Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1938-07-15 · Heft 56 (15.7.1938) · page 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 56 (15.7.1938)
Date
1938-07-15
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2651273-2653549-2653594--32421-2684143
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

11 entity mentions

Nr. 56, 15. VII. 193S JODISCHE RUNDSCHAU Seite 13 Leben und Arbeit in Kenya Durch die Mitteilung Lord Wintert uns in Evirn Uber Pläne Englands zur ('ntcrhrhignng jüdischer Einwunderer in seinen ostafrikanischen Besitzungen wurde das Interesse auf dieses Gebiet erneut hingelenkt. Der Hilfsverein stellt uns nun den nachstehenden Brief eines jüdischen Einwanderers aus Kenya zur Verfügung, bemerkt aber ausdrücklich dazu, daß nur wirtschaftlich erstklassige, gesunde jung« Landwirte und Spezial h and werker dort Aussichten haben. (Red.} Moinbasa (Kenya), den 5. Juni Es wird Sie sicherlich interessieren, etwas über Kenya van mir zu hören, der ich vor zwei Jahren liier attkam, ohne irgend etwas Festes in Aussicht zu haben. Meine Erfahrung ist die: Wenn Sic die tropische Sonne vertragen können und Sie körperlich gesund und leistungsfähig und unverheiratet sind, dann werden Sie niemals hier verhungern. Wenn Sic auf eine Pflanzung gehen und sagen, ich habe zwar nicht viel Erfahrung, aber ich möchte hier gern gegen Essen und Wohnen und ein ganz kleines Taschengeld arbeiten, so werden Sie überall eine Stelle finden. Nachdem Sie Erfahrung. gesammelt haben, wird es auch nicht schwer sein, eine Stelle als Pflanz 11 ngsgehilfe zu finden, die im allgemeinen mit £ 10 und freier Station bezahlt wird. Eine bessere Stelle zu finden,!st schon erheblich schwerer, fm Handel eine Stellung zu finden, ist besonders für den Ausländer fast unmöglich, und junge Leute, die hierher kommen, um sich ausschließlich kaufmännisch zu betätigen, werden cs außergewöhnlich schwer haben, eine Stelle zu finden, und selbst wenn sie sie gefunden haben, wird cs ungemein schwer sein, eine angemessene Bezahlung zu erhalten. Was ich eben gesagt liahe, steht natürlich in krassem Widerspruch zu meiner eigenen Laufbahn, weil ich ja kaufmännisch mit einem ganz kleinen Cschalt angefangen habe und jetzt in einer ganz anständig bezahlten Stelle bin. Aber das war eine ganz besondere A 11 8 n a h 111 e. Ich glauhe, daß ich der einzige Emigrant aus Deutschland hier im Lande hin, der in einem rein kaufmännischen und nicht technischen Beruf eine so gute Stelle gefunden hat. Mec 11 a 11 i k e r, besonders A u t o ni ec 11 a 11 i k e r, nahen hier, wenn sie wirklich t iic 111 i g s i n d, auch eine gute Lauf- Hahn, und die Nalrobicr Garagen sind voll von Emigranten aus Deutschland, aber noch nicht überfüllt. Aber auch hier muß man die tropische Sonnt־ gut vertragen können, was eigentlich zu allem hier die Voraussetzung ist. Nun noch eins über die Sprache. Ich habe keinen Ton Suaheli gekonnt. Das ist aber ein Fehler. Wenn man nur 200 Wörter kann, so kann man sofort;11יfangen, sieh nützlich zu machen, besonders in der Landwirtschaft, wo man doch ständig mit den Schwarzen zusammen ist, und nicht minder in der Garage. Gerade wahrend der ersten vier Wochen, in denen man eine Stelle sucht, ist es von großem Vorteil, wenn man sagen kann, ich kann ein paar Brocken Kisuaheli, Noch eins: Während der ersten Wochen ist unser Gehirn auch kaum aufnahmefähig für eine neue Sprache, weil sich für den Neuankömmling־ eine ganze Welt neuer Eindrücke offenbart, nicht nur die schwarzen Gesichter und die so verschiedene Vegetation, sondern auch das so ganz verschiedene Lehen der huropäer in den Tropen, Jeder Einwanderer sollte daher bei seiner Ankunft schon etwas die Eingeborenensprache können, Es gibt kleine Sprachfüll rer, nie einem das Nötigste beibriugeu. Die Grammatik ist unwichtig. Die meisten Weißen haben keine Ahnung von der Grammatik, was natürlich bei den Eingeborenen den Eindruck hervorruft, als ob wir nicht fähig wären, die Sprache anständig zu lernen, Das Klima macht mir nicht viel aus, obwohl natürlich die heiße Zeit nicht allzu angenehm ist. Zur Zeit haben wir Regenzeit, und es ist daher auch wesentlich kühler, wenn auch ständig schwul. Aber das ist nur;111 der Küste so und nicht im Innern. Junge Leute wohnen hier meistens in Messen, und wenn man sieh an das Messeinheit erst gewöhnt hat, so ist es auch ganz nett. Ich habe im Laufe der Zeit hier recht nette Ereumle gefunden und muß sagen, daß ich mich wirklich wohlfuhlc. Ich treibe viei Sport, was hier wichtig ist, um gesund zu bleiben, und habe mein Auto, in dem man an der Küste sich *,keine' I loiin.-it ,!iitbum 11 kann, Weil das Klima ungeeignet _i-t, liier für immer zu blwbmi, Was dann sehen? Besonders ist das Klima nichts für I rauen und für Kinder von 8 IS ן ähren, weil sie sich wie eine Treibhauspflanze /״ früh entwickeln. 1/ewfsAßft^ Ln <U1 It/clt Die Jüdische Rundschau hiljt Adressen suchen (Untaf dieser Rubrik ׳veröffentlichen wir Anfragen aus uasarsm Ltserfcrti•« betreffend den Verbleib vermißter Freunde. Diejenigen Leser, die fibtr dU Goauehten Auskunft geben können, werden um Mitteilung •raucht.) Nr, 610. Die Nachkommen von Leib Lewtn (l.evun ge. Bannt), Jzi, Julius und Karoline aus Pogorzela (Posen), vor ca. 50 Jahren nach Nordamerika ausgewandert; die Nachkommen von Schneider Mordche lewln aus Borck (Posen), letzte Adresse: New York, Lmllnw-Strcet (Schneiderei); die Nachkommen von Eduard (Edward) Lewln, Portland, werden gesucht von Emil Lcwin, Breslau 21, Herderstr. 8. Nr. 611. Falk Brande (genannt Falk Dobes) und Frau Peschc sowie seine Söhne Alter und Samuel aus Kabvariia (Litauen); ferner öersehen MUller lind Frau Dwaroh, geh. Oelberg, werden gesucht von Paul Gelberg, Leipzig, Lcibniz- Straße 4. Nr. 612. Bernhardt Wolf aus Gorlice (Polen), 1018 nach New York ausgewandert, wird gesucht von Frau Beile Mohrcr, Lina Kälber und Gisela Schnur, Frankfurt a. M., Kleine Obcrmainstr. 12. Nr. 613. Jenny Spitzer, geh. Dresner, und ihr Mann Geza Spitzer, vor 31 Jahren nach New York ausgewandert, werden gesucht von isigmund Max Dresner, Wien II, Malzgisse 11:8. Nr. 614. Die Nachkommen von Hermann (Henry oder Harry) Dombrower und von Joseph Dombrower aus Inowraezfaw (Posen), ausgewandert nach 1855 nach Chicago oder Columbus (Staat Ohio), werden gesucht von Siegfried Dombrower, Berlin NO 55, Winsstr. 13. Nr. 615. Louis und Minna Bernstein, 940 E. 178 Mrstr., Bronx, N.-Y., und Hermann Schafler, 1454 Walton ave,, Bronx, N.-Y,, oder 601 West 180 Str., New York, werden fesucht von Frau Klara Fiedler, geh. Kramer, Wien IX, huryg. 4/10. * Nr. 616. Sarah Katzln, geb. Szkop, sowie ihr Bruder Karl Szkop, 1915 von Warschau nach New York ausgewandert; ferner die Nachkommen von Regine Laumann. geh. Bür aus Wenings (Oherhcssen), Cincinnati, werden gesucht von Regina Szkop, Frankfurt a. M., Thomasiusstr. 8. Nr. 617. Frau Gusta Finkclsteln und deren Angehörige, von Wien 1927 nach Buenos Aires ausgewandert, werden gesucht von Bernhard Heiliczer, Wien 9, Scrvitcngassc 8/18. und von Alfred Heiliczer, Arco (Trento), Villa Spalato (früher Wien). Nr. 618. Die Töchter von Leo Leib (Loeb) aus Kettwig im Rheinland, 1886 nach Amerika ausgewandert, werden gesucht von Adele Joseph, Köln a. Rh., Rnonstr. 98. Nr. 619. Nastka Fogei aus Wlodawek (Polen), 1921 ansewandert nach Denver (Colorado); M. Berszt, N. Berszt Und . Berszt aus Slupea (Polen), ausgewandert nach Amerika 1903, werden gesucht voi. Ahrain Israelski, Köln, Clemens- *trade 20. Nr. 620. Markus Besser (M. Solomon) aus Lissa i. Posen, vor ca. 60 Jahren nach London ausgewandert, letzte Adresse: 26 Graveliane Houndsditch New-Street, oder dessen Nachkommen werden gesucht von Frau Sclma Hecht, geb. Besser, Berlin-Wilmersdorf, Traulenaustr. 16. Nr. 621. Adolph Siißkind, letzte Adresse: New York, Tum Hall 1253 l.exington Avenue, Corner 85 th. Street, Wird gcsucht von Edwin Siißkind, Berlin, Starnberger Str. 1. Nr, 622. Die Nachkommen von Jacob Langsdorf aus Battenberg bei Marburg, vor dem Kriege nach San Francisco ausgewamfrrf, werden gesucht vort Hugo Stern, Nordhausen am Harz, Geseniusstr. 10 I. Nr. 623. Die Familien Stiefel, Galllnger, Erlanger, Small, Sweed und Spolton, ausgewandert um 1850 aus Wittclshoten und Mönchs nach Amerika, werden gesucht von Bruno Roth. München, Schnockcnburgcrstr. 42. Nr. 624. Gustav Anton Neurath (Newrath), verheiratet mit Siddy Neurath, und seine Kinder Walter und Vivian werden gesucht von Rudolf Neurath, Wien IX, Türkcnstr. 19. Nr. 625. Familie Marks (oder Marx), vor 40—50 Jahren von Kowno nach Birmingham ausgewandert; die Nacnkommen von Hyronlmus Herz Gonsenheimer, ausgewandert um 1860 von Kleve nach New Orleans, St. Louis und New York; die Familie Jakob Cohen, ausgewandert von Amsterdam nach Glasgow, werden gesucht von Bernhard Gotiscnheitner, Kleve, Kavarincrstr. 42. {fr. 626. Die Nachkommen de« Seifcnfabrikanten Nathan, um 1876 aus Budapest nach Boston (Mass.) ausgewandert, werden gesucht von David Mandl, Wien VI, Wcbg. 45;7. Nr. 627. Chil Sztajmann fStelninann) aus Radom (Polen), vor 50 Jahren nach Buenos Aires ausgewandert, oder dessen Nachkommen; der Komponist und Pianist Simon Bucharoff. letzte Adresse: 260 West 73rd Street, New York City, werden gesucht von Nico Steinmann, Berlin W15, Lictzenburger Str. 32. Nr. 628. Die Nachkommen von Frau Henriette Sidenberg, geb. Bruck, aus L'rankensteiii i. Schlesien: Gustav, Heinrich, Richard, Charlie und Sara Sidenberg, sämtlich in New York; ferner die Nachkommen von Julius Bruck und Frau Fanny aus Frankenstein i. Schlesien, wohnhaft in Salt Lake, werden gesucht von Frau Amalie Schindler, geb. Vertun, Berlin NW 87, Lessiiigstr. 16. Nr. 629. Drei Brüder Löwenberg aus Fordon bei Brom- Ijerg, Neffen von Frau Johanna Salomon, geb. Löwenberg, ausgewandert etwa 1905 nach Amerika, werden gesucht von Dr. Hanns Oppenheimer, Berlin W 15, Lietzenburger Str, 12. Nr. 630, A. T. Marx, letzte Adresse: P. O. 277 Orecnville S. C. (USA.), wird gesucht von Clara Kohner, Berlin SO, Schäfcrstr. 11. Nr. 631. Die Nachkommen von Samuel (SchmueP Crohn aus Czarnikati, tim 1850 nach Chicago ausgewandert, werden gesucht von Heinrich Pagelsohn, Berlin W, Zähringerstr. 13. Nr. 632. Charlotte KaDcherjfninsky, geb. Ost, aus Berlin, letzte Adresse: Evergnicourth par Neuichatcl Aine (Frankreich); Adolf Ost, ausgewandert 1924 nach Athen, letzte Adresse: Vlasto Frercs, werden gesucht von ihrer Mutter Hanna Ost, Berlin N 58, Chorincr Str. 26. Nr. 633. Fritz (Frcdcrlc) Spitz oder seine Kinder, letzte Adresse: New York 3505 Broadway, werden gesucht von Alfred Spitz, Berlin W15, Düsseldorfer Str. 11. ״ Oienetag, den 19. Juli, 20.30 Uhr HAMBURG Qemelnachaftahaus,Hartungstr.9-11 GEMEINDEABEND Herzl-Gedenkfeier Redner: Rabb. Dr. L. Berkoyit# Berlin Dr. Hans Friedenthal - Berlin Begrüßung: Rechtsanwalt David-Hamburg JÜDISCHER RELIGIONSVERBAND HAMBURG ZIONISTISCHER ORTSVERBAND HAMBURG Nr. 634. Die Nachkommen von Samuel, gen. Sam Marx aus St. Louis, verstorben etwa 1914, Vetter von Ruza Schicsinger und Rieka Ritter, geh. Stengcr, aus Kempen (Posen), werden gesucht von Georg Ritter, Liegnitz, Raunigartstr. 6. Nr. 635. Die Töchter von Frau Minna Ur, geh. Cohn, New York; Samuel Gutmann, Brooklyn, Mamifakturwarc״- esehäft, werden gesucht von Paula Kermisch, geh, Schall, erlin 0 34, Boxhagener Str. HO. Nr. 636. Die Nachkommen von Moritz Hirschberg aus Czarnikau, mn 1847 von Ketzin nach Melbourne (Australien) ausgewandert, verheiratet mit Jenny Hüll, werden gesucht von Paul Hirschberg, Berlin-Charlottenburg, Uhlandstr. 3. Nr. 637. Eva, Meta, Thea und Friedei Israel (deren Eltern: Sally und Sabine Israel, Berlin NO 55) von 1926 bis 1930 nach ’ New York (Brooklyn) ausgewandert, werden gesucht von Alfred C0I111, Bremen, Wegesende 16. Ni. 638. Die Nachkommen von Marjlm Ruchei Liß aus Krakau, vor ca. 40 Jahren nach Amerika ausgewandert, werden gesucht von Jochwet Schwarz, geb. Singer (aus Chrzanow), Berlin N 54, Templiner Str. 12. Nr. 639. David Nast, New York, oder dessen Sohn Isidor Nast, 1914 aus Znin (Posen) nach Amerika ausgewandert, werden gesucht von Hermann Arendt, Königs- Berg i. Pr., Klapperwiese 7. Nr. 640. Esther und Jente Lewln, 1910 von Ahlem hei Hannover nach USA. ausgewandert, werden gesucht von Margarete Hirsch, Miinstcrberg i. Schl., Ring 37. Nr. 641, Die Angehörigen des von Oswiecim (Polen) nach Melbourne ausgewanderten Rabbiners Dr, Dattner, Bruder von Marie Steiner, geh. Dattner, werden gesucht von der Enkelin der Genannten, Frau Hilde Blcier, geh. llaberfeld, Wien 19, Silbcrgassc 4 3. Nr.,642. Die Nachkommen von Neumann Bohne (oder Boney) in Buffalo (USA.) werden gesucht von Arthur Bohne, Berlin W 30, Stiibbenstr. 4. Nr. 643. Samuel Leszczynskl (oder dessen Nachkommen) aus Block oder Wloclawek (Polen), 1888 nach Neve York ausgewandert, werden gesucht von A. Auerbach, Berlin SO 16, Schmidstr. 24. Nr. f:4 ‘ Die >mmen von Salomon Cohen, letzte Adresse: New York, Greene Str. 76—78; Friederike Frühling, letzte Adresse: New York, 5th Avenue; Zobel (Kürschner), Chicago, werden gesucht von Edith l.eppek, geh. Lewitz, Berlin W '15, Potsdamer Str. 105, und Erwin Lcidinger, Lcipzig S 3, Windschcidstr. 19. Nr. 645. Freda Lennerf, geb. Glück, oder deren Kinder, zuletzt Chicago (111.), 2243 N. Kieler Avenue, werden gesucht von Claire Spitz, geh. Glück, Berlin W 15, Düsseldorfer Str. 11. Nr. 646. Die Nachkommen von Menko Werthelm aus Witzenhausen, ausgewandert nach Chicago ca. 1872—1874. werden gesucht von Herta Wertheim, Göttingen, Prinzen- *traße 2. Nr. 647. Frimmet Schillet, ausgewandert 1920 von Hainborn nach London; Jente Levlne, letzte Adresse: London, 38 Hessel Str. Commcrcial Road, werden gesucht von Cilly Burzinski, Hamborn, Alhrechtstr. 4. Nr. 648. MIß C. Bumchaft, 30 Fifth S1, Chelsea Mass. und deren Brüder David und Wolia Bunscliaft werden gesucht von Ociiie Koch, geb. Feigenholz, Königsberg, Bordiertstraße 20. Ankündigung aus dem Reich Külns ZO V. 19, Juli, 21 Uhr. Cicilienslr. 18/22: Theodor Herd- Gedichtnieleier; Dr. Gerhard Buetow; ״Herd, der Heros — Herzl, der Mensch,“ Gesänge: Bacliad-Chor. Familien-Nachricht Simon Krieger und Frau Jeanette, geh. Stern. Hannover, Betgmannttr. 8, begehen am 23. Juli die goldene Hochzeit. Barmlzwa-Termlne. Am 16. Juli (17. Tanimn«): Alfred B ii c h 1 c r, Sohn ron facque» Biichler, (ileiwitz, Niede1witll.tr. 27. — Am 23. |״li (22. Tammiid: Hm.t Mn,״, Sohn von Arthur Moses Wollin (Pnrnm.).' — Leo W o h 1 g e m 11 t h. Snhn »on Frau Rshh. Dr, Wohlgcmuth, Kitringen. — Am 30. Juli (2. Ab): Hermann A 1 t m » n n, Sohn ron Josef H. Altmann, Wiesbaden, Adelheidstr. 10. Cha|a Goldstein. Unser I laaucr RI .-Bei iehf erstafter schreibt uns; Ohaja (iohbtein ist eine Vertreteiin spezifisch jüdischer Ausdruc■kskunst. In ihren lan/ct! und Liedern gestaltet sic typische Momente aus dem jüdischen Leber, mit den Mitteln einer Ausdrucks((eise, die ans tvpisclien Bewegungsflomeiiten abgeleitet ist und sich der Mimik und der Stimme bedient, um den da!־gestellten Figuren Leben und lleherzeiigungskraft zu verleihen, ihre vielseitige Ausdrucks- Fähigkeit zeigten besonders gut ihre ״Ohassene-Tiinze‘‘, in denen sic nacheinander den Schadchen, die Mutter, die verkaufte Braut und den Musikanten darstellte. Eindrucksvoll sind die Figuren, in denen sie die schwere last jüdischen Leides widergibt. Sie weiß aber auch das Wesen jüdischer Fröhlichkeit durch ihre mimische Darstelluugskunst und durch ihre eigenartige Beweglichkeit zu vermitteln, wie in ihrem ״Chassidischcn Tanz“ und dem ״Schalibath-GrulV‘. Ebenso wie ihre Tänze sind auch ihre Lieder — mit wenigen Au»• nahmen wie dem ״Lmcklied“ und ״Omrim jesclma erez“ —« der Welt des Ostjudentums entlehnt. Während man sich jedoch hei den Tänzen mitunter des Eindrucks einer Neigung zur Wiederholung von Bewcguugsmotivcn nicht erwehren kann, kann ntan bei den Liedern ohne Einschränkung feststellen, daß Chaja Goldstein die besondere Gabe hat, Volkstümliclie Motive und Figuren mit den subtilsten Mitteln zu einem vollendeten Kunstwerk sehr eigener Prägung zu gestaIteu. Ohaja Goldstein bat sich auch bei ihieni diesjährigen Auftreten 1111 Kurhaus in S c 11 c v e n i n g e 11 als ein großes dramatisches Talent besonderer Art und als überzeugende Darstellerin jüdischer Kunst gezeigt. Die Künstlerin könnt® (zusammen mit ihrem musikalischen Mitarbeiter llerrtian Kruyt) iangamlauemdeii Beifall von einem begeisterten Publikum entgcgcimehmcn. Ohaja Giddslein ist für den Beginn des kommenden Jahres, zu einer Tournee durch Niederläi'di-Ui-liHlien engagiert und wird auf der Rückreise auch einige Abende in Palästina um! Aegypten gtdien. Die Künstlerin hatte die choreographische Leitung des Spiels von Jan Klaassmi, d.e. das Delfter Stiidenteneorp•, auf dein Platz vor der (110(01־n Ku du■ in I Mit zur Aufführung brachte. Der Frl'olg des SpON war nicht zuletzt ein Erfolg für Ohaja (!oldstem, deren T.ir.zc Höhepunkte der Vor- Stellung bildeten. Der Hachschara-Kibhuz Freienstcln des Makhabi und Makkabl Hizalr konnte am 19, Juli auf ein einjähriges Bestehen zuriiekblieken. Zn einem Le-takt u ,וren Vertreter der Reichsvertretung, der Jiiihsrhen Oemeimle mul der Wizo tbal für die Zinnmfisrb e Vereinigung für IU nO-rhlnnd, Dr. Martha Wertheimer für den Makkahi und llemz Gochsheitner für den Makkabi lla/air erschienen, sowie zwei Chawerim des Mcrkas!lecha!uz. TAGUNG des Zionistischen Gruppenverbandes Bayern Sonntag, 17. Juli 1938, München, Hcrzog-Max-StraDe 7 mit R.-A. BENNO COHN und DR. JOSEF WEISS 10 Uhr: Benno Cohn Querschnitt durch die jüdische und zionistische Situation 16 Uhr: Sitzung der Vertrauensleute derZVID und des KKL a) Arbeitsbericht des letzten Halbjahres Max Weine* b) Interne Referate über die politische Lage und die Arbeit des KKL Benno Cohn / Josef Weis« Einladungen sind bereits ergangen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.