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Jüdische Rundschau · 1938-07-15 · Heft 56 (15.7.1938) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 56 (15.7.1938)
Date
1938-07-15
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 JÜDISCH! RUNDSCHAU Nr. 56 15. VII. 1938T Chronik der Terrors Aul Kfar-Hogla im Emek Chcfcr wurde im Laufe der Nacht?11111 ,Montag ein Ueberfall verübt, der ztirtickge• schlagen wurde, 1:111 jüdischer Hilfspolizist wurde leicht verletzt. Line Anzahl britischer Soldaten und Offiziere, darunter der Sohn des General Wavel, des früheren Oberkom* mamiieremlen in Palästina, wurde hei der Explosion einer Landmine zwischen Nablus und Tulkcrem verwundet. Bei dem sich anschließenden Gefecht wurden mehrere Araber getötet. In Tel Awhv wurden fi'mi weitere Revisionisten in Haft genommen. Izchak fl en-Zw i, Vorsitzender des Waad Lutmi, wurde heute von Sir Harold Mac .Michael empfangen, mit dem er Sjcherheiisfragcn besprach. Hinrichtung von 3 Arabern Das Todesurteil über Hassan Hamdan, der wegen Schießens auf Militär vor das Militärgericht gestellt wurde, ist heute im Jerusalemer Gefängnis vollstreckt worden. Zwei Araber, die zum Tode verurteilt waren, wurden in Akko h i n g e r i c 111 e t. Arabischer Scheich ermordet Jerusalem, 12. Juli (Palcor). Der 55jährige Scheich Ali Notiri Khatib, Imam in der Omar-Moschee, als Gegner des Mufti bekannt, wurde heute in der Jerusalemer Altstadt erschossen. E;ne Bäuerin, die gerade vorbeiging, wurde von Schüssen getroffen und verletzt. ln I laifa wurden mehrere Bomben geworfen. Line Bombe traf einen indischen Autobus in der Nähe von Haifa. Lin Passagier \nmle leicht verwundet. Leib liard (55 Jahre alt), Vater eines Distriktoffiziers in Nazareth, wurde in Haifa schwer verwundet. 1 imf jüdische Il.uiser wurden in dem arabisch-jüdisch!׳!! Vic!tel Ardil Yahud in Haifa angezttndet. Ferner wurde cm Brandanschlag auf das Gebäude der Imperin! (dumieal Industries versucht. Das I euer wurde jetloch unterdrückt. Araber hem huldigten einen Juden, das Teuer rmgidmt haben, I>! r Jmle wurde verhaftet. Der stellvertritt mir Chef-Sekretär Mr. Sydnev Mooiiv trat in Haifa ein und brspiad! mit dem I)istriktskumimssar Hailev und den Vrrtr! tern;Itcs Miliurs mul der I’od/c! die Image der Prokla- 111 ute na, dnrttag wunieri drei Juden leicht verwundet, als, ein ()nimhiis, der versuchte, einen SU’hiluufciu der riciitet ',wir, zu pa-sieren, umstur/te. Die Barrikade war ansi lnmicml \o!! d ei roristen errichtet worden, obwohl kein In einen Lastwagen, der gezwungen war, in der Nähe von Haifa allzuhalten, wurde eme Bombe geworfen. Ein 13 jährig er jüdischer Knabe ergriff die Bombe und warf sie aut die Stralie, wo sie 1 xplndierte und die zwei arabischen Aitgii ftr \ •. 1־v. imdi tr. Ihr Kita tie ritt ct c durch seine mutige Tat simnih s-i'li w 1e einem jtidisclicit Hilfspolizisten, der 1 :11 1:1:11 der (in ״/truppen in der Nähe von Rosch Plna wurde von Terroristen angegriffen, die vertrieben wurden. Lieber V ׳ b e r i a s wurde ein AusRehverbot verhängt nach einem Hiuniieiiattcniat in der Altstadt, bei dem ein iTOjahnger Jude verwundet wurde. Eine weitere Anzahl Revisionisten aus Tel Awivv wurde ins Konzentrationslager nach Akko gesandt. Gefecht bei Ejn Charod Jerusalem, 13. Juli. (Palcor.) Line Nachtpafrmillle stieß in der Nähe der irakischen Oelleitung hei Ejn C h a - rod auf Terroristen. Ts kam zu einem Gefecht, in dem neun Araber getötet und ein britischer Offizier ver- In der N acht zum - Mittwoch kam es in Nord-Palästina zu zahlreichen Z 11 s a m m e ח s t o It e n zwischen englischen Truppen und Arabern. Dabei wurde mehrfach versucht, den abte dun.וסי in den Sti aßen um Jerusalem Absperrungen vor.Jn liherias wurde ein Jude bei der Explosion einer Arich S c 11 o s t a k o w s k y, der am Sonntag in Haifa verwundet wurde,;>t heute morgen seinen Wunden er- ScKilnin heit Mosi he (Ui Jahre) und der 15jährige O-hi B a :׳::■״kn!icutc nachmittag in einer Straße i!1 11 >:i.i .ii;׳B! Mi iwi'Wiciit: h/w. Steinwurfc schwer vorkcrrmmiiii \e!uiiteii iuute tilieml einen konzentrierten Angiiif aid K a m a 1 11 J u e 11 a 11;111 hei Haifa, hei dem zwei Die: a 1,>l> -(׳he Teri!!nMi•:!. die am Sonntag bei dem Uehei'B!:! au < 11,1111,״ Ada verwundet wurden, starben heute und w in den in eine m m der Nahe gelegenen arabischen Dorf begraben. . (ie.iteni!uurt w male der Bahnhof voll Kllkilie in D:e uudm der (ir-ch ift-inliaher in Akko und Naz.at e t 11 \u;rä:(1!nute hicndit, a!■- die Behörden die Geschäfte warnten, daß d.e ird’.abcr interniert wurden, falls sie nicht ״Wiederherstellung der Ordnung“ Erklärung MacDonalds In der Untcrliaussitzimg vom 11. Juli erklärte Kolonienminister Malcolm MacDonald zur Lage in Palästina folgendes: ״In meiner Antwort am 8. Juli nahm ich auf den kiirzlicheii Ausbruch von Unruhen in Palästina Bezug und teilte die Entsendung von Verstärkungen mit, die die Be• hörden unterstützen sollen, der Lage Herr zu werdet!. Pi* letzte Nachricht vom High Conunissioncr berichtet von wei* teren Zwischenfällen in Haifa und Jerusalem. Aus Jaffa und Tel Awiw werden keine weiteren Zwischenfälle gemeldet, doch dauert die Spannung fort, und in allen vier Städten und dem angrenzenden Gebiet ist der Belagerungszustand in Kraft." Nach der Aufzählung der nach Palästina entsandten Truppenteile bemerkte MacDonald, daß er mit dem High Commissioru-r wegen einer Erhöhung der Polizeikraft e in Beratung stehe, ״Ich bin befriedigt'1, so schloß der Minister, ״daß die Behörden in Palästina alles nur mögliche tun, um die Ordnung im Lande wiederherzustellen.“ Auf d!e Anregung des Abu. Donner, Haus Dir Haus In Palästina systematisch nach Waffen durchsuchen zu lassen, erwiderte MacDonald, daß dafür mehr Soldaten zur Ver• fügung stellen müßten, als in Palästina jetzt vorhanden :’,nd. Auf die Anfrage de* Abg. Fl etc her, ob die Refijrung nicht mit der französischen Regierung wegen einer Beend(- gung des Asyls für den Mufti in Vcrbinduiyj treten wolle, da er von Syrien aus die Unruhen ln Palästina leite, erfolgte keine Antwort seitens der Regierung. Die Innere Spannkraft des Jischuw fm ,,Haare/.“ zieht, wie wir aus Tel Awisv erfahren, M. Smilanski die Bilanz der inneren Lage: Raub und Mord sind etwas Alltägliches geworden. Es gibt Araberdörfer in den Bergen, die ganz verödet sind: die Männer haben sich den Terroristen angcschlosseit und Brauen und Kinder durchstreifen bettelnd das Land. Niemand kann dem Ausbruch der dunkeln Triebe Halt gebieten, ganze Landstrecken scheinen dem Untergang geweiht. Aber auch im jüdischen Lager ist die Bereitschaft zur Mäßigung gering. Wir haben nicht' verstellen wollen, daß ein einziger Monat der Unruhen mehr Schaden anrichtet, al» wir in vielen Monaten wieder gutmachen können. Wir wollten auch nicht cinsehcn, daß es auch bei 1ms dmilde Kräfte gibt, eine blinde Masse, die jedem bösen Einfluß offen ist, daß das Blut eines,Teils unserer Jugend vergiftet ist, und daß dieser Stand der Dinge zu Taten führen kann, die ein Kainszeichen auf unsere Stirn prägen. Uni jeden Preis müssen wir um von diesen finstern Kräften fernhalten. Auch hei uns fand der Ruf nach Mlißigütig keirt Gehör, auch wir haben nicht alles getan, was möglich war, um dieses Böse schon in »einem Anfangs- Stadium auszurotten, bevor cs sich so furchtbar entwickeln konnte. Die Wirtschaft des Landes wurde erschüttert, das Zutrauen zu unseren wirtschaftlichen Aussichten nahm ab, und — was schlimmer ist als alles — die innere Disziplin des Jischuw litt, Zwei Jahre lang standen wir wie starke Felsen in einem stürmenden Meer. Und jetzt Ist etwas zerbrochen, etwas verdorben. Schon hat der Jischuw einige bittere Tage der Schande erlebt. Der bitterste Tag aber war der Tag, an dem Ben Jossef in Akko hingerichtet wurde, und er sollte uns als bittere Warnung dienen. Es ist an der Zeit, dieser furchtbaren Ersebemung mit offenen Augen ins Gesicht zu sehen. Denn schlimmer als die Erschütterung der Wirtschaft, als der Verlust hunderter unschuldiger Menschen, selbst als der Verlust hunderter unschuldiger Menschen, selbst als der Verlust der Hoffnung auf Frieden ist die Gefahr der Erschütterung unserer inneren Disziplin. Mit diesem Feuer darf nicht weiter gespielt werden, e« muß — was es auch koste — gelöscht werden! Smilanski siebt die einzig# Mögllchkelt In der Verwirklichung der Teilung in kUruiter Frist, Die Zelt arbeite gegen uns, und jede Losung von heute sei besser als die Lösung von morgen. Unsere materiellen, körperlichen und geistigen Kräfte schwinden dahin. Wir sind hysisch und geistig ermattet und dürfen auch nicht einen ag mehr verlieren. Die Budget - Beratungen in Tel Awlw Als Student habe ich in der Vmvaltungslehre gelernt, daß es zwei Systeme gibt, eine kollegiale Verwaltung In parlamentischen Formen zu führen. Erstens da» kontinentale, in dem derUang der Verhandlungen, Rechte und Pflichten der Teilnclimer, in allen Einzelheiten durch Satzungen geregelt wird. Zweitens das englische, in dem das gleiche Maß an geordnetem Verlauf ohne Satzungen auf Grund der Tradition in der Verbaiidhingsfülming erreicht wird. Tel Awiw existierte damals noch nicht. Deshalb habe ich erst jetzt aus der Praxis der Budgetberatung in der Iriah Tel Awiw gelernt, daß es eine dritte Möglichkeit gibt, nämlich die Verhandlung ohne Satzung und ohne Tradition ablaufen zu lassen. Da die Mitglieder der Moe/a — ohne Unterschied der Partei — nicht durchweg von ^parlamentarischer Tradition sich in ihrem Verhalten in den Sitzungen bestimmen lassen, hängt das Gewicht, das den einzelnen Punklen in der Beratung zukommt und die Reihenfolge ihrer Behandlung meistens weniucr von vorbedachtem Urteil als von Zufälligkeiten ab, Die Kraft der Stimme übt manchmal in dieser Beziehung einen größeren Einfluß aus als das Gewicht der Argumente. Dem Mangel an einer Eon״, die die Beratungen fruchtbarer macht, entspricht die zeitliche Behandlung des Budgets. In den Monaten der Beratung wechselten väterliche Ermahnungen ries Vorsitzenden, sich kurz zu fassen pnd Hinweise darauf, daß die Verzögerung der Verabschiedung de? Budgets Unheilvollen Einfluß auf den Beginn der für den Arbeitsmarkt wichtigen städtischen Arbeiten bedeutet, ab mit schwach begründeten Verschiebungen von Sitzungen und langen Unterbrechungen der Beratungen. Eine Reform der Bor nt e n d c r Verhandlung e n ist meines Erachtens wichtig für eine ernsthafte Teilnahme der Moe/a au der materiellen Gestaltung des Budgets. Und da sich die Tradition nicht künstlich erzeugen läßt, ebensowenig wie persönliches Talent zur Führung, so scheint mir die Einführung einer festen geschriebenen Ordnung für die Verhandlung ein dringendes Gebot. Auch dann wird es darauf aiikommen, die Einhaltung dieser Ordnung zu überwachen. Aber das ist immerhin leichter, als in jedem Lalle iinprovisiert eine Ordnung zu schaffen. Auch das Material, das der Budgetberatung zugrunde lag, war völlig unzureichend, um den Mitgliedern der Moc/a, die nicht in einer bestimmten Abteilung arbeiten, eine eigene Urteilshildung, ja auch nur die erforderliche Fragestellung zu ermöglichen. Es genügt nicht für die einzelnen Abteilungen Kapitelüberschriften ־zu gehen, sondern es ist eine Spe/ialisiertmg der Einnahmen und der Ausgaben, getrennt nach Sachausgaben und Personalausgaben, in jedem einzelnen Abschnitt erforderlich. Dann kann lind darf es auch nicht Vorkommen, daß auf den Vorschlag, etwa der! Posien für die Bekämpfung von Uchersdnvemmuugen auf Grund der Fortschritte der Kanalisation zu kürzen, der Eachreferent antwortet, daß in Wirklichkeit die unter diesem Rubrum verbuchte Summe den laufenden administrativen Bedürfnissen der Abteilung dient. Ebensowenig bat cs einen Sinn, daß gegenüber der Forderung, eine Anteihmg mit zusätzlichen Arbeitskräften auszustatten, gesagt wird, das brauche im Budget keinen Ausdruck zu finden, man könne auch ohnedies überzählige Beamte ans anderen Abteilungen dorthin dirigieren. Gewiß ist gegen eine wechselnden Bedürfnissen im Laufe des Jahres angepallte Uebcrtragung von Arbeitskräften aus einem Zweig der Verwaltung in den anderen nicht* einzuweudw!. Aber zum Prinzip der Aufstellung des Budgets darf diese Uebertragungafreiheit nicht werden, wenn die Beschlüsse über dis Budget mehr als formale Bedeutung haben sollen. Ueber die Abnormität des in diesem Jahre verabschiedet®! Budgets, auf der E j n n a h m e 3 e i t e mit einer Ergänzung durch eine Wohlfahrtssammhmg an Stelle von Steuern und Abgaben zu rechnen, ist schon wiederholt gesprochen worden. Bemerkt muß hier werden, daß die ohnedies viel zu niedrige Budgetierung für soziale Hilfe auf der Ausgabenseife unabhängig ist von einer bestimmten Einnahme. Wenn also die Spenden hinter der erhofften Summe Zurückbleiben, trifft das die allgemeine Finanzlage und nicht etwa den besonderen Budgetposten, Umgekehrt, wenn die Spenden die geschätzte Summe übersteigen würden, was sehr unwahrschein־ lieh ist, würde kaum eine automatische Erhöhung der Ausgaben für soziale Hilfe cintreten, sondern nur die Deckung eines größeren Teiles der Ausgaben für soziale Hilfe aus dieser Quelle und dadurch indirekt eine Entlastung des Oesamtbmfgets. Diese formale Lage beleuchtet die ganze widersinnige Konstruktion der freiwilligen Abgabe, bei der der Spender durch die Bekundung seines guten Willens in letzter Linie genau so gut zur Deckung irgendeiner anderen Ausgabe beitragen kann, wie zur Erhöhung der sozialen Hilfe. Dieser Widersinn müßte erst durch einen ergänzenden Beseh In ß der Moeza, der wieder der Regierungsbestätigung bedürfte, korrigiert werden, wenn wirklich eine Mehreinnahme aus Spenden entginge. Man muß diesen Irrweg einer stidti- «eben Finanzpolitik in allen seinen Konsequenzen durchdenken, um der Wiederholung von Beschlüssen, die der Entwicklung einer ernsthaften städtischen Finanzverwaltung nicht würdig sind, vcrziibeugen, In Wirklichkeit wird, unabhängig vom Erfolg der Sammeltätigkei!, eine Erhöh 1111 g der Au sgaben für soziale Hilfe schon im Laufe dieses Budgetjahres dringend notwendig sein, und ln der Zukunft ist die Ausgestaltung dieses Zweiges der Arbeit die entscheidende Pflicht. Die Erhöhung der Ausgabe für soziale Hilfe um LP 10 000 gegenüber dem der wirklichen Lage überhaupt nicht Rechnung tragenden vorsorglichen Vorschlag, ist nicht etwa ausreichend, um die b:sonders dringenden Unterstützungshcdiirfnisse zu erfüllen! die sich unvermeidlich aus der Arbeitslosigkeit und ihren wirtschaftlichen Folgen für andere Erwcrhsschichten ergehen. Von einer ernsthaften Verbesserung der sozialen Dienste, die eine halbwegs moderne Stadt bei jeder Konjunktur erfordert, wenn die elementarsten Bedürfnisse der Menfchenökonomie und Ethik erfüllt werden sollen, kann auf Grund dieses Budgets leider keine Rede sein. Nach der Uebersicbl des englischen Ministry ot Health für 1' >5 '0 gaben sämtliche englische Gemeinden im Durchschnitt für Armemmfersfüt/ung, Mütter- und Kinderhilfe und Fürsorge für Schwachsinnige und Geisteskranke 17,5 »,0 ihrer Gesamtausgaben aus, ungerechnet die grollen Summen, die der Verbsserung der Wohnverhältnisse der Schichten mit geringen Einkommen dienen. Dies in einem Land mit öffcutlieher Kranken•, Invaliden-, Alters- und Arbeitslosenversicherung. |m Budfiet von Tel Awiw, wo die sozialen Bedürfnisse relativ viel größer sind (auf ()rund der fehlenden Sozialversicherung) erreicht der Posten der sozialen Hilfe 5,02״:׳! Hier ist nicht der einzige Punkt, aber ohne Zweifel der für den künftigen Chaiakter unserer Stadtverwaltung entscheidende Punkt der Auscabenseite, an dem die gründliche Umgestaltung des Budgets der Stadt 1 el Awiw׳ einsd/ei! muß, natürlich mit entbrechenden Folgerungen auf der Einnalimenseitc. Fritz N a p h t a I i, Tel Awiw Die Truppen -Verstärkungen Wie vom englischen Kriegsministerimn rnltgefeilt wurde, wird die 5. Infanterie-Brigade aus Aklershot nach Palästina in Marsch gesetzt werden, Die Brigade untersteht dem Kommando von Brigadier O. I. Gartlan und wird am 1. September eingeschint u׳erde!1. Durch die Ankunft der 5. Brigade werden die in Palästina stationierten Trappen ausschließlich der aus Aegypten cintrcffcnden Verstärkungen auf drei Infanterie - Brigaden erhöht. Aus Aegypten wurden zwei Bataillone Infanterie und eia motorisiertes Husaren-Reginient nacn Palästina geholt. Weitere Verstärkungen der Truppen in Palästina können ans Aegypten vorgenonimen werden, und zwar vier Infanterie-Bataillone und zwei Kavallcric-Rcgimenter mit leichten Tanks. Der Kommandant der britischen Truppen ln Aegypten, Generalleutnant Sir Robert Gordon-rinlayson, hat alle Anordnungen getroffen, um weitere Verstärkungen der Truppen aus Kairo und den Suezkanal-Brigaden durchzuführen• Da* erste Bataillon der Irish Ouarde und das erste Bataillon de« Essex-Regiments sind in Palästina bereit« eingetroffen• Die dem Kommandanten der Truppen in Pa- Fästina, Generalleutnant Haining, zur Verfügung stehenden Jnfanterie-Streitkräfte werden ihn Instand setzen, mit Hilfe von Auto* und leichten Tanks einen umfangreichen Patrouillendienst durduuführen, Auch der Signaldienst, das Transportwesen, der medizinische Dienst und die technischen Truppen sind verstärkt worden. Die aus Aegypten gesandten Truppen werden voraussichtlich zurückgezogen werden, wenn die Brigade aus Aldershot in Palästina eintrifft. Ein« arabisch« Konfaranz Im Mai wurden von einem parlamentarischen Komitee in Kairo Einladungen zu einer arabischen Konferenz über die Palästina-Frage versandt. Auf diese Einladung sind jetzt eine Reihe von Antworten eingetroffen, und zwar vom Emir von Transjordanien, dem Präsidenten der syrischen Republik und den Pariamentspriisidenten im Irak und in Syrien, Es Ist he.ו hsichtlgt, die Konferenz Anfang O k t 0 h e r in Kairo abzuhalten. Ferner wird mitgeteilt, daß die ägyptische Universität und die AI Azohar-Universitiit beabsichtigen, eine Konferenz zur Diskussion der arabischen Frage in Palästina ahzuhaltcn. Der ägyptische Ministerpräsident Mahmud Pascha, der sich demnächst nach London begibt, beabsichtigt, mit dem britischen Kolonialministcr auch über die Palästinafrage zu verhandeln. Arabisch Dr- KapHwafzkl! Hasafa haarawith wedikduka (Lehrbuch der arabischen Sprache) II. Teil, Tel Awiw 1938. Derselbe: Haktaw haarawi (Die arahische Schrift). Das Erscheinen des zweiten Teiles dieses Lehrbuches kann nur mit Freude begrüßt werden. Auch der zweite Teil enthält dieselben pädagogischen Vorzüge, die wir im ersten Teil finden, stellt aber insofern einen Fortschritt dar, als der Verfasser in ihm den Lesestoff hauptsächlich aus den Zeltungen der Gegenwart entnommen hat. Dadurch gewinnt das Lehrbuch an Bedeutung besonders für diejenigen, die arabisch nicht nur aus Interesse für die klassisch« Literatur lernen, •ondern es hauptsächlich tun, um sich mit der Gedankenwelt und den politischen Anschauungen der heutigen Araber vertraut zu machen. Da* als Erglinzungsbändchen zuin ersten Teil des Lehr* buchs erschienene Buch ״Die arabliche Schrift“ ist als erster derartiger Versuch in hebräischer Sprache zu verzeichnen• Durch eine größere Zahl von Dehlingen, Erzählungen und Briefen In Handlind paralleler Druckschrift erreicht der Lernende die Fähigkeit, mit Leichtigkeit £eitungsüberschrlften und alte Handschriften zu lesen, was bekanntlich den! Ambischlcrnenden große Schwierigkeiten macht.

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