Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 16 (26.2.1937)
- Date
- 1937-02-26
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Nr. 16, 26. II. 1937 JODISCHE RUNDSCHAU Seite 13 Hebräisch im Leben Oeffentlidies Gericht über die Vernachlässigung des Hebräischen Tcl-Awiw, im Februar 1937 Die Reihe der „öffentlichen Prozesse" nimmt ihren Fortgang. Diesmal stand — veranstaltet vom Konzertbüro „Armon" — im Mittelpunkt ein Gericht über diejenigen, „die die hebräische Sprache und Kultur im In- und Ausland verunglimpfen bzw. deren Pflege vernachlässigen". Die Anklage war erhoben von dem „Brith Kvnth Olamith" (Hebräischer Weltbund), dessen Präsident Bialik bis zu seinem Tode war. Die Anklageschrift wurde vorn Geschäftsführer des „Brith", Dr. Alexander Rosen feld, verlesen. Den Angeklagten wird u. a. zur Last gelegt: keine hebräischen Zeitungen und Bücher zu kaufen, Theater- und Kulturveranstaltungen zu boykottieren, sich im Uebermaß fremder Sprachen — besonders auch im Verkehr mit Regierungsstellen — zu bedienen. Im Ausland sei die Pflege des Hebräischen erschreckend vernachlässigt worden. Darüber hinaus werden die offiziellen zionistischen Gründungen und Aemter unter Anklage gestellt. Den Vorsitz führte wiederum der Richter Harcav i, die Anklage vertraten Dr. David Kevin und Nathan Grünblatt, die Verteidigung Gedalja Z u c h o v i t s k i und R.-A. Sari in. Als Repräsentant der beschuldigten Parteien nahm R.-A. Dr. Silberg auf der Anklagebank Platz. Am Richtertisch bemerkte man Schau! Tschcrnichovsk i, Dr. B u - g r a s c h o v, J. Adler, H i 11 e 1 s, B u r 1 a, K r u p n i k, Dr. H 3 r a r i, J. Sandbank, Dr. S.Oinsburgu. a. Die Anklage Nach einem formalen Vorstoß der Verteidigung führte Nathan Grünblatt in seinem Anklage-Plaidoyer u. a. aus: Generationen hättrn das heilige I euer der hebräischen Sprache gehütet und für Erhaltung der Kulturwcrte gesorgt. Vor dem Weltkriege sei besonders in Osteuropa eine erfreuliche Renaissance des 1 lebriiisenen zu verzeichnen gewesen. Schulen, Theater, Zeitungen und Buchverlage hätten hiervon beredtes Zeugnis abgelegt. Wir hatten Hoffnung, daß das kommende Geschlecht in unserer Sprache und Kultur leben würde. Zu unserer Enttäuschung müßten wir heute sehen, wie dieselben Leute, denen man unter schweren Opfern eine hebräisch-jüdische Erziehung angedeihen ließ, ihre Kinder in fremden Sprachen erziehen, wie die Assimilation fortschreitet, wie die hebräischen Lehrkräfte im Ausland in traurigen Verhältnissen leben müßten, weil man es vorzieht, die Kinder in die Stadtschulen zu schicken, wie in der gesamten Golah keine hebräische Tageszeitung und nur eine einzige Wochenschrift existiere. Zwar gäbe es noch eine Jugend in Polen, die hebräisch spricht, aber ihr Elan reiche nicht mehr aus, um es zu kulturellen Resultaten zu bringen. Bezüglich Ercz Israel selbst brauchte man nur Ohren zu haben, um zu h ö r e n, wie berechtigt die Anklage sei. Die zionistischen Aemter und besonders der Zionisteu-Kongreß werden alsdann vom Redner scharf angegriffen. Wenn man böse Folgeerscheinungen zu beklagen habe — wie etwa den Rückgang auf dem Buchmarkt —, sei das nicht verwunderlich. Zeugenvernehmung Als erster Zeuge wurde Dr. Levinsohn vernommen, Verfasser des Werkes „Die hebräische Bewegung in der Golah". Der Zeuge erhärtet im wesentlichen die Ausführungen des Anklägers und spricht von einer katastrophalen Stagnation der Kulturarbeit in der Golah. Der nächste Zeuge, der Besitzer des hebräischen Buchverlages „Mi/pah", Herr C 7. e c z i k, bekundet, in elfjährigem Bestehen des Verlages annähernd 500 Bücher in Palästina herausgebracht zu haben. Auf Befragen gibt er Zahlen an über die Veränderungen auf dem Buchmarkt in den letzten Jahren: 1020—1<)'J0 habe es jedes Buch zu einer Aullagc von 1500 -1S00 Exemplaren gebracht, dem heute nur etwa S00 900 Exemplare gegenüberstehen. Im Jahre 1030 hätten die vier palästinensischen Buchverlage — Mi/pah, Omanuth, Dwir, Stichel — vier bis fünf Bücher monatlich herausgebracht, zur Zeit jedoch winden oft nicht die Spesen fur Druck und Papier gedeckt — von Honoraren zu schweigen. — Der Zeuge Nachtun 1. c \ in (den Berliner Zionisfen noch von seiner Lehrtätigkeit vor lO'i'3 ebenso bekannt wie den Olim aus Deutschland im Laude durch seine Organisierung und Leitung der hebräischen Sprachkurse der „Hitachduth Olcj Germania") äußert sich über die Beträge, die für die hebräischen Abendkurse fiir Erwachsene von seilen offizieller Departements zur Verfügung stehen. Es sind insgesamt (einschließlieh der Beiträge der Stadtverwaltungen) £P 2500 pro Jahr. Die Summe, die hierfür der Etat der Verwaltung in Petach Tikwah — d.as kürzlich zur Stadt erklärt wurde •— vorsieht, belauft sich auf ,CP 1. Die Zahl derer, die das Hebräische noch zu erlernen hätten, beträgt nach Ansicht des Zeugen etwa 00 000 im Lande, während nur etwa 10 «b davon tatsächlich in Kursen oder privat Unterricht nähme. Die Alijah aus Deutschland lerne in ihrer Mehrzahl mit Intensität Hebräisch. Mau dürfe nicht vergessen, unter welch schweren Bedingungen -- besonders seit 1035 — die neue Alijah sich hätte einordnen müssen und daß oft der Existenzkampf alle Kräfte absorbiert hätte. Im übrigen hatten selbst Olim, die sehr guten Willens waren, oft ihre Bemühungen zum Erlernen der Sprache aufgegeben, nachdem sie — Schuld des Jischuw — im täglichen Leben den Mangel an hebräischer Atmosphäre hätten konstatieren müssen. Flerr Heft mann (Herausgeber der Tel-Awiwer Tageszeitung „Haboker") bekundet: auch die jiddische Sprache verliere im Ausland an Boden — etwa zugunsten der polnischen. In keinem Land sei es denkbar, daß seine Bürger die offizielle Sprache nicht beherrschten. Es sei in Palästina ein gewisser Snobismus, daß selbst hebräisch sprechende Kreise oft fremdsprachige Bücher und Zeitungen bevorzugten. Architekt C h a h a n e bekundet das Fehlen einer einheitlichen technischen Sprache, was sich etwa im Bauwesen überaus störend bemerkbar mache. Unter großer Bewegung im Zuschauerraum wird nun in die Vernehmung des Zeugen Mosche Klein mann eingegangen. Klein mann ist Chefredakteur des „Haolam", des offiziellen Orgaus der Zionistischen Organisation. Der Zeuge, der sofort von allen Seiten in ein scharfes Kreuzverhör genommen wird, vermeidet zunächst die eindeutige Beantwortung einiger Fragen (/,. B. wieviel Werke die „Bialik-Grundung" herausgebracht habe, welche Rolle in Zukunft der hebräischen Sprache auf den Kongressen zugedacht sei u. a.). Er muß zugeben, daß von allen Kongressen mir von einem einzigen ein Protokoll in Hebräisch vorliegt. Die Frage, ob es wahr sei, daß die offiziellen zionistischen Stellen im Verkehr mit der Regierung sich nicht des Hebräischen bedienten, kann von Kleinmann nicht unbedingt verneint werden. Ob nicht nach Ansicht des Zeugen der im Vergleich zu den Einnahmen des KKL und des Keren Haiessod außerordentlich geringe Kulturetat unter unserer Würde sei und ob nicht gerade der mangelnde Kulturfonds unsere Beziehungen zum Ausland störten und erschwerten? Antwort: »Ja". Daß der „Brith Iwrith Olamith" keine offiziellen Zuwendungen erhielte, sei Schuld der hebräisch sprechenden Gruppen, die auf dem Kongreß zu schwach vertreten seien. Er erinnert daran, daß die „Reformierung des Glieder" in Rußland Werk der Zionistcn gewesen sei. Der Zeuge will auf den Einwand, daß es sich hierbei um die zionistische Bewegung, nicht die Zionistische Organisation gehandelt habe, nicht eingehen. Die Verteidigung läßt nun einen Mitarbeiter der Tageszeitung „Dawar", Herrn Bar-Lew, auftreten. Der Zeuge gibt an: Der „Dawar" erscheine täglich (Morgen- und Abendblatt) in 37 000 Exemplaren, „Haare/." und die übrigen Blätter mit insgesamt etwa 20 000 Exemplaren. Die Gemeinde der Zeitungslcser schätzt er auf 240 000. Der Vertreter der Anklage, L e v i n, wirft ein, wenn die vom Zeugen angegebenen Zahlen des Zeitungsmaiktes richtig wären, so würde — unter Berücksichtigimg der etwa 100 000, die des Hebräischen noch nicht mächtig sind — jeder Säugling bereits seine Zeitung lesen. Herr Qurari e, Leiter des „Beth Olim" in Tel-Awiw, bekundet, es bestehe heute keine Gefahr mehr, daß die neue Alijah die Position des Hebräischen erschüttern werde. Bereits auf dem Schiff antworteten viele der Olim den Beamten hebräisch, während es zu tadeln sei, daß oft Freunde, die sie im Hafen in Empfang nähmen, sie veranlassen, sich ungeniert der Galuth-Sprachen zu bedienen. Herr J e d i d j a h, ein Lehrer, betont, die aus Deutschland kommenden Olim hätten ihre Kinder unverzüglich in hebräische Lehranstalten eingeschult. Die Verteidigung Dr. Silberg — als „Angeklagtem" — wird nun das Wort erteilt. Er bekennt sich verwirrt von der Fülle der Beschuldigungen, die in mehr als 3','.> Stunden auf ihn niedergeprasselt sind und wisse vor allem nicht mehr zu unterscheiden, wer und was er selbst eigentlich sei. Er bitte das Gericht, ihn zu allem, nur nicht zu Strafarbeit zu verurteilen, da er Zeit haben wolle, hebräisch zu lernen. Der Verteidiger Zuchovitski sagt in seinem Schluß- Plaidoyer: Trotz aller Entwicklung des Hebräischen sei es den Klägern nicht gelungen, letzte Fremdheit auszuschalten und die Sprache in'der Seele zu verwurzeln. Wir müßten hebräisch denken, statt zu fibcmtzen. Die hebräische Sprache, die reich sei wie kaum eine zweite, schließe alle Beziehungen zum Judentum in sich. Mau diirfc nicht vergessen, daß uns Iiis jetzt nur ein Zeitraum von etwa 25 Jahren für das Werk der Sprachcnieiierting zur Verfügung stand und was in dieser kurzen Spanne alles geleistet worden sei. Jeder, der hebräisch lesen könne, lese die Zeitungen, die neuen Einwanderer abends noch, nach der Muhe des Tages, mit Hilfe eines Lexikons. Ob man denn genug g e t a n h a b e, u m die s c h w treu Sorgen der letzt e n Jahr e v o n d e r n e u tu Alijah zu n e h m e n u nd s i e e m p f ä n g 11 c Ii für K u 11 u r b e - s t r e b u n g c n zu machen? Oh man es verstanden habe, eine eigene Literatur zu schaffen, die die Jugend packt? Natürlich sei man sich in den Zielen mit den Anklägern einig, aber gerade die Massen verdienten keine Anschuldigung, denn gerade sie wollen die Pflege der hebräischen Sprache und Kultur und werden ihr zum Siege verhelfen. Das Urteil Bevor Herr Harca vi das Urteil verliest, stellt er fest: Angeklagt sei nicht die ganze jüdische < >cffentlichkcit, sondern eben diejenigen, die ihre Pll leliteri der Sprache und Kultur gegenüber nicht erfüllen. Diese Angeklagten, werden verurteilt: Ihre nur auf die Gallith gerichteten kulturellen Intcr-j essen umzustellen. Gründlich hebräisch zu lernen. Das hebräische Theater zu besuchen. Hebräische Bücher zu kaufen. Auf hebräische Zeitungen und Zeitschriften zu aboth« nicren. Sich im Verkehr mit dm Regierungsstellen des Hebräischen zu bedienen. Den Angeklagten wird eine Ii e \v ä h r u n g s f r i s t voa 1 Jahr zugebilligt. Ferner wird den offi/i« Ih-n;'iori:-.'i-i heil Stellen auferlegt : unverzüglich in ausreichendem .M.il'.e die hebräischen lir/ichiings- und k'ultui hc-t; eben;.:' a zu!-.idin, fur eine Belebung des 1 lein ii-ehcn im Au-I m>! ,\\ -Ihi ihm-n /u treffen, sowie dem „Brith hwitli ( Maninil" alle natu einige Hilfe angcdeilu-n /u lassen im Kampf für die Pflege hebi ."tischet Kultur und Sprache im Lande und in der t "mlab. Manfred Gci».' Ohcl - Premiere: Falk Halperin: „Herodes und Mariamne" :„ ,1., „ i \ . r:.......:..........., . Tel-Awiw, Mitte Februar 1037 Zweifellos haben dem Autor Halperin — dessen Stuck aus dem Jiddischen von Avigdor Hameiri ins Hebräische übertragen ist — ebenso wie Hebbel für sein gleichnamiges Stück die Aufzeichnungen des Flavias Josephus als wichtigste Quelle gedient. Im Hintergrund dieses neuen jüdischen „Königs-Dramas", das nicht weniger blutrünstig ist wie nur irgendeines von Shakespeare — wenn auch nicht so gut gebaut —, steht der Kampf des Makkabäertums gegen den Halbjudcn, den Emporkömmling, den Günstling und Schmeichler Roms, den Verächter judischer Tradition. Mariamncs Mutter, die letzte Hasmonäer-Königin Alexandra, versucht das Volk gegen Hemdes aufzuwiegeln und vor allem in der Tochter eine Bundesgenossirl zu gewinnen — eine zweite Judith —. Das gelingt ihr auch dann nicht, als Mariamnc, schon im Gefängnis, nur den Gatten den Mitverschworenen der Alexandra auszuliefern brauchte, um selbst frei zu sein und die Herrschaft der Hasmouäer durch sich selbst und ihre beiden Söhne, Alexander und Aristobul, wieder aufzurichten. Mariamnc geht in den Tod. Für den Schluß beuuf/t der Autor die Erzählung der Agadah, Hemdes habe den Körper der toten Mariamnc in seinen Palast gebracht und mit ihr Zwiesprache gehalten. Ja, Halperin geht sogar so weit, die Tote dem geistesverwirrten Herodes wieder auferstehen zu lassen, um ihn ihrer Verzeihung zu versichern. Auch die abgeschlagenen Köpfe der Söhne Mariamncs werden uns vorgeführt, wobei mau über den guten Geschmack in diesem Fall um so mehr streiten kann, als ..... nach den historischen Quellen zu urteilen — deren Hinrichtung erst lange nach dem Tod der Mariamne vollzogen wurde. Regie führt Moshe Fl a 1 e v i. Wir schätzen in ihm einen Bühnenleiter, der nicht nur in der Wahl seines Repertoires, sondern auch in der Art seiner Inszenierungen oft bewiesen hat, daß er bestrebt ist, der hebräischen Bühne ein eigenes Gesicht zu geben. Diese Einstudierung kann jedoch — nicht nur vom Manuskript her — nicht restlos befriedigen. Die ersten beiden Akte sind überaus schleppend im Tempo. Der Stil schwankt zwischen Naturalismus, griechischer Tragödie und Shakespeareschcm Theater. Die Dialoge sind teilweise matt und farblos (zwischen Mariamnc und Alexandra im 1. Bild und in der Gefäugtiiss/mie auch nach dein Auftritt des 1 lerodes). Der Autor -..... und ir.it ihm llalevi — sieht diesem Herodes all zu piimitiv und Vergibt, daß bei tili seinen Fehlern, die den Juden guten Grund gegeben haben mögen, ihn zu verabscheuen, er otteubar ein hervorragender Politiker war, der es wie kein zweiter verstanden hat, dem Reich nach außen hin den Frieden zu bewahren und es zu vergrößern. Gew iß war er auch ein a iisgc/ciehncler I )ialektiker, sonst hätte er die Römer nicht immer wieder fiir sich gewonnen, und schließlich dürfte er auch ein wirklich männlicher und faszinierender Liebhaber gewesen sein, wenn er eine Mariamne die Unbill vergessen machen konnte, die sie durch ihn erlitt. Von alledem wird wenig spürbar Leah Dcganit schreitet königlich in den Tod und ist überhaupt majestätisch an/ust hau eu, Aber ihr getragener dramatisch-pathetischer Ton laßt echte Leidenschaft — zum Lieben, Hassen, Verachten oder Aufbegehren — nicht durchdringen. Schoschanah Perlmutter (.Salome) ist echter als Intiiganlin, deren Worte Gift, Pi-rfidie und ohnmächtigen Haß ausströmen. Ihre Gegenspielen« Alexandra (Iran Mar« kose lievitz) bleibt monoton in Spinae he um! Gebärde. I: i ri s t e i n, A r a s i und F o g e I s o u In trettcit Chargen, Im letzten Bild (Gastmahl) zeigt i lalevi sein Können. Er umgeht geschickt die Gdahr, statt tiagiselmr Wirkungen kölnische zu erzielen. Hier ist die Ate liehen verdichtet, wenn die Talclge-e sichtlieh angesichts enier Leiche und Köpfe (rar nicht danach zumute ist - a tanzen, trinken, lacln n, singen,! na Hier gelangt auch erst der Si liauspii-lrr zu einiger luttaiiimg. Sem < >i gm durfte dringend einer guten technisch Große Anerkennung verdiemu dm nenbilder von E I c Ii a n a n i (>a[e gc v.. in der Linie sind sc nicbitektimi-v Ii » I dem I l.nrstellcr beste Spiel- und Die Kostüme in leuchtendem \X ei II beleben den einfarbige! Musik: Vaiiliua S c Ii 1 o u s k v, I Imtc an /e; i-.pli.ire zum Unhcim- •chait - der offen» v, eier abgeschlagener if Iii fehl des I lerodes te am-bnngcii muß. K" n a a in als I lerodes in tn ier Baß — heil Schulung, ausgezeichneten Büh- M) KI.ii und einfach? - im" w u k-.iin wie sie m1 mn c hclikeit geben, in, < n am Goh] und grimd. Untermalende Gm ti ml K r a u s. M a n f r e d G e i 9 Jerusalemer Kunstberidit In den Räumen der Silberschmicdin lämtiv Roth werden gegenwärtig diejenigen kunstgewerblichen Arbeiten aus dem Lande gezeigt, die für den P a I ä s t i n a - P a v i I 1 o n der Pariser Weltausstellung von einer Jury ausgewählt wurden. Die Arbeiten verraten ein hohes künstlerisches und handwerkliches Niveau und können durchaus mit europäischen Maßstäben gemessen werden, ohne deshalb in eine Nachahmung landfremder Formen zu verfallen, vielmehr bildet sich bereits erfreulicherweise ein eigener Stil in Form und Materialverarbeitung heraus, wenngleich sich allerorten unschwer das Land der Lehrjahre der betreffenden Kunsthandwerker erkennen läßt. Frau M a y e r - K e i n e r stellt Flandwebcreien in Roh- und Bleichlcinen aus. Das Haifaer „Beth Oha lu zeit h" ist mit Polstersfoffcn vertreten. Besonders anmutig ist das Flolzspiclzeug von Schwerin (Jerusalem). Esel, Kamele, eine Dampfwalze und elegante Autos sind hier mit großem handwerklichen Geschick aus Holz gearbeitet. Die Schani- Werkstätten zeigen wieder jemenitische I leimatktinst. Die Buchbiudcrin Ruth Flörsheim zeigt kostbare Ledereinbände und eine Arche Noah mit kleinen, allerliebsten Leder-Tieren, unter denen besonders ein Eselchen hervorzuheben ist. Emmy Roth selbst hat einige Silbergeräte von höchster fachlicher Vollendung und feinster Konstruktion beigesteuert. Die Glas-, Metall- und Keramik-Werkstätte ,.A n a k" (Jerusalem) bietet einen Ueberblick über ihre Prodi!;,; >n, die bestrebt ist, altoricntalische Motive und mo- '.'r.'-u europäischen Stilwillen in Einklang zu bringen. Beemders wohlgelungen ist hier eine Menorali des früheren Lehrers der Bezalelsehule, R i c ß, der auch mit einigen anderen hochqualifizierten Arbeiten vertreten ist. Die „K a d wc s e f e 1" - H o 11 c r y in Rischon le Zion hat neb»« *>;..;™«„ Gebrauchsgegenständen einen ihmr ..Kerumik-( dneddiiu" ausgestellt und cüh i! < h.tiu11k,111 I meiner in I orm eines Picnles, auf dessen Rucken die Kerzen einzustecken sind. Schmiedearbeiten des Ali iu!lbdilmi m m Teppich und Holzarbeiteu (Schalen, Schatullen u-w.) von S a n g e r runden das Bild der Ausstellung ab. ls waic inich manches zu den hier vereinigten Ai heilen zu bemerken, aber zusammenfassend läßt sieh sagen, daß das Kunstgewerbe des neuen Palästina (fast durchweg von < Mint aus I >citl.schl.aml getragen) sieh auf einer internationalen Ausstellung sehen lassen kann. Die Jerusalemer Malerin und Graphiken« (iiete Krakauer hat für die hiesigen Kinder eine schone Purim- Ucbcrraschiing vorbereitet: im großen Saal des ..Xathait und Lina-Strauß-GcsinidlKilszi ntiriin" ging am IS. Februar vor einem begeisterten Kimlerpilblikum das Marionettenspiel „Esther" in Szene. Die sGrk grotesken Puppen (auf Eernwirkung berechnet) wirkten ungemein lebendig und erheiternd. Das Bühnenbild hatte man sich etwas 'mehr ins Detail gehend gewünscht. Den Text zu dieser I'uppenkomödie verfaßte - - frei nach der Megilla - AI, < ) I s e' Ii w a n g c r. So gegluckt die Führung der Puppen war, so sehr hatten wir gewünscht, daß die Sprecher sich mehr in den satirischen Stil des Ganzen eingefügt hatten. S e h a 1 o in B e n - C h o r i n Der Pianist Gerhard Jarezky wiederholte im Hause Torczyner den Vortrag der Kiaviersonafe von Einest Bloch, die er einige Wochen vorher im Radio Jerusalem gespielt hatte. Barmi/wah-Tcrmin: .Vm m \\ ,r,: |gj, \; „ ,: f |, „,/, ||< irm.mii l/wu) W i e 1 u n e i, Il.i:u P.O.I!. m>ü. - Am l J. Mam (1. Nm.ml: riuim (l'itei) Schwarz, Selm vuii Dr. Kail Xln.arz, Tcl-Aunv, Ben- Ichuda-Str, 234. , , „ , CSchluß des Palästina-Teils)