Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 60 (29.7.1938)
- Date
- 1938-07-29
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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s«i?e סז iöDISCHi RUNDSCHAU Nr. 60 29 VtL 193B Der letzte Tag Alexander Seids Ein Vorbild der jüdischen Jugend, ein Freund der Araber In dieser Stunde Klar Sirkin, Juli 1938 In dieser Stunde muß laut, ernst, eindringlich und trotz allem das Wort gesagt, die Forderung gestellt werden, die bisher taktisch und politisch die Haltung des Jischmv bestimmt hat: Selbstzucht! Der das schreibt, sitzt nicht irgendwo ״weit vom Schuß“, wo er es leicht hätte, von anderen zu verlangen, was er für sich praktisch nicht zu erfüllen braucht. Er lebt, arbeitet, wacht, sorgt mit und zwischen ihnen, zwischen denen, die es angeht, ist einer von ihnen. Was zwei Jahre taktisch richtig war, behält auch harte seinen vollen politischen Wert: in diesem Kampf kann es für Uns nur eine Haltung geben: die der zu allem entschlossenen, mit allen Mitteln imd Kräften zur äußersten Leistung gebrachten Abwehr. Alles diese Grenze Ueberschreitende ist ein Fehler. Die berühmte strategische Devise, die beste Verteidiguitg ist der Angriff, ist für unseren Fall wertlos, da unsere Verhaltensweise ja gar nicht von strategischen, sondern von politischen Gesichtspunkten entscheidend bestimmt wird. Und genau das ist cs, was nicht aus dem Auge verloren werden darf, was im Augenblick aber unietzugehen droht in einem gefährlichen, immer weiter um sich greifenden Wirbel von Stimmungen und Ressentiments, Erregungen und Gefühlen. Wer es miterlebt, wie man Tag für Tag, Wochen, Monate und nun schon Jahre hindurch die Zeitung nach den Meldüngen neuer Opfer durchsucht und sie scheinbar machtlos hinnehmen muß, versteht das nur zu gut. In dieser Stunde muß aber eine, sich doch ihres Weges bewußte, politische Leitung klar sein und sofort von neuem die Parole geben, muß sich durchsetzen, muß führen, wo Leidenschaften zu verfuhren drohen, muß auftreten, da sein, sichtbar, spürbar werden, auch und gerade in einem Moment, in dem sie ihre Autorität cin/imetze» hat unter Umständen auf Kosten ihrer Populär Hat! I),1s ist!lieht, mindestens ist es unznreiehern!, geschehen. Wei/.mamis mahnendes, genau auf das Wesentliche hinweisendes Telegramm genügt nicht, lins fehlt, wieder einmal zeigt es sich, und auch 1936 empfanden wir den Mangel, uns fehlt ein ״bmermmibterimn■‘, eine Abteilung für Politik und Propaganda im Laude, eine Stelle, die der Verbindung zwischen Leitung und Jisclmw zu dienen hat, ■ein Organ zur Herstellung, aber auch zum Abhören der öffentliehen Meinung, ein Amt, oder besser gesagt: Menschen, die in Stunden wie diesen zu dirigieren, zu führen verstellen. Und sie dürften nicht nur in der Zentrale sein, sondern dieses Amt müßte seine Menschen sitzen haben an allen wichtigen Stellen des Landes, sicher an acht «der zehn Plätzen, und ausgezeichnete .Menschen müßten es sein! In dieser Stunde soll nüchtern, klug, praktisch gedacht und gehandelt werden. Sehr wahrscheinlich wird die Methode der Zurückhaitung, der aiLsscliließliclienVerteidigung cinMehr anHeroismiis, ein Mehr an Opfern erfordern. Trotzdem darf sie nicht verlassen werden! In dem mehr als zweijährigen Kampf gab es bisher /'.sei Par!eien: die Araber auf der einen, die Juden umI die 1 .iiglumier auf der zweiten Seite. Die Engländer waren, bei aller zum größten Teil berechtigten Kritik an ihnen, unsere natürlichen Verbündeten. Es wäre ein Verbrechen und ein Unglück von nicht abzus ebendem Aus'maß, wenn dieser Zustand geändert wurde, und er muß sich ändern, wenn Juden fort fall rc'ti, zu aktivistisclien Aktionen überzugehen. In dieser Stunde »oll von menschlichen Gesichtspunkten bewußt nicht gesprochen werden. (Dies ist inzwischen gesciiehen in Martin Bubers Aufsatz ״Gegen die Untreue“ in Nr. 59 der ״J. R.״ — A. d, Red.) Es wäre aber ein schwerer praktischer und politischer Fehler, das Moment der Erziehung, der Beeinflussung, der Formung der öffentlichen Meinung zu vernachlässigen. Schon heute ist es in weiten Kreisen unserer Jugend so weit, daß nicht mehr wie einst Begriffe wie Dagania und Ejn Oliarod, der Kampf um den Boden in den Huie-Sümpftm das!deal bilden, sondern der Begriff Chanita bild in den Augen diese! lugend den Pflug verdrängt. Aber so sehr sie versteht imd verstehen muß. daß sie es in dieser!miß erreicht werden, daß sie ehern deshalb diese Stunde, diese Ideal und Unserer Mwit’ilif.it entsprechende’ versteht. Was wir im Lande jedem, den wir treffen, als Gruß bieten, soll mehr als eine Forme:! sein. ohne auf das Lrg.-imis vi:1/1!gehe11, das fast'wie ein Wendepunkt in der jnng-teii (icwbicha■ des Jisclmw anmutet, in Talles in bezug anf^ den Vollzug des Urteils. Niemand von!11 Palästina und draußen, nach der Tat ihre Verurteilung war! Zweitens aber haben wir uns darüber klar z.u sein, daß heute die Tat und die Hinrichtung des Täters eminent pol itische Fakten sind, wozu sie mit voller und konsequenter Absicht der ihm gleichgesinnten Parteigenossen gemacht wur- «den. Aus dieser Erkenntnis gibt es kein Entweichen, für niemand, sie hat ohne Sentiments unsere politische Haltung zu bestimmen. Daß das Urteil rein juristisch zu rechtfertigen ist, daran ist nicht zu zweifeln, und es ist ein schweres Un- Techt, wenn eine an sehr sichtbarer Stelle in Tel Awiw wirkende Persönlichkeit das Urteil ziemlich deutlich als ״Justizmord“ zu kennzeichnen versuchte. Eine andere Frage ist, ob die Vollstreckung■ des Urteils politisch kiug war. Wahrscheinlieh nicht! Auf keinen Fall aber hätte es dazu kommen dürfen, daß die gesamte jüdische ()Öffentlichkeit, die verantwortliche Führung, die Leitungen großer Parteien, die ganze Presse dein Druck der Straße nachgab und schwieg. Alles, was an Protesten und Erklärungen hinterher erschien, war schwach, schon weil es zu spät kam. Daß die Masse Psychosen erliegt, zumal an einem solchen Tag - dem der Hinrichtung — wird immer begreiflich sein, Von den vera 111wörtlichen Instanzen —- Leitung sowohl wie Parteien — durfte, nein mußte man mehr politischen Instinkt, mehr Klugheit und Mut erwarten. Das gleiche gilt Anläßlich der Trauerzeit um Alexander Seid, einen der alten Garde der Wächter, der jüngst in Palästina getötet wurde, veröffentlicht seine Witwe, Zippora Seid, folgende Erinnerungen in einer palästinensischen Zeitung: A11 jenem Morgen stand er wie immer früher als wir anderen auf, und erst, nachdem er alle Tiere seiner Wirt- Schaft versorgt hatte, setzte er sich selbst zum Frühstück. Dann schickte er sich an, Gerste zur Mühle nach Nahalal zu fahren. Bevor er das Haus verließ, bat er mich noch, dem Keren Hajeßod das Geld für die erste Abzahlungsrate auf die Anleihe, die wir zum Bau eines Stalles erhalten hatten, zu schicken. Einige Tage vorher hatte er die Zahlungsaulforderting erhalten, und er nahm es in solchen Dingen sehr genau. Mit der Gerste, die er jetzt nach Nahalal brachte, hatte es eine eigene Bewandtnis. Es war eine besondere, hautlose Art. Seid hatte vor 20 Jahren «ine Streichholzschachtel voll davon von irgend jemand als Geschenk erhalten. Er säte sie selbst Korn für Korn in Kfar Giladi aus. Als die Saat reif war, ergab sie zwei Gläser voll Körner. Er säte sie nun in Tel-Cliaj in zwei laugen Reihen aus und bewachte sie vor den Vögeln. Als wir Tel-Chaj verließen, hatte er in seincr Erregung daran vergessen, ich aber pflückte in letzter Stunde die Halme, drusen sie mit einem Stock und brachte zwei Bleche voll mit Körnern nach Scheich Abrck. Diese zwei Bleche ergaben zwei Fässer, und von Jahr zu Jahr wurde die Ernte größer. 1929 steckten Araber unser Gerstenfcld in Brand, und Seid erkrankte aus Erregung darüber. Ich aber sammelte mit benachbarten Arabern die Reste der Ernte und es ergab einen Sack voll, der von neuem ausgesät wurde. Am Abend nach der Rückkehr aus Nahalal saß Seid auf seinem Lieblingsplatz in der Ecke der Baracke am offenen Fenster mit der Aussicht auf den Hügel und war ganz er- Von der Woche Uebertälle auf dem Lande Jerusalem, 25. Juli (Palcor). Heute morgen wurden jüdische Hilfspolizisten vom Kibbuz Hachoresch im Emek angegriffen. Der 28jährige Ghaffir Jochanan Fleischer wurde getötet und zwei seiner Kameraden verwundet. Eine Gruppe jüdischer Arbeiter, die von einer bewaffneten Eskorte begleitet war, wurde bei Tiberias beschossen. Der Arbeiter Jakob Masuisky (25 Jahre alt) wurde getötet und ein arabischer Hilfspolizist leicht verwundet. In einem Feld von Kfar Yavetz, einer Siedlung der Poal-c Misrachi im Scharon, kam eine Mine zur Explosion. Joseph Blitz (24 Jahre alt), der ans Deutschland stammte, wurde getötet; der 27jährige Jakob Barak wurde schwer verwundet, während ein weiterer Siedler leichte Verletzungen erlitt Das Attentat in Haifa Gegen 6G Uhr morgens kam cs in Haifa, wie bereits in der vorigen Ausgabe kurz gemeldet, zu einer Bombenexplosion, die 49 Araber tötete, 36 schwer verwundete und eine große Anzahl leicht verletzte. Das Attentat erfolgte aut demselben Markt, der bereits am 6. Juli der Schauplatz eines Bombenanschlags war. Um dieselbe Zeit wurde der 26jäl1rige Mosche Misrachi erschossen. Nach der Explosion kam es in verschiedenen Staditeilen zu Ausschreitungen gegen Juden. Dow Fleischer (50 Jahre) und Kuben Javor (16 Jahre alt) wurden tädlieh verletzt. Der 25j,ihrige Dow Ben-Mos ehe erhielt ebenfalls schwere Verletzungen. Auf jüdische (icschäfte wurden Ueberfälie verübt: neun Gebäude, die Juden gehören, wurden in Brand gesteckt. Ueber die Stadt Haifa, mit Ausnahme des Bezirkes von Hadar Hakarmel, wurde für den ganzen Tag Ausgehverbot verhängt. Starke Abteihingen von Polizei, Militär und Matrosen bewachen die Stadtteile, in denen die Ausschreitungen vorgekommen sind. Dampfer, die heute in Haifa vor Anker gehen sollten, sind von den Behörden nach Tel Awiw umdirigiert worden. Zum Zeichen des Protestes gegen den Bombenanschlag in Haifa haben die Araber einen 4Sstündigen Streik in Jerusa’em, Nablus, Gaza, Ramie und Tiberias beschlossen. ,.Haarez‘* und ״Palestine Post“ fordern von der Regie• ung eine strenge Untersuchung der Gcschehnisse in Haifa. Beide Zeitungen erklären, «laß die Attentäter die schlimmsten Feinde der Juden seien. Die arabische Tageszeitung ״F a I a s t i n“ wurde für eine Woche von den Behörden verboten. Am 25. Juli kam es bei einem Dorf unweit von Tiberias zu einem Gefecht zwischen Militär und Arabern, bei dem ein Araber getötet wurde. von mindestens zwei der großen hebräischen Zeitungen, die ihrer ganzen Einstellung und Gesinnung nach einfach verpflichtet gewesen wären, in vorbildlicher Haltung, ernst, würdig und unpolemisch gegen die Straße Front zu machen, die öffentliche Meinung zu lenken und dem Ausdruck zu geben, was immerhin und zum Glück noch recht viele an jenem Tag dachten und fühlten. Das alles ist nicht, oder zu schwach und zu spät geschehen. Als die Mahnungen zur Vernunft kamen, hatten Stirnmungen, Ressentiments schon zu viel Terrain gewonnen, waren allzu viele schon Einflüssen erlegen, die sie zum Aufgebern ihrer bisherigen Haltung veranlaßten. Die Ansicht, daß die bisherige Taktik falsch wäre, beschränkt sich heute keineswegs auf Menschen einer oder einzelner Parteien! Und man soll ein sehr gewichtiges Moment nicht zu gering wert«!, das den Anhängern der Taktik der ausschließlichen Abwehr die Beibehaltung ihrer Haltung sehr erschwert, die Tat- Sache nämlich, daß man sie, daß inan die Juden eben wegen dieser Haltung mit dem Vorwurf der ״Feigheit“ belastet. Und das geschieht in steigendem Maße, draußen und drinnen I Dazustehen, nun schon Jahre, das Gewehr in der Hand, oft nicht einmal das, zu warten, sieh zu wehren und immer und in jedem Fall seine Position zu halten — das unter dem mioralischen Druck der Beschuldigung der Feigheit — man muß begreifen, daß das nicht leicht ist! füllt von den Eindrücken der Fahrt. Er kam so selten heraus, und so bedeutete eine solche Fahrt stets viel für ihn. Er erzählte, daß er alte Freundinnen getroffen habe, aber sie seidenen ihm müde, ,,noch müder als wir selbst“. Er erzählte von der Mädctienfarm in Nahalal mit dem (min und den Bäumen ringsum: ״Eit! schöner Fleck, freilich nicht von paläsli* nensischer Schönheit, aber doch schön. Alles was Kultur in sich hat, scheint schön zu sein.“ Er wollte von dort Kletierpflanzen für unseren Hof mitbringen. Auf seinem Rückwege hatte er alte arabische Freunde unter den Hirten und Ar beitem getroffen, die ihn mit großer Freude begrüßten. Manche von ihnen kannten wir seit ihrer Kindheit, und er erzählte, wie sie sich entwickelt hatten. Es machte ihm Sorge, daß ein Araberjunge, den wir als Fünfjährigen ketinenge!ernt hatten, und der schon damals Hirte gewesen war, so klein geblieben war. Die jüdischen Chaussccarbcitcr wunderten sich über diese freundschaftliche Begegnung, sie wußten nicht, daß Seid ein wahrer Freund der Araber war, die er ehrte und liebte, deren Sitten ihm teuer waren, und daß «rr ein extremer Gegner jedes Racheaktes war. An jenem Abend nach seiner Rückkehr war Seid mit seinem Tagewerk zufrieden. Er las noch ein wenig in der Zeitung mit dem schwarzen Trauerrand für die von eien Arabern Getöteten, ln diesem Augenblick hörte man den Ton der Glocke in der Kwuza (Alonim, Siedlung der Jugcndalija). Er sagte: ״Sie rufen zur Versammlung. Wäre ich nicht so müde, so müßte ich gehen. Auch bei der letzten Versammlung bin ich nicht gewesen, und das ist nicht gut. Ein Teil der Kwuza siedelt anderswo, lind man muß die aufmuntern, die hier geblieben sind.“ Wieder ertönte die Glocke. ״Sie scheinen alle müde zu sein“, sagte er, ״sie beeilen sich nicht auf das Klingeln hin.“ Er ging hinaus. Zur Kwuza ist er nicht mehr gekommen. (Er wurde auf dem Wege getötet.) Jerusalem, 26. Juli (Palcor). Chaim Orabovsky (40 Jahre alt), e'n Siedler in Misch mar Hajarden, und sein 15jähriger Sohn Menachem wurden heute, als sie zum Jordan gingen, aus dem Hinterhalt erschossen. Jüdisehe Ghaffirim eilten aus der Siedlung herbei und feuerten auf die Angreifer, von denen sechs getötet wurden. Jakob Ra ss (35 Jahre alt) wurde in der Altstad( von Jerusalem durch Messerstiche schwer v c r 1 c t z. t. Das über Haifa (mit Ausnahme von Hadar Hakarmel) verhängte Ausgehverbot ist für die Tagesstunden a u f g e h o - ben worden, gilt jedoch für die Nachtstunden. Die arabisehen Geschäfte blieben geschlossen. In der Altstadt von Haifa sind heute wieder mehrere jüdische Läden angezündet worden. Ein jüdisches Auto wurde in der Nähe von Natania beschossen und der jüdische rhissagier schwer ver- Auf dem Gemüsemarkt in der Jerusalemer Altstadt wurde von der Poüzei eine Zeitmine entdeckt und unschädlich gemacht. Eine weitere Bombe wurde in efer Nähe des Edison-Kinos gefunden. Die arabischen Geschäfte und Läden in der Jerusalemer Altstadt blieben geschlossen. Ein Jude wurde in der Nähe des Damaskiistarcs schwer verwundet. Ein Araber, der in einem Boot über den Tiberias- See fuhr, wurde Von einem jüdischen Hilfspolizisten arigorti* fen. Statt einer Antwort feuerte der Araber drei Schüsse ab und sprang dann in den See, um tauchend zu entkommen. Der Hilfspolizist erwiderte das Fetter, wodurch der Araber getötet wurde. fr! der Nähe von Roseli P i n a wurde ein Jude getötet und ein zweiter schwer verwundet. In Dschenin wurde ein arabischer Polizist erschossen. Ein Ausgehverbot für 22 Stunden wurde über die Stadt verhängt. Die arabische N a c 11 r i c h t e 11 - A g c 11 ״! r wurde für sechs Monate geschlossen, weil sie einen verbotenen Artikel der englisch-arabischen Zeitung ״Palestine and Iransjordau“ verbreitet hatte. Der High C o 111 111 i s s i o 11 e r empfing am Dienstag die Vertreter der Exekutive der Jewish Agency, Beil Gurion und Schcrtok. Zwei Araber, die vom Militärgericht wegen Waffenbesitzes zum Tode verurteilt worden waren, wurden Mittwoch in Akko hingeriditet. Heue jüdische Kolonie Eine neue jüdische Kolonie wurde in der Scharon- Ebene in der Nähe von Even Jehuda gegründet. Sic trägt den Aber trotz, allem und noch einmal: in dieser Stunde gilt es, den Verstand aufz.urufen gegen das Herz, die Vernunft gegen die Leidenschaft, und nicht abzugehen von dem Weg, der noch durch kein ernstzunchmendes Argument als falsch erwiesen worden ist. In dieser Stunde gilt es, einem phrasenhaften Radikalismus — und auch Taten können durchaus phrasenhaft sein! — eine auf tiefer nationaler Verantwortung beruhende Standhaftigkeit entgcgenzusetz.en, Es gilt, einer Stimmung mißverstandenen Helden- und Märtyrertums mit echtem, entsagungsvollem, opferbereitem Heroismus zu begegnen, also eben mit der Haltung, die unsere Menschen bisher überall im Lande ausgezeichnet hat. In dieser Stunde, wirklich und genau in dieser Stunde, ist ■s notwendig, aufzurufen zur Besinnung auf das ei- ,׳entliehe Fundament, auf die Tiefe und Fülle ier Vorstellungen und Gedanken des großen humanistischen Ideals, das wir Zionismus nennen. Es gibt für mich keinen Zweifel, wie die Antwort lauten muß. Und einmal mehr wird sich die Wahrheit jenes großen Wortes zeigen: daß sich zuletzt das menschlich Richtige auch immer als das politisch Richtigste erweist! Dr. Edgar Marx (früher Hamburg) Uebertall am Jordan Namen Tel J i z c 11 a k und wird von Aligemein-Zionistischer Jugend besiedelt. BRASCH 6 ROTHENSTEIN IMMABSR HARRY W. HAMACHER BERLIN NW 40, Lüneburger Straße 22 / Ruf: 356641 WIEN I, Fltiachmarkt 17 / Ruf: R 25590-91 Umzüge für Auswanderer sowieTransporte jeglicher Art nach allen Teilen der Welt Verpackung / Versicherung Gepäckbeförderung / Lagerung