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Jüdische Rundschau · 1937-03-05 · Heft 18 (5.3.1937) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 18 (5.3.1937)
Date
1937-03-05
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seife 10 JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 18, 5. III. 1937 fraglos die Möglichkeit bestanden, auch etwas als Gegengabe zu erlangen. Nichts davon ist der Fall. Hier hat die englische Regierung einein Nachbarlande ein Geschenk gemacht, und zwar ohne die Interessen des Mandatslandes entsprechend zu wahren, ohne vorher irgendjemanden zu fragen, ohne sich /u beraten, ohne etwas mitzuteilen. Man fragt sich natürlich, wie diese ganze Sache zustandegekommen ist. Es gibt eine Meinung, daß England vor Allem daran interessiert war, Haifa zum Freihafen Iraks zu machen, damit Irak sich nicht in irgendeiner Form an die Franzosen in Serien binde. I>as ist die eine Möglichkeit. f>ie andere ist, daß hier irgendwelche außenpolitischen Interessen vorliegen, die an sich mit Palästina wenig zi: tun haben und denen England -- auf Kosten Palästinas — Rechnung getragen hat. DaJi die ganze Angelegenheit ihre Hintergründe hat, ist sicher, denn sonst wäre die Regierung den üblichen Weg über die beratenden Kommissionen der Abteilungen gegangen, anstatt dem Publikum eine fertige Sache vorzusetzen, an der nicht mehr viel zu rütteln ist. Es liegt im palästinensischen Interesse — im jüdischen ebenso wie im arabischen —-, dal! diese Angelegenheit aufgeklart wird. Ob sie auch noch zu revidieren sein wird, ist sehr fraglich. _ Die Justizverwaltung Aus Tel-Awiw wird uns geschrieben: l)cr „Dawar" bringt neue Angaben zur Geschichte der Justizverwaltung Palästinas ,-uis der Feder J. Schuch m ans: Es ist für uns nichts Keiles, daß sich hohe Beamte bei der Führung ihrer Ressorts mehr vrrn persönlichen Neigungen als von den allgemeinen Aufgaben der Regierung leiten lassen. Trot/dem wirkt es befremdlich, etwas derartiges in der Justizverwaltung zu verspüren, die -Ii.!: do h ihrem Wesen nach von jeder Parteilichkeit ängstlich fernhalten müßte. Vor zehn Jahren betrug die Anzahl der Juden etwa ein Drittel ihrer heutigen Starke. Wahrend dieses Zeitabschnitts hat nur die Zahl der britischen und arabischen Richter zugenommen, jüdische Richter sind nur in g.w unwesentlicher Anzahl ernannt worden. Natürlich nahm wahrend dieser Zeit die UeansfinKhung der Gerichtshöfe sehr zu, die Zahl der jüdischen Richter aber eben nicht. Als Jerusalem JOO'.M) Juden zahlte, gab es dort einen jüdischen und einen arabischen Friedensrichter. Heute zählt die Madt 57 (MM) jüdische Einwohner und wir haben einen englischen, vhr arabische und noch i.inner nur einen jüdischen i "riede i'.sf k Itter. Für #5 000 Juden einen Richter, für I5 01X) Araber aber vier! Aehnliche Ergebnisse hat ein Vergleich zwischen Jaffa nml Tel-Awiw. 7OÖ00 Einwohner von laffa Jt.iFui drei Kühler und dieselbe Anzahl muH fnr die läOOO!) Einwohner Tci-\\\ivvs getiiig-n. Kleine arabische Städte mit 3O00 bis 70W Einwohnern haben ihre eigenen Richter, wahrend große jüdische Bevölkcrungsitinssen ganz ohne einen Richter ihrer eigenen Sprache blieben, wie die '28 Oft jüdischen Einwohner, die zeitweilig in Jaiia wohnten. Aich Tiberus mit seiner ju fischen Htvi.IkcrusitarnenrIievt hat kii'icu judi .eben Richter. Ehe großen jüdischen Siedlungen mit 1503 bis 13 O K) Finwciliturn haben gar keinen Richter am Ort. Nattirlich führte dieses Svstem zu einer lMvrlastiing der vorhandenen jüdischen Richter. Bisweilen h dte ein einziger iü lisch er Richter am 'l äge 100 Prozesse zu ei ledigen. Die arabische Presse hat diesen Zustand mit vier grolieren ProzcIS-nchi der Arnbcr zu erklären und verteidigen gesucht. Aber bei vielen Arten des Zivilprozesses, die sich aus den Verhallnissen der städtischen Bevölkerung erklären, ist der Anteil der Juden ein sehr hoher. So kamen im Zeitraum von April bis November lütt) in Jerusalem 5115 Prozcßfäile vor die Friedensrichter. Mehr als die Hälfte davon -- 3165 Fidle — fielen auf den einzigen jüdischen Richter, der also fünf- bis sechsmal so viel zu arbeiten hat wie sein arabischer Kollege. Spiegel der Ereignisse Zusammenarbeiten mit Arabern im Pardess Aus der internen Zeitung von Giv»at-Brcnncr: Auf dem Wege zum Pardess horte ich von einem unserer Mädeln :i, daß wir heute zusammen in;t Arabern arbeiten wurden. Rh erschrak: vor meinen Augen erstanden all die unauslöschlichen Eiudrü-.ke aus dm Tagen der t'nriilien. Ich wurde plötzlich gewahr, daß jedes < icfiihl der Solidarität zu unserem Nachbarvolke in mir erlöst heil war. Aber gleich setzte die Selbstkritik ein, und ich d ichte an die Pflicht und an unseren redlichen Willen, mit ihnen im Frieden zu leben. Ich beschnei, ihnen oidektiv gegemiber/üireten. -ie unmiKe'bar kciitu n/iik ruen und vielleicht au, daser Begegntm-' /.U lernen. Wir begannen uns der Arbeit. Der aiuhisc'ie Aufseher stand iiidien uns t ";n ii-is herum arabische Frauen und ihre Kinder. And; dir He-.it z> r des Paule», war da und trieb uns ,ur schnellen Arbeit an. Wir bekamen Körbe statt der übliche« Kisten. Nehm nur stand ein ganz junges, dunkles, nicht sehr reines arabisches Mädchen. Uli half ihr, den volleil Korb auf den Kopf zu liehen. F h fühlte Mitleid, als ich ihren /arim Körper •unter der l.a-t g .•beugt > ili Aber mit w eicht r Leichtigkeit schalt s-e! S. huell. und .»hne den K.iib m:t den Händen feitzuli tlten. Bevor ich mich den zweiten Korb gefüllt hatte, stand sje -,ehon wieder an meiner Seite. Den gan'-n Tag k im sie, und ließ nicht /u, daß eine andere meinen Korb nahm. Auel) ich gewohnte mich au sie und gab keiner andeia u meinen K'-rb. >o in gegneten wir cinand -r. ohne da Ii wir ein Wort v, e: ii.-elteii. F. h fühlte mich bedruckt durch das Fehlen einer «< meinsauieii Sprache und jeder Kenntnis über meine Arbcitsgefahrtin. Ich dachte, dal! mir und uns allen jedes Instrument fehlt, um unser Nachbarvolk zu verstehen. Bund der Sternenfreunde Tel-Awiw. Uns wird geschrieben: Seit meiner Anwesenheit im Lande um die Popularisierung der Naturwissenschaften bemüht, veröffentliche ich unter anderem regelmäßig im „Haare/" und' in der „Palcstine Posf astronomische Artikel, zu denen mich der einzig schone Himmel Palästinas begeistert. Diese Artikel haben einen unerwartet großen Anklang gefunden, wie eine große Anzahl von Zuschriften beweist und vor allein die Tatsache, daß angelegt durch mich sich bereits sieben selbstgebaute Fernrohre im Lande befinden. Kürzlich wurde ein Spiegelteleskop mit einem 21-cm-Spiegel fertig. Abgesehen von de» Okularlinsen ist alles an diesem Fernrohr selbstgefertigt, montiert und justiert. Auch der Spiegel wurde selbst geschliffen. Seine Fertigstellung erlaubte es endlich, einer wiederholt erfolgten Anregung Folge zu leisten und eine Vereinigung von A in a t e u r - Ä s t r o n o in e n zu gründen. Zweimal im Monat finden Sitzungen statt, in denen Vortrage gehalten und am Fernrohr geeignete Objekte demonstriert werden. Wir wollen weiter zum Selbstbau neuer Fernrohre anregen, die Kenntnisse des Himmels an Schulen vermitteln, Vortrage uberall im Lande halten, wo man uns hören will, und hoffen auch bald so weit zu sein, daß wir uns an wissenschaftliche Beobachtungen heranwagen können, wie sie Amateur-Astronomen sonst in vielen Landertl mit Erfolg leisten. Vielleicht finden sich auch in der allen Heimat f reunde, die unsere Bemühungen durch Stiftung populärwissenschaftlicher Bucher und geeigneter Apparate, für die sie keine Verwendung mehr haben, unterstützen. Dr. M. Auerbach, Tel-Awiw, Balfour-Str. IQ. Terror und Politik Eine 15 Mann starke bewaffnete Araberbande raubte eine der Siedlung Mizpah bei Tiberias gehörende Herde reinrassiger Kühe im Werte von fast 10000 Pfund, die einen grollen Teil des Vermögens der Kolonie bildet. Die Wächter schössen nach den Räubern, jedoch ohne Erfolg. Polizei, begleitet von den Wächtern, nahm die Verfolgung auf, konnte der Bande aber nicht auf die Spur kommen. Nach Sonnenaufgang machten sich Militärflugzeuge auf die Suche, denen es auch gelang, die Herde nahe der syrischen Grenze zu sichten, hin starkes Polizeiaufgebot ist in dieser Richtung abgegangen. Einige der gestohlenen Tiere wurden im Libanongebiet gefunden. Bei einem Gefecht zwischen libanesischen Gendarmen und bewaffneten arabischen Reitern wurde einer von diesen verwundet. Ein Autobus der Strecke Haifaer Bahnhof-—Hadar Hacarmcl wurde von Arabern mit Steinen bombardiert. Eine Frau und ein Kind wurden verletzt. Auf ein Haus an der Grenze von Hadar Hacarmcl in Haifa, in dem eine Gesellschaft versammelt war, um Purim zu feiern, wurde ein Bombenanschlag verübt, der keinen Schaden anrichtete. Die erst vor kurzem auf Keren Kajemcth-Boden im Beisan-Gcbiet errichlete Siedlung Hassade wurde von einer bcw.dfnetcn Araberbande angegriffen. Ein Kolonist wurde leicht verletzt. Die Poli "ei meldet 10 Fülle von Schießereien, Raubüberfällen und Angriffen auf jüdische Chauffeure in Galiläa im Laufe eines Tages. In Ilaifa ist eine Anzahl arabischer Agitatoren verhaftet worden. Zehn Araber, die wegen Waffenbesitzes zu je 5 Jahren Gefängnis v rur'.ci t worden waren, sind vom Appellationsgericht mi; d r Ii g.iindung, dal) ihre Inhaftnahme erst nach Abschaffung d r Notstaiids-Bestinunuiigen am 30. September erfolgte, f r e i g e s p r o c h e n worden. Hassan S e h u k r v, der Bürgermeister von Haifa, hat bei einer bEnti.i iermr's-Vorführung im Jerusalemer Polizeiamt den Araber erkannt, der am 22. Januar ein Attentat auf ihn verübte. Die Regierung hat nunmehr Maßnahmen getroffen, um die Hetze in Safed einzudämmen. Der Präsident des lokalen Arabischen Nationalen Komitees sowie mehrere Mitglieder sind v e r h a 11 e t worden. Die Polizei hat für die Ermittlung der Mörder von Chaim Bruck einen Betrag von 500 Pfund ausgesetzt. Es verlautet, daß das zentrale arabische Sammelkomifec vor einer Woche 500 Pfund an Fauzi Kaukji nach Kirkuk gesandt hat. Die Regierung des Irak erklärte in einer offiziellen .Mitteilung, daß sich Fauzi Kaukji unter ständiger polizeilicher Bewachung befindet. Eine arabische Zigarettenfabrik in Nablus bringt eine neue Sorte in Vertrieb, die nach dem bekannten Rebellen* itihrer „K a u k j i" heißt. Die transjordanischc Regierung hat der Gesetzgebenden Versammlung ein Gesetzproiekt untcrbreilet, wonach das Waffenträger! in den nahe der palästinensischen Grenze liegenden Bezirken verboten werden soll. Der Oberkommandierciide der Truppen in Palästina, General Dill, hat die Garnisonen in Beer Schevva Und Gaza inspiziert. Während General Dill in Gaza weilte, kreisten 15 Militärflugzeuge über der Stadt. Die britische Garnison der Stadt Nablus (Sichern) ist in letzter Zeit durch Abteilungen aus Jerusalem verstärkt worden. Mit Rücksicht auf die Fortdauer des von den arabischen Terroiisten geführten Kleinkriegs sind zahlreiche frühere Hilfspolizisten wieder zum Dienst einberufen und mit Waffen versehen worden. Arabische Notabeln in Haifa haben beschlossen, in den Moscheen eine Propaganda-Aktion gegen den das gesamte Wirtschaftsieben lahmenden Terror durchzuführen und einen öffentlichen Aufruf gegen die Terroraktionen zu erlassen. Das Mufti-Organ „El Eiwaa" berichtet, daß die früheren High Coinmissioncr von Palästina, Sir Herbert Samuel und Sir John C h a n c c 11 o r, von der Kgl. Kommission in London in geschlossener Sitzung vernommen werden sollen. Die arabische Zeitung ,,1'elestin" meldet (nach Palcor), daß die Palästina-Regierung gemeinsam mit General Dill beschlossen haben soll, aus Juden und Arabern zus a m ni e n g e s e t z t e militärische Einheiten unter britischem Kommando zu schaffen. (Eine Bestätigung dieser Meldung liegt nicht vor. — A. d. R.) Es verlautet, daß die Regierung im Begriffe ist, zwei neue Straßen zu bauen, die strategischen Zwecken dienen soilen, und zwar eine 30 km lange Chaussee Chedera—Afuleh, und eine Verbindungsstraße zwischen Ras-en-Nakura (nördlichster Küstenpunkt des Landes) und dem Meron-Soe. Diese letztere. 70 km lang, wird sich an der syrischen Grenze entlangziehen. Wirtschaft Angesichts des Mangels an Arbeitskräften in den Pflanzt! 0en, wo dringende Arbeiten durchgeführt werden müssen, haben die beim Bau der Hcrzüa-Chaussec beschäftigten Arbeiter ihre Tätigkeit unterbrochen, um in den Pflanzungen auszuhelfen. Eine Gesellschaft zur Finanzierung von Bewässerungsanlagen ist unter dem Namen Mekoroth mit £ 30000 Kapital unter Beteiligung des Keren Hljessod, Keren Kaiemeth sowie des Nir gegründet worden. Die neuen Anlagen, die im Kischon- und im Nahalal-Gebiet vorgenommen werden sollen, werden die Kapazität der Siedlungen verdoppeln. Die Kosten des Unternehmens werden £ «0 000 betragen. Im T e I - A w i w c r Hafen wurde an einem Tage die Rekordmenge von 1200 Tonnen verfrachtet und ausgeladen. Diese Ziffer stellt die Hälfte der höchsten Tagesleistung des Haifacr, zwei Drittel derjenigen des Jaffaer Hafens dar. Im Hafen von T e I - A w i w sind zwei neue große aus Metall gebaute Motorboote für den Haifadienst eingetroffen. Die bisher benutzten Motorboote werden außer Dienst gestellt. Das erste jüdische Fischerboot „Bikkura" hat seine seit dem Jahre 1035 eingestellten täglichen Fahrten wieder aufgenommen. Ermöglicht wurde dies dank den Bemühungen der Jewish Agcncy, der Meeresliga und des Allgemeinen Jüdischen Arbeiterverbandes. Das mit zehn jüdischen Matrosen bemannte Boot wird von Kapitän Erankl geführt. Der Fang vviru durch die Genossenschaft Tmiwa abgesetzt. Einer Meldung des „Feiestin" zufolge soll demnächst eine Versammlung zur Gründung einer Gesellschaft für den Bau eines Hafens in G a z a stattfinden. An der Versammlung werden sich arabische Kaufleute und Pflanzer beteiligen. An der Spitze der an dem Hafenbau interessierten Fütanzkreise steht der Direktor der Arabischen Bank. Auf Grund des kürzlich abgeschlossenen Handelsvertrages zwischen Aegypten und Palästina hat das ägyptische Handelsministerium eine Kommission nach Jerusalem entsandt, um Verhandlungen über die Lieferung von ägyptischem, Gemüse nach Palästina aufzunehmen. Aus dem von dem Regierungsamt für Statistik verötfentlichlcn Bulletin ist zu ersehen, daß der Index der Kleinhandels- und Lebensmittelpreise im Monat Februar um 1,4 Punkte gegenüber dem vorangegangenen Monat gesunken ist. Fr ist aber noch immer um 7,7 Punkte höher als im Februar 103b. In Jerusalem ist eine Fabrik zur Erzeugung von Aluminiumgeräten eröffnet worden. Es werden vorläufig 13 Arbeiter beschäftigt. Verschiedenes Die jüdische Immigration im Laufe des Februar 1037 betrug 1000 Personen. Die Histadntth, der Hapoel Hamisrachi, die Arbeiter sowie die Jemeniten, also 07 "/o der gesamten organisierten jüdischen Arbeiterschaft, führten eine M i t g I i e d e r - Z ä h I u n g im ganzen Lande durch. Die Zählung ergab, daß etwa IWVOOQ organisierte jüdische Arbeiter in Palästina leben. Die arabische Presse meldet (laut Palcor), daß die Palästina-Regierung damit begonnen hat, an die Scheichs der B e d ti i n e n s t ä in nt e im Boersebaer Distrikt ein ständiges Gehalt in Höhe von 16 bis 20 Pfund jährlich zu zahlen. Auf Grund eines mit dem Regierungsdcnartement für Post- und Telegrtiphenwescn abgeschlossenen Veit ages übernimmt die Tel-Awiwer Autobus-Kooperative „E g g e d" die P o s t h e I ö r d e r u n g zwischen Tel-Awiw und dem Flughafen von Lydda. Die Gesellschaft Fgged richtet demnächst einen regulären Passagierdienst zwischen Tel-Awiw und dem Flughafen ein. Der Indische Nationalfonds hat beschlossen, in der Nähe der an der Straße Jerusalem -Tel-Awiw gelegenen Siedlung Kirjat Anawim einen Wald zu pflanzen, der den Namen des verstorbenen Tel-Awiwer Bürgermeisters, Meir D i z e n g o f f, tragen soll. Die Hebräische Universität Jerusalem hat der Universität Athen bekanntgegeben, daß sie sich an den Feierlichkeiten anläßlich des iÖ'Jjährigen Jubiläums des Bestehens dieser Universität beteiligen wird. In Gan-Meged (an der Straße zwischen Tel-Awiw und Kfar-Saba) winde vom „Hapoel Hamisrachi" eine Arbeiteruinenwirtschaft gegründet, in der sich 25 Mädchen befinden. Amerikanisch-jüdische Leistungen Das American Economic Corninittee for Palestine, Tel- Awiw, führte eine Untersuchung über die Höhe des in Palastina investierten privaten Kapitals amerikanischer Juden durch, die am 12. Januar das Ergebnis einer Gesamtsumme von ,CP 7 878 200 zeigte. Diese Gesamtsumme stellte das Minimum der Investierungen dar. Ein Betrag von *P 3 528 300 oder rund 45 <'o der ' Gesamtsumme wurde in Boden und Bauten investiert: davon waren 318 Kapitalsanlagen unter je £P 20 000 mit einem Gesamtergebnis von £P 14-12IHM) und 31 Kapitalsaulagen über je CP 20 000 von insgesamt CP 831000. Hinzu kamen 131 Kapitalanlagen in Tel-Awiw mit einem Gesamtbetrag von CP 524 000. Ein anderes Gebiet, das größere amerikanische Investitionen aufweist, ist, gemäß der durchgeführten Untersuchung, die 7. i t r ti s - A n p f 1 a n z u n g. 0 Gruppen und 407 Privatleute besaßen Plantagen, die einen weit höheren Wert als die darin investierten CP 1833 500 darstellen. Diese Investitionen machen fast 24 "o der ganzen Summe aus. Die anderen Kategorien betraten verschiedene Versieh e r u n g e n oder Guthaben in palästinensischen Banken oder Korporationen in f löhe von CP $77 000, Anleihen auf unbewegliches Eigentum CP 0!>'1800, Investitionen in Fabriken, Steinbrüchen und industriellen Unternehmungen C P 387 000, in Hot eis, Kinos, Wäschereien und anderen Unternehmungen CP 232 000, die durch 2 Grippen und 40 Privatpersonen angelegt wurden. Ein palästinensisches Import-Handbuch. Unter dem Titel „Import Directory" wurde soeben von Gershon Ben in der Firma Rudolf Mosse Agency, Tel-Awiw, 30, Achad Haam St., ein Bezugsquellen-Adreßbuch herausgegeben, das über Aegypten, Palästina, Syrien, Libanon, Irak, Iran und die Türkei alle wissenswerten Angaben vermittelt. Palästinas größte Brücke in Haifa. Die Ausbreitung Haifas in Hcrzliah und Hadar Hacarmcl wurde bisher durch die günstige Gliederung des C a r m e 1 h a n g e s, der an dieser Stelle gerade eine weite, ungeteilte Fläche darstellt, sehr gefördert, ist aber durch die zunehmende Steilheit dieses Hanges und die Größe der f läche selbst begrenzt und muß daher in absehbarer Zeit auf Schwierigkeiten stoßen. Dagegen sind in der bereits in Entwicklung befindlichen Siedlung Newe Schaanan, auf dem „Roten Carmcl", der in einiger Entfernung hinter dem Hadar-Viertel „üctilah" liegt, noch große Flächen bebaubar, die fast in der Höhe des Carmel liegen und ihm gegenüber noch den Vorteil eines weniger feuchten Klimas besitzen, die aber bisher nur deshalb nicht richtig erschlossen werden konnten, weil Geulah von Newe Schaanan durch eine tiefe Schlucht, den Wadi Ruschmich, getrennt ist, der einen weiten Uniweg durch die untere Stadt notwendig macht. Der Plan, Newe Schaanan durch eine Brücke über das Wadi Ritschmieh mit Geulah zu verbinden und es so an den Hadar Hacarmei anzuschließen, bestellt schon seit längerer Zeit und ist jetzt, wie die „Jüdische Rundschau" bereits gemeldet hat, in ein akutes Stadium getreten. Seine Durchführung wird Haifa eine Brücke von etwa 225 m Länge, 8—10 m Breite für Fahrbahn und Gehsteig und einer Höhe von 70 ni über der Talsohle geben. Die Art der Ausführung, ob in Eisenbeton, Fisettkonstruktion oder Eisenfachwerk, freigespannt oder in mehreren Bögen mit dazwischengestellten Pfeilern usw. ist noch nicht endgültig entschieden und wird sich u. a. nach der Entwicklung des Eisenpreises richten. Die Brücke, deren Tragfähigkeit für ein englisches Tatikbataillon berechnet ist, und deren Kosten sich auf etwa 30 «X) bis 35 000 Pfund belaufen, wird die größte und modernste Brücke Palästinas sein, Alfred Markus, Haifa B«r Mliwah-Termin. Am 13. Märi (1. Nissan): Heinz Gomma (früh« üörli«), Jerusalem, Rcehaviah A., Usssbehkinstr. 23.

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