, der Ellenbogen nach rückwärts — beides langsam oder beides rasch, mit oder ohne Naehwippen; auch beides mit gestreckten Armen; b) Rechten Arm Hochstrecken und über dem Kopf ahwinkein, linken Arm hängen lassen, Unterarm waagerecht hinter dem Rücken, jetzt beide anspannen und abbiegeti der Brust- Wirbelsäule nach links — dasselbe nach der anderen Seite, abwechselnd, langsam oder ruckweise, auch mit Nachwippen; c) Hängenlassen der Arme, Hochziehen der Schulfern und Abwärtsziehen soweit es geht, ebenso nach vorn und hinten und ungleichseitig: also eine hoch, die andere tief, eine nach vorn und eine nach hinten; dann Rollen oder Kreisen der Schultern; d) Fülle ganz fest stellen, Hüften versteifen: linken Arm vorschwingen, rechten nach hinten, Schultern spannen und Drehen der Brustwirbelsäule nach rechts, schneller Wechsel durch Armschwingen. Gruppe HI. Schultern und Arrhe: a) Rollen der Arme vorwärts und rückwärts, auch ungleichmäßiges» daß ein Arm unten ist, wenn der andere oben ist; b) Liegestütz vorlings auf dem Boden, Beugen und Strecken der Arme, wenn möglieh einige Male mit Stütz auf den gespreizten Fingern; c) Boxhaken aus der Schulter heraus, geschlagen von unten nach oben, von links nach rechts und umgekehrt: d) Sternmen der Handflächen gegeneinander vor der Brust und Trotz Hitze voller SportbetriebI Von unserem Berichterstatter f I., T e 1 A v i v, 19. Mai Relt-Turnler in Tel Aviv Als größere Sportveranstaltung anläßlich der Krönungsfeicrlichkeiten fand in Tel Aviv erstmalig ein Reif-Turnier statt, zu dem sich hervorragende Vertreter der Gesellschaft, darunter zahlreiche englische Militärs, eingefunden hatten. Veranstalter war der frühere Schweizer Turnierreiter Capt. Goldman!!, der mit seinen Schülern in wirkungsvoller Weise die ״Krönungs-Reitschau“ durchführte. Die an sich nur geringen Möglichkeiten der recht kleinen Reitbahn wurden .in geschickter Weise ausgenutzt und dem Publikum ein in jeder Beziehung abwechslungsreiches Programm geboten. Unter den Teilnehmerrn des Turniers sah man, besonders unter den Jugendlichen, verschiedene große Talente. Das Schulreiten gewann Frau Goldberg (Pal. Reitclub) vor Frau Rieß (Pal. Reitclub) und Karl Rubin (Pal. Reitclub); im Ritt über die Hürden war nach dreimaligem Stechen der 16jährige Uli Beier (Atid) vor dem gleichaltrigen Puchowsky (Pal. Reitclub) mit je acht Fehlern erfolgreich. In zwei weiteren Schwierigkeitskonkurrenzen war der bekannte Sportführer des Atid Dr. Bieringer in Front, Den Abschluß der Veranstaltung bildete eine Parade sämtlicher Mitglieder der Reitschule des Capt. Goldmann. Unter den Gästen befanden sich u. a. der Distriktskommissar Epstein, Bürgermeister Rokach und Major Crosbey. Landes-Tennis-Turnier in Tel Aviv Unter großer Beteiligung aus allen Teilen des Landes führte die Tennis-Federation von Palästina ihr erstes größeres Turnier in diesem Jahre auf den Plätzen des Makkabi Tel Aviv durch. Es gab eine Reihe von interessanten Kämpfen, wenn auch die Ueberlegenheit der Gebr. Rajuan in den Herrenspielen von vornherein feststand. Während in den Damenwettbewerben nur schwache Leistungen gezeigt wurden, stand das Können in der Herrenklasse auf weit höherem Niveau. Im Herreneitizel qualifizierte sich auf der einen Seite E. Rajuan (Makkabi Tel Aviv) durch einen Sieg von 5:7, 6:1, 6:0 über seinen Klubkameraden Finkelkraut, der noch entwicklungsfähig ist, sowie N. Rajuan (,Makkabi Tel Aviv") über Sasson (Makkabi Tel Aviv) mit 6:1, 6:0 für das Finale, in dem N. Rajuan durch Aufgabe seines Bruders zum Siege kam. Im Herren-Doppet waren Sasson—Polany Gegner der Brüder Rajuan, gegen die sie nie eine Chance hatten und mit 0:6, 2:6, 1:6 verloren. Im Frauen-Einzel war eine der aussichtsreichsten Teilnehmerinnen, Frau Vallero (Jerusalem), überraschenderweise in der Vorentscheidung mit 7:5, 5:7, 5:7 gegen Frau Rosenstein (Makkabi Tel Aviv) unterlegen, während auf der anderen Seite ihre Klubkameradin Frau Katz (Jerusalem) gegen Frau Jacobsohn (Rechowoth) verloren natte. Im Endspiel kam Frau Rosenstein (Makkabi Tel Aviv) gegen Frau Jacobsohn (Rechowoth) mit 6:0, 6:0 zu einem leichten Siege. Den interessantesten Verlauf des Turniers nahm die Endrunde im Gemischten Doppel. Hier standen sich die jüdisch-englische Kombination Frau Vallero—Bagin (Jerusalem) und E. Rajuan—Frau Rosenstein gegenüber. Den ersten Satz buchten die Jerusalemer Gäste mit 6:4, der zweite Satz ging glatt an die Tel Aviver Kombination mit 6:2; im dritten Satz hatten Vallero—Bagin bei einer 5:2-Führ1111g drei Matchbälle und den Situ» nahezu sicher, als Rajuan durch seine hervorragende Schmetterbailtechnik seinen Aufschlag gewann und sich und seiner Partnerin schließlich mit 7:5 Spiel, Satz und Sieg sichern konnte. Das sich Infolge großer Beteiligung aus jüdischen und englischen Klubs aus Jerusalem, Haifa, Sarafend, Pctach- Tikwah, Rechowoth und Tel Aviv auf drei Tage erstreckende Turnier wurde programmgemäß abgewickelt; leider war die Resonanz im Hinblick auf die Besucherzahl noch schwach. Es ist geplant, in nächster Zeit eine Reihe neuer Plätze anzulegen, und es besteht die Aussicht, daß der Spielbetricb׳' dadurch lebhafter wird. Ueber die Entwicklung des Tennis-Sports befragt, gab der Tennis-Trainer des Makkabi Tel Aviv, Willy David-: mann, folgende Aufklärungen: Die Aufnahme Erez Israels in der! Internationalen Tennis- Verband bringt für den Teiinis-Sport Möglichkeiten einer Vergrößerung der internationalen Beziehungen und damit für unsere Spitzenspieler die Aussicht, Turniererfahrungen zu sammeln und von besseren Gegnern zu lernen. Seit der Aufnahme in den Verband sind Verbindungen mit bedeuten-׳ den Klubs des Auslandes aufgenommen worden. So werden noch in dieser Saison größere Turniere mit den stärksten Klubs aus Beirut!! und Kairo statt finden. Auch an den von den englischen Klubs in Jaffa und Jerusalem veranstal« teten Wettkämpfen werden die jüdischen Spider teilnehmen. Was die Spielstarke anbetrifft, so lassen sieh auf Grund der geringen Erfahrungen wenig Vergleichsmöglichkeiten׳ treffen. Es gibt nur eine ganz dünne Schicht von Spitzen- Spielern, die auf (!rund der letzten Makkabiahergebiiisse den jüdischen Spitzenspielern in Deutschland mindestens gleichwertig sein durften. Die mittlere Spielstarke ist als sehr gut anzusehen. Es gibt eine grolle Anzahl von Spielern und Spielerinnen, die heute /war noch nicht den Anforderungen eines internationalen Turniers genügen; bei der guten Veranlagung, die besonders die Jugend aufweist, besteht aber begründete Aussicht, in uuigen Jahren über eine größere Anzahl von Kiassespielern zu verfügen. Drei neue Landesrekorde bei den Schwimmwettkämpfen in Haifa Mit seiner glänzend vorbereiteten und cinrchgefiihrten Veranstaltung im Schwimmstadion von Rath Galim hatte der Makkabi Haifa vor DO״ Zuschauern einen vollen Erfolg zu verzeichnen. Neben einer grollen Anzahl von englischen Teilnehmern hatten auch die Tel Aviver Vereine Makkabi und Atid eine starke Vertretung entsandt. Das lOn-ni-l'R'i-gil-öelnviimiieu gewann Tanschmidt (Makkabi Haifa) in der sehr guten Zeit von 1:05,4 Min. überlegen vor seinem Kluhk.1n1er.aden Vago und Eoebel (Makkabi T. A ). Auch die 201 111 ״'reMil wurden eine Beute von Tan* Schmidt vor Vago und liirschlcr (Atid T. A.). Einen hervorragenden Eindruck hmierließ der Jugendliehe Feigenbaum (Makkabi Haifa), der die beiden Wettbewerbe für männliche Jugend über 10״ nt und 200 tu Freistil in 1:13,1 bzw. 2:4$,2 Min. gewann. Das 200-m-Brust-$ch\vimn1e11 gewann Katz (Atid T. A.) vor seinem Klubkameraden liirschlcr und Parntes (Wiltshire- Reg. Sarafend). Die 4>30 in Lagenstaffel sah Makkabi Haifa in der neuen l.andesrekordzeit von 2:0,2 Min. vor; Atid und Makkabi T. A. in Front. Höhepunkt der Veranstaltung bildeten die Wasserballspiele, die folgende Ergebnissei brachten: Askas Haifa gegen Wihdine-Reg. Sarafend 6:1, Makkabi Haifa gegen Atid Tel Aviv 9:1, Makkabi Haifa gegen .Askas Haifa 9:0! ׳Makkabi Haifa 1! gegen A ׳I I Tel .Aviv 2:2. Die Teilnahme der Tel-Aviver Vereine Makkabi trnd Atid mit recht guten Erfolgen ist um so bemerkenswerter, als ihnen in Tel Aviv keine Trainingsmögliclikeiten im Süß- Wasser zur Verfügung stehen. Die in mancher Beziehung so fortschrittliche Stadtverwaltung von Tel Aviv hat bisher nichts dazu getan, um die Schaffung eines Schwimmbeckens zu ermöglichen. gegeneinanderdrücken. Ebenso auseinanderziehen bei verschränkten Fingern. Gruppe IV. Bauch! a) Aus der Rückenlage Heben des Ober- Körpers zum Sitz mit vorgestreckten, im Nacken verschränkten oder hochgestreckten Armen; b) In der Rückenlage leichtes Anheben der Beine und Radfahrbewegung nach vorn, allmählich höher nach oben und wieder weiter nach vorn; c) tm Sitz auf dem Boden mit vorgestreckten Armen ruckweises Beugen des Oberkörpers nach vorn; schließlich Fassen der Fußspitzen mit den Händen; dazwischen Hochheben der Knie mit Abbeugen der Beine; d) In der Rückenlage langsam Heben der Beine über den Kopf, Senken nach rückwärts, bis die Fußspitzen hinter dem Kopf auf den Boden kommen. Rasch und langsam. (Fortsetzung folgt.) Baderle auf dem Wege zur Weltklasse. Die Rekordserie, die der bekannte Makkabisehwimmer Baderle vom Bar Kochba Preßburg bereits in dieser Saison hinter sich hat. scheint nicht abzureißen. Er ging kürzlich auch dem Rekord im 400-m-Rückenschwimmen zu Leibe mit dem Erfolg, ihn um 8/!o Sekunden auf 5:56,2 Min. zu verbessern. Baderle hat durch seine Leistungen den Anschluß an die besten Rücken- Schwimmer Europas erreicht. Ein weiterer Staffelrekord wurde außerdem noch unter seiner Mitwirkung über 3 mal 50 m Lagen in der Rekordzeit von 1 :34 Minuten geschaffen. Sportaustausch Palästina — Galuth Gastspiel der Handballmeistermannschatt ״Amal" (Tel Aviv) in Rumänien Am 9. Mai traf die pal.wiiiitiiDscIie 1 landballmeistcr* mannschaft ״A m a 1“ aus Tel Aviv im Hafen von Constanza ein. Die Mannschaft boga!) sich sofort nach Bukarest, um ihr erstes Wettspiel auf rumänischem Boden gegen den Makkabi Bukarest: aus/utrngen. Sie gewann das Wettspiel mit 11:4 und konnte so die Tournee mit einem schönen Erfolge beginnen. Von Bukarest aus begaben sich die Palästinenser nach' Ccrnauti; dort spielten sie am 15. Mai gegen den Makkabi, welcher sich in der ersten Halbzeit tapfer halten konnte (4:2), aber dann der Spiel weise der Gäste nicht gewachsen war und das Wettspiel 11:3 verlor. Am darauffolgenden Tage spielten sie gegen die spielstarke Mannschaft des Arbeiter- Sportklubs ״Miinciioriil“', welchen sie in Grund und Boden spielen konnten: 12:3 (6:0). Am Sonntag fand dann im Zionistenklub eine vom Makkabi veranstaltete Zusammenkunft statt, bei der die <löste vom Vizepräsidenten des Makkabikreises Rumänien, Ing. M. Schindler, begrüßt wurden. St-r. Bei dieser Gelegenheit erinnern wir daran, daß auch die Handballmannschaft des Makkabi Petach Tikwah in diesen Tagen das Land zu einer Europa-Tournee verläßt. Joachim Prinz in Hamburg Am 25. Mai wurde in drei überfüllten Veranstaltungen im Theater-Saal des Conventgartens der Hatikwah-Film in Hamburg zum erstenmal gezeigt. Joachim Prinz hielt die Einleitungsrede. Seine Ansprache, die in einem Appell zur Schekelaktion gipfelte, wurde mehrfach durch spontanen Beifall unterbrochen. — Der Film selbst verfehlte seinen tiefen Eindruck nicht. Seine Besonderheit, daß historische Aufnahmen der Vergessenheit entrissen und zu einer neuen Einheit zusammengefügt sind, erweckte besonderes Interesse. Mit dem Gesang der Hatikwah schloß die würdige Veranstaltung. Joachim Prinz wird zum Hatikwah-FHm noch einmal In Berlin (3. Juni), Frankfurt a, M. (5. und 6. Juni) und Brealau (7. Juni) sprechen. I—MAGISTER KIRSCH- ^fr gute Liker Muglctar-LlkCrfabrlK, München VII. In B«dln zu bnzlah, durch dl* W*lngraBh*ndluno Btrnhard Brau 1 r, BurgatraS* S / Ruf: 8(4349 Ankündigungen aus dem Reich Frankfurt 0m Malm Jüdisches Lehrhaus. Folgende Kurse beginnen: Am 7. Juni, Weil! Die Elektrizität als Helferin der Hausfrau. Am 10. Juni, Lemle: Die Galuth im Weltbild des Judentums. Die Kurse von Eduard Strauß (Bibeüesen und Geschichte der Philosophie) werden bis 16. bzw. 17. Juni unterbrochen, dann während der Sommerferien weitergei'ührt. — EOG. Vortrag Rabbiner Dr. Max Grünewald am Z. Juni, 20.30 Uhr, Hörsaal, Unterlindau 21, über: ״Amerika — Geschichtliche Wege“. — Mannheim! Der Chug Ivri beginnt wieder am 29, Mai, 20 Uhr, in F 2, 14. Eintritt frei. Thema des ersten Abends: ״Volk, Nation, Sprache“. Baf-Mliwah-Terminti Am 29. Mai (10. Siwan): Georg Meyer, Sohn von Moritz Meyer, Eschweüer, Grabenstr. 85. — Am 5. Juni (26. Siw׳an)! Walter Hoff mann, Sohn des verstorbenen Gustav Hoffmann, Brealau, Hauffs». 9. Ä0MMSchIngerl?“r^ ' Dl• nInMU*m Bin•• . . . FM 1,40 Kauthani ms SavlBnyplolZ, BsrIiB-Chiurlott.nburs:, OrolmMiitiraS• 27 Familien - Nachrichten Frau Fanny llaimann, geb. Ranis, Biblis, begeht am 1. Juni den 89. Geburtstag, Henr Max Levisohn, Frankfurt am Main, Röderbergweg 10, begeht am 30. Mai den 76. Geburtstag. Herr Hermann N a c h m a n n, Gernsbach (Baden), begeht am, 3, Juni den 70. Geburtstag. Herr Gustav J. Rapp (früher Frankfurt a. M.), Amsterdam Bf N'oorder Amstcllaan, beging am 27. Mai den 75. Geburtstag. «luden und jüdisches im Rundfunk Freitag, 28. Mai! Wien (507), 19.30: Dein Lipin.skaja singt. — Mailand (368), 21: .,Figaros Hochzeit“, Dirigent: Bruno Walter. Sonnabend, 29, Mal! Brüssel (322), 19: Schallpl. Alexander Kipnia singt. Sonntag, 10. Mal! Brüssel (484), 15: ״Elias“, Oratorium von Mendelssohn. Montag, 3t. Mai! Monte Ceneri (257), 20.55: Gurre-Lieder von A. Schönberg. — Brüssel (484): ״Svhelomo“, hebräische Rhapsodie von Erncst Bloch.

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