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Jüdische Rundschau · 1937-03-23 · Heft 23 (23.3.1937) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 23 (23.3.1937)
Date
1937-03-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
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TISCHE RUNDSCHAU ^j^. S T l ^" Gibt es keinen Ausweg? Von unserem palästinensischen Korrespondenten Wauchopes Rückkehr High Commissioner Sir Arthur Wauchope ist am 19. März im Flugzeug in Palästina eingetroffen. Er wurde von Chefsekretär Hall und General Dill auf dem Flugplatz empfangen. Der nach den Bombenanschlägen am Mittwoch über Jerusalem verhängte Ausnahmezustand ist nach der Ankunft des High Commissioners wieder aufgehoben worden. Der High Commissioner begab sich Montag auf eine dreitägige Tour durch Galiläa. Diese Reise steht wohl in Zusammenhang mit den besonders kritischen Verhältnissen in diesem Teil des Landes, wo die öffentliche Sicherheit viel zu wünschen übrig läßt. High Commissioner Sir Arthur VC a 11 c h o p e hatte am Sonntag eine einstündige Unterredung mit dem Vorsitzenden der Exekutive der Jewish Agency, David Bett Gurion. Neue Notverordnung In dieser Woche wird in Palästina eine neue ,,Dcfcnce Order in Council" (Verteidigungs-Notvcroidiumg) im Amtsblatt veröffentlicht werden. Durch die neue Verordnung sollen die außerordentlichen Voll m acht e n des High Commissioner neu bestätigt und eine Klärung der durch die gegen außerordentliche Maßnahmen der Regierung gerichteten urteile palästinensischer Gerichte geschaffenen Lage herbeigeführt werden. In der Verordnung wird der Inhalt der beiden Verteidigungsgesetze vom Jahre 1031 b/w. 1936 neu zusammengefaßt werden. Es wird erklärt, daß der Erlaß der neuen Verordnung nicht wegen der jüngsten Unruhen notwendig geworden sei, sondern weil durch die gerichtlichen Entscheidungen die von der Regierung beabsichtigte Fortsetzung ihrer Maßnahmen auf Grund der Verordnung von 1031 als gesetzwidrig erklärt worden ist. In der neuen Verordnung werden nicht nur die Dekrete von 1931 und 1936 erneuert, sondern auch die auf ' iruud der Verordnung von 1931 getroffenen Maßnahmen gerechtfertigt. 700 Hilfspolizisten eingestellt Die Palästinaregierung hat beschlossen, ein neues Polizeikorps für den Schutz Nordpalästinas und den Dienst an der syrisch-palästinensischen Grenze aufzustellen. Am Montag begann die Werbung von Mannschaften für dieses Korps, das das Bandenunwesen in Nordpalästina bekämpfen und den Waffenschmuggel nach Palästina verhindern soll. Dem neuen Polizeikorps sollen auch motorisierte Abteilungen unter dem Kommando britischer Offiziere angehören. Sie werden aus 200 britischen und arabischen und 90 jüdischen Polizisten bestehen. 700 ehemalige jüdische Hilfspolizisten, die während der Unruhen Dienst getan hatten, sind wieder eingestellt worden. Arabischer Aufruf zur Ruhe Eine Sitzung des Obersten Arabischen Komitees fand unter Vorsitz des Mufti statt. Es wurde beschlossen, in einem Aufruf die Araber aufzufordern, die Ruhe zu bewahren und weiterhin auf die Führer zu vertrauen. In dem Aufruf wird außerdem betont, daß die arabischen Könige um eine Lösung des Palästina- Problems bemüht bleiben. Nach den von „Palcor" berichteten Meldungen in der arabischen Presse wurde das Manifest gegen die Stimmen der Istaklalistcn unter dem Druck der Regierung veröffentlicht. Die arabische Zeitung „Feiestin" schreibt, daß das Oberste Komitee sich mit dem Erlaß dieses Manifestes eine schwere Verantwortung aufgeladen hat; denn sollte der Terror trotzdem andauern, so wäre dadurch bewiesen, daß das Komifee keinen Einfluß auf die Bevölkerung auszuüben vermag, während im anderen Falle eine Beendigung der Unruhen darauf hindeuten würde, daß der Terror vom Obersten Komitee organisiert wurde. Eine Erklärung Ibn Saud Jerusalem, 18. März. (JTA.) Die arabische Presse veröffentlicht ein Interview mit König Ibn Saud über den letzten Besuch des Mufti von Jerusalem in Mekka. In diesem Interview erklärt der König, es sei nicht richtig, daß die Abhaltung eines Kongresses, auf dem die Probleme der Araber Palästinas hätten beraten werden solien, verboten wurde. Der Mufti sei überhaupt nicht wegen der Frage dieses Kongresses nach Mekka gekommen, und es seien auch keinerlei Beschlüsse in dieser Frage gefaßt worden. Der Mufti habe bloß seine religiöse Wallfahr ispflicht erfüllt. Körnig Ihn Saud erklärte weiter, der Mufti habe ihn in p r i v a t e n U n t e r r e d u n g e n allerdings gebeten, er möge mit der englischen Regierung über zwei Punkte verhandeln: über die Begnadigung der bei den letzten Unruhen in Palästina verhafteten Araber und über eine gerechte Lösung d c s Palästina- Problems. Zum Schiuli spricht der König in dein Interview die Hoffnung aus, dal! die englische Regierung die gerechten Forderungen der Araber berücksichtigen werde. Tel-Awiws Finanzen In der Stadtverordnctcnsitzung von Tcl-Awiw erstattete Bürgermeister Rokach einen Bericht über die Finanzlage der Stadt. Das letzte Unruhcjahr schließt für die Stadtverwaltung mit einem Defizit von .UP 30(VK). Andererseits erreichte die S c h u I d t i I g u n g UP S2 000, so daß sich die Schuldenlast der Stadt nur noch auf UP 52 000 beläuft. Die zu Beginn des Jahres vorausgeschätz.ten Steuereinnahmen von UP 220 000 gingen in voller Höhe ein. I ür das Rechnungsjahr 1936 37 wurden Kürzungen des Stadthaushalts in Höhe von £P 15 000 beschlossen. Keren Kajemeth- Siedlungen Das Hauptbüro des Keren Kajemeth hat einen F ü n f - jahresplan für Erwerbung von Grund und Boden in Palästina ausgearbeitet. Ais Hauptziel des Planes wird Bodenkauf in Obergaliläa und im nördlichen Teil des Utile- G c b i c t s proklamiert. Durch diese Bodenkäufe soll ein geschlossenes jüdisches Siedlungsgebiet in der Umgebung der Hule-Konzcssion geschaffen werden. Am Sonntag erfolgte die Gründung der Kwuzoth Fjn hakorch und Mass a d a im Jordan-Tale auf Keren Kajen.eth-Bodc:i, der aus den Mitteln des Mifal Arlosoroft erworben wurde. Der Bau von Sehutzniauenr, Wachtturm und Wohnhütten wird sofort in Angriff genommen werden. gl. T e 1 - A w i w, 14. März Jedes Wochenende der letzten Zeit brachte in Palästina eine neue Sensation des Grauen s. Vor drei Wochen: Unruhen in Tiberias und die überall spürbare Frage: Ist es der Beginn neuer Unruhen? Vor zwei Wochen der Mord an Bruck im Emck und kurz darauf die Erschießung von Dr. Lehrs in Bcth-Schan. Und diese Woche zwei jüdische Schafhirten in den Bergen von Nazareth getötet, ihre Herde gestohlen, drei Juden bei J a w n i e I erschossen. Und all das sind nur die großen Verbrechen aus der Polizeichronik, die kleineren Inzidente, die Schüsse und Bomben, die Diebstähle aus Polizeimagazinen, die verschiedenen Ueberfälle gehören sozusagen zur Tagesordnung. Und auch die Anschläge von Arabern auf Araber werden bereits nicht mehr als außerordentlich empfunden. Die Kachrichten, die sich in den Zeitungen sammeln, die Berichte, die in den Redaktionen einlaufen, die Schilderungen, die von Mund zu Mund laufen, geben ein sehr viel vielfältigeres Bild der Lage als die in ihrer stereotypen Kürze schon fast lächerlich anmutenden offiziellen Commumques der Regierung. Sie machen gelegentlich den Eindruck, als wollte man die Schilderung einer „Schlacht'' geben und druckt dazu die zwei vielsagenden Worte ab: Man schießt... Liest man z.B. neben diesen offiziellen Mitteilungen eine Schilderung der Lage in Safed, wie sie heute die „Palestine Post'' bringt, so wundert sich auch derjenige, der sich durch die Erfahrungen des letzten Jahres au manche sonderbaren Dinge gewöhnt hat. Safed, die alte, berühmte Siadt in den Bergen Galiläas, wo Juden und Araber seit Jahrhunderten nebeneinander wohnen und miteinander leben, ist plötzlich in zwei völlig getrennte Viertel, ein arabisches und ein jüdisches, zerfallen. Zwischen diesen Vierteln gibt es keine offizielle Verbindung, die Juden können sich außerhalb ihrer eigenen Straßen nicht ohne Gefahr bewegen. Handel und Wandel stehen still, der Verkehr mit der Außenwelt ist gering. Und all das, weil das Arabische Nationale Komitee in Jaffa den Boykott der Juden beschlossen hat, und zwar in einer Form, wie er sonst im Lande nicht üblich ist, nämlich nichts bei ihnen zu kaufen und ihnen auch nichts zu verkaufen. Um diesen Boykott strikt durchzusetzen, kontrolliert das Komitee das Kommen und Gehen in der Stadt, gibt besondere Pässe aus, beschließt, wo man kaufen darf und wo nicht, und deckt seine Ausgaben durch spezielle Abgaben, die es von eleu Einwohnern der Stadt erzwingt, ohne Frage mit Hilfe der Gewehre und Revolver, die es besitzt. Wir haben also hier nicht einfach gelegentliche Akte vereinzelten Terrors, sondern eine gut organisierte Terror herrschaft, die eine ganze Stadt nach ihrer Pfeife tanzen läßt. Erkennt man diese Zustände und verfolgt die endlose Kette der Morde, fügt man dazu, daß kaum einer im Lande mehr erwartet, daß man die Täter dieser Gewaltakte faßt und vor Gericht bringt (und zwar mit solchen Beweisen vor Gericht bringt, daß sie auch bestraft werden können), so fragt man sich immer wieder: Wo ist die Regierung, und was gedenkt sie eigentlich zu tun? Ist sie der Meinung, daß mit dein immer wiederkehrenden Refrain der Polizeiberichte: „Es werden Nachforschungen angestellt" sich irgend etwas an den Zuständen ändert? Nach und nach wirkt ja alles, was mit der öffentlichen Sicherheit im Lande zusammenhängt, bereits lächerlich, wenn es eben nicht so tragisch wäre. Der „Dawar'', die Zeitung der Arbeiterschaft, brachte vor kurzem eine Karikatur, wie ein Dieb aus der Poli/.cistation Waffen, Munition und den wachhabenden Polizisten stiehlt, und der Polizist, der weggetragen wird, aufschreibt, was alles gestohlen wurde... Man soll sich über solche Karikaturen nicht wundern, wenn es eine Tatsache Von der Woche Das Mitglied der Exekutive der Jewish Agency, Dr. Werner Senator, hat sich im Flugzeug nach London begeben. Ans einem Hause der Kolonie Kfar Tabor sind sechs Gewehre, die die Regierung den Kolonisten zur Verteidigung in Notfällen überlassen hat, samt der dazugehörigen Munition auf geheimnisvolle Weise verschwunden. Durch Einsetzung von Polizeihunden gelang es, die versiegelte Kistu mit den Gewehren und der Munition in dem Zelt des arabischen Koloniewächters in der Nähe von Kfar Tabor zu finden. Man nimmt an, daß die in Untcrgaliläa tatige Terroristenbande einen Ueberfall auf Kfar Tabor plante und die vorherige Entlernung der Vertcidigungsmittcl veranlaßt hat. Als ein jüdischer Hilfspolizist versuchte, einen arabischen Hirten zu vertreiben, der seine Herde auf den zum Ruthenberg-Kraftwerk in N a h a r i a gehörigen Feldern weiden ließ, wurde er von Beduinen, die in der Nähe im Hinterhalt lagen, beschossen. Es kam zu einem kurzen Eeuergcfecht zwischen den Beduinen und einer herbeigerufenen Polizeiabteilung. Später wurden zwei jüdische Hilfspolizisten von Beduinen mißhandelt und verwundet. Vor einer Sitzung der Jerusalcmer Stadtverwaltung traten die arabischen und jüdischen Stadträte zu einer Beratung zusammen. Von jüdischer Seite wurde der Vorschlag gemacht, einen Aufruf an die Bewohner zu erlassen und diese aufzufordern, die Ruhe zu bewahren und für Beendigung der Unruhen im Interesse der ganzen Stadt zu sorgen. Dieser Vorschlag konnte jedoch infolge der Opposition mehrerer arabischer Stadträte nicht verwirklicht werden. Bei einem Araber, der nachts in der Nähe von Tulkerem tot aufgefunden wurde, bandelt es sich um den Wächter einer jüdischen Plantage. Er ist von Arabern ermordet worden. Der beidem Bombenanschlag auf ein arabisches Caf6 in Jerusalem getötete Araber war ein bekannter Agitator aus 1 ifta, der im vergangenen Sommer einer der Gefangenen im Konzentrationslager von Sarafend war. Am Sonnabend wurden in Jerusalem sechs Juden unter dem Verdacht verhaftet, die Bombenanschläge gegen ist, daß die Terroristen gelegentlich sich ihr Dynamit aus den Polizeimagazinen beschaffen. Die Lage in Palästina ist augenblicklich so unklar wie vielleicht noch nie, aber eines ist klar: So kann es nicht weitergehen, wenn die Juden nicht auch den Rest ihres Vertraue!'.:; in die Regierung und ihre Organe verlieren, wenn die Araber nicht glauben sollen, daß den Terroristen alles gestattet sei. Es gibt ja nur zwei Erklärungen für die Situation: entweder will die Regierung gegen diesen Partisanenkrieg nichts tun, oder sie k a n n nichts dagegen tun. Wenn sie nichts dagegen tun will, wird mau sie dazu zwingen müssen, diese politische Linie aufzugeben. Wenn sie nichts dagegen tun k a n n, dann hat sie sich unfähig gezeigt, ihre Aufgaben zu erfüllen. Das letzte Jahr hat uns Palästina die bittere Lehre erteilt, daß es schwerer ist, gegen Terrorismus zu k.impfen, als geeilt offene I ront. Wir haben gelernt, daß die arabische Bevölkerung in sehr vielen I allen die Terroristen deckt, daß die arabische Polizei sehr ungern gegen sie vorgeht, entweder weil sie mit ihnen sympathisiert, oder weil siesie fürchtet. Wär haben mit Lrstaimcu gesehen, daß auch bestimmte Teile der Administration keineswegs mit der offiziellen Linie des Olierkoiiiiiiissariats konform gingen, und schließlich hat anscheinend auch London eilig; sehen, daß in Jerusalem nicht alles so glatt ist, wie es sein könnte. Beweis: der im Januar angekündigte bedeutsame B e ,) in t e n - c Ii u b, der beim ('heisekretar begann. Ynrl ulfig aber sind die bisherigen Beamten noch in Aktion, und Hall, der verabschiedete Chefsekretar, vertritt den Ihgh Commissioner, der Ende der Woche zurückerwartet wird. Und vorläufig haben sich die Zustände gegenüber dem „Waffenstillstand" wahrend der Zeit der Untersuchungen der Kgl. Kommission dauernd verschlechtert. Die Frage, die man noch vor zwei Wochen oder sogar noch vor einer Woche stellen konnte, ob wieder Unruhen kommen werden, ist gegenstandslos geworden. Dieser Terror genug,!, um zu zeigen, daß es s o w i e bisher n i c Ii f w e i t e r g e Ii e n d a r f, daß man sieh auch nicht mit dem Warten auf die Beschlüsse der Kommission abfinden kann. Das Problem der öffentlichen Sicherheit muß gehist weiden, und zwar ohne Aufschub. W i e es gelost werden soll, darüber gehen die Meinungen auseinander, wenn letzten Endes auch immer wieder dieselben Forderungen auffauchen, wie mehr Erlaubnisse zum Waffentragen fiir Juden oder Vcrhängung des Ausnahmez n s t a n el e s in bestimmten Gegenden (wie z. B. im Nordbezirk, der anscheinend von Haifa aus jetzt unter besonderer ,,Fürsorge"' der Terroristen steht). Es hat wenig Sinn, theoretisch die verschiedenen Methoden zu erörtern, die man zur Bekämpfung des Terrorismus anwenden muß. Ohne Frage wird der H i g h C o m m i s s i o n e r gleich nach seiner Rückkehr sich mit diesen kragen zu beschäftigen haben. Er findet das Land in einem viel böseren Zustand, als er es verlassen hat, und es ist seine erste Aufgabe, hier Wandel zu schaffen. Wenn auch niemand behaupten wird, daß das leicht sei, so kann man doch auch ebensowenig nehaupten, daß es unmöglich wäre. Bei einer wirklich ernstgemeinten Aktion der Regierung zur Befriedung des Landes hat beute die Regierung den g e s a in t e n jüdischen Jischuw und fraglos auch einen Teil der Araber hinter sieh. Sie muß sich zu einem durchgreifenden Handeln entschließen. Jedes Abwarten verringert ihr Ansehen, verwirrt die Verhältnisse auf das gefährlichste, bringt den größten materiellen Schaden, macht eine Ueberleitung zu einem geordneten Leben im Lande immer schwieriger. Nicht um die blinde Anwendung von Gewalt handelt es sieh, sondern um die Demonstration dessen, daß sich die Regierung überhaupt noch willens und fähig zeigt, gegen Gewalt vorzugehen. arabische Cafehäuser in Jerusalem verübt zu haben. Die' arabischen Zeugen konnte n jedot h in ihnen die Tater nicht erkennen. Die Verhafteten wurden am Sonntag wieder auf freien l;u!S geset/t. Eine Bombe explodierte mitten in einer Gruppe arabischer Arbeiter, die bei einem Bau in der Nähe eines jüdischen Viertels von Jerusalem beschäftigt waren, wobei drei schwere Verletzungen erhielten. Es wird angenommen, daß die Arbeiter sieh anschickten, die Bombe zu schleudern, als diese zu frühzeitig zur Explosion kam. In der Nahe von Akko ist es zu einem Zusammenstoß zwischen einer Bande bewaffneter Drusen und der Polizei gekommen. Ein Mitglied der Baude wurde verwundet. Zwei Drusen wurden gefangengenommen, die übrigen ergriffen die Flucht und werden von der Polizei verfolgt. Bewaffnete Araber drangen in die Kwuzab Oes her bei Tiberias ein und schnitten Getreide auf den Feldern. Nach einem Schußwechsel mit den herbeieilenden Wächtern und nach einem Handgemenge, in dessen Verlauf zwei Siedler durch Stockhiebe verletzt wurden, ergriffen die Araber die Flucht. In der Orangenplantage bei B e i t d c j a n, die Felix Warburg gehört, fand der arabische Wächter zwei große Bomben versteckt. Es wird angenommen, dal! die Bomben von den in der Plantage angestellten arabischen Arbeitern zurückgelassen wurden. In das jüdische Steinwerk Migdal Zedek brachen arabische Diebe ein, die eine Anzahl von Instrumenten und anderen Gegenständen stahlen. In Migdal (Galiläa) kam es zu einer Schießerei zwischen Arabern und jüdischen Wächtern. Vor dem Gebäude der Hadar Kodcsh-Synagoge in Haifa gelangte eine Bombe zur Explosion. Das Gebäude wurde leicht beschädigt. Ein Araber wurde in der Nähe des B e z. a 1 e 1 - V i c r - f«Is in Jerusalem angeschossen uiul leicht verletzt. Die Polizei nahm eine Durchsuchung der jüdischen Häuser in der betreffenden Straße vor. Das palästinensische Obenabbinat hat den 22. März als Bettag zum Andenken an die in Palästina gefallenen jüdischen Märtyrer proklamiert. In allen Synagogen Palästinas werden Gebete für die Toten gesprochen.

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