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Jüdische Rundschau · 1937-01-08 · Heft 2 (8.1.1937) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 2 (8.1.1937)
Date
1937-01-08
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nr. 2, 8. f. 1937 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 3 Bei den Juden im Kurdischen Berglund Von Dr. Walter Fische 1, Jerusalem Mit diesem Artikel wird der Bericht über orientalische Judenprobleme forigefährt (vgl. Nr. 87 und Nr. 99 Jahrgang 1936). (Red.) Versprengte Volkssplitter Auf meinen Reisen durch die Länder Mittelasiens traf ich mit drei voneinander völlig unterschiedlichen jüdischen Oruppen zusammen, 1. mit den a r a b i s c h sprechenden Juden in Syrien und Irak; 2. mit den p e r s i s c h - sprechenden Juden in Iran und seinen Grenzländern (Afghanistan); 3. mit den a r a m ä i s c h - sprechenden Juden in Kurdistan. Von der letzten Gruppe, den kurdischen Juden, soll hier gesprochen und der Versuch unternommen werden, auf Grund von Reiseeindrücken, Erfahrungen und Studien ein Gesamtbild von diesem so unbekannten, doch hochinteressanten Teil der „Vertriebenen Israels" in Asien zu entwerfen. I. Kurdistan, das Land der Kurden, ist kein eindeutiger politischer Begriff. Kurdistan ist aufgeteilt zwischen Iran, Türkei und Irak, und das irakische Kurdistan, das uns hier insbesondere beschäftigen soll, stellt jene von der mesopotamischen Ebene stark abstechende Gebirgslandschaft Westasiens dar, die sich von Mosul, östlich vom Tigris, bis über die persische Grenze hinzieht und von den großen Flußgebieten des Zab, des Rowanduz, des Khabur — Nebenflüsse des Tigris — durchzogen wird. Es ist eine alpinische Landschaft mit hohen Gebirgsketten, reißenden Strömen, wilden Schluchten und gefährlichen Paßwegen, aber auch mit herrlichen Tälern und fruchtbaren Weiden, die dem Besucher unendlich schöne und abwechslungsreiche Anblicke gewährt. Dieser Zersplitterung der Natur und ihrer Gegensätzlichkeit entspricht durchaus die Vielheit und Buntheit der Bevölkerungsclemcnte. Die Bevölkerung dieser rauhen Gebirgslandschaft «teilt nämlich ein Gemisch von alten Sekten, Rassen und Religion dar; es ist ein lebendiges ethnographisches Museum, eine Fundgrube für Philologen, Historiker, Theologen und Folkloristen. Kaum zwei benachbarte Dörfer sind von derselben Rasse bevölkert oder haben denselben Glauben oder sprechen dieselbe Sprache. Gegensätze der Rasse, der Religion, der Sprache und der Geschichte stoßen hier auf knappem Raum scharf auf- .t *r> ■»<" ' ' > ..V.« .«•it-JPf*- Judentypen aus Kurdistan; der irakische Polizist war der Begleiter des Verfassers. einander. Aus der Fülle dieser Reste alter Völkerschaften heben sich vor allem vier Gruppen heraus: a) die mohammedanisch sunnitischen Kurden mit ihren zahlreichen Stämmen; b) die christlichen Assyrer oder Nestorianer mit anderen christlichen Sekten wie Chaldäcr, Jakobiter usw.; c) die Jesiden oder Teufelsanbeter und d) die Juden. II. Wann sich die Juden, deren Zahl schätzungsweise 15 000 bis 18 000 beträgt, in diesem Gebiet niedergelassen haben und woher sie stammen — das sind die Fragen, die einen Juden bewegen, der mit diesem merkwürdigen Rest des jüdischen Volkes erstmalig zusammentrifft. Nach der Aussage von Benjamin von Tudela sind sie durch Schalmanasser in diese Gegend verbannt worden; das einzig Sichere jedoch, das über sie gesagt werden kann, ist, daß sie schon sehr früh sich in diesem Teil der Welt niedergelassen haben müssen. Denn das geht vor allem aus ihrem sprachlichen Sonderlebeti hervor. Obwohl sie die Sprache ihrer Umgebung, türkisch, kurdisch, arabisch oder persisch, in sich aufgenommen haben, haben sie ihre eigene alte Sprache nicht aufgegeben. Sie sind die einzigen Juden, die bis heute als lebendige Volkssprache ein Aramäisch sprechen, das mit dem Aramäisch der Targumim und des babylonischen Talmud viele Berührungspunkte hat und das sie „Laschon ha- Targum" oder „Laschon ha-Galuth" nennen. So wie ihr Ursprung, so ist auch die Geschichte dieser kurdischen Juden in Dunkel gehüllt. Das erste und fast einzige mit der kurdischen Judehheit verknüpfte historische Ereignis ist das Auftreten von David Abroy aus Amadia — einem Städtchen im nördlichen Kurdistan — im 12. Jahrhundert und die von ihm unter den kurdischen und persischen Juden entfachte pseudomessianische Bewegung. David Abroy ist in der Tat der einzige kurdische Jude, der auf den Schauplatz der Geschichte getreten ist. Was sonst noch an Berichten von Reisenden und manchen Genisafunden uns bekanntgeworden ist, zeigt, daß seit Jahrhunderten Juden in dieser Gegend in großem Elena und Not gelebt haben. Man findet sie nicht nur in größeren Siedlungen, Städtchen wie Arbil, Dehok, Amadia, Sulaimanijja, Sacho, Akra usw., sondern vor allem auf Hunderte von kleinen und kleinsten Gcbirgsdörfern verteilt, in denen meist nicht mehr als drei, fünf oder sechs jüdische Familien leben, völlig isoliert von den anderen Gemeinden und infolge des Gebirgscharakters der Landschaft ohne jeden festen Zusammenhang. Man muß nur einmal selbst diese gewaltigen kurdischen Berge gesehen, die Schluchten und Pässe durchzogen, die reißenden Ströme überquert haben, um zu verstehen, wie sich die jüdische Gallith, die Zerstreuung eines Volkes hier in dieser Landschaft in seiner ganzen Tragik offenbart Drei kurdische Juden aus Sulaiinunijja im Vorlwf ihrer Synagoge m. Die Besonderheit ihrer Situation in sprachlicher und geographischer Hinsicht wird noch dadurch erhöht, daß die Juden in dieser Gebirgsgegend unter Menschen wohnen, die nach Stämmen organisiert sind und die ein stark ausgeprägtes Stamme s'bcwußtsein haben. Jeder Kurde ist in erster Linie Mitglied eines Stammes, und durch sein Bekenntnis „aschiratum" („ich bin Stammcsmitglied") unterwirft er sich der Macht des Feudalherrn, des Stammesfürsten, des Agha. Innerhalb einer solchen nach Stämmen gegliederten Gesellschaft haben naturgemäß die Juden keinen Platz. Der nach Rasse, Sprache und Religion anders geartete Jude stellt völüg außerhalb der kurdischen Stammcsorganisa'ion — wie etwa im mittelalterlichen Zunftwesen — und entbehrte so jeden Schutzes und Rechtes. In der Türkenzeit begaben sich Juden und auch Christen gezwungenermaßen in den abgelegenen Dörfern in den Schutz des Stammesherrn und hatten so als Schutz, ju den Abgaben zu entrichten oder in den Dienst des Agha zu treten, nicht seltenalsSklavcn, Leibeigene und Eigentum des kurdischen Herrn. Schwer lasteten auf ihnen die dauernden Stammeslehden, wobei sie meist die ersten Opfer und, obwohl „Schutzjuden", der Willkür und Rechtlosigkeit ausgeliefert waren. Durch diese Ausgcschlossenhcit vom Leben der Umwelt wurde der Jude in eine Pariastellung hineingedrängt, in der er sich bis heute befindet und aus der sich die ganze Verachtung erklärt, unter der er in dieser Atmosphäre zu leiden hat. Wenn auch die neuen staatsrechtlichen Verhältnisse im Irak mit alten Gewohnheiten gebrochen haben, die Verachtung und der Haß den Juden gegenüber sind geblieben. IV. Diese proletarisicrte, in eine rauhe Gebirgsgegend verstreute kurdische Dorfjudenheit entbehrt infolge ihrer eigenartigen Struktur diejenigen religiösen Einrichtungen, die anderswo eine jüdische Gemeinde konstituieren. Da oft nur ganz wenige jüdische Familien in diesen Dörfern leben, besitzen viele keine Tahnud-Thoia, kein Minjan, keinen Schochet oder Chadiam. Die religiöse Unwissenheit der meisten kurdischen Juden ist deshalb auch unbeschreiblich groß, obwohl sie Mila, Schabbat, Feste und Speisegesetze und andere zeremonielle Gebote aus alter Tradition beobachten. Häufig ist der sie in größeren Zeitabständen besuchende „Chacham", eine Art „Wanderrabbi", das einzige Band, das die in den abgelegenen Dörfern lebenden Juden mit der übrigen Judenschaft verbindet. Infolge ihrer Abgeschlossenheit hat sich eine rege „Briefliteratur" unter den „Chachamim" der größeren Gemeinden entwickelt, die stark an die Responsen der gaonäisclum Zeit erinnert. Auch nur ein kurzer Aufenthalt unter den kurdischen Juden genügt, um zu erkennen, welche bedeutende Rolle der Aberglaube und die Magie bei ihnen spielen. Ihre Vorstcllungswclt wird beherrscht vorn Glauben an Dämonen, an Schedim, an den bösen Blick usw., die sie als eine reale wirksame Macht im täglichen Leben betrachten und deren Einfluß sie Tod und Unglück zuschreiben. Auch die Kunst der jüdischen Silberschmiede steht ganz im Dienste der Magie. Amulettbüchsen und andere Schmuckstücke werden als magische Schutzmittel gegen böse Geister verwandt. Eine der Hauptbeschäftigungen des „Chacham" ist das Schreiben von Amuletten, Cioraloth usw. gegen Krankheiten, bösen Bück, schlechte Traume, Kinderlosigkeit, Beschwörungen durch magische Mittel. Unter den Handschrilten, die ich in den Häusern der „Chachamim" vorfand, war der größte Teil kabbalistischen Inhalts. Es .hat sich auch bei den kurdischen Juden ein besonderes Wallfahrtsbedürfnis an „heilige Stätten" entwickelt. Von den verschiedenen „heiligen Stätten" der Juden Iraks (Grabstätte des Propheten Jechcskel, von Esra usw.) liegen einige direkt im kurdischen Gebiet, wie das vermeintliche Grab des Propheten Nachum in Alkosch, nördlich vom Mosul, wohin alljährlich zum Schawuothfest die Juden pilgern, das angebliche Grab von Daniel und seiner drei Gefährten in Kirkuk und das Grab von Jona in „Nebi Junis" bei Ninive-Mosul. Außerdem gibt es noch andere von der Tradition geheiligte Stätten wie die Grotte des Propheten Elüahu in Tanura, der an verschiedenen Gebirgen in No'd';urdis'an vermute'e Landungsplatz der Arche Noah (Ararat) und Gräber von jüdischen Wundertätern und Heiligen. V. Auch in ihrer ökonomischberuflichen Schichtung unterscheiden sich die kurdischen Juden prinzipiell von den anderen Juden. Während sich unter den Juden in anderen Teilen Iraks, in Bagdad und Basra, Aerzte, Anwälte, Bankiers, einflußreiche Kaufleute befinden — ja unter König Feisal war bekanntlich der Jude Sassoon Jecheskel Eff. mehrere Jahre hindurch Finanzminister —. während also die Die Lehre der Tiere Rabbi Jochanan sagte: Ware die Tora nicht gegeben worden, so hörten wir die Sittsamkeit von der Katze lernen können, das Raubverbot von der Ameise, das Ehegesetz von der Taube, den Anstand vom Hahne. b. Erubin 100 b. Uebers. v. N. N. Glatzer Juden Bagdads und Basras einen sichtbaren Einfluß auf das ökonomische Leben des Staates ausüben, ist die ökonomische Struktur der kurdischen Juden prinzipiell anders. Ich fand unter den kurdischen Juden keine Bankiers oder Geldwechsler. Dieses Geschäft betreiben die kurdischen Feudalherren, die Aghas, oder auch die Armenier. Die Juden sitzen in den Bazaren der Dörfer als Händler und Kolporteure, und viele von ihnen ziehen oft wochenlang durch die kurdischen Dörfer. Aber im Grunde ist der kurdische Jude ein physisch arbeitendes Element. Wohin immer mich meine Wege in Kurdistan geführt haben, tiberalt traf ich Juden als Weher, als Färber, als Silber- und Goldschmiede, als Gerber, als Flößer, als Holzfäller, Galläpfelbereiter usw. Nie werde ich das Bild vergessen, als ich auf meinem Wege nach Amadia — der Gcburtsstättc von Da\id Abroy — auf eine Gruppe von etwa 30 Straßenarbeitern stiel!, die mit dem im Bau befindlichen Autoweg beschäftigt waren und deren Aeulicres, Barttracht und herabhängende Zi/ioth, schon verrieten, daß sie jüdische Arbeiter sind. Als ich sie mit „Schalom Aleichem" begrüßte und einige sich in Hebräisch mit mir zu unterhalten begannen, glaubte man sich nach Erez Israel versetzt. Ein Teil der kurdischen Juden ist auch landwirtschaftlich tätig. Mein Weg führte mich in das jüdische Dorf Sandor auf der Strecke Mosul Dehoq Amadia, das eine rein landwirtschaftliche Siedlung kurdischer Juden darstellt, eine richtige „Moschawa" mit ca. 20D Juden. Es war ein besonderes Erlebnis, als ich unterwegs auf den Feldern und Weinbergen die so typischen Kurdischen Juden mit Hacke und Spaten bei glühender Sonne arbeiten sah, dabei hebräische Melodien singend. Da trat ich einen Chanoch und einen Secharja, einen Esra und einen Jona, einen Salich und einen Schalom, die überrascht waren, mit einem Juden aus Jerusalem zusammen/ulrctfcn. Das Dorf liegt am Fuße einer Gebirgskette, umgeben von Pappeln, W einbergen, Obstbäumen und Feldern, und die Bewohner —• nur Juden betreiben neben den für die Wirtschaft nötigen Handwerken Obst-, Gemüse-, Milchum! Viehwirtschaft und besitzen Weinberge und l eider, (lieber dieses Dort veröffentlichten wir in Nr. 56, Jahrg. 1035, einen ausführlichen Bericht. Red.) Derselbe Wille, der die kurdischen Juden über die Jahrhunderte hinweg in dieser wilden alpinen Landschaft erhalten hat, treibt heute die kurdischen Juden nach Erez Israel. Ihre Verbundenheit mit Erez Israel ist eine sehr enge, und mehr Das vermeintliche Grab Daniels und seiner Gefährten in Kirkuk. Foto«: Dr. W. Fiiche als 5000 kurdische Juden haben sich bereits in Palästina niedergelassen. Es sind ganze jüdische Gemeinden geschlossen nach Erez Israel ubergesiedelt und viele kurdische Gemeinden um die Hälfte ihrer jüdischen Mitglieder reduziert worden, ihre Anspruchslosigkeit, ihre körperliche Leistungsfähigkeit und ihre zähe Natur macht diese kurdischen Juden zu einem der geeignetsten Elemente des Aufbaus und alle, die noch ddrt geblieben sind, warten voller Sehnsucht auf den Augenblick, wo auch sie in ihrer ersehnten Heimat schaffen können. Das Orab des Propheten Jon*» bei Mosul-tiinim Die zionistische Arbeit in Frankreich K. Paris, Anfang Januar Vor kurzem fand die erste Veranstaltung des „Groupement Sioniste Francais et Pro Pale:>timcn" in dieser Saison statt. Diese Vereinigung, die unter dem Vorsitz des französischen Zionistcn Leonce B c r n h c i in steht, hat sich die Verbreitung der zionistischen und palästinensischen Idee unter den französisch sprechenden Juden zur Aufgabe gestellt. Der Generalsekretär der Organisation, Pascal T h e m a n 1 y s, betonte in seiner Ansprache, daß nur die Gewinnung eingesessener französischer Juden dem Zionismus in Frankreich Bodenständigkeit und Bedeutung im Rahmen der zionistischen Weltorganisation geben könnte. Nach dem Sekretär sprachen noch Maitrc Mirtil, Henri Hertz, der Sekretär von I ranec- Palestine usw. und schließlich Leonce Bernheim, der die französischen Juden zum Beitritt zu der Organisation aufforderte. Es ist die Gründung von Untergruppen der Organisation in der französischen Provinz beabsichtigt. In Paris wurde soeben ein Zentralkomitee der jüdischen Jugend gegründet, das die Arbeit der zionistischen und propalästinensischcn Jugend koordinieren soll. Diesem Komitee sind folgende Jugendverhände angeschlossen: Hechaluz, Sephardische Jugend, Bleu-Blanc, Dror, Fclaireurs Israclites, Haschomer Hazair, Hechaluz, Makkabi, Makkahi- Hazair und Zeire Misrachi. Aufgabe des Koordinationskomitees ist, die zionistische Propaganda unter der jüdischen Jugend in Frankreich zu verstärken. Die erste Nummer des Monatsbulletins ist bereits erschienen. Den ersten Vortrag wird der jüdische Schriftsteller Edmond F1 e g Mitte Januar über das Thema „Probleme der jüdischen Jugend" halten. Die bekannte jüdische Advokatin Sassia Ehrlich hat im Auftrage des Keren Hajessod Tunis bereist und in zahlreichen jüdischen Gemeinden, z. B. der Stadt Tunis, Sousse, Sfax usw., Vorträge über den Palästina-Aufbau gehalten. Der französische Keren Kajemeth legt seinen Rechenschaftsbericht für das Jahr 56% vor. Er betont, daß die Einnahmen weiter steigen. Die Einnahmen im Oktober-November waren in Frankreich um 63 «» hoher als in der gleichen Periode des Vorjahres. In Elsaß-Lothringen betragt die Steigerung 27 n/o. Dagegen ist in Nordafrika ein leichter Rückgang zu verzeichnen. In Lyon ist soeben eine neue Oruppe der Wizo gegründet worden. *

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