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Jüdische Rundschau · 1938-11-04 · Heft 88 (4.11.1938) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 88 (4.11.1938)
Date
1938-11-04
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 88, 4 XI. 1938 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 5 Was Briefmarken erzählen ״... Anbei schicke ich ein paar Briefmarken. Da sind zuerst «in paar Marken ans dem Libanon, dem nördlichen Nachbarstaat Palästinas. Die beiden Markenserien vom Libanon zeigen einen interessanten Unterschied. Die alte Serie hat noch französische Unterschriften, die neue mit dem Kopf des Staatspräsidenten weist nur noch arahische Schrift auf. Das deutet aut den Fortschritt in dem Bestreben nach voller Selbständigkeit hin. Auf der 1-Piaster-Marke befindet sich das Bild von Saida (Sidon, wie es im Altertum hieß), vom Meer her gesehen. Tyr und Saida sind die beiden Nachbarstädte Palästinas auf dem Wege nach Beirut. Die Könige von Tyr und Saida kamen im Jahre 4L 11. Chr. auf Einladung des jüdischen Königs li e r o d c s A g r 1 p p a mit Hl״־' mm anderen Fürsten des Vorderen Orients zu einer Fürstenkonferenz nach Cäsarea -— zwischen Tel Awiw und Haita —, der damaligen Residenzstadt. Herodes Agrippa war ein fähiger Kopf. Staatsrechtlich war er nicht viel mehr als der libane- SBche Präsident auf der Briefmarke, also der Leiter eines halb im Abhängigkeit befindlichen Staates. Aber er war ein Diplomat, der über die Grenzen seines Landes herauszublicken verstand. In Rom regierte als Cäsar sein Freund Claudius, der alle Hände voll mit seinem Feldzug gegen die Briten zu tun hatte. Diesen Augenblick hatte Herodes für die Fürstenkonfereuz gewählt. Im Bunde mit den Nachbar- Staaten wollte er die römische Oberhoheit im Orient abschütteln. Er starb aber mitten in den Verhandlungen. Die nächste Marke ist aus C y p e r n, jetzt bekanntlich englische Kronkolonie mit 1/3 türkischer und % griechischer Bevölkerung. Wenn der griechische König in Athen Geburtstag hat, flaggen die Griechen, und wenn Kemal Atatürk Geburtstag hat, die Türken. Beiden Bevölkerungsgruppen kommt die Touristik aus Palästina zugute. Das Amphitheater von Paphos ist auf der Marke zu sehen. Wenn man sie genau betrachtet, kann man die vordere Ehrenreihe sehen, und i!n Hintergrund entdeckt man den Hafen. Man sieht, wie schön man an Hand von Briefmarken Kenntnisse aus Historie und Religionsgeschichte auffrischen kann. In der gleichen Weise betrachte man auch unsere palästinensischen Marken. Da hast du die 2-Mil-Marke mit dem Grabmal der Rachel, Man kann dabei einen uralten Ausschnitt aus der biblischen Geschichte repetieren. Er fängt mit Abraham an. Sein Sohn Isaak heiratete — mit 40 Jahren, sagt die Bibel — die Schwester des Laban, Rebekka. Die Kinder Isaaks und Rebekkas sind Jakob und Esau, die Kinder Labans Lea und Rachel. Und Isaak rief Jakob und gebot ihm: ״Ziehe nach Mesopotamien utid hole dir von dort ein Weib, eine der Töchter Labans.“ Unser Stammvater Jakob zog in das Gebiet, über das heute der junge Sohn Faisals herrscht, der sieh Ghazi nennt. In der Steppe erblickte er «inen Brunnen, an dem drei Herden lagerten, wo sie getränkt wurden, wie Kamele im Irak noch heute getränkt werden. Dort traf er Rachel, die schön von Gestalt und Antlitz war. Sie wurde an der Straße nach Bethlehem später begraben. Jakob errichtete einen Malstein auf ihrem Grabe, der noch heute vorhanden ist; so erzählt das 1, Buch Moses, Kap. 35, Vers 20, was auf der Briefmarke eigentlich erwähnt sein müßte. Das Grab ist heute jüdischer Besitz. Sonst' ist es am 11. Marcheschwan, dem Todestag der Rachel, stets das Ziel frommer Besucher. In diesem Jahr war die Prozession verboten. Die Behörde konnte die Sicherheit der Pilger auf der Landstraße nicht mehr garantieren. Die übrigen palästinensischen Briefmarken zeigen den sogenannten David sturm. Natürlich stammt er nicht aus der Zeit des alten Königs, obwohl es stimmen mag, daß auf diesem höchsten Platz von Alt-Jerusalem Davids Feste stand, Det Turm ist vielmehr ein Teil der Befestigungsanlagen des Briefmarken Fritz Lewin lützowstr.914 Königs Herodes und hat ebenso wie die Klagemaucr den Sturmangriff der römischen Legionen mitcriebi. Zur Zeit ist Ln der Zitadelle englisches Militär untergebracht. Als ich das letzte Mal während der Unruhen drüben war, wart ich einen Blick über die Zugbrücke in das tiefe schwarz-gälincnde Tor. Schotten hielten darin Wache. Im Stahlhelm, mit Stahl- Schilden (gegen Steine), Schottenröckchen und Kniestrümpfen, sahen sie fast wie römische Legionäre aus. Es fehlte nur der Brustpanzer....“ Dr. E. Badrian Dr. Max Der! gestorben. Max Deri ist tot. Nicht mehr entströmt seinen Lippen Prosa in poetischer Form. Sein umfangreiches Wissen, seine starke Lehrbegabting, seine glanzvolle Satzgestaltung sind uns nur noch in seinen Werken zugänglich. Plötzlich ist er, ohne vorherige Krankheit, am 2. September in Los Angeles, wo seine Gattin ihm aufopfernd schon vor seiner Uebersicdlung ein Heim aufbaute, dahingegangen. Er hoffte, auch in den USA., Anhänger und Freunde zu finden. Seit drei Jahren bereitete er sich auf die altgewohnte Tätigkeit als Redner und Lehrer vor. Die englische Sprache beherrschte er bereits in vollendeter Form. Kaum hat er das sechste Lebensjahrzehnt überschritten. Vom Großvater, der Oberrabbiner in Budapest war, vom Vater, der dort als Strafverteidiger wirkte, ererbte er das scharfe Denken und die glänzende Redekunst. Bis zum dreißigsten Lebensjahr konnte er, der in Wien aufgewachsen war, sich in vielen Ländern dem Studium der Kunst und ihrer Denkmale widmen. Daneben trieb ihn seine Neigung zur Naturphilosophie. So fand er die Synthese zwischen Kunst und Philosophie. In seinen Vorträgen sprach immer der Kunsthistoriker und der Philosoph gemeinsam zu uns. Heinrich Joseph. Jüdische Antiquitäten in London Vor einigen Tagen wurde in einem der hiesigen Hotels zum fünften Male die alljährliche Ausstellung der Londoner Antiquitätenhändler ״The Antique Dealers' fair and Exhibition“ eröffnet. Bei der Auswahl und Gruppierung der Gegenstände hat man in erster Linie Wert gelegt auf solche von englisch er Hand, und wie sie in englischen Haushalten benutzt wurden und werden. Aber es finden sich auch.Meißcncr und Dresdener Porzellane, chinesisches Jade und japanische Seidenmalcreien — hauchzart und bezaubernd in Form• und Farben —, holländische Gemälde und Kupferkannen; französische Sclimipftabaksuo en, spanische Schränke und Truhen mit reichen Intarsien. Für uns von speziellem Interesse sind Gegenstände aus jüdischem Besitz. Die Firma Ralph Hyman stellt einen Silberpokal mit Deckel aus, der früher Hannah Rothschild, der ersten Gräfin Rosebery, gebürte. Der Becher trägt außer einer hebräischen Inschrift den Namen J. Jacobs, des ersten englischen Partners der Rothschilds, nachdem diese aus Frankfurt nach England übergesiedelt waren. Der Becher wurde irn Jahre 1798 in Edinburgh a!)gefertigt. — An einem anderen Stand finden sich ein paar seltene, auf massiver dreieckiger Basis ruhende Leuchter aus Spanien, eine jüdische Arbeit aus dem Jahre 1740, deren Fuß zwei hebräische Buchstaben trägt, sonst aber spanischen Text. Unter zahlreichen Zinngeraten — au {gestellt auf dunkeleichenen Ständern — sieht man eine Sederschüssel holländischer Herkunft, von 1060. Die hebräischen Worte auf dem Rande sind unleserlich geworden, deutlich sichtbar ist jedoch ein Blumenmotiv auf dem eigentlichen Teiler: zwei Kornblumen, umschlungen von einem schmalen Band. Auf der Rückseite befindet sicli ein Stempel, Justitia mit der symbolischen Waage darstellend. Nennenswert sind ferner drei Teller, ebenfalls aus Holland, deren Entstehung: zeit auf 1780—1890 geschätzt wird. Der Tellcrbodcn ist glatt; nur auf dem Rand ist eine Krone graviert, darunter Einzelbild!- Max Weissler Berlin W,a״KI8l8tstr. 12 staben, zuweilen ein Resch oder ein Jod. Die Form ist die eines Desserttellers. Ich sah auch ein seltenes Buch jüdischen Inhalts: eine französische Nachdichtung der Klagelieder Jeremias’ von M. üesmarais, in vier Gesängen, gebunden in zeitgenössisches rotes Maroquin, mit ö Stichen, erschienen in Paris 1771. In jeder Ecke der Deckel befinden sich goldgeprägte Blumen- Ornamente im Stil der damaligen Zeit, also hauptsächlich die Lilie verwendend. L>er prachtvoll erhaltene Band war einst im Besitze von Papst Clemens XIV. Ilse Cohnen (London) Kunst und Wissenschaft in Holland Von unserem Berichterstatter R. L. Den Haag, 1. November Das ״Instituut voor Joodsche Ontwikkeling“ der Niederländisch-israelitischen Gemeinde Rotterdam begann die Wintersaison mit einem Gcmeindeabend, an dem Oherrabb.tiei A. B. N. Davids über Don Isaac Abarbarnel sprach und Harry van Oss und Felix de Nobel jüdische Lieder zu Gehör brachten. — Das Programm des Instituts ist sehr reichhaltig und sieht Einzelvorträge sowie Kurse auf verschicdenen Gebieten des jüdischen kulturellen Lebens vor. Im Rahmen des vierten Kongresses des ״Nederlandsch Comite voor Geschiedkundige Wetenschappen“, der die holländischen Historiker vereinigte, sprach Dr. B. Raptschinsky über ״Die Juden in Rußland“. Er legte in großen Zügen die Zusammenhänge zwischen der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung des russischen Reimes durch die Jahrhunderte und der Einstellung der russischen Regierungen gegenüber den russischen Juden dar. Der Bildhauer Fritz J. Kormis stellt bei Van Lier in Amsterdam aus. Während er in seiner letzten Ausstellung vor allem große Plastiken zeigte, besteht diese Ausstellung aus kleinen Skulpturen und zahlreichen Porträts. Seine Arbeiten zeigen eine scharfe Beobachtungsgabe und ausgeprägtes Formgefühl. — Im Kunstsaal von Hamdorff in Laren wurde in Gegenwart von Behörden und Vertretern der Kunstweit aus Anlaß des siebzigsten Geburtstages des aus Amerika stammenden Malers W. H. Singer eine Ausstellung eröffnet. Die Reihe der Redner wurde eröffnet von David Sch ul man. Die Eröffnungsansprache hielt der Bürgermeister von Laren, jhr. H. L. M. van Nispen tot Sevenaar. Auch in der Herbstausstellung von ״Pulchri Studio“ im Haag sind einige Gemälde Singers ausgestellt. Oskar Levertin J6dlske Innslag 1 Oscar Levertlns dlktnirg (Jüdischer Einschlag in Oscar Levertins Dichtung) von Oskar Mendelsoiin. — Oslo, Det Mallingske Boktrykkeri 193S. Wenn man zu Juden aus Deutschland von jüdischem Einfluß auf das nordische Geistesleben spricht, ersteht vor ihnen sofort das Bild Georg Bpandes’. Ucber ihn und alle Seiten seines Wirkens gibt es eine Riesenliteratur. Weniger bekannt ist die größte jüdische Gestalt des sclnvedischeii Geisteslebens, von Brandes \ielfa!׳h abhängig, die Gestalt Oskar Levcrtins. Um so verdienstvoller ist die liebevolle Bemühung Oskar Mendeisohns tim diesen ^B;1I1!1dariilwiiif UnkIaTetn,4'daß seiner"Arbeit '01111״her da.""Liter״- historische hiaausgehendes Imc.c-se /!!kommt. Um so anerkennenswerter ist die Umsicht und׳ Vorsicht, mit der er Verallgemeinerungen vermeidet, sei es, daß es sich um literar'schc oder psychologische Schluß o!genmgcn handelt. Messias, Ahasver sind Namen und Hcsrüfe, die Levertin nie ganz losgelassen haben. Liebes-, 'Erlös״״gs-, Todes:,ehusticht werden immer wieder von neuem gestaltet. Ein Entwurf für einen Jiukrr!man liegt vor, von dem man bedauern muß, daß er nicht zum Werk gedieh, den unser Autor aber mit Recht reich au'-gochöpL und ausgedcutet hat. Auch die Gestalt Shviocks ist von Levertin behandelt worden. Bei Vergleichen dieser Art zeigt Mendelsohn eine besonders starke und gute Einfühlungs- und Reohaditungsgäbe. ״Kalonymos“, eine der Rokoko-Novellen des Dichters, ist ein Hohes Lied der Nächstenliebe, ln ״Ku!1g Salomo och Morolf״, dem jüdischsten, was Levertin schrieb, bekennt er sich stolz zum jüdischen Stamm, u!1d spricht;eich sonst: ״Ich dank dir, Leben, daß du mich gebarst In einem Stamm, von dem der Schmerz nicht scheidet.“ Der große Dichter war ein schwedischer Patriot. Den Zionismus hat dieser Künder der!re-man schen Sehnsucht des Judentums nie kenncngelernt. — Er betet demütig: ״Erhöre mich, daß, wenn die Lippe erkaltet, lm Tempel man meiner gedenke!“ Für dieses Gedenken hat der stammverwandte Autor unseres Buches ein gutes und werlvolles Stück Arbeit getan. Rabb. J. Samuel, Oslo Der aus Essen stammende Graphiker und Bühnenbildner Fred (Fritz) Lewy erhielt hei einem Wettbewerb, den das Symphonie-Orchester in Cincinnati (1SA.) zur 1:1 ,amyung■ Soll unsere Jugend photographieren? Das Bild ist heute fast noch wichtiger als das geschriehene und gedruckte Wort. Was wüßten wir von Palästina, von dem Lehen unserer Auswanderer dort und in Uehersee, wenn nicht Bilder uns anschaulich machten, was Worte doch immer nur unvollkommen beschwören können? Wieviel eher würden Erinnerungen verblassen, die die Hinausgegangenen von ihrem alten Lehenskreise mitnehmen, wenn nicht Photos die Bilder aufbewahrten, in denen jüdisches liehen hier sich darslclllef Gerade für ein zerstreut lebendes Volk hat die Photographie eine besondere Bedeutung, verbindet sie doch die getrennten Teile za einem Ganzen, da sic dos Entfernte bildlich vorstc'lbar macht. Wir glauben deshalb, daß der nachstehende Aufsatz, der mehr dem Technischen gilt, einem lebhaften Interesse bei unseren Lesern begegnen wird. (Red.) Da wird, nachdem die anfänglich unvermeidlichen׳ Mißerfolge überwunden sind, zunächst gewissenhaft der Aufnahmegegenstand ausgcwälilt und bestimmt, welcher Ausschnitt aufs Bild kommen soll. Die richtige Ein- Stellung — bei Vorgerückteren schon unter Berücksiciitigung der sog. Tiefenschärfe —, Abblendung und Verschlußcinstcllung wird vorgeiiommcn, vorher noch der Beliclifuugsnicsser oder die Tabelle um Rat gefragt, und dann erst erfolgt die Aufnahme. Das Bestreben geht dahin, nicht 1110gliehst viele, sondern gute Aufnahmen herzustellen, und dadurch wird der Materialverschwendung in wirksamster Weise vorgebeugt. So entstehen durchdachte, schöne, nicht selten sogar künstlerisch wertvolle Aufnahmen, denen gegenüber die seitenen Zufallstreffer der ״Auch“photographen einen recht bescheidcnen Eindruck machen. Es ist gar nicht schwer und erfordert nur ein wenig Verständnis, unsere lugend in dieser Weise zum Photographieren anzuleiten. Der Wunsch nach dem Besitz einer Kamera ist unter unserer Heranwachsenden Jugend verbreiteter, als man allgemein glaubt. Nötig Ist nur, daß sie auch lernt, einen richtigen Gebrauch von ihr zu machen. Es geht hierbei um mehr als um die Kunst, gute und wirkungsvolle Bilder herzusteiien. Die Photographie ist nämlich, richtig angefaßt, ein ganz hervorragendes, dabei aber trotzdem stets unterhaltendes Erziehungsmittel. Alles, was sie verlangt, Schulung des Auges, Ueberdenken der Aufnahmeverhältnissc, Ruhe und Genauigkeit bei der Aufnahme selbst sind Eigenschäften, die für die Charakterbildung von höchstem Wert sind. Noch gesteigert wird dieser günstige Einfluß, wenn man die — für Jungen höchst empfehlenswerte — Beschäftigrnig mit dem Entwickeln der Negative in den Kreis der Betrachtung zieht. Hier werden naiiilirn ganz besondere^ An- und Ordnungsliebe gestellt. die allere in Frage — den Wunsch zeigt, das Plioiog.-apfuercn ermöglichen. Mit dem Geschenk des Apparates lasse man es aber nicht genug sein, man beobachte auch, wie der MEYER & ENGEL BERLIN, BEHHENSTRASSE 2-* Apparat verwendet wird. Ein unvernünftiger Gebrauch ist, wie ich zur Genüge ausgeführt habe, nur schädlich. Richtiges Arbeiten erlernt sich aber leicht an Hand eines guten Lehrbuchs, Einige kurze Bemerkungen über die Wahl der Kamera. Es braucht gar kein teurer Apparat zu sein, im Gegenteil, es soll sogar kein teurer Apparat sein. Nichts ist verkehrter, als einem Anfänger eine kostspielige Kamera zu geben, am Ende gar eine Kleinbildkamera, die in seinen! Besitz ja doch nur ein Renommierstück wäre. Genau so falsch ist es allerdings auch, einen minderwertigen Apparat zu erwerben. Das günstigste Format dürfte 6x9 oder 6x6 sein. Für Jungen, die besondere Neigung zum exakten Arbeiten haben und die auch die Dunkelkammertechnik erlernen möchten, sollte man an Stelle der im allgemeinen beliebteren Rollfilmkarnera einen Plattenapparat anschaffen. Herbert Baer 25*frühem Au* der ״JÜDISCHEN RUNDSCHAU" v. 6.11.1913: Die neue Eisenbahnlinie Haifa—Akho, die sich seit Ende 1911 im Bau befindet, ist soeben dem Verkehr übergeben worden. Durch die Eröffnung der neuen Strecke ist die ivirlschaftlliche Bedeutung Haifas wieder erheblich gestiegen. Ostrowo. Ende des vorigen Monats hielt im hiesigen Literaturverein Herr Referendar M a r cus aus Br eslau einen Vortrag mit Lichtbildern über einen Teil seiner Palästinareise,

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