Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 78 (30.9.1938)
- Date
- 1938-09-30
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr 78 30. IX 1938 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 11 ) Sicherung der Verbindungen Von unserem palästinensischen Korrespondenten. Jüdische Fischer am Kinerethsee Die nachstehenden Berichte unseres palästinensischen Korrespondenten erscheinen zum Teil infolge der Feiertage mit einiger Verspätung. Sie haben jedoch bis jetzt noch nichts an ihrer Aktualität verloren und beleuchten eine der zentralen Fragen, die das tägliche Leben des Landes herühren. (Red.) gl. Tel Aw iw, 19. September 1938 Kommt ein Liehe! nicht auf einmal, sondern stufenweise, so besteht die Gefahr, daß sich der Mensch so daran gewähnt, daß er das Uebcl für selbstverständlich, normale Zustände dagegen als etwas außerordentliches betrachtet. Eine derartige Gefahr bestellt heute für uns in Palästina, wo uns die Unruhen und alles, was sie mit sieli bringen, schon tast natürlich erscheinen. Es liegt auch etwas Gutes und Gesundes darin, daß sich die Juden mit solcher Selbstverständlichkeit den Zuständen anpassen und ihrer Arbeit nachgehen, als ob nichts geschehen wäre. Anders sieht jedoch die Sache aus, wenn auch die Regierung die anormalen Zustände mit einer mehr als stoischen Ruhe aufnimmt und wir damit in einen Zustand hineingleiten, aus dem man nicht so leicht wieder herauskommt. In den letzten Wochen hat sich die Situation an einem entscheidenden Punkte zum schlechteren gewendet, ohne daß man in der allgemeinen Not und Gefahr ihn besonders bemerkt hätte: die z e ntralen Verbindungen des Landes sind schwer b ehindert. Es war bereits bei Beginn der Unruhen das Ziel der Araber, das Land wirtschaftlich s t i 1 1 7. u I e ge n. Der (jeneralstreik, der im Frühjahr 1930 erklärt und ein halbes Jahr durchgehalten wurde, hatte dieses ausgesprochene Ziel. Während er jedoch als politische Dem onstrafion stark wirkte und außerordentliche Komplikationen und Gefahren mit sich brachte, erwies er sich gerade in dieser Hinsicht, was die Stillegung der Verbindungen anbetrifft, als ein Fehlschlag. Die jüdischen Chauffeure führen trotz der Kugeln aus dem Hinterhalt. Die jüdischen Passagiere schoben mit bemerkenswerter Kaltblütigkeit die Drohung beiseite. Die Eisenbahn funktionierte trotz aller Störungen. Und als Antwort auf den Streik von Jaffa entstand der Hafen von TelAwiw. Jetzt droht sich dieses Bild zu ändern. Die Regierung hat die Eisenbahnlinie von Jerusalem nach Jaffa eingestellt. Man hat zuerst nicht viel Kommentare zu dieser Tatsache gemacht, wer von den Juden fuhr denn noch mit der Bahn, ging doch alles mit der sich immer stärker entwickelnden Autobeförderung. Aber die Bahn ist völlig eingestellt, auch für den Warenverkehr und als Folge davon — um nur eines zu nennen — sind die arabischen Dörfer, die sie zum Transport ihres Gemüses nach der Hauptstadt benutzten, abgeschnitten und die Fellachenfrauen trugen wie in früheren Zeiten ihre Produkte auf ihren Köpfen in die Stadt oder treiben ihren Esel vor sich her über Meilen und Meilen schlechter Gebirgswege. Die Chaussee Jerusalem—Tel-Awiw, eine dter Hauptverkehrsadern des Landes, seinerzeit berühmt wegen der dauernden Ueberfälle am Kastei, wird jetzt un- Bicher durch die Steinwürfe und Schüsse bei Ramie, der -MAGISTER KIRSCH—י Der gute LlkAr Magister-Likörfabrik, München VII kleinen arabischen Stadt, die zu beiden Seiten der Straße in der Ebene liegt. Als es am Kaste! unsicher war, gab es in den schlimmsten Zeiten einen Konvoi, dann Wachen auf den Bergen. Und dort war es anerkanntermaßen schwierig, das Gelände zu übersehen und zu überwachen. Daß es aber Wochen hindurch nicht gelingt, Ramie, die Stadt in der Ebene, ru sichern, zeigt, wohin wir geraten sind. Alle paar Tage hat die Stadt für 22 Stunden Sperrstunde, aber dann gehen die Angriffe von neuem los. Und das Publikum, das sich zweieinhalb Jahre unerschrocken gehalten hat, versteht, woher der Wind weht, und man fährt heute nur, wenn es unbedingt nötig ist. Die Chaussee ist viel weniger befahren als noch zwei Monate vorher, die Autokooperativen verhandeln mit den Behörden, man macht die verschiedemsten Vorschläge, aber bisher sieht man keine Resultate. Daß der Verkehr im Norden viel geringer geworden ist, braucht keiner Erwähnung. Aber was soll man dazu sagen, wenn die Post lakonisch ankihidigt, die Post nach Safed würde jetzt nur viermal in der Woche befördert, dafür aber unter Bedeckung! Und was bedeutet es, daß die Telephon- Verbindungen mit der Hauptstadt wieder und wieder unterbrochen sind, manchmal für viele Stunden! Seit mehr als vier Wochen sind sämtliche Wege im Lande von 6 Uhr abends bis 4 Uhr morgens für jeden Verkehr gesperrt. Und niemand wagt zu sagen, ob sich die Bedingungen nicht noch verschlechtern können, denn die Anzahl der verbrannten Eisenbahnstationen wächst und mit ihnen die der geschlossenen Polizeistationen, weil es der Regierung lieber ist, an bestimmten Stellen gar keine Polizei zu haben als solche, auf die man sich nicht verlassen kann. Es hat gewiß keinen Sinn, die Dinge schwärzer zu sehen, als sie sind, und die Situation psychologisch zu erschweren. Aber es ist ebenso sinnlos, den Dingen nicht ins Briefmarken Fritz Lewin Hltmwstr. 91 ft Gesicht zu sehen. Die Gefahr besteht heute, daß der Verkehr im Lande in einem Maße erschwert wird, daß das wirtschaftliche Leben in unerträglichem Maße darunter leidet. Wir stehen vor der Orangensaison, die Sicherung der Wege für den damit verbundenen starken Frachtverkchr ist von lebenswichtiger Bedeutung. Die Zufahrt zu den beiden Häfen TelAwiw und Haifa muß durchaus gesichert werden, wenn das Land — Juden und Araber gleichermaßen — nicht schwersten Schaden leiden soll. Und es bleibt nur wenig Zeit zur Vorbereitung der Saison, die nach dem ersten Regen einsetzt. gl. Tel Awiw, 21. September 1938 In den offiziellen Communiques konnte man in diesen Tagen eine von der Regierung zusanimcngestcllte Doppelliste finden. Der eine Teil enthielt eine Anzahl von Postämfern, die geschlossen wurden. Es waren elf an der Zahl alle in kleinen rein arabischen Orten. Der andere, längere enthielt eine Liste der noch funktionierenden Postämter, die jedoch nicht mehr berechtigt sind, Geldanweisungen anzunelimcn; diese umfaßte eine ganze Reihe Orte, auch aus jüdischen Gebieten, insbesondere in der Ebene Jesreel. Der Grund für dieses Vorgehen der Post ist klar: da die Terroristen in letzter Zeit Postsäcke geraubt, Beamte mit öffentlichen Geldern angefallen haben, scheint es den Behörden an vielen Stellen nicht sicher, Postämter offenzuhalten oder den noch offenen Geldsendungen anzuvertiaueu. Also — werden Aemter geschlossen oder Geldsendungen verweigert Kibbuz Batelcm, die neue Siedlung am Ostufer des Kinerethsces (über die wir früher schon berichteten. Red.) zog naturgemäß <le!1 See in seinem Arbeitsbereich. Ein zirka 30 PS. starkes Motorboot, ein Prahm für 30 Tonnen Traglast und ein I.astboot (10 Tonnen) dienen zur Beförderung von Sifsif und Santi vom Ostufer des Kinereth nach den jüdischen Siedlvmgen des Emek Hajarden und Tiberias. Fügen wir die vier Fischerboote hinzu, so ist das ״unsere Flotte“. Den Fischfang betreibt man auf dem Kinerethsee schon über 2090 Jahre. Bis zum heutigen Tage jedoch lag der Fischfang ausschließlich in Händen von Arabern. Es gab nur einzelne sefardisch-jüdische Fainilien in Tiberias, die ihn bis vor 2 oder 3 Jahren noch betrieben. Der Verkauf der Fische liegt in Händen eines Juden und eines Arabers, die die Beherrscher der ו Ein guter Fang Fischer,Netze und b b Boote sind. Bis vor kurzem noch war der Beruf eines Fischers besonders bei dem arabischen Lebensstandard einträglich. Durch rücksichtslosen Ranbltau (Dynamitfischerei, Fang in der Laichzeit) sank der Ertrag. Die Anzahl der Fischer ist iti den letzten Jahren von etwa 70 auf 200 gestiegen. Der Existenzkampf wurde schwer. Der See ist 24 km lang, die größte Breite beträgt 13 km. Sein Grund ist unregelmäßig und weist Tiefen von 8—50 in in der Mitte auf. Seine Fische, die man als besonders scheu bezeichnet, sind außerhalb der Laichzeit zum großen Teil nur in der Tiefe zu finden. Die Kirierethsenke, 200 m unter dem Meeresspiegel, zeichnet sich durch besondere Un- Gleichmäßigkeit in klimatischer Hinsicht aus. Es kreuzen sich hier , die Meereswinde von W'est und die Wüstenwinde von Ost in der Seemitte und rufen oft zyklonartige Erscheimmgen hervor. Das macht den See gefährlich und fordert von ihm jedes Jahr Opfer. Die Fischarten sind: Muscht, eine Art Barsch, der bis zu V2 kg schwer wird, Karsin, eine Barbenart, die bis zu 4 kg Gewicht hat, Abu Kischr oder Ischri, eine kleine Karpfenart. Chafafi, ein Weißfisch, und Barbmit, Wels bis zu 30 kg Gewicht. Vor ungefähr G Jahren begannen wir mit einem Boot; ein se fa rd i sch er Fischer als Lehrer und drei Chawerim arbeiten damit. Unsere Arbeitsweise ist bis heute die der arabischen Fischer. Ein 5 tn langes Boot, Ruder, die an Abrahams Zeiten gemahnen und ein lateinisches Segel, das sich durchaus bewährt, sind unsere Ausrüstung. Unsere Netze sind sogenannte 3 Blntt-Spicgehietze, das Innenblatt kleinmaschig, auf beiden Seifen außen großmaschige Spiegel, aus hauchdünnen Fallen gearbeitet. Das Netz ist ungefähr 1 m hoch und besteht aus 30 m langen Teilen, die miteinander verbunden werden. Das Netz, stellt sich heim Auswerfeti durch unten befestigte Bleigewichte auf den Grund und schwimmt, durch Korkstückchen gehalten, in seiner Breite nach oben. Die Fischer bei der Arbeit Fotos: B. GoldsJimidt mg. Wir werfen es in seiner ganzen Länge, 100—150 m halbkreisförmig geordnet, aus, fahren den Radius entlang und treiben die Fische durch Klopfen, Anker werfen und sonsti'gen Lärm dem Netz zu. Der Fisch will entweichen, stößt vorwärts, dreht die äußere, große Masche über sich und ist in einem regelrechten Sack gefangen. Der Stißwasserfisch hat die Angewohnheit, nach unten zu fliehen. Die Arbeit findet nachts statt, da die Fische am Tage das Netz sehen können. Es verging einige Zeit, ehe wir die Arbeit mit Rudern und Netzen so weit beherrschten, daß wir auch bei sturmischem Wetter unserem Beruf nachgehen konnten. Die arabischen Fischer lachten zwar über unsere Arbeit, versuchten sie aber gleichzeitig durch alle erdenklichen Mittel zu stören. Sie fuhren mit dem Anker ain Grund durch unsere Netze, zerschnitten sie, schickten Boote die ganze Nacht an unsere Seite, die durch Klopfen störten und uns so jede Möglichkeit eines Fanges nahmen. In kalten, windigen Winternä-chten, hei strömendem Regen, kamen sie mit sechs Booten, umkreisten uns schreiend, daß wir ihnen das Brot wegnälunen und drohten uns, wenn wir nicht vom See verschwinden würden. Die Laichzeit der großen Fische begann. Die Araber haben keine Methode, uin in größeren Tiefen (20— 50 ni) zu fischen. Die großen Fische, die Barbenarten, kommen nur in zwei Monaten des Jahres ans Ufer, um zu laichen, und in dieser Zeit werden sie abgefangen. Diese Arbeitsweise bringt den See um seinen■ natürlichen Fisc!1reichtum. 00 0״ der Brut wird so vernichtet. Die Lebensmüglichkeiten für 200 Fischeifamilien werden in absehbarer Zeit in Frage gcstellt. Dies erkannten wir sofort und bemühten uns, sie auf dem W'ege über die Regierung abzuiindern. Es gibt im See ungefähr 10 natürliche I airhplät/e, die die Fische zur Eierablage bevorzugen. Demgemäß .sammeln sich sämtliche Fischerboote an diesen Plätzen,um ihren Anteil an der Beute zu kassieren. I )ioFische, die man durch Klopfen verscheucht hat, suchen ihren Platz erst wieder nach 2—3 Stunden auf. Wenn mehrere Boote am Platz sind, stört ein Boot das andere und der Fang würde gleich Null sein. Es gibt deshalb ein iingeschriebenes (iesetz, das alle am Ort befindlichen Fischer verpfiiehtet, gemcinschaft* lieh unter Teilung des Fanges zu arbciien. Wir unterwarfen uns diesem (iesetz und arbeiteten über zwei Monate mit den arabischen Fischern zusammen. ln dieser Art der Fischerei sind die Araber natürlich Meister. In der Handhabung des Ruders und Segels, in Kenntnissen der Beschaffenheit des Sees und des Klimas sind sie uns durch den Instinkt alter Berufstradition überlegen. 1111 laufe des Winters vergrößerten wir unsere Fischergruppe auf 10 Menschen. Zwei Boote arbeiteten mit den oben beschriebenen Netzen, das dritte Boot mit Angeln. Die Angeln sind an einer Schnur von 10110 m Länge in Abständen von 1 in befestigt und vor Fjn-Geb ausgclegt. In der Nacht fahren wir mit einem Spezialnet/ auf Sardinenfang. Die Sardinen werden an den Haken befestigt. Die Erfolge in dieser Art des E'iscliens waren bisher sehr genug. V ir schafften uns auch das auf dem Kineret 11 übliche Zugnetz für Tagesfischerei an, dessen Länge 300 m lind dessen Hohe 6 m beträgt. Dieser Versuch schien uns von vornherein aussichtslos und ist es auch bis zum heutigen Tage geblieben. Zu dieser Arbeit sind 18 Menschen erforderlich. Das Netz wird ungefähr 300 m vom Ufer entfernt ausgeworfen und an beiden Finten mit I lalteseilen verbunden. Mit einem kleinen Boot fährt man sie ans (Ter. Von dort wird das Netz allmähiieh geschlossen und herausgezogen. Irgendeine Mechanisierurig durch Winden ist dabei unbrauchbar, da die auf dem Grund befindlichen Steine das Netz zerreißen würden. Bei den Arabern finden von den IS arbeitenden Menschen 2 wirklich ihr Auskommen, der Bootsbesitzer und der Fachmann. 14—16 Haiiraner arbeiten beim Zug und bekommen bei Ustündiger Arbeitszeit als Bezahlung einen Fisch und Brot, außerdem 1—3 Grüsch, je nach der Größe des Fanges. Der Weg zum Erfolg ist lang, es gehört Ausdauer und Mut dazu, ihn zu gehen. Benjamin Goldschmidt (Batelcm) Die Netzjlickerin ''l&C'pJ & mßmk Yi Ty&m Manche, die diese Neuigkeiten hören, zucken die Achseln und meinen: unter den anormalen Bedingungen, unter denen wir leben, kann man nur anormale Dinge erwarten. Die Regierung ist eben vorsichtig, verlorene Briefe und Geld- Sendungen sind schließlich kein Spaß, also zieht sie die Konsequenzen. Aber es gibt auch ganz andere Meinungen, die laut erklären, diese Konsequenzen seien falsch gezogen. Es kommt nicht nur darauf an, daß Briefsendnngen nicht verloren gehen; wenn nämlich keine mehr geschickt werden, kann man sie auch nicht rauben, Entscheidend aber ist die Aufrechter haitu 11 g aber lebenswichtigen öffentliehen Dienste, und Post, Eisenbahn usw. gehören dazu. Fs ist richtig, daß sich dieses und jenes kleine arabische Dorf auch wieder ohne Post und ohne Geldanweisung behelfen lernt. Aber in den jüdischen Kolonien liegen die Dinge anders, hier braucht man diese Einrichtungen aufs dringendste. Und außerdem spielt man mit derartigem Nachgeben den Terroristen glatt in die Hände. Es kommt ihnen darauf an, das Land zu desorganisieren, zu beweisen, daß erst Ruhe sein wird, wenn man ihre Forderungen befriedigt. Daß auch ihre eigenen Landsleute dabei wirtschaftlich ruiniert werden, stört sie nicht im mindesten. Denn viele werden durch die Ereignisse gezwungen, ihr einziges Heil in der Zusammenarbeit’ mit den Terroristen zu s«hen, so daß diese leichter als früher Rekruten finden. Man spürt in den letzten Wochen immer stärker, daß die Terroristen jedes Zurückweichen der Regierung aufs beste ausnutzten. Eine Schwäche ihnen gegenüber, insbesondere die Einstellung öffentlicher Dienste, ist nicht nur eine schwere Störung des Wirtschaftslebens, sondern auch eine direkte Ermutigung für die Gegner der Regierung. Jugendalija aus Wien in der ״Ahawa“. Die ״Ahawa״ in Kirjath Bialik hei Haifa war bisher nur für etwa 120 Kinder aus Europa und Palästina eingerichtet. Für die neueingetroffenen Kinder aus Oesterreich wird nahe der ,.Aliawa“ ein neues Gebäude errichtet. Es wird in zwei Stockwerken die Schlafzimmer, zwei Gruppenzimmer und je ein Zimmer für den Erzieher enthalten. Die Erziehung der neuen Kinder wird gemeinsam mit den jetzigen Kindern der ״Aliawa" erfolgen: die Mahlzeiten, die landwirtschaftliche and hauswirtschaftliche Ausbildung und die Freizeitgestaltung, nur der Unterricht wird gesondert gegeben. Die Regierung hat 50 Zertifikate bewilligt, und ein Erzieher der ״Aliawa“ hat selbst 50 Kinder in Wien ausgewählt. Ein besonderes Treuhänder-Komitee wurde neben dem bestehenden Treuhänder-Ausschuli der ״Ahawa“ gebildet, um das Geld, das ausschließlich für diese 50 Kinder verwandt werden soll, zu verwalten. 1 a