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Jüdische Rundschau · 1937-01-12 · Heft 3 (12.1.1937) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 3 (12.1.1937)
Date
1937-01-12
Page
– (sequence 5)
Language
German
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1 JODISCHE RUNDSCHAU AI w aJ^J sMg |Ä TÄTT ^A^^^^f &äU* ^^^^a ^^t^ Nr. 3, 12. JANUAR 1937 Amerikanische Senatoren Uber Palästina - Probleme Ein Bericht der Senatoren-Delegation New York, Ende Dezember. (JTA.) Die Berichte, die von der nach Palästina entsandten inoffiziellen Kommission amerikanischer Senatoren über ihre Beobachtung erstattet wurden, sind jetzt als Broschüre erschienen. Sie werden eingeleitet mit einer Erklärung über den Zweck der Untersuchung und allgemeinen Feststellungen über ihr Ergebnis, die von den drei Mitgliedern der Kommission, den Senatoren Rova! S. Copclan d, Daniel (). H a s t i n g s und Warren R. Austin, nach ihrer Rückkehr nach New York veröffentlicht worden sind. Es folgen dann die in der Hcarst Presse erschienenen 14 Artikel des Senators Copeland, elf Artikel des Senators Austin und 6 Artikel des Senators Hastings. Den Abschluß bildet eine redaktionelle Aeußerung der Hearst Presse über das Jüdische Nationa'heim in Palästina auf Grund des Untersuchungsergcbnisses. Nach der Feststellung, daß die bisherigen Verhandlungen der Kgl. Kommission die wesentlichen Ergebnisse der von den drei amerikanischen Senatoren durchgeführten Untersuchung bestätigt haben, wird das Interesse Amerikas •an dem Palästinaproblem hervorgehoben. Die jüdische Tragödie in Mitfei- und Osteuropa, die mit dem Aufbau des jüdischen Nationalheims in so engem Zusammenhang stehe, mache es zur gebieterischen No.wendigkeit, eine konstruktive Lösung der Krise in Palästina zu finden. Daß eine solche Lösung möglich sei, gehe aus dem Ergebnis der von der Senatorcnkonimission durchgeführten Untersuchung hervor. Dieses lasse sich in folgende sechs Punkte zusammenfassen: 1. Die Krise in Palästina hat zwei Hauptursachen: I Erstens, daß es keine beständige und feste englische Verwaltungspolitik gibt; zweitens, daß zwischen den jüdischen und arabischen Bestrebungen ein politischer Gegensatz besteht. 2. Das Mandat hat den jüdischen Siedlern in Palästina ausdrücklich Sicherheit versprochen. Es ist offenbar, daß der britische Treuhänder es verabsäumt hat, diese Sicherheit zu schaffen. v 3. Die Grundursache der arabisch-jüdischen Zwietracht ist politischer Natur. Gewisse arabische Agitatoren, die sich mit der panarabischen nationalistischen Bewegung identifizieren, streben die Errichtung eines arabischen Staates in Palästina an und machen viel Wesens aus der Furcht, daß gewisse jüdische Elemente die Errichtung eines Judenstaates in Palästina versuchen könnten. Nichts in dem Mandat rechtfertigt von irgendeiner der beiden Seiten. Die sehen Führer haben den Arabern ein seifiger Parität angeboten, das Beherrschung durch die andere sichern britannien seine durch das Mandat erklärte Politik in einer Wefce bekräftigen würde, die es unmißverständlich macht, daß" Palästina nur ein palästinensischei' Staat werden kann, dann wäre der Weg frei gemacht für eine Verständigung zwischen den Arabern und den Juden. 4. Die arabische Forderung nach Einstellung der jüdischen Einwanderung nach Palästina ist für die bedrängten Juden in Mittel- und Osteuropa eine Frage von Leben und Tod. Sie rührt auch an die Wurzel des Mandats, denn eine Einstellung der jüdischen Einwanderung würde die Mandatsbestimmungen ad absurdum führen. Nur die wirtschaftliche Unfähigkeit Palästinas, diese Einwanderung aufzunehmen, wäre ein zwingender Grund für die Einstellung. Die Untersuchung der Senatorenkommission hat dargetan, daß es keinen wirtschaftlichen Grund für Einstellung oder Beschränkung der jüdischen Einwanderung jetzt gibt. Palästina hat kein Arbeitslosenprohlem. Der breite Strom jüdischer Einwanderer und jüdischen Kapitals hat nicht nur den Lebensstandard der gesamten Bevölkerung merklich gehoben, er hat auch die Fähigkeit des Landes, mehr Einwanderer aufzunehmen, vergrößert. Die Furcht vor Unterwerfung der Araber unter die Juden und umgekehrt sollte beseitigt werden durch Einsetzung eines Legislative Council, in dem Juden und Araber paritätisch auf Grund von Wahlen vertreten sein sollten. 5. Die arabische Forderung nach Verbot des Bodenverkaufs an Juden ist ebenso wie die nach Einstellung der Einwanderung politischer Natur. Die Ergebnisse der Senatorcnkonimission haben klar gezeigt, daß es keinen wirtschaftlichen Grund für eine Einstellung jüdischer Bodenkäufc gibt. Kein arabischer Bodenbesitzer ist verpflichtet, sein Eigentum an Juden zu verkaufen. Außerdem verlangt die Regierung, daß die arabischen Siedler Ersatz bekommen, bevor eine Bodentransaktion abgeschlossen wird. Die Juden besitzen jetzt nicht mehr als fünf Prozent des Bodens Palästinas, obwohl sie dreißig Prozent der Bevölkerung ausmachen. 6. Die Frage, sofort eine Zufluchtsstätte für die Millionen Juden zu finden, die gezwungen sind, aus ihren Geburtsländern zu fliehen oder auszuwandern, kann jedoch nach Ansicht des Senators Ff astin gs praktisch nur gelöst werden, wenn Transjordanien für jüdische Einwanderung geöffnet wird. Im Anschluß an diese sechs Punkte wird erklärt, daß ein freundschaftliches Abkommen zwischen den Juden und den transjordanischen Arabern die Spannung im heutigen Palästina mildern würde. Vor den arabischen Aussagen derartige Ambitionen verantwortlichen jüdi- Abkommcn gegenbeide Seiten gegen würde. Wenn Groß- Die Aussage Smilanskys Die hebräische Tageszeitung „Dawar" veröffentlicht einen Bericht, demzufolge Smilansky der Kommission vorgeschlagen haben soll, daß bei der Festsetzung der Einwanderungs- Schedule auf der Basis der Absorptionsfähigkeit Palästinas nur 75 "/o der Zertifikate an Juden gewährt, die restlichen 25 o/o dagegen für die Beschäftigung von arabischen Arbeitern reserviert werden mögen. „Dawar" fordert Herrn Smilansky auf zu erklären, ob diese Wiedergabe seiner Aussagen richtig ist. Ferner wird mitgeteilt, daß Herr Smilansky sich mit der Schaffung eines Gesetzgebenden Rates einverstanden erklärt haben soll. (Wir halten es für unangebracht, Zeugen über ihre in geschlossener Sitzung gemachten Aussagen zu interpellieren. Die Kommission hat, falls sie dies wünscht, zweifellos das Recht, sich über alle Anschauungen innerhalb der Bevölkerung zu orientieren. — A. d. „J. R.") Jerusalem, 10. Januar. (JTA.) Nach einer zweitägigen Dauersitzung hat das Oberste Arabische Komitee das Material fertiggestellt, das sie der Königl. Kommission vorlegen will. In einem der Kommission übergebenen Memorandum wird die Forderung nach Abschaffung des Mandats unter Aufhebung der Baifour-Deklaration erhoben. In Palästina soll eine arabische Nationalregierung eingesetzt werden. Das Oberste Arabische Komitee erklärt sich bereit, den Abschluß eines Freundschaftsvertrages zwischen einem unabhängigen arabischen Palästina und England nach dem Muster des vor kurzem zwischen Syrien und Frankreich abgeschlossenen Vertrages herbeizuführen. Die britische Regierung wird aufgefordert, auf die z i o - n istische Politik zu verzichten, da es unmöglich sei, unter der Herrschaft der gegenwärtigen Mandatsbestimmungen den arabischen Beschwerden abzuhelfen. Jerusalem, 8. Januar. (Palcor.) Das Oberste Arabische Komitee entwickelt eine fieberhafte Tätigkeit in der Vorbereitung der Aussagen seiner Vertreter und dem Studium der Bekundungen jüdischer Zeugen. Die Mehrzahl der Aussagen werden öffentlich erfolgen, wobei ein doppelter Zweck verfolgt wird, nämlich Propaganda und Ausschließung der Mög ichkeit von Intrigen der arabischen Führer gegeneinander, wozu das Erscheinen in geschlossenen Sitzungen der Kommission Gelegenheit bieten würde. Die arabische Presse gibt ihrer Befriedigung über den Entschluß des Obersten Komitees, den Boykott aufzugeben, Ausdruck. „Fclestin" erklärt, daß die arabischen Könige bereits zum zweiten Male die palästinensischen Araber vor einer Katastrophe bewahrt haben. Die Zeitung behauptet, daß Lord Peel ein Freund der Araber sei. „Adifaa" erklärt, daß das Palästina-Problem durch Sperre der Einwanderung, Beschränkungen des Landverkaufs oder Schaffung eines Gesetzgebenden Rates nicht gelöst werden könne; die einzige Lösung bestehe in der Widerrufung des Mandats und Abschaffung des Zionismus. Ein Interview mit Emir Abduliah „D a i 1 y T c I e g r a p h" veröffentlicht eine Unterredung seines Berichterstatters in Jerusalem mit Emir Abdullah von Transjordanien, in der auch Bemerkungen des Emirs über die Lage in Palästina enthalten sind. Es wird erklärt, Emir Abdullah habe seiner besonderen Genugtuung darüber Ausdruck gegeben, daß das Oberste Arabische Komitee beschlossen hat, die Boykottierung der Kgl. Kommission aufzugeben. Gleichzeitig habe aber der Emir betont, England dürfe es nicht zulassen, daß die Kommission die Araber enttäusche. Es ist absolut sicher — so soll sich der Emir angeblich geäußert haben — daß im nächsten Sommer wieder Unruhen in P a 1 ä s t i n a ausbrechen werden, wenn die Kgl. Kommission in ihren Empfehlungen an die englische Regierung den Forderungen der arabischen Bevölkerung Palästinas nicht Rechnung tragen wird. Insbesondere werde die Kgl. Kommission die Hauptforderung der Araber, die jüdische Einwanderung nach Palästina einzustellen, erfüllen müssen. England und Arabien „Für Freundschaft und Zusammenarbeit" Das Oberste Arabische Komitee hat in dem Presse-Comrnunique, in dem die Aufhebung des Boykotts der Kommission mitgeteilt wird, auch die 'miteinander tibereinstimmenden Briefe des W a h a b i - K ö n i g s Ihn Saud und des Königs G h a z i von Irak bekanntgegeben, in diesen Briefen verweisen die beiden Könige auf die Erklärungen, die ihnen von der palästinensischen Delegation (Auni.Abdul Fladi und Kemai Khasab) .bekanntgegeben worden sind und fügen hinzu: „Da wir zu den guten Absichten der Britischen Regierung, den Arabern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, Vertrauen haben, glauben wir, daß es im Interesse der arabischen Sache liegt, daß Ihr mit der Kgl. Kommission in Berührung kommt und ihr Eure gerechten Ansprüche vorlegt. Dies ist eine sicherere Methode, Eure Rechte zu sichern und trägt auch eher dazu bei, Euch Freunde zu verschaffen, die Eure Sache verteidigen werden. Wir werden nicht verfehlen, Euch bei der Besserung der Situaunserer Macht liegt." der „Times" mitteilt, hat Auni Rückkehr nach Jerusalem erklärt, Freundschaft und Z u s a m m e n licn Staat e n sehr befriedigt. A r a be r für die nächsten r e ti u d s c Statt G r o ß b r i t a n - ^stehe keinerlei Konflikt zwischen den Interessen des Britischen Reiches und den Interessen der arabischen Staaten, sondern eher ein gegenseitiger Vorteil in der Zusammenarbeit. Der Mufti beabsichtigt nach einem Bericht der „Times", einen Spezialbcsuch in Jaffa als Gast des Christlichen Klubs und der Christlichen Schule zu machen, um den bestehenden Mißstimmungen zwischen den beiden Konfessioner entgegenzuarbeiten. tion zu helfen, soweit es in Wie der Korrespondent A b d u I H a d i nach seiner er sei von der zunehmenden arbeit aller a r a b i s c Er sei überzeugt, daß die hundert Jahre die F n i c n s h r a u c heu; es b Das Bodenproblem „Manchester Guardian" widmet dem Bodenproblem in Palästina einen längeren Artikel, in dem festgestellt wird, daß die Lösung dieses Problems den Schlüsse! für die Erhöhung der Aufnahmefähigkeit des Landes darstellt. In dem Artikel wird es begrüßt, daß die Araber nunmehr bereit sind, vor der Kgl. Kommission zu erscheinen. Der Wert des Berichtes der Kommission werde dadurch erhöht werden; trotzdem werde der Bericht nicht endgültige Entscheidungskraft haben. Mit dem Palästinamandat seien zwei Probleme verbunden: ein politisches, das darin bestehe, Juden und Araber zur Zusammenarbeit zu bewegen, und ein wirtschaftliches, das die Größe der Bevölkerung betrifft, die das Land aufnehmen kann. Solange das Prinzip des Mandats aufrechterhalten werde, hänge alles von diesem zweiten Punkt ab; das entscheidende Moment hierbei sei der Boden. Von der Beantwortung der Frage, wieviel Boden zu Kulturzwecken zur Verfügung steht, seien alle politischen Argumente, die Zukunft des Jüdischen Nationalheims und die Hoffnungen Tausender bedrängter Juden in Europa abhängig. Wohl habe die Entwicklung der Industrie und das Einströmen jüdischen Kapitals vom Boden unabhängige Erwerbsmöglichkeiten geschaffen. Nur etwa 50 000 von den 370 000 in Palästina lebenden Juden seien in der Landwirtschaft tätig und trotzdem sei die Arbeitslosigkeit unbedeutend. Letzten Endes aber sei das Wachstum der Bevölkerung direkt proportioniert dem Ausmaß kulturfähigen Bodens. Die Juden selbst streben danach, 35 bis 40 n'o ihrer Menschen in der Landwirtschaft unterzubringen, statt wie gegenwärtig 13,5 ",'<>, und nach Artikel 6 des Mandats sei es die Pflicht der Regierung, „in Zusammenarbeit mit der Jcwish Agency geschlossene Ansiedlung von Juden auf dem Lande zu ermutigen1'. In dem Artikel wird weiter der Gegensatz hervorgehoben, der zwischen den Schätzungen der Regierung über den zur Verfügung stehenden kulturfähigcn Boden und denjenigen der Juden besteht. Die Palästinaregierung kenne nicht einmal mit Sicherheit den Umfang der Staatsländcrcien und die von ihr angegebenen Zahlen werden von den Juden bestritten. Die Regierung definiere kulturfähigcn Boden als solchen Boden, der gegenwärtig bebaut wird oder mit den dem durchschnittlichen arabischen Landwirt zur Verfügung stehenden Mitteln bebaut werden kann. Nach dieser sehr engen Schnee in Palästina Zugunsten des Ausbaues des Tel-Awiwer Hafens werden in Kürze weitere Aktien im Werte von £P 30000 ausgegeben werden. Auf dem Berg Kanaan bei Safed fiel starker Schnee. l:in Schneemann in Palästina, der auf unserem. Bilde zu sehen ist, ist eine seltene Erscheinung. Foto: Sim.u iiackeaiuia Definition wäre nicht einmal der von der Regierung entwässerte Boden kulturfähig; die Definition schließt den Boden aus, auf dem die jüdische Stadt Tel-Awiw errichtet wurde, und rechtfertigt weitgehend die Ansicht der Regierung, daß kein Boden mehr oder nur noch wenig zur Verfügung steht. Nach jüdischer Definition aber sei jeder Boden als kulturfähig zu bezeichnen, der durch eine großzügige und durch Regierungsmittel finanzierte Bewässerung ertragsfähig gemacht werden kann. Es wird dann auf die Aussage Dr. Ru p p i n s vor der Kgl. Kommission hingewiesen, daß in den Ebenen l'/i 'Millionen Dunam kulturfähigen Bodens zur Verfügung stehen, der eine Bevölkerung von 60 000 Familien ernähren könnte. Die Regierung aber habe eine Scheu vor Bewässerungsarbeiten. Seit 1931 habe die Regierung sieben Probebohrimgen und elf andere Bohrungen zur Wasserversorgung von Dörfern unternommen, während von jüdischen Gesellschaften seit l'J33 473 Bohrungen vorgenommen wurden, von denen 306 erfolgreich waren. Es handele sich auch nicht ausschließlich um Urbarmachung von Oedland, auch die Ertragfähigkeit bebauten Botleus könne durch bessere Bewässerung erhöht werden, und das existen/.notwcndige Bodenausmaß sei in den verschiedenen Distrikten verschieden. Ohne neue Kenntnis der Bcwässcrungsmöglichkciten und eine moderne Statistik sei es unmöglich, auch nur eine ungefähre Schätzung des zur Verfügung stehenden Bodens vorzunehmen. Vielleicht aber, so wird zum Schluß erklärt, sei dies gerade gut, denn würde die Regierung zu einer Schätzung kommen, dann wäre, wie Dr. Hcxtcr der Kommission gesagt habe, der nächste Schritt die Erklärung, daß es keinen Raum mehr gebe. Amerikanische ArbeiferdeEegation eingetroffen Jerusalem, S. Januar. (Palcor.) Eine aus sieben Mitgliedern bestehende Delegation der jüdischen Arbeiterschaft Amerikas traf in Haifa ein. Die Delegation wird das ganze Land bereisen, um die Lage eingehend zu studieren. Zu Ehren der Delegation veranstaltete die Histadruth ein Bankett in Haifa, auf dem sich die Solidarität zwischen der jüdischen Arbeiterschaft Amerikas und den jüdischen Arbeitern Palästinas manifestierte. Frau Golda Meyerson wies in ihrer Ansprache darauf hin, daß die Besucher, die in einer so schweren Zeit nach Palästina gekommen seien, durch ihr Kommen dem Jischuw Mut einflößen und ihm das Gefühl geben, daß die jüdische Arbeiterschaft in Palästina nicht allein steht, sondern sich auf die amerikanisch-jüdische Arbeiterschaft stützen kann. In ihren Erwiderungen sprachen die Amerikaner mit großer Begeisterung über das, was sie am ersten Tage ihrer Ankunft im Lande gesehen hatten, und über die Stimmung, die sie vorfanden und die ihre Bewunderung um so mehr erweckt hätte, weil sie erwartet hatten, in Palästina ein nach den Prüfungen des vergangenen Jahres ermüdetes und erschlafftes Volk vorzufinden. Die jüdische Arbeiterschaft Palästinas erfülle sie immer wieder mit Begeisterung. Flerr Schloß her g, einer der amerikanischen Arbeiterführer, bemerkte, daß zum erstenmal in der Geschichte der Kampf um die Wiederbelebung eines Volkes von Arbeitern ausgeführt werde. _ Kein Brand der Oelieitung Haifa, 9. Januar. (JTA.) In den frühen Nachmittagsstunden des Sonnabend brach auf der O e 11 i n i e der Irak Petroleum Co.* in der Nähe von Haifa ein Feuer aus, durch das ganz Haifa in dichte Rauchwolken gehüllt war. Matrosen waren bei den Löscharbeiten behilflich. Zu den Meldungen über den Brand wurde später festgestellt, daß am Freitag eine kleine Menge überfließenden Oels auf behördliche Anordnung durch Verbrennen beseitigt wurde. Es hat keinen Vorfall gegeben, der Besorgnis erregen könnte. i i

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