Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 15 (23.2.1937)
- Date
- 1937-02-23
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 15, 23. II. 1937 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 3 nach Ehren , bei der Italien Igatha ine in lud einem Bräuche zu Purim Das Purim Fest, das wir in dieser Woche feiern, hat seit vielen Jahrhunderten den Charakter eines echten Volksfestes mit Mummcnsclianz und Belustigungen aller Art angenommen — etwu vergleichbar der europäischen Fastnacht. Viele der Gegenden, in denen Juden im Laufe der Jahrhunderte wohnten, hohen ihre eigenen Purimbräuche entwickelt, verschieden nach Ort und Zeit, und doch aus einem einheitlichen Geiste entstanden. Die Art und Weise, wie solche Sitten oft in ganz entlegenen Stellen der Welt, wohin kleine jüdische V olkssplittcr verschlagen wurden, entstanden sind und sich oft Generationen hindurch unverändert erhalten haben, gibt reiches Material für jüdische Folklore, lieber die Buntheit der einzelnen lokalen Bräuche hinweg dokumentiert sich der Zusammenhang des jüdischen Volkes am stärksten in der Feier der Festlage. Lieber Purimbräuche ist in diesen Blättern oft gesprochen worden; insbesondere die Purimspiele der europäischen Juden im Mittelalter bieten viel reizvolles Material, und die Motive sind sogar in die allgemeine Literatur eingedrungen (wir erinnern nur an Goethes Bearbeitung in der bekannten Szene im ^Jahrmarkt zu Plundcrswciler"). Eine neue Form der Feier dieses Volksfestes wurde in Palästina in der \euzeit gefunden, wo Purim wieder ein richtiges, das ganze Volk erfassendes Masken fest ist. — .-1ms der Vielfalt dieser Sitten und Bräuche geben wir heule einen Ausschnitt durch einen Bericht aus einer den meisten europäischen Juden unbekannten Welt. Es handelt sich um Material, das der bekannte Forscher Dr. Erich Brauer, dem wir auch ein vorzügliches (in der ,Jüdischen Rundschau" s.Zt. besprochenes) Buch über die Ethnologie der jemenitischen Juden (Heidelberg 1934) verdanken, auf einer Reise selbst gesammelt hat. — (Red.) Nachdruck verbotrn Purim bei den kurdischen Juden Von Dr. Erich Brauer, Jerusalem Auf einer Insel des Cliahur, der von dem kurdischen Bergland herabkommt, wenige Stunden vor seiner Binmündung in den Tigris, liegt die kleine kurdische Stadt Sacho. Vor dem Kriege besaß sie 5000 Einwohner, von denen die Hälfte Juden waren. Jetzt gibt es nur noch 200 jüdische Familien in Sacho. Die übrigen sind im Kr iege zugrunde gegangen oder ausgewandert. In Jerusalem allein leben 200 1 amilicn aus Sacho. Die Juden Sachos sind zum grollten Teil Händler und versorgen die umliegenden Ortschaften mit allem Notwendigen. Ein Teil von ihnen verdient sich als Weber den Unterhalt, und etwa 40 Familien sind als Flößer beschäftigt. Nach Sukkoth steigen diese in Gruppen in das Gebirge und kaufen dort von den muslimischen Kurden Holz vom Stamm, das sie nach Sacho hinunterfibßen und dann auf dem Tigris nach Mosul und Bagdad bringen. Die kurdischen Juden bilden keine Einheit, sondern variieren in Sprache, Typus und Gebrauchen stark. Im allgemeinen sind sie religiös ungebildet. Es gibt unter ihnen nur wenige, die mehr wissen als die notwendigsten Gebete. Aber trotzdem sind sie — wenigstens in den Städten — streng religiös. Ihre Religiosität ist von der Art der Religiosität von Bauern, unproduktiv und starr an die bestehenden Gebräuche gebunden, und hat durch — ihnen nicht bewußte — Aufnahme von Bräuchen der liichtjüdischen Bevölkerung eine gewisse Erdverbundenheit erworben. Die Gebrauche, Minhagim, spielen daher auch bei ihnen eine bedeutende Rolle. Wir lernen das sehr gut an den Gebräuchen kennen, die von den kurdischen Juden zu Purim geübt werden. Beschrieben werden hier die Bräuche der Juden von Sacho, also eigentlich städtischer Juden, obwohl früher viele als Besitzer von Weinbergen auch mit dem Landbau verbunden waren. Die P u r i m - F e s t s t i m ni u n g beginnt schon am Neumond des A d a r, den sie „Verschließen der Türen" nennen. Im Monat Adar soll man sich der Fröhlichkeit hingeben, wie es der Talmud sagt: „Wenn der Monat Adar fccginnt, mehre man die Freude" (Taanit 2(>a). Rosch Chodesch Adar ist deshalb ein Festtag, für den man fette, mit Datteln gefüllte Kuchen bäckt. Kommen die Vater am Abend aus der Synagoge, dann finden sie das Haus verschlossen. Sie klopfen heftig an, aber die Kinder öffnen nicht. „Habt ihr Freude, so woilen wir auch Freude haben", sagen sie und öffnen die Tür erst, nachdem sie ein Geldgeschenk erhalten haben. Das ist die Sitte des „Verschließen der Türen". Selbst die Toten will man im Adar erfreuen. Die Familien, die im vergangenen Jahre einen Angehörigen verloren haben, schicken große Schüsseln voll der erwähnten Kuchen in die Schulen zur Verteilung. Die Segensprüche der Schüler werden den Toten Freude bereiten. Die Knaben ziehen dann mit dem Lehrer zum Fluß, baden und genießen die guten Sachen, die sie sich für das „Tür-Verschließen"-Gcschenk gekauft haben. Auch für die Mädchen beginnen die Festfreuden schon Anfang Adar. Der Schabbat vor Purim ist der „S c h a b b a t d e r M ä dchc n", auch „Kuchenbrot der Braut" genannt. Die Mädchen vereinigen sich zu Gruppen und kommen festlich gekleidet, wie es die Megilla Ester vorschreibt, in bestimmten Häusern zusammen. Am Freitagmorgen hacken sie Freitagabend und Sonnabend Daun nimmt jedes Mädchen es bei sich im I lause. Bald das Kuchenbrot sei. hätte keines. Aber Das der 4 das „Kuchenbrot der Braut" vereint sie Tanz und Gesang-, sein Kuchenbrot und versteckt kommt der Freund und fragt, wo Mädchen antwortet verschämt, es Freund sucht überall, und wenn er das Kuchenbrot gefunden hat, kiißt er es und ruft aus; „Was für eine schöne Braut." Und das Mädchen verteilt dann das Brot an den Freund, an Eltern und Geschwister. Von Anfang Adar bis Purim gehen diese Mädchenschaften von Haus zu Haus und sammeln Holz, wie es z. B. in der Schweiz oder in Deutschland beim Holzheischcn für die Jahresfeuer üblich ist. Genau so singen auch hier die Mädchen an den Türen Heischeliedcr: ,,Hol/saminrln, ja. ja, Schöne Hausfrau, und An. fromme Alto; Göll möge euch einen Min schenken, Ahrr ihr sollt uns ein Stück Holz schenken." Das gesammelte Holz speichern die Mädchen in dem Hause auf, in dem sie zusammenzukommen pflegen. Haben sie viel Holz erhalten, so verkaufen sie einen Teil und kaufen sich für den Erlös Hühner für ihr Festmahl. Das gesammelte Holz ist für das offenbar kidtische — Bad bestimmt, zu dem sich die Mädchenschaften in der Puriuniacht versammeln, und das „Baden der Mädchen, damit die Schönheit Esters und Mordcchais über uns komme" genannt wird. Das Baden, bei dem die Mütter der Mädchen Brautlieder singen, dauert oft Iiis nach Mitternacht. Die Mädchen ziehen die besten Kleider an, schminken die Augen und erscheinen geschmückt „wie Ester vor Ahasverus". Es ist Purimnacht. Am Abend gehen die Männer und Knaben in die Synagoge, um die Megilla zu lesen. Und bei ihnen wird Purim überhaupt danach „Megilla" genannt. Man begibt sich wohl ausgerüstet in das Bethaus. Das ganze Jahr hindurch sammelt man die Blasen der geschlachteten Tiere, bläst sie auf und hängt sie nebeneinander an die Zimmerdecke. Purim nimmt dann jeder Hausgenosse soviel Tierhlaseu. btimbale, als er tragen kann, in die Synagoge, so daß mehrere hundert für Hainau bereit sind. Auch die Knaben sind ausgerüstet; sie haben sich auf dem Markt Kmderrevolver und die notwendige Ladung gekauft und erscheinen damit zur Vorlesung der Megilla. Für die Vorlesung hat der Schamasch eine dicke zwei Meter hohe Kerze aus feinem Bienenwachs mit sieben Dochten gefertigt und die Ehre, sie halten zu dürfen, wird hoch bezahlt. Kleinere Kerzen werden bei den Gruppen angezündet, die sich um jene bilden, die eigene Ester-Rollen besitzen. 1 >ie Megilla wird von dem Vorbeter vorgelesen; wer lesen kann, liest stumm mit. Nur bestimmte Verse werden von der Gemeinde laut vorgelesen und dann von dem Vorbctcr wiederholt. Auch bei der Erwähnung Hanums bleibt die Gemeinde noch stumm. Erst wenn der Vorbeter im neunten Kapitel sich anschickt, die Namen der Söhne Hainaus zu lesen, erhebt sich der Lärm. Die Männer und Burschen zerschlagen die mitgebrachten Tierblasen, die Knaben schießen auf dem I lof ihre Revolver ab. Fs erhebt sich ein Getöse wie auf dem Schlachtfeld. Der Knall der zern'afzenden Blasen mischt sich mit den Rufen der Menschen. Der Aufruhr dauert etwa eine Viertelstunde, und der Vorbeter kann nicht fortfahren, ehe nicht die letzte Bumbala zerplatzt ist. Nach dem Abendessen versammeln sich die Frauen der Nachbarschaft im Hause eines Chaeham, der ihnen die Ester- Rolle mit Uebersetzung noch einmal vorliest. Die Nacht gilt dann dem Spiel und der Belustigung'. Von dem „Baden (1er Mädchen" in dieser Purimnacht haben wir schon gesprochen. Die Männer setzen sich zu Karten- und Würfelspiel zusammen, und oft sieht sie noch die Morgendämmerung bei Wein und Arak. Die Burschen und die Knaben aber gehen hinaus zu ihrem Feucrspiel. Denn auch in Kurdistan ist das Purinifest mit P c ti c r r i t c n verbunden, wie wir es vielfach, z. B. bei den jemenitischen Juden, finden. Achniich sind übrigens Sitten, die in der Fastenzeit am Funken- oder Scheibensonntag in den Alpengebieten ausgeübt werden. In Sacho bilden die Burschen Burschenschaften. Eine solche Burscheuschaft gräbt sich Baumuiirzehi aus1 imel zerschlagt sie, bis kugelartige Knollen übrigbleiben. Mit diesen Kugeln, die sie „Kopf Hainaus" nennen, gehen sie an das Ufer des Uhnbur und bringen sie zum Glimmet!. Und mit Stocken von der Art von Hockevstahen schlagen sie den „Kopf Hainaus" einander unter lauten Fluchen zu, daß ehe Funken stieben. Sie schreiben auch die Namen „Hainau" und „Amalck" auf einen Zettel, den sie an dem „Kopf Hainaus" verbrennen. Die Feuerspiele am I lull locken die muslimischen Kurden herbei. Sie schauen mit Spannung dem Treiben zu. Aber nur die männliche jüdische Bevölkerung findet sich ein; die Mädchen, die überdies mit dem Bad beschäftigt sind, wagen es nicht, in der Purimnacht an den Fluß zu kommen. Am Morgen wiederholen sich ehe Brauche beim Vorlesen der Megilla. Nach dem (lottesdiciist gehen die Burschen und die Mädchen außerhalb der Stadt spazieren. Gegen Mittag eilen die Mädchenschaften in das Haus, in dem sie sich schon zum Bad versammelt hatten, liier kochen sie sich Hühner, die zum Teil ans dem Erlös des verkauften Holzes stammen und setzen sich auf die I Finsternisse zum Essen nieder. Aber inzwischen sind die Burschen zurückgekehrt und auf das Dach des I Luises gestiegen. Sie hänseln die Mädchen, und es entwickelt sich ein lustiger Streit, da die Mädchen keineswegs in Gegenwart der Burschen essen wollen. Sie stellen sich verschämt um! glauben, sie würden in den Ruf eines gefialiigen Mädchens kommen, wenn sie Zugriffen. Aber so oft der Hausherr die Burschen vertreibt, so oft kehren sie wieder. Die Mädchen nehmen deshalb zimperlich nur ein nr Bissen, liiiHen »las F'ssen in ein Tuch und gehen nach ihren Mädchen nach, treten mit zusammen mit ihnen das Purim- /eit nie ei latibt Ware, i S.ivh.1 nicht. Dagegen fehlt das nkeit au Arme und Bekannte nicht. I Lins und erbitten sich mit „Eure da Km pa Haus. Die Burschen iihn ihnen ins 1 laus und essen mahl, was ihnen zu anderer Atasken kennt man in Schicken von!> Die Annen kommen Megilla ziiin Segen" SviKiguge eine besoii die Vi rwandleu sich der. Doch wird der den Kindel u neue Kh Am Mittag heg' mahl, das sich <>fl biversammeln sich da/i jeder bringt sie' gebratene I liilin mehrere Hühner erstenmal '.' ied< grünen /wiebeln söhn mit der ganz Man singt im Gebot vorschreibt, bis zur Trunkenheit, auf ein Papier, klebt mit r esc h Kim und ,ii i Is Wit •)i im •in Fnicht Di i a rt Gchlgesil-sl-s (H'h e'iaji /Ii l lieh auch nt hinzieht c d 's I anni elbst mit. \ •r erhalten in der uißerdem schicken enke für die Kiri- •s da/u verwandt, Ulfen las große Purim- Mehrere Familien enhauptes. Aber ir allem dürfen fehlen. Selbst der Aermste bat iinniah'. Und Purim ißt man zum ieder t 'limniista kuwi. eine saure Suppe aus Inin. I s isi Säte, ,|,,r, der Vater seinen Schwiegerde zum Purimtnah! einladet. Man ist guter Dinge, wie es das n;tn trinkt auch nach dem Gebot schreibt man den Namen Hainaus I lasche und löscht den Namen 1 tanzt. Und Dabin es au Wem aus. Zwei Tage Faden wird gei' sich ganz der I laubt, nach den wiril Purim in Sacho gefeiert. Kein niemand geht zur Arbeit. Jeder gibt ■ndc hin. Nur den Fischern ist es erlegten Netzen zu schauen. Denn Fische erhöhen die Purimfnuile. Und fast ausschließlich Juden sind Fischer. Am Ii dies zeigt w ieder, wie erdverbunden die kurdischen Juden in ihren Bräuchen sind. lang ftnet, esffr ausca «MTKtoiif iiiittttf ntiii3(r((icr)f Ii ■■•irtffi«riit*ir*)(irrjtiiir(ittifrii iif Jitttriitiif ijri*fif i»4<i*irffiitiMirtiif >i eii« in ■uiirtiitiititii'ffKrirf i ijTt)tfirir;iiiiji(ii(f<jiiijif(t)triiiriiffi(iritui«iii«irriff.....iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiii......im.....iiiihniiii liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Scholem-Alejchem Schalach-mones Wir geben nachstehend, wie schon bei früheren Anl/isirn (siehe Jahrgang 1936: Nr. 19, 77, 9$), einen Text ans d>-r jiddischen Literatur im Original, transkribiert in ltdeinis< he Buchstaben, wieder, um unseren Lesern gleichzeitig mit dem Genuß des Kennenlernens einer Probe dieser eolhslündi li' n humoristischen Literatur das Einlesen in die für das /lii/isc1"' Volksleben Osteuropas so bezeichnende jiddische Sprache zu erleichtern. (Red.) Halb wochedig, halb jomtcwclig, mit a snjdener fot - schejlc') un mit a far(ueh-), sehte jt di mamc bajm lisch, schtark zutrogen: kemnt1) a me.je1) schabieh-inemesscn obnemen, un kemal a mcje schal ach -monessen obschiken, kcjncm nit onsezen'), cholile*) kein toess") nit hohen, gedenken, wemen wos far a sehalach-mones nien bedarf z.u schicken. Mcn bedarf hoben a kop fun a minister, cholile nit onmachen a ehassene, wi es bot sich amol schojn getroffen baj uns asa umglick, dos hejsst: inen hol obgesehickt ejner a negideste") zurick ihr eigenem schalaehmoncs — bot sieh da geton! Es is araus a machlojke') zwischen di mannen, mit Skandalen, mit pefsch, mit messires10), mit redifcs"), wi gewejnlceh . . . Ilnjnt di menschen, wos beengen dein sehiihieh-niones, bedarf raen ojeh epes schenken: dem a kopeke, dem zwe.j, un dem noch mer ak i z.vvej. — Ot efent sich di tir un es kumt arajn n mejdel mit schtark-rojtc bor im mit a ssaeh klajcn'-) al'n ponim: dos Fs majn rebens a mejdel. Si gejt arum fun ejn balahos zum anderen im nemt zunojf11) die schnlach-monesseu farn reben. Si trogt in ejn band a sehelcheP1), ibergedekt mit a tischtiehel, inm schelchel ligt n lekaehel1 ), inm lekachel schtekt a rosinkc, un af der rosinke ligt a silberne matbeje1'''). Di mamc dekt uf dos tischtiehel un lejgt zu z.u jener matbeje noch a matbeje, un ojeh dem mejdel rukt si epes in band arajn. Dos rojte mejdel werd noch rojler im winschewet") wie an alte: „Deriebt iber n jor mit njer man un mit ajre kinder!"... Noch dem rojlen me jdel kumt arajn a gesehwolen hoehercP") mit an ufgetrogener back, untergebunden mit a blauer fatsehejle, ejn ojg a klejns, dos andere a bi-.scl «rcsscr. In band halt er n meschen1') tczel-'"), of dem tezel ligt a fledel-"), afn fledel is ausgcz.wikclt a fischele, dos fisehelc is ongefilt mit honigfarfel—), un baj der sajt ligen etliche silberne matbejes un n por kcrbleeh-') papirene. Dos gesehwolen boeherei gejt zu glajeh zu der mamen und schießt aus in ejn olem, wi ausgelernt af auswejnig." „A gut jomlow, der row bot ajeh gesehikt sehalach-mones un deriebt iber a jor mit ajer man un mit ajre kinder..." Dos gesehwolen boeherei nemt ob sajn rechasch-') un gejt aweg ohn a „Said gesund!", worein die winsehewanje-6) bot er al pi toess-'1) ausucehnpl friher. En es Klinten on ale mol nnje pnrsehojnen-';) mit na je schaiach-monessen: funm dajen, funm ehasen, fun di sehochtim, funm ssojfer-"*), funm lalmud-tojre-ntelamed, funm bal-tojkea1"'), funm bal megile, funm menaker1"), funm wasserfihrer, funm biideU1) (ojeh klej-kojdeseh!)'-) un noch di dösige"3) nie kumt zu geju W'elwel der sehames allein, nebaeh a kranker, a hcjseriger; er bhijbl sehtejn a wajle baj der tir, cbapt sich bnjn harzen un farhust sieh. „Wos wet ir epes sogen guts?" fregt ihm di mame schojn recht mied fun der arhel. „Me hot ajeh «eseliikt sehalach-mones", macht W'elwel un bawajst31) a lekaehel in band, „deriebt iber n jor mit ajer.,," „Fun wemen is esr", fregt ihm wa.jtcr di mame un lejgt arajn di band untern fartuch: si sucht a matbeje. ,.Fnn mir take allejn, deriebt iber u jor mit ajer...", macht W'elvve! un farhust sich, „hot kejn faribel nit3"1), wos ieh ktun allejn. nito'') mit wemen zu sehiken . . . gewesen a mejdcle, is si, nit do gedacht . . . ihr gedenkt doch majn Eradlen, oleho liaseholem?" . . W'elwel der sehanii's Iarlinst sieh nf a ganzer ininnt, un zu der keschene1"), nemt araus un ruckt ihm in band arajn un lern mit a sehtik (ort un mit a im dem (ort mit di fledlceh in v üi-ehcw et : ,.Derieht iber a jor kinder". un farhust sich wider der mamen — un dersch, ojf tClT!1). t mit sajn •ii'habwh-mones. wo« llejn", a bissei farschtert'-') uns lang. Bald noch sajn aweggejn ilie! Sehl, II II ajre hi ............. sei di mame tut sich a i'tlh'hc nia'beics mit is ihm meehnbed'') a por fledlceh. Welwel busem") aeajn, dankt mit ajer man un mil a mol. Ich tu a knk ihre .sehejne ojgen heim W'elwel der seil.linier hot gebracht „fun si« dem jontiw, ober nit kumen on naie parsi 'n»iiicii mit di mame halt in ejn tejien gl zwei erosehen far drai, im sehtikel lue! oder a lekaiiiel w issen funm heiligen je.mlew . , , „Derlebi iber a jor mit ajer „Garn atem1')! Der lebt ojih f hiirznn*:, ron f)i, je scli.dai li-moriessen, un : a grosehen far z-wej, 1 li< her basunder bekumt a los an orem man ojeh liier a |oc . . . 'I'raiisi;rii>li,>n und Fußnoten R a b i n <> w i t z, Leipzig) Esther - theologisch gesehen Wilhelm V i sc h e r, der protestantische Theologe der schon durch seine ausgezeichneten Anniesen und Ueberset/ungen des ,,Predigers Saloiuo" und des lliob ((dir. Kaiser Verlag, München) Aufmerksamkeit erregte, behandelt jetzt im Rahmen der Schriften reihe „Theologische Existenz heute" das Buch Esther. Wieder stellt er nach seiner vorbildlichen Art eine trefflich klare Analyse des biblischen Textes vordaiifi den vielfachen Angriffen entgegenh ig'gci! die Stellung dieses Buches in Buches, in dem der Name Gottes nicht erwähnt wird! -■- richten. Vischers Buch, eilen wie den talmiidisehcn Traktat Mcan und versucht zutreten, die sie der Bibel - des ein einziges Mal das altjüdisehe Qu gilla und besonders das Targum Scheni zum! slhrrbuche sorgfältig benutzt, knmtni, wie es bc. dem Buch eines christlichen Theologen nicht anders sein kann, zu ehristologischen Schlüssen. Aber auch der jüdische Feser - - und ganz besonders der jüdische Pädagoge - kann aus diesem klar und sicher geschriebenen Buche wertvollen Gewinn entnehmen. Selten ist der Gegensatz zwischen Mardechrii und Hainau so klar auf den uralten Gegensatz der feindlichen Brüder der Bibel, Jakob und Fsaii, zurückgeführt worden; ') Fa.-Ii'.eeic h: -b Sdcn/c: 3) i|.,g-f.,!,i; *) |,m,,|. rt; •'■) bc!cidi;c:i; f.) UdiiM. ') liinim: ") vornhriie Ib.im; '■') Krach; '") AiiK.lv den: i>) \,.,|.!«„,,«,„: >-•, IVk.!: z.n Iben, zu- «•.inm.ru: ") sd.deheir >■'»> S-Ü.k Cdnd; "b Mieze: ».-„vehl; bmge: >'., „„., :,,;i. j 1 , llr,.g i;,!h.n: ei) |g 2S> 1 lonigpcden: -"') Rill,,.',,,,!,.,,: 21)!.„•„,, V; iekgc'd: 25) ( gück- \miii-. hfoiinet: "'•) ii.ini'eb: -''i I'.i.nii.e: "'j d'h. .r:i., ' n ,-itier; "'•') s bef.iibi.c-ci : ■■>•') l'or.ebet: ■•') Hadcnei. i. r: ' i «.ciheh: heilige (ieid'e. mmi..h: C„ m-ind..»-. '.,:..„.•: •>.) ,he i : 3,1 zeig!; ») n.dinit ni''!" übe!; 3) le'ch: d.i; -d l,-.,'r m-i ina ihr!; Tasche; 39> •'«•«•l'r' ihn; i0J Husen ( . Tasche), ") Tr.uic; <2) verstört: <s) gleichlalls.