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Jüdische Rundschau · 1938-08-19 · Heft 66 (19.8.1938) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 66 (19.8.1938)
Date
1938-08-19
Page
– (sequence 11)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Kr. 66, 19. AUGUST 1938 Ankündigungen Uraufführung einer jildlichen Oper. Unter Leitung des Dirigenten Chemjo Winatver findet in Berlin die europäische Premiere der Oper ״Die Chaluzira“ von Jacob Weinberg (New York) statt. Diese Oper, ein stofflich und musikalisch jüdisches Werk, wurde Ire im Internatiorialen Musikwettbewerb in Philadelphia mit dem ersten Opernpreis ausgezeichnet. In der konzertanten Uraufführung dieser Oper, die als Sondcrrcranstaltung des Jüdischen Kulturbundes Berlin am 4. September, 20 Uhr, in der Synagoge Prinzregentenstraße stattfindet, wirlscn folgende Solisten mit: Mascha Benjakonski, Wilhelm Outtmann, Hans John-Jacoh'ohn, Kurt Rahmer, Walter Ries, Hermann Salorrtonski, Walter Kirschberg. Ferner: der Wina'Verschc Chor und das Kulturbund-Orchester. Veranstaltung!Verlegung der Künstlerliilfe. Infolge einer Erkrankung im Ensemble wird der für den 27. August angezeigte Singspielabend in der Aula der Schule Kaiserstraße 29,'30 (,,Das Mädchen von Elizonddo“ und ״Die schöne Galathce“) auf Sonnabend, den 17. September, verlegt. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde, ln allen bestehenden Klassen, auch in den Sonderkursen für Lehrer und für Arabisch, können Neuaufnahmen erfolgen. Interessenten für ein intensives Studium des Hebräischen können sich an der Arbeit: in mehreren Klassen beteiligen. Die Einrichtung von Intensivkursen ist geplant. Lehrer der Anstalt: Nissan Berggrün. Dr. Moses Goldman״, Elsa Lewin, Meier Mohr, Wolf Meier, Dr. Gustav Ormaun, Jehoschua Wolff. Sprech-ttindc: Klopstockstr. 58 Di., Do., 17.30—16.30־ L!1r; Große Hamburger Str. 27 Mo., Mi., 17.30—18.30 Uhr. Schriftliche Anfragen an Nissan Berggrün, Bcrlin-Chbg. 5, Kaiserdamm 101 (93 14 90). Haniat Mittwoch, 24. August, 20.15 Uhr, Konditorei Hansa, Piersburger Str. 19. Dr. Hubert Pollack: Evian und Palästina- Wanderung. Steglitz-Schmargendorf! Mittwoch, 24. Augiut, 20.15 Uhr, Friedenau, Mosclstr. 4 (Wohlfahrtsamt). Rudolf Abraham: Der Jude in der Welt der Gegenwart. Spandau! .Mittwoch, 24. August, 20.15 Uhr, Spandau, Lindenufer 12. Maurice II ir schfcld: Palästina und die jüdische Welt. Arbeitskrcissltzungen! S ii d o s t: Dienstag, 23. August, 20.15 Uhr, Brückenstr. 9. Georg Kopydlowski: Palästinawirtschaft; Schöneberg: Dienstag, 23. August, 20.15 Uhr, (Joltastr. 21, p'ranz Kuhn: Ursachen der jüdischen Wanderungen; Friedrichshain: Mittwoch, 24. August, 20.15 Uhr, Landsberger Str. 87. Josef Engel: Die erste Besiedlung des Ostjordanlandes: Zentrum-Nord: Donnerstag, 24. August, 20.15 Uhr, Rosentaler Straße 44. Hans Löwenberg: Die Aufgaben des Zionismus in dieser Zeit; Wittcnbergplatz: Donnerstag, 25. August, 20.15 Uhr, IiZV.-Iicim, Goltzstr. 21. Dr. Mas Hey mann: Geschichte der Juden in Spanien: Charlotten bürg: Donnersuig, 25. August, 20.15 Uhr, BZV.-Heini, Kantstr, 54. Dr. Hans Klee: Die zionistische Politik an der Wende. Hebräischer Nachmlttagsintenslvkursi Der hebräische Nachmittags- Intensivkurs beginnt wieder am 1. September. Der Kurs findet täglich von Montag bis Donnerstag am Nachmittag statt (vier Stunden). Es werden folgende Fächer unterrichtet: Sprache, Literatur, Giammatik, Ocgcnwarts- und Falästinakundc, Konversation. Kursgebühr monatlich 20 RM. Neue hebräische Kurse für Anfänger: Kantstr. 54. Rosentaler Str. 44, Brückenstr, 9. Die Kurse werden Anfang September beginnen. Anmeldungen an die Kulturabteilung der BZV., W 15, Mcincke- Straße 10. Tel. 91 90 31, App. 75 und 79. י1זיג ענרי צפון Sonnabend, 20. August, 20.15 Uhr, BZV.-IIeim, Rosenthalcr Str. 44. הרצאה עניית• הנועם: יוסף יעקבזון חוג עברי שרלוסננורג Sonnabend, 20. August, 20.15 Uhr, BZV.-Heim, Kantstr, 54. הרצאת עברית Photogruppe T’muna! Dienstag, 23. August, 20.15 Uhr. RZV.-IIenn, Kantstr. 54. Dr. Paul Knoche: Chemie des Photographen. Gottesdienst der BZV. und des Misrach! zu den hohen Feiertagen in den Räumen der ZVfD., Meinekcstr. 10. Karten zu 1,50. 2.50, 4,— und 5,— RM. ab 23. August bei der Anzeigenannahme der ״Jüdischen Rundschau“ (9—1, 15—18 Uhr). Vergleich. Uns wird mitgetcilt: Der zwischen dem Jiidisehen Verlag, Berlin, und dem Philo-Verlag, Berlin, anläßlieh des Erscheinens des Philo-Lexikons entstandene Urheberrcchtssfreit ist jetzt dttreh einen Vergleich beigelegt worden. Dieser Vergleich enthält die gemeinsame Feststellung, daß einige Artikel des Philo-Lexikons objektiv in die Urheberrechte des Jüdischen Verlages am Jüdischen Lexikon eingreifen, daß aber ein Verschulden weder dem Philo-Verlag noch den Herausgebern des Philo-Lexikons zur Last fällt. Int Zusammenhang mit der im Vergleich getroffenen finanziellen Regelung hat der Jüdische Verlag seine Beanstandungen gegen das Philo-Lexikon fallen lassen. Ankündigung Frankfurt 2. M.t Chug Iwri: Sonnabend, 20. August, 18 Uhr, Eschersheimer Landstr. 65. Wiederaufnahme der Ssicha nach den Sommerferien. Gottesdiaiqst-Nachrichten Schabbfttti עקב ■ Schabbath-Ausgang20.02 :־ AbVÖrnunjen! Fr ■at Freitagabend. SdhF =a Schabbaih-Frilhgotteaditnub SchH er Scbabbath-Hauptgotteadienid. M *־־ Schabbathmlncha. J mm Jugendgotteadlenet Pt ca Predigt. Seht ms SdirifterklSrung. L **» Lehrvortrag OSch *=* Anschließend Oneg Schabbat. Wa mm Wo~hentag.Abend. Wm s» Wochentug.Morgea Synagogen mit altem Ritus Alt. Synajroge: Kr 19.15 / SchH S.30PrBvrk׳)vlt«/M 19.15/W« 19.15/Wm 6.30 OrunewaM. Fr 19.15 / SvhH 9 / M 19.15 / W. 19.15 / Wm 7 K»l1er»tr»8e! Fr 14.15 ZSrJiH 9/VFr.irr ZM 19.15/ W, 19.15 / Wm 6.30 Münchener Str.B«, Fr 19.15 / SchH 9 Pr Broch / M 19.15 / W« 19.15 / Wm 7 PeitaloizlatraBe: Fr 19.15 / SchH 9 / M 1915 / Wa 19.15 / Wm 7 Ryke.lra#«! Fr 19.15 / SchH 9 / M 19.15 / Wa 19.15 / Wm 7 Südost, Ahawae Reims Fr 19.15/SchH 9 Pr Jacohovita/M 19.15/Wa 19.15/Wmל Synagogen mit neuem Ritus! Fa.an.n.tra«*! Fr 19 Pr G.llincr / SchH 10 / M 19.30/ Wa 19,15 /Wm 7.30 Fried.nat.mpeli Fr 19 P/־Graf / SchH 10 / M 19.30 / Wa 19.15 / Wm 7.30 LevatzowetraBe! Fr 19 Pr Uwkowitz / SchH 10 / M 19,30 / Wa 19.15 / Wm 7.30 LlndenatraBe! Fr 19 Pr M.yhaum /SchH 10 / M 19.30 / Wa 19.15/Wm 7.30 Ultzaw.traBe! Fr 19 Pr Low.nthal / SchH 10 / M 19.30 / Wa 19.15/Wm 7.30 Neu« Synmeovet Fr 19 f Pr Wryl / SchH 10 Printregentenstraßei Frl9.15 Pr SwarsensWy / SchHlO / M 19,30 / Wal9.15/ Wm 7.30 Sehmargendorf 1 Fr 19 Pr Winter / SchH 10 Vereins- Syn agogen Ada«. Jakob, Holzmark«»tr. 64! Fr 19.15 / SchH 9 / M 19.15/Wa 19.15/Wm 7 Ahawiis Schalaum und WogenDowfd, BerlinN, Kleine Augustatra 10t Fr 19.15 / SchH 8.30 Pr Rehfmn/ Wa 39.30 / Wm 6.30 Ahawae Zion, Schönhauser Allee 4j Fr 19.15 / SchF 7 / SchH 9 Pr Levy / M 19.05 L Levy / Wa 19.15 / Wm 7 Beth Scholaum, Markjgr0f-Albrecl1t-Str. 11121־ Fr 19.15 / SchH 9 Pr Amrdski t. Netihnus ’ Beth 7׳lon, Brunnenstr. 331 Fr 19.15 / SchH 8.30 /5/־Hutterer / OSch Landau / M 19.15 L Hutlerer / Wa 19.15 / Wm 6.30 Jüd. Rellgionagem. Chhg., Schulatr. 7» Fr 18.30 / SchH 9.30 Pr Adler Jar. Vereinigung Lichtenberg, Frankfurter Allee 56t Fr 19.15 / SchH 9 / *nacht. Mischnakurs, / M 19.17 Pr Rosenthal / Wa 19.30 / Wm 7 fCid. Religionsverein Friedenau-Steglitz, Stierstr. 21• Fr 19.15 / SchH 9 Pr Winter OSch t M 19.30 / Wa?0.30 / Wm 8 Jüd. Rellglonsverein Neu-Tempelhof, Muasehlstr. 22 t Fr 19.15 / SchH 10/ Pr Wresrynski * M 19.45 L JÜd. Religionsverein der nördl. Vororte, Hermadorl» Falkenthaler Steig 101 Fr 18.30 Sehr Klein / SchH 9 Neumondwoihe Lippmann-Tama, Friedenstr. 3s Fr 19.15 / SchH 8.30 Pr Singermann J 15,45 / M 19.15 l / Wa 19.00 / Wm 6.30 Mlnjan Iwrl, Roaenthaler Str. 441 Fr 19.30 / SchH 9 Syn. Gesundbrunnen, Prlnrenallee87:Fr 19.15 /SchH 9 /5/,Alexander / M19.15 / Wa 19.15 / Wm 7 Syn. Paisauer Str. 21 Fr 19.15 / SchH 9 Pr i M 19.10 L Wa 19,15 / Wm ל Herzf-Gedenkfefer der Neuen Volksschule Rvkestraße. Dem Gedenken Herzls war eine würdige Feier gewidmet, die Schüler und Lehrer der 3. Volksschule (Schulleiter Dr. Eisemann) in der vergangenen Woche vereinigt hatte. Auf einen einleitenden Kanon folgte im Sprechchor der 137. Psalm, der den Grundakkord der anschließenden Rede angah. Frau Schlesinger stellte die Verbindung zwischen den!nahnenden Worten des Psahnistcn und dem verheißenden Oedanken des Schabhath Nachainu her. Die Zionsidee sei das Bestimmende in Herzls Leben gewesen. An entscheidenden Aussprüchen Herzls, an wichtigen Wendepunkten seines Lehens machte die Rednerin sichtbar, wie er sein Lehen ganz in den Dienst dieser Sache stellte. So wurde von den Hörern sein Wirken aufgerollt, bis in jene letzten schweren Stunden, von denen uns der Bericht eines Freundes, den eine Schülerin verlas, erschütternde Kunde gab. Und in dem Schwur Wolffsohns am Grabe Herzls klang noch einmal das Orundmotiv der Feier, das Grimdmotiv des Lebens von Hcrzl auf: ״Wenn ich Dein vergäße, Jerusalem.“ Jm gemeinsamen Gesang der Hatikwa klang die ernste Feierstunde aus. S. Prcisausschrerhcn der jüdischen Winterhilfe 1938 39. Die Reidisvertrctung der Juden in Deutschland, Abteilung ZctitraUvohlf ahrtsstell e, als zentrale Trägerin der jüdischen Winterhilfe erinnert die jüdischen Künstler an die Teilnahme eines Preisausschreibens für die Jüdische Winterhilfe. Verlangt werden graphische, zeichnerische, photographische oder in sonstiger Technik ausgeführte B i 1 ri e 111 w ü r f c , die in Ausführung und Ideengehalt dem Sinn der Jüdsclicn Winterhilfe Rechnung tragen und sich sowohl auf die allgemeine Werbung als auch auf die Werbung der verschiedencn Spendenartcn (Geldspenden, Eintopfspenden oder Pfundspcnden) beziehen und die zur Veröffentlichung in der jüdischen Presse oder für die Herstellung von Plakaten zum Anschlag in öffentlich-jüdischen Räumen geeignet sind, Letzter Termin der Einsendung! n ist der 15. September 1 0 3 8. Die Anschrift für alle Einsendungen laidef: Reichsvertretung der Juden in 1 )euischland, AbteiUmg ZentraJwohlfahrtsstelle (Jüdische Winterhilfe), Beriin-Charlottcubürg, Kantslraße 158. Familien »Nachrichten Flau Karolinc Stein, Berlin X 34, Brunnenn.r. 41 (Minna-Schwarz• Heim), begeht am 28. August den 85. HobuitiUag. Ing. Leo Sinnreich und Frau Sophie, geh. Stieglitz, Steght?, IIoLsteini'che Str. 34, begingen am 16. August die .'Übernc Hochzeit. Bsrmizwa-Termin, Am 20. August (23. Aw): Pder Wolf 1, Sohn von Richard Wolff, Turinci Str. 46. Offene Auslandsstellen (genehmigt durch das Landesarbeitsamt Brandenburg). Nach der Türkei ein jüdischer Ingenieur für Minen, insbesondere für Chromminen, gesucht, der praktische Erfahrungen in diesem Arbeitsgebiet nachweisen kann. — Für Australien wird ein jüdischer Chemiker gesucht, der praktische Erfahrungen in der Umwandlung von Roh erzen in Asbest für Handels- und industrielle Zwecke nachweisen kann. — Nach Dänemark werden gesucht: a) ein jüdischer Konserven moister, der mit der Herstellung aller Sorten koscherer Fleisrhkonserven vertraut und absolut erstklassig ist: b) ein jüdi־che׳rf Schiachter und Forscher, der gleichfalls mit dem Wurstmachen vertraut ist (nicht über 30 Jahre und unverheiratet), ~ Nach Südtvestafrlka wird ein perfekter jüdischer lediger Sattler, Polsterer und Dekorateur im Alter bis zu 35 Jahren gesucht. Dem Betreffenden wird ein gutes Gehalt zugesichert. Einreisegenehmigung wird von der Firma besorgt. — Nach Shanghai werden gesucht: a) ein jüdischer junger unverheirateter Fässer, Go Idar heiter u!1d Graveur mit Praxis i» einem besseren Geschäft mit kleiner Werkstatt. Der Betreffende muß in der Lage sein, Neuarheiten, Umarbeitungen und Reparaturen ausztilühren. Kenntnis im modernen Fassen von Edelsteinen ist erwünscht. Wenn auch Uhrreparaturen ausgeführt werden können, sind die Verdienstmöglichkeiten besser; b) ein jüdi-rher junger ttnverheirateter T a b a k - E x p e r I; c) ein jüdischer junger unverheirateter Vorarbeiter für Zigarren!',ihrikation besseren Genres. — Ausführliche Bewerbungen mir auf Luftpostdiinnpapicr, Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Paßfoto werden ausschließlich durch die Jüdische Gemeinde, Berlin SW(!?, Eindenstr. IS 50, writergelrtet. Bewerbungen auf gewöhnlichem I’apitr werden ment 1 n; 1 I uftpnsi befördert. Die Staatsangehörigkeit ist wegen der V'erschiedenartigkcit der Einreise bcstimniungcn in jedem Fall an zügelten. Die Bne Jisraei in Indien Der ״Haarez“ berichtet, wie uns aus Tel Awiw geschrie« ben wird, über einen Vortrag von Dr. ()!schwanger, der anläßlich eines Aufenthaltes in Indien zu den indischen Juden in nahe Beziehungen getreten ist: Die Juden in Indien weisen drei verschiedene Gruppen auf, so teilen sich z. B. die 8000 Juden Bombays in «frei Gemeinden. Die erste Gruppe der indische» Juden sind die aus Europa stammenden Juden. Die zweite Gruppe sind die aus Bagdad stammenden Juden, unter denen besonders die Familien Sassoon und Esra eine große Rolle spielen. Auch diese Gruppe hat einen europäischen Charakter, wenn man sie mit der Gruppe der eingeborenen indischen Juden vergleicht. Diese nennen sich ״Bne Jisraei", zählen einige Zehntausende und sind ihrem Typus nach nicht von den eingeborenen Indern zu unterscheiden. In den indischen Städten wohnen etwa zehntausend Bne Jisraei, die übrigen wohnen auf dem flachen Lande. Ein Teil von diesen treibt Ackerbau, die meisten hingegen beschäftigen sich mit der Oclprodukfion. ihre ganze Kenntnis vom Judentum beschränkte sich auf den Schabbath, den sie als Rulicfag kannten. Sie wußten auch etwas von Peßach, das sie das 'Fest des S iuertopfes nennen. In jedem indischen Haus findet man nämlich einen Topf, in dem man ein saures Getränk aiifbcwahrt, und diesen Topf pflegten sie am Peßach nicht zu benutzen. Jom Kippur leierten sie in der Weise, daß sie sich 2t Stunden in ihre Hältser entschlossen. Nach Beendigung des Tages kamen sie heraus und warfen dem Mond Küsse zu. Ungefähr am 15. Sehwat feiern sie das Fest des Propheten Flija. Es findet dabei eine Art Kirchweih mit allerhand Vorführungen statt. Ihrer Tradition nach ist der Prophet Elija zur Zeit, als sie nach Indien kamen, erschienen. Außer den aufge/.ählten Bräuchen war den indischen Juden nichts vom Judentum bekannt. Von der hebräischen Sprache kannten sie nur den Satz ״Schma Jisraei“, und diesen benutzten sie sowohl als Frettrlenruf, wie als Ausdruck des Kummers. Bis vor zweihundert Jahren war ihnen nichts darüber bekannt, was sie mit den übrigen Juden Gemeinsames haben. A'or 250 Jahren kamen christliche Missionare aus Amerika nach Indien, die sich der Bne Jisraei bedien len, um dort die christliche Lehre zu verbreiten. Diese Missionare brachten die erste liebersetzung der heiligen Schriften — des Alten und des Neuen Te.-tamcntcs — in der heimischen Sprache heraus. Aus der ״JÜDISCHEN RUNDSCHAU" v. 72. 8. 1913 '• » Die Gci ichlsvcrhaniUunt’ im Kiaevr ,,B e i 1 i s p r o i c ß״ ist endgültig auf den S. Ohfobcr fest gesetzt. Ungarn. In Arad ichie eine alte jüdische Frau, dia stets in einer kleinen engen Wohnung ihr Dasein rer• brachte. Als sie krank wurde und ihr Tod heeurstnnd, ließ sie den Vorstand der Gemeinde ruhen und teilte ihm mit, daß sic zugunsten der Gemeinde ihr Vermögen von 12 Milt i o n c n K r »neu bestinunc. m Kultur&andsaai, Kommandantenstr. 88/89 ■ Mittwoch, «4. August 1«M, #0 Uhr ■ln*l**r Arien« 11. Lleder-AAengi ERNö GARAY I. Tenor am *JUti« Kulturbund, Berlin Am HANS ZANSIR Bluck / HM«! /Verdi /Puccinl /«Mienet /Poncklfllll /Kdlman v. 8. Karten: HM 3.-v 2.-, 1.- O.TO Vorverkauf: KuH«rbund.Miifflioder-BÜro u.tag-lich«Aband* kaaae / Zahlstelle Westen. Aschaffenburfer Str. 18 (Ecke Bamberger Str.) t Kedem, Charlbg., Dahlmannitr. 8 / Poppelauer, Neue FHedricbstr, 59 / Hirschfeld, Jaoowitr. 44 / Gerhard Fuchs, Wormser Straße 6a, am Witteaberyplat*. (Eintritt tuch fOrNlcMmitglivdiir des Kulturbundes mit Reidhsver* bandskartc, die auf RM 0.50 ermäßigt ist, a. der Abendkasse erhalt].) Frieda Ko oh Barlin KW 87, Wullenweberitr. 7 3904 85 Lteferg. tSmtl. Baekwore־, *lieh ins Haus Ruf: 7219 20 Einganfl Loibniwir. / Ruf 311636 Die, UkciHhie Kostenlose und unverbindliche Beratung durch unseren Schnelldienst bei PrCumcd - QemcUeH famtUeH-Aftzeig&t usw. Rufen Sie 91 90 31 Apparat 89 an Sie werden sofort besucht IIS mittag- und r I ii r 1 י « n ז| » ni m 22, Näh« Zoo Ausrichtung von Fsstllchkellsn. / Ruf! 9! 324$ Aufsicht K««<-hr.-Krimm. Jüdische Gemeind« Rirlia indisches Ire ffPunkt in Berlin Erstklassige Speisen und Getränke / Aufmerksame Bedienung Eigene Konditorei / U«ber 100 in- und ausländ. Zeitungen ADendtlsoh Sonntag, Al. August 1938 Beginn: 14 Uhr MAKKABI - SPORTFEST DIE BESTEN AM START Sportplatz Berlin - Grüne wald Handball der Meister Bar Kochba Frankfurt am Main (Makkabimeiater 1938) gegen Jüdischer Box-Club Berlin (Schild 1938) EINTRITT! SitipUt״ mimtriirt! RM S.-■, X.fO, I.״-. Leichtathletik 4 B 0 x k Am Start TurnvorfUhrungen die besten Sportler des Makkabi einer Musterturnriege und Schild des Makkabi St.hpl.tio RM 0.7S. St.hplat* pej.n Mai HamaHahi* Ausweis RM 0.50. Basketball Vorgeführt von zwei Mannschaften des Bar Kochba - Hakoah, Berlin Jugendlich« und Erwe®bslo*e RM O.4O■ s fChfiicf frei Hauptkämpfe: 15 Uhr

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