Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 78 (30.9.1938)
- Date
- 1938-09-30
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit» 10 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr, 78 30 IX. 1938 Heiliges und Weltliches Neue Vorschläge für Palästina Protestantische Geistliche zum Teilungsproblem — Eine französische Stellungnahme — Ein Kompromiß durch ״unoffizielle Annäherung“ e) Die Teilung muß öaliaa als eine unteilbar« Einheit anerkennen, die angesichts ihrer großen!11 oham Die führenden protestantischen Geistlichen angelsächsischer Herkunft in Jerusalem, nämlich der Bischof von Jerusalem, George Francis, der Archidiakon in Paiästina, Syrien und Transjordanien, W. H. Stewart, der amerikanische Kaplan und Kanonikus von St. Georg in Jerusalcm, E. T. B r i d g e rn a n, sowie .Wabe! C. War burton veröffentlichen in der ״Times" vorn 22, September einen Briet an den Herausgeber, der nicht nur wegen seines inhalt«, sondern schon allein durch die Persönlichkeiten der Verfasser und die Bedeutung, die den Meinungen kirchlieber Kreise in England zuzukommen pflegt, unsere Beachtung verdient. Die Briefschreiber gehen davon aus, dal» die Anteilnahme an der gegenwärtigen Entwicklung des jüdischen Lehens in Europa nicht dadurch bewährt werden kann, daß man die hier bestehende Veerantwortung einem vorwiegend nicht-christlichen Volke, den Arabern Palästinas, zuschiebt. Seit dem Jahre 1935, in dem 62000 Juden nach Palästina eingewandert sind, hat Palästina kaum mehr auch nur für einen Tag Frieden gehabt. Diese Zahl von 62(XX) ist um ein Geringes höher als der jährliche natiirliehe Zuwachs der Juden in Polen allein. Selbst wenn Pa- Iästina mehr Einwanderer aufriimmt, als es politisch und kultureli absorbieren kann, kann es bestenfalls das jüdische Problem in einem Lande Europas stabil halten. Deshalb mul! die europäische Judenfrage von den christlichen Machten auf ihre eigenen Kosten gelöst werden, und nicht auf Kosten Palsiitinas. Unabhängig davon bestellt ein Palästina-Problem, das einer christlichen Lösung zugänglich sein muß. Sein Ursprung liegt in der Balfour-Deklaration und dem Mandat. Während die Balfour-Deklaration ursprünglich einen ehrenvollen und christlichen Versuch darstclltc, ein Unrecht wieder gutzumachcn, beging sie selbst ein anderes Unrecht. Von Anfang an unbestimmt in itirer Ansdrucksweise, hat man ihr niemals eine wirklich endgültige Interpretation gegeben. Seihst im Augenblick ist nicht sicher, was sie seinerzeit bcdeuten sollte, was sie heute bedeutet oder morgen bedeuten wird. Der gegen« .artige Konflikt in Palästina ist nicht in erster Linie ein Rassenkonflikt. Beide Völker sind semitischen Ursprunges, und wo beide eine gemeinsame orientalische Zivilisation haben, besonders in Bagdad, gibt cs wenig oder gar keine Feindseligkeit zwischen ihnen. Der Konflikt ist auch nicht in erster Reihe ein Streit zwisehen Religionen. Mohammedaner und Christen stehen auf der einen Seite zusammen, orthodoxe Rabbiner und freidenkende Juden auf der anderen, und auf beiden Seiten wirken religiöse Elemente für Mäßigung und Frieden. Der Konflikt ist in erster Reihe ein Zusammenstoß zweier Kulturen, die beide einen ״Fortschritt“ wollen, aber das Wesen und das Tempo dieses Fortschrittes verschieden bestimmen möchten. Der Jude, der auch in der Verbannung alle Opfer auf sich nahm, um nicht durch Assimilation seine Eigenart zu verlieren, sollte verstehen, daß die Araber sich weigern, ״ökonomische Vorteile“ als eine angemessene Entschädigung für die Ueherflutung des Landes durch eine fremde Kultur zu akzeptieren. Abgesehen von Volkstum und Kultur ist Palästina dal heilige Land von drei Religionen, nicht nur von zweien. Jahrhunderte vor Entstehung des Islam war Palästina überwiegend christlich: fast hundert Jahre, während der Kreuzzugsperiode, stand es unter christlicher Herrschhaft; seine gegenwärtige christliche Minderheit besteht 711 80 »0 aus Einheimischen und stellt ein Element dar, das nicht der kleinste Kulturträger ist und netmzehnlnmdert Jahre überdauert hat. Der jüdische Anspruch an Palästina, der auf den Verhe:(hingen der Propheten beruht, ist durch das Neue Testament aufgehoben (die Briefschreiber führen hierfür verschiedene Sätze aus der Dogmatik der anglikanischen Kirche an). Für den Christen besteht die cinz'ge wirkliche Lösung des Palästina-Problems darin, daß alle beteiligten Parteien, die Mandatarniacht eingeschlossen, wirkliche Christen werden. Wenn eine Teilung, sei es auch nur zeitweise, als eine administrative Notwendigkeit erklärt wird, so muß diese Feilung nicht nur dafür Sorge tragen, daß die neu geschaffenen Gebiete sich verteidigen und sich verwalten können, sondern sie muß dann auch eine Reihe anderer Bedingungen erfüllen. Die Verfasser des Briefes führen sieben derartige Bedingütigen auf: Bedingungen der Teilung a) Die Versprechungen, die unter Einsatz aller Autorität gegenüber Arabern und Juden gemacht worden sind, müssen soweit wie möglich erfüllt werden, unter Anerkennung der unveräußerlichen Rechte der Bevölkerung, die zur Zeit der Abgabe dieser Versprechungen das Land bewohnt hat. b) Die Teilung muß ein Gebiet erneut unter britisches M a 11 11 a t stellen, das groß genug ist, um allen denen Platz zu bieten, die in dem vorgeschlngenen arabischen bzw. jüdischen Staat nicht verbleiben wollen, und groß genug, um den Geist der Zusammenarbeit zwischen den beiden Völkern zu entwickeln. c) Die Teilung muß den christlichen Kirchen des Landes die Möglichkeit bieten, ihren ererbten Besitz zu bewahren und ohne Furcht vor Unterdrückung ihren Beitrag zu dem Leben der allgemeinen Kirche zu leisten. d) Die Grenzen zwischen den neuen Staaten müssen mit den nationalen Siedl 1! 11 gs Verhältnissen so weit übereinstimmen als möglich. Einheit anerkennen, die angesichts ihrer großen mohammedanisch-ara bisch eit Bevölkcningsmehrheit, ihrer betrachtliehen jüdischen Minderheit und ihrer überragenden Bedentung für fünf limitiert Millionen Christen in der Welt im Intc-resse aller dieser Drei von der M a ח d 4t a r m acht verwaltet wird. f) Die Teilung muß den Gedanken an eine schließliche gewaltsame Bevölkerungsverschieluing zurückweisen und den Austausch von Bevölkerungen auf das Maß beschränken, das bei freiem Willen der Bevölkerung und notfalls mit der Hilfe der Mandatsregierung durchführbar ist. g) Mit der Idee des Heiligen Landes steht es nicht im Widerspruch, daß insbesondere Jerusalem ein spiri- (uellcs Heiligtum für die Glaubensülnmg aller Völker und Religionen wird. Eine solche Teilung, so endet der Brief, kann bestenfalls ein Weg zu einer endgültigen Lösung sein und ist nicht diese Lösung selbst. Eine Lösung des Palästina-Problems könne cs überhaupt nicht gehen, sondern nur eine vorläufige Maßnahme, jede Teilung aber, die auf anderen Grundsätzen beruht, könne mir zu einem neuen Unglück führen. Für ein Autonomiestatut Während über den Inhalt des Berichtes der Woodhead- Kommission noch nichts bekannt ist, beschäftigt sich die Oeffentlichkeit fortlaufend mit neuen Lösungsvorschlägen für die Palästina-Frage. In diesem Zusammenhang ist eine franz ö s i s c 11 c S t e 11 u n g 11 a 11 in e bemerkenswert, von der die englische Wochenschrift ״Great ßritam and tlie East“ vom 22. September Kenntnis gibt. Denacli hat Mr. Robert Montag 11 e im August-Heft der französischen Zeitschrift ״P o I i t i q 11 e etrangere“ etwa folgende Gedanken entwickelt: Jerusalem müsse aufhören, ein Zankapfel zu sein. Fs sei ein Fehler gewesen, es überhaupt zur Hauptstadt Palästinas zu erheben. 111 dieser Stadt sollten die Temporalien (die Dinge dieser Welt) von den Spiritualien (den Dingen, die für die Religion erheblich sind) streng getrennt werden, so daß für alle drei Glaubensbekenntnisse eine ״interkonfe ss io n eile Enklave“ gebildet wird. Sowohl die nationalarabischen Komitees als auch die Zionistische Exekutive sollten nicht in Jerusalem residieren. Die Stadt sollte lediglieh von einem Gemeinderat verwaltet werden, dem in gleicher Zahl Vertreter der drei Religionen angeboren sollen, und eine christlich-mohainmedaniscli-jiidische Polizeimacht sollte die Ordnung aufrechterhalten, deren Angehörige aus Ländern zu rekrutieren wären, die von Palästina weit entfernt liegen. Die Vorstellung eines unabhängigen Judenstaates greift Montagne ebenso an wie die Idee, daß die Juden in Palästina in dem Status einer dauernden Minderheit leben sollen. Keine Zeit sei für die Errichtung eines Juden- Staates ungünstiger gewesen als die Gegenwart; wer das Werk der Juden in Palästina bewundert, kann jedoch keinen Augenblick den Gedanken annehmen, sic als geschützte Minderlicit einem arabischen Staate zu unterwerfen. Der praktische Ratsrtrhrg־ ־ ,״dtm ־der französische Autor sodann •erteilt, besagt, daß die jüdische Auswanderung aus Europa sich nach Ländern wenden sollte, die für sie weniger gefährlich seien als Palästina, lind daß ein jüdisches Gebiet in Pa- Iästina geschaffen werden sollte mit einem ähnlichen Autonomie Statut wie dem, das die C 11 r i s t e n im Libanon von 1861 (seit der Intervention Napoleons III. bei der Pforte) bis 1914 gehabt haben. Der Rest des Landes sollte arabisch werden, wobei Ramie zur Hauptstadt erhoben werden sollte das Jaffa nahe genug liegt, um die von den Arabern gewünschte Verbindung zum Mittelländischen Meere herzustellen. Die Zeitschrift bezeichnet diesen französischen Vorschlag als aufrichtig und vorurteilslos; sie fügt einen eigenen üedanken hinzu, der in gewisser Hinsicht in gleicher Linie verläuft. Danach sollten Engländer, die bisher an PaHistina-Angelcgenheiten keinen Anteil genommen haben, unoftizieh einen Versuch machen, mit arabischen und zionistischeu Führern in Kontakt zu treten. Die arabische ״vorläufige Regierung“ sollte diesen englischen Bevollmächtigten die Zustimmung zu einer jüdischen Enklave geben, wobei zum Ausgleich jede Furcht vor jüdischer Beherrschung bescitigt wird: den jüdischen Führern sollte klargemacht werden, daß der Rat gewisser britischer und anderer Juden, dem Unerreichbaren nicht länger mit Gewalt nachzujagen, der gesiindeste ist, daß eine ״kulturelle Heimstätte“ .in Palästina den Juden für die Dauer sicher ist, daß aber ein , Judenstaat ihnen Unglück über Unglück bringen wird. > Die Zeitschrift meint, daß derartige üedankcng.änge vielleicht nur akademisches Interesse haben, daß sieh .aber andererseits die britische Regierung vielleicht ernsthaft mit ihnen befassen solle. Sollte die Woodhead-Kommissiqn keine Lösung finden, die die britische Regierung für gute halten würde, so sei fast sicher, daß die Regierung keine mjr vorgeschlagenen Auskünfte befolgen würde, die Araber und Zionisten vorgetragen haben. Man könne kaum daran , zweifehl, daß die endgültige Entscheidung für Tausende־ von Menschen eine tiefe Enttäuschung mit sich bringen wKirde. Was von offizieller Seile geschehen konnte, um gute Be- Ziehungen mit den Führern der Juden und Araber zu pflegen, ist geschehen. Man könne nicht wissen, ob nicht vielleicht eine!inoffizielle Annäherung Wunder wirken würde. Nach allem, was man wisse, seien sowohl Araber als auch Juden eher für menschlichen Kontakt als für Dokumente und Verordnungen empfänglich. Der ncbciwU'hemi v, iedergegebrne Rrcf der angelsächsischen Kirclunh.mptvr Palästinas an tlie ״Times" erheischt unsere Aufinerlvamki i.. I liesc Anfmerk'amkeit entspricht nicht nur dem InUn-se, das man der Anilierung von Persönlichkeiten entgegcnbi äigt, die erstmalig in der Oeffentlichkeit zu einer politischen Frage Stellung nehmen, sondern wird zugleich bestimmt von dein Respekt vor der geistlichen Würde derer, die zu tluMun Schritte sich bewogen fühlten. Es kann daru' er h:!1;n;- gar keine Frage sein, daß die gewissem«Bon korprrative Meinungsäußerung der auge'>:ich>:sch-protestantischen Ori'tiichkcit;11 England und Amerika stark beachtet werden und die allgemeine Auffassung in jenen Ländern über Paläsiina beeinflussen wird. LIstellt uns nicht an, über Thesen einer christlich-theologischen Ge-chichispbilosophie, die ihre Rechtfertigung־ aus eigenem ()lau beiisgrcnd schöpft, zu diskutieren. Was eine christliche Lösung der Palästinafrag(־ ist, muß der Christliehen Welt zu finden überlassen bleiben, und wenn in ihr dam her ein Gegensatz /wischen Theologen und Laien entstellen sollte, so koir.tcn wir zu dessen Ueberwindung nichts beitrage ■1. Wir können und müssen hingegen das Wort nehmen, wenn zur 'a k t 11 e I I e n P a I ä s t i n a f r a g e, zum Vorschlag der '1' e 1 I u 11 g etwas gesagt wird. Von Anfang an war der Zionismus sich der Tatsache bewußt, daß in Palästina christliche Interessen bestehen. Ikc I rage der heiligen Statten tauchte sehr frühzeitig auf, und eist vielleicht nicht nutzlos, daran zu erinnen׳, naß!Ina.;:׳:! Her/I selb't in! Jahre 1897, als aus kathoh-r lu!1 Kinnen Pcfurehttingen laut wurden, schrieb: ״Wann haben Ziotu-Jen auch nur entfernt daran gedacht, j 0! 11 a I > m ui n Bi•-;:/ die-cr com (Hauben der ganzen monotlu i-ti-ciu 1: Mi 11 ,-1׳ In 1t giweihlen ()rte zu gelangen? So wie das i ׳ ■in ׳־-, b c 10 ,־!׳,; den l’.egi iff von Sachen, die extra c o m m e r c 1;1 m ״n;d, auf-tellte, so meinen auch wir, daß du- Mir e\\!ge /.eite!! die lahigkeit verloren haben, irgend: ־: 1 :־ I h-.h. :: M.kIi; z;1 geboren". In der 'Fat: die 1 :in;:1־!cg״'.rr P11t.1t, d.e der Klang der Worte P.1..1-!.::.« i J1 111 in der ganzen Welt, und besonders der , in;1 \\ L.1, wr, kt. müssen von jedem respektiert v 1 ׳J1 11, der ,11■ bic.ch: hat, das profane Leben in Palästina 7:1 unbuI '0,1 wer dic-e Aufgabe in der rechten Weise ciiu'h;! u dl, der vred gut daran um, den von uns heute;:'• .!!:,dl- ,־,b׳׳;,n >:1tz d.-s bun/oMsdien Sclir.ftstellers, die I ciiijc ׳:״ו 1: ׳. 0. :׳ so:; :':::lin-ii, de Interessen dieser Welt und ,!1 ־.־ In h;.,cGe:er!dc!; Forderungen der Religion so Mm:;,..; i -י• c;M.,hedcn voneinander zu sondern wie ang. m.'.g, /er Pich:-cli-uir sciiu- 1 l.aiuk'his zu nehmen. I- Kann n,h! :;nnibgbcb sein, dies zu tun und doch die g 1 r 1. ׳. b t r 1: A n - ין r ti e 11 e 1 r d i s c h e r N a 111 r, die in Palas•.na •o, l;t u erden, zu crfiilicii. Daß die Altstadt vm! j 1 1!: - .1 I 1 m lo,n (iegcnsiaml jüdischer Souveränitätsf ׳'!•«!« :u!:.o 1!!-!, ha? die christliche Welt aus der jüdischen Rcakpon zum Pt elben. ht zweifellos entnehmen können. Wir sind her!,:, bc! jeder Form der Internationalisierung dieses ehr« ur.ogcu Komplexes!11 it/;:wirken. Und wenn die Christenheit wünscht, daß Statten in Galiläa, die ihr geweiht sind, als Orte frommer Andacht erhaltet! werden, ohne daß die moderne 1 .;!n\ nklung ihren Bestand und ihren nächsten Umkreis berührt, so wird zweifellos von jüdischer Seite alles geschehen, tun diesem Wunsche zu entsprechen. Es ist gewiß möglich, die dazu notwendigen KonscrvierungsmuiäiiahiiHii zu treffen. Wenn irgendwo auf dem Erdball, so miiß in PaLKtina das Heilige eine Stätte haben, von der aus es alle empfänglichen Gemüter an Höheres erinnert. Wir glauben, daß die Vorstellungen, die die jüdische Renaissance! lewegung mit ihrem Aufbauwerk in Palästina verbin det, sich verwirklichen lassen, ohne daß kirchlichreligiöse Anliegen beeinträchtigt werden. Wir glauben jedoch nie'”, daß diesen Anliegen ihrerseits nur dann richtig entsprochen werden kamt, wenn das neue Jerusalem, das größuMte’is ״as Werk der jüdischen Heimkehrbewegung ist, der iudi-,In u! icb־r‘-h<>!u־it «,nt/ogert wird. Und e'ne jüdische Kolonisation;11! i a I i I a a kann unseres Erachtens in keiner Weise als not 111! i-tlii heu, Wünschen im Widerspruch eraJitct w 11 diel. lt;r d;e Lrlialtüiig der heiligen Stätten der Ch; V! ::hr.i V>•׳ -,e ..:;־ g! Ir..!!len worden ist. Die Kirrhenh. tnpt׳.r ln;־!׳.,11 1; •־(,,r, daß der gegenwärtige Konflikt in Pala-1;:־,a in t.־r»U־r IG:!:« nicht :!:» dm Zusammenprall von Wiliom 1 ,i 1 ■ r Leder,neu, -o.idrni von verschiedenen Kul- 1;1 r v!1 1:;,־ d ( 1 1 scils c 1! a f t s f!! r!11 e tt /uruckzufünren ist, W 11:1 es 11 •t'.'Msukg ist, (!■•a <'h ist der Zusammenarbeit zimmm :! de:! '1 r; ־!1!!ר:־;׳: Kulturen und (u seilscliafts formen zu;•־!::וזיין..:;!: t!1:d /:! entu ick,111־ -- wo könnte das besser ge-, In!׳.!־:! ,!'s cg־׳:.,!;־:׳ :n < K'ddaa, wo die b0fruchtendc Wirkling der :!cis-cic׳!! s:t du mg so besonders deutlich wird? FL >t r;, 11:,;.״, daß ihr j;!d<!1 von dein T e in p o des Fortsclirßti - :::1 i and,•!׳:ne an,.!׳ re Vorstellung haben als manche Araie. r; ,aber da- W e - e n d,c>c>!'"״rtsehrities kann es k e 1 n 1־ ,Mr.11 ci'-cl)':: d c!1 hegen gebon. luß da1 ׳ ircii/en der kuunigcn■ Staaten, wo irgend ang.iu.M.r. 111'׳: s d,;1 w: d’ .mu-.cien/eii laufen, ist gewiß erwuimLh;. An a her bor, h,!!te Juden neben Arabern siedein, und v. o de׳ M-'ighrliki iiea weiterer jüdischer Kolonisation!!־ m l,1nr־M r.clit <; 5m•;׳־ft sind, da meinen wir, daß ein Miteiuatid! rlc!־cn mי"<licli -־׳in muß. Die arabische Bcvolkerung in (:.1׳i11a:1 brau, h: initcr jüdischer Hoheit keine ״AssiiiißatiMu״ /;; :urJ;u!1. und niemand bietet ihr ״־Wirtschaftliehe Wehit;1!r n" als Lnts, hudigung für das, was jedem Volke ihm einer bares JU sit/tum sein muß: seine nationile Eigenart. Wohl aber kann in einem Galiläa, das der jüdischen Kolonisation offenstcht, die arabische Bevölkerung einen Grad Her Wohlfahrt «׳!reiche!!, auf 11er basierend ihre nationale Art zu einer Entfaltung kommen kann, die in nichts hinter dem zuiiii khieiiit, was die uneingeschränkte Souveränität in Syrien oder Irak ermöglicht. Wir würdigen die gute Gesinnung, di«; den angelsiichsisehen Kirclienlianptcrn (ins Wort in die Feder legt, die christlichen M,ächte müßten das europäische Judcnproblcm außerhalb Palästinas unter eigenen Opfern lösen. Wir hoffen sehr, daß die europäischen Regierungen diese Worte hören und wohlwollend erwägen werden. Uns aber kann man nicht verargen, wenn wir in einer Situation, die unvergleichlieh ist, gestutzt auf Versprechungen und das Gewicht unserer lebendigen Leistung, hoffen, daß aus der Unsicherheit der letzten zweieinhalb Jahre in PaR.itina eine nationale Heim- Stätte für unser Volk hervorgehen wird, die diesen Namen zu Recht trägt. Wir hoffen, daß cs mehr sein wird als nur eine ״Enklave״, und wir müssen fordern, daß es nicht nur eine Heimstätte sein wird für den jüdischen Geist, sondern auch für einen großen jüdischen Körper, ohne den jener < ieiM nicht leben kann. Für diese Heimstätte erhoffen wir die Zustimmung 1mseres arabischen Nachbar». Jede Bemühung von britischer Seite, die diese Zu-tinnniing erreichen will, wird von uns begrüßt werden. Sollte sie freilich von einer Anerkennung der ״Regierung der Nächte“ begleitet sein, so würden nicht nur wir uns mit Bitterkeit fragen, ob dies der Erfolg der gerade in Engl.urd :;enihmte:! Zurückhaltung des jüdischen Jisdutv, sein soll, Mindern die breiten Schichten der arabischen Bevölkerung, die unter Opfern local geblieben sind, würden sich ebenso fragen, welchen Wert die «Mandatarmacht der von ihr so oft geforderten staatsbürgerlichen Disziplin in Wahrheit bemüht. W. G. Ausschreibungen für öffentliche Bauten Aus Tel Awiw wird uns geschrieben: Unter den mannigfachen Arbeiten, die die Stadt Tel Awiw projektiert hat, sind eine Reihe von öffentlichen Bauten. Die wichtigsten davon sind die große Zentral markthalle in Tel Awiw, über die seit langer Zeit verhandelt wird, und eine Reihe von Schulbauten, die die nötigen Klassenräume für die stark gewachsene Schulkinderzahl stellen sollen. Bei eiert verschiedensten Gelegenheiten ist im Stadtrat über die Notwendigkeit gesprochen worden, eine ö f f e n tliehe Ausschreibung für die Pläne dieser Bauten zu machen. Als — vor bald dreiviertel Jahr — diese Frage der Ausschreibung für den Plan der Markthalle diskutiert wurde, lehnte man diese Prozedur ab mit der Begründung, das Projekt müsse mit tunlichster Eile in Angriff genommen werden, um der in der Stadt herrschenden Arbeitslosigkeit möglichst schnell ab/uhclfcii, Dieses Argument ist in der gegenwärtigen Periode von größtem Gewicht, und der Plan einer Ausschreibung wurde daraufhin fallen gelassen. Jetzt ist seitdem bald dreiviertel Jahr vergangen, der Bau der Markthalle ist noch nicht begonnen worden, und cs wäre wahrlich genug Z.eit gewesen, um eine Ausschreibung zu veranstalten. Nun steht dasselbe Problem von nettem vor der Munizipalität, die sich — sobald alle finanziellen Voraussetzungen erfüllt sind -- für den Bau einer Anzahl von Schulen vor - bereitet. Es handelt sich um ein Projekt von ungefähr C 1 0 0 06 0; vermutlich wird man 6—7 Gebäude erstellen, abgesehen von den Vergrößerungen an bestehenden Schulen. Es ist an sieh eine Selbstverständlichkeit, daß bei der Ausführung öffentlicher Gebäude allein Architekten des Landes die Möglichkeit gegeben \yird, ilire Pläne vorzulegen . In Palästina, wo wir auf dem Gebiete der Architektur tni t einer Fülle ungelöster Probleme zu tun haben, ist die Her - anziehung aller Interessenten für die Planung von Gebäude! 1 noch von besonderer Bedeutung. Wir können es uns noc 11 nicht leisten, nach einem bestimmten Schema vorzugehen - - was freilich bereits oft genug geschieht —, wo klimatische Bedingungen besondeie Anforderungen stellen, denen wir erst zu einem Teile entsprechen können. Die Architekten im Lande haben wieder und wieder die Förden Jig nach öffentliehen Ausschreibungen gestellt und theoretisch hat man ihnen auch Recht gegeben. Man sollte nun Zusehen, daß auch praktisch diese Forderung als eine Selbstverständlichkeit betrachtet wird.