Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 13 (16.2.1937)
- Date
- 1937-02-16
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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oocheKuNDcHAü BERLINER RIINDSCHAU n 34rmmy Jüdische Musik Vorträge Jüdische Kulturgeschichte. Im Jüdischen Lehrhaus behandelte Dr. Hans Liebeschütz die Spatantike, unter der er die ersten Jahrhunderte der heutigen Zeitrechnung versteht. Im römisch-hellenischen Raum bildeten die Juden eine Gemeinschaft, wenn sie auch zur hellcnisiertcn Schicht gehörten, und besaßen ihre eigene Verfassung. Grundlage der jüdischen Kultur bildete das religiöse Gesetz. Der hellenistisch-römischen Welt ließ sich die Synagoge höchstens als Philosophenschule verständlich machen. Die Juden wehrten sich dagegen, in das römische Reich autzugehen. Es bedeutete eine Verstärkung des Zusammenhangs der Juden in der Diaspora, als von Babylon her der jüdische Sprachgeist in das hellenistische Sprachgebiet eindrang und auch das jüdische Recht die Verbindung mit den westlichen Landern aufnahm. Noch in den Jahrhunderten, da die Kirche allmächtig wurde, blieben die Juden romische Bürger, aber mit erheblichen Beschränkungen. Die Synagoge blieb, auch während aller Unterdrückungen, denen die Juden ausgesetzt waren, ihr Mittelpunkt. Durch die Religion, durch den üeist und durch den Handelsverkehr wurde der Zusammenhang zwischen Ust und West aufrechterhalten. M. W. Individuum und Gemeinschaft. Mit einem Vortrag von Dr. Alexander A 11 m a n n über „Individuum und Gemeinschaft in der Lehre des Judentums" begann das Rambarn-Lehrhaus die Reihe seiner öffentlichen Vorträge. Die jüdische Auffassung bejaht den Wert und das Recht des Einzelnen. Der Eigenwert des Individuums besteht darin, daß jede Seele eine besondere Prägung empfangen hat und deshalb auch mit speziellen, nur von ihm allein auszuführenden Aufgaben betraut ist. Dennoch ist das Individuum allein nicht der ausschlaggebende Faktor. Denn der Mensch braucht die Gemeinschaft, um sich überhaupt erst als Mensch bewähren zu können. Gerade die individuellen Eigenschaften des Menschen bedürfen der sozialen Sphäre. Der Gedanke der Solidarität wurzelt tief in der Lehre des Judentums. Feste Gemeinschaftsformen, die sich im Laufe der Zeit herausgebildet haben, sind z. B. die von Lehrer und Jünger, besonders ausgeprägt bei den Chassidim, dann das so reizvolle echt jüdische Kehillaleben, das heute durch verschiedene Umstände nicht mehr existiert. Eine Regeneration des Gemeinschaftslebens scheine sich in Erez Isrcal im Kibbuz anzubahnen, wenn auch gegen manche Formen, gerade in religiöser Hinsicht, viele Vorbehalte gemacht werden müssen. S. ü. Vortrag im Jüdischen Museumsverein. Im Jüdischen Museumsverein sprach Dr. Irmgard Schüler über „Licht und Leuchter im Judentum". Die Vortragende gab an Hand von Lichtbildern eine eingehende Formenanalyse des jüdischen Leuchtgeräts in allen seinen Gattungen, die im Dienste des Kultes in Synagoge und Haus im Laufe der Jahrhunderte Verwendung fanden, wobei interessante Ausblicke' auf Lichterbrauch und Lichtergestalt, sowie kompositionelle Lichteranordnung im heidnischen, römischen und christlichen Kult feboten wurden. Der /weite Teil der Ausführungen war der ichtsymbolik gewidmet. Der Talmud erblickt im Licht ein Sinnbild der Seele. Das ewige Licht versinnbildlicht die unsterbliche Seele. Der siebenarmige Leuchter, ursprünglich ein Tempelgerät, erscheint in der Spätantike unter anderem als jüdisches scpulkrales Symbol. Die Referentin faßt den siebenarmigen Leuchter darüber hinaus als den Schabbatleuchter auf, als ein Wahrzeichen der Schabbatruhe imirdischen Leben und der Seligkeit der künftigen Welt. Dem Vorfrag folgte ein lebhafter Meinungsaustausch, wie er sich allmählich zu den Gepflogenheiten der Veranstaltungen des Museumsvereins herausgebildet hat. Rahel Wisch nitzer-Bernstein Tolstoi. Im Kulturbund sprach Dr. E I o e s s e r in seiner Vortragsreihe: „Die großen Schriftsteller des alten Rußland" über Werk und Leben Tolstois. Der von Dr. Eloesser aufgestellte Gegensatz Europa und Asien, den das Werk der großen Schriftsteller Rußlands zeigt, wird bei Tolstoi zu einem Gegensatz zwischen Urchristentum und Fortschritt. Er war ein Bauer, ein Russe wie Gogol, aber in seinem Wahrheitsdrang machte er sich sowohl die Slawophilen wie die Kirche zu Feinden und obwohl auch die Revolutionäre ihn wegen seines Lebens zu den Mitbegründern der neuen Zeit rechnen, war er auch gegen die Industricarbeit, als Gegner der westlichen Zivilisation. In seinem Werk „Krieg und Frieden" sieht Tolstoi das Volk als den eigentlichen Helden. In „Anna Karenina" zeigt er nicht nur ein Bild der vornehmen Gesellschaft, sondern ein Zeitgemälde von Rußland. Ebenso in der Fortsetzung: „Auferstehung". In diesem bekanntesten seiner Romane begleitet der junge Adlige die Frau, an deren Schuld er sich mitschuldig fühlt, nach Sibirien. Auch dieser Roman ist noch mehr als „Anna Karenina" ein Querschnitt durch alle russischen Stände. Seit Veranstaltungen der Bezirke und Gruppen der BZV BtBdtpsrK Dienstag, 16. Februar, 20.30 Uhr BZV-Heim Goltzstr. 21 Dr. Paul Eppstein: Wanderung und Bestand der Juden In Deutachland Nord ring tiunstaR, 16. Februar, 20.30 Uhr Btrolina-Festsälc, Schönhauser Allee 28 Dr. David SchloBbergri Jüdische Not — Jfldiscbe Wanderung. I'alästlna-Monatsacrteu Fried richshaln Dienstag, 16. Februar, 20.30 Uhr BZV-Heim, Landsberger Str. 87 Kurt Locwenstein: A. D. Gdrdon Harmannplatz Dienstag, lf>- Februar, 20.30 Uhr BZV-Heim, Neukölln, /ägerstr. 6 Pallatina-Munatsschau Barbaroasapl. Sonnabend, 20. Februar, 21 Uhr Stadtpark und BZV-Heim, Oaltzstr. 21 Wltt«nb«rgpl. KldnVunjtabtnd „Jüdischer Humor" Mitwirkende: Herbert Gr«nbaum (vom JOd. Kulturbund) JOdiachc Geschichten. Joeef Glowinakl i Jüdische Reritation. Alexander Modli i JUdiache Lieder Karten ru 50 Rpf. im Vorverkauf in der Jüdischen Rundschau, Meiru-kestr. 10; Konditorei Schneider, Klaittatr. 13; Kaufhaus Kada, Goltritr. 28 Südost Sonnabend, 20. Februar, 20.30 Uhr BZV-Heim, Bräckenstraße 9 Jüdischer Kleinkunstabcnd. Ansprache! Leo Hirsch, Mitwirkende: Mascha Benjaltonsky: Jüdische Lieder. Hilde Saliner: Klavier. SIeffm. Lippmanni Ge!ye Harmannplatt Sonnabend, 20. Februar 20.30 Uhr BZV-Heim, Neukölln, Jägtrstr. 6 One* Schabbat: Dr. Oskar Adler. Mitwirkende: Mascha Benjakonsky. Nicolai Eljaschoff, Hilde Salinger, ChSre, Karten zu SO Rpf. hei Leibholi, Kaiser-FriedrlcS-Str. 59: Nu8bftum, FWjrxtr. 28; Schwalb, Hermnnnstr.46, u. a. d. Abendkasse W*IMMM Montag, 22. Februar, 20.30 Uhr V'eiflensee, Wörthstr. 20 Rabb. Dr. Alfred Joapei Du rellglBae Problem Im __Aufbau Ere» Ureel« Aufführung der Schalitschen Freitagabend-Liturgie. Der erneute Versuch, die Freitagabend-Liturgie von Heinrich Schallt in den Gottesdienst einzuführen, die Gemeinde mit ihr vertraut zu machen, sollte durch die fünfte Aufführung dieser Liturgie in der Synagoge Lindenstraße allmählich naturgemäß werden. Was hierfür spricht, ist die Unaufdringlichkeit dieser Komposition, die ihre Einordnung erleichtert, das Sichfernhalten von pompöser Aufdringlichkeit und der Ernst in der Auseinandersetzung mit der gestellten Aufgabe. In diesem Werk wird Herkömmliches übernommen, doch mit Ausnahmen nicht durchwegs der Versuch angestrebt, Lebendigkeit und Farbe, gewissermaßen neu pulsierendes Leben, in die alten Formen zu gießen. Dadurch entsteht oft Monotonie, die das Interesse zeitweilig erlahmen läßt. Dort wo Schabt Originalmelodien verwendet, wo er im Rezitativ und Sologesang, schlicht kantilliercnd, den Gebetsstimmungen nachschürft, der Chor bekräftigend einfällt, erzielt er fruchtbare Ansätze zu einer Musik, die überzeugt. Die volle Auswertung des vorwiegend aus dem Orient geschöpften Guts an liturgischer Folklore gäbe den Grundstoff zur Erneuerung einer religiös liturgischen Musik, den Nährboden, aus dem wir Wurzel ziehen können. Dem hervorragenden Können und der Ernsthaftigkeit eines Musikers wie Schabt dürften die Voraussetzungen dazu gegeben sein, über die in der aufgeführten Liturgie zu verspürenden Ansätze hinaus Grundlegendes in dieser Richtung zu schaffen. — Der Dirigent Alexander Wein bäum und Oberkantor John Jacobsohn setzten sich mit großer Wärme für das werk ein. An der Orgel: Erwin Jospe. -rg. Jüdische Musik In der Synagoge. In seinen Ausführungen über die Aufgaben der Jüdischen Winterhilfe legte Direktor Heinrich Stahl zu einem Konzert in der Synagoge Lützowstraße den stimmungsmäßigen Untergrund. Dieses Synagogenkonzert sollte, auf synagogale Vorlagen gestützt, seinen Namen verdienterweise tragen. Mit der Aufführung von Palestrina war gewissermaßen das Ziel abgesteckt, wie innerhalb der Liturgie religiöse und musikalische Gesinnung in dem Drama „Das Licht leuchtet in der Finsternis" wurde er immer mehr zum Moralphilosophen. Das Mitleben des bäuerlichen Lebens machte ihn immer mehr zum Sozialrefornier und es entstanden die Broschüren, in denen er Kunst, Literatur. Wissenschaft abschwor, aber auch Schriften gegen Alkohol und andere Zivilisationslaster. Schon bei Lebzeiten wurde er legendär. Dr. Eloesser zeigte als Ausblick, daß Rußlands Dichter den Zusammenhang Europas mit Asien bewußt machen. R. M. Todesursachen der Berliner Juden. Die Aerzte-Oesellschaft für Palästina der BZV. veranstaltete gemeinsam mit der Gesundheitsverwaltung der Jüdischen Gemeinde Berlin am 2. Februar im Logenhaus einen wissenschaftlichen Abend. Prof. Dr. Selig m a n n, der Leiter der Gesundheitsverwaltung, ging nach einem Bericht über den „Wert des Kaliumpermanganats für die in Palästina übliche Desinfektion von Vegetaoilicn" zu dem Hauptthema des Abends: „Tod und Todesursachen unter den Berliner Juden" über und wies auf das unter diesem Titel in den nächsten Tagen erscheinende Buch von Dr. Franz Goldmann und Dr. Georg Wolff hin. Es wurden 14 000 Sterbeurkunden der jüdischen Friedhofskomniission in Berlin herangezogen. Dr. Wolft demonstrierte au Tabellen Untersuchungsergebnisse aus verschiedenen Krankheitsgebieten. Tuberkulose ist bei der jüdischen Bevölkerung geringer, Diabetes und Kreislauferkrankungen stärker vertreten als bei den Nichtiuden Berlins; Selbstmorde bei Juden waren bis zur Jahrhundertwende ungleich geringer als bei Nichtiuden, stiegen dann aber stark an und betrugen 1923/26 etwa das Doppelte der Selbstmorde bei Nichtjuden. Diese Feststellungen führten zu der wesentlichen Frage: Sind diese Ergebnisse durch Umwelt- oder Rassefaktoren bedingt? Dr. Wolff stellt fest, daß z. B. in der Frage der Tuberkulose die Verstädterung der Juden eine wichtige Rolle spielt, daß die Tuberkulose ferner in starkem Ausmaß von den sozialen Bedingungen abhängig ist, daß die Sterblichkeit durch bessere wirtschaftliche Bedingungen in den Jahren 1932—1034 geringer bei Juden und Nichtjuden war als in den Jahren 1924—1926. Dr. Wolff leitet aus diesen Tatsachen Umwcltsbedingtbeit her. Er hält die körperlichen und seelischen Verschiedenheiten der Juden für Folgen der Inzucht. Au die Referate schloß sich eine sehr lebendige Diskussion der zahlreich erschienenen Aer/te an. Dabei wurde die Anregung gegeben, in Statistiken nicht ungleiche jüdische und nichtjüdische, sondern die gleichen sozialen Schichten zu vergleichen, um so zu noch besseren und sicheren Resultaten zu kommen. F. M. WIZO-N ACHMITTAG im Heim, Berlin W.Wittenbergplata 3a" Gäste tu allen Veranstaltunsen willkommen Dienstag, 16. Februar, 16,30 Uhr: Dr. WERA MAHLER (Soebin «■ Pallistina * u r 0 o k g e k e h r t) Eine wizo-flliiah geht nach Palästina FRAUEN- AR6EITSGEMEIN5CHAPT I"0R PALÄSTINA (WIZO) Berlin VV15, MelnekeatraSe 10 / Ruf 9190 3t Zur Erleichterung fflr unter* Freund« In OroQ-Berlln haben wir neben unteren Anzeigen-Annahme-Stellen MeinekestraBe 10 in unserem Verlagshause Schützenstraße 52 unweit Jerusalemer Straße Neue Friedrichstr. 59 Buchhandlung M. Poppelauer Neukölln,Sanderstr. 24 am Kottb. Damm bei M. Badasch noch einen Sonderschnelldienst für Familiennach richten und Gelegenhelteanzeigen geschalten. Auf Anruf 919031, Apparat 89, werden Sie aofort besucht und fachkundig beraten. JÜDISCHE RUNDSCHAU Anzeigen - Verwaltung der Vorstellung des Weihevollen, göttlich Transparenten eins werden können. Von einer altbabylonischen Weise „AI naharot bawel" hingegen fiel gleichsam der Abglanz eines von jüdischer Volksseele durchtränkten Melos! Entfacht an diesem im Verborgenen rauschenden Quell fand sich Schallt in seinem „W'ohawto" in glücklicher Bindung von musikalischer Gegenwärtigkeit und Folklore. Im religiösen Ausdruck ebenso stark ist das „Jih'ju Prozaun" von Weinberg, nicht von der gläubigen Askese eines Schallt, eher weltnahe in seinem religiösen Bekennen. Die Eindringlichkeit dieser Komposition verdanken wir der Gestaltung Paula Salomons (Lindberg), die aus voller Schale der Innigkeit des Gefühls schürfte, schimmernd in dem persönlichen Reiz ihrer Stimme. Was wir noch an svnagogalen Werken hörten, lag weit davon ab, nicht mehr als zeitbedingte Erscheinungen, Durchgangsstadien, nur als solche geeignet, unser Interesse zu wecken: liturgische Chorgesänge von Samuel Almau und Dunajewski, Beispiele, wie sich Begabung mit Diletticrendem mischt, wie Echtes nur da hervorsprudelt, wo Vorbeter, Solisten in überkommenen Wendungen sich ekstatisch in die Illusion des Gebets hineinknien. (Den nicht genannten Chorsolisten gebührt für die authentische Vortragsdarstellung dieser Werke Lob.) Dem Gedächtnis verhaftet blieben noch hebräische, sehr sangliche Lieder von Boris Großmann von unverkennbar ostjüdischer Gebärde, die sich als jüdische Note bewähren konnte, würde sie nicht durch den Ueberguß schmelzender Italienisnien an Ursprünglichkeit einbüßen. — Neben den solistischen Darbietungen Paula Salomons und Oberkantor J o h n-Jacobs o h u s, der die Originalität des chasonischen Vortrags anzustreben versucht, gewann das Konzert durch Heranziehung der Jüdischen Sangerknaben unter Leitung ihres Führers und Betreuers Erwin Jospe besonderen darstellerischen Reiz. Daß dieser Knabenchor in dem homophonen Teil der Palestrina-Kompoposirion zu einer starken Leistung —. was Klangfülle und melodische Spannweite im Ausdruck anlaugt — fähig war, erhellte die in ihren Einzeiheifen kaum erschöpfend zu würdigende Vorarbeit, die Jospe erfolgreich ansetzt. -—rg. Aktivkreis-Sitzung des Misrachl. In der vergangenen Woche berief die Berliner Misraclu-Gruppe ihre Vertrauensleute zu einer Aktivkreis-Sit/ung, der insofern besondere Bedeutung zufiel, als sie aus technischen Gründen die Funktionen einer Ucneralvcr.satnmlting auszudrucken hatte. Rabb. Dr. H. Levy, der Vorsitzende der Berliner Misrachi-üruppe, cutwickelte ein instruktives Bild von der misrachistischen Tätigkeit in Berlin in den letzten zwei Jahren. Folgende Tatsachen traten besonders hervor: Die Vervielfachung der Mitglicdcrzahl, die Gründung eines Aktivkreises der Vertrauensieute, die Begründung und maßgebende Mitarbeit am Rambam-Lehrhaus, die Konzeption des Gedankens der Schaffung eines religiösen Jugenddorfes in Palästina, und die Durchführung der ersten Aktionen. Dr. H. Levy sprach ferner über die Zusammenarbeit mit der BZV. und die Gemeindepolitik. Rabb. Broch ergänzte die Ausführungen des Vorsitzenden, indem er die Propaganda- und Erziehungsarbeit des Misrachi darstellte. Nachdem aus der Mitte der Versammlung dem Vorstand Dank für die geleistete Arbeit ausgesprochen war, wurde folgende Vorstandswahl vorgenommen: Rabb. Dr. H. Levy (Vorsitzender und Kulturreferat), Rabb. Broch (stcllvertr. Vorsitzender und Organisationsreferat), Bruno Bender (Finanzreferat), Kurt Klappholz (Propagandareferat), Dr. M. Landau (Gemeindereferat), Dr. Lehmann, J. Holländer. Als Leiter der Bezirksgruppen: Herr J. Meißner, Keßler, Nordheimcr, zwei Vertreter der Jugend, ein Vertreter der Frauengruppe. Assefah im „Habonim", Die Berliner G'dudim des „Hahonim" fanden sich am (>. Februar in der Turnhalle der Schule Gr. Hamburger Straße zu einer Assefah zusammen. Dr. Georg Josephthal erörterte die Aufgaben der chaluzischen Jugend in unseren Tagen, für die es darauf ankommt, nicht einfach Gedanken und Ideen, Wünsche und Ideale zu übernehmen, sondern sie neu zu durchdenken, neu zu formulieren, neu zu .schaffen. Und noch ein anderes Moment soll die Jugend heute spüren: sie dar! sieh nicht zu einem „einfachen" Zionismus bekennen. Solch ein Bekenntnis ist für viele heute schon SelbstverstäiHilic hkeit. Die Jugend aber muß von der zionistischen Idee zuliefst erfaßt und durchdrungen, sie muß von ihr gerade/u besessen sein. Die Führer dc.s jüdischen Volkes müssen spuren, daß hinter ihnen eine breite Masse solcher zionistischer Kampfer steht. Nur so werden sie und wir den Kampf um Erez Israel bestehen. M-z. bNb> 3i «>Bsl | l 3 aT^j Diiiii'ii'YnniiTJiDnn'ji Dr. Joachim Prinz Golathzenlren - Schicksal and Gesicht Letzter Abend mit Lichtbildern mntwoen, 17. Febr.. 20.30 Uhr. Logsnnnus, Kie.stair.io HBrarkarton................rm -,75 Hebräische Aufführung der Theodor Herzl Schule Wie die Chelmer den Mond fingen Feiertagskleider Schabbatai Z'wi. 3. Akt Donnerstag, 18. Februar, 20 Uhr, BtUdorvoroinenaui, KurfUrstanstr. 115 16 Karten au RM 1.. i. d. Jüd. Rundschau, Memelcestr. 10 / Buehhi%. Rubin Mass, Pastalonistr.lS/Buchhdlj. Salle», Grenadicntr.30/ Büro d. Schule, Kaiscrdamm'S. j3 2094 ■nssn m ■?!£' '"zv ntw v-cri rvnn ——st r,'j3rn ■nabn nst d'odw BHtaSnn n'a (* •jiTiann nnsn •>r>nbn bv xeta 'o bv rnmai lai?« -aio ov nsa (a •os'by s'bv bv mco •nwn nron •»•pnVn 'i> vi mo ''3t 'rar.-rr'Tnn'j rvp^rn nS-^sn (j •"PS'iCEa im?v •nw^yn nvon Tain '-p by jmn Xe/i/jiäfc Gfi. tl. Biaiik der Ber-linet ^idTxJAiscJtCK. Ocremt^of ci