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Jüdische Rundschau · 1937-05-04 · Heft 35 (4.5.1937) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 35 (4.5.1937)
Date
1937-05-04
Page
– (sequence 7)
Language
German
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nnu qpiw J na» / c tvVj <t*xnn vk a*a 4 MAI 193 7 / Nr. 35 ipbxp .v ti na'nya HEBRÄISCHE BEHAGE OER JÜDISCHEN RUNDSCHAU ftadaktiom Dr. S.Kaliko "D<r^3 ojw .♦. t^fa-w ')?ir^ l^ö n-j^u nf?in njwo ni$ vj».a^ n^ni^ni >n\pp>$ nVW fRVO^xa ms? "? gfr» ^-IKpiV to|j?5 V"»n^ni 'I9M^yp /S1ni3n? piK^ap nn^vVrrtKai^&J p üViaD "Viyaaö «in *nmlop* oViao «in 'fRM /n^o 23o^ w irjp>/u?n...n9!ira •D'JW r,D^2a '3p 24D'3Ö0XJ DÜplfl "l^i? tt~np'fria - i6^nj D^n^V^ *jp S9n?^n b# 28n^oi?5 a^q-yj^a /TSfO p Vüflty 'JHQ?? ''4« W *-a n^vn ""run-fti^ ni}V3 o.^nW) Ma> 133^ ny* Vä '«W^?"! aVr^ ■V»-}?^ fi^iüs i^igiDT/'nlwnij 'l??iö W> <$8?1 "SW f '> mj"? e"Wn-n3! Ü -r$ ^Sl nj^sg rü?B *J aty) Vitt-inj 'marujj •^59? '"^rf!-TT^' nVw n! nF?f? bJ>w '^«•^1 :D?!f t^J nK-^-ni* •HHJpj^-ttjQ"«'B?^ -nyp^s»? '1^? ow 'V f K * - nll o'-*h\ o^ivfips!>y nfca n» rafp n^? H^?? ife rn-jrn ft>sb n?W} oJ>* -iwjp njft ""F^: :n-in^ 'r*}j$ (R'n-f=) njB^nilvjpi -"^wj 'fjn »n^sg nio? - Itn^t».^ rtt>si '«t i)8 "rupft 'i« <f*(t> *J^J^_ ■B,n? n"}!?!! ~ '< Bn\p"rtnj Iii) inzwischen. 19) Irrtum (nuf den Irrtum hrnwelaen). 30) bll.lluni. 21) steh liur.ujs-tallcn; klar werden. H) Sliiil, 23) Dogrifl. 24) bezeiehnat werden. 55) Termin. 16) atrahlen. 8*) gegenseitiges Gespräch. 23) aufgeklart werden. 211) eigentlich: GeseU; Vur»chrifl; liier etwa: Entscheidung. 30) Vergnügen; Freudfl. I) Ein Ulbalilta», du etwa lautat: „Jeder, <nfo nein Hm Um Irolbt." 3) Spende. 8) lUflletakalt. 4) vor. tragenj retorlorcn. 6) »obald. 6) untcrbruolmu. 7) Inlcr- •He, 0) eneryinch. 8) etwa: ich hatte die Absicht. 10) «twa: loh habe es mir überlegt. 11) raQMcnj getwungan »ein. 12) reichen; auntnckcn. nn?5?o fldf? ^s^ö'^a •'Plteft ^« ty* w ,nvr'9^ Q'7^>fl aniTiat) »a^ 'D7!?9 Q3 -ipon-n^ D?")ia '^-^-W -^p? nnaya 4d^?öp»i Vpa ns ona?'/ bö ^»xtpisni? P"i?i5 oo^ik'^p na^ia dki niBin^l'Dnnn« naVV in.r|- ^a»D nayri ts^ü^n 7Qy^i •8l?l-n'a-V^-n^iro spa ipiiyni *«70t? ^^Pt 0^091 •^ji-na nna?a Q^Vtp-t^a n^K f r«ia*>K ny?j n^^n "15> nri^i 13!??? n^'n^y «ip,> vi w na :n^K?5 n^p^ ffltyg nt f t?"t? a-^3? 3^??-,2n^oit3onstJ) «ani» DOW? '"ona^D ot}) /BW]?? 'Qir^a «»5?» ai9ijo •nij'tra 1«14 31^91 o|5? m>ün - ib1?^ x^n n^n -1»« - 05^.37 ^K'n nn^iüD nr p^n bk!^-)|?f j# nj /•'jiiK 15,n^? 'I6tj9dV ^d^o v^jd 1) \Verk»tSlte; Sclimiedo, I) Gesellachalt. 3) sprechen {lürnicn). 4) plaudern. 5) Thpma, 6) unwichtig; bclnng- 1(>4. T) Mhläg«n; klopfen. 8) Hehnlkinder; Abe'.SchUf/.cn. 9) nu(-, vernehmen. 10) etwa: gleichaltrig. II) abreilicn; pflöcken. 12) Stiel (beim Blatt). 13) et scheint; vvntir- Mhcltillfh. 14) sieh eittmiloben. 16) etwa: mö(jc er mich Unterrichten. 10) arklilren. 17) be»tiiumeu; (entsetzen. n'«7n-,ny^ *rmn prvn /"ntetei rrtyK •nn -omn '"y ib"\iym '^»'-fiKs n^s^ai »*kd wVw b^mi i n ty «•niiyn-n^nna - «»m^b n? -\at>a%) «nn-n» "man fCVns ioj wipnn nniKa («"b-^w w^j» man mm •ma'n ji^'o vfan »TpriirK |nj iair-V» wn nVit bwa idU nufia - •Dipaip ^mtr-nTiiK ^j?hb o^iiy* «imtxV myx riK »'nyan " jtjstsd - u: »nvyinn onTw^nnDn Vy n-enan »D'Kinun Dmroro rwaiK nuieVra •l^V neai n»en^ -wnn ]'ja nana <nrr itobij wnn imya — •D'toiTa *>o"'Diin"w V; nnwx i*n Wirb -o »iiöxj -rranan iwfi.Tr^rtnn oy 1905 rawa .'imnni »nnoon ma nn n1? »npm maf'sn nrnnonn '»Kin ,8n*TO?QV n»ya -ranVa .nana.1 w»fiy '*oViyn. nie i"»jn irr1 -nam Vym innVV i'Vnaa .0 iay öViyn •nia^-wninsn^ ypipn-nivsn^ '|aa,,,,ii öj? ,er»m nmv nib*aa dj? ]3-nrtK "]njr«&3 1920 njwa .n'il'in nyunn nitpn*rt inajön rw Dijjipa -r'-jirtn na-wpcsKn "Mb imi 0"<t\ ouaipai jvunn wnnonn k,»j^ n^n i"rt ma .n'im'n nwaion!?w *nasn-K»t!?^ .lmi3jr*]nV» "F na ^nwsa txipi öhbo niifrjr i^rnnten 'Mjiatj ai naa «nyanaa b*widb enaxa «b^ki --x« ]i^a ]nai n*«aj*'rt>a ri'n<*»e nmay .mn» »mm n»i^p 'P>-|3 t -8 '"DJ Nuinmar. 14) WlrUchaft. 11) radlgieft wsrtlen. 16) Sfli- »on. 17) Kiste.!8) Zltrnsfrflcht«. 19) elnge»oh!o««m. SO) Vorj*hr. äl) ausdrücken; mm Auidmck britigan. 22) CesandtKbatt; Botxhalt. 13) Omonatiatlon. 24) Itdrmi«ch. iö) varuitwortlich Min. 28) Skopua-Üerg. lilr. 12) sich ßn»cli1ief!«n, 13) Sekretär. 14> Deklaritkni. 15) verhandeln. 15) erreichen. 17) Präsident. 18) Nachlaß, lfl) Zeitschriften. 20) lltntarlassen. :nnsp hupt. T I t nrytn »en^K-BURua >na"pnn n^R D^'a - nvnnonn nun 1t nryta .15 n jvai'xn •(35 b) n*an «nVal'1 hk nrB:n«a n'ai'xn miaion «na#Kaa B'xVa rri^n »jjiwn m»jna •TO^-ppi n'-n.T»n na^nn maaii-mrr '^raian ntjUan - aysnn nia »nnai nsna '"raarr 'nivmb «tstm ».Tfyj'in'^yBBa onirrn »npoy n« V>amV .(o/0 o/0 =) nn« 2s a *moam wtna "naoiD mxjKpa pVio-mm rnnsnn - nana «n-jlriBn nVwaan »*y Ktmwn-niBT» im •]Ka nnncj» .mKaxp-nin' nrjna njrawa 1t jiwn jitfnn "ji^sn ysm a^wva - Vr aiViplo m^1? njf iiinrna (i8«J) t^p n:s?a iVia atopfo -1 |na ") ]iK»n »ytsa »nonm finoi»«? (fViB) ojr nay pan-]a .*nipiay nha,, Vya ktbw «•■-^ys »ftj'jia 1^ ins'1 i&ypi 'pxi^D1? vnia ay im >ByoiDi *iia^n„a niana rnirT-a» B^V'wn snia*1? bj .b noann inipn-nwV .nsiTK-rtiit?1? aina npiay nyr i1? "mpi BOic .^nnoo nTiava yrmn is p miTia D"iw B'ainyai '»^ipn.a -"Tian^a anasa «innrni n»wV lay 1879 naca .n'jania muay .»naniy1? p-nrm nt?y^ <-B,*n"Dxn1,a 'Oö'Diyrrnn r'ynani n'Krnyn-nT.HDon nnH1? imK&yi VKUp Vy n*ina-iy taanni .■»nt,a "B'BBUBon B^nayn anBion 1) «tsufitiden. 2) Bucnn»-Alrc». S) JuhiHum. 4) Vertreter. 5) Zcntralrat. 6) Memorandum. 7) enthalten, D) cnerglicli. 0) netchflftlaiing; Teilnahme. 1D) Indnutrto. Ii) veröffentlichen. 12) Judenverfolgungen. 13) (Zeiluiigi-)| 1) iingraehaii; vornehm. 2) Stamm. 3) Ruf. 4) etwftl Ctnle. 5) Öe»elibc4ti<timer (Derlsoren) 6) ervverbaa. 7) Titel bekannter hcbr»iseh«r Zrit*chrilUra des rorl. gen JahrhnaderU. 6) elno der wichtig>t<m luliraUcbea Zcitichriften in der i. lUKte d*a »orkan .labrhunoVrrt«, 9) Radakteur. 10) weit vcrineigt; vWUeilig 11) popu. Wie ^e^talle Ich den Schabbat? Für Schabbat. 8. Mal Wochanabschn itte: „ B'har / B'chukotaj" (Iii. B. M. Kap. 25-27) Zum Wochenabschnitt Diese beiden Wochenabsehnitte enthalten wesentliche Grundsätze der jüdischen Sozialgesetzgebung. Insbesondere sind sie grundlegend für die BodenL'esctzgebuuK geworden; auf den hier vertretenen Prinzipien baut sich die Bodenpolitik des Kercn Kajemeth Lejisracl auf. Die Sclimitta-Qesetzgcbung ist von besonderer Aktualität, weil das nächste Jahr (5608) ein S"hinittajahr ist. Man lerne also das ganze Kapitel 25 gemeinsam und unterhalte sich über die Frage, ob und wieweit die Gesetze über das Schmittajahr unter den jetzt in Erez Israei herrschenden Umstünden halaehisch begründet sind. Allerdings handelt es sich hier um ein sehr diffiziles und umstrittenes h.ilachisehes Problem, das nur unter Leitung von Fachleuten behandelt werden kann. Die Verse Kap. 26, 42—Iii bringen die starke Verbundenheit von Volk und Land israei in klassischer Form zum Ausdruck. Dia Vorschriften Dbar „Zadaka" III NX'ei einem Armen Zedaka mit unfreundlichem Gesicht gibt, hat sein Verdienst verwirkt, sogar wenn er ihm 1(KX) Gulden gibt und das Verbot übertreten „nicht erbose sich dein Herz, wenn du ihm gibst". Vielmehr soll er ihm mit freundlichem Gesicht geben, soll mit ihm tiber sein Leid klagen und ihm tröstende Worte sagen. Es ist verboten, einen Armen, der um eine Gabe gebeten hat, leer weggehen zu lassen. Wenn du gar nichts hast, was du ihm geuen kannst, besänftige ihn mit Worten. Ls ist verboten, einen Armen zu schelten oder ihn laut ananfahren, weil sein Herz bedrückt ist. Man soll vielmehr wie ein Vater an ihm handeln. (Nach dem Kizzur Schulchan Aruclr) Die Entwicklung der Aggadah (XIII) Spate Mldrasch-Sammlungen Von den Midrasch-Sammlungen zu den fünf Megilloth wollen wir noch kurz auf folgende zu sprechen kommen: I. M i d r a s c h S c h i r h a - S e h i r i m R a b b a (Midrasch zum Hohen Lied), der auch häufig „Midrasch Chasitha" heißt. Er enthalt meist allegorische Auslegungen des Hohen Liedes, wobei oft die sinnliche Liebe des Buches in das Reich des Metaphysischen übertragen und auf die Beziehung zwischen Gott und der Gemeinde Israel umgedeutet wird, — 2. Der Midrasch zu Koheleth hat vieles altes Gut aufzuweisen. Reichhaltiges aggadisches Material, das im jerusalemitchen wie im babylonischen Talmud Aufnahme gefunden hat, liegt hier vor. 3. Zu vielfachen Auslegungen hat von jeher das Buch Fsther Anlaß gegeben. Wir wollen in diesem Zusammenhange die apokryphen Zusätze /um biblischen Buche wie den „Traum des Mordechai", die Edikte des Achcschwcrosch usw. erwähnen, claneben nochmals auf den Midrasch der Tannaim und Amoraim in Meg. 10 b bis 10 a hinweisen. Auch mehrere aggadische Targumim gehören hierher. Der Midrasch Rabba zu Esther enthält Auslegungen des Esther-Buches, die meist alten Datums sind. Neben den erwähnten enzyklopädischen Midraschlm zu den fünf Büchern Moses und den fünf Megilloth haben wir noch einige andere aggadische Kommentare zu den übrigen biblischen Büchern, wir erwähnen den Midrasch Jona zum Jona-Buche und den Midrasch Tehiilim zu den Psalmen, der wegen seiner Anfangsworto auch noch „Schochar Tow" genannt wird. Hierher gehört noch der Midrasch zum Buche „Sprüche Salomos", der aber mehr Kommentar als Midrasch ist. Beide scheinen in Palästina beheimatet zu sein. Im letzteren finden wir sogar Spuren einer Polemik gegen Islam und Karäertum. — Kurz sollen noch solche Midraschlm erwähnt werden, die Bezug auf einzelne Stellen der Bibel nehmen. So z.B. Midrasch Tadsche (wegen des Verses im I. B. M. I, 11), Midrasch Wajoscha (zu IL B. M. 14, 30—15), Midrasch Assereth ha-Dibroth (zu den zehn Geboten) usw. Daneben finden wir noch eine Art von aggadiSchcn P s e u d o g r a p h c n, a!so Bücher und Sammlungen, die irgendeinem Weisen der alten Zeit zugeschrieben werden. Hierher GLAS / PORZELLAN alfred achaeffer m. d. j, Q. Berlin, Ma .eratr, 68, an dar l eipnyar Str gehören z.B. die „Pirk ei de R. Elicscr" und „Tanna tl e b e Elijah u". Das ersten' Werk stellt das Wirken Gottes in der Schöpfung und die älteste Geschichte Israels dar und soll als seinen Urheber den bekannten Tannaitcn des ersten nachchristlichen Jahrhunderts R, Elieser b. Hyrkanos haben. Das Buch soll jedoch in Palästina erst im 9. Jahrhundert verfaßt worden sein, zumal es Spuren der islamischen Zeit deutlich verrät. Das zweite Werk spielt auf das mystische Kollegium (Schule) des Propheten Flijahu an, will also auf diese Schule zurückgehen. Es bezweckt in erster Linie, zum rechten Lebenswandel zu ermahnen, zur Zucht und Sittlichkeit zu erziehen. Neben Auslegungen von Oesetzesvorschrifteu hat dieses Buch zahlreiche Erzählungen aufzuweisen, in denen der Prophet Elijahu selbst auftritt. Für die Weitherzigkeit der Gesinnung des Verfassers ist folgender Ausspruch von außerordentlicher Bedeutung: „Ich rufe Himmel und Erde als Zeugen an, dafi, gleichviel ob jemand Nichtjude oder Jude, Mann oder Weib, Knecht oder Magd ist, je nach der Tat, die er tut, der heilige Geist auf ihm ruht." , J. M. Begünstigung bei Ratsentchande Nach § 2 des Blutschutzgesetzes ist der außereheliche Verkehr zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes verboten. Ein Verstoß gegen dieses Verbot der Rassenschande wird nach § 5 Abs. 2 dieses Gesetzes mir bei dem Manne bestraft; die Frau kann, soweit ihre Handlungsweise eine notwendige Teilnahme an diesem Verbrechen darstellt, nicht bestraft werden. „Damit ist aber", wie das Reichsgericht in einem in der „Deutschen Justiz" vom 30. April veröffentlichten Urfeil vom 8. Mär/ W37 ausführt, „die Orenze der Straflosigkeit gezogen," In dem entschiedenen Falle hatte, wie festgestellt worden war, die Frau in dem Verfahren gegen den Mann durch ihre Zeugenaussage die Bestrafung des Mannes vereiteln wollen. Das Reichsgericht spricht aus, daß „die Frau, die an dem Verbrechen gegen die §§ 2, 5 Abs. 2 Blutschutz g e s e t z beteiligt ist, sich der Begünstigung schuldig machtT wenn sie im Verfahren gegen den Mann wissentlich unwahr aussagt". Es liegt hierin eine selbständige Straftat, die außerhalb der erwähnten Grenze der Straflosigkeit liegt. Das Herren- und Knabenbekleidungshaus Kreutzberger in Qleiwitz ist in den Besitz der Firma Schimoniki übergegangen. Handelsbeziehungen Deutschland — Palästina Die Zeitschrift des Deutschen Grientvereiiis „Orienf- Nachrichten'' bringt in ihrer Nummer vom 28. April einen Aufsatz, über den Orienthandel des Deutschen Reiches 1(>36, in dem auch über P a I ä s t i n a eine Reihe von Angaben gemacht werden. Der reine Warenverkehr dedeutschen tinfuhr aus Palästina betrug im Jahre 1936 2,1 Millionen Reichsmark, während er im Jahre f<>35 5,1 Millionen Reichsmark betragen hatte. Die Höchstzahl war im Jahre 1934 mit 11,9 Millionen Reichsmark erreicht. Die deutsche Ausfuhr nach Palästina betrug im Jahre l'l'ifi im reinen Warenverkehr 18,1 Millionen Reichsmark gegeri \<ri% das ntit 21 Millionen Reichsmark den Höchststand gebracht hatte. Der Ausfuhrüberschuß Deutschlands nach Palästina betrug 19% demnach 16,3 Millionen Reichsmark; und erreichte damit das H jchstsnklo zugunsten Deutschlands. Der Anteil Palästinas an der deutschen Einfuhr in Prozent der deutschen Gesamteinfuhr betrug 1936 0,1 und verluderte sich damit gegen 1935 nicht. Der Höchststand war 1934 mit 0,3erreicht. Der Anteil Palästinas an der deutschen Ausfuhr in Prozent der deutschen Gesamt» ausfuhr betrug 1036 0,4während 1935 der Höchststand mit 0,5 f o erreicht wurde. An der Spitze der Einfuhrwaren stellen Südfrüchte mit 1,8 Millionen Reichsmark. Auf der Ausfuhrseitfl stehen Eisenhalbzeug und Eisenwaren au erster Stelle. Zum Beachäftlgungsverbot des Blütschutzgesetzes Die „Juristische W o c h e n s c h r i f t" vom 1. Mai veröffentlicht ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln (Strafsenat in Saarlatitcrn) vom 3. Dezember 1936, das die Frage nach dem Kreis der für Verstöße gegen das Beschäftigungsverbot des Blutschutzge«etzts strafrechtlich verantwortlichen Personen in ausführlichen rechtlichen Darlegungen prüft. Abgelehnt wird die Auffassung, daß die Auslegung des Begriffes „Beschäftigten" rein praktisch nach der tatsächlichen Seite dahin vorzunehmen ist, wer den entsprechenden Auftrag zur Arbeitsleistung in einem jüdischen Haushalt an die deufschstämmi'je Hausgehilfin erteilt hat. Das erwähnte Urteil bestimmt vielmehr den Begriff „Beschäftigen" nach rechtlichen Gesichtspunkten und nimmt die strafrechtliche Verantwortlichkeit bei derjenigen Person an, die im rechtlichen Sinne die Einstellung der Hausgehilfin vorgenommen, mit ihr also den Arbeitsvertrag getätigt hat, Die Folge ist, daß lediglich der Haushaltungs« vorstand verantwortlich Ist und neben ihm ein strafbare» Handeln einer anderen Person als Mittäter rechtlich nicht möglich ist. Da» Gerieht bemerkt zum Schlüsse, daß es denkbar ist, daß die Ehefrau den Haushaltungsvorstand zu dem von ihm begangenen Vergehen gegen das Blutschutzgesetz anstiftet und sich dadurch strafbar macht oder dafi sie in der Form von Beihilfe an der von ihm begangenen Verfehlung beteiligt ist und der Bestrafung als Gehilfin unterliegt. Im Gegensatz zu diesen Ergebnissen tritt Erster Staatsanwalt Dr. v. S c h r o e t c r, Berlin, In einer Anmerkung zu dieser Entscheidung dafür ein, die Ehefrau neben dem Haushalt ungs vorstand als Mittat er in zu be« strafen, und bemerkt in diesem Zusammenhange: „Die In dem obigen Urteil iiiugc*r>ro<'lM.-nc Befürchtung, 'daß 3ef Rrr-U der fVr-ouen, die der lifstriilung unlriliegen können, bei ein«r «liehen aturlehncndcn Oe-cfzesmuIcKUiiR nicht kick erkennbar sei Und über Gebühr ausgedehnt werden könne, vermag ich im Hinblick auf den gebotenen tatkrähiRcn Scmiu der deuUchen Ra^c und d« dfuttchen Ehre nicht su teilen."

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