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Jüdische Rundschau · 1938-10-21 · Heft 84 (21.10.1938) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 84 (21.10.1938)
Date
1938-10-21
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr 84, 21. X. 1938 JDD1SCHE RUNDSCHAU Seite 11 Das Versicherungswesen in Palästina gereiche! r freiwilligen Unterordnung unter die Kontrolle eigedem jüdischen Wirtschaftssektor zum Nutzen Von David Schwarz, Jerusalem Sicherung in ׳orgeschlagen Die - erste palästinensische Versicherungsgrütidung der Nachkriegszeit erfolgte Ende 1919, nämlich die Hakiaith Cattle Insurance Co-operative Society. Es ist nicht ohne Reiz, festzustellen, daß damit auf dem Gebiete der Vieh- Versicherung eine alte Tradition wieder aufgenonunen wurde: als erstes Beisp c. einer Vichvcrsichcrung erwähnt nämlieh die yersicherungsgeschichte, daß im alten Palästina eine gegenseitige Hilfe der Eselstreiber beim Verlust von Tieren durch Sturz oder Raub üblich war. Im allgemeinen wurde jedoch das Versichmmgsgescliäft im Lande von ausländischen Gesellschaften betrieben, wie in der Zeit vor 1914, mit dem Unterschied, daß die palästinensischen. Vertreter den Subdirektionen der Gesellschaften in Aegypten statt den Agenturen in Beirut unterstellt waren. Es setzten zwar schon Anfang der zwanziger Jahre Be- Strebungen ein, das jüdische Versichcrungsgcschäft stärker zu konzentrieren. So wurden die Versicherungen der nationalen Institutionen bei der Versicherungsabteilung eines ihnen nahestehenden Tourisüku1uer,!eh1ne1!s zentralisiert. 1921 wird als erste jüdische Versicheningsge. e'lschaft die ״Hassneh“ Insurance Co. ol Palestine Ltd. gegründet, die heute unter den Auspizien der Histadruth steht; sie führte jedoch in der ^ersten Zeit ihres Bestehens die Geschäfte nicht auf "echnung, sondern als Vertreterin ausländischer Gesellirklich palästinensische Lebensversichcsett! rungspolice wurde am 8. Juni 1925 durch The Judea lnsurance Co. Ltd. ausgestellt. Infolge der sehr lockeren gesetzlichen Bestimmungen wuchs die Zahl der im Lande vertretenen Gesellschaften stark. Rund 80 Gesellschaften werben 11m das Versicherungsgeschäft. Die Zulassung zum Versicherungsgeschäft regelt sich nach Sections 100 & 101 des Companies Act von 1929 und nach der der Companies (Insurance Companies Deposits) Order von 1929. Danach werden die Versicherungen in fünf Kategorien eingcteilt (Leben und Unfall; Eigentums- Verlust; Seeversicherung; Haftpflicht der Arbeitgeber; übrige Versicherungen1. Hir jede Art Versicherungen, die eine Ge- Seilschaft betreiben will, hat sie CP 1000 zu deponieren. Außerdem hat jede Gesellschaft jährlich eine Aufstellung gewisser Aktiven und Verpflichtungen gemäß Schedule V des Companies Act abzugeben, von der jedoch leider gesagt werden muß, daß sie keinerlei auch nur annähernd ausreicliendes Bild über die Lage einer Gesellschaft geben kann. Diese Regelung ist offensichtlich der in Großbritannien geltenden schematisch nachgebildet, obwohl die Verhältnisse hier grtindverschieden sind. (Aehnlich wurden 1937 bei der Banking Ordinance angelsächsische Vorstellungen auf ein ganz anders geartetes Bankwesen übertragen, so daß als Resultat ein Rückschritt entstand.) Neben die erwähnten beiden nationalen Gesellschaften und die ausländischen Vertretungen traten ab 1932 weitere jüdische Gründungen. Die Palestine General Insurance Co. Ltd. wurde 1932 gegründet; für die Elementarversicherung gliederte sie sich eine Tochtergesellschaft Palestine Lloyd Insurance Co. Ltd. an. 1934 wurde die ״Migdal“ Insurance Co. Ltd. gegründet, 1935 die ״Zion“ The Palestine National Insurance Co» Ltd. Die jüngste Gesellschaft ist ״Netzah“ Chewrah lebiduach schel hakooperazia ha-arzisraelith Ltd., die ihre Tätigkeit 1937 aüfgenomnien hat. Zwei der Gesellschäften betreiben nur das Lebensversicherungsgeschiift (Judea und Netzah), die übrigen sämtliche kuranten Versicherungsarten. Eine Gesellschaft (Palestine General Insurance mit Palestine Lloyd) arbeitet auch selbst im Ausland, eine zweite durch eine Tochtergesellschaft (Judea durch The Eastern Life Insurance Co. of New York), während eine weitere Gesell- Schaft (Migdal) an ausländischen Geschäften durch Uebernähme von Rückversicherungen interessiert ist. Selbstverständlich geben die palästinensischen Gesellschaften einen Teil ihrer Verpflichtungen an Rückversicherer (in der Schweiz und in England) weiter. Die beigefügte Tabelle gibt einen Ueberblick über die Aktiven und Passiven der palästinensischen Gesellschaften auf Grund der letztveröffentlichten Bilanzen. Da die Ersteilung der Bilanzen in Einzelheiten voneinander abweicht, müssen Vergleiche mit Vorsicht gemacht werden. Das Gesamtbild ist typisch für eine Gruppe noch junger Gesellschäften mit einem 1m Verhältnis zu der Bilanzsumme meist hoch erscheinenden Aktienkapital und einem verhältnismäßig bescheidenen Betrag der angesammelten Deckungsreserven, der eben eine Folge des Umstandes ist, daß die Policen erst eine kurze Laufzeit haben. Tatsächlich haben sie sich trotz schwerer Konkurrenz schon einen respektablen Anteil im Versicherungsgeschäft des Landes erobert. Von einem auf 3V2 bis 6 Millionen Pfund zu schätzenden Lcbensversicherungsbestand entfallen auf sie über 2 Millionen Pfund, während der Anteil am schwer übersehbaren Sacliversicherimgsgeschüft auf 20—25 ».« der Prämiensumme geschätzt wird. Die Tätigkeit der ausländischen Gesellschaft e n im Land erstreckt sich in zwei Richtungen. In erster Linie wollen sie natürlich Versicherungen abschließen. Au- Sesichts der großen Zahl von Gesellschaften und durch den instand, daß in der Zeit der wirtschaftlichen Depression sich Arbeitslose aus dem Mittelstand der Vermittlung von Versicherungen zuwenden, nimmt die Konkurrenz unter den Vermittlern scharfe Formen an. Gesellschaften, die mit ihren Vertretungen im Lande nicht genügend engen Kontakt haben, werden von den Mißständen kaum etwas erfahren, außer im Lehensgeschäft, in dem das Forcieren von Abschlüssen später zu großem Storno (Annullierung von Verträgen) führt. Wallrend aber einen Teil der Gesellschaften Palästina nur zum Abschluß von Policen interessiert, haben andere, insbesondere einige führende englische, auch erhebliche Beträge im Land investiert, hauptsächlich in Hypotheken. Taufik Suwaidi der irakische Außenminister, der zur Besprechung der Palästina-Frage in London vor kurzem weilte. Die ausländischen Gesellschaften haben es in der Hand, dem Land einen zusätzlichen Dienst zu erweisen, indem sie die voraussichtlichen Prämienüberschüsse kommender Jahre jetzt schon anlegen, wozu, für sie auch durch die hoben hier üblichen Zinssätze auch privatwirtschaftlich ein Anreiz besteht. Die Versicherer werden jedenfalls immer mehr die Wahl einer ausländischen Gesellschaft davon abhängig machen, daß das Dcckmigskapital im Land bleibt. Auch in der Sachversicherung werden sic sich nicht nur von der Prämienhöhe beeinflussen lassen, sondern auch von der allgemeinen Haltung der Gesellschaften. Zu cinri ״Operation der hier arbeitenden Gesellschäften ist es erst in einem bescheidenen Maße gekommen. Für einzelne Gebiete (Feuer, Unfall) bestehen Syndikate, aber ihre Konventionen werden in der Praxis wegen der großen Konkurrenz nicht genügend eingehalten. Zur Beseitigung der übergroßen Konkurrenz hat vor einem Jahr Mr. Horwill, der damalige Government Examina ot Banks, eine Begrenzung der Zahl der Gesellschaften vorgeschlagen. Seine Kritik am hiesigen Versicherungswesen war allerdings nicht in jeder Hinsicht berechtigt. Insbesondere wurde nicht deutlich, daß 111 erster Linie die Verhältnisse einiger Veisicherungskooperativen, die nur eine unbedeutende Rolle spielen, beanstandet wurde. Daß bei der Anlagepolitik einzelne Fehler vorkamen, ist nicht überraschend; diese sind aber gerade bei jungen Gesellschaften leicht zu korrigieren. Im Anschluß hieran sei auch erwähnt, daß das Economic Institute der Jewish Agency eine Investigation der Verhältnisse vomahm. Es sind Bestrebungen im Gange, unter seine!! Auspizien ein freiwilliges Aufsichtsamt für die lokalen Gesellschaften zu schaffen, das die Geschäftsführung nach Art der Versicherungsämter am europäischen Kontincn überwachen würde. Es ist zu wünschen, daß sich sämtliche lokalen Gesellschaften damit einverstanden erklären. Eint derartige Lösung hätte vor einer gesetzlichen Regien!cntierung den Vorteil, daß sie in höherem Maße die bered!- tigten Ansprüche des jüdischen Nationalheims berücksichtigen kann. Man kann sagen, daß auch aut anderen Gebieten die Angesichts der Kleinheit der für di trage kommenden Bevölkerung ist auch s« worden, sämtliche lokalen Gesellschaften > Zugunsten dieser Idee läßt sich anführen, daß nur auf diese Weise in absehbarer Zeit die Versicherung zu einem lnstrument wirklich beachtliche! Kapitalakkumulation werden könne. Auch würde dadurch die bei einzelnen Gesellschaften jetzt bestellende Tendenz gemildert, die Kapitalien in einem zu eng begrenzten, mit den Versicherungsnehmern Wirtschaftlicl! eng verbundenen Kreis anzulegen. Doch scheint dies noch ein Problem auf längere Sicht zu sein. Für dringender halten wir, daß hei allen Gesellschaften die Re- Server! der ,Sach- und diejenigen der Lebensversicherung in juristisch und sachlich getrennter Form verwaltet werden. Die Hauptaufgabe des Aufsichtsamts hätte darin zu bestehen, durch seine Existenz und seine Tätigkeit in allen Kreisen die Ueberzeugung zu schaffen, daß die Sicherheit der Versicherung bei einer lokalen jüdischen Gesellschaft nicht hinter derjenigen einer ausländischen Gesellschaft zurückstelit. Es ist deshalb notwendig, daß seine Unabhängigkeit in jeder Hinsicht van vornherein gesichert ist. Wenn der bisher von den jüdische n Gesellschaften erreichte Geschäftsmnfang noch relativ klein ist, so steh.cn ihnen dagegen für die Zukunft noch reichlich Expan- י i o n s m ö g I i c h k e i t e n offen. Dabei wird ihnen zustatten kommen, daß sie für einige Zeit noch mit erheblich höheren Zinsen als die angelsächsischen Länder oder Europa rechnen könne״. Wahrend sich dies bei der langfristigen Lebensversicherung nicht auf die Tarife, sondern nur auf die Gcwiniivergiitung an die Versicherten auswirken darf, entstehen daraus Anreize, Geschäfte mit Einmalprämie und nicht iomlers zu pflegen. Rentenvi ich 1 re he: ening 1 dal! lese Kategorien von' Ve n Standpunkt den Vortci 1 beschleunigen. Dann 5i! 1 alter »solch ׳: Teuerrisiko steht ein י Bilanzen der palästinensischen Versicherungsgesellschaften per 31. Dezember 1937: Aktiven: Häsin eh Migdal5) Pal. General Palest. Lloyd 18009 113998 26 925 39775 47 803 20450 Policendariehen 21 380 59 214 2 514 3 539 111 iassa, Banken Wechsel 31 256 33 048 19 075 6 947 3 582 9 208 Debitoren 16 039 22 516 8117 14 601 (י958 29 614 3 Inventar 1 0% 474 546 800 leiclincr übermf einem fig gegen Total 110172 230 345 77 361 65 688 83 939 45 599 Total 266960 86 758 '103 116 94 845 3 273 18 704 39 448 613 104 Passiven: Einbezahltes Aktienkapital Reserven Gewinnsaldo Deck״ Elementar ngskapltal Depots der Rückversich. Kreditoren Hassneli 5 444«) 3 617 2119 4 457 71 199 11 828 11 508 91324 5 711 18 362 108 653 2 746 3 549 Migdal5) 25 000 1000 300 17 935 17 995 7 436 7 695 Pal. General 30 998 997 410 1060 21 363 J) 10 860 Palest. Lloyd 50 noo1־) — *) 12 475 1 455!) ״ 009 20 Z.W) 30 707 H 2 640 7 451 1844 ״ 871 2 Total 233 473 11 325 21 277 38 567 228 116 23854 56 492 ') Nicht gesondert ausgewic per (־ .sen: 30.6.37. 3) per 30. 4. 38. «) 1938 auf .CP 10 000 e ■rhöht. 5)!038 auf CP 62 500 erhöht. 6) Verlustsaldo LP 19 359. ׳) i inkl. Vcrlusi saldo.. Die Juden in den Orientländern Sctiertok gagan arabische Drohungen [ Friede! WoHstein | a b i h edrollt \v Forderungen ertok, I : der Jew In Beantwortung eines Telegramme: Az in eh. Präsidenten des ״Palestine Arab mittec“ in Damaskus, an die Jewish Agency, den angrenzenden Ländern ansässigen Juden den, falls die Zionisten nicht den arabischen Palästina zustimmen, telegraphierte Mosche! ter des Politischen Departements der Exekutiv Agency in Jerusalem, an Nabih wie folgt: ״Der Zionismus wird sich nicht durch Drohungen um' Morde absclirecken lassen. Die Haltung der Juden in Palä stina während der Angriffe in den letzte!! drei Jahren i«; ein beredtes Zeugnis dieser Entschlossenheit. Sollten die Araber in den Nachbarländern jemals zu der Methode greifen, Juden zu töten, so würden sie die Realisierung des /io nismus nicht verhindern, sondern sich nur selbst mit Schande bedecken, genau so wie der Mord von Frauen und Kindern in Tiberlas als״ ein Flecken in der Geschichte der arabischen Bewegung in Palästina stehenbleiben wird. Wir sehen die Möglichkeit einer vollen und fruchtbaren Zusammenarbeit in Palästina, die Juden, Araber und die Nachbarländer umfaßt, und jedem zugute kommen wird. Jedoch ist hierzu die Anerkennung ׳der f 11!!da mentalen R e c h t e des j ü d i g c h e n Volkes in Palästina eine wesentliche Vorbedingung, deren den Arabern nur zum Wohie gereichen kann, kehr des jüdischen Volkes in sein Heimatland einer historischen Notwendigkeit diktiert, und keine Gefallren oder Drohungen können das jüdische Volk von seinem Pfade ablenken oder seinen Drang nach Freiheit unterdrücken.“ als habe ihr Tod t Auge entzog war, bleibt t Unsere 1 treue Anbau Mens in Jerusalem. Berlin einst wenigen ist, die sich nie- Ile Verschhmlaren Spiegel Friulel Woll- .־i aller Zartnah e wegurig er in, die insatz de! Realisierung Die Rück- Arhei .. _ ... Mensch. Sie hat ihre Sein früher Abschluß Arabischer Frauenkongreß in Kairo Tn Kairo wurde ein arabischer Pro-Palästina- F rauen kon gre ß eröffnet. Die Organisatorin, Frau Schaarawi, fordert die Juden auf, die zionistische Forderung im Interesse des Friedens aufzugeben. Der Kongreß wandte sich in seinen Entschließungen fegen die Balfour-Deklaration und forderte die chaffung einer nationalen Regierung und eines nationalen Parlamentes in Palästina. Die Entschließung soll von einer Delegation des Frauenkongresses in London überreicht werden. _ Dr. Liese! Strauß: Die Einwanderung nach Palästina seil dem Weltkriege. Gent 1938. Die Verfasserin gibt in dieser Arbeit einen Ueberblick über die rechtlichen Grundlagen der Einwanderung und behandelt ausführlich die Einwanderungsbewegung. Sie setzt skh mit den Einwendungen gegen Palästinamandat und Balfour-Deklaration auseinander Neben einer Darstellung der Entwicklung der Gesamtein- Wanderung enthält die Schrift eine Analyse der Einwanderung nach Religion, Rasse, Herkunftsländern, Geschlecht, Alter, BerUfsgrUppen und gesetzlichen Kategorien. Die Verfasserin würdigt auch die illegale Einwanderung und den Einfluö der Einwanderung auf die Zusammensetzung der Bevölkerung Palästinas. R. L. verliert iri Priedel Wollslein eine gesich, wo immer cs notwendig war, Arbeit hingab. Den Kernpunkt dieser r Hilfsbereitschaft von Mensch zu Ideen durch ihr Leben verwirklicht, rar in einem höheren Sinne Erfüllung. E. M. In nächster Zeit wird auf dem Universität ei.!1 Muse u m für jüdische Archäologie errichtet werden. 1 )as Geld für die Errichtung und Ausstattung des Gebäudes stammt aus dem Vermächtnis, das ein südafrikanischer Jude, Morris Kootcher, der Hebräischen Universität hinterlassen hat. Professor Sukenik, der Archäologie an der Universität lehrt, wird der Leiter des Museums sein. Der Plan ist, in Jerusalem ein Zentrum für jüdische Archäologie zu schaffen, in dem sich das gesamte Material im Original oder in Abbildungen befinden soll. Man plant auch die Herausgabe einer Reihe von Veröffentlichungen zur jüdischen Archäologie. Ferner will man die jüdischen Trachten der verschiedenen Perioden in ihren Darstellungen sammeln. Beerdigungen. Es wird Klage darüber geführt, daß die lebhafte Beteiligung der Bevölkerung an der Trauer um die Opfer der Unruhen zu Formlosigkeiten führe, die von denen, die dem Toten nahestanden, schwer empfunden werden. So entsteht auf dem Friedhof oft ein Gedränge um das offene Grab herum, das seinen Grund oft auch in Neugier einiger Teilnehmer an der Beerdigung haben kann. Oft erschwert ein solches Gedränge den Nahestehenden und Familienangehörigen das Herantreten an das Grab. Ebenso führt das Problem der Kopfbedeckung oft zu Würdelosigketten. Viele beteiligen sich ganz spontan an der Beerdigung, der sie vielleicht durch Zufall begegnet sind. Sie haben keine Kopfbedeckung bei sich, und da ihnen diese aut dem Friedhof selbst erforderlich scheint, so bedecket! sie das Haupt mit irgendwelchen ihnen gerade zur Hand kommenden Gegenständen. So gut die Absicht ist, so ist doch der Eindruck störend. (Schluß des Palästinateils)

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