Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 42 (28.5.1937)
- Date
- 1937-05-28
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 42, 28. V. 193? Amerikas Interesse für Palästina Von unserem Korrespondenten Zionismus der ersten Generation im wesentlichen ausgefüllt mit dem Ringen uni die Seele der Juden. Es war ein harter Kampf, voll von Enttäuschungen und bitteren Erfahrungen, aber die begeisterte Schar jener Tage war erfüllt von dem Bewußtsein, der Träger der Zukunft zu sein. Zionismus war damals im wesentlichen ein Bekenntnis, die Prokla nation der Zugehörigkeit und Treue zum jüdischen Volkstum, die — was viele Juden nicht verstanden — ganz und gar im Einklang stand mit der Irene zum Staat, in dem man lebte. Die Klärung der Judenfrage erschien schon damals nicht als eine Erschwerung, sondern als eine Verbesserung und Reinigung der Bc- Ziehungen zur Umwelt. Der Boden, auf dem sich die innerjüdischen Kämpfe abspielten, war im wesentlichen die Propagamla und die Diskussion. Im wirklichen Leben der einzelnen Menschen änderte sieh wenig, und soziologisch gehörte der Zionist de!sellien Kategorie an wie sein nichtzionistischer Gegner. Alter welche neue Welt tat sich vor ihm auf! Der Kontakt und die Wiilcnsgemeinschaft mit den Massen des jüdischen Volkes wurde für viele zu einem timstürzenden Erlebnis; und das Bewußtsein, den Juden Halt und Würde zu geben, das!1riu/ip der politischen Aktivität in das immer mehr in Auflösung und Lethargie geratende jüdische Leben herein- 7uführen, gab diesen .Menschen ein beglückendes Gefühl. Diese Periode war überschattet von der hüireißcnden Persönlichkeit Theodor Her/is, und die Bewunderung für ihn war zweifellos eines der stärksten Bande der jungen Bewegung. * Nach Herzls Tod kam eine schwere Zeit für den Zionismus. Die Hoffnungen auf eine schnelle Erreichung des politischen Ziels warm geschwunden lind die Bewegung mußte sich darauf einrichten, daß viele Jahre der V o r b e r e itun(־׳ vergehen werden. Die praktische Arbeit in Palästina, um deren I ):;rdisW/img mau auf den Zionistcn-Kongrcssen kämpfte, hatte nur einen kleinen Umfang, an eine Massenein- Wanderung war nicht zu denken. Die zweite Generation der Zionisten begriff die Lehre Ach ad 11 a a m s, daß die Erreich:!!!;: des zionistischen Ziels eine Erweckung der Herzen und eisten seelischen Anschluß an das Judentum und sein geistiges Wesen erfordert, jüdische Kulturarbeit, hebräische Sprache, Vorst mdnis für die Probleme der jüdischen Vergärtgenheit und Gegenwart trafen in den Vordergrund. Die ziojiotisdit■ Bcwi gung in Deutschland wurde damals in der 1 1:111!׳׳: -es cl!v vrm der aka«_ itmischei! Jugend (K. J. V.) getragen, die sielt /!! einem muten Ideal der jüdischen Bildung durchtaug.!!: ucu'r mehr wurd e auch empfunden, daß eine bloße ,,parteinußigi ׳• /;igrhürigLcit nicht ausreicht, daß eine 1 e!1 e 11 s in a ß i g t- Verbindung mit Palästina und mit dem jüdiscin n Volkstum notwendig ist. Diese Idee eines ״pc-rsönliehen׳■ Ztom-nius fand ihren .Ausdruck in einem Beschluß dis!1(.}Setter I )eh'eii itintnges der ZVl'L), In dieser Form siegte innerhalb der ZV fl), der sogenannte ״praktische“ Zionismus über die rein politische Ideologie, bi jenen Jahren unmittelbar vor dem Kriege hatte der Zionismus in Deutschland und Mittel- Europa eine neue geistige Form gefunden. Immer mehr wurde verstanden, daß es darauf ankommt, über eine bloße äußere Organisationsform hinweg den inneren Menschen zu erfassen und das wirkliche Leben de« Volkes zu gestalten. Da wurde durch den Weltkrieg die schwerste Erschntterimg und Umwertung der Werte herbeigeführt. Der Krieg, an dem zusammen mit der übrigen Jugend Europas auch die zionistische Jugend teilnahm, hat alle alten Anschauungen von Leben und Lebensbedingungen umgeworfen. Man lernte Strapazen erleiden, Gefahren ins Auge sehen, die gesicherte Atmosphäre des bürgerlichen Heims hatte ihre Selbstverständlidikeit verloren. (Unnötig zu sagen, daß die zionistische Jugend Deutschlands im Krieg mit vollem Einsatz ihre Pflicht erfüllte, genau so wie die übrige indische Jugend; damit war in einer überaus eindrucksvollen Form das törichte Gerede von einer Beeinträchtigung des Stantsgefühls durch den Zionismus widerlegt.) Das Ende des Weltkriegs stellte den Zionismus vor eine völlig neue Situation. Die Epoche unseres ״lubikiunis“ teilt sich fast genau in zwei Hälften: 20 Jahre der Vorbereitung, 20 Jahre der Verwirklichung. Die •/itmwiee he Jugend der dritten Generation sah sich vor einer konkreten Aufgabe: dem Aufbau des jüdischen ikatiomißuins auf Grund von Ba'four-DeHaration und Mandat. 1 he Zeit der persönlichen Verwirklichung war gekommen. Die Judenheit in Deutschland hatte auf Grund der vollendet■׳;! poiiti'Chen Tatsachen ihre Gegnerschaft teilwei'-e autgr׳׳;.du n, aber ׳zur wirklichen Mitarbeit am Zionismus fand *sivli immer noch nur eine Minderheit bereit. Die ziotii-tucne Jugendbewegung war ohne das Ideal der Chaluziuth nicht mehr denkbar; viele Stadien und Formen hat die Jugendbewi gung in l)rutw׳hi;!ml durchgcmaäit, von dem großangelegten Ver»;gi! des Vandcrbnndes ״Blau-Weiß“ über verschiedene spatere 1 jiiindungen las zur heutigen Form des Hcchaluz. Die Zümi'Jtn Dem-, hlands haben in Anspannung aller Kräfte an der Verwiikh.'hung des National!!eints mitgearheitet, die Palästimi-ßlee 70:: immer weitere Kreise, je starker die Realität Palästinas in f i'srheinutig: trat. Die entscheidende Wende brachte dann das Jahr 1933. Noch in der Nachkriegszeit bis 1933 konnte man beobachten, daß sich im Judentum Deutschlands zwei voneinander getrennte Lager gebildet haben, von denen das eine die Sprache des anderen kaum mehr verstand. Die Menschen, die ohne jede Beziehung zu dem Gegenwartsgeschehen in Palästina und in der Judenheit dahinlebten, mußten sich einer zionistischcn Auseinandersetzung gegenüber völlig fremd fühlen. Auch die ernsten Bemühungen um die Erkenntnis der Judenfrage wir auf das zionistische Lager beschränkt, während man auf der anderen Seite immer noch mit Apologetik auszitkomrnen meinte. So kam es, daß die Ereignisse des Jahres 1933 die große Masse der Juden in Deutschland in völlige Ratlosigkeit versetzten. Die Ausscheidung der Juden aus dem politischen und kulturellen Leben Deutschlands zwang die Menschen zu einer Besinnung auf ihr New York, 10. Mai Roosevelt, der voransbllckende Staatsmann Ohne irgendwie das Interesse herabzusetzen oder zu verkleinern, das frühere Präsidenten der Vereinigten Staaten an Palästina genommen haben, kann man sagen, daß keiner von ihnen ein so guter Kenner der zionistischen Bewegung und so freundschaftlich i.hren Zielen verbunden war wie Franklin Roosevelt. Es darf auch gesagt werden, daß bisher noch kein amerikanischer Präsident berufen war, jenes Interesse und Verständnis so praktisch zu betätigen, wie es heute erforderlich ist. Seit jener Zeit, da Wilson an dem Text der Balfour-Deklaration mitwirkte, war die Verbindung zwischen England und den U.S. A. nicht so eng wie heute. Diese Tatsache ist von besonderer Bedeutung für die Beurteilung der unmittelbaren Zukunft des jüdischen Palästina, über der ein Schatten der Ungewißheit in der Gestalt des bevorstehenden Berichts der Kgl. Kommission schwebt. Es muß betont werden, daß Roosevelts Interesse atn Jüdischen Nationalheim nicht auf seine Botschaften an zionistische Versammlungen beschränkt ist, die man als Gelcgenheits-Aeußerungen eines Politikers auf fassen könnte. Wenn politische Erwägungen das Urteil der Kommission mit beeinflussen — und niemand ist so naiv zu giauben, daß ausschließlich objektive Tatsachen ausschlaggebend sein werden —, so wird den Waagschalen auf jüdischer Seite wohl der gewichtige Einfluß mehrerer bedeutender amerikanischer Beamter, die jetzt in London weilen, zugute kommen. Bei der Spekulation über die Ergebnisse der Kommission glauben und reden Viele von Englands Rücksicht auf die moslemischen Gefühle im Nahen und Mittleren Osten. Aber England ist nicht weniger stark interessiert an dem guten Willen Amerikas, besonders in der heutigen labilen Wdtsituation. Es ist zweifelhaft, ob es irgendwo in der Welt einen führenden Staatsmann gibt, der so gründlich das jüdische Prohlem in seiner ganzen Verzweigtheit versteht und einer Lösung so sympathisch gegenübersteht, wie Präsident Roosevelt. Diese Sympathie entspringt nicht einer besonderen Vorliebe für luden, sondern den tiefen Quellen seiner Auffassung von Humanität, die ihm auch die Idee der ״New Deal“ eingegeben hat und ihn einen neuen Weg, einen ״New Deal“ für die ganze Welt erhoffen läßt. Keine Schlagzeilen und keine Nachrichten berichten über die Art und die Einzelheiten, wie die Frage Palästinas von Amerika gefördert wird. Es genüge zu sagen, daß sie unterstützt wird — in nicht unbedeutendem Maße. (Ueber die in diesem Zusammenhang aufgetauchten Be- Strebungen, den nächsten Zionisterikongreß in Washington abzuhalten, wurde bereits in der ״J. R.“ berichtet. — A. d. Red.) Was sollen di• Jaden tan? Wie überall in der Welt, ist auch in Amerika der bevorstehende Bericht der Kommission das Hauptthema aller Diskussionen in zionistischen Kreisen. Die Massen, und damit auch die Führer, verurteilen heftig jede Möglichkeit einer Kantonisierung oder Teilung und folgen damit der Parole des Aktions- Comitcs. Aber neben dieser sichtbaren öffentlichen Meinung gibt es noch Unterströmungen, die weniger deutlich zum Ausdruck kommen. Da sind gewisse Gruppen guter Zionisten, die giauben, daß man über die Möglichkeiten einer Verminderung der Spannung zwischen Arabern und Juden eingehender diskutieren sollte. Diese Ansicht tritt nicht sehr laut hervor. Es ist sozusagen eine ״Ketzeret“, in dieser Zeit Jüdischsein. Viele von denen, die einen anderen Wohnsitz suchen mußten, wandten sich spontan nach Palästina, darunter auch solche, die für das Land und für die das Land gar nicht geeignet waren. Palästina war plötzlich eine populäre Volkssache geworden. Die Reihen des Hechaiuz füllten sich, das Interesse an zionistischen Angelegenheiten drang über den zionistischen Kreis hinaus. So sehr die Katastrophe des Judentums in Deutschland empfunden wurde, man erkannte, daß der Zionismus einen neuen geistigen und seelischen Anschluß ermöglicht, indem er die Men״ sehen in den Kreis des jüdischen Volkstums einbezieht. Diese letzte Phase des Zionismus in Deutschland ist charakterisiert durch die gewaltige Auswanderung, die viele der aktivsten zionistischen Mitarbeiter nach Palästina brachte. Gewiß kann man nicht sagen, daß alle Juden Deutschlands sich nunmehr zum Zionismus bekehrt haben. Manche haben das Bedürfnis, sich abzugrenzen, manche meinen, daß die Hinlenkung der Auswanderung in andere Länder als eine Gegenaktion gegen den Zionismus und gegen Palästina verstanden werden kann. Aber im großen ganzen kann man wohl behaupten, daß die Gesamtheit der Juden Deutschlands heute an den Vorgängen in Palästina tiefen Anteil nimmt und weiß, daß es um ihre eigene Sache geht. ״Parteifragen“ treten demgegenüber zurück. Nach vierzig Jahren ist der alte Kampf zwar vielleicht noch nicht ausgekämpft, aber er hat eine andere Form und andere Basis erhalten. Gerade im Stadium der Verwirklichung wird noch um viele Einzelheiten zu ringen sein, und es wird dabei Gegensätze im Judentum geben. Aber die Sache selbst ist nicht mehr umstritten, weil sie aus der jüdischen Welt nicht wegzudenken ist. Persönliche und sachliche Bande aller Art verknüpfen fast alle Juden mit Palästina, und so weit ist jedenfalls niemand von der Wirklichkeit entfernt, daß er lediglich aus politischer Rechthaberei eine Sache schädigen wollte, die auch sein eigenes Schicksal mit entscheidet. Darum glauben wir, daß alte Juden In Deutschland, In welchen Reihen sie auch stehen mögen, im gegenwärtigen Augenblick, in dem das Palästinawerk vor einer entscheidenden Neuregelung steht, den Wunsch haben, die Kraft der maßgebenden jüdischen Instanzen bei den kommenden Aussolche Gedanken zu äußern. Aber in privaten Unterhaltungen kann man Zweifel darüber hören, ob die Ergebnisse der Konimission ohne weiteres zurückgewiesen werden sollen. Eine andere Ansicht hörte ich kürziieh von einer hervorragenden amerikanischen Persönlichkeit, die gerade von einem Besuch in Palästina zurückgekehrt war. Es handelt sich um einen Juden, der nicht Zionist ist. Er ist einer der eitiflußreichsten Faktoren der öffentlichen Meinung in Amerika. Er war außerordentlich beeindruckt von dem, \<׳as die Juden in Palästina geschaffen haben. Er glaubte, daß eine Einwanderung bis zu mindestens 50 000 Juden pro Jahr erlaubt werden sollte. Aber er fügte hinzu: er würde alle Empfehlungen unterstützen, die die Königliche Kommission machen würde. Seine Begründung war folgende; England rüstet jetzt auf, nichts darf diesen Prozeß stören. England ist die Hoffnung aller demokratischen Länder. Die Freunde der Demokratie dürfen daher nichts tun, um Englands Prestige zu vermindern. Daher müssen die Juden, wenn England irgendetwas für Palästina dekretiert, das nicht genau oder vollständig den jüdischen Wünschen entspricht, geduldig sein und sich hüten, England in Verlegenheit zu setzen. Mit anderen Worten, dieser Herr meinte, die Juden müßten bereit sein, ein ״zeitweiliges Opfer im Interesse der Zivilisation und der ganzen Menschheit“ zu bringen; denn wenn schließlich England unterliegen würde, so würden die Juden in der Welt zu den am schwersten Be״ troffenen gehören. Dies ist, wie ich glaube, eine einzigartige Interpretation des gegenwärtigen kritischer! Punktes der palästinensischen Frage. Dr. Bergmanns Reise durch Amerika Dr. Hugo Bergmann, der Rektor der Hebräischen Universität, hat eine sechswöchige Reise durch die Vereinigten Staaten beendet, während welcher er 36 Vorträge hielt und 11 Universitäten besuchte. Er faßte bei einem privaten Frühstück, das iitm von der Zionistischen Organisation Amerikas am Tage vor seiner Abreise gegeben wurde, seine Eindrücke zusammen. Dabei sprach er auch von dem, was er während eines Besuchs in der Tschechoslowakei und in Polen beobachtet hatte. Dr. Bergmann glaubt, daß die zionistische Bewegung, beschäftigt mit den Einzelheiten der Geldsammlung für Palästina, ihren Geist und ihre Sicht der geistigen Ziele des Palästinaaufbaus verloren hat. Immer noch von Europa sprechend, alter offensichtlich auch auf Amerika zielend, bemerkte er, daß man nicht mehr jenes leidenschaftliche Interesse a!1 der ideellen Fundierung beobachten könne, die die zionistische Bewegung in den Tagen Achad Haams zu einer erzieherischen und geistigen Kraft gemacht hat. Dr. Bergmann gewinnt seine Hörer durch seine Einfachheit, seinen Charme und seinen feinen Humor. Er hinterließ einen nachhaltigen Eindruck, besonders in den akademischen Kreisen Amerikas, ln den sechs Wochen, die er in Amerika verbrachte, hat sich auch sein Englisch beträchtlich gebessert und es ist erstaunlich, wie gut er frei spriciit. Eine Sache beeindruckte Dr. Bergmann besonders. Ucberall, wohin er in Amerika kam, traf er jüdische und nichtjüdische Universitätsprofessoren, die willens waren, ihm zu helfen. Die beste Entscheidung der Jerusalemer Universität war! Dr. Bergmann nicht für öffentliche Geldsammlungen einzu» setzen. So wirkte seine Reise noch stärker erzieherisch. UebeA■ all hinterließ er den Eindruck, daß, wenn er das Symbol der Hebräischen Universität war, diese Institution Charakter und Noblesse besitzen muß. einandersetzungen zu stärken. Das Gewicht der Zionistischen Exekutive ist begreiflicherweise um so größer, je mehr Juden hinter ihr stellen, und nach Lage der Dinge sind gerade die Juden Deutschlands hier von ein» Wichtig״ keit, die ihren numerischen Anteil am Wcltjudentum weit überragt. Wenn sich zeigen würde, daß jener Teil der Judenheit, der durch eigene Erfahrungen die Judenfrage schmerzlich kennengelernt hat, daraus die Konsequenzen zieht, nunmehr jüdisch aktiv zu werden, für große jüdische Lösungen einzutreten, geschlossen die Zionistische Exekutiv« bei Ihrem Kampf für eine gerechte Behandlung der Palästina״ frage zu unterstützen, dann würde das in der ganzen Welt den größten Eindruck machen. Die einzige sichtbare Form, in der eine solche Unterstützung vor sich gehen kann, ist die Zahlung des Schekels. Der Schekel war einmal nichts anderes als ein Bekenntnis zu einem Prinzip und ein ,,Parteibeitrag“. Heute ist er weit mehr geworden: er Ist eine Willenskundgebung, der Ausdruck des Eintretens für das bereits vorhandene, um seine Existenz ringende Jüdische Nationalheim in Paiästina, das eine neue jüdische Wett aufbaut, zu Ehren und zum Nutzen des gesamten Judentums. Es ist wenig, was von den Juden in Deutschland gefordert wird, wenn man an sie appelliert, in dieser Stunde wenigstens in dieser Form, durch Zahlung des Schekels, die Sache Palästinas zu unterstützen. Die Mühe und das Wirken von drei Generationen, die ihre besten Kräfte im Dienste des Zionismus hergegeben haben, waren nicht vergeblich, ln einer Zeit der Not ist der Zionismus, der Glaube an die schöpferische Auferstehung des jüdischen Volkes der Trost und die Aufrichtung für viele Millionen. Es Ist keine Zukunft des Judentums möglich, die nicht den Zionismus zur Grundlage hat. Hauptschriftlciter: Dr. Robert VV e 11 s c h, Berlin - Charlottenburg 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter! Kurt Loewemtein, Berlin W 15. Anzeigenleiter und verantwortlieh für den Inhalt der Anzeigen: Hermann F i n n, Berlin W 15. Gültig Anzeigen - Preisliste 5 vom 1. April 1938. Verlag und Anzeigen Verwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Mcinekestr. 10. D.A. 1/1937 33 818, — Druck: Siegfried Scholem, Berlin-Schöneberg• lumeHsitkue dektoistke Hähistkmke Verkauf im S. StodC Ausrüstung für Palästina and Übersee SduifUldte Anfragen u die Übersee-Abteilung / Telefonische Verabredungen unter Ea 0011 BIRLIN C2 SPANDAUIR KÖNIGS!«. _ ür -