Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 75 (20.9.1938)
- Date
- 1938-09-20
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Buenos Aires 3× ep/1047860
- Montevideo 3× ep/1045213
- Ernst Blass 1× ep/1028016
- Friedrich Gundolf 1× ep/1025075
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- Heinrich Landesmann 1× ep/1004839
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- Nelly Sachs 1× ep/1006402
- Oskar Baum 1× ep/1024770
- Pretoria 1× ep/1045482
- Ramsgate 1× ep/1045506
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Seite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 75, 20. IX. 1938 Geduld! Die Anstrengungen verschiedenster Instanzen, die Wander u n ״ s rn ö ״ I i c h k e i t e!1 für Juden aus Deutschland 7u erweitern, werden von uns mit äußerster Erwartung verfolgt. Keine Nachricht hierüber, die nicht in jeder jüdischen Familie Iloffnung oder Niedergeschlagenheit erweckt; keiner, der nicht an der kleinsten Chance, die dem Nächsten sich zu eröffnen scheint, freudigen Anteil nimmt; keiner, der nicht die Depression zuinne.st miteinpfimlet, in die «ine ablehnende Auskunft den Freund versetzt. Die Spannung der Nerven, in die das Warten und das Auf und Ab in der Bearbeitung jedes Antrages die Menschen versetzt, ist oft kaum erträglich. Kann man erwarten, dal! in dieser Lage Bemerkungen, die das Verhalten des Ei n z e i!י e 11 be reffen, Gehör finden? Wie schwer die Belastung ist, die jeder zu tragen hat, und wie sehr man auch heg/eif., dal) Unruhe und Nervosität nicht zu beseitigen s tui: es mul) versucht werden, sie zu bändigen, so weit e> irgend angelt'. Die von jüdischer Seite mit der Aus wände :mg be lall. ■11 Stelen, Hilfs verein und P a 1 ג s t i n a - A in t, lei-t 11 ei״e ungeheure Arbeit; die Berater, die in ihren B:ro־ t,.!;׳ sind, haben fast aufgehört, private Menschen zu sein. I)ic s״c-l־sc!1e Belastung, die die Beratimgspraxis für sic mit si 1'׳!)ringt, die sie zu Sammelbecken aller Sorgen maciti. i-t riesengroß; sie wird — was manche zu glauben scheinen -■ durch die Tatsache einer Anstellung und einer Tätigkeit siche lieh nicht ausgeglichen. Eine Bitte muß ausgesprochen werden: die Bitte, die Kräfte der Selbstbeherrschung nicht erlahmen zu lassen. Wir wissen, dal! diese׳• Wunsch leicht ausgesprochen und nur schwer erfüllt werden katn. Dennoch muß im Gesamt- Interesse aller auf diesen Punkt hingewiesen werden: er meint nichts anderes, als daß wir cs uns selber leichter machen sollen, soweit wir es vermögen. —s Jüdisches aus Holland Von mwerem Berichterstatter RI.. Den Haag. 16, September Die Abänderung der Vorschriften über die Zulassung von Anwälten in Holland, die im Gegensatz zu den bisher gelfeiuieu I’״ si cumii ngcti den Besitz der holläudisehen StaatsbnrgiM schalt verschreibt und damit Atis'änder in Zukunft von der ZiLawuu.; zur Anwaltschaft ausschließt, geht zu: uek auf Bi «drebtitigcii, die seit mehreren Jahren m der hn!Un11!w־lH‘n Anwaltschaft sich geltend machten. Bereits im Jahre 10 D batte der Vorstand der N’iederländisehen Advokaten-Vereinigung״ ein entsprechendes Ersuchen an den Ju-ti/uu lisfer gerichtet, Im F-'ebruar dieses Jahres hatte s.cli dann der jetzige Justi/mirii-ter ebenfalls in diesem Smne ausgesprochen. Von der I Vhergangsregclung. die die vor dem 1. Septem her 10iS /;!gelassenen Ausländer noch bis /um 1. Januar!042 in ihrer Punktion beläßt, jedoch für diesen Zeitpunkt die Löschung verfügt, werden auch eine Reihe von Juristen betroffen, die früher in Deutschlanci tätig waren (sofern sie nicht bis za dem angegebenen Zeitpunkt die niederländische Staatsangehörigkeit durch Einbürgermig erworben haben). Das Comite voor hij/omlere joodsche belangen hat eine kleine Schritt lieratisgegeben, in der ein Einblick in die fünfjährige Hilfstätigkeit für Emigranten in Holland gegeben wird. Zugleich wird darin die Aufforderung an den Leser gerichtet, das Hilfswerk durch großzügige Spenden instand zu setzen, die Arbeit fort/uset/en. Gelegentlich der Anwesenheit von Dr. A. Rosen-?e!d, Tel Awiw, der hier über die Bedeutung der hebräisetien Sprache referierte, wurde beschlossen, eine holländisehe Abteilung des ßrith Iwrith Ol am ith ins Leben zu rufen. — Die Jahresversammlung des Niederländischen Zionistenbundes wird in diesem Jahre am 10. und 11. Dezember in Haarlem stattfinden. Der Gelehrte Prof. Dr. lsak Marken, der seit einiger Zeit in Amsterdam lebte, wurde als Rabbiner an die sefardische Gemeinde und als Dozent an das Montefiore-College in Ramsgate berufen. Prof. Marko״ hatte in Rttß'and einen bekannten Namen als Orientalist und Judaist. Nach dem Kriege hielt er zunächst in Berlin Vorlesungen am Rahbmer-öemiiiar. Später ■wurde er mit der Leihtrig der Bibhothek der deutseh-israelilisrhen Gemeinde in Hamburg bctraut, die er zu einer wichtigen Statte jüdischer Wissen- Schaft mit einem umfangreichen Bücherbestand entwickelte. Prof. ,Marko 11 hat eine reiche pub!i/ist:sehe Tätigkeit entwickelt. Er ist heute der bedeutendste forscher auf dem Gebiete der Karnergesdiichte und nimmt eine führende Stellung in der hebräischen Bilde graphie ein. Ph. C 1> n p e n 11 a g e 11, der Rabbiner der NiederländischfsraehtisJu-n Hauptsvnagoge in Amsterdam, feierte seinen 60. Geburtstag, In der < 1 ■■•luotsclia׳' ui.ar de Joodsche Wetenscbap sprach Siegfried von P r a a g über ,,Jüdische Typo’ogie“. Er stillte um judis. iie I ypeii auf: den kritischen, den sensuaiistisclH'11, den aske.ischcn und der! Phantasietypus, und verdeutlichte diese Ei-iteihing durch, Hinweis auf praktische und literarische Beispiele. In puk hri Studio im Haag wurde gelegenflicli des Regierungsiiibihninis *•ir.e G e in :11 d e a u s s t e I 1 u n g veranstaltet, die einen Uebern'ick über die letzten vierzig Jahre hnliamlischer Malerei gab. Neben David Bl es, der schon ein Jahr nach der Thronbesteigung der Königin starb, waren von jüdischen Kun-t-em vor allem die Israels vertreten. Von Jozef Israels war ein Selbstporträt und ,.Der Geldzahler“ zu sehen, von seinem Sohn Isaac unter anderen das hervorragende Porträt seines Vaters. Nach einem Konzert Simon Gold her gs mit dem Residcn/orchtsfer wurde die Schcveninger Musiksaison mit einem überfü'iten Abscluedskcmzert von Ignaz. Neu mark beschlossen, bei dem die zwölfjährige Pianistin Fanja Chap i r 0 (aus Soerabaja auf Java) starken Beifall fand. Praxisschluß jüdischer Aerzte. Die kassenärztliche Vereinigung Deutschlands, Landesstellc Berlin, weist darauf hin, daß diejenigen jüdischen Kassenärzte, denen nach dem 30. September 1938 die Ausübung des Aerzteberufes nicht mehr gestattet ist, die zu diesem Zeitpunkt noch vorhantierten Bestände an Sprechstundenbedarfsartikeln zusammen mit Rezeptvordrucken, Nummernstempeln usw. unverzüglich zurückzugeben haben. Der Anspruch auf Rückgabe müßte notfalls im Wege der Klage vor den ordentlichen Gerichten geltend gemacht werden. 11m11mu1M111111111111111H1t11m11111m111m11n1111111111m1111111111111111111n1!111111mm1H1m111111111m1111Mnm1111m11111n1111111111 Die ftäcksU lände^-IluHcUcUau erscheint am Kommenden Freitag Sic bringt u. a.j Der Rabbi blies Sebotar Ein Ferientag 4er Ludwig Tietx Sehule In der Lehretitte für Metallbearbeitung Südamerikanische Eindrücke ״Auch du wirst so werden“ Kulturelle Probleme in Argentinien Bewußt und unbewußt dringt man ein ins jüdische Lehen — und wenn man sich hinsetzt, um dies jüdische Leben zu beschreiben, staunt man, wie tief inan schon in ihm verankert ist. Nach und nach beginnt man in Gesprächen statt des fremdklingenden ,,Sic“ das heimische ״Wir“ zu benutzen. Langsam beginnt man auch die guten und schlechten Seiten zu verstehen. Kritik ist dabei gewiß notwendig. Der jüdische jischirw Argentiniens kann ohne Kritik nicht gedeihen. Gewiß, er ist noch zu jung, um große Kulturreichfümer auigespeichert zu haben, andererseits aber ist er schon viel zu alt angesichts der erschreckenden Armut aut fast allen Gebieten der Literatur und Kunst. Wir haben eine Presse. Aber diese Presse verdankt ihre Existenz und Stärke der Geschäftswelt, welche sich liier mehr als in irgendeinem anderen Lande der Zeitungsrekiame bedient. In Argentinien inserieren nicht allein Ladenbesitzer und Fabrikanten, sondern auch Aerzte und Rechtsanwälte. Mindestens zwei achtspaltige Seiten der jiddischen Tagespresse von Buenos Aires sind täglich angelü'lt mit Inseraten von Aerzten und SpezüVisten, Meistens entha'ten die 12—Inseitigen Zeitungen die Hälfte Anzeigen und sehr oft sogar zwei Drittel. Trotzdem, oder besser gesagt gerade darum, weist diese Presse eine zieuüich holt;• Za 11; Abonnenten auf. ihr Preis ist nicht geringer a's der der spanischen Zeitungen mit einer zehnfachen Auf'age. In keinem andern Lande inserieren Juden so viel, lesen aber auch Juden so gern Anzeigen wie hier. Die hiesige jiddische Tagespresse kann sich rühmen, die jüdischen Massen zu Anzeigenlesern erzogen zu haben. Dieser Zustand ist in Wirklichkeit ungesund. Zudem wird die Sprache dieser Anzeigen von niemand korrigiert. Sie hat andere Formen, verwirrt die Leser, führt sie langsam aber sicher vom jiddischen Sprachweg. Alan sagt hier, daß Presse keine Literatur ist. Gut. Aber die jiddische Presse Argentiniens kann man auch nicht als ein hervorragendes Kulturdokument be/ lehnen. Auch mit dieser Tatsache könnte man aWj ראש הש1ד! ״!®»»ft Sorugipreii in Deutschland RM 5.75 Im Ausland ...... RM 6.•*- ■' ■Sf• ■■"■■■■/ / JÜDISCHE RUNDSCHAU VERTRIEBS-ABTEILUNG / BERLIN W 15 sich abfinden und vom Standpunkt eine* Geschäftsmannes vielleicht auch stolz sein. Aber in den Redaktionsstuben der hiesigen jiddischen Tagespresse sitzen Idealisten, welche dennoch glauben, ‘daß sie Kuiturtaten vollbringen. Man füllt die Anzeigeidiicken mit Beiträgen ausländischer Journalisten aus. Dieser Teil der hiesigen Presse hat aber nichts mit den örtlichen Fragen und Problemen zu tun. Nimmt man den literarischen Teil auswärtiger Schriftsteller heraus, dann bleibt Eigenes kaum übrig. Es gibt viel Jiddisches in Argentinien, aber fast gar nichts Argentinisches im Jiddischen. Wenn jemand einmal wagt, etwas über diese Angelegenheit zu schreiben, so in einer solchen Form, daß niemand, am wenigsten diejenigen, welche es angeht, davon Notiz nehmen. In jedem europäischen Lande und in allen Städten und Städtchen gibt cs jüdische Repräsentanten von hohem Ansehen: Autoritäten, zu denen man mit Stolz aufschauen kann; Gelehrte, bei deren Anblick inan mit Achtung erfüllt wird; Rabbiner, welche uns Trostworte sagen. In Buenos Aires alter gibt es reiche Juden, welche sich für Autoritäten halten, und arme Juden, welche in ihnen solche erblicken. Ich sehne mich nicht mehr nach dem Chassidim-Stübl. Ich sehiw! mich auch nicht nach den krummen Gestalten tles Ghettos. Aber ich sehne mich nach dein jüdischen Antlitz, den verträumten, Geist und Wärme ausstrahlenden Augen jener Juden; ich sehne mich nach dem milden Blick jener Gestalten, bei deren Erscheinen ich unwillkürlich aufstehen mußte. Ich bin ein Mensch der Masse, komme nicht in di« Kreise, wo hohe Gelehrte verkehren. Ich schaue in jüdische Betriebe und Werkstätten, unterhalte mich mit Arbeitern, Händlerin und Kleingewerbetreibenden, Ich sehe, daß sic alle auf dem besten Wege sind, das zu werden, was die anderen bereits sind, obwohl sic sich mit aller Kraft dagegen wehren. Ich sehe, daß es ihnen nichts helfen wird, daß auch sie bald dasselbe Gesicht bekommen werden und uns mit demselben Blick anschauen. Die Atmosphäre und alles um sie herum zwingt sie dazu. ״Auch du wirst so werden“, das ist die einzige Antwort auf alle Einwendungen, Die Menschen sind sich selbst überlassen. Niemand fragt nach ihnen. Niemand kümmert sich um sie. Niemand hat Zeit für sie. Und wer etwas fragt, bekommt die Antwort: ״Hier ist Amerika.“ Warum aber muß cs in Amerika so sein? Wer die Frage beantworten will, dem gibt man nicht das Wort. Aber wen die Frage nicht quält, der wird die Antwort verstehen. ״Hier ist Amerika!‘' Mit diesem Satz wird alles gedeckt. Moses Katz Einwanderer in Uruguay Montevideo, im August 1938 Die starke Einwanderung von Juden aus Deutschland in letzter Zeit hatte zur Folge, daß die seit etwa zwei Jahren bestehende Synagogen gemein de einen erhebliclicn Zuwachs an Mitgliedern zu verzeichnen hat. Demzufolge hat sich auch der Aufgabenkreis erheblieh erweitert .Die vor kurzem abgehaltene General- Versammlung der Synagogengemeäride — hiermit ist die Gemeinschaft aeiitselisprcditnder Juden gemeint, da es selbstverständlich auch noch andere jüdische Religionsgemeinschäften gibt — hatte deshalb bedeutsame Entschlüsse zu fassen. Als Wesentlichstes sei erwähnt, daß die Schaffung eines Rabbinats und die Ernennung des Rabb. Gustav Roseinann (früher Bremen) zum Gemeinderabbiner be« schlossen wurde. Ferner wurde der Wirkungskreis der Gemeinde über die bisherigen Aufgaben einer Religionsgemeinschaff insofen erweitert, als ein Wohlfahrtsamt errichtet wird« das in Zusammenarbeit mjt bereits bestehenden Organisationen (Hicctn usw.) die unzähligen Aufgaben übernehmen soll, die angesichts der Lage vieler Gemeindemitglieder schnellstens zu erfüllen ist. Für die hohen Feiertage wurde die Mietung eines etwa 1000 Personen fassenden Raumes in Montevideo beschlossen. Ein kürzlich stattgefnndener Ministerrat hat die Vorbereitung eines neuen Einwanderungsgesetzes be* schlossen und eine aus einigen Ministern bestehende Kommission eingesetzt, die das Gesetz ausarbeiten soll, um es möglichst unverzüglich den gesetzgebenden Körperschaften vorzulegen. Das Gesetz soll eine Restriktion der Einwanderung enthalten und damit voraussichtlich die bisher in Gültigkeit gewesenen Eimvanderungsbestimmungert erheblich erschweren. Vor allem richtet sich das Gesetz — so nimmt man an — gegen die Einwanderung von Menschen, die kominerzielle und handwerkliche Berufe ausüben, bei denen bereits ein Uberschuß an Arbeitskräften bzw. selbständigen Existenzen vorhanden ist, und die sich vornehmlich in Montevideo niederlassen, vor allem auch gegen die ambulanten Gewerbetreibenden. Verschiedene Gremien, wie die Handelskammer, die Vertretung der Lebensmittelhändler u. a. haben entsprechende Eingaben an die Regierung gerichtet und um Aenderung der Einwanderungsbestimmungen gebeten. Es w ird in der Presse immer wieder betont, daß wirkliche ״a g r i c n Itores“ stets erwünscht sind, da das Land hierfür noch genügend Platz und Entwicklungsmöglichkeiten biete, während die Uebersetzung der kommerziellen und handwerkliehen Berufe Probleme schaffe, die bisher in Uruguay kaum bekannt waren. Es bleibt vorläufig abzuwarten, wieweit die neuen Bestimmungen gehen werden. Paul Lesser. Post nach Uebersee Vom 20. bis 28. September (ohne Gewähr) Die angegebenen Zeiten lind die A h g a n g י!eiten det Züge bzw I 1- 7; סge aus Berlin. Die Sendungen müssen 1 — Jt/j Stunden vor Abgang hei der zuständigen Bahnhofapacinnztalt (Fliigpo't beim Postamt SW 11) vorliegen. Anschluß im Reich entweder bei Durchgang de! Ziige bzw. Flugzeuge oder durch Sendung nach Berlin oder direkt an die ZwischenstBtionen. Bei der Aufschrift empfiehlt s:di die Anbringung von I.eitvennerken. Padistina 61b Anh. Bhf. 22.50. Abgang München 12 Sinn-len später): via Bi.mliii mii 25. Haifa; 24. via lieig.ad, 28. lluiia; 26. via Belgrad. 30. Haifa; 28. via Brindisi mit ״Gerusalenune“, 2. 10. Haifa. 1. ultpost! Mo.. Mi.. Fr. 7-00! 9.50 Wien; Di.. Do.. Sbd. lydda (I,in:* Warschau—l.vdda über Athen). — Di., Do.. Sbd. 7.00; 8.15 Halle/f .eipzig; 9.60 Wien; Mi., Fr.. Stg l.vdda (I.Lnie Amsterdam — Bandaeng über Athen). — Sbd. 11.20; Mo. Tiberiai (Linie London—Singapore über Rom). U.s. A. (außer am 20. u. 27. Pot.sei. Bhf. 15.45): 20. Bhf. Charlbg. 23.57) mit .,Bremen'‘ via Cherbourg, 26. New Vork: 21. mit Manhattan“ via I-e Havre. 29. New York: 22, mit ,.Dcubrhlaml'' via Cherbourg, 30. Jfc»׳ York; 27. (Bhf. Chlbg. 23.57) mit ,.Europa“ via Cherbourg. 3. 10. New York. Luftpost (Narhbtinge Flug): 21. u. 28. mit Luftpost über Köln zur ״Bremen“ bzw. ״Europa“ 9.50, 11.00 Köln. Südamerika! 22. (Anh. Bhf. 22 50) via Neapel mit ״Neptunia“, 6. 10. Rio. 10. 10. Buenos Ahes. 25. (Charlbg. 11.15) via Lissabon mit ״High Brigade‘, 10. 10. Rio, 14. 10• Buenos Aires. Luftpost, (auch nach Mittelamerika und Wcstindien)! Mi Postschi. 21.00; Da. 6 00 Frankfurt a M t Sbd. Rfo; Stg. Buenos Aires (Deutsche Luitp.). — Sbd. Pastsdil. 12.15; Di. Rio; Mi. Buenos Aires (nicht nach Bolivien und Kuba) (Frz. Lufip.) Südafrika: 21. (Bhf. Charlbg. 23 57) via Southampton mit ,,Pretoria“, 6. 10. Kapstadt; 22. (Bhf. Friedlichst!13.57 .׳) via South ampton mit ״Arundel C“, 6. 10. Kapstadt. Luftpost: Mi. u. Sbd. 7.00t 9.60 Wien: Mo. 0. Do. Kapstadt (Linie London—Kapstadt übet Athen). Australien: 22. (Anh. Bhf. 9.20) via Marseille mit ״Suathallan‘• 21. 10. Melbourne, 22. 10. Sydney. Luftpost: Di. u. Do. 7.00; 8.15 Halle/1 .eipzig: 9.50 Wien» Di. u. Sbd, (nach einer Woche) Sydney; Mi. u. Mo. Melbourne (Linie Amsterdam—Bandoeng über Athen). Jüdisches Blindert Jahrbuch 5699 (193S C39), herausgegeben von der Selbsthilfevereinigung der jüdischen Blinden in Deutschland, e. V. Jüdischer Buchverlag Leo Alterthum, Berlin-Charlottenburg 9. — Die Selbsthilfevereinigung der jüdisehen Blinden in Deutschland, e. V. bemüht sich seit 1934, durch Arbeits- und Erholtingsfürsorge sowie durch zusätzliehe Wohlfahrt die wirtschaftliche Lage der jüdischen Blinden zu verbessern, sowie ihre geistigen Interessen durch Veranstaltungen aller Art zu heben. Sie bedarf hierbei und zur Erlangitnj; der dafür notwendigen Mittel der Mitarbeit der jüdisenen Sehenden. Deshalb wendet sich die Selbsthilfe- Vereinigung alljährlich mit einem Jahrbuch an die jüdische Öffentlichkeit. Der vierte Jahrgang bringt neben Zeichnungen von Horst Moratz und Photographien einen einleitenden Aufsatz über die Persönlichkeit des verstorbenen ersten Vorsitzenden der Vereinigung, Robert Hirschfeld. Der Hauptteil steht unter dem Motto ״Der Blinde in Bibel und Scnrifttum“. Gemeinderabbiner Gustav Cohn, Leipzig, schreibt über ״Der Bünde int biblischen und nachbiblischen Schrifttum“ und Karl Escliers über die Darstellung des Blinden im altgriechisehen Schrifttum. Sehende und blinde Dichter kommen dann zu Wort, so John Milfon, Hieronymus Lorm, Friedrich Gundolf, Arthur Silbergleit, Gertrud Chodziesner, Nelly Sachs, Oskar Baum, Ernst Blaß, Elly Groß, Max Zodykow. Der Schlußteil des Jahrbuchs ist der modernen Blindenfürsorge gewidmet. Hier sei besonders auf den Abdruck einiger Adschnitte aus Dr. phil. et jur. Ludwig Cohns Werk ״Der Weg ins Leben“, auf die Darstellung der Jüdischen Blindenanstalt in Berlin-Steglitz und auf die Arbeit der blinden Blindenlelirerin Betty׳ Hirsch, London, über ״Die Blindenpflege in USA“ hingewiesen. Praktische Literatur über Auswanderung. Demnächst er* scheint irti Verlag Joseph Jastrow, Jüdischer Buchverlag und -vertrieb eine Broschüre von ca. 100 Seiten, enthaltend Auswanderimgsvorschriftcn für Juden in Deutschland, von De- Visenberater Dr. Heinz Cohn und Dr. Erich Gottfeld. Diese Arbeit entspricht einem häufig empfundenen Bedürfnis, da es bisher an einer vollständigen Zusammenstellung und allgemein verständlichen Erläuterung dieser Vorschriften gefehlt hat. Das Werk ist nicht für Devisenberater, sondern für das Publikum geschrieben, ״Wie di« Kunstfilscher arbeiten•', heißt ein Buch von Adolph Donath, das im Verlag Dr. Eduard Gr6gr & Sohn in Prag 11 erscheint. Es orientiert über fast alle Gebiete der Kunstfälschung. Donath bringt zahlreiche Abbildungen, auch aus der modernen Malerei. /