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Jüdische Rundschau · 1938-07-22 · Heft 58 (22.7.1938) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 58 (22.7.1938)
Date
1938-07-22
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 58 22. VII. 1938 IN ALLER KÜRZE Bei der ersten Sitzung der neu gewählten Exekutive der Zionistischen Organisation von Amerika wurde eine Resolution angenommen, in der attsgt führt wird, daß die Organisation sich zu der Haltung Dr. Weizmanns, des Waad Leumi und anderer jüdischer Körperschaften des Jischuw bekennt und gemeinsam mit diesen den Jischuw aulruft, die Politik der Selbstbeherrschung trotz des fortgesetzten arabischen Terrors weiter zu verfolgen. Nach einer Mitteilung des Untcrstaalssckrctärs im Auswärt :gen Amt, Mr. Butler, im Unterhaus haben kürzlich Erörterungen zw,selten der britischen und der französischen Regierung über das dem olietnaligcn Jerusalemer Mufti gewährte Asyl in Syrien stattgefunden. Bei einer Versammlung im Hause der Baronesse Ravcnsdale in London trat Sir Wvndham Deedes warm für die Zulassung einer gröberen Zahl von Emigranten aus Deutschland und Oesterreich in England ein. Den Vorsitz führte der (auch als Schriftsteller bekannte) Abgeordnete Harold N'icolson. Der tschechische Ministerpräsident Hodza empfing eine Delegation der j u d 1 s c h e 11 Minderheit in der Tschechoslowakei, bestehend aus dem Präsidenten der Jüdisehen Partei, Ernst Pi sc 11 er, und den jüdischen Deputierten Dr. Angelo O o I d s t c i n und Dr. Chaim Kugel. Es wurden die Forderungen und die Lage der jüdischen Minderheit besprochen. Ingenieur Oskar Aschcrmann wurde zum Mitglied des Prager Stadtrats als Vertreter der Jüdischen Partei gewählt. Wie aus Pwhmi׳!! getr.i-.'d(■♦ wird, habet! die jüdischen Familien IV c i n!11 ,1 1! n und P e t s c h e k. die große Kohlengruben in NnnlbOiincri hevdVn, ihien Aktienbesitz an diesen Ucscllschuffen jetzt verkauft. D e mechanische Klwderiabrik Elkan 8־ Levy in Rheydt ist auf den Kautinann Hans Podien (Kleiderlat>rik in Rheydt) ubergi gangen. Die Mancndorfei ( 1״m m iwarenfahrik 0. m. b. H. (Gelieh er Anfrie 'an‘ Dr? Fritz Bluthgen ’ in arischen Besitz im lrwing-1'1lza-Ochände in New York wird in der nächsten S.rson ein neues indisches Theater spielen. Es sollen ernste diamati-chc Werke anfgeführt werden. Die kimstlerwche i e tung hat Kurt Katsch (bekannt von seiner Tätigkeit In im Kultur blind in Berlin) übernommen. Ei!1 neuer jiddischer Tonfilm ״Ohne Heim*‘ wird Familie d1׳!r<iel!en. che im Weltkrieg von der Heimat losgleichnamigem Theaterstück verwendet werden. Das Mamiskript schreibt Alter Kar; zue. der Herausgeber einer jiddischen FilmzrWehnft in Warschau. Regie führt Alexander Marten, die Hauptrolle spielt die bekannte jiddische Schau- Spielerin Ida Kaminski. Zum siehenhumkutililirigcii Bestehen der jüdischen Gemeinde in Plack ist eine Kommission unter dem Protcktorat der historischen Ableilung des Jiwo geschaffen worden, die ein dreibändiges Jubiläumswerk herausgibt. Die ersten beiden Bände sollen die Geschichte der Blocker Juden darstellcn, der dritte Band die Wirtschaftsgeschichte und die Gegenwart. Der erste Band, unter der Redaktion von S. Trunk, ist bereits im Druck. Keine Einquartierung bei Juden. Auf Grund des neuen Wehrlcisfuiigsgesetzes hat der Rciehsminister des Innern iin Gemeinden und Gcmeindeaiifsichtsbctiörden m'lgctei't, daß W e h r m a c 111 s a n g e 11 o r i g e b e i J u d e 11 n 1 c 111 ei 11z u q 11 a r t i c r e 11 sind, in zwingenden Fallen können liiervon Ausnahmen zugekas-en werden, wenn die I:i1u|11art!er11ng keine häusliche Gemeinschaft mit jüdischen Personen zur Folge hat. Gehört zum Beispiel ein für die Einquartierung aber eine häusliche Gemeinschaft mit jüdischen Personen für in einem getrennt liegenden aiide; cn (leb.nide uohneii, so im Eine ernehtnen ' mit dem örtlichen i loheibtiäger der NSDAP 211 entscheiden. Zwei neue Durchführungsverordnungen zum ungarischen Judengesetz. I " 1 1 * R ״׳ >• .. , Reter t 1 1 s!r - 1> i 1 u r fingen sind bis 16. August an /!]ständiger Stelle an zu melden, damit bis^ 31. Dezember 1039 das Zahlcnverh.ütnis der jüdinen. Die Bearbeitung wurde einem dafür neu ernannten Ministerin lkr,mmi«nr. dem bRheriget! Sektiotischef im Min:sterpras;dmm, Dr. Lrnfst Tr.ieger, übertrngen. Die Anmcldung der Scliaifpelcr. Re::is=ci1re, kommerziellen Leiter und Inspizienten von Theiteruntcrnehmungen sowie des künstle!;־rinn Personals der Filmtheater erfolgt his zu demselben Termin beim Regierungskommissar für intellektuelle Arbeitslosigkeit. Die Bearbeitung dieses Materials und die Ausarbeitung der entsprechenden Verfügungen unterliegt dem Kultus- und Unterrichtsministerium. Paläsiiiiävini( Berlin Bia. BKWISH ACtiNCY BOR PALttTINE Berlin W 15, Meinekestraße 10. Telefon: Sammel-Nummer 91 90 31. 15. Nr. 66 des ״Juristischen Informationsdienstes“ und Nr. 10 des ״Palästina-Wirtschaftsdienstes“ sind soeben erschienen. Aus dem Inhalt der beiden Publikationen: Regelung vor, Kapital- und Zinszahlungen aus Oesterreich an das Ausland; Neuveranlagu 11g zur Vermögenssteuer; Neue Zivil- Prozeßordnung in Palästina; Moratoriumsdebatten; Neue Karnpfpre.se am Milchmarkt; Bauaufträge für die Truppen- Verstärkungen; Aron Barth, Direktor der Anglo Palestine Bank; Selbstverwaltung m den Siedlungen. Näheres durch die Organ:sat’0ns-Abu׳,lung des Palästina-Amtes Berlin. Was wird aus unseren Alten? Das Problem der Versorgung der älteren Menschen ist der Gegenstand der Sozialgesetzgebungen aller Kulturnationen. Für uns Juden in Deutschland aber, die wir in einen Wanderstrom hineingeraten sind, ist die Frage, was aus den zurückgelassenen älteren Menschen werden soll, von besonderer Dringlichkeit und außerordentlich schwer zu lösen. Tausende von jungen Menschen gehen in die Welt hinaus; aber bis sie wirtschaftlich Fuß gefaßt haben werden, um Ihre älteren Angehörigen unterstützen zu können, wird noch eine lange Zeit vergehen, so daß es die Aufgabe der zentralen jüdischen Organisationen ist, die Frage zu erörtern und nach Wegen zu suchen. Dr. Georg L 11 b i n s k i hat schon vor längerer Zeit (s. ״J. R.“ Nr. 61936׳) in einem Aufsatz ״Was wird aus unseren Alten?“ auf den Umfang des Problems und mögliche Wege für seine Lösung hingewiesen. In der Zwischenzeit ist diese Frage nur noch dringender geworden. tu haben in den guten Fachgeschäften Die natHrqemässe Tkssbekleidunql Die Zentralwohlfa 11 rtsstelle in der Reichsvertrehing versendet in diesen Tagen eine Denkschrift, in der versucht wird, das Problem in seiner Gesamtheit zu er- Man darf nicht vergessen, daß in unserer Zeit der sich wandelnden Maßstäbe auch die Begriffe ״alt“ und ״jung“ wankend geworden sind. Als biologisch alt müssen wir heute bereits die Menschen über 60 Jahre ansprechen; als ökonomisch alt, d. h. also nicht inehr oder nur beschränkt auswandcrungsfäliig sogar schon die Menschen über 45 Jahre, vor allem in den Fällen, in denen kein zur Auswanderung geeigneter Beruf vorhanden ist. Man muß also mit einer nicht geringen Anzahl von Personen rechnen, die durch die steigende Auswanderung der jüngeren Schichten in immer stärkere wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten werden. Die erwähnte Denkschrift schätzt die Zahl der über 60jährigen hilfsbedürftigen Juden auf etwa 19 000 Personen. Bei der unzureichenden statistischen Erfassung der Juden ist cs schwierig zu sagen, oh dies nicht eher zu niedrig geschätzt ist als zu hoch. Sicher ist jedenfalls, daß diese Zahl eine Min des! z i ff er bedeutet. Ein gewisser Teil der nicht auswatuiernden Alten wird aus der Nutzung und dem Verbrauch seiner Ersparnisse leben können. Welche Möglichkeiten aber gibt es für die Kreise, die mittellos sind? Die Denkschrift zählt vier verschiedene Wege aut, diesen Menschen zu helfen: a) Unterstützung durch Angehörige; b) Bezug von Renten auf Grund der Gesetzgebung über die Sozialversicherung, über die Kieinrcntncrhilfe und die Kleinrentnerlürsorge; c) zusätzliche Unterstützung durch die Einrichtungen der jüdischeu Wohlfahrtspflege; d) zusätzliche Unterstützung durch die Jüdische Winterhilfe. Die Unterstützung durch Angehörige wird nach den bishörigen Erfahrungen ausgeübt, sobald die Ausgewanderten wirtschaftlich nur irgendwie hierzu in der Lage sind. Nicht nur Gelder werden hergesandt, sondern zahlreiche Kinder haben ihre Verwandten nachkomnicn lassen. Was Palästina betrifft, so macht die augenblickliche wirtschaftliche Lage wie auch die Beschränkungen der Ycrwaiidtriianforderung durch die geltende Schcdttie diesen Weg der Hilfe äußerst schwierig. Der Ankauf von ״Unterstützungsmark“, die die Paiästina-Trctihandgesellschaft mit Zustimmung der zuständigen Behörden geschaffen hat, ist der andere Weg zur Hilfe. Es bedarf keiner Hervorhebung, dalf der Leistlingswiile hei den Auswanderern durchaus vorhanden ist, aber es kamt keinem Zweifel unterliegen, daß diesem Willen enge ökonomische Grenzen gezogen sind. Für den Bezug von Renten auf Grund des Gesetzes über die Kieinrcntncrhilfe kommt infolge der sozialen Struktur der Juden ein verhältnismäßig großer Personenkreis in Frage. (Von dem Empfang der Rcichszuschüsse im Rahmen der Kieinrcntncrhilfe sind die Juden ausgeschlossen.) ״Eine Er- Weiterung der Möglichkeiten des Reuteiihezuges im Auslande“, so schreibt die Denkschrift, .,könnte eine verstärkte Aus- Wanderung auch von älteren Auswanderern zur Folge haben.“ Was die Unterstützungen durch die Wohlfahrt anbelangt, so werden sie grundsätzlich gewährt als Vcrpflcgungszulage für kranke Personen, ferner als zusätzliche Leistung für die Unterbringung in Kranken- und Sicchcnheimcn, soweit die öffentliche Fürsorge nicht eintritt. — Ucber die Richtlinien der Jüdischen Winterhilfe ist schon häufig geschrieben worden, so daß sich ein Eingelten darauf erübrigt. Ucbcrblickt man diese Möglichkeiten der Unterstützung, so muß man zu dem Ergebnis kommen, dal! sie wahrschein־ lieh nicht ausreichen werden, um der wirklichen Not zu steuern. Die Denkschrift der Zentralwohlfahrtsstelle prüft darum eingehend die Unterbringung der älteren Menschen in Heimen lind Pf 1 e g c f a in i 1 i e n. Es sind zur Zeit 3406 Altersheim- und 401 Sicchcnhcimplätze verfügbar. Seit 1933 sind 15 neue Heime mit 599 Plätzen geschaffen worden, und die bestellenden Heime haben ihre Plätze um 590 vermehrt. Die zentralen jüdischen Stellen bemühen sich ernsthaft um eine Erweiterung dieser Heimunterbringung; insbesondere sollen Waisenhäuser, Kinderheime und Krankenhiiuser, die durch die Auswanderung leer werden, in Altershei!11 c umgewandeit werden. Die Unterbringung in Heimen ist aber stets recht kostspielig; es wird deshalb der Vorschlag gemacht, für die Versorgung von alten Leuten Familieiipflegen zu schaffen. Darüber hinaus wird der (bereits in dem eingangs erwähnten Artikel von Dr. Lubinski vorgebrachte) Vorschlag wieder aufgegriffen, in den Großgemeinden Wohnheime mit Ein- oder Zweizimmer- Wohnungen zu errichten, in denen die alten Leute auf gemeinnütziger Grundlage leben können, d. 11. nur die Selbstkosten für die Kapitalvcrzinsung, Steuern, Heizung, Wasser Sommer-Schluß-Verkauf vom 25. Juli bis 6. August Der eleqante Domen-, der vornehme Herren-Schuh BERLIN W15w _ _ RÜF1 913131 KurfUratendamm 33 I ■K ■ f-fl Sk INHABER: Eins• Grolman.tr. 1L✓*» .1L JMJ1T1.1J.C11 G.HORENCZYK usw. zu zahlen hätten. Man könnte sich vorstellen, daß in solchen Wohnheimen Menschen mit Vermögen sich bereit erklären, einen oder mehrere ältere Menschen ohne finanziellc Mittel niitz.uerhalfen -— eine Forderung an den Ci e m c i 11 s i n n, die in unserer Zeit nicht ungehört verhallen sollte. Uebcrblicken wir die hier vorgebraclitcn Tatsachen zur Behebung des Problems, so muß zugestamien werden, daß eine restlose Lösung wahrscheinlich dadurch nicht erzielt wird oder auch werden kann. Aber andererseits kann doch gesagt werden, daß die zuständigen jüdischen Stellen mit dem Ernst an die Frage herangehen, dje sie beanspruchen kann, und daß im Rahmen der Mittel und Möglichkeiten, die der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland geblieben sind, alles unternommen worden ist oder werden soll, was überhaupt nur getan werden kann. Gerhardt Neumann 132 000 Dollar für Palästina London, 13. Juli. (Palcor.) Leib Jaffe, Direktor des Keren Hajessod, ist nach einer Propaganda-Aktion im Literesse des United Pah’stine Appeal (Keren Hajessod und Keren Kajcmetli) in Kanada auf dem Rückwege nach Palastinrt in London eingetroffen. Die Tournee führte ihn von der Atlantischen bis zur Pazifischen Küste. Er besuchte IS Städte, in denen große öffentliche Kundgebungen sowie Versammlungen in engerem Kreise abgchalten wurden, und hielt in zehn Orlen Ansprachen, die durch den Rundfunk überfragen wurden. Die Aktion hat 132 000 Dollar eiligebracht; dieser Betrag übersteigt den im vorigen Jahre erzielten um 50 "o und stellt die höchste Summe dar, die seit einem Jahrzehnt in einem Jahre in Kanada gesammelt worden ist. Anläßlich seines Aufenthaltes in Ottawa wurde Leih Jaffe vom Generalgouvcrneur Lord Tweedsmuir empfangen, der ihm sein andauerndes Interesse am jüdischen Aufbauwerk in Palästina versicherte. Die ausgewanrierte Jüdin als Hausgehilfin. Im Frauenblatt des ״Manchester Guardian“ veröffentlicht, wie uns ein Leser aus •Manchester ■schreibt, eine Einsenderin eine längere Betrachtung über ihre Erfahrungen mit einer in ihrem Haushalt als Hausgehilfin beschäftigten jüdischen Frau aus Deutschland. Die Einsenderin spricht offen über die abweichende Einstellung zu gewissen Dingen im Haushalt, die bei einem Zusammentreffen von Menschen so verschiedener Erziehung erst ausgeglichen werden müsse. Es gibt — so schreibt die Verfasserin — jüdische Familien in England, die keine jüdische Aus- Wanderin aus Deutschland im Haushalt beschäftigen wollen, aus Furcht, diese würde sich nicht anpassen; sie möchten auch eine allzu intime Hausgemeinschaft vermeiden. Diese Einstellung bezeichnet die Einsenderin als völlig unbegründet. Unsere jüdische Hausgehilfin aus Deutschland, so schreibt sic, ist unaufdringlich und taktvoll. Sie ist ebenso froh, in ihr Zimmer zurück/ukehren und dort zu lesen oder!־löte zu spielen, wie wir froh sind, allein zu bleiben. Außerdem ist sie sehr anpassungsfähig. Die Einsenderin stellt auch fest, daß viele Mißverständnisse daraus zu erklären sind, daß die Hausgehilfin die wahre Bedeutung gewisser englischer Wenduttgen, die Engländern als anstößig erscheinen, nicht kennt. Der einzige Nachteil des Engagements einer solchen Hausgehilfin, so schließt der Artikel, besteht darin, daß man unentrinnbar immer das Schicksal dieser Menschen vor Augen hat. ״Aber schließlich ist es kein Nachteil, mit jemandem zusammenzuleben, der es einem unmöglich macht, mit Absicht blind zu bleiben.“ Galil-Aktion des KKL in Transsylvanien, iin Aufträge des Keren Kaiemetli l.ejisrael besuchte Frau Henny Frank im ersten Halbjahr 1938 Transsylvanien, wo sie die Gnid-Aklion durchgeführt hat. ihr Bestich hat für die KKL-Arbelt sehr gute Resultate gezeitigt. Das Ergebnis der vorläufig■ noch nicht ganz abgeschlossenen Aktion dürfte das vorjährige Resultat wesentlich überschreiten. Zionismus in Belgien. Rabbiner Meier Groß ist in Belgien eingetroffen, um die Arbeit für den KKL in den religiösen Kreisen zu organisieren. Die Jahresversammlung der zionistischen Jiigemifödei ,11 io וו Belgiens konnte diesmal zu einer Konferenz der Jiigendföderalioiten West-Europas erweifett werden. Vertreten waren die Föderationen Frankreü'iis und Hollands, diejenigen Englands und der Schweiz haben ihren Beitritt im Prinzip erklärt. Lin Zeutralhüro ist gegrilltdet worden. In Brussel mul Antwerpen fanden überfüllte Veisammlungen statt, in denen zu den Ereignissen in Paiästina Steilung genommen wurde. P. R. Salman Schncur hat die Herausgabe seiner samtliehen Werke in jiddischer Sprache dem Verlag Tomor in Wilna übergehen. Der Verlag bringt nach dem großen Erfolg der Jubiläumsausgabe des Romans ,,Noah Pandre“ in jiddischer und in neun europäischen Sprachen (die deutsche Ucbertragung erschien zuerst in der ״Jüdischen Rundschau“) den zweiten Band dieser Roman-Serie heraus, ״Beim Dnjepr“, Schncur hat auch den Einband dafür gezeichnet. Eine Neuausgäbe des vergriffenen Bandes ״Szklower Juden“, des Romans ״Kaiser und Rabbi“ und der anderen Werke des Dichters soll folgen. QCi&ntmtbiikm■ Aus der ״JÜDISCHEN RUNDSCHAU" v. 25. 7.19131 Vor kurzem fand in Jaffa eine Beratung bezüglich der Anlage neuer J e me n i t e n s i e dl u n g cn statt, an der Vertreter des Palästina-Amtes und der■ verschiedenen jüdischen Arbeiterorganisationen tnihuihmrn. Es wurde beschlossen, für eine neue Siedlung in der'Kolonie Rechohoth 10 000 Frcs. und für die Erweiterung der Siedlung in Petach-Tikwa 7000 Frcs, zur Verfügung zu stellen. Nach einer Dcbesche des Croßrabbiners von Bulgarien. Dr. Ehrenpreis, die dieser Tage in London eintraf, sind mehrere tausend jüdische Familien Bulgariens infolge der neuen Mobilisierung dem größten Elend preisgegeben. LUDWIG Wir räumen ab 25. Juli mit außergewöhnlichem Preisnachlaß im Sommer~ScHluß~Verk.etuf Frankfurt amMain denn wir wollen unsere großen Lagerbcstände in Herrtn- und Knabenkleidung weitgehendst reduzieren LUDWIG empfiehlt allen Auswanderern diese einmalige Gelegenheit turn vo riet!ha f ten Einkauf Hladenburgplalx 12, gegenüber d. Hauptbahnhot II

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