Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 20 (12.3.1937)
- Date
- 1937-03-12
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 20, 12. III. 1937 JODISCHE RUNDSCHAU Seite 13 Anlage-Möglichkeiten Hinweise für die Privatwirtschaft Von Ernst Kahn, Jerusalem Teppiche Bemusterte Angebote unvrrhindlirh Möbelstoffe « leistungsfähige Gardinen 5p e zi a Ih a u s Das 11 Ii II 31 K N F K I, I> SÄ (Schluß; vgl. Nr. 19) Es folgen dann die 6 "/«igen Cumulative Partie. Prcference Bearer-Shares. Bcarer-Sharcs sind entsprechend den deutschen Inhaber-Aktien im Gegensatz also zu sogenannten Namens-Aktien, die in der englischen Finanzwelt sehr viel vorkommen und die auf den Namen des Besitzers umgeschrieben werden müssen. Diese Vorzugsaktien müssen vorweg 6 n/o bekommen, bevor die dann folgenden Stammaktien überhaupt einen Dividendenanspruch erheben können. Die Ordinary Shares (Stammaktien) erhalten für das Jahr 1Q36 eine Dividende von 71/2 °>. Dadurch haben die 6 0/0igen Vorzugsaktien Anspruch auf die Hälfte der Differenz zwischen 71/2 °/o und 6 »o 3/4 »0. [). h. also: die Vorzugsaktien erhalten für das vergangene Jahr eine Dividende von ö3/« <>'o. Im Falle die Stammaktien einmal 8 <Vb bekommen sollten, müßte somit den Vorzugsaktien eine Dividende von 7 °/o ausbezahlt werden. Nebenbei bemerkt, hat diese Dividenden-Erklärung eine ziemlich starke Hausse für die Aktien der üencral Mortgage Bank ausgelöst; sie sind in wenigen Tagen um etwa 14 % gestiegen, zum Teil auch wohl im Zusammenhang damit, daß die Gesellschaft eine Kapitalerhöhung um .UP 100000 beschlossen hat und die neuen Aktien anscheinend mit einem starken Agio, welches der Gesellschaft zufließt, im Ausland placiert hat. Es wäre zu raten, daß die General Mortgage Bank im Gegensatz zu ihrer bisherigen Praxis die sogenannte Kursregulicrung ihrer Pfandbriefe selbst und nicht durch Freunde ausüben läßt. Denn sie hat es dadurch in kritischen Zeiten nicht nötig, die Hilfe Dritter für diesen Zweck in Anspruch zu nehmen und kann die erfahrungsgemäß mit dieser Interventionstätigkeit verbundenen Gewinne sich selbst sichern und daraus im Laufe der Zeit eine sehr ansehnliche Gewinnquelle schaffen. Die letzte Bilanz, welche einen Barbestand von £P 200 000 ausweist, deutet darauf hin, daß sie hierzu in der Lage sein sollte. In Zukunft, wo sie ein erhöhtes Eigenkapital besitzt, wird es ihr noch leichter fallen. Die nächste im Kurszettel verzeichnete Gesellschaft ist die Palestine Land Development Company. Es handelt sich hier um eine der Jewish Agency sehr nahestehende Landgesellschaft, welche teilweise für eigene Rechnung, teilweise aber für Rechnung Dritter Landkäufe vornimmt und dieses Land dann an Dritte weitergibt. Sie hat in der Entwicklung des jüdischen Palästina eine große Rolle gespielt. So hat sie, um nur ein einziges Beispiel zu nennen, Rechavia, das Villenviertel Jerusalems, aufgeschlossen. Sie hat in der letzten Zeit eine besonders große Rolle gespielt beim Erwerb der Hule-Konzession, indem sie als Erwerber in die Bresche sprang, bevor die eigentlichen Träger des Gedankens eine endgültige Entschließung gefaßt hatten. Privatwirtschaftlich gesehen ist es ein recht rentables Unternehmen, das auf seine „ordinary shares" (Stammaktien) zuletzt 8 °;o verteilt hat. Die 6 °/oigen cum. Part. Prcference Shares sind ähnlich konstruiert wie die oben geschilderten der General Mortgage Bank. Die Kursbewegung dieses Papiers war in der letzten Zeit sehr erheblich; ohne inneren Grund waren die Aktien zeitweise recht zurückgegangen und dadurch die Aktionäre, darunter auch deutsche Transferenten, verängstigt worden und mancher hatte seine Aktien zu einem unberechtigt niedrigen Kurs abgestoßen. Das wäre nicht nötig gewesen, wenn einerseits die Gesellschaft mit einer klaren Darlegung ihrer Verhältnisse an die Oeffentlichkeit getreten wäre und andererseits das Banken-Konsortium der Gesellschaft den Kurs nicht sich selbst überlassen hätte. In dieser Beziehung muß hier noch manches gelernt werden. Die dritte Gesellschaft, der Keren Kajemeth Lejisrael, bedarf an dieser Stelle keiner großen Einfühmng. Die hier notierten 2>/s «,'oigen Debentures, im Jahre 1034 herausgegeben und bis zum Jahre 1953 in 20 gleich großen Jahresraten zu 100 auslösbar, sind eine außerordentlich interessante Kapitalsanlage. Zwar ist die laufende Rentabilität gering; denn von den 2''.. °/o Zinsen geht noch eine 23 »»ige englische Einkommensteuer ab. Der Keren Kajemeth ist nämlich formell eine englische Aktiengesellschaft und unterliegt infolgedessen den dortigen Abgaben. Diese Konstruktion ist etwas unglückselig und wird bei künftigen Anleihen des Jüdischen Nationalfonds vermieden werden müssen. Indessen ist ja diese niedrige Verzinsung aus zwei Gründen nur scheinbar. Fürs erste sind die Anleihen zu ungefähr */s des Nominalwertes zu kaufen und fürs zweite ist die Verlosungschance außerordentlich groß. Die tatsächliche Verzinsung stellt sich deshalb auf 7—8 0/0. Der höhere Satz kommt namentlich in Frage für eine zweite, noch nicht notierte, aber unter der Hand erhältliche zweite Serie dieser Debentures, die «jrheblich billiger sind. Die Anleihen des Keren Kajemeth sind durch eine Art Gcncralhypothek auf den gesamten ungeheuren Besitz der Gesellschaft gesichert. Nir Ltd. ist eine verhältnismäßig noch junge Gründung der Arbeiterschaft (Ende 1031) zur Finanzierung der Arbeitersiedlungen im Lande. Neben AIP 42 409 in den Händen der Organisationen befindlichen Stammaktien sind CP 123 683 5 «,'oige Vorzugsaktien ausgegeben worden, die ebenfalls an einem etwaigen Uebergewinn teilnehmen; ferner 4 ".'oige Debentures, die sich neuerdings einer recht großen Beliebtheit erfreuen und die unter Berücksichtigung der Auslosungs-Chancen sich immer noch recht nah an 8 0/0 verzinsen. Tel-Aviv Municipality, also die Sfadtgemeinde der einzigen 100 »fr jüdischen Stadt der Welt, hat nur eine Anleihe, und zwar eine fi'.'j «»ige, im lahre 1928 ausgegeben, am Markt. Sie steht mit Recht sehr noch im Kurse, weil die palästinensischen Gemeinden in bezug auf ihre Finanzgebarung äußerst einwandfrei sind. Dafür sorgt schon die mehr als strenge englische Aufsichtsbehörde, die nach europäischen Begriffen in einer geradezu pedantischen, um nicht zu sagen schikanösen Art den Stadtvätern auf die Finger sieht. Da die Anleihe aber mit kurzer Frist zu 100% zurückbezahlt werden kann, ist sie vom Standpunkt des Anlegers nicht sehr reizvoll. Den Schluß des Kurszettels bildet die Bizur Ltd. Sie ist jene Mitte 1036 gegründete Arbeitsbeschaffungsgesellschaft, die ihr Dasein dem wundervollen Opfersinn der palästinensischen Arbeiterschaft verdankt; wie erinnerlich sammelte diese damals zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ca. Kl' 70 000, mit diesem Geld und einer erheblichen Beteiligung der Agency ist dann mit zunächst UP 30000 Aktienkapital die Bizur gegründet, die bisher UP 80 000 Debentures ausgegeben hat, die wir oben im Kurszettel verzeichnet finden; das Geld ist bisher vornehmlich zur Finanzierung von Wegebauten verwandt worden. b) Die an der Londoner Börse notierten Effekten. Da Palästina, zum mindesten Iiis vor kurzer Zeit, ein äußerst kapitalschwaches Land war, haben die großen Unternehmungen des Landes die nötigen Kapitalien in London aufgenommen und dann auch eine Notierung ihrer Werte an der dortigen Börse herbeigeführt. Das hat sich natürlich für sie sehr bewährt, denn der dortige Anleger ist in bezug auf Verzinsung erheblich ansnruchsloser als etwa der palästinensische. Wie die nachfolgende kleine Webersicht zeigt, verzinsen sich die an der stock exchatige gebändelten palästinensischen Papiere mir zwischen 3 und 4 "0. Hier ist in erster Reihe zu nennen die An glo-Palestine Bank, die neben der Barclavs Bank heute eine überragende Rolle im palästinensischen Wirtschaftslehen spielt. Während Barclavs Bank das Kreditinstitut der englischen Mandatsbehördc ist, ist die Anglo-Palesf ine Bank das Institut der Jewish Agency, die auch in maßgebender Weise in ihrer Verwaltung vertreten ist. \ "rsnrünglich war die Anglo-Palestine Bank ein verhältnismäßig bescheidenes Anhängsel des Jewish Cohmial Trust, des Licblingskindcs Herzls, das, wie so viele Lieblingskinder, ihrem Vater wenig Freude bereifet haben. Die Anglo-Palestine Bank hat sehr bald in bezug auf Größe und Erfolg die Mutter in den Schatten gestellt und nur durch ihr Blühen ist die Mutter überhaupt noch am Leben gebliehen; denn der einzig wertvolle Besitz, den der Jewish Colonial Trust hat, sind Aktien der Anglo-Palestine Batik. Bei einem Nominalkurs von UP 1 sind sie an der Börse mit über 41 sh bewertet. Die Bedeutung der Anglo-Palestine Bank geht daraus hervor, daß sie heute eine Einlage von vielen Millionen verwaltet. Ihre Wertschätzung in der City aber wird am besten dadurch dokumentiert, daß im vorigen Jahre bei der Gründung eines sogenannten Eixed Trust für Bankaktien in London auch die Aktien der Anglo-Palestine Bank als einer der Anlagewerte für diesen Trust festgelegt wurden. Auch die Aktien der rasch aufstrebenden Palest ine Electric Corporation (Ruthenberg-Werke) sind in, London notiert, und zwar mit ca. 14 sh für die Aktie, auf welche 7'j «'., steuerfreie Dividende gezahlt werden, was einer Rentabilität von nur 3,1 "» gleichkommt. Eine ähnlich geringe Verzinsung weist das zweite Elektrizitätswerk Palästinas, die Jerusalem Electric Corporation, auf. Bei einer Dividende von nur 5 <n> vor Abzug der Steuer sind sie in London mit ca. 35 sh bewertet, was einer Rentabilität von nur 2,2 entspricht. In diesen Kursen drückt sich einmal die relative Bedürfnislosigkeit des englischen Kapitalisten, dann aber auch die Hoffnung auf eine sehr starke Weiterentwicklung dieser beiden Gesellschaften aus. Tatsächlich ist auch im Utmihejahr 1036 der Stromabsatz dieser beiden Gesellschaften um fast ein Drittel weifer in die Höhe geschnellt und auch die weitere Entwicklung wird optimistisch beurteilt. Beide Gesellschaften stehen vor Vergrößerungen, von denen namentlich dieRuthcnbergsche in der nächsten Zeit viel von sich reden machen wird. Auch die Aktien dieser beiden Gesellschaften sind in London als gute Papiere anerkannt; auch sie werden von einzelnen Trusts als Anlage ausdrücklich erwähnt. Eine Sonderstellung in der palästinensischen Industrie nimmt die Portland Ccmcnt Co. „N e s h e r" Ltd. ein. Sie ist die Gründung des ungewöhnlich fähigen Herrn Pollak. Auch ihre Aktien werden sporadisch in London mit ca. 43—46 sh im freien Verkehr gehandelt. Sie verteilen 10 netto, was einer Rentabilität von etwa 4.5«» entspricht. Dieses Unternehmen ist der einzige inländische Zementlieferant für die bedeutende palästinensische Zementindustrie. Auch die Aktien der dem Kenner Palästinas bekannten Palestine Potash Co., die am Toten Meer Kali und Brom gewinnt, sind teilweise in London untergebracht. (Manchmal werden sie auch in Tel-Awiw gehandelt.) Der Kurs der 5''j "nigen Vorzugsaktie ist z. Z. erheblich unter pari, nämlich 12 6 zu 13, d. h. ca. 65 °o ihres Nennwertes, und zwar vermutlich deshalb, weil dieses Werk einstweilen noch im Aufbau ist. Neuerdings hat die Gesellschaft erhebliche Ausdehnungen ihrer Anlagen vorgenommen. Die Ausweise bis 1935 zeigen noch Verluste; andererseits steigt die Produktion, auch sind die Verkaufspreise jetzt besser. Schließlich sei noch die Palestine Hotels Ltd. erwähnt. Sie ist die Besitzerin des bekannten King David Hotels. Das Unternehmen kann in keiner Weise als jüdisch bezeichnet werden. Die Aktien verteilen einstweilen keine Dividende. c) Unnofierte Werte Die ganze Natur Palästinas und namentlich auch der Wille der jüdischen Pioniere ist an und für sich dem europäischen Gedanken der Kapital-Assoziation in Form von Aktiengesellschaften usw. wenig zugeneigt. Mehr als in Europa und Amerika herrscht — erfreulicherweise — einerseits der Wille zur individualistischen, andererseits die Bestrebung zur genossenschaftlichen Form. So spielt beispielsweise im Verkehrswesen im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern der Welt das großkapitalistische Unternehmen kaum eine Rolle; die Genossenschaft überwiegt. Auch die wunderbare Entwicklung der ländlichen Kooperativen liegt ja in der gleichen Richtung. Diese Richtung ist prinzipiell erfreulich, wenn sie auch in mannigfacher Beziehung noch verbesserungs- und ausbaufähig ist. Trotzdem sind namentlich seit der Alijah aus Deutschland eine ganze Anzahl von Gesellschaften in Aktienform ins Leben gerufen worden; zum Teil, weil man auf diese Weise das Geld der Transferenten sich nutzbar machen wollte. Leider sind diese Experimente keineswegs immer recht glücklich gewesen und ist eine Anzahl dieser Gest llschaften schnell in eine finanzielle Notlage gelangt. Der Hauptgrund lag wohl in einer schlechten Finanzierung. Gar manche dieser Unternehmungen gingen mit ungenügendem Kapital an fnre Aufgabe, mit dem Resultat, daß die ersten Geldgeber schwerste Opfer bringen mußten, selbst bei Gesellschaften, die au und für sich ein vernünftiges Ziel im Auge hatten. In dieser Beziehung muß in Zukunft kritischer verfahren werden. Was nun jene Unternehmungen anbelangt, welche dazu berufen sind, junge Unternehmungen mit Kapital zu unterstützen, so kommen hier, abgesehen von der Anglo-Palestine Bank und einigen anderen örtlichen Bankinstituten, vor allem die amerikanische Palestine Economic Corporation (Gruppe Warburg, f lexncr, Julius Simon), die englische Palestine Corporation (Gruppe Sir Robert Valley Cohen) und die südafrikanische Biujan in Frage. Von neuen, noch nicht notierten Werten ist die Pasa (Palestine Agricultiiral Settlcmcnf Association) zu erwähnen, ein Institut des Keren llajcssod, der sämtliche Aktien besitzt und der jetzt für die deutschen Transferenteil eine 4 "oige Anleihe von UP 85 000 auflegt, die für die ersten fünf Jahre eine Zinsgarautie durch die Anglo-Palestine Bank genießen. Schließlich seien hier noch einige Wette genannt, die in früheren Jahren gerade in zionistischen Kreisen untergebracht «iinlen und die mehr aus Enthusiasmus für das Land als vom Standpunkt der Vcrmögensanlage gekauft wurden. Hierher gehören beispielsweise die Aktien der Arbeit er ha 11k, die sieh anscheinend sehr gut entwickelt, regelmäßig -I ' >. verteilt und deren Weile etwa mit 75 0/4 im freien Verkehr gelegentlich»,jiiugehen. Das gleiche Institut hat /trlfraiisfcrzwecken unter Einwanderern aus Deutschland eine Anleihe untergebracht, die weit unter ihrem inneren Weit verkauft wird, offenbar weil die Transfeieilten die Verhältnisse der Hank nicht richtig beurteilen und infolgedessen diese Werte allzu bereitwillig abgehen. Diese Bemerkung trifft auch für andere Werte zu. Der Translerent sollte 'vor dem Verkauf derartiger Werte sich sehr genau orientieren. Ein anderes Papier, (las sich in Händen vieler alter Zionistcn. wahrscheinlich auch in Deutschland, befindet, sind die Shates des J e w i s h <: o I o n i a I T r 11 s t, der bereits weiter oben erwähnt worden ist. Mit scheinbarem Recht waten diese Shares lange Zu't als ein richtiger Non-valeur betrachte! worden und es soll maicben Besitzer gegeben haben, der sie anläßlich des lImzugs w eggeui.1 feil hat. Heute ist auch diese Aktie wieder zu Eliten gekommen und die Besitzer sollten sie wohl vernähten, tlvtin eine Aufnahme der Dividende ist keineswegs ausgeschlossen. * Zusammenfassend darf wohl gesagt werden, daß Palästina auch privatwirtschädlich e;ne Reihe vernünftiger und sicherer Anlagemoglichkcik n hütet. Gerade der Umstand, daß es ein Neuland ist, drückt sich in eiller fnr h-utigr Begriffe außerordentlich hohen volkswirtschaftlich 1»'eichtet zu hohen — Vei zir.Ming ans. I yWM- \ at-achc sollti namentlich Interesse haben für im Ausland befindliche vermögende Juden ■- natürlich nur in Ländern ohne Dcum iwperre. Ihne Beimischung von guten palastinciiM-! hm Vi etti 11 zu seinen ausländischen wird nicht nur dem Aufhau von Erez. Israel dienen, sondern sieh für ihn recht gut bezahlt machen. Die Laße der Textilindustrie. Uns wird geschrieben: Seit Bcemlicung der Unruhen hat sich der Beschäftigungsgrad fast aller textilverarheiieuden Industrien ganz bedeutend verbessert. So konnten z. B. die Sacks (V Sons Silk Mills, R a 111 a t G a n, in den letzten Wochen dazu übergehen, den gesamten Betrieb in zwei Schichten laufen ZU lassen, eine Beschäftigung ist für mehrere Monate sichergestellt. Die Del filier Silk I 11 d ti s t r y Ltd., Tel- Awiw, haben sich in großem Umfange von reiner Seide auf Kunstseidengewebe umgestellt und bringen in der Hauptsache Neuheiten"in besten Qualitäten. Die neuen Kollektionen wurden in Syrien und Aegypten mit großer Bereitwilligkeif aufgenommen und die Exportaufträge ubersteigen bei weitem die Zahlen der Vorjahre. Die Firma hat zum ersten Male seit ihrem 10jährigen Bestehen sämtliche Maschinen, sowie ihre Färberei und Appreturanlage mit Ucberstundetv ausgenützt. Die A t a T e x t i! e W o r k s, K f a r Ata bei Haifa konnten ebenfalls in den letzten Wochen große Exportauftrage aus Syrien und der Türkei erhalten, so daß dir' Spinuereianlage in drei Schichten läuft. Die Wcbereiabtcilung wurde in den letzten Wochen in Betrieb genommen, ebenso wurde von einem Textilchemiker die Färberei und Appretur mit den besten Resultaten in Gang gebracht. Verschiedene kleinere Betriebe konnten die Arbeit wieder in normalem Umfange aufnehme:!, so einige I rottierwebereien und .Möbelstoffwebereien. Wer abends durch Ramat (iau fahrt, sieht seit drei Monate:! schon die Segelttichweberei von J e r 11 s h .1! m v Bros, in Nächtschicht arbeiten. Auch die B a n d - und E t i k e t t e n w e b e r e i S. T i e t z, Tel-Awiw, konnte seit vier Wochen 111 zwei Schichten arbeiten: es liegen Auftrage fur Imgcrc Zeit vor. Nicht ganz so günstig liegen die Betriebe der Wirkereibrauche. Von den kleineren Unternehmungen hört man hie und da Klagen, Dia Lodzia l t iE, Tel-Awiw Uarom, tler eroilte Textilbetrieb des Landes mit annähernd ih. heinucit Arbeitern, ist befriedigend beschäftigt, es konnten soi/ar auch hier einige Neueinstc'luiigen vorgenommen werden. Große Exportaufträge liegen vor. Die beiden N ä h f a d e n f ,i 1) r i k e n in Ramat Gau sind befriedigend beschäftigt, dtsnh weitgehende Modernisierung und Qualitätsverbesserung war es möglich, den einheimischen Marken einen guten platz am Inlandsmarkt zu verschaffen, und es sind Aussuhieii voi handelt, auch hier Exportmöglichkeiten zu schatten. Der jüngste Zweig der palästinensischen Textilindustrie ist in Ramat Gan im Entstehen; eine I i 1 111 d r u c k e r e i f u r De k o r a t i o ns- Stoffe und Kleiderstoffe wird demnächst eröffnet werden, und die Aussichten dieses Unternehmens werden in Fachkreisen nicht schlecht beurteilt. O. L, Die Fabrik „Kremmener" (Gießerei für Badewannen, Röhren u. ä.) in Haifa nimmt, wie „Davar" berichtet, demnächst den Betrieb in erweitertem Maßstabe wieder auf. Die finanziellen Schwierigkeiten, die in dem Vollstreckungsverfahten der Palestine Electric Corporation gipfelten, könnten hiernach als überwunden gelten. Kurse palästinensischer Wertpapiere. Am 26. Februar hatten die wichtigsten palästinensischen Wertpapiere in Tel- Awiw folgende Kurse: Allgemeine Hypothekenbank 5 "„ige Pfandbriefe 38 55 07, 6 «„ige Pfandbriefe 33 38, 34'39 102, 6 "..ige Pfandbriefe 34 51 Iii i'<6 "nige kum. Vorzugsaktien 112'«, gewöhnliche Inhaberaktien 122, P. L. I). C gewöhnliche Inhaberaktien 98, 6 fe,iige kum. Vorzugsaktien 063V. Keren Kajemeth Lejisrael 2' i »*igc Pfandbriefe 69'., Bizur Ltd. 6<>,,ige Pfandbriefe 99. Druckfehlerberichtigung. In dem Aufsatz „Haifa 1037" in Nr. 14 muß es im Absatz 3 „Auf dem Karmel" richtig heißen: ..Der von der Stadt noch weit entfernt liegende Bodenkomplex ,|aaroth Hakarmel' ist trotz seiner Isoliertheit auch in der Zeit der Unruhen nicht verlassen worden", und nicht, wie irrtümlich geschrieben: „Der von der Stadt nicht weit entfernt liegende Bodcnkomplex". Barmiiwah-Termln: Am 20. März (8. Ni,,.in): Knie W o 1 f Ii e i m, Sohn von Dr. Rafael (RMi.ml) Woührim. 'IVI-Aivw. (Schluß des Palästina-Teils) Linoleum für Treppen, Laden, Zimmer und Küchen Anschlage kostenlos la Refer. / Gegr. 1892 GroBes Lager in Cocos-, Boucle - u. VelourlBulern Fritz Stoehr Memhardstr. 18 frühere Münzstr. IT El B«rolln»1t6S-«7