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Jüdische Rundschau · 1937-02-16 · Heft 13 (16.2.1937) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 13 (16.2.1937)
Date
1937-02-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JODISCHE RUNDSCHAU t Nr. 13, 16.11.1937 Jüdische Loyalitätserklärung in Italien Abwehrfront gegen den Kommunismus Von unserem Berichterstatter das Material zu vorarbeiten hat, kritische Auseinandersetzungen von unserer Seite zu diesem oder jenem Punkt der Aussage Jabotinskys unterbleiben. Auch wäre es unzweckmäßig, Betrachtungen über die Durchführbarkeit des von Jabotinskv vertretenen quantitativen Programms — und davon hängt vieles, fast alles airJjrc ab — anzustellen. Fest steht jedenfalls, daß in Anbetracht der großen jüdischen Not ein Maximum an Lebensmöglichkeit für Juden im Jüdischen Nationalheim angestrebt werden muß; über diesen Punkt sind wohl alle Juden einig; die praktischen Voraussetzungen und die objektiven Gegebenheiten abzuschätzen, ist eine Frage politischer Einsieht und sachlichen Urteils. Die Vernehmung in öffentlicher Sitzung mag einem Propagandabedürfnis der politischen Führer, die als Zeugen gehört werden, entgegenkommen. Die Kommission enthüllt zunächst nicht, was sie seihst darüber denkt. Daneben geht die Prüfung der Aussage der englischen Administratoren, die die Dinge anders sehen als die Politiker, Sir John Chan cell or, der eben in geheimer Sitzung verhört wurde, hat als Hochkommissar zur Zeit der Unruhen von 1929 amtiert und wurde nachher als Gegner der jüdischen Forderungen angesehen. Da seine Bemühung, das Land durch eine Konstitution zu befrieden, fehlschlug, empfand er die Aufgabe als unlösbar. Sein Nachfolger, Sir Arthur Wauchope, ist jetzt in einer ähnlichen Lage wie Chancellor 1930 war. Wauchope ist nach London gereist, wo jetzt der Schwerpunkt der Entscheidungen liegt. Die (vom „Daily Telegraph" gebrachte) Mutmaßung, daß er nicht nach Jerusalem zurückkehren wird, dürfte nicht begründet sein. Daß aber Wauchope in London versuchen wird, eine Art Kompromißlösung finden zu helfen, kann wohl als sicher gelten, * Die Entscheidungen über Palästina werden im Rahmen der 0 e s a m t p o i i t i k des Vorderen Orients gefällt werden. Es gilt daher, die Kräfteverschiebungen und 1 enden/.en, die sich in diesem Räume andeuten, zu beobachten. Das arabische Gebiet war bis zum Weltkriege Bestandteil des Üsmanischen Reiches. Mit Hilfe von England und Frankreich wurde die arabische Freiheit erkämpft und die Türkei, die sich unter Kenia! Atatürk nach westlichem Vorbild neu konsolidierte und reichlich mit dem Autbau im Innern beschäftigt war, schied seit 19IS als Faktor der arabischen Politik aus. Die Araber hatten nur noch mit England und Frankreich zu tun, die als Mandatarmächte ihren Einfluß in diesem Gebiete behaupteten. Das scheint sich nun zu ändern. Das Jahr 1936, das durch den Abschluß des abessinischen Krieges eine völlige Umwälzung — zumindest in psychologischer Beziehung — brachte, ließ auch die Türkei von neuem auf den Plan treten. Ein Symptom der neuen aktiven türkischen Außenpolitik ist der Streit um den Sandschak Alexandrette, den man nicht als bloßes Lokalproblem betrachten darf. Schon spricht man von einem Wiederaufleben der türkischen Ansprüche auf Mossul, das strategisch und wirtschaftlich (Oelquellen!) wichtige Grenzgebiet, das 1925 dem damals in Entwicklung befindlichen Königreich Irak, das heute als selbständiger Staat Mitglied des Völkerbundes ist, zugesprochen wurde. Der Irak ist Kern und Rückhalt der panarabischen Bestrebungen seit den Zeiten des Obersten Lawrence und der Miß Gertrude Bell; er ist durch seinen ersten König Feisal zu schneller Entwicklung gekommen. In manchen arabischen Köpfen, auch außerhalb des Irak, malt sich die irakische Armee, die jetzt organisiert wird, als die künftige Vormacht des Vereinigten oder Föderierten Panarabien. Zwar ist vor einem Jahre von einem Bündnis der vier islamischen Staaten: Türkei, Irak, Iran (Persien) und Afghanistan die Rede gewesen; aber die Gerüchte um Mossul lassen erkennen, daß auch innerhalb dieses Blocks Differenzen aufbrechen können. Die neue Türkei, die im Streit um Alexandrette zu einem offenen Konflikt mit arabischen Interessen kam, durfte kaum die Entstehung eines mächtigen panarabischen Reiches an ihren Grenzen wünschen. Ke.mal Atatürk, 1923 auch von den arabischen Nationalisten als orientalischer Heid und Vorbild gefeiert, ist heute der Zielpunkt wütender arabischer Angriffe. So schnei! veränderlich sind politische Einstellungen. In einer Zeit, in der viele nach dem Weltkrieg getroflene Regelungen illusorisch werden, erlangt auch das jahrhundertealte Verhältnis zwischen Türken und Arabern eine unerwartete Aktualität. Die Araber, die bisher ihre ganze politische Weisheit auf die Forderung einer Beseitigung des englischen und französischen Schutzverhältnisses konzentriert haben, werden vielleicht etwas nachdenklich werden. Viele übereilte radikale Konzeptionen, die man seit dem Aufkommen der Wilsonschen Selbstbestimmungsdoktrin hegte, werden im Lichte der neuen Tatsachen revisionsbedürftig. Hier kann sich eine große Chance auch für die jüdische Politik in Palästina ergeben. Denn verständige arabische Politiker können nicht daran vorbeisehen, daß die von ihnen ins Zentrum gerückte „jüdische Gefahr" weit geringer ist als so manche andere Gefahr, und daß in einer neuen Zeit plötzlich neue Konstellationen da sein können, auf die man durch aktive Politik hinarbeiten kann. Es ist bemerkenswert, daß in maßgebenden englisch-zionistischen Publikationen der durch den Alexandrette-Konflikt beleuchtete Zustand des Pan-Arabismus große Beachtung findet. *' Ein Ereignis, über das schon kurz berichtet wurde, bedarf einiger würdigender Worte. Eine neue Siedlung von Juden aus Deutschland in der Nähe der Kolonie Herzlia erhielt den Namen „Kfar Shmarjahu" zum Kr. R o rh, 9. Februar Ein Ereignis, das In den letzten Wochen die jüdischen Kreise in Italien lebhaft beschäftigte, war die Initiative einer Gruppe angesehener Juden in hoher sozialer Stellung zur Abgabe einer E r k I ii r u n g, in der die Abneigung der italienischen Juden gegen den Kommunismus und ihre Anhänglichkeit an das italienische Vaterland und das herrschende faschistische Regime zum Ausdruck kam. Diese Erklärung, die an alle Mitglieder der jüdischen Gemeinden Italiens versandt wurde mit der bitte um Unterschrift, hatte folgenden Wortlaut: „Anläßlich der bevorstehenden Wahl des künftigen Vorstandes der Vereinigung der jüdischen Gemeinden in Italien und in den Kolonien und mit dem Ziel, daß der Vorstand der jüdischen Gemeinde von Rom zu dieser Wahl Vertreter entsendet, die getreue Interpreten der Gefühle und Ueberzettgungen aller italienischen Bürger jüdischer Religion sind, haben die Unterzeichneten, die zu diesem Zweck ein besonderes Komitee gebildet haben, folgende Erklärung formuliert: Die Unterzeichner erklären, daß es die fundamentale Pflicht des Vorstandes der Vereinigung der jüdisehen Gemeinden Italiens ist, der die große Masse der italienischen Staatsbürger jüdischer Religion vertritt, die Ehre ihrer Repräsentanten zu schützen gegen den vielfach zu Unrecht bestehenden Glauben an eine angebliche internationale politische Solidarität des Judentums, und -sie versichern auf das allerentschiedenste, zugleich mit dem absolutesten Respekt für die Religion ihrer Vorfahren ihre vollständige Anhänglichkeit an das Vaterland unter der Souveränität des königlichen und kaiserlichen Hauses von Savoyen, ebenso ihren tiefen Glauben an die faschistische Sache und ihre aufrichtige und unzweideutige Ablehnung all derer, wer sie auch sein mögen, die irgendein System des Kommunismus oder Bolschewismus verfechten oder praktizieren. Ein System, das sie geradezu als Negation der Prinzipien der Religion, als schädlich für die menschliche Whitechapels Juden begrüßen das Königspaar London, 14. Februar. (JTA.) Der erste Besuch, den das englische Königspaar seit der Thronbesteigung Eduard VIII. am Sonnabend dem Londoner East End abstattete, hat diesen von Juden dicht bevölkerten Stadtteil in einen wahren Begeisterungstauniel versetzt. Allgemein wurde die Tatsache, daß das Künigspaar einen Schabbat zu seinem Besuch gewählt hatte, an dem die jüdischen Geschäfte geschlossen sind, dahin gedeutet, daß der König und die Königin die herzlichen Gefühle zum Ausdruck zu bringen wünschten, die sie der jüdischen Bevölkerung des Londoner Ostens gerade angesichts der Angriffe entgegenbringen, denen diese in letzter Zelt so vielfach ausgesetzt war. Viele Stunden, bevor der Besuch des Königspaares angekündigt war, säumte eine vieltausendköpfige Menge in Feiertäglicher Kleidung die Straßen von Whitechapel ein. Die Eingänge und Fenster aller jüdischen Häuser waren mit Flaggen und Girlanden reich geschmückt. Ueberall sah man Aufschriften „Es lebe unser König und unsere Königin, Gott segne sie''. Als das königliche Auto aus der Ferne sichtbar wurde, erreichte die Begeisterung ihren Höhepunkt. In den ersten Reihen der Huldigenden sah man patriarchalische Gestalten strenggläubiger Juden in traditioneller Schabbattracht, tausende jüdische Jugendliche und Schulkinder brachten Hochrufe auf das Königspaar aus, kleine Kinder wurden von den Müttern hochgehoben und dem langsam vorbeifahrenden Königspaar entgegengestreckt. Immer wieder dankten die Majestäten für die patriotischen Kundgebungen der Menge. Das große Polizeiaufgebot hatte nirgends Gelegenheit einzugreifen, da überall musterhafte Disziplin gewahrt wurde. Besonders eindrucksvoll war der Augenblick, als das königliche Auto an dem Heim der Jüdischen Legion in Whitechapel vorbeikam, vor dem die jüdischen Kriegsteilnehmer im Schmuck ihrer Orden und Ehrenzeichen aufgestellt waren. Unter den Jubelrufen der Menge senkten sich die Fahnen der Legion zum Gruß. Nach einem Besuch im Volkshaus kehrte das Künigspaar, das sich insgesamt eine Stunde lang in Whitechapel aufgehalten hatte, auf demselben Wege durch die jüdischen Straßen nach dem Buckingham- Palast zurück. Noch viele Stunden nach dem denkwürdigen Besuch durchfluteten Menschenmassen die Straßen des Londoner jüdischen Ostens. Andenken an den unvergeßlichen Shmarya Levin. Juden aus Deutschland gründeten im Norden Kirjath Bialik; es ist kein Zufall, daß gerade sie sich auch mit dem Namen Levins verbinden. Denn Shmarya Levin, dieser übersprudelnde Jungbrunnen jüdischen Geistes, war ein Liebling der Juden Deutschlands, weil er den Weg zu den Herzen fand. Vielleicht haben gerade diese assimilierten Juden, die sich bereits einer Steifheit der Lebensformen und Kühle des Gemüts angepaßt hatten, nichts so ersehnt wie das Wort, das durch seine Glut die äußere Eisdecke zum Schmelzen bringt, den unter der Asche glimmenden Funken wieder zu entfachen vermag. Shmarya war einer der wenigen, der Achad Haams Wort von der Erneuerung und Belebung der Herzen in Tat umsetzte, durch seine Rede nicht weniger als durch sein bloßes Dasein. Er gab den hungrigen Menschen Liebe, und Liebe erhielt er zurück. Wenn oft über die materiellen Möglichkeiten Palästinas und über praktische Wirtschaftsfragen debattiert wird (gewiß unsagbar wichtige Dinge), es tut uns not, uns immer wieder zu erinnern, daß die Rückkehr der Juden nach Palästina kein Wirtschaftsexperiment ist, sondern ein geistiggeschichtlicher Vorgang, das Wirken eines inneren Triebes, der uns vulkanisch aus Shmaryas Seele entgegenbrach. Wir beglückwünschen die von Dr. Landsberg und Dr. Foerder geleitete Gesellschaft „Rassco", daß es ihr vergönnt war, einem Dorfe den Namen Shmarya Levins zu geben; einen Namen, der verpflichtet. Gemeinschaft und als im höchsten Grade verderblich für die Integrität des Staates betrachten. Der Vorstand des Verbandes der jüdischen Gemeinden hat demnach künftig im Rahmen des Gesetzes vom 30. Oktober 193Q jede irgendwie geartete Aktivität im Zeichen des Liktorcnhündels auszuüben für das wachsende Wohlergeheu unseres Vaterlandes, das der Duce zum Rang einer großen und mächtigen Nation erhoben hat, zum Schiedsrichter der Geschicke Europas und zum Bollwerk gegen jede Form von Antifaschismus und Umsturz." Dieser Aufruf ist von einer Gruppe von zwölf italienischen Juden unterschrieben, unter denen sich ein General der Reserve, ein Generalarzt, ein bedeutender Mediziner und Chefarzt eines staatlichen Tuberkuloscinstituts, ein ehemaliger höherer Funktionär des Außenamtes und verschiedene Advokaten befinden. Der Aufruf würde nicht nur in Rom, sondern auch in anderen Städten Italiens an die Mitglieder der jüdischen Gemeinden zur Unterschrift versandt. Und es ist schon heute kein Zweifel, da II er von der überwältigenden Mehrheit der italienischen Juden unterschrieben werden wird. Mancher Außenstehende diirfte sich fragen, wozu eine solche Loyalitätscrklärung der italienischen Juden für das faschistische Regime und gegen den Kommunismus überhaupt nötig war und weshalb sie gerade irn jetzigen Augenblick erfolgt. Dazu wäre folgendes zu sagen: Gewisse Actiße« rungen in der italienischen Presse und manche anderen Vorgänge haben in hiesigen jüdisehen Kreisen Befürchtungen hervorgerufen, die vielleicht übertrieben sein mögen, die aber doch eine größere Resonanz hatten, als man ursprünglich wahrhaben wollte. Entscheidend war vor allem der Umstand, da'! in der italienischen Presse die Juden ausgesprochener Sympathien für den Kommunismus bezichtigt wurden. In gewissen Zeitungsartikeln wurden die italienischen Juden aufgefordert, von dem Kommunismus mit unzweideutiger Klarheit abzurücken, ein Verlangen, dem nunmehr stattgegeben wurde. Man kann die jetzige Initiative des Italienischen Judentums nur aus der augenblicklichen Situation in Italien begreifen. Brodeisky über die Kommission Die iieugegründctc Propaganda-Kommission des Jüdischen Nationalfonds in England veranstaltete einen Empfang zu Ehren des politischen Dezernenten der Exekutive der Jewish Agency in London, Professor Dr. Selig Brodetsky. An der Veranstaltung, bei der der Präsident des Keren Kajenieth in England, Robert B. Solomon, den Vorsitz führte, nahm auch der Abgeordnete S. S. Silv e r m a n teil. Professor Brodetsky betonte, daß die heftigsten Gegner des Jüdischen Nationalheinis diejenigen Kreise Englands seien, die an sich judenfeindlich eingestellt sind. Mit dem Wunsche, den Arabern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, habe diese Gegnerschaft nichts zu tun. Was die K g I. Kommission betreffe, so sei sie offenbar aus Männern von besonderer Kompetenz und Fähigkeit zusammengesetzt. Die Art, wie die Zeugen befragt wurden; zeige, daß die Mitglieder der Kommission das ihnen unterbreitete umfangreiche Material durchaus bewältigt haben. Aber schon die bloße Existenz einer Kgl. Kom« mission bedeutet für uns eine Gefahr. Wieder einmal wird unsere Position in Präge gestellt. Schon die Tatsache allein, daß die Regierung sich genötigt geglaubt hat, eine Kgl. Konimission nach Palästina zu entsenden, bedeutet, daß uns ein schwerer Kampf bevorsteht. Unsere Darlegungen vor der Kommission waren weniger auf Abwehr der Angriffe gegen uns gerichtet, als auf Erklärungen über die Bedeutung des Zionismus. Wir setzten das Problem des jüdischen Volkes auseinander, ein Problem, das von der Menschheit nicht länger vernachlässigt werden darf, das wir selber nicht länger vernachlässigen dürfen, bei dessen Lösung aber die Menschheit uns behilflich sein muß. Die Bezeichnung „Experiment" für die zionistischen Anstrengungen in Palästina wurden von Brodetsky zurückgewiesen. Ein Volk in verzweifelter Lage wie die Juden lasse sich nicht auf Experimente ein. Es handele sich vielmehr um die lebenswichtige Aufgabe einer Nation zur Sicherung ihres künftigen Bestehens, um die Sicherung eines politisch und kulturell unabhängigen nationalen Lebens, das es dem jüdischen Volke nach viertausendjähriger Geschichte ermöglicht, mit Vertrauen in die Zukunft zu blicken. Der Abgeordnete S i 1 v e r m a n erklärte, er fühle sich mit den zionistischen Bestrebungen aus vollem Herzen verbunden. Pariser Gastspiel des Palästina-Orchesters? Erkliirung Hubermans in Wien Von unserem Berichterstatter J. R. W i e n, 14. Februar Nach seinem Triumph in Palästina und dem begeisterten Empfang in London kam Bronislaw Huberman für einen Tag nach Wien, um hier vor Antritt seiner Welttournee sein Abschiedskonzert, diesmal unter Mitwirkung des Pullman-Orchcsters, im Großen Musikvereinssaal zu absolvieren. Huberman wurde stürmisch gefeiert. Hubermans Wiener Aufenthalt galt, wie die Arbeit dieses Künstlers ic den letzten Jahren überhaupt, mit Ausnahme seiner Orchester-Proben und dem Konzert selbst, wieder ausschließlich Arbeiten im Zusammenhang mit dem Palästina-Orchester, mit dessen ständigem Dirigenten Hans Wilhelm Steinberg, der ebenfalls für wenige Stunden nach Wien gekommen war, er die nächsten Pläne besprach. Das Orchester hat auf Grund seiner außergewöhnlichen Palästinaerfolge schon jetzt zwei Einladungen zu Gastspielen erhalten, eine zur Pariser Weltausstellung, die zweite zu einer Tournee durch Amer-ika. Beide Gastspiele sind nach Meinung Hubermans fast gesichert. Auch in Prag hat, wie uns von dort gemeldet wird, Huberman in einem von Steinberg dirigierten Konzert einen großen Erfolg gehabt. Beide Musiker haben dort gleichfalls Pressevertretern begeisterte Erklärungen über Palästina ab«' gegeben. Ilauptechriftleiter: Dr. Robert Wells ch, Berlin - Charlottenburg 9' (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loewen stein. Berlin W 15. Anzcigenleiter und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Hermann!•' i n n, Berlin W 15. Gültig Armeigen - Preisliste 5 vom 1. April 1936. Verlag und Anzcigenverwaltung: jüdische Rundschau. Berlin VV 15, Meinckestr. 10. D.A. Januar 34 275. — Druck: Siegfried Scholem, Bln.-Schöneberg.

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