Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 34 (30.4.1937)
- Date
- 1937-04-30
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife IQ JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 34 30. IV. 1937 THEATER UND MUSIK Wirtschafts - Nachrichten Dank ikm reichlichen Regeuiall in der letzten Zeit, der insbesondere dem Winterweizen zugute gekommen ist, wird in Palästina eine h e s o »de rs r e i c Ii e E rnte an Weizen, tiefte und anderem Brotgetreide erwartet. Es dürfte die größte Ernte seit bieben Jahren werden. Unter dem Vorsitz von Dr. Arthur Ruppin wurde in Jerusalem die (ietieralversaniniliing der Paiestine Land Development Comp, abgehalten. Nach Entgegennahme des Jahresberichtes wurde die Ausschüttung einer Dividende von 8 Prozent für gewöhnliche Aktien und einer solchen von 6i,j Prozent für Vorzugsaktien beschlossen. Die A n b a u f 1 ä che für G e m ü s e, die Ende 1935 in den Arbeitersiedlungen Galiläas, des Jordantals und des fimek Jesreel 'J(KK) Dunaui betrug, ist im Januar 1937 aut («XX) Dunam vergröbert worden. Der Tozereth-Haarez-Verbaiid gibt bekannt, daß 83 o;» der gegenwartig in Tel-Awiw im Bau befindlichen Häuser unter Benutzung einheimischer Materialien errichtet weiden. Die syrischen Finanzkreise haben sich gegen den vor kurzem aufgetauchten Plan ausgesprochen, eine arabische Z e in e n t f a b r i k in Palastina zu gründen. Die Papierpreise sind in Palastina sehr beträchtlich gestiegen. Nach vorliegenden Ziffern soll diese Steigerung etwa SO!'<> gegenüber der Mitte des vergangenen Jahres betragen. Die arabische Presse Palästinas hat daraufhin ihren Umfang bereits seit einiger Zeit von acht aut vier Seiten täglich herabgesetzt. Die diesjährigen Absolventen der Mittelschulen in Palastina haben l>c»cblo*«en, ein Jahr als Arbeiter in den landwirtschaftlichen Siedlungen zuzubringen. Die Schüler der oberen Klassen werden in den Ferien auf dem Lande arbeiten. Die jüdi-chc Autubus-Knoperrithc ..Egged* hat einen Passariei diem-t zw ischcit Td-Atviw und dem Flughafen von l.vdda i.ngerichtc!.!*s verkehren in jeder Richtung täglich Mi ben Personenauto-. Im Jahre lO'ifi wurden in Palästina 3189 Kraftfahrzeuge neu zu.'« hiv-eii. diruntcr \2«f> Privatwagen, 107 zum öffentluhm Verkehr bestimmte Kralttahrzeuge, 119 Omnibusse, ÜU7 (iese!i ittswagen te;d W£ Motorräder. Mit dem Bau für das neue Gebäude der Jerusalemer Niederlassung (jvr ,,\ n g I o - l'a I c s t i B e Bank ist begonnen wonien. Im Madtrat von Tel - Awhv gab Bürgermeister Israel Rokach bekannt, dali die Palastmaregierung 25 000 Pfund zur Durchführung öffentlicher Arbeiten in Tel-Awiw bewilligt hat. In der letzten Woche ist im palästinensischen Amtsblatt die Einidhrimg sm\ 40 neuen Schutzmarken bekanntgegeben worden. Davon entfallen IS aut die Frzcugnisse von 10 palästinensischen Firmen. Die übrigen Scluitzmarkcn wurden für ausiand.s,hc Produkte; angemeldet. Stahlbau in Palästina Im Laufe der letzten Jalire hat der Eisen- oder Stalilb a u, der in Furopa und Amerika allgemein bekannt ist, auch in Palastina eine zunehmende Verbreitung gefunden. Während der Tourist, der das Land vor Jahren bereiste, größere Eisenhallen nur in dem Werke von Ruthenberg saii, sieht er heute an verschiedenen Stellen des Landes Stahlskelette und Stahlkonstruktionen für Fabriken, Arbeitshallen und sogar Wohn- und Geschäftshäuser. Diese Entwicklung von der landesüblichen Bauweise in Beton und Stein zum modernen Konstruktionsbau ist im Laufe der vergangenen Jahre eingehend zu verfolgen. Die Zeit des Prospcritv-Baues ist heute abgeschlossen, und Architekt und Ingenieure sind gezwungen, in gemeinsamer Arbeit beste und wirtschaftlichste Konstruktioiisfornicn zu finden. Bei solchen Untersuchungen ist mau da/ti ge!.<>mmeii, für eine Reihe von Arbeiten den Stahlbau in Anwendung zu bringen. Der erste Schritt zur Min fuhrung des Stahlbaues ist bei Industriebauten erfolgt. Neben dem schon erwähnten neuen Kraftwerk von Ruthcnberg wurden größere Fabriken im Jahre 10 i! i) in Stahl aus;: eiwht t. Hierbei bewiesen die noch jungen Fisen-Konstruktioiiswcrkstätten des Landes beachtliche Leistungen. Im vergangenen Jahre wurden für die Or an gen wirtschal i souev \,,n R. .;icr:ing--iitc, als auch von privater Seite n.ae gl .'eie V e r 1 .; d e a n! a g e n errichtet, ehe ausschlieüikIi in Stahl hergestellt worden sind. Diese Stahlkonst Miktion eimög'icht sein' ivele Spannweiten und damit bequeme .\i:snutz\m::smogli'di\eiten in breitem Räume. Die in;; ~!e Fittw'. klitng aut dem Gebiet des Eisenbaues ist das Fittdrii!„en dieser Konstruktion in das Gebiet des W o Ii n tt n g s - und des e!i a f t s / w e c k b a u e s. An der von Haifa kommenden I .-imlstraße, unmittelbar neben dem Bahnhof, ragt eine eindruck-volh- Stahlkon^truktinn auf. Sie ist das Skelett i iio s in der Ausführung begriffenen modernen Büroh.tuses, genannt H e t Ii 11 a d a r. Ferner ist auch der Neubau des lel-Awiwcr Geschäftshauses ,,L o u v r e" in StahlkoiKtruktion durchgr-.ihrt worden. Daniber hmnus fnulei der Stahlbau auch bei Woh tili ä u s v r n /uuelieit mle Vmv endung. (B-ohler - Stahlskelett - Masshbamvei-e.) Grundriftn.tliig und in der Ausbildung bieten diese Bdhlerh niser dem Architekten kaum Schwierigkeiten. Das hervorstechende .Merkmal in der Ausführung besteht darin, daß die Trägkonstniktem der Wände aus einem in bestimmte Felder aufgeteilten Stahlgerippe gebildet ward, das mit Bimssteinen und -platten, ei nein gerade gegen Temperaturunterschiede hoehis.liierendem Material, ausgefüllt wird. Die Verwendung des Stahlskelettes lälit relativ kleine Konstruktionsabmessungen der Außen- und Zwischenwände sowie der Decken zu und ermöglicht dadurch eine nennenswerte Raumersparnis. Bei den enormen Preisen von Grund und Boden spielt aber gerade eine solche Raumersparnis eine erhebliche Rolle. Es kann nicht Aufgabe dieses Berichtes sein zu untersuchen, in welchen l allen Stahlbau und in welchen Fällen Eisenbetonbau gewählt werden soll. Es ist Aufgabe des Architekten und Ingenieurs, die Wirtschaftlichkeit jeder Bauweise 2U prüfen und im Anschluß daran die Konstruktionsform zu wählen. Dipl.-big. F. Heine m a n n, Tel-Awäw Konzert des Palästina-Orchesters Die Aufführung der ersten Maliler-Sintonie war die erste große, klare und überzeugend« dirigentische Leistung Hans W. S t e i n b e r g s. Man war bewundernd mitgerissen. Es ist keine Kleinigkeit, mit einein Orchester, dem die für Mahler wahrhaftig unumgängliche Wucht der Streicher und Holzbläser (besonders für den Finalsatz) noch bei weitem fehlt, das bei aller hohen Qualität der Einzelleistungen doch als Ganzes noch unglaublich labil ist, eine immerhin nicht unkomplizierte Partitur mit soviel Plastik, Leuchtkraft, Exaktheit, Größe und Ueberzeugungsfähigkcit hinzustellen. Starnberg hat die Sinfonie auswendig dirigiert — auch das sei nicht unterschätzt. Gewiß melden sich auch Einwände: manches wirkte zu schwer und trostlos, z. B. an Stellen, wo Mahler immer noch mit einer wienerischen Bcschwingthcitdie letzte Tragik überwölbt, im letzten Satz: wurde das Fanalartige zuungunsten der chaotischen Gegenkräfte etwas zu eindeutig herausmoduliert — überhaupt wurde das Ganze durch extreme Herausarbeitting der volksliedarligen Thematik dem Hörer vielleicht etwas zu schmackhaft gemacht — immerhin bleibt eine ganz großzügige und eminent eindrucksvolle Gestaltung. Der ungewöhnliche Publikuniserfolg hat bewiesen, daß es nicht zu früh war, dieses Werk herauszubringen. Man könnte nach diesem „Experiment" beruhigt daran gehen, hier das Gesamtschaffen des genialen Sinfonikers Gustav Mahler, vom „Klagenden Lied" bis zum „Lied von der Erde" — von der ersten bis zur neunten Sinfonie —, aufzuführen. Was das Verständnis und die Vorbereitung der Hörer anbelangt, so sind die Radiovorträge und Zeitungsaufsätze wohl kaum ausreichend gewesen. Im Radio wurden die „Gcsellenücder" in der englischen und hebräischen Stunde mit Hinweisen auf ihre thematischen Zusammenhänge mit der Sinfonie von Karl Salomon vorgesungen. Das war sicher ein gutes Mittel, um den Hörer mit dem melodischen Stoff in Kontakt zu bringen. Es ist aber ein Irrtum, anzunehmen, daß die Kenntnis der verwendeten volkstümlichen Melodien das Verständnis der Hintergründe Mahlerscher Sinfonik wesentlich fördern hilft: der tnclodiscli-emotionclle Stoff ist für Mahler — und hierin liegt ja gerade das Revolutionäre bei ihm — nur dynamischer Motor für die sinfonische Konstruktion. Die autlere viclbcjubelte Attraktion des Abends war Sabine Kalter, Bewahret in einer (Jpernges angstt aditiou grollen Stils, wie sie heute nur noch selten zu finden ist. Iran Kalter ist Besitzerin einer durchkultiviertcn, hochdramatischen, besonders in der Höhe exzeptionell kräftigen Altstimme. Als langerfahrene Operndarslcüerin gestaltete sie die beiden Opernarien Beethovens und Verdis mit großem Temperament und echt dramatischer Leidenschaft. Den Beginn des Konzertes bildete Webers „Euryanthe"- Ouvertüre. Alice Jacob-Loewenson * Das Paläsfina-Symphonte-Orchester gab in Beiruth ein Konzert, das außerordentlich erfolgreich war. Der Oberkomtnissar für Syrien, Graf de Martel, sowie führende Regierungsbeamte waren anwesend. Habimah-Premiere: Benjamin III. T c 1 - A w i w, im April 1937 Vor etwa einem halben Jahr (s. „J. R." Nr. 67) brachte „Ohel", anläßlich des ICH). Geburtstages von Mendele Mocher Sfarim, den „Benjamin" heraus. Das Stück befindet sich also jetzt auf dem Spielplan sowohl der „Habimah" wde des ,.Ohel". Ohne untersuchen zu wollen, ob man hier oder dort sich früher zu dieser Aufführung entschloß und ohne die beiden Inszenierungen gegeneinander abzuwägen, die selbstverständlich — schon durch andere Regie und Stoff bearbeitung — unterschiedlich sind, scheint uns hier ein eklatanter und nicht gerade erfreulicher Beweis geliefert, wie abträglich dem hiesigen Theaterleben das Nebeneinander- (oder vielleicht gar Gegeneinander-) Arbeiten der Bahnen ist. Das Buhnen-Manuskript von Reuben Groß mann empfängt seinen charakteristischen Zug durch die Verwendung der Figur Mendeles, der — wie es auch in der Inszenierung Grauowskis der Fall war — mit seinem Biirherwägelchen und seinem klugen Pferd durch das Stück zieht. Dadurch ist von vornherein die Atmosphäre des Legendären geschaffen, rlie durch ein an den Anfang gesetztes nächtliches Traumbild verstärkt wird, in welchem wir den von der Reise nach Erez Israel phantasierenden Benjamin belauschen. Leider hat Großmann diese Linie nicht ganz konsequent durchgehalten, da ein Von der Woche In S a f e d ist eine Anzahl von arabischen Häusern an der Grenze zwischen dem jüdischen und dem arabischen Viertel vom Militär aus Sicherheitsgründen (ähnlich wie s. Z. in Jaffa) zerstört worden. Der Streik der arabischen Kaufleute in Safed gegen die ihnen auferlegte Kollektivstrafe von £ 150 dauerte den ganzen Tag. Zum Schluß erklärten sie sieh jetloch bereit, einen Teil des Betrages zu entrichten und den Streik abzubrechen. In der Nähe von Afuleh wurden nachts von Arabern Schusse abgefeuert, jüdische Hilfspolizisten erwiderten das Feuer und vertrieben die Araber, die zwei mit Gerste bcladene' Maultiere zurückließen. Die bald darauf eingetroffene Polizei entdeckte eine weitere Anzahl von Säcken mit Gerste, welche in Kfar Jeladim gestohlen worden war. Der High Com missioner hat die über den jugendlichen Schlomo Berger aus Tel-Awiw wegen illegalen Waffentragens verhängte Strafe von 5 Jahren Gefängnis in eine einjährige Gefängnisstrafe umgewandelt. Die bei einem von der Jüdischen Gemeinde Beiruth veranstalteten Empfang abgegebene Sympathieerklärung mit den jüdischen Bestrebungen in Palästina hat dem Maroanaloger Schluß — Benjamins Erwachen — fehlt. Die Konzentricrthcit der Bearbeitung ist jedoch wertvoll, wenn wir auch einige typische Bilder — etwa die Szene in der „Mikweh" — vermissen. Die Habimah-Schattspieler befinden sich hier in ihrem Element, weshalb sie wohl auch mit begreiflicher — wenn auch nicht durchaus zu billigender — Vorliebe sich erneut einem ostjüdischen ühettostoff zuwandten. Man spürt — auch an der Reaktion des Parketts — ein leises Paktieren der Schauspieler untereinander und mit dem Zuschauer: „Wir sprechen zwar hebräisch, aber ihr hört es doch jiddisch?" Man hört es jiddisch. Damit ist alles gesagt, was für und gegen die Aufführung geltend gemacht werden kann. Benjamin ist T s c Ii e m e r i n s k i, der auch — gemeinsam mit seinem Kollegen B a r a 1z — die Regie führt. Die Gestaltung seiner Rolle ist insofern neuartig, als er es weniger darauf anlegt, den liebenswerten, gutmütigen und beschränkten Don Quichote zu zeigen, als vielmehr einen von Literatur fanatisierten, von Reisefieber gepackten, hageren Zeloten, der glaubt, die Erlösung fiir sich und sein Volk herbeizwingen zu können. Als Gegenstück zu dieser etwas allzu „dramatischen" Figur findet Bertonoft als treuer Reisebegleiter Senderl deckenden, oft rührenden'Ausdruck für naive Gläubigkeit, fatalistische Ergebenheit in sein Geschick, das ihm, sei es vom Höchsten oder von der bösen Ehefrau, zugedacht ist. Regictnäßig sehr gelungen ist eine, von der Haupthandlung ganz unabhängige, Bettlerszene mit den Schauspielern Avital, Kutai, Bar atz und Frau Schein. Die Figur des Mendele liegt bei Gn essin in guten Händen, Klatzkin steckt in der — zwar guten, aber sicher sehr beißen — Haut des klugen „Reh' Pfcrdele" und holt sich mit stummer Ausdrucksfähigkeit einen besonderen Erfolg. In kleinen Episodenrollen waren teilweise Mitglieder des Ensembles tätig, denen sonst Hauptrollen anvertraut sind. Wesentlich trägt zum Frfolg des Ganzen das geschmackvolle Bühnenbild des Malers Rubi n bei, der mit fahrenden Kulissen bei offener Bühne für schnellen Szenenwechsel sorgt. Am Schluß des Stückes projeziert er den Schatten des unermüdlich weiter wandernden Benjamin — Sinnbild des Ahasvcr — aut den Bühnenhintergrund. Die unaufdringliche untermalende Musik — bei Verwendung traditioneller Nigunim — stammt von Fordhaus ben Zisi. * Dem Andenken des kürzlich verstorbenen Regisseurs Granowski widmete „Habimah" eine Aufführung von „Uriel Acosta". Herr K1 i n o w, Redakteur des „Haarez", hielt die Gedenkrede. Die Einstudierung des Stückes erfolgte durch Granowski anläßlich eines Gastspiels in Deutschland, das „Habimah" im Jahre 1930 absolvierte. Die Premiere fand im Berliner „Theater am Nollendorfplatz." statt. Unbeschadet einiger prinzipieller Einwände gegen die Auffassung des Regisseurs, wird auch hier wieder die große und originelle Gestaltungskraft Granowskis spürbar, die er am deutlichsten in den unvergeßlichen Inszenierungen bewies, die er mit seinem Ensemble jiddischer Schauspieler zeigte. Manfred Gei» „Matate" Im palästinensischen Rundfunk. Zum erstenmal stellte der Jerusalemer Sender einer Bühne eine ganze Stunde zur Verfügung. Die Radio-Revue des „Matate" trägt den Titel: „In Tel-Awiw" und erweist sich als eine geschickte Zusammenstellung von Szenen, Dialogen und Songs, die Tel-Awiw zum Thema haben, aneinander gefügt durch,, kurze Conference. Dabei handelt es sich nicht um Neu- Schöpfungen, sondern um Auszüge aus einer Reihe der letzten „Matate"-Aufführungen, die an dieser Stelle besprochen wurden. Das Rundfunk-Studio-Ensemble unter Leitung von Philip Schart unterstützte vorteilhaft den musikalischen Teil. Die Matate-Künstler erwiesen sich auch dieser für sie neuartigen Aufgabe gut gewachsen und dürften beim hebräischen Publikum, das mit heiterer Radio-Unterhaltung im allgemeinen nicht sehr verwöhnt wird, viel Anklang gefunden haben. Gelegentlich nur, etwa in der Hafen-Szene, vermißte man dadurch, daß zu viele Darsteller auf einmal sprachen, die klare Gliederung, die das Mikrophon verlangt. M. G. Die Palästina-Kammeroper (künstlerische Leitung: Benno Frankel) bereitet als nächste Neuinszenierung „Bastien und Basticntie", von Mozart, und „Verlobung bei der Laterne", von Offenbach, in der hebräischen Uebersetzung von Trochae vor. Regie: Benno Fränkel. Musikalische Leitung: Adolf Daus. Bühnenbild: Anatol Gurewitsch. Mitwirkende: Lotte Lauffer, Hedy Schack, Nadja Lipowskaja, Sigfried Gärtner, Markus Schulsinger. nitischen Bischof scharfe Angriffe seitens der arabischen Presse eingebracht. Die Wahlen zum Rat von Rcchowoth hatten folgendes Ergebnis: Verband der Landwirte 5 Vertreter, Arbeiterpartei -I, Progressive 1, „Einwohner-Gruppe" 1. 1500 Stimmen wurden abgegeben. Rabbi Meir Berlin begab sich aus Jerusalem im Flugzeug nach Südafrika, wo er die Aktion des KKL leiten wird. Rabbi Solomon Goldman (Chikago) ist ebenfalls nach Südafrika abgereist, um an der Aktion teilzunehmen. Die Mitglieder des A.-C. traten Mittwoch unter Führung von Dr. ,R tipp in die Reise nach den neuen Siedlungspunkten im Bejsan- und Jordantal-Gebiet an. In Anwesenheit sämtlicher Mitglieder des Aktions-Comite» und der Exekutive, sowie zahlreicher Freunde . wurde der Grabstein auf Leo M o t z k i n s Grab am Oelberge eingeweiht. Ussischkin und Ben Gurion hielten kurze Ansprachen, Rev. J. K. Goldb'.oom sprach das El Mole Rachamim. Der Sohn Motzkins betete den Kadisch. Barmlrwah-Termln: Am 29. Mai (10. Siwan): Schmuel Mayer, Sohn von Dr. Fritz Mayer, Tel-Awiw, liait Joiefs.tr. 25. (Schluß des Palästinatells) Schlösselfertig in Palöstlm errichtet —• Relchsmarkzahlung für ca. 50% der Baukosten in Deutschland (ohne Anrechnung auf Vorzeigegeld) — Hypothekenbeschaffung für Restbaukosten in Palästina — Auskunft und Prospekt P 1 über BOHLER - STAHLSKELETT - MASSIVHÄUSER durch EXPORT BAU. UND HANDELS-GESELLSCHAFT, BERLIN W50 oder Paiestine Buildi"n Syndicate, Ltd., Tel-Aviv, Rechov Lilienblum 30 BAU- UND HANDELS-GESELLSCHAFT M. B.H. Berlin W SO, Tauend ensir. 12 a 24 3611