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Jüdische Rundschau · 1938-09-16 · Heft 74 (16.9.1938) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 74 (16.9.1938)
Date
1938-09-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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5*1t* 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 74, 16. fX. 1938 Für das Kind Für die Dame Für den Herrn modische &uatitäUläeiäuna' _״ TAUtNTIllUgTIlAlll 1*1* ■! *״ •! 11? *j ■י 9m Seite ihr Ursprungsland verlassen müssen, einen prov i s o r i s c h c n .A u f c n th a 11 unter menschlich ertragliehen Bedingungen, verbunden mit einer Arbcitsmöglichkeit, die 7.um Teil auch dem allgemeinen Wähle zugutekommen soll, zu sichern. Diese Anregung wird auch weiterhin verfolgt werden müssen. Der amerikanische Direktor des Intergouvernementalen Auswanderungsamtes, Mr. R11 b 1 e e, hat bisher seine Arbeit noch nicht in vollem Maße aufnehmen können, offenbar weil die erregte Zeit nicht dazu angetan war, ruhige Verhandlngen zu fördern. Wir müssen aber annehmen, daß dem Londoner Büro das Material und die sich daraus ergebenden Notwendigkeiten bekannt sind. All dies aber genügt nicht, um einer Lösung des Problems auch nur nahezukommen. Der Präsident der Vereinigten Staaten und — seinem Rufe folgend — die Vertreter anderer Mächte haben durch die veranstalteten Beratungen bewiesen, daß sie Verständnis für die Ungewöhnlichkeit des Probk׳ms und die daraus sich ergebende menschliche Not haben. Sie wissen, es handelt sich um etwas vollständig Neues. Wie aber kann eine so neue, so einzigartige Sache durch Festhalten an den alten Metlioden und im Rahmen der bisherigen Praxis bewältigt werden0 Man muß einsehen, daß dies unmöglich ist. Der Präsident und das Volk der Vereinigten Staaten müssen 11 o c h einen Schritt weiter geilen, als sie gegangen sind. Sie müssen auf neue Anforderungen mit neuen Mitteln antworten. Wir wissen, was die Auswanderiing suchenden Juden bereits den Vereinigten Staaten zu danken haben, und man darf wohl sagen, daß die Juden der Vereinigten Staaten und alle, die mit Hoffnung auf dieses Land blicken, tiefe Dankbarkeit empfinden. Man möge es nicht falsch auslegen, wenn wir, die wir an dieser Stelle für die Juden in Deutschland zu sprechen haben, freimütig und offen die Aufmerksamkeit der verantwortlichen Männer Amerikas darauf lenken, daß י <U1re wohlwollende und *humane Initiative sich nur , dann voll auswirken kann, wenn das T e m p 0 */,4er Einwanderung beschleunigt werden kann. Wir haben kein Recht, in die amerikanische Gesetzgebung hineinzureden, und wir wissen, wie das Volk der Vereinigten Staaten an der formalen Geltung der bestehenden Gesetze festhält. Dennoch richten wir einen Appell an den Präsidenten der Vereinigten Staaten, an seine gesetzgebenden Institutionen, an das amerikanische Volk. Die Lage der auf Auswanderung Warten- KPanHan-uersicharuna Philipp ücho ״,,T״ den ist einzigartig, ist mit nichts bisher auf diesem Gebiete Dagewesenen zu vergleichen, ist ein kaum zu beschreibender Schwebezustand; und durch die Ausstellung von Affidavits ist nach den Gesetzen des Landes die Voraussetzung für die Einwanderung erfüllt, nur daß gemäß dem Quotensystem diese sich über niehrcre Jahre verteilen würde. Wir appellieren, durch ein Sondergesetz zu ermöglichen, daß alle diejenigen, die die Voraussetzungen erfüllen, schon jetzt Ins Land gelassen werden, eventuell in der Weise, daß die Quote künftiger Jahre vorausgenominen und später abgezogen wird. Die Juden in Deutschland sind eine quantitativ begrenzte Gemeinschaft. Wenn man in einem Jahre himderttausend und im nächsten Jahre wieder hunderttausend von ihnen ins Land läßt, so besteht — vorausgesetzt, daß auch die anderen Auswanderungsmöglichkeiten, vor allem die nach Palästina, bestehen bleiben, — nicht die Gefahr, daß nach Ablauf dieser zwei Jahre nochmals ähnliche Anforderungen seitens der Judenheit in Deutschland gestellt werden, denn ihr ganzes Problem wäre dann liquidiert. Wir habert die Ziffer hunderttausend hier nur versuchsweise gebraucht, nicht um uns auf eine bestimmte Zahl festzulegen. Was wir meinen, ist nur dieses: Lasset die Menschen, die bereits gültige Affidavits haben, nicht jahrelang warten! Tut nicht so, als ob nichts Außerordentliches geschehen wäre, als ob heute noch dieselben Verhältnisse wären wie zur Zeit des Quotengesetzes! Diese Wänderung, die jetzt vor sich geht, ist ein Elementarereignis. Für Amerika bedeutet das Einströmeu von hunderttausend Einwanderern mit fleißigen Händen und intellektuellen Fähigkeiten, die zum großen Teil selbst Arbeit schaffen, keine große Belastung, es ist ja nur ein winziger Tropfen in dem Meere dieses ungeheuren Millionenvolkes, das einen Kontinent bewohnt und entwickelt. In den Jahren vor dem Weltkrieg sind jährlich eine Million Einwanderer nach USA. gekommen; allein von jüdischen Einwanderern sind in den Jahren 1899 bis 1914 jährlich etwa 95 000 ins Land gekommen. Diese Jüdisches aus Ungarn Von unserem Berichterstatter Budapest, 12. September Die Blätter veröffentlichen die Liste der bei der vorjährigett Pariser Weltausstellung prämiierten Aussteiler, die Ungarn den sechsten Platz in der Reihe der Nationen verschafft haben. Unter ihnen befindet sich eine beträchtliehe Anzahl von jüdischen Firmen und Unternehmungen. Bei dem jüngst abgeschlossenen Weltkongreß der Ungarn gab dessen Vorsitzender, Baron Sigin, Perenyi eine Erklärung ab, in der er jener großen Ungarn Ervvä’hnung tat, die diesem Namen in der ganzen Welt Ehre vorschafft haben. So erwähnte er u. a. die jüdischen Asienforscher A. Väinbery und Amsel Stein, den Nobelträger Robert Bäräny, die Violinkünstler Szigeti und Erna Rnbinstein, die Architekten Frisch und Oskar Kaufmann. In den provisorischen Räumlichkeiten einer hauptstädtisehen höheren Handelsschule wurde jüngst ein Biblisches Muse uni eröffnet, dessen Zweck es ist, die Bibel und ihr Milieu durch anschauliche Darstellungen dem Verständnis der heutigen Menschen nähern!bringen. So sehen wir teils in Pliotographien und Diapositiven, teils in durchleuchteten Panoratnabildern den Zug Israels durch die Wüste, den Berg Sinai, die Stiftsliütte, die Schauplätze historischer Ereignisse, vor allem Jerusalem mit den unterirdischen Bauten Salomons. Ein von den französischen Archäologen Perrot und Chjpiez entworfenes Modell zeigt ans das Heiligtum, wie es uns im B. Wili HAMM I» IANOS j KÜHLSCHRÄNKE: BOSCH RADI O I FRIGIDAIRE «. B*rllnWl5, KurfOr»tondamm 805 / Ruf: 9137 1« Gesichte Ezekiels geschildert wird, ein anderes den nach diesein Vorbild erbauten Tempel des Herodes, mit allen seinen Bauten und Nebenbauten. In plastischer Darstellung sehen wir das Tal Kidron mit seinen Grabfeldern, das Grab Rachels mit dem Hintergründe Bethlehems. * Rabbiner Dr. Franz Hcvesi wurde vom Kultusminister zum Professor der Homiletik am Budapester Landesrabbiner- Seminar ernannt Der junge Hevesi folgt auf diesem Lehrstuhle seinem Vater, Großrabbiner Dr. Simon Hcvesi. In jüngster Zeit sind verstorben: Der 72jährige orth, Rabbiner von Nvirbator, P. Naftali Teitelbaum, Mitglied des orth. Zentralausschusses; die jüngste Tochter des seinerzeitigen Rabbiners von Da Szcrdahely, R. Jehuda Aszöd, Ww. M. Wosrier, im 94. Lebensjahre; Albert O s er, der letzte Vorsitzende der jüngst aufgelassenen sefardischen Gemeinde in Budapest; Oberregierungsrat Dr. Karl B a r n a, Rechtskonsulent der Donau-Damplschiffahrts-Gesellschaft, Kultur- Vorsteher der Poster Isr. Gemeinde, an dessen Namen sich die Reorganisation der Gemeindebibliothek, sowie die Einnrichtung der freien Universitätskurse und des ״Pädagogiums für Eltern“ knüpft. * In der von der Landesgrenze durchschnittenen Komitatsstadt S ä t 0 r al j a - U j h e 1 z (kurz: Ujlielz), die ehemals eines der lebhaftesten Zentren des jüdischen Lebens in Ober- Ungarn war, feierte die konservative Status quo-Muttergemeinde, von der sich eine orthodoxe, sodann eine chassidische Gemeinde abgespaltet hat, in den jüngsten Tagen ein seltenes Doppeljubiläum: den 100jährigen Bestand ihrer Martin Kesten bau in-Sc hule und den 50jährigen ihrer Synagoge. Der Begründer der Schule war ein jüdisch-unwissender Bauer, der aus Sehnsucht nach dem Wissen sein in fleißiger Feldarbeit erspartes beträchtliches Vermögen rein kulturellen Zwecken?.!!führte und u. a. 100 Ü00 Gulden für die Errichtung einer jüdischen Schule vermachte, die seinen Namen — da er keine Kinder hatte — erhalten sollte. Die Schule erfüllte sowohl als Gemeinde-, wie als Unterreal- und als israelitische Musterhauptschule einen kulturellen Beruf: unter ihren ersten Lehrern befand sich der Dichter Michael H e i I p r 1 n, der Sekretär des Ministers B. Szemere war, um dann nach Amerika zu emigrieren. Eine Reihe der namhaftesten jüdischen Pädagogen habe dort ihre Wirksamkeit begonnen. Die Jubilüumsfeierlichkciten begannen Sonnabend in der Synagoge; bei den Gottesdiensten hielten die Oberrabbiner der Status quo-Oemeinden, Debrecen, Gyöngyös, Nyiregvhäza und Eger Festreden. Sonntag fand eine Land'esversammlurig des Status quo-Gemeindeverbandes statt, sodann ein feierlicher Schulakt, in dessen Rahmen die Schule von den Zöglingen begrüßt wurde und Oberrabbuier Samuel Roth die neue Schulfahne einweihte. A. F. Ziffer ist nach dem Kriege rapide abgesunken. Gewiß, die Verhältnisse haben sich geändert, politisch und wirtschaftlich, wir verstehen genau die Gründe, warum sich die Einwanderungspolitik der USA. geändert hat. Aber in diesen Jahren 1938 und 1939 ist ein Notstand gekommen, für den der Präsident der Vereinigten Staaten mehr Verständnis gezeigt hat als irgend jemand sonst. Es wird dem Lande nicht zum Nachteil und nicht zum Schaden gereichen, wenn es sich hier zu einer groß e n Tat entschließt. Wir plädieren nicht dafftr,׳tla8 die Ein- Wanderungsbedingungen geändert werden, obwohl sich auch dafür manches 'sagen läßt, aber das steht nicht uns zu; wir bitten nur, daß die Menschen, die allen Bedingungen genügen, hereingelassen werden, ohne sie weiter auf die Folter des Aufschubs zu spannen. Wird unser Appell gehört werden? Wir haben keine Macht, uns hörbar zu machen, wenn die Umstände machtiger sind oder wenn inan nicht hören will. Aber wir halten es für unsere Pflicht, auszusprechen, was ist, und im Namen derer, die hinter uns stehen, unsere Stimme zu erheben. Aus der Wirtschaft Folgende Firmen gingen in arischen Besitz über: Kaufhaus Max Notheilberg, Breslau. ״— A. Breitenstein, Herren- Wäschegeschäft, Frankfurt a. M. — L. Schneeweiß, Kurz- Warengroßhandlung, Frankfurt a. M. — Isaak Degen, Kurz-, Weiß- und Wollwarengroßhandlung, Essen. — Adam Knauer, Taschentücherfabrik, Lauban. — Deutsch-Amerikanische Schuh- Gesellschaft, München. —■ Richard Stein, Fabrikation von Binsen und Kleidern, Berlin CI. — Herbert Baden, Sortiments - Großhandlung, Stettin, — Die Firma Barnberger 8! Hertz, Köln. — Wollwarcnhaus ״Saxonia“ Falk 8־ Posner, Dresden. — ‘Hermann Rosenberg, Weberei bäumwollener Schlafdecken, Bocholt i. W, — Firma Gebrüder Selig, Wäschefabrik und Baumwollgroßhandlung, Frankfurt am Main. — Bindfadengroßhandhing Eduard Sisum Nachf,, Hannover. — Fachgeschäft für Wäsche und Aussteuerwaren A. Raff, München. — Kaufhaus Robert Anker, Neuruppin. ־— Bernhard Krisch, Fabrikation und Großhandlung von Textilwaren und Wäsche, Berlin. — Die Fachgeschäfte der Max Weisslerp“"'! :TZ Barlin W, Sצ Kleiststr. 12 | fc L Mm E Damenputz S. Frank Nacht., W.-Elberfeld und W.-Barmen. — Hcrrenkleiderfabrik Junker & Gurau, Stettin. — Kleiderfabrik Karl Fischer, Wunsicdel. — Kaufhaus Robert Anker, Neuruppin. — Kauf- und Modewarenhaus Moritz Organek, Magdeburg-Sudenburg. — Wollseidenwarenfabrik Max Winkler & Comp., Leobschütz. — Mech. Weberei M. Dobmeier, Kirehheim-Tcck. Tuchgroßhandlung M. Stark & Cie., München. ־— Eppstein & Gerstle, Wäschefabrik, Mannheim. — Trikotagenfabrik Richard R. Otto, Freiberg i. S. — Herren- und Knabenkleiderfabrik Bernhard Graetz & Söhne, Breslau, — Felix Jacobowitz, Damenhutfabrikation, Breslau. Berichtigung. Die Firma ״Kaliski am Moritzplalz, Betten“ ist in arischen Besitz unter anderer Firmenbezeichnung übergegangen, während die Firma S. Kaliski & Co., Berlin W 50, Tauentzieristr. 7 b, nach wie vor in jüdischem Besitz ist. Verantwortlicher Redakteur: Dr. Robert Vf e 11 « c h, Berlin Chart. 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Uitwenslcin. Berlin \V 15. A2״ci״enleiter und verantwortlieh fiir <lcn Inhalt der Anzeigen: Erich L i c n m j n n, Berlin VY15. C. ülti״ Anre11;rt>-Pn’idh!e 5 vom 1. April 1938. Verhij; Und An• zeigenve: waltung; Jüdische Rundschau. Bei Hn IV 15. Mcut kestr. 10. D. A. 11/1938: 26045. — Druck: Max Lichtwitz (vormals Druckereibetriebe Max. Lichtwitz und Siegfried Scholcm), Berlin SW 68. Chaluz-Arbeit in Wien Von unserem Berichterstatter. J. R., Wfe n, 14. September Von den gegenwärtig in zionistischen Jugendbünden in Wien zusammengefaßten 5000 Jugendlichen sind zwei Drittel in den die Chaluziuth betreibenden V e r b ä n d e n organisiert. Der Hechaluz. allein zählt gegen• wärtig 2371 Mitglieder, gegenüber einem durchschnittlichen Mitgliederstand von 800 in den vergangenen Jahren. Die letzten Monate haben efeien Zuwachs von' über 1700 gebracht. 597 Mitglieder haben skh aus dem früheren Bestand nett registrieren lassen. Die Zahl der ganz neu Hinztigekornmenen beträgt 1774. Das Alter der Mitglieder des ״Hechaluz“ bewegt sich zwischen 18 tmd 28, das der Handwerker, die als selbständige Gruppe dem Hechaluz angehören, zwischen 27 und 45 Jahren. Daß die Chaluzorganisation eine Be• wegimg der Jugend ist, demonstriert am besten die Alters• Statistik. 49,6 ״/!> bilden die 17—20jährigen, 29,6 °/0’ stellen die 20—25jährigen und nur 20,8 0ס׳ der Mitglieder haben ein Alter von über 25 Jahren. Dem Geschlechte nach teilen sich die Mitglieder in 72,6 °/0 männliche und 27,4 0׳;״ weibliche. Nach Berufskategorien verteilt sich die Mitgliedschaft atrf 31,7 0/9' Handwerker, 25,6 «0 Angestellte, 17,3 °,0׳ Mittelschüler und Studenten, 7 °.0׳ Beamte tmd Kontoristen, 6,2 00׳ Rechtsanwälte, Aerzte und dergl. 2,7 «.0 Hilfsarbeiter, 2,3 0;0 ohne Beruf, 2,3 0/0 Landwirte und Gärtner und 4.9 •סי diverse Berufe. Die stärkste Gruppe in der Chaluzorganisation, die Handwerkergruppe, mit rund 1496 Mitgliedern (gegenüber 431 früheren Mitgliedern) weist in der Kategorie A 658 gelernte Handwerker mit mehrjähriger Praxis auf, und zwar: 159 Metallarbeiter, 153 Bekleidungsarbeiter, 71 Bauarbeiter, 69 Lederarbeiter, 42 Holzarbeiter, 42 Techniker, 37 graphische Arbeiter, 28 in der Lebensmittelbranche, 6 im Haushalt, 6 in der Landwirtschaff und 45 in diversen Berufen. In der Kategorie B, den sogenannten halbgewerblichen Berufen, gibt _ cs 314 Mitglieder, während die Kategorie C, die geistige und kautmännische Berufe umfaßt, mit 524 Mitgliedern vertreten ist, 70 ״> der Mitglieder der Handwerkergruppe sind männlich. Nach dem Alter gegliedert sind 55 ״> aller Mitglieder im Alter von 25—30 Jahren, 30 stellen die Jahrgänge zwischen 35 und 45, und 15 «0 sind über 45 Jahre alt. Zu Beginn des Monats September befanden sich insgesamt 383 Jugendliche auf Hachschara, und zwar: 88 in landwirtschaftlicher Ausbildung und 295 in verschiedenen gewerblichen Ausbildungskursen. Die Hachschara-Arbeit des Hechaluz umfaßt alle Berufszweige einschließlich der Land- Wirtschaft. In jüngster Zeit konnten vom ״Hechaluz“ in der Umgebung Wiens, so in üroßenzersdorf und in anderen Orten, Kibbuzim zur landwirtschaftlichen Ausbildung geschaffen werden. Die Errichtung weiterer landwirtschaftlicher Hachscharaplätze steht bevor. Die Auswanderungsabteilung der Kultusgemeinde hat in der Zeit vom 4, bis 9. September weiteren 406 Personen Reisezuschüsse gewährt. 89 dieser Aus- Wanderer wandten sich nach USA., 77 nach England und 29 nach Palästina. Der restliche Teil entfällt aut 35 andere Länder. Kleine Nachrichten Die Palästina-Teilungs-Kommission liö te in einer geschlossenen Sitzung in London den Überrabbiner des Britischen Reiches, Dr. J. H. Hertz, den Oberrabbiner von Palästina Dr. Isaak Hertzog und den Präsidenten des Misrachi, Rabbi Meir Berlin. Am 15. September wird in Amsterdam eine Sitzung von Delegierten aller derjenigen zionistischen Gruppierungen .stattfinden, die die Teilung Palästinas ablehnen. Die Sitzung ist von der teilungsgegnerischen Gruppe der holländischeti Zionisten cinberufen und wird von Vertretern verschiedener Landesorganisationen einschließlich Palästinas bcsticht sein. Ussischkin wird an der Sitzung nicht teilnehmen. Dr. Salomon Goldman, der Präsident der Zionistisehen Organisation in USA., traf von Palästina kommend in New York ein. Dr. Benzton Schein hat auf einer Reise durch Austraiien für den Keren Hajeßüd £ 25ÜU0 aufgebracht. 1

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