Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 32 (23.4.1937)
- Date
- 1937-04-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 32, 23. IV. ]937 Lösung der Schwierigkeiten. Wir haben oft auf die Hilfe der Mächte — unter ihnen die Vereinigten Staaten von Nordamerika — gebaut, die das Palästinamandat garantieren. Sollte es nicht gelingen, diese Mächte für eine jüdischarabische Verständigung zu aktivieren? Eine solche Verständigung setzt aber voraus, daß wir konstruktive Vorschläge haben und zu Konzessionen bereit sind, die den Arabern den Glauben an unseren Willen zum Zusammenleben mit ihnen geben. Man hat in letzter Zeit davon gehört, daß der H;gh Commissioner seinen Lieblingsgedanken des Legislative Councils wieder aufgegriffen hat. Wäre es nicht an der Zeit, ihm und den Arabern unsere Verständigungsbereitschaft zu beweisen, indem wir uns mit diesem Ciedanken auseinandersetzen? Hoffentlich ist es dazu nicht schon zu spät. Wohl mancher jüdische Politiker wäre angesichts der drohenden Veränderungen geneigt, seine Einstellung zum Legislative Council heute einer Korrektur zu unterziehen. Wenn unsere Grundrechte — Einwanderung und Bodenkauf — gewahrt bleiben, so läfit sich ein Legislative Council denken, dem wir Juden gewill nicht mit Begeisterung, aber mit ehrlichem Willen zur Verständigung beitreten könnten. Das arabische Volk in Palästina hat schwerer als die Juden unter den Unruhen gelitten. Den schwersten wirtschaftlichen Schlag aber hat es durch die Stillegung des Hafens in Jaffa erhalten. Hier könnten wir Juden mit einer großzügigen (liste unsere Hand mr Versöhnung ausstrecken. Unter der Vonu-M-t/ung der dauernden Wahrung der jüdischen lun ns-en uinl der Sicherung unserer Position könnten wir uns bereit erklueii, nach Jaffa zurückzukehren und Jaffa in den jüdischen Handel, den Orangenexport und den Warenimport sowie in die Landung von Einwanderern wieder einzubeziehen. Wenn irn Verfolg dieser Tendenz und einer Vergrößerung unserer Siedlung es zu einen) gemeinsamen Hafen Jaffa - Tcl-Awiw käme, so würde hier ein Weg beschritten werden, der eine eben-o gioll/ügige (ivste wie eine Wahrung der wiikjcltert Interessen beider Nationen darstellt. Das um rschlusscnc Gebiet des palästinensischen Südens (Negew), das ein Kolonisationsproblem sui generis darstellt, könnte Gegenstand einer großen jüdisch-arabischen Siedlungs-Kooperation werden. Hie Gründung einer jüdisch-arabischen Kolonisationsgesellschatt zur Erschließung des Südens, gemeinsame Wasserbohrungcn und Inangriffnahme der Besiedlung dieses Gebietes würde eine Aufgabe von größter Bedeutung sein. Hier könnten judischer Pioniergeist, jüdische Erfahrungen, jüdische Arbeit und jüdisches Kapital nicht nur grolie Strecken für die jüdische Siedlung erschließen, sondern auch beim Aufbau arabischer Dörfer nach modernen Sied- 1 i! n g s g e s i c h t s p u n k t e n Ii e 1 f e n können und so Segen und I reund-.ch.ift unter die verelendete Bevölkerung dieses Gebietes bringen. Erste, wenn auch schüchterne Anfänge einer Berücksichtigung der arabischen Interessen bei der Erschließung neuer Gebiete durch die Juden sind ja im H u 1 e - P r o j e k t bereits vorgesehen. Auch diese Anfänge jüdisch-arabischer Kooperation irn Hule-üebäet könnten ausgebaut werden. Es kann hier nicht der Ort sein, einen bis ins Letzte gehenden Plan einer jüdisch-arabischen Zusammenarbeit darzulegen. Vorläufig fehlt die wichtigste Voraussetzung, nämlich der Wille auf der anderen Seite, unsere Vorschläge auch nur zu hören. * Wir Juden haben in der Veit viele Feinde und wenig Freunde. Diesen Freunden aber sind wir zu tiefstem Dank verpflichtet, denn sie haben uns immer wieder geholfen, die Schw ierigkuteii in Palästina zu überwinden. Mit ihrer Hilfe und aus eigener Kraft haben wir Einwauderungsbi-schränkuneen, Wirtschaftskrisen und politische Gefahren überwunden und d.is Jüdische Nationalhrim starker und grölier vm-M ht. Was wir in Pakistina geschaffen halten, ist nicht mehr w egzudiskutieren. Heute stehen wir vor neuen Aufgaben, die nicht nur Mut und Kühnheit, sondern auch Kulte und Nervenkr dt von uns verlangen. Unsere Freunde in der Welt könnten uns heute keinen besseren Dienst erweisen, als die Araber Palästinas zu einer Round Table-Konfcrenz mit uns zu bringen. Letzten Endes siegt in der Welt doch die Vernunft. Nicht nur wir brauchen den Willen der Araber zur friedlichen Zusammenarbeit mit uns; auch die wirklichen Interessen der Araber gebiet« n, einen Ausweg zu finden, der eine Zusammenarbeit iiiii uns ermöglicht. Dun jüdischen Volke geht es nicht gut, aber auch dem arabi>clien Volke geht es schlecht. Wir vergeben uns nichts, wenn wir in diesem Moment nicht nur um ein ungeteiltes Palästina, um Einwanderung und freies Recht des Hodenkaufs kämpfen, sondern in gleichem Maße uns bemühen, den arabischen Partner zu Verhandlungen mit uns an einen Tisch zu bringen. Wir sollten unsere Freunde in der Welt nicht nur zur Unterstützung unserer eigenen gerechten Ansprüche aufrufen, sondern auch an ihre Hilfe appellieren, die Verhandlungsbereitschaft des arabischen Partners herbeizuführen. Der Friede Palästinas wird nicht durch Teilung oder Kantonisicrung erkauft werden, auch wenn wir uns zähneknirschend einem solchen Plan fügen müßten. Besser als unterdrückte Hoffnungen und Wünsche, die bei einer erzwungenen Bereitschaft zum Nachgeben immer weiter glühen müßten, ist eine mutige und kühne Politik, die darauf abzielt, aus dem Gegner einen Partner und aus dem Feind einen Mitarbeiter zu machen. Im Leben der Nationen pflegen Vernunftellen meist dauerhafter zu sein als Liebesbündnisse. Die Tcilungs- und Kantonisierungsvorschläge Palästina, die die zionistische Welt beunruhigen, erscheinen allzu sehr als politische Akrobatik. Die Gefahr, daß sich einer der Teilnehmer bei diesem Spiel den Hals bricht, ist sehr groß. Wir alle sind uns darüber einig, daß der Aufbau Erez Israels in einer Atmosphäre der Ruhe und des Friedens vor sich gehen muß. Sie herbeizuführen, ist das sehnlichste Bestreben aller verantwortlichen Politiker. Frieden aber um jeden Preis können wir uns nicht leiste«, wenn der Preis so hoch ist, daß er gleichbedeutend mit der ' ibc der Ziele ist, die dem jüdischen Volke durch den •i Frez Israels gestellt werden. Oberst Koc und die Juden Keine Aufnahme im „Lager der nationalen Einigung" Bei einer Pressekonferenz in Warschau äußerte sich der Stabschef des von Oberst Koc geschaffenen Lagers der nationalen Einigung, Oberst Kowalewski, über den Stand der Arbeiten der neuen Organisation. Bei dieser Gelegenheit trab der Redner auch Erklärungen zur J u d e n f rage ab. Er sagte, man werde jeglichen Ausschreitungen gegen Juden entgegentreten, gleichzeitig aber eine organische Lösung der Judenfrage anstreben. Juden könnten dem n e u en Lager e b e n s o w e n i g ang e h ö ren wie Polen den zionistischen Parteien. Der Begriff „Jude sei ein Begriff der Nationalität. Ein Pole könne encn«o katho'i eher, mch-mmtdani-.her wie auch mosaischer Konfession sein. Alle Polen wurden zum Lager ohne Klicksicht auf ihre Konfession, Rasse und Parteiauffassung zugelassen, jedoch nur Polen. In Ergänzung hierzu gab Oberst Kowalewski der Polnischen Tciegraphenagentur weitere Erklärungen zur Judenfrage. Die Auffassung sei falsch, daß auch eine Person mosaischen Bekenntnisses und jüdischer Abstammung dem Lager der nationalen Einigung beitreten könne, sofern sie sich z u r polnischen Nationalität b e k e n n e. Die Feststellung des Polenttims müsse sich nicht allein auf das Bekenntnis zur polnischen Nationalität, sondern auf Blutopfer und j.iideic Beweise der Vaterlandsliebe stützen. Selbst Juden, die an den polnischen UnabhänKigkeitskämpfen teilgenommen haben, könnten dem Lager nicht angehören, wenn sie sich zur jüdischen Nationalität bekennen. Die jüdische Frage könne nur auf dem Wege der Emigration gelöst werden. Die Stellungnahme, die in diesen Ausführungen zum Ausdruck kommt, ist nicht ganz klar. Sollte darunter zu verstehen sein, daß das Lager der nationalen Einigung des Obersten Koc einzig und allein eine Organisation von polnischen Staatsbürgern polnischer Volkszugehörigkeit ist, d. h. daß die Angehörigen sämtlicher in Polen vorhandener Minderheiten von dieser Organisation ausgeschlossen bleiben, so wird man einen solchen Standpunkt verstehen können. Nur unter dieser Voraussetzung könnte der Vergleich mit den zionistischen Parteien einen Sinn haben. Sollte sie dagegen bedeuten, daß ein/ig und allein die Aufnahme von Angehörigen der jüdischen Minderheit abgelehnt wird, so muß darin eine erneute Erschwerung der Stellung des polnischen Judentums gesehen werden. Es besteht gewiß auf jüdischer Seite kein Interesse daran, die nationalen Grenzen zwischen Polen und Juden zu verwischen und eine Handhabe dafür zu bieten, daß Splitter des jüdischen Volkstums in Polen im nationalen polnischen Bezirk unterschlüpfen. Worauf es ankommt, ist vielmehr, unter Wahrung der nationalen Differenzierungen dennoch zu einem einträglichen Zusammenwirken aller Volksgruppen in einem Nationalitätenstaat, wie es Polen ist, zu gelangen. Dazu allerdings ist es notwendig, daß die Vertreter der Mehrheits-Nation, d. h. also der Polen, den Patriotismus auch der auf ihr Volkstum stolzen und selbstbewußten Minoritäten anerkennen. Die Liebe der Juden Polens zum gemeinsamen polnischen Vaterlande steht außer Frage, zumal sie durch ihr Schicksal unausweichlich mit diesem Lande ihrer Geburt und jahrhundertelangen Geschichte verknüpft sind. Es ist ja ein Irrtum, anzunehmen, die jüdische Frage in Polen könne durch Emigration gelöst werden. Gewiß kann der unerträgliche Druck, der auf dem Judentum Polens lastet, durch Auswanderung nach Palästina und Uebersee gemildert werden, und es tut not, in dieser Richtung gemeinsame Anstrengungen des jüdischen Volkes, des polnischen Judentums urSI der polnischen Regierung zu machen. Diese Erleichterung kann aber bei der gegenwärtigen wanderungspolitischen Lage der Welt niemals solchen Umfang annehmen, daß dadurch die J u d e n f r a g e i n Polen selbst radikal gelöst wird. Wenn den maßgebenden Vertretern des polnischen Volkes daran liegt, den ruhigen Staatsaufbau nicht durch das Bestehen der Judenfrage stören zu lassen, so muß diese Erkenntnis bei ihnen vorhanden sein, damit diejenigen konstruktiven Maßnahmen ergriffen werden, die die besondere Notlage der polnischen Juden und die Spannungen, die zwischen ihnen und der Mehrheitsbevölkerung bestehen, mildern können. Baldwin über den Peel-Bericht In der Unterhaussit/iing vom 20, April gab Premierminister Stanley Bald w i ri auf eine Anfrage bekannt, daß der Bericht' der Kg 1. Kommission voraussichtlich dem Parlament zugänglich gemacht werden wird, bevor die Regierung ihre Entscheidung trifft. Der Abgeordnete Oeoffrev M a n d e r hatte von dem Ministerpräsidenten die Zusicherung verlangt, daß der Berieht den Mitgliedern des Hauses früher zur Verfügung gestellt werden wird als allen sonstigen Körperschaften und Personen außerhalb der Regierung. Demgegenüber erklärte Bald w i n, der Bericht werde, sobald er vorliegt, nicht nur den Mitgliedern des Kabinetts, sondern auch verschiedenen Beamten streng vertraulich zur Kenntnis gebracht werden müssen. Er könne aber, fügte der Ministerpräsident hinzu, dem Fragesteller versichern, daß der Bericht gepflogenheitsgemäß den Mitgliedern des Hauses sofort nach seiner Veröffentlichung überreicht weiden wird. Auf die Frage des Abgeordneten Williams, ob Exemplare des Berichtes zur Verfügung stehen würden, bevor die Regierung zu einer endgültigen Stellungnahme gelangt sei, antwortete Baldwin: Ich würde mich freuen, weu'i diese Frage schriftlich angemeldet werden würde; ich glaube aber, daß die Antwort bejahend ist Vielleicht hat der Abgeordnete die Freundlichkeit, später eine Anfrage einzubringen. Der Bericht wird nicht sofort veröffentlicht werden. Kolonienminister Ormsby-Oore beantwortete eine Anfrage des Abgeordneten Creec'h Jones über die Ermordung des arabischen Polizeioffiziers nahm Basta in Haifa dahin, daß man den Tätern trotz der vom High Commissioner ausgesetzten Ergreiferprämie noch nicht auf -die Spur gekommen sei. Es besteht die Möglichkeit, daß Mitglieder einer Terrorbande, deren gerichtliche Verfolgung herbeizuführen der Ermordete als stellvertretender Leiter der Kriminalpolizei sich bemüht hatte, in die Angelegenheit verwickelt sind. Die künftige Palästinapolitik Ansprach« Herbert Morrisons New York, 19. April. (JTA.) Der gegenwärtig in New York weilende englische Arbeiterführer und Vorsitzende des Grafschaftsraies in London, Herbert Morrison, hielt bei einer Kundgebung eine Ansprache, in der er sich auch mit der künftigen englischen Palas1in a p olitik befaßte. Er sagte, er hoffe, daß die britische Regierung vor einer entscheidenden Beschlußfassung über das Schicksal Palästinas den Bericht der Kgl. Kommission veröffentlichen und zulassen werde, daß die öffentliche Meinung sich mit ihm befasse. Es würde keine glückliche Politik sein, wenn das Kabinett sich schon vor einer Veröffentlichung des Berichtes auf die Grundlinien seiner Palästinapolitik festlegen würde. A.-C.-Sitzung eröffnet Jerusalem, 20. April. (Palcor.) In feierlich ernster Stimmung fand heute nachmittag die Eröffnung der A. - C. - S i 17. u n g in Anwesenheit von 50 Delegierten aus Pa* lä'stina und der Diaspora statt. Ussischkin widmete seine Eröffnungsrede dem Andenken der 20 Juden, die seit der letzten A.-C.-Sitzung In Zürich dem arabischen Terror zum Opfer gefallen sind. Er gedachte ferner der im vergangenen halben fahr verstorbenen bedeutenden jüdischen Männer: Dr. Josua Thon, M. Beilinson, Aronowitz, die auch Mitglieder des A.-C. waren, J. de Haas und N. Birnbaum. Ussischkin befaßte sich dann mit den politischen und organisatorischen Problemen, denen das A.-C. jetzt gegenübersteht. Den Schluß seiner Ansprache bildete ein Aufruf zur Einigkeit und Konzcntrierung aller Kräfte. Dann ergriff Ben Gurion das Wort. Er hob zunächst hervor, daß der Grund für Dr. W e i z. m a n n s Abwesenheit in seiner Unabkömmlichkeit von London liege, das er in dieser verantwortungsvollen Stunde nicht verlassen könne. „Ich kenne keinen anderen Mann in unserer ganzen Geschichte", fuhr Ben Gurion fort, „der je so eine schwere Verantwortungslast getragen hat wie Dr. Weizmann. Wir wollen von ganzem Herzen hoffen, daß er in dieser kritischen Zeit mit Umsicht, Erfolg und Standhaftigkeit seinen Aufgaben gerecht werden wird." Ben Gurion gab dann einen umfassenden Ueberblick über die Ereignisse im Jischuw im verganenen Jahr, über die politische Lage in Palästina und die tellung des Zionismus im Zusammenhang mit dem kommenden Bericht der Königlichen Kommission. Er schilderte ferner die Tätigkeit der Exekutive seit der letzten A.-C- Sltzung m Zürich. Die Delegierten folgten seinen Ausführungen in tiefstem Schweipen und mit großer Spannung. Danach erstattete Ussischkin kurz Bericht Ober die Tätigkeit des in Zürich gewählten Kleinen A.-C. Dr. Goldmann sprach über Probleme des Zionismus im Rahmen der Völkerbundspolitik. Dr. Weizmann hat an das A.-C. ein Schreiben gerichtet, in dem er seinem tiefen Bedauern darüber Ausdruck verleiht, daß es ihm nicht möglich ist, dieser außerordentlich wichtigen Tagung beizuwohnen. Debatte über die Teilungspläne J e r u s a i e m, 21. April 1937 Am Mittwochmorgen traf der Leiter des politischen Departments der Jewish Agency, Mosche Schertok, in Jerusalem ein und begab sich sofort zu der Tagung des Zionistischen Aktions-Comites. Er erstattete einen Bericht über die politische Situation in London und die Möglichkeiten, mit denen bei dem Bericht der Kgl Kommission zu rechnen sei. Er gab weiter eine Analyse der Situation in den arabischen Nachbarländern Palästinas und stellte Betrachtungen darüber an, welche Rückwirkungen sie auf die Entwicklung der Verhältnisse in Palästina ausüben könnten. Am Mittwoch fand in der Nachmittagssitzung die politische Debatte statt, eröffnet von Ben Ourion, der die mit einer eventuellen Teilung Palästinas im Zusammenhang stehenden Fragen zur Diskussion stellte. Ussischk i n forderte, daß eine Resolution eingebracht werden solle, in der eine Zerschneidung Palästinas, gleichgültig in welcher Form, ob Teilung oder Kantonssierung, entschieden abgelehnt wird, Ben Ourion, Rubnschow und Ooklbloom sprachen sich ebenfalls gegen eine Teilung oder Reduzierung des Landes aus, erhoben jedoch Einwände gegen die Einbringung einer Resolution, solange die Vorschläge der Königlichen Kommission offiziell nicht bekannt sind. Weitere Redner in der Debatte waren Rabbi Berlin, Schwartzbart und Eliahu Berligne. Im Namen der Judenstaatspartei unterstützte Lichtheim Ussischkins Forderung nach einer spezifischen Resolution. Die meisten Redner waren jedoch dagegen und vertraten die Ansicht, daß das Akti6ns-Comit£ nichts unternehmen sollte, solange irgendwelche Teilungspläne noch reine Spekulationen sind. „An die Juden der Welt". Die Zionistische Exekutive in Jerusalem hat einen Schekelaufruf an die Juden in der ganzen Welt erlassen, in dem darauf aufmerksam gemacht wird, daß genau 40 Jahre verflossen sind, seit der I. Zionisten-Kongreß einberufen wurde. Die Juden in Erez Israel kämpfen heute gegen schwere Angriffe, und die Schekel-Karnpagne dieses Jahres habe u. a. den Sinti, einer großen Oeifentlichkeit klar zu machen, daß das jüdische Volk geschlossen hinter diesem Kampfe um seine Nationale Heimstätte steht. Haupt«hrifHeiteri Dr. Robert WelUch, Berlin -Charlottenburg « (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loewen stein, Berlin W 15. Anzeigcnleiter und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Hermann F i n n. Berlin W 15. Gültig Anzeigen - Preisliste 6 vom 1. April 1838. Verlag und Anreigcnverwaltung: Jßdische Rundschau, Berlin W 18, Meiriekcstr. 10- D.A. März 33162. — Druck: Siegfried Sctiolcm, Bln.-Sch8neberg, Herbert Frankenstein Wirt»ch*!tsb*rater Berlin Sfio Paulo Im Herbit wieder in Berlin Jetzt in Brasilien: S3o Paulo Caiu Portal 3439 Vertonten SS« in Ihrer Buchhandlung: BRASILIEN *ls Aufoi'bineland der jüdisches Auswanderung not Deutschland von Herbert Frsnkenstsla mit 24 Photos u, Ueberiicht*k*rte RM 2,~ JOSEPH JASTROW VERLAG Berlin W 15, KaisoralSee 21