Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 24-25 (26.3.1937)
- Date
- 1937-03-26
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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„_ SPD RT-RUND S CHAU Rundblick auf die Sportplätze Internationales Tischtennis -Turnier des JSC. Hagibor, Berlin Am letzten Sonntag kam ein Tischtennis-Turnier des {SC. Hagibor zum Austrag, das Kampfe zeigte, wie man sie isher im Berliner jüdischen Tischtennis noch nicht sah. Die Teilnahme von Kohn und Frl. Klein (Makkabi Brünn), die das besondere Ereignis des Turniers war, drückte der Veranstaltung ihren Stempel auf. Koli n, der in der tschechoslowakischen Weltmeistcrmamischaft stand, deklassierte seitie sämtlichen Gegner. Nachdem er in der Vorschlußrunde Sprung (Bar Kochba Berlin) in drei Sätzen geschlagen hatte, gelang ihm ein Sieg in gleicher Ueherlegenheit über den deutschen Makkabimeister Schatzow (Hagibor Berlin), der gleichfalls ein Weltklassespielcr ist, aber dennoch von Kohn stets beherrscht wurde. Frl. Klein, die ehemalige Mixed-Wcltmeisterin, gewann mit gleicher Ueherlegenheit das Damen- Einzel gegen Frl. Löwenberg (BK. Berlin). Die beiden Brünn er zusammen ließen sich natürlich auch das gemischte Doppel nicht nehmen. — Auch in Rahmen-Wettbewerben der Klasse B und in dem Vorgabe-Wettbewerb gab es ansprechende Leistungen zu sehen. Herren-Einzel, Klasse A: 1. Kuhn, Makkabi Bninn; 2. J. Schatzow, Flagilxir Berlin. — Damen-Eimcl: 1. Frl. Kinn, Makkabi Brünn; 2. Frl. Loewenberg, liar Kochba Hctlin. — Herren-Doppel, Klaue Al 1. Kohn-Solmt/ow, Makkabi Bunin und Hans!»* Huhn; 2. Scherek-Farhlcr, Hagibor Krilin. — Gemischtes Doppel: 1. I rl. Klein-Kohn, Makkabi Brünn; 2. Frl. I .ocwenl .er« - Sei i .i t»> w, Bar Kochba und Hagibor, Berlin. — Herren-Eintel, Klasse Bt 1. IMländer, RjF. Breslau; 2. RiewifeM, RjF. Breslau. - Herren-Doppel, Klasse Bt 1. Riiter-Subcl, Harber Betlm. — Vorgabe: 1. K.-hn, Makkabi Brünn; 2. Schatz»«-, Hagibor Berlin. Makkabi-Köln boxt gegen Central Boxing-Club, Charleroi Mit einer großen internationalen Veranstaltung wartete der JBC. Makkabi, Köln, am 21. Mai/ auf, indem er als Gegner die Mannschaft des Central-Boxing Club Charleroi verpflichtet hatte. Der Abend übertraf in sportlicher Hinsicht alle Erwartungen, und sehen wurde im Kolner Ring so erbittert und spannend um den Sieg gekämpft. Die Belgier zeigten sich als große Klasseboxer, aber auch die Kölner Makkabimannschaft zeigte sich in großer Form. Nach der Begrüßung des Vorsitzenden des Charleroier Klubs, sowie des Geschäftsführers des belgischen Boxsportverbandes und der zahlreichen Ehrengäste durch das Vorstandsmitglied M. G o I d s c h m i d t, wickelten sich die Kämpfe wie folgt ab: Der schlagstarke Kummer (Köln) schlägt Waag 11 nach Punkten, Klinger (Düsseldorf) siegt über Weißmann (Köln) n. P., und Ehrlich (Düsseldorf) und Pinsker (Köln) trennen sich unentschieden. Gleich der erste Hauptkampf des Abends zwischen dem belgischen Meister Longhaleine und Pflan/er (Kölfi) verriet die große Kampfroutine der Belgier, aber der Kölner leistete tapfere Gegenwehr; Sieger: Longhaleine n. P. Gegen den belgischen Meister im Federgewicht, Leschraiiwaert, trat nach längerer Abwesenheit der Kölner Herrn. Reif an. In der ersten Runde erwischte der Kölner den Belgier am Kinn, so daß dieser den Hoden aufsuchen mußte. Leitler wußte Reif nicht genügend nachzuschlagen. Der Belgier ging gut erholt in die zweite Runde, konnte diese für sich buchen und landete in der dritten Runde einen I.eberhakcii, der Reif bis 9 auf die Bretter brachte. Punktsieger: Leschraiiwaert. Wahre Boxkunst und vorbildliches technisches Können brachte der nun folgende Kampf zwischen dem Europameister im Fliegengewicht Braedt und dem Makkabimeister Schindler (Köln). Das schnelle Tempo der Kämpfenden, der harte Schlagwechsel rissen die Zuschauer zu heller Begeisterung hin; beide waren sich ebenbürtig und der Punktsieg, der dem Belgier zugesprochen wurde, entsprach nicht ganz dem Kampfvcrlauf. Ein Unentschieden wäre am Platz gewesen. Den einzigen Sieg des Abends für die Kölner Makkabim errang der vorzügliche Härterer, der den Belgier Renier vollkommen beheirschte, diesen einige Male „groggy" machte, und nur die Routine rettete den Belgier vor dem k. o. Der haushohe Punktsieg des Kölners fand begeisterten Beifall. Danthinc, belgischer Meister im Weltergewicht, war dem aufstrebenden Klinger (Köln) technisch überlegen. Klinger konnte seine gefährliche Rechte nicht anbringen und mußte sich nach Punkten geschlagen bekennen. Den Schlußkampf des Abends bestritten Lüben (Belgien) und Fritz Reif im Leichtgewicht. Die 1. Runde ist für Reif, der genauer landet, die 2. Runde, die heftigen Schlagwechsel brachte, zeigte einen kleinen Vorteil für den Belgier, ebenso die 3. Runde, in der beide sich nichts schuldig blieben. Der Belgier konnte diesen schönsten Kampf des Abends als Punktsieger beenden, aber auch Reif Kann stolz auf seine Leistung sein. — Im Ring leiteten H. Buchbaum und Alfred Marcus die Kämpfe umsichtig und zufriedenstellend. Fußball in Berlin Ergebnisse der Spiele am 21. März: BK.-Hakoah I b gegen JSG. Ia 4:2; BK.-Hakoah V gegen JS(i. VI 0:0; BK.-Hakoah VI gegen JSG. AH. 0:3; BK.-Hakoah III gegen JSG. IV 2:1; JSG. Ib gegen Hagibor 1:5; JsSG. II. Schüler gegen JSK. I. Schüler 0:5; JSK. III gegen Hagibor IV 2:4; Hagibor IV. Jgd. gegen JSG. III. Jgd. 1:3; JSG. I. Igd. gegen BK.-Hakoah II. Jgd. 3:2; BK.- Hakoah IL Schüler gegen Hagibor IL Schüler 11:1; BK.- Hakoah III. Schüler gegen Hagibor III. Schüler 2:2 (Ges.). Handball in Berlin Ergebnisse: Frauen BK. III gegen BK. IV 7 : 1 (1 :0); Frauen ISO. III gegen Kanu 10:3 (0 :2). — Männer BK. V gegen J*SO. VI 3:14 (2:7); Männer Hagibor gegen BK. Hl. Jgd. beim Stande von 4 :3 abgebrochen; Männer Triton I gegen JSG. I. Jgd. 6:3 (3:2); Männer BK. II. Jgd. gegen Kanu I 2:3 (1:1); Männer BK. AH. I gegen Boxclub II 7:0 (6:0); Männer Undine gegen Boxclub I 5:6 (3:3); Männer BK. I. Jgd. gegen BK. III 7:4 (1 : 1); Männer BK. II gegen JSG. I 4 :12 (2:6); Männer JSG. II gegen Maccabi 14:5 (2:3); Männer JSG. IV gegen JSK. II 8:3 (2:2). — Jugend Taubst, gegen BK. IV 2:4 (2:2). — Mädchen BK. II gegen JSG. I 3:0 (2:0). Der BK. Mannheim veranstaltete am 20. März einen Werbeabend, dessen außerordentlich zahlreicher Besuch bewies, welchen Anklang der BK. gefunden hat. Der BK. Frankfurt stellte die Hauptnummern des Programms in vorzüglicher Weise dar. Der Vorsitzende des BK. Mannheim, Löwenbaum, stellte mit Dankesworten den Erfolg der Veranstaltung fest. Dr. ü. S. Makkabimeister Bar Kochba-Frankfurt gewinnt das Frankfurter Fußball-„Derby" Am letzten Sonntag wurden wir Zeugen eines der schönsten Makkabi-Siege der letzten Jahre. Wenn man auch geneigt ist, den Gewinn eines Frankfurter Fußball-,,Derby" als eine lokale Angelegenheit zu betrachten, so muß hier doch deshalb ein anderer Malistab angelegt werden, weil mau es bei Schild Frankfurt, der unterlegenen Mannschaft, nicht nur mit dem stärksten Sportbundverein des süd westdeutschen Bezirks, sondern einem der stärksten Schild-Vereine im Reiche überhaupt zu tun hat. Es fing für die Makkabim recht deprimierend an: der Deutsche Makkabimeister 1030 fand sich nicht recht zusammen, spielte ungemein zerfahren und ließ so die immer sturmischer vordrängenden Schild-Sportler zu einem Zusammenwirken kommen, das sich sehr bald verhängnisvoll äußern sollte. Ein Elfmeter wurde sehr schnell von Schild zum ersten Treffer verwandelt, und auch der wieder sehr sicher arbeitende Verteidiger Girgusky konnte eine Kombination Mayer Sommer, die unhaltbar zum zweiten Schild-Tor führte, nicht verhindern. Zwei Tore ohne Gegentreffer hatte Schild bis zur Pause vorgelegt. Eine kleine Schwäche im Sturm wird schnell durch Umstellung beseitigt, und mit neuem Mut geht es wieder in den Kampf, der auch die Entscheidung brachte. Jetzt sah man ein Spiel von seltenem technischem Niveau und erlebte einen Durchbruch nach dem anderen. Ernst Meyer, der sich günstig entwickelt hat, Walter Grünebaum, Paul May (durch eine Erkrankung nicht ganz auf der Höhe), Walter Herrsch und die anderen rennen mit riesigem Kampfeifer gegen das gegnerische Tor an, und dieser Kampfgeist ist es auch, der die Schild-Elf zusammenbrechen läßt und ihr auch in der Vertcidiguugsarbeit jede Widerstandskraft raubt. Nur noch vereinzelt gibt es einen schwachen Vorstoß. Das Spiel ist schon verloren, noch bevor nun Tor auf Tor fällt. 5:2 (0:2) lautet das Endergebnis. Der ganze Kampf wickelte sich in fairster Weise ab und die unterlegene Mannschaft, die bis zum äußersten gekämpft hat, gestand zu, daß der Makkabisieg verdient war. Das Spiel der R e s e r v e n — Schild gegen Bar Kochba Frankfurt — gewann Schild mit 2:1 (1:0) Toren dank der energischen Verteidiguiigsleistmig von Jule Appel. Dem Spielverlauf nach hätte jeder auf einen sicheren Sieg des Bar Kochba getippt; die Makkabimannschaft war aber vom Schußpech verfolgt. Beide Einheiten zeigten allerdings nichts Hervorragendes. Im Kampf der J ii g e n d in a n n schaff c n überfuhr Bar Kochba Frankfurt die' Schild-Jungen mit 10:1 (4 : 0) und im Schülerspiel blieb es heim Gleichstand 1:1 (0:0). Als Einlage sahen wir das Rückspiel des s ü d - westdeutschen M a k k a b i m e i s t e r s Bar Kochba Frankfurt gegen den Meister der Südwestdeutseheii Arbeitsgemeinschaft im Handball, Schild Wiesbaden. Wieder gewannen die Makkabim mit 4:3 (2:2), also recht knapp. Wiesbaden hatte den besseren Sturm und Bar Kochba konnte sich nur auf ein stärkeres Schlußtrio stützen. Die Anwendung derselben Spieltaktik ließ keinen so lebhaften und interessanten Kampf entstehen, wie wir ihn sonst bei dem Frankfurter Makkabiverein gewöhnt sind. Im übrigen gab es am letzten Sonntag im Mainbezirk nur wenige Spiele. Das o f f c n b a c h e r F u (S b a 1 1 - „D e r b y" zwischen Bar Kochba und JSpV. Odenbach endete unentschieden beim Stande von 1 :1 und zu einem Makkabisiege hatte nicht viel gefehlt I>W Bar Kochba-lugend errang einen leichten 7 : 1-Sieg gegen JSY. Odenbach.' — Der Hanauer Makkabiverein, jjli. Hanau, loülo seine Reserve zum JTB. Frankfurt ge-andt; sie buchte einen 4 : (-Erfolg gegen die erste Mannschaft dieses Frankfurter Sportvereins nach Hause, Auf eigenem Piat/e hatte der JJB. II an.vi den Bar Kochba Fulda zu Gast, den er mit 3:0 (2:0) lui'tii abfertigte. Im Hocke y errang der Bar Kochba Frankfurt einen: beachtenswerten Erfolg. (legen Schild I r-inkfurt gewarm die Dameneinlieit des Frankfiuter Makkabivircins hei ununterbrochener Ueherlegenheit mit <i : 0 'loten, i >;e beste Spielerin war die Makkabi-Tcnnismcisterin Anna I lemp. Als Torschützen seien Ilse Friedicbcn und Lern Vogel (je 2 Tore) hervorgehoben. Die I leireumanma hat! des Bar Kochba Frankfurt unterlag gegen Schild mit 0 : 10 'Foren. Kommende Spiele Berlin. Fußball. Am Freitag, dem 26. März, Sportplatz Schafersee, Platz 1: 9 Uhr: |SK. Jgd. gegen JSG. III. Jgd.; 10.10 Uhr: JSK. III gegen JSG. VI; 12.20 Uhr: JSK. II gegen JSG. III; 15.30 Uhr: JSK. I gegen |SG. Ib. — Platz 2: Q Uhr: JSG. III. Schüler gegen JSK. IL Schüler; 10.10 Uhr: Bar Kochba-Hakoah IV. Schüler gegen JSK. III. Schüler; 11.20 Uhr: Hagibor III. Schüler gegen JSK. IV. Schüler; 12.30 Uhr: Hagibor II. Schüler gegen JSG. II. Schüler; 13,10 Uhr: JSK. I. Schüler gegen Hakoah I. Schüler; 14.50 Uhr: JSG. I. Schüler gegen Hagibor I. Schüler. Handball. Grün e w al d, Platz 2: 10.15 Uhr: Jugend JSK. gegen Boxclub; 11.30 Uhr: Männer Boxclub If gegen Maccabi II; 14 Uhr: Männer BK. AH. II gegen JSG. III. Jgd. — Platz 3: 9 Uhr: Frauen BK. II gegen JSG. I; 10 Uhr: Frauen BK. IV gegen Kanu I; 12.15 Uhn'Männer BK. I. Jgd. gegen BK. IV; '14.45 Uhr: Männer BK. V gegen BK. II. Igd. - Platz 4: 12 Uhr: Knaben Boxclub gegen BK. II; 13 Uhr: Mädchen BK. III gegen JSG. I. — Sportplatz Schäfersee: 14.15 Uhr: Mariner JSK;. I gegen JSG. II. Frankfurt a. M. Am 29. März, Sportplatz Sondershauser Straße, Fußball: Freundschaftsspiele: Bar Kochba Frankfurt I, II, Jugend und Schiilermamischafteu gegen die gleichen Mannschaften des JSpV. Offenbach. — Sportplatz Bertramswiesc, Handball: Schild Frankfurt Herren und Damen gegen JJB. Hanau Herren und Damen. — Sportplatz Buchrainweiher: Bar Kochba Frankfurt nimmt an dem Oster- Flockeyturnier des Schild Frankfurt teil. Hanau. Fußball: JJB. Hanau Schüler gegen Philanthropin Frankfurt Schüler. Makkabisportler bei den USA.-Hallenmeisterschaften Harry Hoffmann in der Weltrekordstaffel YMHA. stellt wieder USA.-Meister Das größte sportliche Ereignis der USA.-Hallensaison pflegen die „National Championship" zu sein, die jedes Jahr in New York im Madison Square Garden durchgeführt werden. Die Elite des amerikanischen Sportes ist bei dieser Veranstaltung vertreten. Denn es geht ja hier um den Titel eines „American Indoor Champion" (Hallenmcistcr). Zahlreiche judische Sportler nahmen an diesen Hallenmeisterschaften teil. Der bekannte jüdische Sprinter Marty Glickman kam über 00 m in den Eudlauf. Hier gab es einen scharfen Kampf zwischen Glickman und dem Negersprinter Ben Johnson, den letzterer zu seinen Gunsten beendete, indem er Glickman in 0,8 Sek. auf den zweiten Platz verwies. Ahe Rosenkran tz, der Makkabiahsieger, gewann bei den 1000 m seinen 1. Vorlauf spielend leicht in 2:31,7 Min. Im Endlauf mußte er allerdings die Ueherlegenheit von Robinson anerkennen und sich mit dem 2. Platz in der ausgezeichneten Zeit von 2:30,2 Min. begnügen. Eine der besten Leistungen zeigte der Makkabiahsieger Harry Hoff m a n n in den zahlreichen Staffeln, die er für seinen Verein, den „New York Curb Exchange A. A." bestritt. Er lief in der Schwedenstaffe! die 400 m und holte dabei einen für den Sieg entscheidenden Vorsprang und die Wcltrekord/eit von 1:59,7 Min. heraus. Die alte Marke stand bisher bei 2:00,4 Minuten. Ucber 4 mal 400 m lief Hoffmann ebenfalls ein ausgezeichnetes Rennen. Auch hier gewann sein Klub die Meisterschaft; zum dritten Male ging Hoffmann in der 2900-m-StaffeI (100 m, 200 in, 800 m, 1500 m) an den Start und holte noch einmal für seinen Klub Sieg und Titel. Eine besondere Sensation war aber der „Young Men's Hebrew Association" vorbehalten. Im Gehen über 1500 m stellte die YMHA. allein fünf Teilnehmer. Sieger und „American Indoor Champion" wurde der jüdische Sportler Nathan J a c g e r. Ein neuer Makkabiverein in Frankfurt a. M. Der alte Sportklub „Hakoah" Frankfurt ist zu neuem Leben auferstanden, nachdem die zionistisch-hündische Jugend der ehemaligen Philanthropincr in Frankfurt a. M. seine R e - aktivierüng wünschten. Der neue Frankfurter Verein wird sich vor allem die Pflege der Sportarten angelegen sein lassen, die im Bar Kochba Frankfurt nicht betrieben werden. Bar Kochba-Hakoah Berlin unterliegt Makkabi Tel -Awiw 1:7 (0:5) Von unserem Berichterstatter fl. Tel-Awiw, den 20. März Die Fußballmannschaft des Bar Kochba-Hakoah Berlin traf am IS. März in Haifa ein. Sie wurde von Vertretern des Merkas Frez Israel, den jmlischen Behörden und vom Präsidenten des Makkabi Tel-Awiw aufs herzlichste begrüßt. Am 19. Miirz wurde sie in der Iriah vom Bürgermeister R o k a c h empfangen. Zu dem eisten Spiel auf dem Makkahiplatz. in Tel-Awiw hatten sich zirka 5000 Zuschauer eingefunden, unter ihnen sah man führende Persönlichkeiten, mit Bürgermeister Roknch an der Spitze. Die Berliner Mannschaft lief als erste ins Spielfeld. Mit kurzer Verspätung pfiff der sehr umsichtige Schiedsrichter, J ti n g e r in a n n, an. Nach Abtasten in den ersten Minuten schälte sieh sofort eine klare körperliche und spieltechnisehe Ueberlegenheit der Tel-Awiwer Elf heraus. Der Berliner Torwächter Korn, der einen recht unsicheren Eindruck machte, mußte bald andauernd eingreifen. Der Berliner Mittelläufer Deutsch versucht, seinen Sturm nach vorn zu werfen, es gibt innige aufregende Momente vor dem Tel-Awiwer Tor, Falkeustciu kommt gut durch, gibt den Ball an Ringel ab, der ganz knapp das Tor verfehlt. Damit scheint das Pulver der Berliner verschoben zu sein; in der 0. Minute schieb! Donncntcid zum 1. "Dir für Tel-Awiw ein, dem innerhalb weniger Mumien zwei weitere bore Inr Tel-Awiw folgen. Ehe Berliner Mannschaft seheint sichtlich aus dem Konzept gebracht und findet nicht ihr sonst gewohntes Zusammenspiel. Bis zur Halbzeit erhöht der glänzend kombinierende "lel-Awiwer Sturm auf 5:0. Eine groliaitige Chance für die Makkabdeute aus Deuwhlatid verpaßt 1 alkcnstein, als er allein vor dem leeren Tor dancbcn-cliießt. Nach Wiederbeginn erscheinen die Berliner, bei denen ci.u'ge Spieler verletzt wurden, mit Vierziger, Röhrst-ick im Sturm und Mever-Keith im Tor. Auen Tel-Aw iw bat zwei Spieler ausgeucchselt. Das Spiel flaut sichtlich ab; che Berliner .geben das Letzte aus sich heraus, um das Ergebnis zu vei bessern. Beim Stande von 7 :0 erzwingen sie drei Ecken hintereinander, die nichts einbringen, bis schüeliheli F'alkeustein das Ehrentor für Bar Kochba-Hakoah erzielen kann. Es ist keine Frage, daß das Spiel der Berliner das Tel- Awiwer Publikum, das dem Start ,1er M.ikkainniannsehaft aus Deutschland größtes Interesseentgegenbrachte, enU.iiischt hat. Der Gästcinannschaft imili fraglos zugute gehalten werden, daß sie ohne Ruhepause in ihr schwerstes Spiel gehen mußte, daß sie keine (lelegenheit hatte, sich mit den ungewohnten Licht- und Bodenverhältnissen vertraut zu machen, und daß schließlich der starke klimatische Gegensatz, (von Schnee zu 20 Grad Wärme) nicht ohne erheblichen Einfluß aut das Können bleiben mußte. Es muß aber andererseits festgestellt werden, daß durch das Fehlen au erstklassigen Gegnern das spielerische Niveau der Berliner Makkabileute ganz erheblich verloren hat, während der Makkabi Tel-Awiw durch seine Amerikafouruee und durch Spiele mit hervorragenden europäischen Mannschaften über eine Stärke verfugt, die hochwertigen europäischen Mannschaften entspricht. In ihren nächsten Spielen treffen die Berliner auf die Makkabivereine von Petach Tikwah, Neil Zioria, Rechowoth, Natania, Tibcrias und Haifa. Es bleibt zu hoffen, daß sie soweit ausgeruht sein werden, um günstigere Ergebnisse zu erzielen. Die Fußball-Weltmeisterschaft Die Auslosungen zur Fußhallw eltmeisterschatt sind jetzt vorgenommen worden. Palästina, das, wie bereits gemeldet, bei der nächsten Weltmeisterschaft erstmalig teilnimmt, wird in dem ersten Spiel auf Griechenland stoßen. Der Sieger aus dieser Begegnung trifft auf Ungarn in einem Spiel, das über die Teilnahmeberechtigung an den Endspielen entscheidet. _ Schild Dresden trug gegen Bar Kochba Dresden II ein Freundschaftsspiel aus. Obwohl Schiid in der ersten Halbzeit wiederholt dem Ausgleich nahe war, stand seine Mannschaft nicht gleich stark und angriffsbereit durch. Bar Kochba stützte sich in der Hauptsache auf seinen schnellen und sehußkräftigen Sturm. Ergebnis: 5:1 (2:1) für Bar Kochba.