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Jüdische Rundschau · 1938-08-05 · Heft 62 (5.8.1938) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 62 (5.8.1938)
Date
1938-08-05
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 62, 5. VIII. 1938 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seltell Das Affidavit Leben im amerikanischen Westen und Osten San Francisco, 21. Juli 1938 Da, wo der Pazifische Ozean von Süden her das Goldene Tor erreicht, liegt das Cliff House, ein Ausflugsort San Francisco«, Hier oben hat sich einst Adolph Sutro ein Heim erbaut, und so tragen die Bäder, die dort liegen, noch heute seinen Namen. Sutro war von Geburt englischer Jude. In dem ״Silbertaumel“ war er nach Nevada gegangen und hatte mit dem Sutro-Tnnnel, einem Meisterstück der Ingenieiirkunst, sein Vermögen gemacht. Dieser Mann, der eine Zeitlang Bürgermeistcr der Stadt war, lebte auf seiner Höhe, die das Weltmeer überblickte, sehr zurückgezogen und liebte seine Bibliothek mehr als alle Zerstreuungen dieser lebendigen Stadt. Ainclia Nevillc nennt Sutro in ihrem Buche ״The fa!1tastic city“ den Intelligentesten der Plutokraten jener Zeit. Repräsentiert dieser Finanzmann grollen Stiles die Periode nach dem ersten Aufstieg der ״phantastischen Stadt“, so ist als Vertreter der letzten Generation ein Mann zu rühmen, der unter allgemeinem Bedauern vor wenigen Tagen starb: Dr. Henry Harris. Arzt von Beruf, Lehrer an der Universität, war dieser tätige Mann durch ein Leiden schon seit einigen Jahren gezwungen, sich von der Öffentlichkeit zurückzuziehen. I)r. Harris war zu einer Zeit, als der Zionismus noch eine fast theoretische Angelegenheit war, Vorsitzender der hiesigen Gruppe lind wurde, auch nach Niedcrlcgung seines Amtes, als geistiger Repräsentant des Zionismus angesehen. Dr. Henry Harris hat mir gegenüber eine Hilfsbereitschaft bewiesen, die mich seinen Verlust um ZIGARREN WOIF | Frankfurt a. H., Seil 49 gg Groß- und Klelnvarkauf. Versand ab RM. 20.- frei Haus so schmerzlicher empfinden Iiifit. Mit Empfehlungen von ilun versehen, fand ich jede Tür offen. Der bedeutende Mann, bekannt als Verfassern einer autoritativen Geschichte der Medizin Kaliforniens, war bescheiden und freundlich, dabei aber von einer unbestechlichen Klarheit seines Urteils. — Manche Briefe, die uns hier erreichen, machen es notwendig, ganz deutlich zu sagen, daß das Finleheu i!1 die neue Umgebung einer Kurve entspricht, bei der es Höhen und Tiefen gibt. Diese ״Ups and Downs“ des Lehens spiegeln sich auch in Stimmungen wider. Das sind die berühmten — phvsiologischen —■ Depressionen, die jeder dnrchmaclien muß, «־eil eben nicht alles so glatt geht, wie man es sich denkt. Ich will nicht von mir sprechen, aber auch meine eigenen Erfahrungen sind nicht uninteressant. Die Erteilung der Lizenz zur Ausübung der medizinischen Praxis wird dauernd erschwert, und obwohl die offiziellen Stellen der jüdischen Organisationen, auch viele Amerikaner oder einzelne Aerzte, sich bemühen, uns den Weg 7.11 ebnen (icii sprach bereits von i>r. Harris), so scheitert doch vieles am einfachen Wortlaut der Gesetze. So z. B. daran, daß seit kurzem Doktoren der Medizin in Kalifornien nicht mehr zur Iritcrneship ztigclassen werden, die hier vor dem Examen und vor der Lizenzerteilung verlangt wird. Wichtiger ist, daß im allgemeinen die Möglich keiten der Einwanderung nach USA. durch die Rcdinguug des Affidavits naher Verwandten erschwert werden (inzwischen soll, wie es hier heißt, dies etwas gemildert sein). Ich war von meinen bisherigen Versuchen, Affidavits fiir Freunde und Bekannte in Deutschland zu besorgen, sehr enttäuscht. Nun muß man zugehen, daß viele Affidavitgehe!־ bis an die Grenze des Möglichen alles getan haben, was sie konnten. So hat einer dieser Männer hier nicht nur für eine Anzahl seiner Angehörigen die Sicherheiten gestellt, sondern sie auch mit Positionen in seinem eigenen Betriebe versorgt. Leider aber ist Kraft und Wille vieler, die helfen könnten, nicht so, daß man mit ihrem tatkräftigen Einsatz rechnen könnte, d. h. mit der Ausstellung weiterer Affidavits. Hier muß versucht werden, durch offizielle Stellen feststellen zu lassen, oh man den oder jenen in Anspruch nehmen kann oder darf, oder ob keine finanzielle Grundlage für eine Sicherheit da ist. Man hört als Finwand solcher Leute, die man um ein Affidavit angeht, oft, daß nicht das genügende Vertrauen in die Einwanderungskandidaten gesetzt wird. Das klingt komisch, aber man muß es als Tatsache nehmen. Wir werden jede Arbeit übernehmen, heißt es in den Briefen: der Mann will als Diener arbeiten, die Frau im Haushalte tätig sein. Hier lächelt man über so etwas. In dieser übcrkultivierten Stadt, wo fast jeder Mann sein eigener Chauffeur ist, fast jede Frau ihren Haushalt allein macht, fragt man sich: was soll mau mit Dienern und 1 lausbalthilfen? Das ist natürlich cum grano salis zu verstehen. Aber Tatsache bleibt doch, daß Diener und Hausmädchen nicht solide Berufe sind, wie man sic von Leuten erwartet, die hier ״ihr Leben machen“ wollen. Nntürlieh ist es schwer zu raten, was mau als Berufe empfehlen soll, abgesehen davon, daß den meisten Zeit, Neigung, Talent und Geld fehlt, dies oder jenes neu zu erlernen. Und noch eine wichtige Frage: die Schwierigkeiten mit der Sprache sind nicht zu unterschätzen. Englisch ist eine schwere Sprache, wenn Sprechen und Verstehen über das Primitivste hinausgehen soll. Das amerikanische Englisch ist eine Abart, die gelernt werden will. Das wird im Sprachunterricht in Deutschland, wie ihn die jüdischen Organisationen veranstaltet haben, nicht genügend berücksichtigt. Man darf hier zu einer Dame nicht ״madam“ sagen, wie es sich in London gehört. Damit wird man liier ausgclacht oder schief angesehen. Und so gibt es tausend Unterschiede. Und wie die Sprache, so ist auch die Welt hier verschieden von der Europas: in kleinen und großen Dingen. Man lernt alles, aber cs ist eine Frage der Zeit. Die Menscheu hier sind erstaunlich zuvorkommend und rücksichtsvoll, aber in manchen Dingen haben sic keine Geduld mit Denken oder Fühlen, wie wir es von Europa 11er kennen. Leider stimmt das Zerrbild vom ״verrückten Amerikaner“ ganz und gar nicht, und wer etwa mit dem Gefühl einer Ucberlegenheit herkommt, wird ganz enttäuscht sein. Die Menschen hier sind, neben einer anderen Grundeinstellung — take it easy — doch sehr sachlich, sehr modern, sehr tüchtig. Und sie haben, was man dem ״Yankee“ in der Alten Welt am wenigsten zubilligt, ein gutes Herz. Dieses gute Herz, der Amerikaner ist unser aller Hoffmtng. Wir müssen mit unserem guten Willen herkominen. Dann werden auch die mannigfachen Schwierigkeiten besiegt werden. Werner Bab * Als Arzt in New York /l״s dein Brief eines Zionisten ans Deutschl a n <1, der jetzt in New York als Arzt lebt, geben wir nachstehenden Teil wieder, der als Schilderung eines wohl topischen Auswandcrerschicksals weitere Kreise interessieren dürfte. New York, 8. Juli 1938 ... Ich freue mich, aus Ihrem Schreiben zu ersehen, daß die alte Aktivität der ZVfL). nicht erloschen ist. Ich hin auch hier zionistisch organisiert, gehöre _ der hiesigen örtliehen Vereinigung und damit der zionistischen Vereinigung für ganz USA.‘an. Außerdem bin ich als alter KJVcr in unserer New Yorker Gruppe tätig. Wir haben hier unser altes KJV., zwar in etwas veränderter Form, wieder auflcben lassen und hoffen, daß aus unseren Reihen sich eine fruchtbare zionisfische Tätigkeit entwickeln wird. Naturgemäß fehlt uns bisher jeglicher Nachwuchs, da wir erst mal die einzelnen alten K|Ver sammeln müssen: und da fast alle bisher sehr stark mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen haben, so kann eine eigentliche Propagandatätigkeit sich nur ganz allmählich entwickeln. Aber wir rechnen mit Sicherheit damit, daß wir Erfolg haben werden. Die Finzeiseliicksale sind so oft geschildert worden, daß ich Sie enttäuschen muß, wenn Sie etwas Spezielles von mir erwarten. Ich bin einer von den vielen jüdischen Aer/ten aus Deutschland, denen es dank dem großen Entgegenkommen der hiesigen Regierung gelungen ist, die Lizenz zu erhalten. Ich habe meine Wohnung und Praxis in einem wunderschönen Vorort von New York, und jedes Mitglied unserer vierköpfigen Familie ist täglich von neuem darüber erfreut, daß wir liier sein können, wo es uns ausgezeichnet gefallt. Fs ist natürlich sein׳ schwer, wieder völlig neu anzufangen, und man merkt immerfort, daß niemand hier ״auf uns gewartet“ hat. So wie es mir geht, so geht es im Durchschnitt den meisten anderen Acrzten auch. Man kann sich mit großem Fleiß und entsprechender Ausdauer allmählich durchsetzen, d. 11. allmählich so weit kommen, daß man bei bescheidenen Ansprüchen seinen Lebensunterhalt für sich und die Familie verdient. In Groß-Ncw York muß man meistens mit einer Anlaufzeit von zirka zwei Jahren rechnen, bis man den monatlichen Canossa-Gang 711 seiner Bank nicht mehr anzutreten braucht, bis wirklich Einnahmen und Ausgaben einander die Waage halten. Hat man das glücklich erreicht, dann kann man es wagen, den Ausgabenetat auf eine breitere Basis zu stellen, sich eine nurse zu nehmen und sich dem Telcphondienst atmischließen, der für zirka 8 15 IS nionatlieli die Nachtfelenhoniererci erledigt mul mit unglaublicher Geschicklichkeit einen stets zu erreichen versteht und fernerhin Anrufe so geschickt beantwortet, daß der Anfragendc absolut den Eindruck hat, mit dem offiec des Arztes zu sprechen. Auch das ist ein Merkmal der technischen Vollkonunenhoiten in diesem Lande. Fs ist eigenartig, wie falsch wir in Europa über USA. unterrichtet w aren, wie wir stets vom ״amerikanischen Tempo“ sprachen und. liier herübergekommen, sahen, daß cs ganz anders war. Fs gibt ein amerikanisches Tempo. Die hiesigen Untergrundbahnen, die Eisenbahnen, das Telephon, der Häuscrhau, darin liegt ein unglaubliches Tempo: aber sonst der einzelne Amerikaner, der hat meist genug Zeit, um einen in liebenswürdigster Weise Auskunft zu geben und behilflich zu sein, eventuell auch Zeit zu einer kleinen Unterhaltung. Und was heute nicht erledigt wird, das wird dann morgen erledigt, wenn nicht gerade das Wochenende naht, wo jegliche Sache ruhig bis zum Montag liegen bleiben kann. Und da hei wird wirklich nichts versäumt. Und dabei wird auf den wirklieh zweckmäßigen und großzügig übers ganze Land angelegten breiten Autostraßen ein riesiger Autoverkehr scheinbar spielend erledigt, wo der Verkehrspolizist in aller Ruhe den Verkehr ordnet.... Aus Chicago wird uns geschrieben: Bei dem großen Bedürfnis nach Affidavits Aljred. Decker Privaifoto d folgende Angabe über die Hilfsbereitschaft eines Juden interessieren: Herr Alfred Decker, in Kirrliheimbaiandrn (Rhcinpfnlz) geboren lind 1886 nach USA ausgewandert, wo er heute, mit Sitz in Chicago, Präsidenf einer der größten Kleidcrfahriken Amerikas ist, hat bis jetzt über 150 Affidavits gegeben, nicht nur an jüngere Leute, sondem auch an zahlreiche kinderreiche Familien. Insbesondere sind es Familien aus kleinen Gemeinden, denen dieser Menschenfreund die Auswanderung ermöglichte. Alfred Bcnsdorf In der Nürnberger Ratshcrrensitz.ung wurde mitgeteilt, daß nach der ersten Anordnung über die Neugestaltung der Stadt der Reichsparteitage Nürnberg die Synagoge verschwinden werde. Der Abbruch der Synagoge am Hans- Sachs-Platz ist bereits angeordnet und wird in einer Woche in Angriff genommen werden. Ernst Seligmann, früher Hamborn-Bruckhausen, jetzt Binch (Belgien) erhielt für die Rettung von zwei Menschenleben aus Todesgefahr das Ehrenkreuz I. Klasse vom König von Belgien verliehen. Berichtigung. Der Name des Zeichners der Höheren jüdiselieii Schule, Dr. Rosenbaum, zum Artikel ״Jüdisches!.eben in Danzig“ in Nr. 56 ist Heinz (nicht Hans) Wallenberg. Georges Rublee Dar Direktor des LondoiierWandcrungsbüros(vgl.S.l) Georges Rublee (sprich etwa ״Rabli"), ein angesehener Rechtsanwalt in Washington, ist 1868 geboren, also gegenwärtig 70 Jahre alt. Rublee hat unter verschiedenen detnokratischen Präsidenten bereits eine Reihe von wichtigen funktionen für die amerikanische Regierung ausgeübt und ist auch ein persönlicher Freund des gegenwärtigen Präsidenten Roosevclt, der ihn jetzt mit diesem Amte betraut hat. Von früheren Betätigungen Rublee« sei erwähnt, daß er von 1925 bis 1930 Rechtsberater der amerikanischen Botschaft in Mexiko war und sich dort bei der Führung der überaus schwierigen Verhandlungen zum Schutze der amerikanischen Interessen ausgezeichnet hat. Bei der internationalen Scckouferenz im Jahre 1931 war Rublee juristischer Berater der amerikanischen Delegation. In Europa ist der Name Rnblees verhältnismäßig wenig bekannt. Ob er sich bisher bereits fiir Angelegenhciten der Wanderung interessiert hat und speziell auch mit den komplizierten Einzelheiten des jüdischen Problems vertraut ist, läßt sich schwer sagen. Iti Angelegenheiten, die die Judenfrage betreffen, ist er unseres Wissens bisher nicht hervorgetreten, und das kann ein Vorzug sein, weil er demnach als ein politisch völlig unbelasteter Mann sein Amt a!ltritt, das die Führung sehr delikater Verhandlungen erfordern wird. Gerade in Amerika ist cs sehr häufig üblich, daß Männer von Energie und Weitblick, die bisher mehr oder weniger Privatmänner waren, von der Regierung mit Aemtern und Spc/ialmissioncri betraut werden. Auf diese Weise geschieht es häufig, daß solche Namen, die außerhalb Amerikas kaum bekannt sind, plötzlich auftauchen. Auch der Name Mvron Tavlor war!11 Europa verhältnismäßig unbekannt, ehe er zu den Beialimgen von Lvinn delegiert worden ist. Man wird also auch dem neuen Mann gegenüber, dessen \X־a 111, wie es in dem Bericlit heißt, allgemein als eine glückliche bezeichnet wurde, lioffnungMoll ahw,arten müssen, in welcher Weise er seiner schwierigen Aufgabe gerecht werden wird. Südafrikanische Notizen Von unserem Berichterstatter [ o 11 a 11!ו e s b u r g, Lude Juli Fine P a I ä s t i n a - A 11 s s t c I 111 11 g wimle in Johannesbürg von dem örtlichen Kercn-I lajcßod-Komitce veranstaltet. Die Ausstellung, die großes Interesse in linhsrhcn und nichtjüdischen Kreisen erregte, bestellt aio Modellen und Schaubildern, die die Fntwiekhmg Palästinas auf dem Gebiete von Industrie und I and« irtsehat't veranschaulichen und eine interessante Uebersieht über das kulturelle leben gehen. Die Ausstellung wird als Wamlerscliaii ihren Weg durch ganz Südafrika ‘maelrcii. - Jüdische Ansied!11״g_smöglichkc!ten im Negcv bildeten den Gegenstand eines Vortrags, der von Mr. M. Gwyer, Salut des obersten Richters von Indien, Sir Gwvcr, vor der zionistischen Vereinigung in George (Kapland) gehalten wurcle. - Alfred Hirsch, Vertreter des palästinensischen Handelsinstituts, der vor kurzem in Südafrika eintraf, veranstaltet 7. Zt. eine Musterausstellung pa- ];istinensischer Fertigwaren in Johannesburg. Eine neue jiddische Zeitung, ..Die jiddische Stirn“, ist in Johannesburg erschienen. Fs «■erden nunmehr nicht wcniger als drei jiddische Zeitungen in Johannesburg veröffentlicht. General Smuts’ Rede bei einem K. H.-Bankett in Kapstadt (sieiie ״J. R.“ Nr. (10, Red.) wird ein Nachspiel!!11 südafrikanischen Parlament haben. Der nationalistische Abgcordnete Eric Lot! «׳, früherer Gesandter Südafrikas in Paris hat angekündigt, daß er (len Innenminister iti Anbetracht der Rede um die Zusicherung ersuchen wird, daß die südafrikanische Regierung die Empfehlungen der Fvianer Konferenz nicht ausführen und keine Fiiiwanderuiigserleirhtemngen fiir Juden gewähren wird. Dr. F. P. Gegen jüdische Aiisiedlung in Nord-Rhodesien Nach Meldungen aus London äußerte sich der Minister- Präsident von S ü d - R h o d e - i e 11, 11 1! g g i ״ s, in einem von Jude״ in Nord-RlifHloMcii Fr meinte’, "e« sei sicher, daß Schmelzung der beiden 1 hodesisehen Territorien /!!stimmen würde, falls die Bevölkciung von N-.1 d-Rhodesien in der von London aus vorgcschkigeilen W eise mit Juden durchsetzt würde. Der Vorsitzende 111 > von den europäischcn Siedlern gewühlten Beirates der nordr h o d c s i s c h c 11 R c g i 1׳ r 1! 11 g. I copold M ס o r e, kam auf diesen Vorschlag bei der i roffinmg der I andwirtschaftsausstellung in Bimiur.i (Sud-Rhodesien) zu sprechen. Er erklärte: Würde man diese Anregung 111 die Tat umset/en, so würde Nord-Rhodesien ein Anhängsel Pa: istinas w erden. Falls er auch nur den leisesten Einfluß auf den Ministerpräsidenten habe, so würde er ihm anrateu, sich sofort dieser Trage anzunchnicii, Fs wäre besser, 501) britische Familien in Nord- Rhodesien anzusiedcln, anstatt der Juden. Der Verschuldzungspro/cß von Süd- und Nord-Rhodesien und Nvassaland würde durch einen Vorschlag, wie er jetzt von der britischen Regierung gemacht worden sei, aufs Spiel gesetzt. Ankündigungen aus dem Reich 1. Pr. Aliird 1״ ׳ n ,1: ..Zur R,u--i:/under kn׳ U^ntrcinv^ Her Judon“. 3. Jchucla M;1 1׳ c ti g ,y.ur 11£0״ in Paia-hiu‘־. Familien-Nachrichten Herr Berisoh Abend, 1 )u-.-,rlr|״ri. Kur imotenur. 30, begeht am 6. August den 50jährigen Geburt •lag. Barmizwa-Terminc, Am 13. Augu-t 110. Au), Felix Kain, Sohn des Herrn Moritz Kahn. K«dn ,1. Rh,. M״l1ke־tr. 32. — Am 20. August £urt a. M., Rödci bcrgwrg 87. BRASCH ( ROTHENSTEIN INHABER HARRY W. HAMACHER BERLIN NW 40, Lüneburger Straße 22 / Ruf: 35 66 41 WIEN I, Flaiaehmarkt 17 / Ruf: R 25590-91 Umzüge sowie Transporte jeglicher Art für Auswanderer nach allen Teilen der Welt Verpackung / Versicherung Gepäckbeförderung / Lagerung 5454

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