Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 4 (15.1.1937)
- Date
- 1937-01-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 4, 15.1.1937 jodischf ouKinsrHAit Seife 3 Polens Judenpolitik f Von unserem Korrespondenten Hochschalen and Bomben Warschau, 11. Januar Heute sind in Warschau sämtliche Hochschulen, die bekanntlich infolge antijüdischer Demonstrationen längere Zeit geschlossen waren, wieder eröffnet worden. Heute hat die udgetkommission des Sejm wieder ihre Beratungen aufgenommen und — merkwürdig, es hat den Anschein, als ob Polen gegenwärtig keine größere Sorgen hätte, als nur die Juden trage. An den Hochschulen in Warschau kam es heute tu Ausschreitungen gegen jüdische Studenten, die man unbedingt zwingen wollte, „Ghettobänke" einzunehmen. Die nationaldcmokratischen Studenten drohen, falls diese ihre Forderung nicht akzeptiert weide, mit weiterer Störung des Hochschulbetriebes. Die jüdischen Studenten sind aber nicht geneigt nachzugeben, die Situation ist also weiterhin gespannt. Im Zusammenhang unzweifelhaft mit der Wiederaufnahme der antisemitischen Demonstrationen an den Hochschulen steht das heute in der belebtesten Straße der Residenzstadt auf eines der größten jüdischen Lebensmittelgeschäfte während des regen Kundenverkehrs verübte Bombenattentat, das zwei schwerverwundete Christen zum Opfer hatte und im Geschäft großen Schaden anrichtete. „Plebiszit" in Wilna In Wilna haben sich die Universitätsbehörden zur Eröffnung der Universität noch nicht entschließen können. Man möchte beide Parteien befriedigen, ein aussichtsloses Unternehmen. Der Senat der Universität beschloß ein Plebiszit, und zwar obligatorisch für sämtliche Hochschüler durchzuführen. Die Abstimmung begann heute an der medizinischen und philosophischen Fakultät. Den Hochschülern wurden drei Fragen vorgelegt: 1. die Studenten sitzen nach dem Status quo, d. h. nach Belieben; 2. nach dem Alphabet; 3. abgesonderte Sitze für diejenigen, die nicht zusammen mit den Juden sitzen wollen. Sowohl die jüdischen Studenten, als auch die Vertreter der jüdischen Bevölkerung in Wilna, haben gegen dieses Ver-; fahren Protest eingelegt, trotzdem wurde mit der Abstimmung begonnen, ohne bisher ein Resultat zu erzielen, da die Universitätsbehörden vorher erklärt haben, nur eine solche Lösung zu akzeptieren, die auf keinen Widerspruch, auch nur eines einzelnen Studenten, stoßen werde. An manchen Jahrgängen konnte die Abstimmung überhaupt nicht vorgenommen werden, da die nationaldemokratischen Studenten absichtlich Tumulte provoziert haben. Polnisch« Abwehr Es sei verzeichnet, daß In Wilna heute ansehnliche Teile der polnischen Studentenschaft sich gegen die Einführung der Ghettobänke für ihre jüdischen Kommilitonen ausdrücklich ausgesprochen haben. Es kommen auch Meldungen, daß in manchen Ortschaften, so z. B. letztens in deif Städtchen Waraki und Stedrin, sich polnische Arbeiter und Bauern gegen die nationaldcmokratischen Aufhetzer organisiert haben, die jüdische Bevölkerung in Schutz nahmen und durch ihr mutiges Auftreten Ausschreitungen verhinderten. Auf der soeben in Warschau abgehaltenen Landeskonferenz der jüdischen Gewerkschaften haben Vertreter der polnischen Arbeiterschaft sehr scharf gegen die im Lande herrschende antisemitische Bewegung Stellung genommen und dargestellt, daß der Judenhaß und die gegen die Juden gerichtete Verdrängungspolitik die ökonomische Krise in Polen mit ihren 6 Millionen arbeitslosen Bauern und 600000 registrierten Arbeitslosen in den Städten nicht lösen werde. Die Jadenfrage und Polens auswärtige Politik Eine andere Meinung vertreten bekanntlich die polnischen Nationaldemokraten und auch — die polnische Regierungspartei. Die bereits in unserem letzten Bericht geschilderte Annäherung dieser Partei an die antijüdischen Gruppen in Polen hat heute eine Bestätigung erfahren. Auf der Sitzung der Sejmkommission stand das Budgetpräliminar des polnischen Außenministeriums zur Beratung. Sowohl die Erklärungen des Außenministers Beck, des Budgetreferenten, als auch die Diskussionsreden der Abgeordneten drehten sich hauptsächlich um das — Judenproblem, als ob dieses eine Hauptangelegenheit auch der polnischen auswärtigen Politik wäre. Die Debatte knüpfte an an die bekannte Intervention des polnischen Außenministers auf dem internationalen Forum betreffs Erleichterungen für die Emigration aus Polen, speziell der Juden, sowie betreffs Kolonialgcbiete für Polen. Der Budgetreferent, Abgeordneter Walewski, sowie Minister Beck wandten sich dagegen, daß -- nach ihrer Meinung — die Zionisten kein Verständnis für das Emigrationsprobiem außerhalb Palästinas hätten. Dies — meint Abg. Walewski — kompliziere sowohl das Paläsfinaproblem, als auch die Lage derjenigen Juden, die aus Polen auswandern wollen. Die Aufnahmefähigkeit Palästinas — sagte Minister Beck — sei begrenzt und die dort herrschenden Verhältnisse können unmöglich das riesige Problem der Judenfrage in Osteuropa lösen. Deshalb habe Polen es als natürliche Pflicht erachtet, ohne ihre Hilfe für die Palästinaeinwanderung aufzugeben, das gesamte Emigrationsproblem auf eine breitere Plattform zu stellen. Es sei dies nicht nur eine Frage der Ambition des jüdischen Volkes, sondern auch eine soziale und ökonomische Frage. Es habe gar keinen Sinn — führte weiter Minister Beck aus — sich und andere zu täuschen. Es werde viel normaler sein, wenn dem jungen jüdischen Geschlecht in Polen gesunde Emigrationsbedingungen mit Hilfe und unter Schutz der polnischen Regierung würden gesichert werden. Der Agudah-Abgcordnete M i n z b e r g legte dagegen Verwahrung ein, daß das polnische Emigrationsproblem seitens der Regierung nur vom Standpunkte der Judenfrage behandelt wird. Er bestätigte, daß nicht nur die Zionisten, sondern das ganze Judentum nur in Palästina ein Nationalheim zu schaffen bestrebt sei und alle andere Kolonisationspläne für Juden nur einen individuellen Charakter haben. Dann kamen polnische Abgeordnete zu Worte, die eine Nationalisierung auf sämtlichen Gebieten des polnischen Lebens und eine „judenreine" nationale Expansion forderten. Großes Aufsehen erregte die der Judenfrage gewidmete längere Rede eines führenden Mitgliedes der Regierungspartei, des gewesenen Gcneralreferenten des Budget im Sejm, des Vizepräsidenten und Chefredakteurs des Regierungsblattes „Gazeta Polska", des Abg. Miedzinski. Vorerst wollte Miedzinski festgestellt haben, daß es unrichtig sei, wenn es sich um die Judenfrage handele, westeuropäische Verhältnisse mit denen Osteuropas zu vergleichen. Er begrüße die Initiative des Außenministeriums in der Emigrationsfrage eben in Berücksichtigung der Judenfrage. Dieser Zusammenhang, der den Juden mißfällt, sei durchaus verständlich. Für die Polen — erklärte Abg. Miedzinski — sei es nicht gleichgültig, welche Elemente auswandern. Die Juden in Osteuropa leben in kompakten Massen, und zwar fast ausschließlich in Vermittlungsberufen, in Handwerk und Kleinhandel. Sie vermehren sich sehr stark. Die ökonomische Zukunft sei für das osteuropäische Judentum viel bedrohlicher als die politische. Die Entwicklung in der Welt gehe in einer Richtung, die die erwähnten Berufe vernichtet, und niemand könne vom polnischen Volke verlangen, diese Entwicklung aufzuhalten, zumal sie eine gesunde Entwicklung sei, die unterstützt werden müsse, auch wenn sie das Judentum mit dem U n t e r g a n g e b c d r o h e. Miedzinski stellte die Theorie auf, die große Anzahl der Juden in Polen sei ein künstliches Resultat einer speziellen Politik der Mächte, insbesondere Rußlands, und das polnische Volk habe dabei gegenüber diesen Elementen gar keine moralische Verpflichtung. Das polnische Volk als der faktische und geschichtlich legitimierte Organisator seines Staatswesens, habe das Recht, eine Aenderung dieser Verhältnisse herbeizuführen. Und deswegen sei es verständlich, wenn der polnische Staat Gebiete suche, wohin er die Auswanderung in erster Reihe derjenigen Elemente, die im Saatte schwere wirtschaftliche und politische Komplikationen verursachen, lenken könnte. Man solle dabei jedwede Gesichtspunkte der Ethik und Kultur außer acht lassen. „Wohnten in Polen nur 50 000 Juden, möchten wir sie sehr schätzen. Unsere negative Beziehung zu den Juden stammt in erster Linie davon, daß sie über drei Millionen ausmachen." Wenn die Juden gelassen und ruhig, nicht nervös, so das Problem betrachteten, verstünden sie, daß nur auf diesem Wege die Lösung dieser Frage, die bis nun so hoffnungslos ist, herbeigeführt werden kann. Budzytiski und andere antisemitische Abgeordnete forderten die Regierung auf, in der Frage der Auswanderung von Juden aus Polen die Initiative zu ergreifen und sie nötigenfalls zur Auswanderung zu z w i n g e n. Auch die Frage der Verdrängung der Juden aus dem polnischen Außenhandel wurde in der Debatte zur Sprache gebracht. Bezeichnend für die gegenwärtigen Sejm war eine der Juden im diplomatischen stellte in Beantwortung dieser der im diplomatischen Dienst antijüdische Einstellung des Interpellation über die Zahl Dienst Polens. Oberst Beck Anfrage fest, daß nur 1,9 »« Tätigen Juden sind. (Hierzu Gedenke des Auszuges aus Mizrajimj Ans dem Wodienabsduütt für Sdiabbat, den 16. lamun Und melden sollst du deinem Sohn an demselben Tage, sprechen*' Um des willen, was ER mir tat, als Ich ausfuhr von Aegypten, I Und es sei dir zum Zeichen an deiner Hand und zum Angedenken, zwischen deinen Augen, damit die Weisung von IHM in deinem Munde sei, das ER mit der Stärke der Hand dich aus Aegypten fahrte. Wahre diese Salzung zu ihrer Gezeit Jahrtag um Jahrtag! //. Buch Mose Kap. 13, Verdeutscht von Mariin Babcr erfährt die JTA., daß insgesamt 13 Juden und Judenstämmlinge im diplomatischen Dienst Polens verwendet werden., Alle bekleiden nur untergeordnete Stellungen.) Der American J e w i s h Congrcss hat an den polnischen Außenminister Beck ein Telegramm gerichtet, in dem gegen die Forderung nach Massenauswandcrung der Juden Protest erhoben und gefordert wird, daß eine Regelung der polnisch-jüdischen Beziehungen in Polen selbst getroffen werde. In dem Telegramm wird darauf hingewiesen, daß die Evakttierungsvorschlage eine Verletzung der Minderhcitcnschutzbestimmimgen des Friedensvertrages darstellen und mit der polnischen Verfassung unvereinbar sind. Der polnischen Presse wird mitgeteilt, daß die polnische Regierung beabsichtige, bei den bevorstehenden 1 landelsvertrags-Verliandlimgou mit Belgien auch die Frage der Einwanderung polnischer Staatsbürger »ach Belgisch- Kongo aufzuwerten. Es heißt, die polnische Regierung wolle gewisse Konzessionen von der belgischen Regierung erlangen, um die AnsivdhiMg von Pulen im Kongo und anderen belgischen Besitzungen, wie z. B. Katanga, zu fördern. Warschau, 13. Januar. (JTA,) Der Jüdischen Telegraphen-Agentur wird mitgeteilt: Im Zusammenhang mit der Debatte in der Budget-Kommission des polnischen Sejm hat die Warschauer Leitung der „Neu/ionisiisclien Organisation** (Revisionisten) an die maßgebenden polnischen Instanzen und Persönlichkeiten ein ausführliches Memorandum gesandt, worin die Frage der Aufnahmefähigkeit Palästinas, der Zu-j samnjcnbnich alle, bisherigen territonalistischen Versuche und] die sehr begrenzte Aufnahmemöglichkeit in anderen Ländern/ behandelt wird. Zu Becks Erklärung Man bann nicht daran zweifeln, daß Herr Beck seine Auffassung von der mangelhaften Aufnahmefähigkeit Palästinas aus London mitgebracht hat. Er scheint dort über die tatsächlichen Verhältnisse, die er nicht gekannt haben mag, aufgeklärt worden zu sein. Offenbar erhielt er einen Wink, er möge im Interesse der in London erneuerten polnisch-englischen Freundschaft mit seiner Kritik der englischen Palästina-Politik aufhören. Beck wendet sich also jetzt auf die andere Seite und richtet seine Kritik gegen die Zionisten, weil sie die Auswanderungsprobleme außerhalb Palästinas angeblich nicht anerkennen. Diese Feststellung Becks ist gewiß sachlich unrichtig. Die meisten polnischen Zionisten haben an allen Bestrebungen zur Organisierung jüdischer Auswanderung sowie an allen jüdischen Hilfsaktionen, die gar nichts mit Palästina zu tun haben, aktiv teilgenommen, weil sie diese Aufgaben — schon unter dem Gesichtspunkt eines Schutzes der jüdischen Volkssubstanz — für überaus wichtig halten. Es liegt nicht an den Zionisten, wenn die Auswanderung in andere Länder als Palästina Verlegenheiten macht. Vielmehr ist die Frage, wohin man auswandern soll, gänzlich ungeklärt. Dieses Geheimnis hat auch Beck den Juden Polens nicht verraten. Die Juden werden es sehr begrüßen, wenn Polen und andere ihnen nahestehende Mächte mit aller Energie darauf drängen, daß für die Juden Einwanderungs« länder eröffnet werden. Die Juden aller Richtungen werden gewiß hieran mit aller Kraft mitarbeiten. Aber solange dieses Problem nicht gelöst ist, bleibt als einziges völkerrechtlich anerkanntes Einwanderungsland das Land des Jüdischen Nationalheims Palästina, das trotz seiner Kleinheit einen relativ hohen Prozentsatz der jüdischen Auswanderung aufnimmt. Die Bemühungen um Oeffnung weiterer! Einwanderungsländer sollen auch dann fortgesetzt werden, wenn man, wie die meisten verantwortlichen Juden — und gewiß auch alle verantwortlichen polnischen Juden — der Meinung ist, daß Auswanderung zwar für viele Juden ein besseres Los und für Polen eine kleine Erleichterung seiner Judenfrage bringen kann, aber daß sie diese Frage selbst nicht lösen kann; die Judenfrage Polens kann nur im Lande gelöst werden. _ Eine 14jährige Geigerin. In London hat kürzlich, wie wir den dortigen Tageszeitungen entnehmen, ein ltjährigcs Mädchen namens Ida Ha ende!, eine polnische Jüdin, in Queen's Hall ein Konzert gegeben, das großes Aufsehen erregte. Einem Vertreter des „Daily Telegraph" erzählte sie, ihr Vater Natan Hacndcl habe in der Jugend auch Vorliebe für Geigenspie! gehabt, aber seine Eltern wollten, er solle cht Rabbi werden, und vernichteten seine Geige. Der Vater habe darauf das Elternhaus verlassen und unter großen Entbehrungen malen gelernt. Er hat ein Gelöbnis getan, daß, wenn er ein Kind bekommt, dies die Möglichkeiten haben soll, die ihm verwehrt waren. Tatsächlich ließ er auch später in Oholm, wo er sich als Maler niedergelassen hatte, seine älteste Tochter Violine lernen, aber sie hatte kein besonderes Taltnt. Die jüngere Tochter Ida nahm bereits mit 3«'s Jahren die Geige ihrer Schwester und begann kindlich zu"spielen. Mit sechs Jahren trat sie in das Warschauer Konservatorium ein und seit ihrem zehnten J ihre ist sie Schülerin von Carl Fle-sch. Der Berichterstatter des „Daily Telegraph" beschreibt sie als ein erstaunlich kleines Kind mit altklugem Gesicht und sehr schmalen zarten I Finden. Die kleine Künstlerin, die übrigens englisch, deutsch und französisch spricht, hebt besonders Bach, Beethoven um.i_ Brahms. ihre Vergnügungen sind Reiten, Schwimmen und Zeichnen, Sie wird" im Januar wieder in London auftreten. Unser literarisches Programm 1932 Die „Jüdische Rundschau" wird In diesem Jahr — außer ihrem politischen und kulturellen Teil sowie der aktuellen Berichterstattung aus allen vom jüdischen Standpunkt wichtigen Ländern — auch ihren literarischen Teil wieder besonders pflegen. Eine Anzahl wertvoller Beitrage wird im Romanteil zur Veröffentlichung gelangen. Nach Abschluß der jetzt laufenden Erzählung „Joseph wird nicht verkauft" von Leo Hirsch folgt als nächste größere Uterarische Veröffentlichung €( „Der begrabene Leuchter Von Stefan Zweig Stefan Zweig, dem jüdischen Publikum sei! vielen Jahren als Lyriker und Dramatiker bekannt, Verfasser von mehreren historischen Biographien und Erzähler von hohem Rang, wendet sich in seiner Dichtung „Der begrabene Leuchter" einem Stoff aus der jüdischen Vergangenheit zu. Die Macht des Römischen Weltreiches und der unerschütterliche Glaube der Juden werden gegenübergestellt; im Leben eines gotterfüllten jüdischen Knaben erweisen sich die Leidensfälligkeit und die ewige Hoffnung des jüdischen Volkes. Nachdem gerade in den letzten Jahren Stefan Zweigs Drama „Jeremias" durch die Aufführung im Kulturbund eine große Popularität gewonnen hat, sind wir überzeugt, daß auch das neue, bisher in Deutschland unbekannte Werk „Der begrabene Leuchter" bei unserer Leserschaff einen starken Widerhall finden wird. ' Wir werden dann einen größeren p a I ä s t i n e n s i s c h e if Roman zum Abdruck bringen, dessen Handlung in einen Kwuzah spielt, wodurch sich Gelegenheit gibt, in realistischer Weise das Leben der Kwuzah zur Darstellung zu bringen. Der Verfasser ist ein jüdischer Schriftsteller aus Deutschland, der selbst in der Kwuzah gelebt hat. , Eine besondere Freude wird unseren Lesern die Ankün-j digung bereiten, daß wir einen zweiten Band der' „Noah Pandre"- Geschichten von Salman S c h n e u r veröffentlichen werden. Pandre ist, wie wir aus vielen Zuschriften und Kundgebungen wissen, unseren Lesern ein lieber Freund geworden. Dieser urwüchsige, lebensfreudige und dabei durch Herzensadel ausgezeichnete jüdische Mann aus dem Volke hat sich durch die erste Veröffentlichung in der „Jüdischen Rundschau" die Sympathien der jüdischen Leser in Deutschland im Sturm erobert, so daß von vielen Seiten der Wunsch geäußert wurde, mehr von ihm zu hören. Aus den fünf Bänden, die das jiddische Originalwerk Schneurs umfaßt und dessen ersten Band wir veröffentlicht haben, wird eine gekürzte Zusammenfassung vorbereitet, die unseren Lesern die weiteren Schicksale und Taten Pandres bekannt machen wird. Es sei noch erwähnt, daß zwischen den größeren Veröffentlichungen jeweils kürzere Erzählungen undf Feuilletons unter besonderer Berücksichtigung der neueren hebräischen Literatur gebracht werden. 4 iiflBB \ I Linoleum für Treppan. Llden, Zimmer und Küchen Anschlag« kostenlos la Refer. / Gegr. 1891 OroOes Lager In Coeos-, Boucleu. Velouriaufern Fritx Stoehr Memhardstr. 18 frohere Münzstr. 17 EIBerollna 1268-87 l *