Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 60 (29.7.1938)
- Date
- 1938-07-29
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 60, 29. VII. 1938 JO Dl SCH E RUNDSCHAU Seite 5 Schach Bearbeitet ווסז I. Mietet Zur Erinnerung an Hermann Zukertort Vor einigen Wochen hat sah zum fünfzig ■stet! Riale der Todestag eines der größten Schachmeister aller Zeiten, Hermann Zukcrtort, gejiihrt. Er war jüdischer Abstammung und ist 1842 in Lublin geboren. Am 20. Juni 1888 starb er in London, wo er *wei Jahrzehnte hindurch wohnte. Seine größten Tumicrerfolgc sind der erste Preis im Pariser Turnier 1878, und vor allem sein überaus glänzender Sieg in dem großes!, doppelrandigen Turnier zu London 1883. In Wettkämpfen war er gegen Anderssen, Blackburne und Rosenthal siegreich. Im Jahre 1886 kam es zwischen ihm und Steinitz zu jenem aufsehenerregenden Wettkampf, ersten Male die Weltmeisterschaft ausgetragen wurde. Steinitz siegte mit 10:5 bei 5 Remisen, lir hatte die bessere Gesund!!eit um! die größere Widerstandskraft. Zukertort dagegen war von schwächlicher Konstitution und damals bereits herzkidend, und seine Nenrcn hielten die Anstrengungen dieses an drei verschiedenen Orten der Vereinigten Staaten gespielten Wcttkamples nicht aus. Bei aller Bewunderung, die Steinitz verdient, kann man Zukertort, was Coric und Spielstarke anbelangt, nicht unter ihn stellen. SchadikümtlerLdi waren siel! diese beiden Jlatadore durchaus ebenbürtig, sportlich war Steinitz der Stärkere. Nachstehend geben wir eine der Glanzparticn Zukertorts a London«* Turnier 1883. Unregelmäßige Eröffnung Blackburne Die beste Entgegnung ist hTXgß, Smcv-v» obwohl auch dann Weiß das überlegene Spiel hat. :7—e6 25. T c7—c2 י g8~{6 Scheinbar kann Schwarz jetzt eine )7—b6 Figur gewinnen. Daß dies ein -t7<1—8־ Irrtum ist, zeigt das folgende, 17 15־ geniale Verfahren des Gegners. '־־ ־' ־■• g6Xh7t K g8—' ־ Zukertort Weiß 27. d —d5f c6—e5 ׳. Lei— —d7 Besser c7— gibt denn den schwa eine Angr gegen seinen untätig Springer abzutauschen. 10. S c3—1:)5 S (6—04 11. Sb5XdC c7'/!!6 Schwarz schlagt mit dun um später den e-Baucrn stoßen. 12. S (3—d2 S d7—f6 Steinitz gab in seinen kurmen zu dieser Partie f mit nachfolgendem f7— stärkere Spielwci:ar an. 13. (2—13' S c4>: 117 14. I) dl 12׳ d5>X4 Dam L 02X04 r . 3—c י zi I. c4—d3 Stellung nach dem 27. Zuge v 1) (18—cT 5. Der Testzug utng einrsimrnt, t i ‘ ' ' MW A if r t K Kn fiV ~־4׳* n ■« . s>.-׳ f#'g# 28. I)d2—b4t .... Min Damenopfer, das auf e wcitbercchneten Matikombination beruht. 28. T cg—05 Auch Blackburne sieht, daß dtirch Annahme des Opfers sich Zügen aussetzen würde, nämlich: 28. D c7x!b4, 29.׳Lb2Xc5f. K 118>;l!7. 30. T <3 •-! 3t. K 117— g6, 31. T!1—ffif, K g6—g5 (oder K g6g7, 32. T 113—1431. K g7— 117, 33. T fO—f7f, K 117—116, 34. I. c5 — f4f, K 116—115, 35. T 17— 117 matt), 32. T I13~-g3t. K 5״— 115. 33. T 16—f5J, K 115—116. 34. Lcb-itf, K 116—117, 35. Tf5— 29. IXllfSf! .... mit 24. L (13xf5 Gewinnstellung 24. Ld3Xc4 <!5Xe4 25. f5Xg6! .... Min vortrefflicher Zug. den wohl wenige Spider anders als!!lackburne beantwortet hallen würdet!. Das Vermögen des Jiwo. Das Jüdische Wissenschaftliche Institut in Wilna hat anläßlich seines dreizehnjährigen Be- Stehens einen Rechenschaftsbericht herausgegeben. Nach dieser Bilanz besitzt die bibliographische Zentrale 220000 registrierte Artikel und größere Arbeiten aus der jüdischen Presse verschiedener Länder. Die Bibliothek enthält J0000 Bücher, darunter Seltenheiten und viele bibliographische Unica. Das Archiv hat einige Tausend Manuskripte und Autographen berühmter Juden, an 100 000 Plakate, Flugblätter, Statuten und Berichte über Gesellschaften, Vereine usw. Das Theater-Museum (Esther Rachel Kaminski-Museum) enthält mehrere tausend Theater-Objekte, Photographien, Dekorationen, Entwürfe usw. Die Folklore-Kommission hat 100000 Objekte gesammelt, darunter 32441 Sprichwörter, 4080 Volksglauben, 4673 Kinder-Scliöpfungen, ferner Anekdoten, Volksgcschicliten, Purimspiele, Verse, Bräuche, Minhagim und Niggunim inventarisiert. Die Kommission für Linguistik und Terminologie hat an 700 terminologische Sammlungen mit 25000 besonderen Termini. Das Institut besitzt ferner: eine umfangreiche Sammlung von Porträts jüdischer Persönlichkeiten; ein pädagogisches Museum mit eiirern Schatz von Materialien zur Geschichte und Gegenwart jüdischer Er- Ziehung ttml Schulen; ein ethnographisches Museum mit zahlreichen Objekten der jüdischen Lebensweise und des Rituals. Das Institut hat bisher über 1500 Druckbogen! wissenschaftlicher Bücher herausgegeben. Es gibt vier Zeit- Schriften heraus, die ״Jiwo-Blätter“, ״Jüdische Oekonomik“, ״Jiddisch für alle“ und die ״Mitteilungen“ des Instituts; eine fünfte Zeitschrift ״Dokumentation des jüdischen Lebens“ wird vorbereitet und soll i!1 vier Sprachen erscheinen. Bei der Konferenz, der Außenminister der ״Osio-Staaten“, die augenblicklich in Kopenhagen tagt, hat mit Bezug auf die Emigrationsfrage besonders der norwegische Außenminister, Dr. Koht, betont, daß Norwegen, nicht zuletzt auf Grund der Wirksamkeit Fridtjof Nansens, ganz besonders seine Verpflichtungen zu »Hüllen wünscht. Norwegen beabsichtigt, das Asvlrecht zu gewähren, aber da man sich dagegen sträub!, daß einzelne Länder die ganze Last des Problems tragen, würde man es als richtig ansehen, daß eine Ordnung getroffen werde, dtirch die die Auswanderer im Verhältnis zu der Bevölkerungszahl der verschiedenen Länder verteilt werden. IN ALLER KURZE Die Gattin des General-Gouverneurs von Südafrika, Sir Patrick-Duncan, Lady Duncan, nahm im Jüdischen Club in Durban an einer Veranstaltung des Verbandes Jiidischer Frauen teil. In ihrer Ansprache zollte sie dem Werk der jüdischen Gemeinschaft in Südafrika und ihren Beiträgen für die Entwicklung de Landes warme Anerkennung. 111 England wurde eine Untersuchung über die Lage auf dem Arbeitsmarkt für wissenschaftliche Arbeiter durchgeführt, die die Frage der Zulassung aiisländischer Wissenschaftler in England klären sollte. Das Ergebnis der von den entsprechenden Verbänden durchgeführteu Enquete ist, daß die Möglichkeit der Zulassung weiterer Wissenschaftler in England in gewissem Umfange besteht. Ein endgültiger Beschluß wird von den zuständigen Verbänden jedoch erst gefaßt werden. Nach einer Mitteilung des Kolonicnministcrs Malcolm MacDonald im Untenhause besteht keine Möglichkeit zur Aufnahme von emegri erten Aerzfcn in die medizinischen Dienste in den britischen Kolonien. Bei einem Abschiedsabend für den I ilin-Schauspieler Eddie C a n t o r im Dorchestcr-Hotcl in London wurde eine Summe von 6000 Pfund zugunsten jüdischer Auswandererkinder, insbesondere für Zuwachs der Jugcndaliia, aufgebracht. Insgesamt hat Eddie Cantor bisher 101 000 Pfund für diesen Zweck gesammelt. Bei einer Versammlung des Angio-Palestine-Club in London sprachen Professor Brodetsky und Berl Locker und verteidigten das Prinzip der Hawlaga in Palästina. Bei einem Flugzeugunglück, durch das ein Flugzeug der polnischen Luftfahrt-Gesellschaft ״Lot“ auf dem Fluge von Czernowitz nach Bukarest betroffen wurde, wurden zwei jüdische Passagiere getötet, darunter der Tel Awiwer Kaufmann Gradzawski. Das Flugzeug war auf dem Wege von Warschau nach Palästina. In Darmstadt sind an den städtischen Badeanstalten, dem Ausstellungsgebäude auf der Mathildenhöhe, dem städtisehen Archiv, Museum, der Lese- und Bücherhalle, der Landesmusikschule, dem Zuhörerraum des Rathauses, der Festhalle, dem Städtischen Saalbau, Orangcriehaus, Ressunger Turnhalle und an der ehemaligen Flughalle (Rollschuhbahn) Schi!- der mit der Aufschrift ״Juden ist der Zutritt verboten“ angebracht. Die Lichtspieltheater in Stadt und Kreis Darmstadt haben an den Kassen Schilder mit der Aufschrift ״Juden sind hier unerwünscht“ oder ״Juden haben keinen Zutritt“ angebracht. Ein Drama des Obemotars der Fester Gemeinde, Dr. Hugo Cs ergo, wurde auf einem internationalen Wettbewerb von einer amerikanischen Theatcragentur zur Aufführung angenommen. Das Stück ״Der erste Morgen“ hatte im Budapester Renaissance-Theater schon großen Erfolg. Der Zionistische Gruppenverband für Bayern hielt am 17. Juli in München eine Arbeitstagung ab. Nach Begriißungs- Worten des ersten Vorsitzenden des Zionistischen Ortsver- Bandes München, R.-A. Dr. Perlmutter, und des Vorsitzender! des Gruppen Verbandes, Dr. Barnberger, Niirnberg, sprach R.-A. Benno Colin über ״Querschnitt durch die jüdische und zionistische Situation“. Ausgehend von den Juden in Deutschland gab der Referent einen Ueberblick über die Lage der Juden in der Welt. Heute gibt es kein Einzel- Schicksal mehr — jeder Einzelne ist verbunden mit dem Schicksal seiner Gruppe. Die Konferenz von Evian hatte die Aufgabe, sich mit einem solchen Oiruppcnschicksal zu beschattigen. Man darf die Möglichkeiten der Konferenz nicht überschätzen: sie ist lediglich als ein Auftakt zu bewerten und als der großangelegte Versuch, den Juden Mitteleuropas zu helfen. Ausführlich behandelte R.-A. Cohn die Situation in Palästina. Auf die politische und wirtschaftliche Krise ist nun die seelische Krise gefolgt. Diese Krise ist die schwerste. Sie ist bedauerlicherweise zu einem Zeitpunkt eingetreten, da man im Lande bereits ein Abschwächen des Terrors deutlich spüren konnte. Die Krise ist nur durch eiserne Disziplin und unbedingte Erhaltung der ״Hawlaga“ zu überwinden. — Die Technische Konunission arbeitet weiter und hält sich streng an ihren Auftrag. Man hofft, daß ihr Vorschlag für uns Juden annehmbar sein wird. Der Weg vom Beschluß deT Teilung bis zu seiner Durchführung wird für den Jischuw ein schwerer sein. Dann aber werden wir unser Schicksal in Palästina selbst in die Hand nehmen: wir Juden werden in einer hochorganisierten Welt nur in der Form der Staatlichkeil bestehen können. An das Referat schloß sich eine Ausspräche, die von Dr. Josef Weiß mit Informationen über Fondsarbeit und Bodengestaltung in Erez Jisrael eröffnet wurde. Der Nachmittag war mit Beratungen über die praktische Arbeit und Erfahrungsaustausch ausgefüllt. Fs bestand völlige Einmütigkeit darin, daß die zionistische Arbeit mit ungebrochener Tatkraft fortzufiihreu sei. —11n. Todesfall. Mit Hermann Gumpertz, der am 21. Juli im hohen Alter von 86 Jahren starb, ist der Stolz und die Krone der Hamburger Jüdischen Gemeinschaft dahingegangen. Mit einer ungeheuren Sachkenntnis im talmudischen und rabbinischen Schrifttum verband eT eine umfassende allgemeine Bildung. Zweimal verwaltete er das verwaiste Oberrabbinat. lieber die Grenzen Hamburgs erstreckte sich sein Wirken. So unternahm er für die Alliance Israelite Universelle vor Jahrzehnten Reisen in den Orient, die ihn auch ins Heilige Land brachten. Mit regsten! Interesse verfolgte er das Aufbauwerk in Erez Jisrael. Bei Hermann Gumpertz, der sich schon früh vom Geschäftsleben zurückzog, um sich ganz seinen geistigen Interessen zuzuwenden, erfüllte sich das talmudische Wort: ״Schönheit, Kraft, Ehre, Reichtum, Weisheit, Gelehrsamkeit, Greisenhaupt und Kindersegen sind ein Schmuck für die Frommen und ein Segen für die Welt.“ Kindern, Enkeln, Schülern und Verehrern wird der Name Hermann Gumpertz eine stete Aufgabe bedeuten, für Lehre und jüdisches Volkstum zu wirken. B. S. J a c o b s o n Ankündigungen aus dem Reich Hamburg: Jeden Dienst ag, 20.30 Uhr, JüdiU.-hes ('leim in-Huu! J»;ms llat'tungstr. 11: ZiomstUehcT Abend. 2. Angtiht:!■!ine Sxinde Palästina-Amt. Zwiegesprik'h ü!>er alle aUhjH'on Ausw.mdonnijjs• und Trnmierfrru!en nach Palästina *wischen Arthur Levv und Dr. Daniel Brochcs. Aktueller Kurzbericht. Familien-Nachrichten Herr Lori K .1 17, (früher X(■״morschen, 1Ie-w״!, Ka־X. Isr. Altersheim, begeht am 5. August den 80. Geburtstag. Frau Ww. Henriette Ruhstadt, Soest i. W.. Westonhelkvcg 10, begeht, am 8. August den 87. Geburtstag, Herr Richard Wolf f und Frau Lina. geh. Moveihardt. au•! Kmden 40jährigen Hochzeit-,!ag. _____ Btritilzwa-Termln. Am 20. August (23. Ah): Kurt Heilbronner, Sohn ton Erwin lieilbronner, Mannheim, Goethcstr. 10, Oppenheim Das bekannte Spezialhaus für Kleiderstoffe Charlottenburg. Wilmersdorfer Str. 115116־ Wollstoffe — Samt — Seidenstoffe Briefe an die Redaktion Der Name ״Eppstein“ den I. Xr. 5: (Jiid. Allg '111. 19351 omame Offene Auslandsstellen (gc-nelinngt durch das Landesarbeitsamt Brandenburg). 1. Für Brasilien’Wird ein jüdischer M inen-I n g c niour- F a c 11 m 1! ״ n ״nt allgemeinen kaufmännischcn Kenntnissen gesucht, der absolut vertrauenswürdig ist. 2. Für Schanghai werden jüdische 1' e x t i ] i n g eiiicurc gesucht. Bewerbungen sind englisch eiu/iireichcn, Kopien von Diplomen, Referenzen und Lebe!!•-!:n!:!e -hui hierbei dringend erforderlich. 3. Für Uruguay werden ee-uelit: .1) zwei gute jüdische Monteure (keine L־m-rl!:eiXer) bis 13 Jahre, für Wasserleitung, Kanalisation, Gas und /ctitralheizung; b) ein erfahrener Jüdischer Glaser (kam! bis 56 Jahre ‘alt sein). 4. Eine f־!rma in Chile sueht für ihre Geld.whranlriabnk einen tüchtigen ״iiverh-vxeirn indj..■!!.-!! G e : tl - e 11 r a n k - Arbeitsminisicrmin genehmigter Arbeit-'. e:!rag u ird bereitg* stsJH Nustulul II, 1 >! 1 1;dumiausschließlich ghirch die Jüdische iiemnnde,^ lirnin sW 68, Hellem Papier werden nicht mit |,11!'!po-t hexrdert. Die Staatsangehörigkeit ist wegen der VerscluiwU uartigkeit der Rundfunkgeräte bei Juden pfändbar. kXmifunkgerüte künneu grundsätzlich nicht gepfändet werden, da sie nicht nur der Unterhaltung mul allgemeinen Belehrung, sondern auch der staatsbürgerlichen F.r/ieluing der ILärer dunen. Das Amtsgericht Berlin-Schöneberg hat mm in ciium Urteil entschieden, daß dieser Grundsatz, der Unpfändbarkeit für jüdische Besitzer v o n R!! 11 <1 f u n k g c r;! t t;1 n i c h t g e i t e. Das Gericht bezieht sieh in seinem Uri ei! auf das Reichsbiirgergesetz, nach dem Juden nicht deutsche Staatsbürger sein können. Damit sei offenbar, daß der Staat in keiner Hinsicht, sei es in wirtschaftlicher, kultureller oder politischer, irgendein Interesse an einer irgendwie gealteten staatsbürgerlichen: Erziehung der in Deutschland lebenden Juden habe, cs sei denn das Interesse an einer strikten Beachtung der bestehenden (iesetze und Verordnungen. In dieser Beziehung aber stehe den Juden die Tagespresse als erschöpfende informationsquellc zur Verfügung. Neues Heft der ״Monatsschrift für Geschichte und Wissen- Schaft des Judentums“. ״Palästina in Vergangenheit und Gegenvvart“ — so ließen sich die Studien nbersclneiben, welche das soeben erschienene Juniheft der Monatsschrift zusammenstellt, f. El bogen bespricht die Funde von L;!dusch und veranschaulicht ihre Bedeutung itir die Geschichte des Landes und der Sprache. I. 1( ei 11 e m a n n beleuchtet das Problem des Ulaiibenszwanges der Makkabüerzeit, insbesondere, weshalb Anhochos als einziger Herrscher des Altertums den Juden eine fremde Religion aufzwingen wollte. Man hat geglaubt, er habe auf Anstiftung von Männern gehandelt, die das ludettum nach Art der Reform des lü. Jahrhunderts zeitgemäß umgestalten wollten; Heincmaim lehnt diese These ab und 7,cig־t, daß sich der Glaubenszwang vorwiegend aus der Erbitterung des Königs über die Ablehnung des Staatskultes durch die Juden erklärt. S. Krauß bespricht Typen der Städtcsicdhmg in Palästina zu Ende des Mittelalters, S. Klein berichtet über neuere Arbeiten zur Kunde des Lundes und seiner Geschichte. Man abonniert die ״Monatsschrift“, imlen! man Mitglied der Gesellschaft ziir I örderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von 10 RM. an die Gesellschaft (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7030) sendet.