Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 30 (16.4.1937)
- Date
- 1937-04-16
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 30, 16. IV. 1937 Schach Bearbeite« von J. Miese« Endspielstudie Von A. Ourwitsch -y—.-—" '>»* jf<» 7-, •ist i W <f\ -i •_) '« X>> "; * " '' '* 4fe a b c d e f h Weiß am Zuge ni irht remk In dieser Kornposition hat der Autor ein höchst eigenartiges, sehr pikantes Thema mit meisterhafter Formvollendung dargestellt. Weiß ist scheinbar in einer hoffnungslosen Stellung, da ja zwei seiner Figuren angegriffen sind. Die' rettende Spielweise ist außeronlent!ich interessant. 1. b6—b7f K ki Auf 1..... K ..« ,7 i.. \V, ni den zum Renk |,||,M den 2. Lh4~i2. 2. S b3—d4! L a3Xd6 3. Lh4-f2 Ld6—c5f Aul je-.len anderen Zug verliert Srhv. arz eine Figur. 4. K 16 - f5 Lc5Xd4 5. L t2Xgl .... .Nun beginnt ein eigenartig amüsanter K.iüipi von Läufer gegen l ter und Turm. 5..... T e3—e5f 5..... T e3— d3? Acheitert an 6. K i'5—c4. b. K!5—iG T c5—d5f oder a) 7. K IC—c0 T (15—(.18 8. K ct>--l-7 T d8—d5 r.,!i, 8..... K l>8 —i 7. so 8. 1.7 -1>B 1 >t neb-t L gl>; 14 mit Ri ik -1 hink •.». K e7 — r0. und da- I'.ir! .pic! Fl ic-nk. da der Turn fortwährend atigegritfen wird. a) Briefe an die Redaktion T eä—e4t T e 4 —1.4 T Ii4—c4 7 K fß — 15 fk K so -g5 ü. K ■•"> - ij u.«'. Fist dem Autor also gelungen, d.rsr» originelle Thema in doppelter Form im Rahmen einer Studie zur Darstellung i\\ bringen. Ans jii.listh.Mi Sihadivcrcincn Hi \ , ..ihr VJ30-1937 ld 'ni'ghcb zur ..u le K eiipie mir seine in fbe-duu iuhrenik i'ifiik-,:i v»r Svhm.m mil knu' Hill ji 5k l'Uhktcil. i r ihi miiig und g'.. :ci.- i V'.r K .rv:-nv>ki mit iirimi mit 5 Fuuknul ge K .:-tr end> ti u. Iii i i h im \" g<.enme.o ,.>«•-• v zwvi l'rii-e Iiir i k Agi i! ah w ml ein hgrahü w, iden. Aileh n \\ ...ij.inn;:i gegründet Breslaucr Schachturnier. I>.i- ,.)M z im Gedenk ,,ii ihr Uli k r ' k: i ■ i 1 >:•■ Iduhriu.g ' . ,.!,.,.,!■ i m ,', . | dirri.il/e. In KL- .,• 1 >„•.•.,•; i I .i Ste'hmg dur. Ii ri;:r:i eienis >... 4 m:' 8 1' 6 Pinkn-u •!■ i I!:; ' ,. k , - .. \\,..' In der 2. K.i.-.e »i,;• . in,.-; >s uin s(.;,. r •!; mäCrg j.pi.-'i iid- <••!,, ■ i„i! 7 , Punkt 5'j Punkten, wahrend ...11 tin 3. l'i.rz Pr. Rice:,:,! 1. 1 m In.,., und ,|cr , r 1 l"i;.d der Pr./i■.% < .': ■ nuni>, (!;■■ . a 5. .\; . : 1111 \euidr. en.iidc. nm.i! ^. i;. .;ir und d;.d d:<; ^rhon-aen i'.ird; n d< , T.r an : ■. 'd'Ui I Snnimcrtui riier m kle.'.rr'i d u;ni;u>i.':i da eine Ji^cr.ilgmppe i-t. unea l..i:ui:^ vuii 1 kwnrden. Jüdischer Sportclub „Bla"-Wciß" Hamburg. Am luden Spi labend der Seharii.iiaeiiiin:; ■.;.:!■ d r leun r der Srli.e'..idleüun;', Heimulh P c r 1 m a n n, einen Hiiih: uka' dm Vvrl.iuf de.-> Fr.mktuner Seien hkongres'ps. I'de MHri'mn», t\tf, dir „Mlan-Wt-i V H.imlmrg mit der Puichfuhrung des d t i! t e r« j u d i , e h c n S e h a c h k ri n p r c .-. ses beauftragt wurde. tr unter <! ■ ■ ri ia 4 voü/diHj; er-eliienenen Mitgliedern der Sidne li.nieilun«; ninl'ic liefet.trsrm? au.-. S r Ii a i n'Owski winde in A nei kenauni.; feiner gr-ndin i','en I.ei-ltmjj eil.« Aufmerksnmkii! übern' U\ Yhr Vor iueu \e de.- „liiau-WeiS". Walter E 1 v. spjji h den I'r.n knie er Ti-dm nun rn. I.iduu.uui, Siiiaiinuvski und Perlmann, den Iv.nk für ,>•.■• wiirdiire Wrtn-tiuig de» \ eu-in» aus und übe; mittede der sel..i.-:i.i'ae;,iine; Mune 'ne.aen Wiiu-elie zur Durehfiihrung de.. S< keebknnere u-; in Hamburg. — Darauf fiihiie Sehainow-.ki ..eine Iknoiu «c-ni Fanirmvilsrh (Leipzig» uu I Straub (Ude.dr.aderj um I)eun u■' nnt vriu Sie.tcr zeig'e Feliniann «eine Paitic gegen Adun : :-r Mici (I.eip?ige Würzhurg. Altmii-ter M 1 eMn konnte in die die über 50 AI11'i k-r z.dn. r, Sinn. Lehrerbildung er' dt \\ uidairg v.e.ui r.-'i Zielen: v.ui 25 Ikirean 22 v,-.\ ,;si.e-!, 1 lein Sinmitanvor-tellung, ••m-ii.-ehaft der Juki. ,:;-ui;(.» F.rgebnis ervernretl. Ankündigungen aus dem Reich LVen: 1 \ k! r., „Ii ,rke ,!.- in 1 .rv. - Frankfurt am Main: ( liug Inn, iFrk Arn 17. An.,'. 17 I de. V r: :,; ,]' . 1 b r n \b ■ r l...e.ir;die Feiner', . _ pidi . 1...; r: ..iu •. Im Ai; ineut .!,.r. C5. fende \ r |k u .•• :.. A";!7. Arn lugend. A i l'e Ai ::': r i e Uknrer: K-- be r.! r . ■ 1 Texte, der F km n: i'r;:. ke fei" Uk k: Iiiki : :..::,'..• ,.' i:, b Krmei'kl. . ■ :' ilk br (u Fekture v.m, A kr i Iben V , Straub: (ieki. budi. 1 bei - . Li'ernur n; d I;'n:r.r r.:.. . be-mud-d; .-, "..rk; \\ . .': A jahu: Werner: Fuge 1 k A : V-il durch Manm-unde-; I >ne e u zwkeben ti1 u t und - kk. 17. und lö. Ai.rk 2k 1 kr. Aliens Fmk. -'- Stuttgart: /'«'.. Jed Iku \\ Ai „ b ,;/ i 1 n- 1 et: Nruk.ni..: -.rn brk: iie .1' . b. krk-'lien - bi kt d. i'! ikleudi u Kiura; ^ued IL. .; Fl irkuiu: ktaiiab e kkez Im.ei. Am 21. April: > tu'- : nei: Ikuilu,: ,\'i urnann : : 1 1 '■■' - r Air. -ige- und Tat- .K.gu . k. uli . der 'l'\ p( i.gesy- .. der 1 leid um Schritt: je>ehain-.. '■' r;: I b unvitz: Strcifziige In. ke ki ..'biiite; llerFk: Mo-e Hannuver: judi bi.r Kuinnbund. Am I;n:,!..,:;. \U ig ti. 8, lliiM.r Abeiiil: u.nübe:. i um 18 Fbr Cbug lu-ri im Febikur, (i.nieu.'r. 30.1: Leitung: Lehrer Makow-kv. Am 19. April, 2''k'0 l'br. bnru-'ker \k.rrig ubn : ..l.eu.ntni •!,. i.aehbihüschen judi-eben Seiuinuiriis"; Riilrn: 1.ihrer Makowiky, Familien- Nachrichten Herr Albert Ro-.enf cid, Kurg, Mittebtr. 21, begeht am 26. April den 70. Geburt-tag. Frau Emma H. Sänger, Sonthiim-lb ilbronn a. K. begeht am 10. -Mai den 30. ('■<•! mr 1 -'iir. Frau Flbe Tischler, geb. Schlesinger, Namslau, begeht am 24. April den 60. Gchutt-tag. Merano. Am 7. und 10. April sprach in Bermanns Hotel Villa Ortler Herr Dipl-Ing. Jakob Katzenstein aus Haifa über „Palästina, wie es heute ist''. Die Vorträge waren gut besucht und haben d.wu beigetrargu, den ülauben an die jüdische Palästina-Idee zu starken. „Enge des Judentums Dessau-Haideburg, 11. April An die Redaktion der „lüüiachcn Rundschau" Darf ich mir erhüben, zu dem Artikel über ,,Fnge des Judentum.." in Nr. 23 einiges zu ragen? Mir scheinen die Klagen über die „Enge des Judentums" in \ie'cr Beziehung ungerechtfertigt, weil sie. wie ich giaube, von einem ialsel.cn Standpunkt herkommen: Wir westlicheren Ostjuden, die wir so rp.it. und durch zwingende iiutkre Krcigni-se zur Ik- M'haltiguug mit dem Judentum gekommen Mnd (.scll.nl vielen Zinui ten war ihr Judentum nur eine .-clini berekte „Provinz iluer Siek", wie einer tir.-erer Freunde einmal sagte), können dt). Ii iibeihaupt nicht von der „Fuge" de. Judentums f-prechea wenn jedik.e /citschrken und Jliielier ..das Judentum" zum fort uu-sehiicblh heti "i'licuia machen. Wir kiini.eu nur dankbar dafür «■in, weil sie un? Krücken bieten, wenn wir selbst in der Fnergic des Gehenlcrnenwollen? {und -unis-ciis; nai h'asscn. Ich glaube, dal! wir lange Jahre liraiK'hen werden, um diese ,.Fnge" ab/iisclneiten, und daß wir am Fndc dieser Jahre bereichert, aufgeschlossener (](.u ..weilereu" Dingen, fremdem Volkstum und auch dem geistigen Bmitz mrerer eigenen, hurmbreren Jahie gegenülKisteh-eu wirden. Wenn man einen Heruf etgreiit, ein Studium beginnt, Ixkcutcn ja auch die-e Fehrjaiue eine All iuimcbi-eb.en Ab- .whhis.-egegen andere „l)i>zipli. neu'1, »o groki unser dafür auch sein mag würden wir es nicht schaffen, nicht heimisch werden in dem Ixrsonderen Bereich unserer Arbeit. Man kann die Beschädigung mit dem „nur Jüdischen" als i.olcb ein Studium auffassen, als ein vielleicht nicht freiwillig, vielleicht ungern auf sieh genommenes, aber gewiß eins, das wir mit immer größerer Dankbarkeit, mit immer größerem Nutzen für unseic eigene menschliehe l'nlwieklung ei leben werden. Wir müssen dem jüdischen Sohiiittum dieser letzten Jahre dankbar sein, daß es uns wieder und wieder zur Kon/cntiation auf diesen nur scheinbar engen Bereich zwingt. Der Vergleich mit der Ilaskalah dürfte insofern nicht .stimmen, a's die Mensehen dieser Bewegung ja die ganze Fülle die-er „Fnge des Judentums" zu eigen hallen. Sie kämpften für die. Eroberung der geistigen Dinge der Welt Jen-, it.s der .schützenden Mauern der ji'uüs. heu Ghetto, und man fiatehtete sie, weil man für den letzten sicheren Schutz hangle. Uns aber ist die geistige Welt unserer früheren Jahre ein nicht zu verlierender Be.itz. Was um fi hlt, kt dieses Fundament. I ns fehlen die Kenntnis Literatur und Winzeln fe-t : ri ich stecken, mir gut und Jugend zu der Sprache, der die Lehrer, deren m j idi-cheu Fid- 1 taium scheint er die daß Interesse Anders Wiek ig. einer zeitweisen l'elrerbes. haftigung mil jüdischen Dingen gcbr.uht wird. Sie dürltc erst über Fngc k'agen, wenn sie sieh ein witküehes jüdisches Wls-eu er«oiben hat und man .sie dann im Stiiii läßt. — Im ü'oiig-en ist es Suche der Fehler und Führer, das Gefühl der Knge nicht aufkommen zu lassen, und hier liegt wohl der Kern aller dieser Klagen. Die Eignung zum Lehrer ist eine seltene Gabe, und die Erziehung zum jüdischen Fehrer Ireginut erst. Solange wir dieses ge-chultc Measehcninatcrial nicht halx-n, müssen wir dankbar sein, daß wir durch die jüdischen Zeitungen und das iibiige jüdische Schrifttum immer wieder daran Turnu-Sevci in (Rum.), 10. 4. 37 Sehr geeinte Redaktion! Ks wirkt auf mich befremdend, drilk manche Juden in Deutseh'aud ihr neu enideckles Judentum zu enge finden. Was heißt denn eigrntk h Jude sein? Vor allem Thora lernen. Aber Thora heit.'t nicht nur „jüdische Febre", siuiilern im ab!gemei;i( u „Lehre, Wi.scnsch.ift". Fs steht dem Juden frei, sich überall zu Iwwegen, in allen Gei-tesgebicten und er viicl daviui leicneu Nutzen ziehen. Der Jude, der bisher die Welt nur mit diu Augen des assimilierten Menschen gesellen hat. -.oll sie nun mit jüdi-rlnn Augen sehen (denn snn.t kann es auch von ihm heißen, er hat Augen und riebt, ni'bt. Oliien tun! leut nicht j. Dann aber wird er sieh ein Ii iches Weltbild foi nii 11 biinnell, er wi:d in Alt -Hellaebenso vertraut n in wie in Rom oder in Frez Israel, Fr wird nur um so sebäi (er tu kennen, war, das We-en eines jeden au-maebt, da .sich dann die Fun 1 schiede nur so .umhängen. Ks kommt eben nicht nur auf das „was", sondern auch auf das „wie" an. I m ein etwas konkreterer Heispiel anzuführen, sei mir gestattet, von Monier zu icden. Die-e griechische Welt mit ihrer sinerinnert werden, was — für dis meisten Menschen leider nur in ihren kurzen Mußestunden —. unsere vornehmste Aufgabe sein muß. Line Aufgabe, die ihren Lohn in sieh selber hat, wieder bald meikt, der sich ihr unterzieht. Mit vorzüglicher Hochachtung Grete Goldacker nei (freudigen Art, mit ihrer Bejahung des irdischen Lebens, mg ihrer erdnahen Klugheit, mit ihrer Tapferkeit, ihrer strotzen, den Kraft, mit ihrem Streben nach Schönheit und Vollkotn. tnenlieit. mit ihrer Gier nach irdischen Gütern und Genuß läßt uns um so besser unsere Helden aus der heroischen Richterzeii. begreinui, die nicht mehr kämpfen, um ein geraubtes Weib zui üek/iierobei n, sondern im Auftrage einer höheren Macht, die die Menschheit auf eine habere Stufe bringen will. Dor' im nn hlii bes Treiben auch der Gölter, liier der Mensch im Dienste Gottes. Weiche Gegensätze! Wie der Wert des einen den Weit des anderen unter- .streich!, dci.ii Stii iknuler Golfes waren weder die Griechen noch die Juden! Welch reizvolle Aufgabe, endlich mit eigenen Augen sehen, vergleichen und sch'iel'lieh denken zu können! Jude sein in diesem Sinne heißt nicht, sich in einem engen Felde wie in einem Gefängnis cinziisi!,li. ßcn, nein, sich um. formen, sii h umbilden, ein neuer Mensch weiden. Wein lieh, eine gewaltige Aulgabe, die einem wohl als schwer. al»er nie aU kleinlich gellen dar!'. I Iochaehtungsvrrll Dr. D. Rubi« Juden und Jüdisches im Rundfunk Freitag, 16. April: Paris (1648), 12.45: Die Stimme Israels. — Brüssel (322), 13.30: Joseph Schmidt singt. Sonnabend, 17. April: Wien (507), 17: Riehard Tauber singt. — lliker-uiii II (301i, 22,45: U. a. „Ein Sommernuchtsträum", von Mendels, söhn. Sonntag, 18. April: Blässe! (484), 14: Seh.dlplalten, u. a. Vehudi Meiiubiu. — Luvemburg (1304), 10: Richard Tauber -singt. Montag, 19. April: Prag 1 (470;. 19.25: I). Papper: „Lines schönen I agek'. Tagesschule für Berufsvorlchre in Niederschünhausen. Das erste Schuljahr der Tagesschule ftir Berufsvorlehre in Ikrlin-Niederschönhauscn (Hermannstr. 64) ist beendet; die bisherigen -Schüler der Tagesschule sind der ordentlichen Berufsausbildung zugeführt worden. Arn 11. April begann das neue Schuljahr. Die Tagesschule für Berufsvorlchre erfaßt diejenigen Jungen, die nach vollendetem Schulbesuch ihre Bildung vertiefen und gleichzeitig in die handwerkliche und üärtnerarbeit eingeführt werden sollen. Der Schultag ist zu einem Teil theoretischem Unterricht und zum andern der praktischen Arbeit gewidmet. Der theoretische Unterricht soll neben der Abrundung der in der bisherigen Schule begonnenen Bildungsarbeit die sprachlichen Voraussetzungen für die Auswanderungsmöglichkeiten schaffen. Außer Kulturkunde, Judentiimskunde, Naturwissenschaften, Zeichnen und Musik nimmt der Sprachunterricht in Englisch und Hebräisch einen breiten Raum ein. Durch Arbeit in Werkstatt und Garten sollen die jungen Menschen allmählich eine innere Beziehung zur körperlichen Arbeit finden. Praktischer Unterricht wird in Tischlerei, Schlosserei und im Gartenbau erteilt. Für die auswärtigen Schüler und für diejenigen Berliner, die aus besonderen Gründen nicht im Eiternhaus wohnen können, besteht ein W o h n h e i m, das ebenfalls unter pädagogischer Leitung steht. — Die Kosten für die theoretische und manuelle Ausbildung einschließlich Verpflegung (Frühstücksmilch, Mittag, Vesper) betragen 50 RM. monatlich; für das Wohnheim wird ein weiterer Zuschlag von 20 RM. erhoben. Den Einkonunensverhaltnisseii der Erziehungsberechtigten entsprechend kann dieser Betrag gestaffelt werden. Der Anmeldung ist beizufügen: ein Lichtbild, ein ausführlicher Lebenslauf (besondere Interessen, Berufswunsch, etwaige Buiideszugehörigkeit, jüdische Kenntnisse) und eine Abschrift des letzten Zeugnisses. Alle Anfragen sind an die Tagesschule für Berufsvorlchre (Berlin-Niederschönhausen, Hermannstr. 64) zu richten. Rückporto beilegen! Mehrere unserer Mitarbeiter und Korrespondenten im Ausland beschweren sich, daß auf Grund von Veröffentlichungen in der „Jüdischen Rundschau" aus unserem Leserkreise schriftliche Anfragen (besonders solche, die die Verhältnisse in Einwanderungsländern betreffen) an sie gerichtet werden, ohne daß Rückporto beigelegt wird. Wir werden ersucht, darauf hinzuweisen) daß Anfragende, die sich in privaten Angelegenheiten um Auskunft an jemanden wenden, unbedingt Rückporto bzw. internationale Antwortscheine beilegen müssen, da derartige Adressaten häufig eine ganze Anzahl von Briefen erhalten und nicht immer bereit sind, diese auf eigene Kosten zu beantworten. Todesfälle. Henry Goldman starb am 4. April fn New .York kurz vor Vollendung seines 80. Lebensjahres. Sein Vater, der aus Deutschland nach Amerika ausgewandert war, gehörte vtt den Begründern des Bankhauses Goldman, Sachs »k Co. Henry Goldman hatte als Teilhaber der Firma, der er bis kurz nach dem Kriege angehörte, den Aufstieg der Finna, die an der Entstehung großer amerikanischer Unternehmungen maßgebend beteiligt war, mitgeleitet. Seit seinem Rücktritt aus der Leitung des Hauses hatte er ' sich in großzügigster Weise philanthropisch betätigt. Mit Deutschland stand er auch in seiner philanthropischen Arbeit in engen Beziehungen. Insbesondere hatte er in den Jahren nach dein Kriege zur Förderung wissenschaftlicher Arbeiten in zahlreichen Fällen Hilfe geleistet. In den letzten Jahren hatte Henry Goldman immer wieder besonderen Anteil durch tätige Hilfe an den Arbeiten des Zeutralausschusscs für Hilfe und Aufbau bei der Reichsvertretung der Juden in Deutschland genommen. Das Hilfswerk der Juden in Deutschland verliert mit Henry Goldman einen seiner besten und warmherzigsten Freunde. Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland hat an die Witwe Henry Goldmans ein Beileidsfelegramtn gesandt. — Am 11. April wurde in Bad Ems Bezirksrabbiuer i. R. Dr. Laser Weingarten unter großer Beteiligung des ganzen Rabbinatsbezirkes und vieler Freunde zur letzten Ruhe geleitet. 1S63 in Fclsbcrg bei Kassel geboren, war er seit 1. 2. 1SQ0 Bezirksrabbiner in Bad Ems. Im Jahre 1892 gründete er das Sanatorium „Einser Heilquelle" für kurheilürftige minderbemittelte Juden. Im Jahre 1807. gründete er das „Israelitische Zentral-Waisen- und Mädchenheim'-, in welchem eine große Anzahl jüdischer Waisen unter seiner persönlichen Aufsicht erzogen wurden. Auch war er Mitbegründer der Eintracht-Loge in Koblenz.. Eine besonders wichtige Gründung des Heimgegangenen gemeinsam mit seinem Freunde Benno Jacoby, Sayn und verschiedenen Gönnern war der Hilfsverein für unbemittelte jüdische Nerven- und Gemütskranke. Das von dem Verstorbenen gegründete Waisenhaus ist inzwischen in das Alters- und Erholungsheim für jüdische Lehrer, Kantoren und Sozialbeamte umgewandelt worden. Am Grabe des Verstorbenen, der seit l'FJl im Ruhestande lebte, sprach sein Amtsnachfolger, Bezirksrabbiner Dr. Laup heimer, Bad Ems, zu Herzen gellende Worte. •— In Duisburg verstarb kürzlich Rechtsanwalt Paul Loewe, einer der ältesten rheinischen Zionisten. Er gehörte zu den ersten aus westjüdischem Kreis stammenden jungen Studenten, die sich am Anfang dieses Jahr-< hundert* "der zionistischen Bewegung anschlössen. Dieser gütige und humorvolle Mann, der jahrelang dem Vorstand der Zionistischen Ortsgruppe Düsseldorf angehört und sie auch mehrere Jahre geleitet hat, war in den letzten Jahren mehr und mehr auf Grund seiner angegriffenen Gesundheit vereinsamt, so daß er der jüngeren zionistischen Generation nicht mehr bekannt war. Denen, die ihn gekannt haben, bleibt die Erinnerung an einen treuen und ergebenen Zionisten, Die Wizo auf der Pariser Weltausstellung. Im Palästina- Pavillon auf der Pariser Weltausstellung dieses Sommers wird auch die Wi/o Bilder aus ihrer Arbeit in großen Photos zeigen. Eine Reihe von schönen Aufnahmen sind hierzu neu angefertigt und mit allem übrigen Material des Palästina-Pavillons bereits versandt worden. (Wi/o-Pressedienst.) Der Planist Bernhard Abramowitsch, der vor kur« zem nach Amerika ausgewandert ist, gab am 23. März, in Portland (Oregon) sein erstes Konzert mit großem Erfolge. Ihre Umzüge und Transporte jeder Art nach allen Teilen der Welt Gepäckbeförderung / Lagerung Verpackung / Versicherung durch BRASCH & ROTHENSTEIN INHAtlt HARRY W. HAMACHER Hauptgeschäft: BERLIN NW40, Lüneburger Straße 22 / Ruft Zweigniederlassungen an ollen verkehrswichtigen Plätzen 35 6641