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Jüdische Rundschau · 1937-04-20 · Heft 31 (20.4.1937) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 31 (20.4.1937)
Date
1937-04-20
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 jüdische Rundschau Nr. 31, 20. IV. 1937 Wie gestalte ich den Seil abbat? Für Schabbat, 24. April Wochenabschnitte: „Achave Mot Kedoschlm" (III. B. M. Kap, 16—21). Zum Wochenabschnitt Im AiisdiluH an Kap. 10, <g (liehe deinen Nächsten wie dich selb»*) hv<diäfti','en wir uns mit der Frage des „Nächsten". AN Literatur benutzen wir das Srhocken-Büchlein 20 ,,Der Nation" von Hermann Cohen. Wir verweisen auch insbesondere auf die Vorbemerkung von Martin Buber und auf das „üerichtsgutachten über die Nächstenliebe im Talmud". Die Vorschriften Ober „Zedaka11 I l:s ist ein Gebot, den Armen aus Israel „Zedaka" zu 'erwei-en, denn es u ird f,u\i!;t: „offnen sollst, öffnen du ihm deine Hand" und „leben soll dein Bruder neben dir". Jeder, der (inen Annen bitten sieht, sein Au^e von ihm abwendet und ihm keine „Zedaka" erweist, übertritt ein Verbot, denn es wird ^esayt: „verfeste nicht dein Herz, sperre nicht deine Hand deinem dürftigen Bruder". Die ,,Zedaka" ist ein Kennzeichen für die Nachkommen unseres Vaters Abraham, denn es wiui t;esai.;t: „ihn habe ich erkannt, daH er cehicten wird seinen Kindern, .Zedaka' zu iibeit". Der °f Im»» Israels und das (leset/ der Wahrheit ist auf „Zidaka" {;e::rt.iHlei. und wer „Zedaka" übt, gilt mehr als alle < ipt'er, «lernt es wird yesatit: ,,w ei .Zedaka' und Recht u!)t, im (i,,tt erwählter als Schlachtopfcr". Israel Wird nur ilnrch „/nlak.v erlöst, denn .es wird gesagt: U!'1' durch R«-< ht ab-reijcilten, ssine Umkehrenden durch Iii \'. dn ü;;..; i/edil. ij". I mreh Zeilaka wird ein Mensch ine arm, t:i-.ii es fiv,.,, h>t ihm keinei lei Böses und kein ScbaiK n ihr. \X er bai inherzu; ist, dessen erbarmt man sieh, ttiul e: «r.nisam k, an dessen <niib-.cher) Abstamtiiiin;; i-t zu zweifeln. Ihn Heilte, rzelohi sei Lr, hört das I hziu n der Annen. Deswegen muh man auf das Wehj.;eseliiei der Annen achten, denn mit ihnen ist ein Bund jjevcltlnss.;)l wie sji'si^t und: „So wird's sein, wenn er zu mir seinen, will K'hs ein rui, denn ein Gönnender bin ich". e -ich zu Her/eu, d.di er zu jeder oh.; s, i Lr, seinen l'nterhalt erbittet. Ii der lliili.ee, izelubt sei Lr, auf sein r auf das I leben des Annen. Femer da IS sich'!, wie ein K'ad in der Welt < mute er, sein Sohn oder der Sohn i'-..i bedürfen. Iis falle niemandem ein ich mein Geld \ernn:/cru und es dem Armen .'eben!" Lr soll \ielniehr wissen, dall das Geld nicht sein ist. Mindern zum Bewahren ihm überleben wurde, und er nach dein Willen des I.!..;eritumers zu handeln hat. (Nach dem „Kizzur Schulchan Aruch".) I. E. Die Entwicklung der Aggadah (XI) Aggadische Persönlichkeiten: 9. R. Schmuel b. Jizchak gehört wie der bereits erwähnte }{. Eieasar b. Pedath der j. Amoriier-Geueiation an. Er war in Palästina geboren und kam einst nach Babvlonien, wo er zum Kreise des bekannten Lehrers U. Huna gehörte. Seine arkadischen Ideherhcti riiiirjeit, besonders diejenigen, die biblische Personen und Li /ahhinLien zum < ie^cnstande haben, sind in groben Mengen erhalten geblieben. Seine volkstümliche Art, besonders die Gewohnheit bei Hochzeitsauf/ugen, ohne Rucksicht auf sein Alter und Wurde mit Myrien/weigcn vor der Braut zu tanzen, wie es die Sitte verlangte, brachte ihm manche geringschätzige Bemerkung ein. Für ihn stand der heilige Brauch, die lirautleute zu erfreuen, angenommene geselisch liefert, daß sein Leichenzug von einem außergewöhnlichen Naturereignis begleitet war. Ein Fetter soll vom Himmel heruntergestiegen sein und zog wie ein flammender Myrtenzweig hinter seiner Bahre her. Von seinen Lehren wird ein ähnlicher Ausspruch wie der R. Eleaser b. Pedaths überliefert, und zwar: Das Ja der Frommen ist ein Ja, ihr Nein ist Nein (Ruth R. 3,18). — Sehr bekannt ist auch folgender Ausspruch: Wenn der Fromme (der Zaddik) in der Stadt ist, so ist er ihr Glanz und ihr Schmuck. Zieht er hinweg von ihr, dann ist auch ihr Glanz und Schmuck dahin (Bereschit R. f.S. 7). Dieselbe Sentenz, nur etwas variiert, wird zur Stelle von 10.R. Jehudab. Ssimon, oft als Jtidan b.. Pasi zitiert. Dieser Amoräer gehört bereits der I. Generation an und scheint in l.ydda ansässig gewesen zu sein. Seine Aggada zeichnet sich besonders durch zahlreiche lehrreiche Gleichnisse aus. Unter seinen Aussprüchen wird uns folgendes überliefert: Komme und sieh, wie lieb Gott die Kinder hat. Aus Jemisalem zog (während und nach der Zerstörung) der große Rat (Sanhederin) hinweg, es zog die Herrlichkeit Gottes (die Schcchinah) aber mit ihm nicht mit: die diensttuenden Priester wurden vertrieben, die Schcchinah zog mit ihnen nicht mit: erst als die Kinder in die Verbannung zogen, verließ Gottes Herrlichkeit seine Stätte mit ihnen mit (Echa R. 1,33). — Gort spricht zu B. M. 16,14); Du hast vier Hausgenossen — Sohn, Knecht und Magd --, auch ich habe deren vier — besitzloser Priester), Volksfrcmdcn, Waise, Witwe, wie dir geboten wurde, deine und meine Hansam Festtage erfreust, dann werde ich euch allettnd zog Israel (5 Tochter, 1 evit (als Wenn du, genossen samt dereinst erfreuen (Pessikta 100). — Schwerer als die Uebertretung aller Gebote ist die Entweihung des göttlichen Namens (DtPfl "JlVn, jcr. Ned. 3S b). Komme und sieh, wie lieh Gott die Proselyten hat. Sobald Ruth (die anfangs eine fremde, eine Moabitcrin war) ihren Sinn darauf richtete, sich zum Judentum zu bekehren, wird sie von der heiligen Schrift Noemi gleichgestellt (Ruth R. 3,5). — Schlicht, zugleich aber von grandioser Tiefe ist der Ausspruch R. Jehudas über die Sendung Jcsaias, über die Voran s s e t z tt n g s I o s i g k c i t der prophetischen Botschaft in Pessikta 125 b. Wir sind auf diese Stelle in unserer Rubrik in Nr. 6-1 v. 11. 8. 1936 ausführlich eingegangen. J. M. Postschlüsse nach Uebersee Vom 20. April bis 27. April Berlin: Postamt C 2; Frankfurt n.M.: Flughafen; München: Rnhnpostamt 1 o!er 2 INMamt 1; Köln: IVihnposlnnit 10. Die Sendungen mu',en so Rcwoifen «eiden, daii sie zu den anjM-iiilnten Zeilen beim Postsr! amt voiliegen oder das Schiit mindestens im letzten cutojiäU Hafen eneiehen können. Bahnpostamt 19 oder (Flughafen); II.unbiirj;: ein. hiß. :hen Palä s t i n a Tags Postschluß in: Schiff ab: Ankunft: 20. Berlin 19 30 22. TVindisi 26. Jaffa 20. München 9.00 22. Brindisi 20. fnff.L 21. Berlin 19.30 mit der Bahn 27. Haifa 22. München 9.00 mit der Balm 27. Ilaifa 23. Berlin 19.30 iiril der Balm 28. Haifa 24. Mü nehen 9.00 mit der Bahn 28. Haifa 25. Berlin 18.00 mit der Bahn 30. Haifa 26. München 9.00 Iii!t der Hahn 30. Haifa Luftpost 21. Berlin 3.00 via Alhen in ca. 21 S Tagen 21. Berlin 9.30 v in liiindi ,i in ea. 3 f agen 21. Mnneheu 1H.00 via lii indi.,! in ea. 3 Tzic,eu 23. Berlin 6.00 via Alhen in ea. 21'-. Taeen 24. Berlin 3.00 via .Athen in ea. 2''» Tagen 24. Berlin 9.30 via Iii indisi in ea. 3 Tagen 24, Mii nehen IB.00 via Brindid in ca. 3 Tagen 26. Berlin 6.00 via Athen in e.i. 2i,s» Tagen V c r c i n i g t e Staaten von Amerika 20. llnndiiug 17.00 21, 1 hsmharg (..Wadilngion1') 29. Nr* York 21. Berlin 8.00 22, l.e Havre („Washington") 29. New York 22. 1 Limburg 10.00 24. CherlKiing (., Berengat ia"i 30. New York 23. Berlin 8.00 24. Cbei honrg („Herengaria") 30. New York 26. 1 lamlmrg 19.00 27. Itiemen („Bremm") 3. 5. New York 27. Berlin 8.00 28. Cdiei Imurg („Bremen") 3. 5. New York S ü d ä merika 20. Berlin 18.00 22. Oenua („AiifMistus") 4. 5. Rio 21. Miinchci. 9.00 22. Genua („Augu-In,") 8. 5. b. Aires 22. Berlin 18,00 24. limibgec („11. Ohieftain") 10. 5. Rio 23. Frankfurt 8.00 24. Feulo^ne („II. Chiettain") 14. 5.!'.. Aires 20. Berlin 18.00 29. linrdeanx („Ma-silia") 11. 5. Rio 27. Frankfurt 8.00 29. Bordeaux („Massiha") 14. 5. B. Aires Mensul oel . Ibihgen, im will. I 0 Zeit v„n S't u ie i < "lebet hoir, so hdp' bedi nUe 'er Mi-n-ch dreht, und am Fmk seines sn!uu - der / < ZU s.a./ru: „ü ie «ri. he Konvention. höher als die wird über- Juden und Jüdisches im Rundfunk Dienstag, 20. April: Pieldmig (aMc'ehh Alfred Auerbach: RadiolxeiriH'htmg der ''per „Ro-anninde'', von Kehul>ert. — Mar-eiile (400). 21.30: t". a. Milhand: ..Die Sel).".|ifung der Welt". — Toulouse. I'vr. (386*1. 21.30: La Xoee. Ivam'uLe von Ilenrv Duvernois. Mittwoch, 21. April: BnWl l'322e 18: Richard Tauher singt. — l'e-te!'a:i ien!312e 19: La Yoi\ il'Kiael. von Leen Alijazi. — Cambridge |Cs.\„ Km zwei!ei. etwa 22.30: Vortrag Piof. Leichten- Irin, nmdl.ci.'her Teil: Dr. Hans Nathan. Donnerstag, 22. April: FiOeLTinai ,20Ch 15.30: Das Trio Moese spielt. _ Wien (507), 16.05: Ki>h.illpl;>tt<-'i: L>*eph Schmidt; 18: Sehaflplatten: Rirhard Tauber. — Niee (253).'22.30: Aus „l'amour saere", naeh Sascha Cuitry. Freitag, 23. April: Paris (ir.4«'t 12.45: Israel in der redighoen Gc .M'iiithte der Mee-ehheit. Voitiag von Aime Balliere ..Memoiren line- ('iiaun'etit V. von IL Dtiveni"js. (43H, 17: Am. „Arche Noah", von ZamacuL. 15: Lektüre Paris PTT. GLAS / PORZELLAN alfred schaeffer, M.d.J.G. Bertin, Mauerstr. 68, nn rjor } feoziqer Str. Persönliches. Unser Mitarbeiter, Professor Dr. A. Fürst, Budapest, ist anlaßlich seiner 35jährigen Lehrtätigkeit am Jüdischen Gymnasium von der Fester israelitischen Kttltusgemeinde mit dem Direktortitel ausgezeichnet worden. Luftpost 21. Berlin 21. Frankfurt 24. Berlin 24. Frankfurt Südafrika 21. 21. 22. 22. Berlin Frankfurt. Berlin Köln Luftpost 23. Berlin 23. München 27. Berlin 27. München 21.00 24.00 13.30 15.00 17.00 19.00 10.30 21.00 9.30 18.00 9.30 18.00 via Paris via Paris 24. -1. 25. 4. 27. 4. 28 4. Rief Ii. Aires Rio B. Aires 23. Marseille („fb Ccsarc") 23. Mar-eille („G. Ce-arc") 25. Southatupton („Carn.C"! 25. South,mipton („Carn.C") via Brindisi \ia Brindisi via Brindisi via Brindisi 8. 5. Kapstadt 8. 5. Kapstadt 10. 5. Kallstadt 10. 5. Kapstadt in ca. 8 Tagen in ca. 8 Tagen in ca. 8 Tagen in ca. 8 Tagen Der Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde teilt mit: Herr Reichskulturwalfer 1 Unkel hat durch Verfügung vom 0.4. ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dall sämtliche Kunstausstellungen jüdischer Organisationen bei ihm meldepflichtig sind. Die Anmeldung geschieht in der Form, daß Ort und Zeit der Ausstellung, sowie die Namen der ausstellenden Künstler und der Name des Veranstalters der Ausstellung beim Reiciisverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland, Berlin SW 10, Stallschreiberstr. 44, spätestens drei Wochen vor der geplanten Eröffnung der Ausstellung anzumelden sind. Der Reichsverband wird nach erfolgter Genehmigung diese dem Ausstellungsveranstalter zuleiten. BERLINER HANDWERK UND EINZELHANDEL! Altpapier Herbert lohn Borlin NW 40. HeldculrnOe 20 21 '.Nr. 3< f.? I'i 1 Asphaltierungen im t i a s i r i u tl tj f n Biobert Wolters U'?.5 jKisrrürstfndrirnrn 4^!4i> Hui - 47 SO fT, j_______Aufruqe ______ Fahrstuhlbau —..— O Emst Hscher W 50, Kulmbacher Str, 6 Rui: 24 78 51/52 B»p»mt. H*' Art, Pflfsr'.F»lir«t«M«ri!- Aeltßste JüdiBcha Firma dieser Branche t.:.',T u. y,Av\. ,i.-r helisr'hfei Gere, Tetr. Auto-Reparatur Auto-werkstan tmumw 7<if 1*29, normale E. 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