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Jüdische Rundschau · 1937-04-01 · Heft 26 (1.4.1937) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 26 (1.4.1937)
Date
1937-04-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Modische Rundschau •^•^!kt^L?**J*\u '^LiJ^L^^L Nr. 26, I.APRIL 1937 Das Neueste Jüdisches Sicherheitskorps Jerusalem, 30. 3. 37 Die Werbungen für das neue aus 750 Mann bestehende jüdische Sicherheitskarps sind, wie die JTA. erfährt, abgeschlossen. Das Korps, das unter Kommando britischer Offiziere stehen wird, nimmt am I.April den Dienst auf. Aus verläßlicher Quelle wird gemeldet, daß das neue Grenzkorps, das gegenwärtiggebildet wird, den Kern einer stärkeren Truppe darstellen soll, deren Aufgabe die Bewachung der ganzen nördlichen (i r c ri z e sein wird. Dem Korps wird ein Motorboot für Wachtdicnst am Jordan zur Verfügung stehen. An der Klagemauer Während der Peßachfeicrtage haben etwa 10 000 Juden an der Klagemauer Gebete verrichtet. Das Organ der extrem-nationalistischen arabischen Istiklal Partei' „El Dschainea el lslainia", befaßt sich mit dem starken Besuch der Klage m aicr anläßlich der Pcllach- F eiertage und erklärt, das Zusammenströmen so vieler Juden an der Mauer sei eine Herausforderung für die Araber, Lage in Tiberias wieder verschärft Jerusalem, 30. März. <J TA.) Die Lage in Tiberias hat sich neuerlich verschärft. Am Mittwoch Morgen haben Araber wieder begonnen, jüdische Passanten in den StralScn mit Steinen zu bewerfen. Iis kam zu kleineren Zusam m e n - stoßen, wobei zwei Araber und ein JnJc vorhattet wurden. Das Berufungsgericht hat die Verurteilung des jüdischen Einwohners von Tiberias Nissiin Toledano zu zwei Jahren Gefängnis aufgehoben. Toledano war verurteilt worden, weil er sich bei den Unruhen am 19. Februar zur Wehr gesetzt hatte. Nach dem Freispruch durch das Berufungsgericht wurde er sofort auf freien Fuß gesetzt. Schwere Zusammenstöße Jerusalem, 25. März (Palcor.) Zu einem der schwersten Zusammenstöße in letzter Zeit kam es heute in M esc ha, •wo eine zehn Mann starke Araberbande zwei jüdische Hilfspolizisten überfiel. Jüdische Wächter eilten den Ueberfallenen sofort zur Hilfe, kurz darauf traf auch Polizei aus Afuleh, Tiberias und Nazarcth ein, während die Bande durch bewaffnete Araber aus den umliegenden Dörfern verstärkt wurde. Im Laufe des dreistündigen Gefechtes wurde ein Araber getötet und einer verwundet. Ein jüdischer Hilfspolizist wurde heute leicht am Bein verwundet, als eine Bande bewaffneter Araber einen Ueberiall aut Fcldarbcitcr bei Klar Ta bor verübte. Polizei aus Nazareth war sofort zur Stelle; in dem darauf folgenden Ueiecht mit der Bande wurde ein Araber verwundet und festgenommen. — Die später eingeleiteten Untersuchungen haben mit Hilfe von Spürhunden zur Verhaftung von acht Arabern in einem arabischen Dorf geführt. Außerdem wurden in verschiedenen Häusern blutbefleckte Kleidungsstücke gefunden, die von dim Spürhunden identifiziert wurden und darauf hindeuten, elall die Banditen Verwundungen erlitten haben. Die Hunde verfolgten dann die Spur zu einem zweiten Dorf, wo acht weitere Araber verhaltet und nach Nazareth geschafft wurden. Sie wurden sofort abfeurteilt, und zwar erhielt jeder sechs Monate Geä n g n i s. Lord Lloyd in Palästina Lord Lloyd, der ehemalige High Commissioncr für Aegypten, der sich gegenwärtig in Palästina aufhält, hatte Besprechungen mit dem Mufti und mit Ben-Gurion. Die arabische Presse schließt daraus, daß Lloyd zum Nachfolger von Sir Arthur Wauchopc bestimmt worden ist. Lord Lloyd hat auch die Hebräische Universität besucht und sich mit dem Rechtsberater der Jewish Agency, Bernard Joseph, und Prot. B « n t w i c h eingehend über Probleme des Palästina-Aufbaus und der Universität unterhalten. Die neue Notverordnung Von unserem palästinensischen Korrespondenten Joseph Aronowicz Im Alter von 00 Jahren ist der palästinensische Arbeiterführer und Schriftsteller Joseph Aronowicz gestorben. Lange vor dem Kriege hatte sich Aronowicz, der aus Rußland stammte, als Landarbeiter in Palästina niedergelassen. Er war einer der Gründer der Bewegung des „Hapoel llazair" und redigierte seinerzeit gemeinsam mit J. Ch. Brenner die gleichnamige Wochenschrift. Aronowicz war ein glühender Nationalist und lange Zeit der Wortführer der auf Hebraisierung und Selbstarbeit gerichteten zweiten Aüjah. Beim Kriegsausbruch übersiedelte Aronowicz mit der Redaktion des „Hapoel Hazair" nach Alexandrien und kehrte nach Palästina zurück, sobald die Möglichkeit hierzu gegeben war. Zuletzt war e- Stadtrat von Tel-Awiw und Direktor der Arbeiter Bank. Aronowicz war eine der angesehensten Figuren der alten Garde der Palästina-Siedler. Er gehörte dem Kreis um A. D. Gordon an und hat zu der Gesamtausgabe von Gordons Werken die biographische Einleitung geschrieben, die auch m die deutschsprachige Auswahl „Erlösung durch Arbeit" (Jüd. Verlag Berlin) aufgenommen ist. Zuletzt veröffentlichte Aronowicz in „Mosnajim" einen umfangreichen historisch-politischen Essay „Disputationen'', worin er. ausgehend von der Arbeit der Peel-Kommission, darlegte, wie das jüdische Volk im Laufe der Geschichte immer wieder gezwungen war, sein Lebensrecht in Disputationen mit Machthabcrn aller Art zu Verteidigen; die Juden, so endete dieses letzte Vermächtnis des nun Verstorbenen, müßten wissen, daß sie von anderen nur wenig zu erwarten haben und daß die Auferstehung des jüdischen Volkes nur dessen eigenes Werk aus eigener Kraft sein könne. * Das Begräbnis fand in Tel-Awiw unter Beteiligung einer nach Tausenden zählenden Menschenmenge statt. Linter den Teilnehmern befanden sich prominente Persönlichkeiten aus Stadt und Land, sowie Angehörige der Bilti-Gruppc. Grabreden wurden nicht gehabten. Zum Zeichen der Trauer legte der ganze Jischuw nachmittags die Arbeit nieder. Abends fand in Tel-Awiw eine Trauerfeier statt, bei der Ben-Gurion und Sprinzak die Hauptredner waren. — Der Verband der Moschwc üwdim hat beschlossen, die nächste Siedlung nach Aronowicz, und zwar Beth Joseph, zu benennen. Bomben in Jerusalem 81- Tel-Awiw, 21. März Die Antwort des Staatssekretärs für die Kolonien im englischen Parlament auf eine Anfrage über die letzten Inzidente im Lande, die diese als eine Folge der schweren ö k o nomisc Ii c n L a g e unter den Arabern erklärte, war in Palästina wie auch so manche Aeußerung der hiesigen Administration in der letzten Zeit mit einem etwas ironischen Lächeln aufgenommen worden. Zwar wird es niemandem einfallen zu leugnen, daß der Streik des letzten Sommers und die ihm folgende Unsicherheit die arabische Wirtschaft schwer geschädigt hat und daß die Stagnation in der jüdischen Wirtschaft auch den arabischen Sektor ungünstig beeinflußt. Aber es heißt doch, den Bogen überspannen, wenn man diese ökonomischen Faktoren auch einfach für die Terroristenakte verantwortlich macht und — sich damit über sie zu beruhigen versucht. Und geradezu wie eine Antwort auf die Erklärung von Ormsby-Gorc platzte gleich darauf in der Hauptstraße an ihrem belebtesten Punkte eine Bombe, die etlichen Schaden anrichtete und viele verwundete. Ein paar Bomben in anderen Stadtteilen trugen erheblich dazu bei, die Erregung zu erhöhen, und nach zwei Wochen relativ normalen Lebens mußte Jerusalem wieder eine Nacht die Sperrstunde über sich ergehen lassen, und Ormsby-Gore wird diesen Akten schwer ökonomische Motive unterlegen können. Und dann folgten die Ereignisse Schlag auf Sehlag. Aufruf des Obersten Arabischen Rates Die Aeußerung des Obersten Arabischen Rates, daß er die Terrorakte m i ß b i I I i g e, die im englischen Parlament als Antwort auf eine Anfrage zitiert wurde, hat in Palästina bei ihrem Erscheinen vielfach ironisches Kopfschüttcln hervorgerufen. Die Situation liegt ja so eigenartig, daß sieh wohl für diese Körperschaft die Möglichkeit bietet, diese „Akte privat gutzuheißen und öffentlich zu verdammen", wie es kürzlich treffend formuliert wurde. Die Akte der allerletzten Zeit konnten ja nur zweierlei Erklärungen für die Aeußerung des Obersten Arabischen Rates zulassen: entweder stützt er wirklich im geheimen diese Morde und leugnet sie öffentlich ab, weil er fühlt, daß damit sehlecht Propaganda zu machen ist, oder er ist heute noch weniger als früher imstande, die zahlenmäßig geringen, aber sehr aktiven und skrupellosen Elemente in Schach zu halten. Die Lage hat dann die arabische Führung, die gleich nach der Rückkunft des Mufti aus Mekka verschiedene Beratungen abhielt, zu einem weiteren Schritt gezwungen: es erschien ein Aufr u f, der zur Ruhe mahnte und sich in diesem Beschluß nach bereits bekanntem Rezept auf den Rat der arabischen Fürsten und Könige stützt, die für das Wohl Palästinas sorgen wollen. Die Formulierung des Aufrufs ist in der hebräischen Presse mit einiger Skepsis kommentiert worden. Sieht sie doch von allen gegen die Juden gerichteten Terrorakten ab und begnügt sich mit einer Verdammung der gegen die Araber gerichteten Attacken. Immerhin ist diese Deklaration insofern von Bedeutung, als die autoritative arabische Stelle zur Ruhe mahnt und damit diese — zum mindesten für den Moment, das heißt wohl bis zum Erscheinen des Kommissionsberichtes — auf eine Politik der Ruhe festlegt. Ohne Zweifel steht auch heute ein großer Teil der arabischen Oeffentlichkeit ebenso wie auch der proarabischen englischen Kräfte hinter diesem Kurs. Wie er sich durchsetzen wird, kann als Maßstab dienen, inwieweit das arabische Komitee die Aktionen der Araber in Palästina leitet und beherrscht. Rückkehr des High Commissioner Freilich haben sich in den letzten Tagen die Verhältnisse so rasch entwickelt, daß wir nicht mehr die Möglichkeit haben, dieses Experiment auf die Kontrolle der arabischen Führung über die Terroristen unter den früheren Umständen zu machen. Denn mit der Rückkehr Sir Arthur W a u - eliopes nach Palästina haben sich die Verhältnisse mit einem Schlage geändert, und wenn die Terrorakte jetzt wirklich aufhören oder viel geringer werden sollten, so wird man diese Tatsache verschiedenen Ursachen zugleich zuschreiben müssen. Der Zustand, den der ()berkommi}>sar bei seiner Rückkehr nach Palästina vorfand, gab zu den ernstesten Besorgnissen Anlaß. Neben den verschiedenen Morden, auffallenden Diebstählen und dem Gefühl der allgemeinen Unsicherheit hatte man an vielen Stellen die Empfindung, daß umfangreiche Vor bereit ung c n f ü r g r ö ß e r e A k t i o n c u im Gange waren. Gerüchte über weiterlaufenden umfangreichen Waffciischmuggel hielten sich ebenso hartnäckig wie über militärischen Drill arabischer Abteilungen an verschiedensten Stellen. Man hat sich seit dem vorigen Sommer immer wieder darüber gewundert, daß die Regierung nichts fm- (ije i ntwaffnung des Landes und die entsprechende Ueberwaehung der Grenzen unternahm. Dieses Erstaunen ist bei den genannten Gerüchten noch stärker gewoiden. Und die gioßc Frage war: Was wird Sir Arthur Wauchopc bei seiner Rückkehr tun? (Die Pessimisten fragten: Wird er überhaupt etwas tun?) Die Notverordnung Auf die Beantwortung dieser brennenden Frage hat das Oberkommissariät nicht lange warten lassen. Sofort nach der Ankunft des High Commissioners aus England haben versrliiedenc Besprechungen stattgefunden, die sieh anscheinend jedoch mir mit einer vollendeten Tatsache zu beschäftigen hatten. Die Order, die die neue gestern publizierte Notverordnung enthielt, war in Eondon bereits am IS. März unterzeichnet und wurde in einer Spe/ialausgabe des palästinensischen Amtsblattes am 2U. März veröffentlicht. Die Notverordnung Ist die weitgehendste, die wir bisher in Palästina kennengelernt haben und gibt dem Oberkommissariat praktisch unbegrenzte Gewalt sowie das Recht, bestimmte Befugnisse nach eigenen', Einlesen an den Chef der englischen Truppen im Lande zu delegieren. Gewitzigt durch die Erfahrungen des letzten Jahres, wo Absichten der Regierung vielfach durch die Gerichte durchkreuzt wurden, bei schlecht funktionierender Anklage auch Gefangene auf Grund juristischer Argumente wieder befreit wurden, enthält die Ortler auch hier bestimmte Sicherungen. Richtig benutzt ist diese Verordnung eine Waffe, die fraglos imstande ist, jeden Widerstand in sehr kurzer Zeit zu brechen. Richtig benutzt! Diese Qualifizierung drängt sich unabweislich im Eicht der Erfahrungen des letzten Jahres auf. Schon hn Herbst 1936 hatte ja die Regierung weite Vollmachten und große Truppenkontingente, die sie in den Stand setzten, mit allen Mitteln gegen Rebellen und Terroristen vorzugehen. Damals hat freilich die Heianschaffung eben dieser großen Kontingente bereits genügt, um den Streik niederzuzwingen, ohne daß es nötig war, sie einzusetzen. Unterdessen aber haben die palästinensischen Gerichte in Verbindung mit der arabischen Polizei etliche Lücken gefunden, um die Verordnungen zu durchbrechen, und die Tatsache, daß trotz, der Anwesenheit der Truppen kein Versuch gemacht wurde, das Land zu entwaffnen bzw. die weitere Bewaffnung der Bevölkerung zu vei hindern, hat dann die neue Terrorwelie ermöglicht. Man konnte meinen, daß die gegenwärtige noch weitergehende Notverordnung bereits genügen wird, den Terror zu brechen. Sollte das jedoch nullt der Fall sein, so wird die Regierung beweisen müssen, daß sie nicht nur eine Notverordnung publizieren, sondern sie auch entsprechend anwenden kann. Neue Siedlungen im Jordantal In diesen Tagen, am 21. März, wurde der jüdische Jischuw des Emek Hajarden durch die Gründung zweier neuer Kwuzoth vergrößert. In unmittelbarer Nähe des Jarmuk und der transjordanischen Berge, gegenüber den alten Siedlungen Deganiah und Bethsera, wurde den Kwuzoth „M a s s a d a" und „A i n H a k o r c h" Boden des Judischen Nationalfonds übergehen. Die derzeitige Lage erforderte es, daß im Laufe eines Tages die Uebersiedhmg der beiden Kwuzoth in gesicherte und verteidigungsfähige Gebäude, vor sich gehen mußte. Frühmorgens um 5 Uhr versammelten sich im Kibhuz Afikim etwa 300 Menschen, die aus allen Ernek-Hajarden- Siedlungen, einige sogar aus dem Galil und dem Scharon, zur Hilfe bei der Errichtung des ersten provisorischen Lagers gekommen waren. In zuversichtlicher Stimmung fuhr man von dort in langer Autokolonne zu den neuen Siedlungspunkten. Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang ward dieser Weg zu einem nie aussetzenden Pendel, der nach dieser Seite volle und nach jener Seite leere Autos brachte. Ein festlich zu nennendes Arbeitsgefühl beherrschte das sich pausenlos fortsetzende Werk. Mit Umsicht und Planung nach umfangreichen, tagelang vorher schon einsetzenden Vorbereitungen wurde das Bild der Landschaft, das morgens nur ein unübersehbares Feld mit Disteln und Dornen besät gezeigt hatte, verändert. Wenige Minuten vor Untergang der Sonne war das gesetzte Ziel erreicht: Für jeden Punkt vier Holzbaracken als Fß- und Sclilafräume, eine die Baracken umschließende 1,80 m hohe scliußsiehcre Mauer, 30 in davon entfernt ein sieh um den ganzen Platz spannender Stacheldraht und in der Mitte des Punktes das Wahrzeichen der Wacht und zugleich auch der Sicherheit, der 12 m hohe Ausguckturm mit einem kilometerweit reichenden Projektor. Nach Beendigung der Arbeit versammelte man sich, um in wenigen Worten die Bedeutung des Tages und seines Werkes zu würdigen. Neben den ermutigenden Worten des R a w von T i b e r i a s machten besonderen Eindruck die kurzen Sätze, die T a n c h u n, einer der ältesten Bauern des Emek Hajarden und einer der Gründer der Kwuzah Deganiah (dessen Erzählung „Bäume" die „J. R." vor kurzem veröffentlichte), sprach: Vor 27 Jahren kamen wir mit 12 Chawerim in dieses Tal als die Ersten, die Pioniere, um seine Erschließung für einen großen jüdischen Jischuw vorzubereiten. Zu unserer großen Freude kann heute ein fast 3000 Seelen zählender Jischuw seinen neuen, jungen Nachbarn in schwerer Zeit die ersehnte Stunde, den Weg auf den eigenen Boden, erleichtern helfen. Um Mitternacht meldeten uns die ersten Liehfsignale der neuen Siedlungen: „Alles ruhig. Wir wachen." € h a n a u Her k o u i c z, Deganiah Dr. Werner Senator General-Sekretär der Universität Jerusalem, '30. März. (JTA.) In dem neu errichteten Akademikerheim der Hebräischen Universität auf dem Skopus- Fterg fand ein Abschiedsbankett zu Ehren des bisherigen Generalsekretärs der Universität, Dr. S. G i n / b e r g, statt, der am 1. April aus dem Amte scheidet. Dr. Gutzbergs Nachfolger wird Dr. Werner Senator, Mitglied der Exekutive der Jewish Agency, sein. Bei der Feier hielten der Präsident der Universität, Dr. Judah L. Mag nes, der Vorsitzende des Verwaltuugsrates, Salman Schocken, und andere führende Persönlichkeiten der Universität Ansprachen. Als Ehrengahe wurde dein SchcicleiKlen Generalsekretär sodann ein auf Pergament handgeschriebenes und in Leder gebundenes Exemplar des „Tetiaeh" überreicht. Der Band ist mit Silbertreibarbeit künstlerisch verziert. Dr. G i n z. b c r g dankte in einer Rede, in der er einen Ueberblick über die Entwicklung der Universität von ihren Anfängen an gab. Dr. Werner Senator soll sein neues Amt in einigen Wochen antreten. Um den Hafen von Jaffa Sämtliche arabische Zeitungen behandeln in längeren Aufsätzen die prekäre Lage des H a f e n s von Jaffa. Es wird darauf hingewiesen, daß seit fast einem Jahr kein ■einziger Passagierdampfer in Jaffa vor Anker gegangen ist. Touristen, die mit dem französischen Dampfer „Marictte Paska" in Haifa eintrafen, wurde von arabischer Seite die Erlaubnis zur Besichtigung der O m a r - M o s c h e e verweigert. Diese Maßnahme, von der die Touristen durch ein Rundschreiben in Kenntnis gesetzt wurden, ist die arabische Antwort darauf, daß der Dampfer in Haifa und nicht in Jaffa vor Anker ging.

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