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Jüdische Rundschau · 1937-01-26 · Heft 7 (26.1.1937) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 7 (26.1.1937)
Date
1937-01-26
Page
– (sequence 5)
Language
German
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JODISCHE RUNDSCHAU PiÄ.I#ÄlS TI KfiAb11" B IAl^l'^l Nr. 7, 26. JANUAR 1937 Die andere Seite Von unserem Berichterstatter Diese jetzt bei uns eingelangte Darstellung ist vor dem "Abschluß der Arbeiten der Kommission geschrieben. Trotzdem darf sie noch nachträglich auf Interesse Anspruch erheben, da sie den Eindruck wiedergibt, den die arabischen Zeugenaussagen in Palästina machten. (Red.) czk, Jerusalem, 17. Januar Seit einer Reihe von Tagen verfolgen wir jetzt die Aussagen der Araber vor der Royal Commission. Zweierlei mußte aut jüdischer Seite besonders interessieren: die politische Taktik der arabischen Aussage und die Art, wie sie ihren Beschwerden durch Tatsachenmaterial Gewicht zu geben versuchten. In beider Hinsicht haben sie den Jischuw mehr oder weniger überrascht. Fast schien es so, als wollten sich die Araber darauf beschränken, ihren Protest gegen das Mandat und alles, was damit zusammenhängt, zu Protokoll zu geben und ihre extremen nationalen Forderungen anzumelden, ohne auf irgendwelche Einzelheiten einzugehen. Das hätte, wie immer man diese Forderungen auch beurteilen mag, eine Demonstration abgeben können, die wohl nicht ganz ohne Eindruck geblieben wäre. Aber auch diesmal vermochten sie es nicht, eine politische Linie kompromißlos einzuhalten. Ihr Ruf: „Das Mandat ist ungültig!'' wurde sofort abgeschwächt durch den Zusatz: „Außerdem habt Ihr das Mandat nicht eingehalten." Denn jetzt kam die natürliche Rückfrage: „Aber wieso denn?" und darauf ließ sich nur mit einer Fülle von Einzelheiten antworten. Von dein Augenblick aber, wo die Araber sich vom Protestieren aufs Beweisen verlegten, bewiesen sie nichts als eine geradezu unglaubliche Schwäche. Ihre Leidenschaft war ausgezeichnet gewesen, ihre Kenntnisse erwiesen sich als beklagenswert. Wer in den Wochen vor Ankunft der Delegation in Palästina das Gebäude der Jewish Agency in Jerusalem betrat, konnte einen Blick in den großen Konferenzsaal werfen, in dem Dutzende von Menschen an der Fertigstellung des Memorandums der Zionistischen Exekutive arbeiteten. Vielleicht — wir haben davon schon gesprochen — ist hier ein wenig zuviel gearbeitet worden. Aber man könnte sich vorstellen, daß heute die Mitglieder der Kommission im stillen den Juden für ihren „Uebereifcr" manches abbitten. Denn was die Araber ihnen heute als „Material" vorsetzen, ist jämmerlich. Sie kennen die einfachsten Tatsachen, die grundlegendsten statistischen Zahlen nicht. Vielleicht werden sie sich darauf hinausreden, daß sie eben fest entschlossen gewesen seien, nicht vor der Kommission zu erscheinen, und daß sie aus diesem Grunde nicht vorbereitet gewesen seien, als sie schließlich doch aussagten. Aber Politiker sollten ja wohi die ihrer Politik zugrundeliegenden Tatsachen auch dann kennen, wenn keine Kommission da ist, vor der man mit ihnen argumentieren muß. Man könnte meinen, dieser sichtliche Mißerfolg der Araber müßte auf jüdischer Seite eine gewisse Genugtuung auslösen. Aber dem ist nicht so. Diese ganze Affäre der Royal Commission ist ein großes Lotteriespiei, und niemand weiß, wie es ausgehen wird. Aber wenigstens eins hatte man im Jischuw erhofft: daß die Verhandlungen vor der Kommission eine endgültige Diskussion über die Palästina-Frage darstellen würden. Nachdem sich die Aussagen der Araber jetzt derartig gestaltet haben, daß man beim besten Willen nicht behaupten kann, sie seien eine adäquafe Darstellung ihrer Sache, fürchtet man im Jischuw, daß die Legende von dem?,armen" Araber in neuer Version auftauchen werde: „Die armen Kerle! Sie sind so dumm, daß sie ihre eigene Sache nicht ordentlich zu führen wissen. Man muß ihnen helfen!" Diese Befürchtung mag außerhalb Erez Israels grotesk klin- §en, aber sie hat eine gute Begründung. „Kann man den Araern nicht einen jüdischen Offizialverteidiger stellen?" fragte ein jüdischer Zuhörer nach einer der Sitzungen der Kommission. Es war der scherzhafte Ausdruck einer ernsten Befürchtung: daß die Diskussion um Palästina auch mit diesem Streit der Reden und Memoranden noch nicht beendigt sein wird.... Seine Eminenz versuchte der Kommission einzureden, fr sei von bösen Absichten der Juden aut die Omar- Moschee — von anderen heiligen Stätten ganz abgesehen — (est überzeugt. Aber diese Erklärung war bestimmt nicht •ür die Herren aus England gemeint, sondern für die araoische, mohammedanische Welt. Die Berichterstattung über die Verhandlungen der Konimission sichert dieser Propaganda HIIMIIIIHItniiHillttllUlltHlllllltllMIMrHIIiniMMIlitlllilHtllMlItllHMIIHIIMMIIIlltllMHtMlltltllltniMItMllltlliltMIIIIIflllilllllllll Die Tel-Awiwer Stadtbibliothek II Das Nationalheim erstaunlich stabil „Times" hält Rückschau auf die Arbeit der Kommission Ii Die Londoner „Time s" bringt in ihren Ausgaben vom 22. und 23. Januar zwei lange Aufsätze ihres Jerusalem er Korrespondenten, in denen eine ausführliche Zusammenfassung der Aussagen der Juden und der Araber vor der Untersuchungskommission gegeben wird. Der Verfasser gibt einen Ueberblick über die Rede Weizmanns sowie über die Bekundungen von Leonard Stein über die jüdische Auffassung vom Mandat. „Dr. Weizmanns Plädoyer und diese (Steins) Interpretation des Mandats", so schreibt der Autor, „lassen erkennen, warum die jüdischen Beschwerden zu einer ausführlichen Kritik an der palästinensischen Verwaltung wurden, weil sie nicht die jüdische Einwanderung, die Landbesiedlung und Entwicklung der jüdischen Industrie erleichtert habe, wie es die Juden tatsächlich gewünscht hätten, und warum die Regierung beschuldigt wurde, eine ablehnende Haltung in der Interpretation des Mandats zu haben." Der Aufsatz geht dann auf die Einwanderungserörtcrungen ein, sowie auf die Frage der Ansiedlungsmöglichkeiten und schließt mit einer kurzen Betrachtung der finanziellen Lage des Landes. „Der allgemeine Eindruck nach den jüdischen Aussagen", so endet der Artikel, „ist der, daß die Bemühung, das Jüdische Nationalheim aufzubauen, über alle Hindernisse hinweggeschritten ist und daß das errichtete Gebäude erstaunlich stabil ist. Leider scheint viel von der gegenwärtigen Prosperität davon abhängig zu sein, daß die Vorwärtsbewegung aufrechterhalten bleibt. Es entstand das Bild von einer neuen Nation, die ausgerüstet ist mit ihrer Sprache, ihrer Kultur und ihrem wirtschaftlichen Leben, die mehr und mehr zu einer nationalen Einheit zusammenwächst und sich über das Land hinweg ausbreitet." Der zweite Aufsatz geht auf das arabische Problem ein und beginnt mit der Wiedergabc einiger Punkte aus der Aussage des Mufti und einiger anderer arabischer Zeugen, Das Mißtrauen der Araber gegen die Integrität und Gerechtigkeit der Britischen Regierung, so meint der Verfasser, sei eine ernste Sache; in der Rede des Mufti sei es vor allem zum Ausdruck gekommen. Der Autor hebt ferner hervor, daß die arabischen Zeugen ihre Sympathie für die bedrückten Juden ausgedrückt hätten und zum Ausdruck brachten, daß sie die in Palästina befind'ichen Juden nicht vertreiben wollten. Aber andererseits sei ihre Politik darauf gerichtet, daß keine weiteren hineinkämen. Die Vermittlungsversuche Lord Peels, der sowohl die Kantonisierung wie auch eine Round- Table-Konferenz vorgeschlagen habe, fanden bei den Arabern keine Gegenliebe, so daß Lord Peel schließ'ich seine Versuche aufgeben mußte mit der Bemerkung, das Wort „K o m p r om i ß" gäbe es nicht im Osten. Diese Bemerkung sei der Schlüssel zu den ganzen Schwierigkeiten. „Weder Juden noch Araber", so schließt der Aufsatz, sind zu einem Kompromiß bereit — außer zu ihren eigenen Bedingungen. Seit dem Krieg ist durch das System doppelter (gesonderter) Erziehung die junge Generation nationalistischer geworden als ihre Väter. Die Jüngeren auf beiden Seiten erweisen sich als Extremisten. Furcht beherrscht das Land. Hinter den Juden steht der Terror Osteuropas und an den Toren der Terror der erbitterten arabischen Nationalisten. Das Ziel aller jüdischen Arbeit in Palästina ist, Raum für mehr Juden zu schaffen. Die Furcht der Araber ist nur zu einem kleinen Teil die so oft angeführte: daß die Effendis fürchteten, ihre Macht über die rückständige Bauernschaft zu verlieren und deshalb Unruhen schürten. Es ist eine wirkliche Xenophobie (Fremdenfeindschaft), die sich nicht gegen eine kleine Minderheit richtet, sondern gegen ein Volk, das zu Zehntausenden hineinströmt und verkündet, dies Land sei „Erez Israel", und behauptet, daß es zu seinem Schutz und für seine Notwendigkeiten die Position einer Majorität brauche. Die Juden erklären, daß sie nur Parität mit den Arabern wollen; aber die Araber fragen, wie es eine Parität geben könne zwischen dem Elefanten und den Hühnern, zwischen denen er tanzt. Was die Araber von dem jüdischen Angebot politischer Parität haben könnten, wird leicht überholt werden durch die Dinge, in denen keine Parität möglich ist." Auch der Londoner „Observcr" vom 21. Januar veröffentlicht einen zusammenhängenden Ueberblick liber die Eindrücke der Kommissionsarbeit. Der Berichterstatter weist darauf hin, daß beide Parteien sich radikal gegenüberstünden und daß die Araber bereit seien, die Unruhen wieder aufleben zu lassen, sollte der Bericht der Kommission ungünstig für sie ausfallen. Es wird berichtet, daß 1000 junge Araber zur militärischen Ausbildung nach dem Irak gereist sind und im Sommer zurückerwartet werden. Einige Engländer seien der Auffassung, daß die Aussichten in P a I ä s t i n a schlecht sind, da im Fall der Nichtgewährung der arabischen Forderungen die Unruhen wieder beginnen und im I all der Gewährung eine ernste Wirtschaftskrise unvermeidlich sei. Andere halten die Untersuchungen der Kommission für zu übereilt. Es seien wichtige Zeugen nicht vernommen worden, z. B. englische Schutzleute. Ein Ergebnis der Untersuchung wird in der „Aufrüttlung" der Verwaltung gesehen; verschiedene Abteilungen sind verbessert worden, z. B. besteht jetzt eine schärfere Kontrolle über die illegale Einwanderung aus Syrien. Im ganzen scheine es, daß extensive wirtschaftliche Maßnahm e n d a s P r o b I e m P a - 1 ä s t i n a eher lösen können als politische Beschränkungen. Die strikte Anwendung des Mandats sei wünschenswerter a's unaufrichtige Kompromisse. Auch würde es vielleicht gut sein, wenn eine gesündere arabische Führerschaft unterstützt würde, denn das bestehende Oberste Arabische Komitee habe sich selbst in der Meinung eines Teils der arabischen Presse durch seinen heftigen Radikalismus als eine wertlose Körperschaft erwiesen. die weiteste Verbreitung. Die Herren am Verhandlungstisch schwiegen höflich, aber sie machten ironische Gesichter. Die mohammedanischen Leser und Hörer der Erklärung des Muftis von Jerusalem bis ins fernste Asien und ins tiefste Afrika werden dabei fanatische Augen bekommen haben — und das war der eigentliche Zweck. Inzwischen bereitet sich die Kommission zur Abreise vor. Unter den restlichen Zeugen weckt nur einer bedeutendes Interesse: Mr. Antonius. In Syrien geboren, in Europa erzogen, ehemaliger hoher Regierungsbeamter und heute Vertreter einer sehr reichen amerikanischen Stiftung, gehört Mr. Antonius zu den klügsten und energischesten Vertretern der arabischen Sache. Sein Haus ist außerdem ein Mittelpunkt des gesellschaftlichen Verkehrs mit der englischen Beamtenschaft, denen Madame Antonius den Aufenthalt in ihrem Salon überaus angenehm zu machen weiß. In jüdischen Kreisen hält man das schöne Haus auf dem Wege zur Universität für gefährlicher als das benachbarte des Mufti. Das neue Gebäude der Tel-Awiwer Stadtbibliothek Schaar Zion, das vor kurzem eingeweiht wurde. Am Eingang der Direktor der Bibliothek, Prof- Heinrich Loewe, und (rechts) der Stifter des Gebäudes, Gluskin Foton J,.h.k K.lur „Drei Lösungsmöglichkeiten" Der englische Kapitän und „Times" - Mitarbeiter J. E. Tracy Philipps hielt auf Einladung der Zeitschrift „Hungarian Quarterly" in der Handels- und Gewerbekammer in Budapest einen Vortrag über „Zusammenstoß von Weltinteressen in Palästina". Als ehemaliges Mitglied des „Intelligencc Service" kannte er auch Oberst Lawrence sehr gut, der seinerzeit Mitglied des Arabischen Büros in Kairo war. Ueber Palästina sprechend, betonte Captain Philipps, daß die englische öffentliche Meinung großen Wert auf eine baldige Lösung des arabisch-jüdischen Konfliktes lege. Das Problem sei nicht so sehr wirtschaftlicher oder religiöser, viel eher politischer Art. Es handelt sich um den Kampf zweier semitischer Rassen um die Hegemonie in einem Lande, das drei große Weltreligionen als heiliges Land betrachten. Es sei Aufgabe Englands, in Erkenntnis seines Völkerbundmandats die Gegensätze zu mildern. Was die jüngsten Ereignisse betrifft, so sei die Unruhe auch durch die infolge des kürzlich getroffenen französisch-syrischen Abkommens in Syrien heimatlos gewordenen und in Palästina eingewanderten arabischen Elemente gesteigert worden. Die Ernteperiode im Oktober habe zwar die bodenbebauenden Araber aus wirtschaftlichen Ursachen in ihre Dörfer zurückgezwungen, doch müsse man gewärtig sein, daß die Gegensätze neuerdings aufeinanderprallen. Es seien drei Lösungsmöglichkeiten zu beachten: 1. Internationalisierung Palästinas nach dem Beispiel der internationalen Tanger-Zone; 2. Einverleibung in das Britische Reich in Form eines selbständigen britischen siebenten Dominions. Diese Modalität würde dem heftigsten Widerstande der Araber begegnen. 3. Aufteilung in arabische und jüdische „Kantone" nach schweizerischem Vorbild. Schließlich sollten die Städte Jerusalem und Haifa zu neutralen Gebieten erklärt werden. Keine Panarabische Konferenz Jerusalem, 22. Januar. (JTA.) Der von den Arabern Palästinas ausgehende Plan, in Mekka eine Panarabische Konferenz abzuhalten, wird nach einer Meldung der arabisch-ägyptischen Tageszeitung „Mukkatam" nicht verwirklicht werden. Der König des Hedsebas, Ibn Saud, soll sich dafegen ausgesprochen haben. Er habe nichts gegen religiöse usammenkünfte in Mekka an den mohammedanischen Feiertagen, wohl aber etwas gegen politische Konferenzen. In einer Erklärung an die JTA. dementiert das englische KolonienrninisterTum alle Gerüchte über einen bevorstehenden Rücktritt des High Commissloners. Auni Bey Abdul Hadi Ein Interview des „Völkischen Beobachters" Der „Völkische Beobachter" vom 23. Januar veröffentlicht ein Interview mit Auni Bey Abdul Hadi, in dem es u. a. heißt: Frau Auni Bey, eine hübsche Araberin, ist anwesend, ein Sonderfall, denn Mohammedanerinnen zeigen sich kaum vor Gästen. Arabischer Kaffee, arabisches Mittagsmahl und nochmals arabischer Kaffee, und nun erzählt mir der Bey von seiner Internierung in Sarafend, dem Konzentrationslager bei Jaffa, wo gegen 450 führende Araber von den Engländern aufs strengste bewacht wurden. „Und ist Ihnen die Zeit dort nie lang geworden, Auni Bey?" Verschmitzt blicken die Augen in dem asiatischen Gesicht, und langsam verzieht er das Gesicht zu einem Lächeln. „Ich habe gelesen'" Und da hält mir der von Juden und Briten gefürchtete Manu auch schon ein abgegriffenes Buch unter die Nase. - Viele Randbemerkungen! -'• - Viel gelesen! — „My Sfruggle" -- die englische Uebersetztmg von Adolf Hitlers Werk: „Mein Kampf". „Wie ist denn die Einstellung der führenden Araber zu Deutschland?" werfe ich schnell ein. „Wir bewundern den Mut und die Kraft Adolf Hitlers, der die Ketten zerriß, mit denen Habgier uml Sadismus das deutsche Volk fesselte! Unsere nationale arabische Bewegung -....... unser Drang nach Freiheit und Anerkennung hat viele Parallele mit der deutschen." „Wird sich die Sympathie der Araber auch in einer regeren Handelsverbindung mit Deutschland auswirken?" „Unbedingt! Gerade jetzt, wo wir alle von Juden angebotenen oder hergestellten Waren boykottieren, können sich die Deutschen ein Absatzgebiet in Vorderasien erobern, das sich lohnt, systematisch studiert zu werden." „Glauben Sie, daß in Palästina eine befriedigende Lösung der Streitfragen gefunden werden kann?" „Möglich. — Doch muß die E i n w a n d e r u n g de r Juden abgestoppt und den zionistischen Expansionsbestrebungen in Vorderasien ein Riegel vorgeschoben werden, damit wir es nicht zu tun brauchen. Das ist Punkt i! Ein Verbot für Landverkauf an Juden •- Punkt II! Ein nationales Parlament — Punkt III!" „Aha, das sind ja die drei Punkte, die Sie von England fordern und zu deren Prüfung die „Roval-Commission" nach Palästina kam. — Und was macht bei Ihnen der Bolschewismus?" „Auch den verdanken wir den Juden. Doch kann er unter den Arabern nicht recht Fuß fassen. Er würde ja eine Zusammenarbeit mit den Juden bedingen, die die Träger dieser Seuche sind." (Hierzu ist zu bemerken, daß die kommunistischen Kreise in Palästina scharf antizionistisch gerichtet sind und mit den arabischen Unabhängigkeitsbestrebungerl sympathisieren. — Red. „J. R.") Ministerpräsident in Transjordanien? Aus Amman wird berichtet, daß die transjordanische Regierung möglicherweise im Februar zurücktreten wird. Unter den Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten wird auch der Jerusalemcr Stadtverordnete Hassan S i d k i Dajani genannt, der bekanntlich in der Streikbewegung in Palästina eine führende Rolle gespielt hat. Hassan Sidki Dajani gilt als der inoffizielle Vertreter Emir Abdullahs in Jerusalem. Seine Kandidatur soll wenig Begeisterung erweckt haben, wird aber trotzdem aufrechterhalten.

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