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Jüdische Rundschau · 1938-09-09 · Heft 72 (9.9.1938) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 72 (9.9.1938)
Date
1938-09-09
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 72,9. )X.938ו JÜDISCHE RUNDSCHAU Seit« 3 Die Antwerpener Konferenz Eine Million Pfund-Aktion proklamiert Die Konferenz des Keren Hafeßod in Antwerpen wurde Dienstag abend geschlossen. Wir bringen in Ergänzung unseres Berichtes in der letzten Ausgabe heute noch eine Reihe von Referaten, die auf der Konferenz gehalten wurden. An die Referate schloß sich eine lebhafte Diskussion. Den Schlußbericht erstattete namens der Resolutionshommission Leo II errmann. Die von der Kommission vorgeschlagenen Resolutionen wurden von der Konferenz angenommen. In ihnen wird das jüdische Volk zu einer großen Aktion für das Jahr 5699 auf gerufen, die einen Betrag von mindestens 1 M i 11 i o n P f u n d für Palästina aufbringen soll. Aush die Richtlinien des Referates von Kurl Blumenfeld wurden von der Konferenz grundsätzlich angenommen und sollen durch das Direktorium des Keren Hajeßod verwirklicht werden. Nach Schlußansprachen von Dr. II an t ke und Leib Joffe schloß die T agung. Elieser Kaplan über Palästina-Finanzen Die Sitzung von Sonntagvormittag (4. September), welche unter dem Vorsitz von Dr. Hantke stattfand, leitete Elieser Kaplan, der Treasurer der Jewish Agency, durch ein ausführliches Referat über die Lage in Palästina und die Bedürfnisse des Jisehuw und des jüdischen Aufbauwerkes ein. Die Konferenz von Evian — so führte Kaplan aus — hat gezeigt, daß die Vertreter von 32 Völkern kaum wissen, wie man die Frage lösen soll, den Flüchtlingen ein Heim zu schaffen, aber mehr als den größten Teil aller dieser Auswanderer (mit Ausnahme der Vereinigten Staaten) hat g־egenwärtig in dieser schweren Zeit der Unruhen und der Arbcitslosigkeit Palästina aufgenonunen, und es kann und will weiter aufnehmen. Wir haben gewisse Pläne ausgearbeitet, wie man jetzt neue jüdische Einwanderer aufnehmen soll lind Ziffern anfgcstrellt für Zehn tausende von Menschen. Das hängt von der Regierung ab, aber ebenso sind es die Juden selbst, von deren Haltung die Einwanderung ahhängt. Der Redner weist auf die liberale Haltung der Regierung bezüglich der Einwanderung von Jugendlichen und K apita listen hin. Wir haben die 20(X) Einreiseerlaubnisse für Kapitalisten nicht aiisgcniitzt und wir hatten nicht genug Mittel für die Jugeridliciieu-Einwandern 11 g, diese 75—100 C, welche zwei Jahre eines Jugendlichen sicherstellen. Die Frage des Transfers von Kapital ist sicherlich schwierig, aber 2000 Kapitalisten hätten wir ins Land bringen können, und das bedeutet 8000 bis 10 000 Seelen, einen neuen Impuls fiir das ökonomische Leben, und wäre auch von politischer Wichtigkeit. Das private Kapital hat Großes geleistet und in schwersten Zeiten seine Anpassungsfälligkeit bewiesen, aber unsere Industrie, unsere ganze Wirtschaft ist ein gestellt auf das Zuströmen immer neuer Menschen. Bei KranKen-versicharuitg Philipp Ucho Ruf: 921443 Kris cn-Erschein 11 11 gen, die wir jetzt täglich in der .Welt sehen, springen die Regierungen in anderen Ländern der Industrie und der Landwirtschaft hei, aber die Paliistina-Regierung ist nicht bereit zu außerordentlichen Hilfsmaßnahmen, und so liegt die ganze Last auf der Jewish Agency, an die sich die private und die öffentliche Wirt- Schaft wendet. _ Der letzte Kongreß hat beschlossen, daß das Keren- Hajcßod-Budget (X)Ü ()()() £ zu betragen habe, und wir haben zirka 500 000 C durch den Keren Hajeßod erhalten und dazu 200 000 C als Anleihe aufgenommen, so daß wir lingcfahr 700 000 t zur Verfügung hatten, wozu noch gewisse Eingänge des Keren Kajemeth (Mil'al Bi/zaron-Ge'de:׳) kamen. Unser Defizit aus diesem Jahr wird 50 000 £ betragen. Wir hatten einen Ausgaben-Etat von 750 000 E. Jetzt steht vor aus das schwere Ucbergangsjahr, und wir brauchen 1 Million Pfund für dieses Jahr, also 250 000 Pfund mehr als im letzten. Unsere Ausgaben vom laufenden Jahr betrugen 215 000 £ für Konsolidierung (Bizaron) bis Ende April, "81 000 £ für Sicherlieitszwecke, 35 000 £ für außerordentliche politische Ausgaben, 33 000 £ für Arbeit und Arbeitsbeschaffung, 20 000 £ Hilfe für Industrie und Handel, 16 000 £ für maritime Tätigkeit, 15 000 £ für Hilfsmaßnahmen und 7000 £ besonders für Chanitah, Dm Budget de« nächsten Jahres In den letzten Monaten, von Mai bis August, sind viele Ausgabenposten gestiegen, der Jischmv hat durch den Ablösungsfonds (Kofer Ra jisehuw) eine neue Last auf sich genommen, und man versucht, eine indirekte Steuer fiir alle Art von Ausgaben, wie Autofahrten, Zigaretten, Kinobesuche usw. einzuführen. Wir brauchen fiir Sicherheitszwecke 100(100 Pfund fiir das nächste Jahr. Dank einer Anleihe konnten wir von Oktober bis August 1201X10 £ fiir Arbeit und Arheilsbeschaffung ausgehen, unser Beitrag zur Arbeitslosen- Unterstützung betrug bis 4000 £ monatlich in den letzten Monaten. Fiir das nächste Jahr werden wir fiir Arbeit 150 000 £ brauchen. Wir haben aus unseren eigenen Mitteln 125 000 £ f ii r L a n d w i r t s c!1 a f t ausgegehen, und 25 neue Siedlungen in der Zeit der Unruhen gegründet. Das ist nicht nur ökonomisch, sondern auch psychologisch nötig, tun den Geist unserer Kämpfer zu heben, die sehen, daß es trotz allem vorwärts geht — aber das alles braucht Mittel. Chanitah im Norden des Landes, mitten in der Wildnis, ist in der jüdischen Welt sehr populär geworden, aber dafür werden wir fiir das erste Jahr noch 18 000 £ brauchen und dann weitere 10000 £. Weil wir kein Geld haben und nicht rationell wirtschaften können,^ kostet es mehr. Die Orangenwirtsrhaft ist für unsere Gesamt- Wirtschaft von großer Bedeutung, aber gegenwärtig ist die Lage׳ schwer, und viele Pflanzer sind stark verschuldet, weil sie ihre Wirtschaft seinerzeit zu hohen Preisen und mit Krediten gegründet haben. Wir werden in diesem Jahr fiir Landwirtschaft 225000 .£ brauche n. Fiir I I a n - del und Industrie haben wir ungefähr 40 (XX) £ ausgegehen, wir haben kleine Anleihen für Handwerker gegeben und uns an der Schaffung eines Fonds für Kleinhändler mit 8000 £ beteiligt. Wir wollen 25 000 £ für einen Garantiefonds für Handel und Industrie und uns an dem hidustrie-Sanierungs-Fonds mit 40»,> beteiligen. Gegen 40 000 £ im letzten Jahr wollen wir in diesem Jahr 00 000 £ für diesen Zweck. Fiir den Hafen von Tel Awiw haben wir 25 000 € investiert. Der Hafen ist nicht nur eine Frage des!,rostiges, wir sehen täglich mehr, welche große praktische Bedeutung er hat; als der Haifaer Hafen fiir 1 — 2 Tage geschlossen werden mußte, hat die Regierung alle Schiffe nach Tel Awiw dirigiert. Fs gibt Möglichkeiten in Stadt und Dorf in dieser schwersten Zeit der Krise, aber es hängt von uns ab, ob wir die Mittel aufbringen, nicht nur um unsere Position zu halten, sondern sie auszuhauen. Eine besondere Aktion ist nötig, um einige tausend Menschen zu größeren Summen zu verpflichten. Wir können heute zu allen Juden gehen und durch unseren Bericht über Palästina Stolz, Glauben und Mut verbreiten. Aber gleichzeitig müssen wir dem Jisehuw Mut bringen, nicht durch bloße Worte, sondern durch wirkliche Taten. (Lebhafter Beifall.) Gewinnung des Einzelnen tut not Blumenfelds Referat Das Referat von Kurt B I u m e 11 f c I d war dem Thema gewidmet: ״Die vergangene und die künftige Periode der zionistischen Bewegung“. Blumenicki liihrtc etwa folgendes aus: Während der Zionismus in Palästina zu einer ernsten politischen Realität geworden ist, bestellt *die Gefahr der Verwässerung der zionistischen Idee. Bisher wurde die Bevvegung ans den seelischen und geistigen Quellen der Vergangenheit gespeist. Ihre Propaganda war lange Zeit hindurch eine ״Erfolgs Propaganda". Aber der Zionismus kann nicht von Bedingungen abhängig sein und die Stärke der zionistischen Bewegung darf nicht ausschließlich von dem Tempo der palästinensischen Entwicklung abhängen. In Zeiten des Erfolgs kann man sich darauf verlassen, daß die stumme Tat spricht. 111 schwierigeren Zeiten kommt es darauf an, dem Volk und dem Einzelnen die Quellen zu erschließen und neu aiif/u/eigen, ans denen die Kraft der Bewegung strömt. Konnte man sich wenigstens in vielen!:indem bisher darauf verlassen, daß die Bewegung von Menschen getragen wird, denen jüdisches l.־*bcn wirkende Realität und Erez Jisrae! ersehntes Ziel ist, müssen wir jetzt auch an die Aufgabe denken, entjudete Juden von der Kraft unserer Scliicksalsgcmeiiischaft erfassen zu lassen. Fs sollte uns helfen, daß der Zionismus, wie er in klassischer Weise von Leon P i 11 s k c r fornniiiert worden ist, die Problematik der Judenfrage richtig־ erkannt hat. Wir dürfen uns aber nicht zu dem Irrtum verführen lassen, daß dieser Erkenntnis des Zionismus, durch die Entwicklung־ der letzten Jahre bestätigt, das Judentum automatisch in unsere Reihen führt und wahre Zionisten macht. Es ist unsere Aufgabe heute mehr als je, die Entjudeten erst in unseren Kreis zu ziehen: indem wir ihnen zeigen, daß die tiefste Frage ihres Wesens, nämlich die Frage ihrer Freiheit und!Menschenwürde, erst in der zionistischen Entscheidüng ihre Antwort findet. Unter diesem Gesichtswinkel hehnmloite Kurt Bhmienfekl die Probleme der zionistischeu Propagan d a und der ״p o s t a s s i 1!1 i ] a t o r i - 5 0 110 11■“ Juden. Der Zionismus muß in einer Zeit, in der Erez Jisrael den größten Belastungen ausges tzt ist, neue Freunde erobern, er muß heute den Kampf um die Führung in der jüdischen Welt noch einmal beginnen. So gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Propaganda eins Finden und Erziehen der neuen Menschen, die die Bewegung tragen. Propaganda kann nicht reglementiert sein, sic muß neben der Mobilisierung der Juden, fiir die Erez Jisrael von Anfang an heiliges Ziel ist, jene Kreise des Judentums gewinnen, die erst die Quollen erkennen müssen, aus denen der Zionismus seine Kraft zieht. Ideenpropaganda und Geldwerbung können nicht geirennt werden. Die Propaganda darf nicht nur auf Massenwirkling eingestellt sein, sie muß dem Einzelnen gelten, von denen jeder zu fühlen hat, daß er persönlich angesprochen und gemeint ist. Diese ganze Arbeit der Propaganda kann nur gelingen in einer Stiinmutig des Glaubens und Vertrauens, nur dann, wenn wirklieh die zionistische Bewegung nicht nur die Lösung der Frage des jüdischen Volkes bedeutet, sondern auch die Wiedergeburt der besten Kräfte unserer Art in Erez Jisrael. Appell an die Golah Rede von Mosche Smilansky Wir haben den uns atifgc/wungenen Kampf anfgenomtnen mit Verstand, F n gkeit und Disziplin. Wir sind stolz auf den Heldenmut unsrer lugend. Ehe Absicht des gegen uns gerichteten Kamnfes ging dahin, den Aufbau und die Alija zu unterbrechen; dies :st aber nicht gelungen. Wir haben durch Ghanita und andere Siedlungen und den Hafen von Tel Awiw die Verteidigung des Landes gestärkt. Das Problem, das auftauchte, war die Frage, w i e wir uns verteidigen sollen. Hier waren wir alten Palästinenser mit den jungen Arbefern darin einig, daß man mit einer Hand bauen und mit der anderen sich verteidigen muß. Wir, die d:e Bedingungen des Landes kennen, wssen, daß es ein Unglück wäre, wenn wir d e Methoden der Feinde uns ane׳gnen würden. Wir haben unseren Kindern gesagt: gesegnet sei die Hand, de den Angriff ahwehrt; es verdorre die H and, die u!1 s c h 111 d i g s B 1 111 v e r g i c ß t. Wir w״llen Juden und Kult Urmensch, en bleiben, sonst haben d e Opfer keinen Wert. Der ganze Jischmv übernahm das erste System der Verteidigung, und nur t-i*n kb-iner Teil ging seine e'genen Wege. Das prakUscln• Ergebnis des Dis/iplinhruchs war, daß die Lage v’e' schlechter wurde. 111t Jahre 1930 ■war Fla'fa ganz ruh g, u 111 e 1׳ Streik im Hafen, vor dem Bau des Te* Avviwcr Hafens, hätte zur Aushungerung des t'schuw geführt. Auch d e großen Siedlungen im Süden blieben von de 11 Terror verschont. Das hat sch geändert, als d:e bek'.v-eitswerten D's/!plinverlet /wweu ued Racheakle von jüd s!־her Se'te vorgekomtneit sind. Mora'isch 11 n d polit'sch hatten wi׳r davon den schwersten S.-tnd 1׳. Fines hat uns aber überrascht: das G-fuii', daß das jüdische Volk außerhalb Paläst'iias sich über die 1 agc nicht Rechenschaft ahleul. Weiß das jiid s lie Volk, daß die lerioristen jetzt ncht gegen e'nzelne Siedlungen mehr, sondern gegen die Z 11 k u 11 f t s - Hoffnungen des jüd'schen Volkes KämpfenV Hätten wir uns einverstanden erklärt, den S.atus uno zu fixieren, so hätten sie längst mit uns Frieden gemacht. Zweieinhalb Jahre steht der Jisehuw' an der langen Front. Oppenheim Das bekannte Spezialhaus für Kleiderstoffe Chariottenburg, Wilmersdorf er Str. 113-116 Wollstoffe — Samt — Seidenstoffe Wir brauchen neue Menschen und Mittel, sonst wären die 60 Jahre unserer Arbeit umsonst. Ich bin überzeugt, daß die politische Situation sich zum (inten wenden Wird, auch wenn es lange dauert. Sollte der Strahl der Hoffttung, die uns die Royal Commission gebracht hat, sich als trügerisch erweisen, sollten wir unsere beschränkte Arbeit fottsetzen müssen, so gilt es um so mehr, unsere Positionen zu hüten und zu vergrößern. Die Möglichkeit eines leichten Friedensschlusses mit den Arabern ist eine Illusion. Wir können einen solchen jetzt nui um einen Preis hahen — um den Preis unserer Hoffnung, die wir aber nicht aufgeben. Dr. Traubs Anregungen In der Debatte in Antwerpen spracli auch der Leiter des Keren Hajeßod in Deutschland, Dr. Michael T r a 11 b, über die aktuellen Fragen und die Erfahrungen der praktischen Arbeit. Dr. Trattb hob die konstruktiven Aufgaben des Keren Hajeßod in der kommenden Uebergangszeit und seine Bedeutuiig fiir die Erweiterung der Aufnahmefähigk e i t Palästinas für kommende j ii d i sc h e F i 11- Wanderung hervor. Mit besonderem Nachdruck betonte er, daß der Jischmv den Kampf, den er um die Offenlialtung der Tore Palästinas und die weitere Gestaltung der politischen Zukunft des Landes führt, nur daun fortsetzen kann, wenn die Judeuhelt außerhalb Palästinas ihm in dieser schweren (,ehergaiigszeit zu Hilfe kommen wird. Angesichts der wachsenden Erkenntnis von der Bedeutung und den Aufgaben des Keren Hajeßod müssen ernsthafte Schritte unternommen werden, um der Keren Hajeßod-Pflicht der Zionisten einen o b I ig a t o r i se 11 en Charakter zu geben, gleichzeitig aber auch, um die bisherigen Zeirhmmgsinaßstäbe zu revidieren und einen höheren Durchschnitt der Kl!-Beiträge zu erzielen. Besondere Aufmerksamkeit muß in jedem Lande der i 11 d 1 v id 1! e 1 I e n Erfassung der G r 0 ß z e i c I! 11 e r gewidmet werden. 1111 gleichen Zusammenhänge schlug Dr. Trnnb eine 8 o I i d a r i t ä t s a k t i o 11 j 11 <1 i s e 11 e r < 1 e in 0 i 11 <1 e n und Kon g r e g a t i o n e 11 z u (1 nnst c 11 P a last i n a s vor. Diese Aktion würde nicht nur materiell wichtig, sondern auch als Ausdruck der Solidarität organisierter jüdischer Gemeinschäften mit unseren Forderungen in Bezug auf Palästina von großer Bedeutung sein. In der Verteidigung Die Rede von Jose! Baratz Kurz vor meiner Abreise hierher mußte ich im Flugzeug von lei Awiw nach Degania 11 her ein Gebiet, wo ich vor Jahren von Dschenin nach Afule zu fahren pflegte. So oft ich diese Fahrt machte, dachte ich mir: wenn hier Juden säßen, was hätten wir alles getan, uni das Land in einen blühenden Garten zu verwandeln. Und von hier aus nimmt das ganze Bandenwesen seinen Ausgang, von liier verbreitet sieh der Aufruhr über ganz Palästina. Aus der Höhe sieht man, wie wild dieses Stück Land noch ist, ohne Bäume und ohne Be- Pflanzung. Der Gegensatz zweier Welten in Palästina ,Rommt einem zum Bewußtsein. Später besuchte ich die neuen Siedlungen. IJeher Jokneam und Hasorea fährt man durch einen schmalen Weg nach Jtiara. Fs ist eine gefährliche Gegend, in der Umgehung lauter arabische Dörfer, und da sahen wir vier junge Leute aus Deutschland stehen und das Land von Steinen reinigen, um es fiir spätere Behauung vorzubereiteri. Man kommt zu einem kleinen bepflanzten Gebiet, das völlig isoliert liegt, und zwei junge Leute bewachen es, und sogar Wasser muß man unter dem Schutz von Ghaffirim herheiscli,affen. Und Juara seihst: Junge Leute aus Amerika, weit vom ganzen Jisehuw, lind sie haben das amerikanische l eben von sich geworfen, und sie 11;1 ben bcw:ese1׳, dalt sie echte Chain zi •11 sind. Ein Jahr erst besteht die S edum g, und ringsu blühende Pflanzungen und nnii haut cm Nacht Lichtsignale von Siedlung zu Sie! wachen, es gab schon Ueheriiöle, .־111,1־ d:c Kraft dui ch/iiliaitcn, u e I sie siel! sagen 11 1 s 111 ii s s e 11 w 11־ fr 11 e 11 1 11 :1 r 111 a e 11 Bäume und sie wachsen gut. Nur der <1 diese Wüste lebendig machen kiiinin, g,ht!11 Auf der ,׳imlern Seite das LnieK, neben 1 Moiedcth, 'eben (> 8 Arbeiter. 81׳ graben na: sind völlig isolier( und ohne Sicherheit. AI!!.eilte simi schon Spe/iahsPni in dieser Arb, jetzt nicht nach i.olinhedmgiiiigen und wun gu*e Gen eure. So lebt man in Fel Aiual, so ir! l 'in nach 'Eirath Zu׳ zu gelangen, muß mau a vorbei, welche deutsche Koinn steil aus Sarnua ( dann wegen de: schweren Klimas verlassen ha hen. Pol ze Station vorbei, welche die Regierung auf׳., ״!bst die Gruppe relgibser Clialu/i in, die sieii in Tiiatii dergelas-en hat, behaumet sieii!11 und hat e gen. Seit d sich auf d hm! 01 gibt es schon Haus. Nacht für man muß nte h»Wen; e Wild- - V :1 ilSM I 11 ־. I au!י fein h 'י': •r 11׳ ׳, d; die M׳ ß wir Kraft, -■׳haw scheu iiu1־ Tirat': hlllll an Zw וו. •ser entle 1?11 arabische 1 A11gr.it IlelJeiimiili׳ iinals hat Regierung und Militär ga l ese junge,1 Leute verbissen kann, 11 paar ■igen nes: Zwi. •sern und einer und niegend : lilaman dort enz- 1'sfali drei englische Offiziere aus de in trn!:sj<,!dv:' e'׳ ׳ korps, die sich an Firath Zwi wandten, um in l’e-.ia; mit Ihnen zu kooper ei eil. D e (ie.schchte von C h a n i t a ist bereits bekannt. Diese Swdhrog an der Nordgreu/e ist schon in der 1 a.ge. den Weg zu versperren für Terroristen, d:e hier voebeikoimnen. N'elien Chan'ta de״ Tegarf-Dmlit/aun, über dessri Frr'chtung manche gelacht halten, erbaut von jüdischen Arb,׳'tcm des Solei Hone, die solche Arbe't niemals gemacht Itahett, unter steten Storungen und. Angriffen durch d e Arno ־:׳, d ׳ so oft 11ns Errichtete zerstörten, aber seit de Glml iri::1 die e Angriffe m't wirklichem lleldeninut ahgewehrt hah■ ״, he;!־.seht dort Ruhe. Ra mal 11 a k o w e s c 11 liegt zwar 111 '״v'a:־on, i so Fort und 11!11 ge' en von arabischen I ).'irfeni. Fs ribt <t l Qberfäl'e, und in letzter Ze't hat d e Sicdlim״ in׳■■ von sechs Wochen zwölf Menschen verloren. ,Mn 11 mit״ ein araldsclu's Dorf fahren, 11m zur Lohnarbeit i1־ die dessun von Klar Saba zu gellen, und auf dks«.״u "de, folgen die Angr ffe, dem! d'e Araber wisse״, d.1־!) Häuser nie! 11 Imrankoinmen werden. Und des alles, keil Gehl fiir e'ue e’gene Chaussee Vorhand! ,1 w:r. bat C'infohlcn, 1 e 1 Arbeitern von R.a.natli!!::1,0 ■e Lohn zu geben und s'e 11 ein den n,.׳f'il1,|!־׳h11״ Wh■; zw gehen zu lassen. Aber darauf werde!] s',> 11<!1I ein cir .1. es war zu s Ir,ver, d es;׳ Arbeit für |ud׳m ■ ׳11׳ inU tu: Wl der Schweiz habe ich das sein »ne l.ag, ׳ t! 1 ׳ aus Oesterreich gesellen, wo man die! I!;1:!;« Essen bezahlt, und das Budget für das ] Ramatli llaLowesch drei Pi;1‘.:e täglich. Und Bedingungen lebt und arbeitet mau dort! ׳ In d'esen schweren Zelten Inheu wir viele i I feinem jüdischem Heldentum erlebt. Ich erinnere mir a! Kolonisten Grabowsky, der auf den Tod verwundet aber ndig halb durch Par- ׳. ze eran die weil Man den י!־. e heit־A ׳<!׳׳!1 .1, denn In .״ober luciitiinge k für das t in dien von den dem

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