Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 82-83 (14.10.1938)
- Date
- 1938-10-14
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHERUNDSCHAU Nr. 82/83, 14. X. 1938 Der Palästina-Kongreß in Kairo Die arabischen Forderungen — Ein Wafienstillsfandsangebot? In Kairo wurde der Panara bische Kongreß, der sich mit der Palästinafrage beschäftigt, am 8. Oktober 1938 in Anwesenheit von 2500 Teilnehmern eröffnet. Zum Vorsitzenden wurde der Präsident der ägyptischen Kammer Barakat Pascha gewählt. Unter den Delegierten waren 200 Delegierte von Ländern außerhalb Aegyptens, u. a. waren Abordnungen anwesend aus dem Jemen, Saudi-Arabien, Irak, Syrien, Palästina, Aegypten, Algerien und Marokko. Als Ver• tretcr des ehemaligen Jerusalemer Muftis war sein Bruder, Jamal el Husseini, erschienen; auch der Rektor der Al Azhar- Universität in Kairo nahm am Kongreß teil, ferner der Krönprinz des Jemen; Saudi-Arabien verhielt sich dem Kongreß MEYER «& .ENGEL her rer»-Ma& - Schneiderei BERLIN, BEURENSTRASSE 24 gegenüber zurückhaltend. Es wurde bemerkt, daß eine Begrüßung vom König Saudi-Arabiens ausgeblieben war. Aus Aegypten wurden die Abgeordneten und Senatoren des ägyptischen Parlaments eingeladen. Die Wafd-Partei beteiligte sich jedoch am Kongreß nicht. Bei der Eröffnungssitzung wandten sich die Führer der anwesenden Delegationen gegen die britische Palästinar Politik. Der Führer der irakischen Delegation forderte eine Lösung des Palästinaproblems im Sinne der in London unterbreiteten Vorschläge des irakischen Außenministers. In der Eröffnungssitzung sprach ferner der ehemalige ägvptische Minister Ailuba Pascha. Er schilderte die Geschichte, der Juden in Palästina und sagte, daß sie nicht Eingeborene im Heiligen Lande seien, da schon vor ihnen andere Völker dort seßhaft gewesen seien. England habe sich gegenüber den Arabern Palästinas feierlich verpflichtet, die Unabhängigkeit Palästinas und der anderen islamischen Länder zu garantieren. Weitere Ansprachen hielten die Führer der Delegationen aus dem Irak, Syrien, Libyen, Indien, Marokko, Jugoslawien und Algier. Ferner sprach das Mitglied des irakischen Parlaments, Mokhles, und der christlich-syrische Führer EI Khoury. In der am Sonnabend abgehaltenen Sitzung des Kongresses unterbreitete der syrische Delegierte EI Khoury Vorschläge zur Lösung des Palästinaproblems, die nach einer Mitteilung des syrischen Kammerpräsidenten vom ehemaligen Mufti von Jerusalem g e b i II i gt worden sind. Diese Vorschläge enthielten fünf Forderungen, und 1. Die Aufgabe der Idee des jüdischen Nationalheims unter Garantie der Rechte für diejenigen Juden, die bereits in Palästina leben. 2. Di« Frage der Einwanderung und der Naturalisation von Juden als Bürgern soll durch ein Gesetz geregelt werden, das sogleich nach der Bildung der nationalen Regierung in Palästina erlassen werden soll. 3. Die nationale Regierung soll auf dem Prinzip der Gleichheit der Rechte beruhen und soll mit Hilfe eines Parlaments regieren, da«!1ft Artlehffllftfjf S« d$e BeV«kWttng*|1roportionen ähnlich dem Wahlsystem (1jp ,-Irak und Syrien gebildet werden soll. 4. Die Regierung Palästinas und Transjordaniens soll in die Lage versetzt werden, frei die Zukunft ihrer Länder und ihrer auswärtigen Beziehungen zu bestimmen und ihre Angliederung an Syrien zu bestimmen, so daß ganz Syrien eine politische Einheit bilden kann. 5. Das neu Konstituierte Syrien soll einen Ereundschafts- und Bündnisvertrag mit England und Frankreich schließen, ähnlich dem Vertrag zwischen England u!1d dem Irak, welcher die Interessen Großbritanniens und Frankreichs, sowie die politischen, bürgerlichen und religiösen Rechte der Juden und der anderen Minoritäten schützt. Gegen den Vorschlag der Angliederung Palästinas und Transjordaniens an Syrien wurde von der irakischen De iegation Einspruch erhoben, welche darauf hinwies, daß durch die Einbeziehung Frankreichs ein neuer Faktor geschaffen würde. Der Kongreß nahm in seiner Schluß-Sitzung folgende Forderungen als Entschließungen an: 1. Sofortiger Verzicht auf die Baifour-Dekia r atlon; 2. Sofortige Einstellung der jüdischen Ein- Wanderung nach Palästina; 4. Sofortige Bildung einer arabischen Regierung und Ausschreibung von Parlamentswahlen, sowie Abschluß eines Vertrages mit England nach dem Vorbild des Irak; 5. Auf Grund der Erfüllung dieser Forderungen Freundschaft zwischen England und den islamischen arabischen Staaten; bei Nichterfüllung wirtschaftliche und politische Gegenmaßnahmen; 6. Befürwortung der Durchsetzung dieser Forderungen bei allen arabischen Fürsten und Regier u n g e n und Uebermittlung der Entschließungen an England, Frankreich und den Völkerbund; 7. Fortsetzung der Kongreßarbeiten durch einen st Sndigen Ausschuß, bestehend aus den Parlamentsvorsitzenden Syriens, Libanons und des Irak. Der Kongreß beschloß schließlich, einen Verhandlungsausschuß nach London zu senden, der sich an aen englisch-arabischen Besprechungen über die Palästinafrage beteiligen soll. Für die Dauer der Verhandhingen über die Errichtung eines arabischen Staates in Palästina soll nach weiteren Meldungen ein Waffen- Stillstand in Palästina angeboten werden, Syrimi Ministerpräsident an Chamberlain Der syrische Ministerpräsident hat in einem Telegramm den britischen Premierminister Chamberlain um eine baldige friedliche Lösung der Palästinafrage gebeten, Chamberlain antwortete,'daß dieses Problem im Mittelpunkt der Arbeit seiner Regierung stehe. Von Syrien aus gesehen Die englischfranzösische Kooperation Ein Bericht des Korrespondenten der ״Times“ aus Beirut, der am 10. Oktober erschienen ist, verdeutlicht die Rückwirkung der palästinensischen Entwicklungen auf die syrischen Gebiete, Viele Franzosen, so heißt cs in diesem Bericht, erklären, die britische Verwaltung von Palästina nicht begreifen zu können. Sie fragen, warum man die arabische Revolte nicht mit größerer Energie angepackt habe. In den Augen dieser französischen Beobachter geht der Einfluß des ehemaligen Multi vornehmlieh auf die Toleranz zurück, die die palästinensischen Behörden ihm gegenüber früher bewiesen haben. Nicht wenige Syrer und Libanesen hegen noch jetzt den Verdacht, daß die Engländer in Palästina seine Fluclit begünstigt haben in der irrigen Berechnung, daß seine Macht in der Verbannung Und ohne seine früheren Finanzmittel sich stark verringern würde; und nachdem diese Berechnung sich als falsch erwiesen hat, ist es den Behörden des Libanon unangenehm, so häufig der Beschuldigung ausge.se :zt zu sein, die Aktivität des Mufti nicht zu kontrollieren. Wenn man auch bcnieksich'ige, daß die Franzosen in Syrien Schwierigkeiten haben und die Unzufriedenheit der Araber nicht gern Hervorrufen möeh'en, so könne man doch kaum zweifeln, daß sie mit geringfügigen Kostern für die Verwaltung viel mehr hätten tun können, um den Engländern zu helfen. Die Kontrolle über die Besucher des Mufti ist in einem bedauerlichen Maße unwirksam, und er kann von seinem Landsitz im Libanon aus so viel Intrigen spinnen, wie er will. Von dieser 'Möglichkeit macht er vollauf Gebrauch. Es hätte auch viel mehr getan werden können, um die antienglische Campagne in der lokalen Presse zu zügeln. Seitdem man von London aus am Quai d'Orsay vorstellig geworden Qt, ist manches besser geworden, und man hat heute viel weniger Grund, die Haltung der französisehen ■Milharbi hurde11! ״ puncto Zusammenarbeit mit der Pnlärtinnverwalttin״ zu kritisieren. Das Problem der Grenzü b e r w• a c 11 u n g an der syrischen Sudgrenze ist durch geeignete, hic-r/tt besonders getroffene Miiitärmaßuahnien nicht mehr so schwierig wie früher, und es wird geltend gemacht, daß, wenn auch der Waffen- und Menschcrtschmttggel nicht aufgehört hat, der (iren/iihertntf ganzer Gruppen heute nicht mehr möglich ist. Von guten Kennern wird gegenüber diesen französischen Behauptungen dennoch gesagt, daß zwei Bezirke, darunter die Gegend um den Hitlesumpf, auch weiterhin in starkem Umfange den Durchgang bilden, der den Aufständi• sehen in Palästina Hilfe zukommen laßt, und zwar mehr von Daß der'' Libanon hierbei /uriicktritt, ist nur natürlich. Das eigentliche Syrien ist vorwiegend mohammedanisch, wogegen die .Mehrheit der libanesischen Bevölkerung christlich ist. Obwohl der arabische Aufstand in starkezufubre״ J!sf,L b״l..ri >d:0<’ Behlmptii^arabUher0 Kreise, wonach die christlichen Araber die Bewegung genau so entschieden unterstützen wie die mohammedanischen, einer Einschränkun g. Nicht wenige christliche Araber möchten gern mit den Juden Geschäfte machen und die kommerziellen Möglichkeiten ausnützen, die die Städte in Syrien und Libanon durch die Unsicherheit des Handelsverkehrs mit ihren Rivalen in Palästina wieder bekommen haben. Außerdem spielt eine Rolle, dal! die französische Autorität aus dem eigentlichen Syrien sich bereits stärker zurückgezogen hat als a'fts dem Libanon, der infolgedessen für die Unter• Stützung des Aufstandes auch nicht so viel leisten■ kann.* ,r,!;solange das Palästina-Problem eine offen« Wunde ist; besteht von England aus an stärkster Kooperation mit der französischen Seite ein klares Interesse. Der Korrespondent berichtet dann weiter, man habe ihm bei einer Zusammenkunft mit arabischen Führern erklärt, daß kein Engländer heute in Palästina sicher sei, und daß die ursprüngliche Unterscheidung zwischen Juden und zionistischen Juden nicht mehr beobachtet werden könne, da alle Juden im Herzen Zionisten seien. Mehrere Sprecher hätten bei dieser Zusammenkunft angedentet, daß, wenn es zur Errichtung eines Judenstaates in Palästina käme, die Juden im Jemen, im Irak und in anderen moslemischen Ländern nicht länger in Ruhe gelassen werden wurden. Politische Alternativen? Oberst Spicer an die ״Times“ Oberst Rov G. Spicer, der frühere Generalinspekteur der Palästina-Polizei, äußert sich in einem Briefe an die ״Times“ vom 8. Oktober zur P.1!:1<tina-Frage. Nach Meinung von Spicer gibt es für die englische Regierung, nachdem die Dinge bis 711 ihrem heutigen Stand gediehen sind, z w ei M o gl i c h k e i t e!1: E;1 I w e t! e r muß man sich entschließen, gegen die aphischen Aufständischen unbarmherzig die Macht anzuwenden, sie mit Waffengewalt n'ederzuwerfen, sie auf die Knie zu zwingen, und wenn das geschehen ist, jedem neuen Ausbruch mit unerbitflicher Strenge begegnen; dadurch könnte man den Juden ermöglichen, ihre friedliche Ansicüiung weiter zu verfolgen und durch ihren Aufbau das Land in einen wirtschaftlich" blühende(! Staat zu verwandeln. Wenn man sich dazu nicht entschließen könne, dann müsse man den Juden gegenüber erklären: ״Wir bedauern, daß die Balfour-Deklaration,' so wie ihr sie auslegt, eine Unmöglichkeit ist. Wir haben lange, ernsthaft, fair versucht, sie auszuführen, aber dieser Versuch kann nicht weiter fortgesetzt werden. Die Gefühle der Araber sind tief verwurzelt, national und gerecht. Ihre Beschwerden werden von der übrigen rnohammedanischen Welt geteilt. Sie fürchten nicht so sehr die Gegenwart wie die Zukunft, d. h. die Möglichkeit, beherrscht und schließlich beseitigt zu werden lind ihr Land zu verlieren, in dem sie jahrhundertelang gelebt und ihre Toten begraben haben. Ihr müßt auf eine weitere Ausdehnung eurer zionistisehen Träume verzichten. Was ihr habt, könnt ihr behalten, aber mehr kann es nicht werden, weder was Einwanderung noch was Bodenkauf betrifft. Die Judennot muß außerhalb Palästinas Lösungsmöglichkeiten finden.“ Spicer ist der Meinung, daß in dieser Alternative die einzige Möglichkeit liegt, dem Heiligen Lande den Frieden wiederzugeben. Obwohl die Teilung des Landes theoretisch möglich sei, sei sie praktisch ausgeschlossen, und wollte man sie mit Gewalt durchsetzen, so würde man nicht nur einen bitteren und blutigen Kampf verlängern, sondern würde ein Gebiet schaffen, dem alle umgebenden moslemisehen Länder mit Haß und Groll begegnen würden und dessen Existenz unvermeidlich die freundschaftlichen Beziehungen Englands zu diesen Ländern zerstören müßte. Wiederherstellungder Autorität Ein Brief von F. R, Kisch Die außerordentlich schwierigen Bedingungen, unter denen die jüdischen Hilfspolizisten in Palästina tätig sind, werden in einem Briefe an die ״Times“ vom 11. Oktober von Oberst F. H. Kisch dargestellt, der in früheren Jahren mehrfach der zionistischen Palästina-Exekutive angehörte und jetzt aus Palästina nach England zurückgekehrt ist. Der größte Teil der jüdischen Hilfspolizisten erhält von der Regierung keinen Sold. Von den zehn Hilfspolizisten, die vor einigen Wochen die Siedlung Kirjath Cnaroschet gegen eine Gruppe von etwa neunzig arabischen Terroristen verteidigt haben, wird nur ein einziger von der Regierung bezahlt, während die neun anderen tagsüber ihre gewöhnliche landwirtschaftliche Arbeit in der Siedlung verrichten müssen. Die Briefmarken Fritz Lewin LUt 10 w 8t r, 91A jüdische Sonderpolizei, die in Städten mit gemischter Bevölkerung in ziemlicher Stärke eingestellt worden ist, besteht aus unbesoldeten Freiwilligen. Welche schwere Belastung dadurch der jüdischen Wirtschaft auferlegt wird, die ohnehin unter den Folgen der Unruhen leidet, Kann man sich leicht vorstellen. Dennoch haben die Juden ohne Zögern jedem Rufe der Regierung, der an sie erging, Folge geleistet, und *es wird allgemein anerkannt, daß sie ihre Pflicht mit Mut und Eifer erfüllt haben. Colonel Kisch nimmt dann zu der plötzliehen Veränderung der arabischen Kopfbedeckung Stellung. Daß nunmehr auch die städtische Bevölkerung den Tarbusch abgelegt und die gewöhnliche Kopfbedeckung der Fellachen angenommen hat, sei keineswegs ein Gegenstand der Belustigung. Die Regierung habe nichts getan, um diese plötzliche Veränderung zu verhindern, aber es gäbe kem Ereignis, das die Autorität der Aufständischen mehr gestärkt und die der Regierung'mehr geschwächt habe als eben diese Umwandlung einer Mode. Durch sie ist es möglich gewesen, daß eine Terroristengrupp« in Tiberias eindringen und, als friedliche Fellachen verkleidet, ihr furchtbares Attentat vorbereiten konnte. Ohne auf die politische Zukunft Palästinas insgesamt einzugehen, schließt der Briefschreiber mit der Bemerkung, daß keine Befriedung des Landes vorstellbar sei, bevor nicht die Aufständischen durch eine militarisehe Aktion überwältigt seien und die Regierung ihre Autorität wiederhergestellt habe. Die Reisepässe von Juden Im ״Reichsgesetzblatt“ vom 7. Oktober 1938 wurde eine Verordnung des Reichsministers des Innern über Reisepasse von Juden veröffentlicht. Nach dieser Verofdnung, die mit ihrer Verkündung in Kraft trat, werden alle deutschen Reisepässe von Juden deutscher Staatsangehörigkeit, die sich im Inlande aufhalten, ungültig. Die Paßinhaber sind verpflichtet, die Pässe der Paßbehörde im Inland, in deren Bezirk der einzelne Paßinhaber seinen Wohnsitz oder mangels eines Wohnsitzes seinen Aufenthalt hat, innerhalb von zwei Wochen nach Inkrafttreten dieser Verordnung einzureichen; für Juden deutscher Staatsauge- Hörigkeit, die sich beim Inkrafttreten dieser Verordnung im Ausland aufhalten, beginnt die Frist von zwei Wochen für die Einreichung der Pässe mit dem Tage der Einreise in das Reichsgebiet. Wer seinen Paß nicht oder nicht rechtzeitig einreicht, macht sich strafbar. Die mit Geltung für das Ausland ausgestellten Reisepasse von Juden werden wieder gültig, wenn sie von der Paßbehörde mit einem vom Reichsminister des Innern bestimmten Merkmal versehen werden. An die Stelle der ungültig gewordenen Inländpäsle von Juden treten die Kenakarten, die dttreh die seit dem 1. Oktober 1938 geltende Verordnung des Reichsministers des Innern über Kennkarten vom 22. Juli 1938 eingeführt worden sind. Aas der Wirtschaft Folgende Firmen gingen in arischen Besitz über: Baruch Läufer, Herren- und Knabenfertigkleidungs-Großhandlung in Stuttgart. — Fr. Rößler Wwe., Inh. Oskar Schittenhelm, Manufakturwarenhandlung in Stuttgart-Zuffenhausen. — E. F. Stähle Nachf,, Herren- und Knabenfertigkleidung in Heilbronn. — Union Hermann Abraham, Herrenkonfektion in Itzehoe. — Otto Kluth, Pferdedeckenfabrikation und -großhandlang in Hamburg. — E. Braun 8! Co., Modewaren in Wien mit Niederlassung in Berlin. — Bankhaus August Stern & Cie. in Köln. — Strumpfwaren- und Trikotagenhaus Carola Fromm in Euskirchen. — Lederhandlung Wertheim & Breschinsky in Euskirchen. — Tuchfabrik Ludwig Levy KG. in Spremberg (N.-L.). — Union Hermann Abraham (Epa) in Itzehoe. — Einheitspreisgeschäft Löser GmbH. vorm. Wohiwert in Nordhausen. — Strumpffabrik Max Doerzbacher in Chemnitz. — Geschw. Gutrnann, Damenhüte, Pelze, in Essen. —־ Firma Meier, Fachgeschäft für Herren- und Knabenkleidung, in Hamburg. — Firma Moritz, Trikotagen, Wäsche, in Pirmasens. — Mützenfabrik L. Thorner in Berlin. — Weiler, Nathansohn & Co., Kleider und Blusen en groe, in Berlin. — Stoffeinzelhandelsgeschäft Lasker Pr Rynasewski in Berlin-Neukölln. — Gebr. Hirschfeld, Fachgeschäft für Damenbekleidung, in Lübeck. — S. Alsberg & Co. in Bielefeld. — Etagenkaufhaus Gustav Blum in Essen. — Simson 6! Straus, Posamentengroßhandlung und Fabrikation in Köln. — Rudolf Horkheimer & Söhne, Putzwollfabrik, in Rottenbürg (Württ.). — Hosenträger- und Gürtclfabrik Bernhard Baer in Augsburg. — Weil, Marx & Co. KG., Tülle, Spitzem, Neuheiten, Fabrikation in Frankfurt a. M. — Modehaus Conitzer in Gotha. — I. Ziege, Damenhüte, in Leipzig. — A. Degginger & Cie., Hemdenfabrik, in Rottweil. — Schuhgeschäft L. Hirsch in Remscheid. — Schuhhaus ״Zur Schuhquelle“ in Halle (Saale). — Schuhwarenhaus Julius Zadek (inh, Alex Zadek) in Stettin. — Schuhfabrik M. Wohlauer KG. ,in Breslau. — Schuhgeschäft M. Nathan in Breslau. — Leder- und Schuhfirnia Isidor Weißkopf in Ratibor. — Berliner Krawattenfabrik Herz & Co. — Weiler, Nathansohn & Co. Berlin. — Leoppfd Joachim, Rockfabrikation, Berlin. — Damenmäntelfabrik Paul de Jonge vormals Julius Cohn in Oera. — F. Hertz Wwe., Krawattenfabrik in Krefeld. — Tuchgroßhandlung Jakob Kahn in Wuppertal-Elberfeld. — Firma Behrend & Feilmann, Tuchgroßhandlung in Hamburg. — Leopold Lewy, Blumen- und Fed-ern ־ Fabrik in Breslau. — Manufakturwarenhandlung Adolf Kürzel in Freiburg i. Br. — Malzfabrik D. Winkler in Ulm, — ״Löseri'-Einheitspreis GmbH, in Nordliausen. — Kaufhaus Gebr. Bluhm in Gerbstedt. — Voglländisches Gardinenhaus in Weimar. — Gustav Hirsch land, Metallwerk in Dilsseldorf-Oberkassel. — Cäsar Wollhcim in Stettin-Stolzenhagen. — Wiesen & Bernstein, Blusen- und Kleiderherstellung in Berlin. — Oberdörfer ft Adler, Textilgroßhandlung in München. — Gebr. Eichenbronner, Modewarenhandlung in Ilmenau. — I. Ziege, Damenhutgeschäfte in Leipzig. — Schuh- Baer in Leipzig. — Ed. Oolaschmidt, Herrenbekleidung in Wurzen. — Joseph Weiermann AG.. Schuhfabrik in Burgkunstadt. — Kaufntius Merkur in Herford. — Damenhutfabrik Frank ft Lehmann in Köln. — Firma Georg Brinnitzer in Breslau.