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Jüdische Rundschau · 1938-10-21 · Heft 84 (21.10.1938) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 84 (21.10.1938)
Date
1938-10-21
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Se׳t« סו JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 84, 21. X. 1938 ״Unser Schwanken hat Schuld“ Die ״Sunday Times'* zur Haltung Englands Unter der Ueberschrift ״Palästinas dringende Notwendigkeit — Gesetz und Ordnung müssen wiederhergestellt werden“ veröffentlicht die Londoner ״Sunday Times“ am 16. Oktober einen Aufsatz, dessen Verfasser unter dem Namen Scrutator zeichnet. Der gegenwärtige Stand der Dinge in Palästina, so wird gesagt, ist für aas britische Prestige schädlicher als alles, was sich in diesem Jahrhundert ereignet hat. Der Sieg Allenbvs 1918 war in mancher Beziehung der vollständigste Sieg des Krieges überhaupt; es gab damals nichts, was man durch ihn nicht hätte erreichen können. Der Nahe Osten erwachte aus seiner langen Starrheit, und das Balfour-Versprechen hatte die Mitarbeit des jüdischen Volkes für eine Aufgabe gewonnen, die nicht nur in sich selbst gerecht war, sondern auch eine friedliche Wiedergeburt einer neuen Welt in Asien zeitigen konnte. Daß eine solche Erneuerung nicht ein Traumbild ist, zeigt sich durch das, was in der Türkei möglich gewesen ist. Was die Juden in Palästina trotz künstlicher rfindernisse geleistet haben, wird von allen, die es gesehen haben, begeistert gelobt. Aber e s fehlt die Krönung, die Großbritannien diesem Werke hätte aufsetzen müssen. Wir haben, so sagt Scrutator, in der elementarsten aller Regierungspflichten versagt, der Pflicht, die Ordnung aufrechtzu erhalten. Palästina ist nicht größer als Wales, aber in mehr als der Hälfte des Landes hat die britische Autorität aufgehört zu bestehen. Die Wiederherstellung von Gesetz und Ordnung ist eine Aufgäbe, die vor allen anderen Aufgaben den Vorrang hat, und sie ist ganz unabhängig von irgendwelchen Ansichten, die man über die bestmögliche Befriedung in der Zukunft haben kann. Diese Aufgabe ist gewiß nicht leicht; auch wenn die Zahl der Aufständischen über 4000 nicht wesentlich hinausgeht, so sind die Schwierigkeiten eines Guerillakrieges nicht zu unterschätzen. Der Terror wird nicht eher zu unterdrücken sein und die Stimme der Vernunft nicht eher laut werden, als bis man sich dazu entschließt, das Land bezirksweise systematisch aus zu kämmen. Das Kriegsrecht muß eingeführt werden, um dem Militär die Möglichkeit zu geben, mit den Terroristen fertig zu werden, die durch ihre Kleidung von der übrigen Bevölkerung nicht zu unterscheiden sind, und es würde gut sein, in großer Zahl jüdische F r c willige einzustellen. Die Regierung kann aus dieser Quelle so viele Kräfte Irekommen wie sie braucht, und es ist befremdend, daß die Regierung, abgesehen von der Erlaubnis zur Verteidigung für sie selbst, ihre treuen Anhänger nicht schon bisher stärker herangezogen hat. Der Peel-Bericht hat sich einer Uebertreibung schuldig gemacht, wenn er die Wirren in Palästina als den Zusammenprall zweier unversöhn’icher Nationalismen dargestellt hat. Der wirkliche Zusammenprall in Palästina ist der zwischen dem Mittelalter und dem zwanzigsten Jahrhundert, aber man würde den Arabern unrecht tun, wollte man nicht glauben, daß es unter ihnen eine Mehrheit gibt, die Palästina so liebt, um die Kooperation mit dem einzigen Volke aufzunehmen, das in dem Lande einen starken und selbständiger Existenz fähigen S(aat schaffen kann. Für unser Versagen in Palästina gibt es viele Gründe, aber alle diese Gründe gehen auf dieselbe׳ Quelle zurück, daß wir nämlich von Anfang an n i c 11. t, w i r. k 1J c h gaw u ß t haben, was wir dort wollten. Nicht in de״ Mandatsbesti mmungen für ein nationales Heim, die deutlich einen jüdischen Staat für die Zukunft!V Aussicht nehmen, wohl aber in ihrer Ausführung hat sich immer wieder eine tiefe Zweideutigkeit gezeigt. Wenn Sir Henry MacMahon, der seinerzeitige britische Oberkommandierende in Aegypten, Palästina den Arabern versprochen hat, so hätten wir niemals das Mandat für eine jüdische Heimstätte aiinehmen dürfen. Tatsächlich aber können wir beweisen, daß wir seine Verhandlungen nicht als bindend an erkan n t haben, und wenn es den Arabern gegenüber irgendeine moralische Verpflichtung gab, so haben wir uns ihrer durch die Abtrennung Transjordaniens 1922 und durch das, was wir im Irak getan haben, voll entledigt. In der Palästinaverwaitung haben zwei Gedankengänge immer miteinander um die Vorherrschaft gekämpft; Auf der einen Seite ein Gedankengang, der der Ansicht des A u sw artigen Amtes über die britische Nah-Ost-Politik entsprang, das nach einem Ersatz für die traditionelle Freundschaft mit der alten Türkei suchte und ihn in den Arabern zu finden meinte. Auf der anderen Seite gab es den Gedanken des' Kol q n i a 1 a m t es, der in London stärker als in Palästina selbst behauptet wurde, der Palästina als Selbstzweck ansall und das Mandat wörtlich als ein Instrument für den Aufbau Palästinas durch jüdische Einwanderung auffaßte, unter Wahrung lediglich des arabischen Rechtes, an den verbesserten wirtschaftlichen und politischen Bedingungen teilzunehmen. — Dieser Grundsatz lag auch der Formel zugründe, die die jüdische Einwanderung entsprechend der wirtschaftlichen Aufnahmefähigkeit des Landes einschränkte, aber die Anwendung dieses Grundsatzes machte man abhängig von einer schwankenden Auslegung der politischen Bedingungen in Palästina. Es gab in der Palästina-Vcrwaltung immer eine pro-arabische Gruppe und die Energie, mit der die Juden für Palästina gearbeitet haben, hat eine schwache Regierung zur Parteigängerin der Araber gemacht. In jedem Falle ergeben sich aus der Geschichte des britischen Versagens in Palästina einige wesentliche Bedingungen für die Zukunft. Die erste Bedingung ist, daß wir uns endgültig entscheiden sollen, ob wir zum Mandat halten. Wie stark die Argumente für ein jüdisches Nationalheim in Palästina 1917 gewesen sein mögen, heute sind diese Argumente zehnmal so stark. Wenn man den Zionismus 1917 a!s einen sentimentalen Luxus betrachten konnte, so ist er heute für eine Million Juden die unumgängliche Voraussetzung für ein erträgliches Dasein geworden. Zuin zweiten, wenn wir uns darüber klar geworden sind, was recht und billig ist, müssen wir dazu stehen. Alle Wirren in Palästina sind durch unser Schwanken entstanden. Sollen sie sich nicht wiederholen, so müssen wir uns nach einem neuen P1 u m e r umsehen, der zu herrschen versteht und mit jeder Unfähigkeit und Illoyalität fertig wird, Wo immer er sie antreffen mag. Drittens: die einzig mögliche Teilung Palästinas muß eine Teilung sein, die den Juden das ganze Galiläa gibt, den ganzen Emek JcsreeJ «inschließlich seiner östlichen Brückenköpfe, die Küstenebene bis Aegypten und den Negew iin Süden. Die Araber würden ein vergrößertes Samaria und Transjordanien haben. Wenn das aus irgendwelchen Gründen nicht durchführbar ist, sollte man den Teilungsplan lieber fallen lassen. Aber man dürfe dann auch nicht zu dem alten Zank zurückkehren, welche .Zahl jüdischer Einwanderer?״gelassen werden soll• Wenn die arabischen Interessen durch eine jüdische Ein- Wanderung nicht verletzt werden — und bis jetzt sind sie dabei gut gefahren — kann Palästina nicht genug Juden von der richtigen Sorte haben. Militärgouverneure ernannt Durch Bekanntmachung de» High Commissionen wurden »וזו Mittwoch Militärgouverneure für eine Anzahl von Stadien ernannt. Diese übernehmen den Befehl über sämtliche in ihrem Bereich befindliche Truppen- und P01ir.eiabteilungen. Die Dist iktsknminissare bleiben weiter im Amt, und zwar als Beraier der militärischen Gouverneure. In zivilen Angelegeiilicden sind sie unverändert weiter tätig. Zum Gouverneur von Jerusalem wurde General 0 ' C o n n 0 r ernannt. Eine weitere Verordnung bestimmt, daß die Zahl der Personen, die zum Wafientragen berechtigt sind, erhöht werden kann. Man nimmt an, daß auf Gruna dieser Verordnung weitere jüdische Kontingente herangezogen wer* den sollen. Ferner wird in der Verordnung bekanntgegehen, daß der Besitz von Personen, die sich an vergehen politischer Art beteiligen oder sonst gegen Sicherheits- Bestimmungen verstoßen, beschlagnahmt oder zerstört wer* den kann. Polizei dem Militär unterstem Jerusalem, 18. Oktober. Der Chef der Polizei in Palästina ist mit sofortiger Wirkung dem Oberbefehlshaber der englischen Militärstreitkräfte unterstellt worden. Die Spannung in Jerusalem Den vorliegenden Berichten zufolge begann die Lage in Jeni alexn sich seit dem 14. Oktober zu verschärfen. Im c:1!/cl״en ergibt sich aus den Palcor-Meldungen folgendes 11. Oktober. Ein Jude namens Jehuda Assoun wurde nachmittags in der Altstadt schwer verwundet. l'>. Oktober. Jerusalem war von gestern nacht bis heute mit*.5.״ telephonisch und telegraphisch vollkommen, von der In der " .Ahsladt herrschte heute, dem Jahrestag der Fluch! des Ex-Mufti, eine äußerst gespannte Stirn- Io ()!,tolier. Im jüdischen Viertel der Altstadt wurde tun Morgen eine Bombe geworfen, bet deren Explosion der Hj.ihrige Isaak Odessa Verletzungen erlitt, während e n britischer Polizist!eicht verwundet wurde. De Geschäfte bis bc>1 geschlossen und die Stimmung ist weiter äußerst I - kam zu einer Reihe von Zwischenfällen und Ano tlen auf die Polizei. In der Nähe des Haram es Schu! exploil erte eine Bombe. Die jüdischen Viertel und Yor-Uidte werden streng bewacht und die Tore der Altstadt *wurden mit Ausnahme des Jaffatorcs geschlossen. In der Zitadelle befindet sich eine Wachabteilung. Mehrere Bomben wurd,von den ,Mauern der Altstadt in der Nähe des mosh m sehen Viertels geworfen. Die britische Polizeistation auf dem Wege zum Tempdnlatz wurde beschossen und eine Bombe geworfen, ohne daß Schaden entstand. Am Damaskustor gegenüber dem Regierungsgebäudc kam cs zu weiteren Zw;> benfailen. Die Polizei feue te dort gegen die Araber, die auf ihr Stadtmauer zu sehen waren. Bei der Explosion einer Bombe im jüdischen Viertel der Altstadt wurden ein jttdisciter Knabe und ein britischer Polizist verletzt. Den schlimmsten Zwischenfall stellte die Explosion einer Bombe dar, die im Osten des Felsend (?Th e s exp'odierte. Vier Araber wurden hierbei verbrat. Die Araber behaupten, daß die Bombe von Juden •oder Engländern geworfen wurde, aber nach Lage der Dinge er; :he!nt dies unmöglich. Es ist anzunehmen, daß die Explowon zufällig erfolgte, als Araber eine Bombe bei sich trugen. Weitere Bomben wurden gegen die Zitadelle in der Nähe des jaffatores geworfen, ohne daß Verluste zu beklagen sind. 17. Oktober. Heute abend wurde über ganz Feru- :י a I e m ein Ausgehverbot verhängt, beginnend um 11 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. I >cr 34 jährige jüdische Ingenieur MoscheCarmi wurde ׳"Ls er das Gebäude des neuen Regierungskrankenliauses in der Nahe von Me kor Chain! im Süden von Jerusalem inspiziert«, erschossen. le. Oktober. Die gespannte Stimmung verstärkte sich heule;וו einem solchen Ausmaß, daß das Tagesausgchverbot, das m der Altstadt in Kraft ist, auch über einen Teil der Neustadt verhängt wurde, —־ Eine Gruppe Araber, die such vor dem Jaffa-lor versammelten, wurde von den Trup- In gier Altstadt kam es zu Zusammenstößen zwischen ar,11• selien und englisci'icn Truppen, wobei es VerscD uu: \e111b' Ein Rolizeigebiisulc in der Altstadt brannte >':״ eie Mitti.׳-zeit wurde die Altstadt von 2000 Mann sch 1 יr!11: .׳י zu verhindern. Auf allen öffentlichen Gebäuden und D 11׳,!'1יי wt h י■ uhten mit Maschinengewehren Eine militärische Aktion IQ, Okt;her. Eegli-ehe läuppen sind in die Altstadt eingeruckt. 1 Itigzeugc kreisten über der Stadt und warnten die Bewohner vor dem Verlassen der Hauser. Das christliche, armenische und jüdische Viertel werden ständig abpafrotidiiert. Sämtliche Häuser wurden von britischen Soldaten durchsucht. Auf den Straßen stehen in kurzen Abständen militärische Posten. 40 Araber wurden festgenommen, Bei den Zusammenstößen wurden 9 Araber getötet und eine Anzahl v erwundet,, ein englischer Soldat und ein Polizist wurden verwundet. An die Bevölkerung, die die Häuser nicht ver]assen darf, wurden Nahrungsmittel vom Militär verteilt. Die restlichen Terroristen haben sich auf den Tempelplatz zurückgezogen, der völlig von britischen Truppen umstellt ist. Vom Hebräischen Technikum Ein hoher Prozentsatz der Einwanderungszertifikate, die die Palästinensische Regierung dein Technischen Institut in Haifa zwecks Aufnahme von neuen Studenten für das kommciidc Semester zur Verfügung gestellt hat, konnten für Studenten aus Deutschland ausgenutzt werden. Insgesamt wurden 160 Zer.ifikatc nach Deutschland gesandt. Davon 80 B'r ^tL1״<5,־thn *1er eigentlichem Technischen Hochschule und 80 lur Schüler der »!!gegliederten Gewerbeschule. Von den letzteren werden 40 in die regulären Kurse eintreten, während die restlichen 40 eine besondere Gruppe bilden werden. Diese wird tn einem besonders intensiven Kursus ausgebildet werden, der 42 Monate dauern wird. Das Technikum hat mit Hilfe der Abteilung der Jewish Agency zur Ansiedlun•׳ von Juden aus ÜeutschlanJ einen Fonds von C 180!) für S.ipendien geschaffen, der für die Unter- Stützung und Unterhaltung der hilfsbedürftigen Studenten dienen soll. Der Terror Im Lande Ueber die Terror-Ereignisse der letzten Tage,;Soweit sie sich außerhalb Jerusalems ereigneten, liegen folgende Palcor-Meldungcn vor: Auf ein Auto, in dem jüdische Arbeiter in Haifa zur Arbeit fuhren, wurde eine Bombe geschleudert. Vier Arbeiter wurden verletzt, einer von ihnen, namens Zeew Braichovinsky (29 Jahre alt), gefährlich. Bewaffnete Araber brachen in die Maspere-Tabakfabrik in Jaffa ein und setzten das Gebäude sowie das gesamte Lager in Brand. Der entstandene Schaden wird auf zirka l lSfKOO geschätzt Araber umzingelten eine jüdische Plantage in der Nähe der jüdischen Siedlung Beth Chanan, südlieh von Tel Awiw, und richteten ein heftiges Feuer auf die Arbeiter. Der 26jährige Ephraim J a h u d, ein jemenitischer Arbeiter, und Gabriel Daniel!, ein 24jähriger Ohaffir, wurden getötet, und zwei Ghaffirim wurden leicht verwundet. Ghaffirim und Polizei von Neß Ziona und Recliowoth eilten den belagerter! Arbeitern zu Hilf: und verfolgten die Terroristen, denen sie Verluste zufügten. Einer amtlichen Meldung zufolge wurde in dem Kampf bei Hebron am 11. Oktober ein zweites britisches Flugzeug zur Landung gezwungen. Der Beobachter rettete sich durch einen Fallschirmabsprung, jedoch wird der Pilot vermißt. Die Maschine verbrannte. In dem Kampf wurden den Terroristen erhebliche Verluste zugefügt. Gestern nacht wurden zwei britische Soldaten getötet und zwei schwer verwundet, als ein Militärlastwagen sich in der Nähe von Nablus bei einein Unfall überschlug. Ein arabischer Polizei-Inspektor namens Mustafa Darwisch wurde in der Hauptstraße von Jaffa von einem Araber erschossen. Eine Militärpatrouille stieß westlich von Jerusalem auf arabische Terroristen. Es kam zu einem Kampf, in dem drei Araber getötet und zwei Gewehre erbeutet wurden. 111 der Nähe von Gaza wurden drei Araber getötet und zwei von Truppen gefangengrmmmen, als sie versuchten, die Eiscnbahngeleise zu beschädigen. Nach einem erfolglosen Ucbcrfall auf einen britischen Soldaten wurde über R a in I e ein Ausgehverbot verhängt. Umfangreiche Haussuchungen werden von Truppen durchgeführt, und 300 Araber wurden in ein Militärlager abgeführt. Araber verübten einen Ueberfall auf einen Vorposten im Hule-Konz«ssionsbezirk. Zw-ei jüdi sch Ghaffirim wurden getötet und sechs ver־ wundet. Die Namen der Toten sind Dqv Za gurr, ein 32jähriger Ghaffir aus der Kwuza Rfar GLIadi,.. und Mosche Barucli, ein 28jähriger Ghaffir aus Haifa. Unter den Verwundeten befindet sich ein Ingenieur liova aus Haifa, der gefährliche Verletzungen erlitt. Man nimmt an,, daß die Ghaffirim den Angreifern Verlust« zufügten. ״־.׳•׳ ״. f In A k k o wurde eine große militärische Aktion durchgeführt. Alle Häuser wurden von den Truppen durchsucht. In Jerusalem wurden vier Araber vom Militärgericht wegen Besitzes von Waffen bzw. Teilnahme an einem Kampf mit Truppen zum Tode verurteilt. Der Brunnenbauer Abraham Cohen und sein Mitarbeiter Meier Auerbach wurden bei einem Ueberfall auf einen Autobus im Süden des Landes getötet. Der Mord an Hassan Sidki Dajani Wie aus Jerusalem gemeldet wird, wurde Hassan Sidki Dajani durch ein Gerichtsverfahren der Terroristen zum Tode verurteilt und daraufhin von arabischen Terroristen erschossen. Berichten zufolge brachen während des Begräbnisses von Hassan Sidki Dajani Parteistreitigkeiten unter den Arabern in der Nähe der Omar-Moschee in Jerusalem aus, wo die Anhänger des ehemaligen Mufti von Jerusalem versuchten, Araber am Eintritt in die Moschee zu verhindern. Die arabischen Zeitungen, die von den Terroristen eingeschüchtert sind, veröffentlichten keinen einzigen Nachruf für Dajani. Von Der Woche Wie aus Jerusalem mitgcteilt wurde, hat Mosche Scher- 10 k seine beabsichtigte Reise nach London verschoben. Bei einer gemeinsamen Sitzung des Keren Hajcssod und der Jewish Agency wurde beschlossen, daß die diesjährige Keren Hajessod-Kampagne in Palästina unter dem Schlagwort ״Kofer Haam“ geführt werden soll. Einem Bericht der Solei Bon eh zufolge werden uagefähr 2700 jüdische Arbeiter bei Unternehmungen b’eschäftigt, die die Firma kürzlich für die Militärbehörden und die Regierung in Angriff genommen hat. Der Auftrag enthielt Bauten und Straßcnanlagen in Dschenin, Tulkercm, Nablus, He• bron, Sarafend, Akko und weiteren Plätzen, an denen bisher keine jüdischen Arbeiter beschäftigt wurden. Unter den Juden befinden sich 150 Ghaffirim, um die Lager und Vorräte zu bewachen. Die Arbeiten werden zirka drei Monate in An- Spruch nehmen. Das Jerusalemer Konservatorium bereitet d e Eröffnung einer eigenen Abteilung für synagogalen Gesang vor.

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