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Jüdische Rundschau · 1937-04-01 · Heft 26 (1.4.1937) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 26 (1.4.1937)
Date
1937-04-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 JOOISCHE RUNDSCHAU Nr. 26, 1. 1/1937 Max Kollenscher Der Kreis der Juden aus Deutschland, die seil ungefähr drei bis vier Jahren in Lrez Israel eine neue Heimat gefunden haben, hat begonnen, sich in Tel-Awiw zu verwurzeln. Viele von ihnen sind in Tel-Awiw und im Anschluß daran auch in anderen palästinensischen Städten und Dörfern im Nationalrcligiöscn Verein „Ichud" (Ichud, Aguda Ii lc'umit-dntfth) vereinigt. Diese Vereinigung, vor ungefähr drei Jahren gegründet, wählte zu ihrem ersten Vorsitzenden den früheren Berliner Rechtsanwalt Dr. Max Kollenscher. Kollenscher, der noch am Mittwoch (10. Mär?) abends in voller f rische die Yorstandssilzung des „Ichud" leitete, und der noch am Donnerstag abend in der Zionistisch-Akademischen Gesellschaft einen Vortrag gehalten hat, erkrankte am Freitag nachmittag an einer Angina, die sofort böse auftrat, und Dienstag nachmittag wurde er bereits unter Teilnahme vieler Hunderte auf dem Friedhofe zu Tel-Awiw beigesetzt. Die Nachricht von seinem Tode erweckte nicht blaß eine tiefe Teilnahme in Tel-Awiw, sondern in allen Kreisen der Juden aus Deutschland. Diesen Gefühlen gab beim Abschied von seinem Hause der Rabbiner des „Ichud*', Dr. Emil Kathan L e v i, lebhaften Ausdruck. Namens der Berliner Jüdischen Gemeinde sprach Dr. Aharon S a n d 1 e r, der mit Kollenscher zusammen im Vorstaride der Jüdischen Gemeinde Berlins jahrelang gearbeitet hatte. Für die „Irija" sprach der Bürgermeister Rokach von den hohen Idealen und der praktischen jüdischen Arbeit des Verstorbenen. Namens des „Ichud" sprach Prof. Heinrich Loewc und im Namen der Zionistisch-Akademischen Gesellschaft gab Prof. Dr. Julius Moses Zeugnis von dem zionistischen und wissenschaftlichen Wirken des Verstorbenen. Zuletzt nahm Dr. Kalmus von dem Heimgegangenen Abschied als persönlicher Freund und als zionistischer Kamerad aus und seit den Tagen Theodor Hcrzls. Aus den polnischen l.andcstcilen der ehemaligen preußischen Monarchie sind zum großen Teile die Männer gekommen, die in der Assimilation die Rettung und den Aufstieg der Juden erblickten. Sie wurden Führer der religio-.'.-tt Refwinbcwcgung, aber auch die Hauptträger der M.'i^ev.'.miVn und Mischehen. Aber aus derselben Provinz Posen sind auch zum großen Teile die Männer gekommen, die trotz aller Kenntnis westeuropäischer Kultur so tief im Judrntume wurzelten, daß sie einen wesentlichen Teil zum Aulbau nationalen Judentums und der zionistischen Bewegung in Deutschland bt itrugen. Zu diesen gehört Max Kollenscher. Er, der in der Her/Ischen Zeit sich als ganz junger Mann der Bewegung anschloB, und der ein getreuer Waffengefährte David Wolffsohns wurde, hat an der Organisierung des Zionismus in der Provinz Posen größten Anteil. Ais die dcutsehiiihieiideu Juden Posen in größter Zahl verließen, sah Kollenscher kein Betätigungsfeld mehr für sich in der alten Heimat und wandte sich nach Berlin. Schon nach kurzer Zeit entsandte die inzwischen siegreich vorwärts- KtHernie (zionistische) ..Jüdische Volksparlei" Kollenscher in den Vorstand der Berliner Gemeinde. Zeitweise war er stellvuInternier (jemeintlevorsit/eiuler, aber fast die ganze Zeit der S c h u I de/ement der Gemeinde. Als solcher hat er das indische Schulwesen auf neue Grundlagen gestellt. .Mit großem Fleiß arbeitete er an alh n Stehen personlich mit und gab Weisungen und griff seihst tätig ein. Ihm ist es zu verdanken, daß ein jüdisches Schulwesen in Berlin bereits vorgebildet war, ehe der neue Strom die Juden zwang, eigene Schulen zu schaffen. Wenn er selbst, der immer eifrig hebräisch lernte, es nicht wagte, öffentlich hebräisch zu reden, so lag das an seiner großen Gewissenhaftigkeit auch der Sprache gegenüber, die er nicht falsch oder ungeschickt sprechen wollte. Kollenschers Wirksamkeit, der auch auf Zionistcnkongressen und zionistischen Delegiertentagen seine Stimme hören ließ, erstreckte sich auch auf den „Preußischen Verband jüdischer Gemeinden" und auf den gleichgerichteten „Reichsverband", in dem freilich die Zionistcn sich noch nicht durchgesetzt hatten, als der Umsturz des Jahres 1933 die luden einer ganz neuen Situation gegenüberstellte. Aber auch liier wurden seine wissenschaftlichen Arbeiten, sowie seine theoretischen Voraussetzungen und seine praktischen Anregungen führend. Fin ganz neues Leben begann für ihn, als er 1033 nach Erez Israel übersiedelte. Wie schon erwähnt, gründete er mit uns den religiös-nationalen Verein „Ichud". Der Verein richtete einen überaus besuchten Gottesdienst im Jascha- Cheifez-Saaie ein, hatte an den I eiertagen große Nebengortesdietiste und schließlich eine standige Filiale in der Jarkonstraße. Mau schuf unter Kollenschers Leitung oder auf seine Initi&tivc viele Institutionen, die in westeuropäischen Gemeinden da/n beigetragen haben, mit dem nationalen Inhalte jüdischer Weltanschauung die Formen der Aesthctik zu verbinden. Der Verein wurde so ausgebaut, daß er ein Vorbild politischer, sozialer und kultureller Gemeindearbeit sein kann. Aber vor allein wurde der Grundsatz, alles im engsten Zusammenhange mit der allgemeinen Kehilla zu führen, so streng durchgeführt, daß der „Ichud" die Anerkennung als die offizielle Vertretung der westeuropäischen Juden beim Waad-Hakehilla von Jaffa — Tel-Awiw erhielt. Gerade jetzt war Kollenschers Tätigkeit an dem Punkte angelangt, daß ilnse Anerkennung auch von der Stadtverwaltung sich Bahn brach; demnächst wird eine große und würdige Synagoge in Tci-Mviw entstehen, die vom „Ichud" geleitet wird. Es ist eine besonder«- Tragik, daß gerade in diesem Augenblicke Kc IU rwher seiner Tätigkeit entrissen worden ist. Kollenscher hatte für jeden Menschen freundlichen Rat, und wenn es nur anging, hilfreiche Förderung. Auch dem Gegner gegenüber wußte er die verbindlichste Form zu finden, ohne grundsätzlich vor ihm die Waffen zu strecken. Er, der ein gewandter Verteidiger war, konnte auch als scharfer Ankläger auftreten, aber nicht gegen Personen, sondern gegen Ideen, die er für unrichtig hielt. Max (Schlomo Michael ben Jeliuda) Kollenscher ist von uns geschieden. Aber sein Geist lebt unter uns. Sein Andenken wird unter uns zum Segen fortleben, zum Segen für das nationale Judentum im nationalen Heimatlande. Heinrich Loewe (Tel-Awiw) * Das Präsidium der „H itachduth Olej Germania" veröffentlicht in ihrem Mitteilungsblatt einen überaus warmen und herzlichen Nachruf für Max Kollenscher. Die palästinensischen Zeitungen nahmen gleichfalls von Kollenschers Ableben gebührend Notiz. Das Gemein dcblatt der Jüdischen Gemeinde Berlin widmete dem Verstorbenen einen Gedenkartikel. Spiegel der Ereignisse Petach Tikwah Stadtgemeinde Pctach Tikwah wurde zur Stadtgemeinde erklärt und damit eine zweite rein jüdische Stadt in Palästina geschaffen. Wie in Tel-Awiw, besteht die Stadtverwaltung aus einem Bürgermeister und 15 Stadträten. Auch die Wahlbestimmungen, einschließlich des Fraucnwahlrechts, sind dieselben wie in Tel-Awiw. Politik und Terror In einem amtlichen Communique wird mitgeteilt, daß der High Commissioner bei «einem Besuch in T i b e r i a s eine Delegation jüdischer Siedler aus J a w n i e I empfing, denen er seine Anteilnahme an ihren gegenwärtigen Schwierigkeiten zum Ausdruck brachte. Danach besuchte Sir Arthur U aiebope Balfouria und Merchavia, wo er mit den Leitern der Siedlungen im Emelc Fragen der Sicherheit sowie das Problem der Hilfspolizisten besprach. Die neueingcstellten Hilfspolizisten in Galiläa, die bisher nur die Grenzen der jüdischen Siedlungen bewacht haben, sind nunmehr vom High Commissioner ermächtigt worden, mit Waffen die Felder a b z. u p a t r o u i! 1 i e r c n und die Verfolgung von Verbrechern aufzunehmen. Der Kihbuz A k i b a bei Chcderah wurde nachts von Arabern beschossen. Ein jüdischer Wächter feuerte einen Schuß ab und tötete einen der Angreifer. Er stellte sich sofort der Polizei und wurde vorläufig in Haft .genommen; eine Untersuchung ist im Gange. Vor einem arabischen Cafe" in der Nähe von Beit Dajan gelangte eine Bombe zur Explosion. Drei Araber, die leicht verwundet wurden, erklärten, daß der Attentäter ein europäisch gekleideter Motorradfahrer war. In ein arabisches Cafehaus in Y a z u r bei Jaffa ist eine Bombe geschleudert worden. Fünf Araber wurden verletzt, drei von ihnen schwer. Im Zusammenhang mit diesem Anschlag wurde ein Chauffeur der Autobuslinien in Südjudäa testgenommen. Da er nachweisen konnte, daß er sich zur Zeit des Anschlages ununterbrochen in Tel-Awiw aufgehalten hafte, wurde er freigelassen. Ein zweiter Araber ist den Verletzungen erlegen, die er am Vi. März bei den Bombcnaltentaten auf das arabische Cafe5 in Jerusalem erlitten hat. Auf der Chaussee von Nablus nach Jenin wurde von acht bewaffneten Arabern ein Raub Überfall auf drei Autos verübt, deren arabische Insassen um über 50 Pfund beraubt wurden. In Jaffa wurde ein reicher A r a b c r aus dem Hinterhalt überfallen und leicht verwundet. Zehn verdächtige Araber wurden festgenommen. Auf einen jüdischen Schafhirten in der Nähe von Sedschera wurden Schüsse abgegeben, die jedoch ihr Ziel verfehlten. Abends war Sedschcra das Ziel eines halbstündigen Kugelregens aus allen Richtungen. Hilfspolizisten erwiderten das Feuer; Verluste werden nicht gemeldet. Der Wächter von Kfar Jeclieskel wurde von zwei Arabern verwundet, die auf den Feldern der Kolonie widerrechtlich mähten. Trotz seiner Verwundung gelang es dem Wächter, einen der beiden Araber festzuhalten, bis die Polizei eintraf. Das Verschwinden von Jakob» Z w a n g e r, eines 54jährigen Ingenieurs aus Ramat Gan, tler seit drei Wochen vermißt wärd, fand seine Aufklärung, als in der Nähe von Rechowoth seine Leiche gefunden wurde, die Messerstiche und Würgemale aufweist. Der jüdische Kompagnon Zwangers wurde unter dem Verdacht der Täterschaft aus privaten Motiven verhaftet. Wirtschaft Der Zifrus-Exjtoft der diesjährigen Saison beläuft sich aut 9','4 Millionen Kisten, ist also um 3>/2 Millionen gegenüber dem Vorjahre gestiegen. Die Behörden haben Genehmigung zum Löschen weiterer Warengathingcn an der Tel-Awiw er Mole erteilt, darunter auch Eisen- und Glaswaren sowie Leitungsrohre. Die Eller ns Bank hat ein Palästina-Wirtschaftsjahrbuch 1036 herausgegeben, das Interessenten kostenlos zur Verfügung steht. In Jerusalem wurde eine Fabrik zur Herstellung von Aluminium geraten errichtet. Das Unternehmen beschäftigt zurzeit 13 Arbeiter. Die erste Fabrik für elektrischen Draht in Palästina hat ihre Erzeugnisse auf den Markt gebracht. Bei der Anfang März von der Histadruth Haowdim durchgeführten Zählung der jüdischen Arbeiter in den Städten und Kolonien ist festgestellt worden, daß es gegenwärtig 17 000 jüdische Landarbeiter in Palästina gibt. Die Verwaltung der A. M. & J. H eil bronner Bank in Jerusalem wird der am 31. März stattfindenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 6 o/o (im Vorjahr 4 °,'o) vorgeschlagen. Neben der deutschen Levante-Linie GmbH., Hamburg, hat nunmehr auch die Schuldt-Orient Linie Hamburg die regelmäßige direkte Bedienung von Tel-Awiw in ihren Fahrplan aufgenommen. Eine besondere Konnossementsklausel räumt der Reederei das Recht ein, die für Tel-Awiw bestimmten Güter in Haifa oder in einem anderen sicheren Hafen zu löschen. Persönliches Der Schweizer Bundespräsident Motta traf Ostermontag zu einem kurzen inoffiziellen Besuch in Haifa ein Dr. Magncs trat mit seiner Gattin am 31. März eine Europa-Reise an; er wird einen längeren Urlaub zusammen mit Herrn und Frau Felix War bürg verbringen. Das Mitglied der Jewish Agency-Exekutive, Izchak O r ü n b a u in, kehrte von einer Europarcise nach Palästina zurück. Sir Ncill Malcolm, der Völkerbundskommissar für das Flüchtlingswesen, traf zu einem zweiten Besuche in Palastina ein. Er weilte in Jerusalem und besuchte auch Rechowoth, wo für ihn beim Sieff-Institut und bei der landwirtschaftlichen Untersuchungsstation ein Empfang veranstaltet wurde. In den letzten Tagen läßt sich in Palästina eine verstärkte Touristenbewegung feststellen. Innerhalb weniger Tage sind über 800 Touristen eingetroffen. Gegenwärtig weilt in Palästina auch die Witwe des früheren amerikanischen Präsidenten Taft. Sie hat Haifa, Jerusalem und andere Teile Palästinas besucht. Professor B. C h a j e s, der früher in Berlin lebte und jetzt als Einwohner von Tel-Awiw die palästinensische Landesbürgerschaft erworben hat, ist vom Internationalen Arbeitsamt in das Komitee für Industriehygiene gewählt worden. Er ist der erste Palästinenser in einer Völkerbundskörperschaft. An der Kadoorie-Landwirtschaftsschule In Atulch fand die Feier der Entlassung der 21 ersten Absolvenlen statt. Der Leiter des Landwirtschafrs-Departernents der Regierung, Mr: Dawe, verteilte die Zeugnisse. Zwei der Studenten erhielten Geldpreise. Die Feier härte bereits im vorigen Sommer stattfinden sollen, wurde jedoch infolge der Unruhen verschoben. Neun männlichen und sieben weiblichen Studenten, die Ihre Studien an der Hebräischen Universität vollendet haben, wurden anläßlich einer kleinen Feier im Universitätsgebäude Diplome überreicht. Das siebzehnte Diplom hätte dem während der Unruhen ums Leben gekommenen Studenten Gerschon Moshieoff verliehen werden sofleh« Simeon B e 1 k i n d, Angehöriger der Bilu-Gruppe and einer der Gründer von Rischon-le-Zion, starb im Alter von 72 Jahren. Er war lange leidend, und der Verlust seines Sohnes, der kürzlich bei Kfar Saba von Arabern ermordet worden ist, hat sein Leiden verschlimmert Der Verstorbene war ein Schwager von Josua Flankin, Besuch bei Emir Abdullah In den „Münchener Neuesten Nachrichten" setzt Giselher Wirsing seine Artikelserie über eine Orientreise fort, über die wir bereits in Nr. 22 berichtet haben. Er schildert am 21. März einen Besuch bei Emir Abdallah in Amman. Nach dem Bericht erklärte der Emir u. a., er habe volles Vertrauen zu seinen englischen Freunden in der Pdlästinafrage. Lord Peel, der Vorsitzende der Kgi. Kommission, habe ihn privat besucht und er könne nicht glauben, daß das Kabinett in London die berechtigten arabischen Forderungen unberücksichtigt lasse. „Wir sind überzeugt, daß die englische Regierung genug Staatsweisheit besitzt", sagt er wörtlich, „um einen Ausgleich aus einer unerträglichen Situation zu finden. "Wir können uns nicht vorstellen, daß der Peel-Bericht dasselbe Schicksal erleben sollte wie die Berichte einiger vorhergehender englischer Kommissionen. Der Plan, Palästina in verschiedene Kantone zu zerlegen, ist aufgegeben. Die Extremisten in Palästina werden allerdings nie zufrieden sein. Wir arabischen Herrscher werden indes unsere Söhne in Palästina weiterhin beraten und Sie wissen, daß wir ihnen immer zur Mäßigkeit geraten haben." Weiterhin habe der Emir erklärt, daß die Grenze zwischen Palästina und Transjordanicn nichts Natürliches sei. Er sei fest davon überzeugt, daß eines Tages ein „arabischer Bismarck" kommen werde, der diese Länder so einigt, wie auch Deutschland einmal geeinigt worden ist. Dann werde sich auch die Frage der Dynastien von selbst lösen. Wirsing weist darauf hin, daß der Emir mit dem Beispiel Bismarcks andeuten wollte, daß keine Lösung des Palästinaproblems einer späteren größeren arabischen Verbrüderung entgegenstehen soll. schönen Zvpressen, umgeben von einer niedrigen Steinmauer als Bank zum Ausruhen. Eine kurze Inschrift in den drei Landessprachen weist auf Alexander Bacrwald hin, der diese Stelle stets als seinen Lieblingsplatz auf dem Karmel bezeichnet hat. Zur Feier waren die Freunde des Verstorbenen und die Vertreter des Jischuw erschienen; als Vertreter der Regierung hielt Distriktsgouverneur Keith Roach eine Ansprache, in der er das Verständnis Baerwalds für Architektur und Landschaft pries. Im Technion findet eine Ausstellung seiner Oelbilder, Zeichnungen und Architektur-Entwürfe statt, die von Frau Lotte Baerwald und Prof. Hermann Struck würdig vorbereitet ist A. b. J, Barmiwah-Termln: Am 10. Apri! (29. Nissan): Herne Ehr mann, Sohn von Dr. L. Ehrmarin, Jerusalem, King George Ave. 27. Alexander Baerwald starb IW0. Jetzt, 1937, hätte er seinen 60. Geburtstag gefeiert. Er bat nur einen Teil seines Werkes vollenden können, das er sich für Palästina als Aufgabe gesetzt hatte. 1909 kam er zum erstenmal ins Land mit (lern Auftrag, die Pläne für das Technion zu machen. Seit diesem Besuch hing sein Herz an dem Land, dessen Schönheit er in seinen Oelbildern und Zeichnungen dargestellt hat. 1910 begann der Bau des Technions, der bis 1914 dauerte. Im Technion weist eine Gedenktafel auf Alexander Baerwald, den Erbauer, hin. 1914, bei Ausbruch des Krieges, verließ er das Land, um seiner Dienstpflicht in Deutschland zu genügen. 1925 kehrte er nach Palästina zurück, und zwar als Leiter der Architektur-Abteilung des Technions. Viele Schüler hat er erzogen; unter ihnen Gasko, der jetzt den Plan für das Erinnerangsmal für ihn auf dem Karmel entworfen hat. Am 25. März wurde es feierlich eingeweiht. Es besteht aus einer Gruppe von hohen, dunklen, besonders Boden ist Freiheit Nur auf eigenem Boden werden wir unser Leben frei gestalten können Unsere Kinder stehen am Ende ihrer Schulzeit vor der Frage ihrer Zukunft. Sie wollen ein Leben der Arbeit in Freiheit und Wurde in Erez Jisrael führen und brauchen daher Boden Spendet zu Peßacli Boden für die Freiheit unserer Kinder KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Berlin>V15,Meinekcstr.lO Postsdietkkto.Rcrlin 28247 AeuBerste Preise lür Teppiche - Gardinen - Laufer TEPPICMMAUS -ZENTRUM Berlin CS, Spandauer StraDe 26 an der KSnlgttraB»

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