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Jüdische Rundschau · 1937-04-23 · Heft 32 (23.4.1937) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 32 (23.4.1937)
Date
1937-04-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 32. 23. IV. 1937 JODISCHE RUNDSCHAU Seite 3 Krise des Panarabismus Die Gegenkräfte Von einem Mitarbeiter Noch ist der Bericht der Royal Commission nicht bekannt. Die verschiedenen Mitteilungen in der Presse müssen mit großer Vorsicht aufgenommen werden. Immerhin scheint die Wahrscheinlichkeit zu bestehen, dali wirklich radikale Vorschlage von der Royal Commission der britischen Regierung in Vorschlag gebracht werden sollen. Diese — nennen wir es mit der gebotenen Vorsicht — Tatsache ist besonders hervorzuheben. Einerseits bedeuten solche Vorschläge in gewissem Malie eine offizielle Anerkennung des heutigen Status in Palästina, nämlich, dali das Land aufgehört hat, ein arabisches Land zu sein, andererseits ist ein solcher Vorschlag, wenn wir einmal davon absehen, wie er vom jüdischen Standpunkt zu beurteilen ist, zweifellos ein herber Schlag für die arabischen Aspirationen. , Wie ist es nun möglich, daß von englischer Seite, und sei es nur von einer angeblich überparteilichen Untcrsuchtingsinstanz, ein derartiger Affront gegenüber der arabischen öffentlichen Meinung gewagt wird? Noch vor Jahresfrist konnte man es in Palästina und in London bis zum Ucberdruß hören, daß die britische Regierung allen Anlaß habe, mit der arabischen Nationalbewegung im Vorderen Orient außerordentlich vorsichtig vorzugehen. Es wurde darauf hingewiesen, daß die arabische Nationalbewegiing einen der stärksten politischen Faktoren im Vorderen Orient darstellt, daß die arabische Unabhängigkeits- und Föderationsbewegung eine äußerst respektable Macht sei und daß diese Tendenzen noch dadurch an Gewicht und Bedeutung gewinnen, dali sie im Bunde mit dem Panislamismus stehen. Praktisch gesprochen, man sagte: man muß den Mufti von Jerusalem vorsichtig behandeln, denn sonst regen sich nicht nur Emir Abdullah in Transjordanien, König Ihn Saud in Saudia, König Gazi in Bagdad, die arabischen Nationalisten in Damaskus, die lstaklalleute in Kairo, sondern auch die Mohammedaner in Indien auf. Und auf einmal soll das alles nicht mehr zu Recht bestehen, und die Aufregung der erwähnten Könige aus dem Morgenland und muselmanischen Faktoren wiegt gar nicht mehr so schwer, so dali man wagen kann, einen Teilungsvorschlag bezüglich Palästinas zu machen und zumindest den für die Juden abgetrennten Teil, menschlicher Voraussicht nach für immer, der angestrebten arabischen Föderation zu entreißen? Was ist in der Zwischenzeit geschehen? Es ist bekannt, dali die panarabische Bewegung eng verbunden ist mit drei britischen Namen: Oberst Lawrence, Gertrude Bell und Philbv. Lawrence war ein Anhänger der Hegemonie der Haschimiden, repräsentiert durch König Feisal, beziehungsweise durch seine Nachfolger auf dem irakischen Throne; Ocrtrude Bell unterstützte diesen Plan; Philbv war gleichfalls für die panarabische Föderation, aber unter der Hegemonie von Ibn Saud. In den maßgebenden englischen Regierungskreisen neigte man der Lavvrenccschen Auffassung ZU. Beweis dafür die Haltung des ehemaligen Kolonialministcrs Winston Churchill, der Transjordanien vom Westjordanland löste und den Bruder Feisals, Emir Abdullah, zum Emir in Amman machte. Lawrence ist tot, die verstorbene Miß Bell wurde durch die Errichtung eines Denkmals in Bagdad von den Irakesen geehrt, und Philbv hat den Turban genommen, heißt jetzt Abdullah und betätigt sich einerseits als außenpolitischer Ratgeber Ibn Sauds, andererseits als Agent einer großen britischen Automobilfirma, für welche er in der letzten Zeit an Ibn Saud sehr viel Automobile verkauft hat. Seine Chancen, den Wahabiten Ibn Saud, das heißt den museluianisch Orthodoxen strengster Observanz, zum Führer der kommenden panarabisehen Föderation zu machen, waren nie groß. Denn obwohl Ibn Saud Herr von Mekka und Medina ist, hat er katun, und darum geht zum großen Teil der Streit, jemals die Chance, auch wenn er Oberherr einer panarabischen Föderation werden sollte, als Kalif aller Gläubigen anerkannt zu werden. Der überwiegende Teil der Muselmanen ist nämlich sunnitisch; die an Zahl nächststarke Richtung sind die Schiiten. Dann folgen in weitem Abstand Schefcliten, Wahabiten und andere. Der Mufti von Jerusalem ist Sunnite; Abdul Hamid, der letzte Kalif, war gleichfalls Sunnite. Man vertritt in arabisch-muselmanischen Kreisen oft die Ansicht, daß einer der Beweggründe für die radikale Unabhängigkeitsbestrebung des Mufti von Jerusalem sein Traum ist, auf dem Wege über die Präsidentschaft eines selbständig arabischen Palästinas allmählich bis zum Range des Kalifen aller Gläubigen emporzusteigen. Der italienischäthiopische Krieg bedeutet einen ungeheuren Aufschwung der Unabhängigkeitsbewegungen im Vorderen Orient und der panarabisehen Bestrebungen. Die Aegypter zwangen die Engländer zu einer Neuordnung der englisch-ägyptischen Beziehungen. Die syrischen Araber erreichten durch Aufstände und Generalstreik bei Frankreich die Entlassung aus dem Mandatsverhältnis. Die palästinensischen Araber hinkten mit ihrer Revolte nach und brachten über Palästina viele Monate der schwersten Unruhen. Alle diese Bewegungen sind während des abessinischen Krieges J\U-J* if^i ALLIGATOR^' dos sind gute Lederwaren UNSERE VE RKAUFSG ESC HAFTE: Essen, Am Hnuptrjnlinhof 10 Bochum, Kortumstraße 67 Frankfurt.M., Roßmirkt 15 Zentrale: Offenbach a. M. Berlin, Tauentzienstraöe 16 Hamburg, |unjrfprnstiey 45 Köln a. Rh,, Hohe StraCe 115 Essen, Limberkerstraße 10 Wuppertal-Elberfeld, Herzosrrtraße 36 von Italien zweifellos gern gesehen worden. Italien hat, für viele überraschend schnell, in Abessinien einen vollen Erfolg errungen, und plötzlich wurden die Aegypter loyale Anhänger des Bündnisses mit England. Ein zweiter, noch wichtigerer Faktor trat in den letzten Monaten auf die politische Bühne des Vorderen Orients: die überraschend schnell reorganisierte und konsolidierte neue Türkei. Der erste Streich Atatürks war die Forderung nach unumschränkter Herrschcrgcwalt in den Dardanellen. Man mußte angesichts der weltpolitischen Lage seine Forderung akzeptieren. Der zweite Streich aber war das Verlangen, im Sandschak Alexandrette, in Nordsyrien die im Friedensvertrag von Lausanne versprochene Autonomie durchzuführen. Diese Autonomie kann ein vorbereitender Schritt zu einer nachträglichen Okkupation dieses Gebietes durch die Türkei sein. Auch diese Forderung Atatürks ist durchgedrungen. Womit sinnfällig der Beweis erbracht ist, was man sich auch schon früher hätte sagen können, daß die Türkei gegenwärtig die stärkste Macht im Vorderen Orient ist. Ohne sie und gegen sie kann im Vorderen Orient nichts mehr geschehen, es sei denn, England oder Frankreich oder beide zusammen wären bereit, den 5O0 000 Soldaten Atatürks eine Expedition sarmee von gleicher Stärke entgegenzustellen. Frankreich und England wählten einen anderen Weg: sie bemühen sich, Atatürks Freundschaft zu gewinnen und zu bewahren. Dies ist der Grund, warum Frankreich im Streite Alexandrette nachgegeben hat und warum England DiemtRryemäm [MM^ TvissbekUidm^ zu haben in den guten Fachgeschäften gegenwärtig für Atatürk große Hüttenwerke baut und ihm eine beträchtliche Anleihe versprochen hat. Nun ist aber Atatürk aus begreiflichen Gründen ein prinzipieller Gegner einer panarabischen Föderation. Er hat nichts gegen kleinere musclmanischc Staaten, arabische und nichtarabische, wenn er mit ihnen im Bunde deren Führer sein kann. Hingegen vermag er nicht im Süden der Türkei das Entstehen eines großen Staatengebildes, wie einer panarabisehen Föderation, zu dulden. Außerdem hat er wahrscheinlich noch geheime Absichten, Greiizberiehtigtmgen zugunsten der Türkei in einer gegebenen Zeit vorzunehmen. Vermutlich handelt es sich in erster Linie um das Rohölgebiet von Mossul, denn es ist klar, daß sich Atatürk nicht mit der mageren Suppe Alexandrette begnügen, sondern Mossul verlangen wird. Natürlich äußert die Türkei, solange sie mit England befreundet ist, diesen Wunsch nicht vorzeitig. Vermutlich ist es England auch lieber, das Gebiet von Mossul Aus der Haftarah für Sdiabbat, den 24. April An Jenem Tag erstelle Ich Dawids zerfallende Hölle wieder, Ich verzfiune ihre Risse, Ihre Trümmer stell Icn wieder her, ich baue sie wie in den Tagen der Vorzeit. Arnos, 9, 11. Verdeutscht von Martin Buber unter der Oberhoheit des von ihm abhängigen schwachen Irak als der starken Türkei zu wissen. Eines ist sicher: der Irak weiß, daß der Besitz von Mossul nur ein Gnadengeschenk Englands ist. Und mit den Einkünften aus dem Mossulgebiet steht und fällt die reale Macht des irakischen Staates. Daher die jetzt peinlichst betonte Loyalität der irakischen Regierung gegenüber dein britischen Empire. Darum auch die letzten Maßnahmen der irakischen Regierung gegen die terroristischen Elemente aus Palästina, die in Irak eine Zuflucht gesucht haben. Die s\Tischen Araber haben jetzt ein eigenes nationales Ziel: den Sandschak Alexandrette; die Irakesen werden von der Angst um Mossul und von England im Zaume gehalten. Ibn Saud bezieht seine Einkünfte ans dem Pilgerstrom, der nach Mekka und Medina fließt. Eine Störung der Verkehrswege, Unruhen im Vorderen Orient, ein enges Bündnis mit dem sunnitischen Mufti in Jerusalem ist gegen die Interessen von Ihn Saud. Die Türkei ist e b e n s o w i c F r a n k r r i c h g e g c n eine p a n a r a b i s c Ii e F ö d e i a t i o n. I rankreich hat dies mehrmals bewiesen. Die Vertreibung Feisals aus Damaskus, der nach Kriegsende von l.awrcmv in dte-.e Stadt im Triumphe geführt wurde, ist unvergessen. Die Somb-rsteilung des christlichen Libanon innerhalb Sy rien» i»t eh Bew eis ni' hr Sur diese französische Tendenz. Nun ist Swien der reichste und fruchtbarste Teil der arabischen < iebiete im Vorderen Orient. Ohne es wäre eine panarabische Föderation wirtschafthi h und politisch nicht vu/l wert. Ohne die syrische und palästinensische Meeresküste hatte eine solche Föderation keinen Ausweg in die große Welt, Das Neue an der gegenwärtigen politischen Konfiguration im Vorderen Orient ist der stillschweigende Beitritt Englands zur türUo-französischcn, gegen eine panarabische Föderation gerichtete Front. Daraus folgt, daß für das britische Empire als realer Machtfaktor nicht mehr die Gesamtheit der arabischen I. ander, sondern nur einzelne arabische Staaten gegenüberstehen. Der Mufti von Jerusalem ist nicht mehr, wie er stets behauptete, Sprachrohr und mit aller Kraft von sämtlichen Arabern unterstützter Exponent der kommenden arabischen Föderation, sondern der bereits in gewissem Maße isolierte Führer eines, wenn auch bedeutenden Teiles, der palästinensischen Araber. Diese Neu- Orientierung muß sich in der Zukunft in allen politischen Ent- Scheidungen des Vorderen Orients, also auch hinsichtlich der britischen Politik in bezug auf das Jüdische Nationalheim auswirken. Der neue Bürgermeister von Bombay Wie bereits gemeldet, wurde ein Jude, Dr. E. Moses, zum Bürgermeister von Bombay (Britisch-Indien) gewählt. Der neue Bürgermeister, ein Arzt, war lange Zeit Vorsitzender des Komitees für öffentliches Gesundheitswesen. Er gehört zu der Gruppe der „Bne Jisrael" - Juden, über die unser Mitarbeiter Klötzel in seinen indischen Reisebrieten berichtet hat („J.R." Nr. 27 2S, 1036). Es ist eine eigentümliche Gruppe vetn ^schwarzen'' Juden (eigentlich brauner Hautfarbe), die ihre Herkunft von einem der zehn verlorenen Stämme ableiten. In Bombay leben etwa 20 000 Bne-Jisrael und , irt „ -4&ft 5000 andere Juden, die aus / / Bagdad eingewandert sind A ^*8|hBf k und deren bekannteste die ^^Bl 4 \ Familie Sassoon ist. Die Bne- ^^VV,, JFStL v^l^LiW J'srac' sind völlig an die ^H^K ''""^Sr '^^^fe indische Bevölkerung assiiHIB IM miliert, sprechen die einl^lH f*\ heimischen indischen Sprai^HL^B * Htm l eben und gehen — narnent- Aui ,,n.m:« ot lndm" lieh die Frauen — indisch gekleidet. Einer ihrer prominentesten geistigen Vertreter, Professor Ezechiel, starb kürzlich. Anläßlich der Wahl von Dr. Moses erinnert uns ein Einsender aus Bombay daran, daß Bombay im Jahre 1021 einen jüdischen Bürgermeister in der Person des Kaufmanns Meyer Nrssim hatte, dem damals die Aufgabe zufiel, den ebenfalls jüdischen Vizekönig Lord Reading bei seiner Ankunft auf indischem Boden in Bombay im Namen der Stadt zu begrüßen. Ein Freund des Zionismus. Diese Woche starb in London im Alter von 81 Jahren Lord Conway of Allington, besser bekannt als Sir Martin Conway, ein Manu, der im Kulturleben Englands eine bedeutende Rolle spielte, vor allem als Kunstwissenschaftler, der eine ganze Reihe von bedeutenden Werken veröffentlichte. Interessanterweise hat Conway Ende des 10. Jahrhunderts auch auf einem anderen Gebiete Berühmtheit erlangt, nämlich als Bergsteiger, der mehrere der höchsten Berge der Welt in der Schweiz, in Südamerika usw. bezwang und an berühmten Himalaja-Expeditionen teilnahm. Sir Martin Conway war in den Jahren nach dem Kriege einer der aktivsten Freunde des Zionismus. Er gehörte der Konservativen Fraktion des Unterhauses an und ist im Parlament in jeder kritischen Situation für den Zionismus eingetreten. Sir Martin Conway hat lQ2'i Palästina bereist und darüber eine sehr beachtliche Artikelserie im „Daily Telegraph" veröffentlicht, in der er mit Sympathie, aber sehr sachlich und ohne Verschweigen der Schwierigkeiten über das Palästina-Werk urteilt. In einem Buche hat er dann seine Reisen in Palastina und Marokko beschrieben und dabei die Vorzüge der britischen Mandatsverwaltung hervorgehoben. __ In New York fand die 12. Jahresversammlung der amerikanischen Freunde der Hebräischen Universität statt. Prof. M. M. Kaplan, einer der Gründer der Gesellschaft zur Förderung des Judentums und Mitglied der Exekutive der Rabbinerversammlung der Vereinigten Staaten, hielt eine Ansprache. Ucbcr die Entwicklung und den Ausbau der Universität sprach ihr Rektor, Prot. Dr. Hugo Bergmann. Sir Ronald Storrs hält Rückschau Der ehemalige Gouverneur von Jerusalem, Sir Ronald Storrs, veröffentlicht in der Londoner „Sunday Times" in einer Artikelserie seine Erinnerungen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit. Storrs ist eine Zeitlang von der jüdischen öffentlichen Meinung scharf bekämpft worden. Er galt als Gegner des Jüdischen Nationalheims, und besonders hat man ihn für die antijüdischen Ausschreit.ingcn des Jahres 1021 verantwortlich gemacht. Später freilich wurde diese Beurteilung etwas modifiziert. Die Anschauungen von Storrs kommen in seinen Artikeln klar zum Ausdruck. U. a. erklärt er, dali die Militärverwaltung nicht berechtigt war, den Status quo in einem besetzten türkischen Gebiet zu ändern. Trotzdem habe die Verwaltung manche Schritte unternommen, die schon im Einklang mit der Balfour-Deklaration standen, so z. B, habe Lord Allenby bei der Eroberung Jerusalems seine erste Proklamation nicht nur englisch und arabisch, sondern auch hebräisch veröffentlicht, obwohl die Juden damals nur eine kleine Minderheit in Palästina waren. Storrs meint also — scharf im Gegensatz, zu der damaligen jüdischen Auffassung — daß die Militärverwaltung bereits den Tendenzen der Balfour- Deklaration in einem gewissen Maße Rechnung getragen habe. In einem nächsten Artikel, der am 18. April erschien, gibt Storrs eine überaus enthusiastische Darstellung des Zionismus. Er wendet sich gegen die „billige Kritik", die oft am Zionismus geübt werde; dazu gehöre z. B. auch der Zweifel daran, daß die jüdischen „Händler" wirklich bereit sein werden, die schwere physische Arbeit der Landwirtschaft auf sich zu nehmen. Kann man denn erwarten, sagt Storrs, daß ein Volk, das 200!) Jahre von der Bodenbearbeitung ferngehalten worden ist, seine Liebe zum Boden beweist, wenn mau ihm nicht die Gelegenheit dazu gab? Jetzt aber haben die Pioniere der Sümpfe und Dünen und die Tausende von Malaria-Toten, ebenso wie die jüdischen Studenten aus Europa, die die Ebene von Scharom pflügen oder auf den Straßen von Galiläa Steine brechen, dies bewiesen. Ebenso ungerecht und geradezu blind — fährt Storrs fort — ist die Tendenz derer, die nur die arabischen Beschwerden hören oder die Fehler einzelner Zionistcn sehen, aber die wundervolle Hingabe von Herzen und Köpfen, von Kraft und Anstrengung, von Zeit und Geld nicht bemerken, die der Weltzionismus für das Land seiner Seele aufwendet. Der Zionismus sei eine große Bewegung; dagegen existiere keine derartige arabische Weltbewegung. Aus diesem Grunde fühlt der Araber Palästinas ieitie Untcrlegenheit bei der Darstellung seiner Sache vor der Welt. Dieses Gefühl verwandelte sich — so schließt Storrs — in chy;n Abwehrinstinkt, der von irregeführten und unverantwortlichen Agitatoren zu Ausschreitungen aufgepeitscht worden ist.

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