Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 54 (8.7.1938)
- Date
- 1938-07-08
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 54, 8 VII. 1938 Von der Woche Der Rat der Stadt Tel Awiw verurteilte in einer Sitzung einstimmig die Demonstration, die von den Revisionisten in .Tel Awiw veranstaltet wurde, wobei cs zu einem Zusammenstoß mit britischen und jüdischen Polizisten kam. Die Sitzung gib weiter ihrer Entrüstung uber das Vorgehen der Revisionisten gegen den Marine-Trust Ausdruck, Der Revisionist Dr. Benjamin Wcintraub in Haifa darf auf Anordnung der Polizei für die Dauer eines Jahres seine Wohnung nicht verlassen. ״Alliwa“, das Organ des ehemaligen Mufti von Jerusalern, erschien wieder zum ersten Male seit der Auflösung des ,Arabischen Obersten Komitees durch die Behörden, Die Zeitung beschäftigt sieh hauptsächlich damit, den Vorschlag von Emir Alvlullah ftir einen vereinigten Staat von Palästina und Transjordanien 711 verurteilen. Der Vertreter König Ihn Sauds in London, Scheich Hafiz Walt ha, der sich augenblicklich in Amerika befindet, erklärte, daß kein Frieden /wischen Arabern und Juden in Palästina möglich sei, falls die Juden nicht ihre Begrenzung aut einen MmonGtssSatus amiehmcn. Eine Abordnung deutscher F-'arnier, die in den Templer- Kolonien leben, sagte vor der Tcihmgskoininission aus. Weiter erschienen Mr. Göttlich und Mr, Mtrkin, Vertreter der Pica (Palestine Jcwish Colonisation Association) vor der Teilung*• kommission. Ferner sagte Mosche Smilanski aus. Das Misracht•Organ ״Hazofe“ wurde wegen eines Artikcls tiber die Hitirichtnng Ben Josefs verboten. Schelk l-itnul Kamel, ein Gerichtsbcamtcr, ist zum Mitglied die, Obersten Mohammedanischen Rates ernannt worden. Heber!”<1111 Pas-!giere, die in den vergangenen zwei Monaten nach!‘aiasima kamen, darunter S93 im Monat Juni, werden, ׳Tn'tn^.cr! von' Vlrm 1Riülii'-o!!'-Fonds'! der Je\cish**Ag,encv| der < 110(0,0' ,!ן , \IR“ und der Arbcntcrbank. Dividende wöVö” " (Vü!/״g״k 1 e Seilschaft verteilt eine den 5m .(,.•־׳ ׳ im Ra 11 befindliche Straße udige Brücke uber das breite dlt, daß mit der Eröff- ׳weiten Hälfte des Juli zu er Ohel be^ah sieb nach Ussischkin und die Teilungs - Kommission Jerusalem. 30, Juni. (Palcor.) Heute nachmittag fand frt Jerusalem eine Pressekonferenz statt, bei der D. Ben G!1 r i o n auf Fragen bezüglich eines Interviews, das l’ssischkin Pressevertretern tiber seine Aussage vor der Teilungs- ■kominissiot! gab, eine Erklärung ahgah. Ben Gttrion sagte, das Kleine Äktions-Comitc habe IKsischkins Vorschlag, die ״Neinsager*‘ sollten separat vor der Tcilungskommission aussagen, erwogen und einstimmig beschlossen, diesen Vor- Schlag der Exekutive vor/ulegen. Die Exekutive sprach sich für das Erscheinen der ״Neinsager׳‘ vor der Tcilungskommissioti aus, besonders für Existenx-Hufkau mit wenig Geld! Wichtig für Auswanderer. BraC״d1»raT G״״nd ־ig* ne'unveroffTnt Sp'eTiaWahr.n" Groller Verdienst( Besonders wichtig: Alm Inilu- *triebefrieb Überall anerkannt. Kein Rezepthandat, sontiorn nur sorgfältigste Unterweisung durch zuständigen Fachmann. ׳״hte die Exekuti jiten solle, trde. Er erfüllt der Nicht- Bcgi nnclutu Schieds- Ein Ponds zur Wirtschaftsbelebung Ein Fonds von £ 295 000 zur Ankurbelung des Wirtscbaftslebcns in Palästina wird von der Jcwish Agency mit Hilfe der Angio Bank geschaffen. Eliczer Kaplan, der Schatzmeister der Jevvish Agency, erklärte in einem interview, daß die erwähnte Summe aus der Anleihe beschafft werden soll, die die Jcwish Agency von Lloyds Bank erhielt, sowie aus den Einnahmen des United PalcsUne Appeal. Der Fonds soll für Kredite für städtische und ländliche Gebäude, für öffentliche Arbeiten, Industrie und Handwerk verwandt werden. Jerusalem er Vorträge. Die Gründung eines ,,Beth-Haiton", einer öffentlichen Lesehalle im Zentrum Jerusalems, entsprach einem allgemein gefühlten Bedürfnis, und der rege Besuch der Lesehalle, der sofort nach ihrer Eröffnung einsetzte, beweist dies. Justizrat Dr. Max Isidor Bodenhei m er las im Rahmen der Schabbath-Vonnittag-Vorfräge der religiösnationalen Vereinigung ״Emeth wC Emunah'‘ aus seinen Memoiren vor. Die Vorlesung führte die Hörer zurück in die Zeit des vorhcrzlschen Zionismus in Deutschland, der noch mehr von romantisch-visionären Ideen, als von klarer politischer Zielsetzung getragen war. — Im selben Kreise sprach Dr. j o ti a s über Philo von Alexandria. — In der HHachduth Olej Germania referierte Schalom Ben- Chor in über ״Die religiöse Lage der Gegenwart“, ln der überaus lebhaften Diskussion, die sich an den Vortrag1 anschloß, kamen alle religiösen Richtungen von der Orthodoxie bis zum radikalen religiösen Skeptizismus zu Worte. — In der ״Jüdisch-theologischen Gesprächsrunde“ hielt Hans Grünewald ein gut informierendes Referat über Hermann Cohen. S. B. C, Nach der Urteilsvollstreckung Von unserem palästinensischen Korrespondenten Der folgende Bericht unseres palästinensischen Korrespondenten wurde vor dein neuen Terror-Aushruch dieser Woche geschrieben. (Red.) gl. Tel Awiw, 29. Juni Tel Awiw bot heute vormittag einen Anblick, wie wir ihn seit den Tagen der Jaffaer Unruhen im Jahre 1936 nicht mehr gesehen haben. In dem Moment, als man von der Vollstreckung hörte, schlossen alle Geschäfte. Die Haupt- Straßen waren schwarz von Menschen, an den Verkehrsreichen Ecken stand englische und jüdische Polizei in Stahl- Helmen, Gewehr bei Fuß. Von der Stadtverwaltung war noch keine Order ausgegeben worden, ob gestreikt werden sollte oder nicht. Der Streik ergab sich jedoch fast von selbst. Der Atitohusvcrkchr, der in den Morgenstunden noch fahrplanmäßig lief, wurde an Zentralstationen von schreienden jungen Burschen aufgchaltcn, die die Fahrgäste zwingen wollten, auszusteigen. Hin und wieder würden die ׳Massen von der Polizei mit Knüppeln auseinandergejagt, aber sie sammelten sich bald wieder. Um elf Uhr gab die Stadtverwaltung eine Proklamation heraus, in der gebeten wurdf, die Gesch,äffe zu schließen, und eine Stunde später stoppte auch der Atitohusvcrkchr. Die Revisionisten ließen sich von den wiederholten Aufrufen, Ruhe zu bewahren, nicht abhalten. Nachmittags mußte eine sich bildende Demonstration durch Schüsse in die Luft auseinandergejagt werden, und trotz aller Vorsichtsmaßregeln weiß niemand zu sagen, was die nächste Stunde bringt. Revisionistische Taktile Eines der bittersten Kapitel in der bitteren Geschichte dieses Prozesses und dieses Todesurteils ist die von den Revisionisten eingeschlagene Taktik. Im Laufe der letzten zwei Jahre hat der jüdische Jischinv in Palästina wieder und wieder bewiesen, daß er sich zu verteidigen weiß, daß er es aber in voller Erkenntnis der Situation ablehnt, sich der Mittel der arabischen Terroristen zu bedienen und als Rache für die Ermordung Unschuldiger Unschuldige an/tigreifcm. Die drei von Rosch-Pina haben dieses wichtige Prinzip verletzt. Sie haben sich hinreißen lassen lind Angriff mit Angriff beantworten wollen. Das Kriegsgericlit hat einen der drei zum Tode verurteilt. Der Jischuw, an der Spitze die Jcwish Agency und der Waad Lcumi, haben daraufhin alles getan, u!n das Leben dieses irregeleiteten jungen Menschen zu retten. Ohwohl man die Tat als solche ablehnte, hat man alle Mitte! versucht, um die Vollstreckung des Urteils zu verhindern. Die Revisionisten waren jedoch weit davon entfernt, sich mit diesen Bemühungen 80 zu identifizieren, daß die Einigkeit und Ruhe im jüdischen Lager gewährleistet blich. Seif Tagen wird eine wilde Hetze von ihrer Seite geführt, die sich in den schärfsten Ausdrücken und mit der größten Verantwortungslosigkeit gegen die Exekutive und die Arbeiterpartei richtet. Die Aufrufe des Tel Awiwer Arbeiterrats, der gegen die Vollstreckung des Urteils protestiert, zugleich aber zur Ruhe und Disziplin malmt, werden von den Wänden gerissen. Dafür wurden Anklagen gegen Exekutive und Arbeiterschaft in Flugblättern überall verbreitet. Nun könnte man annehmen, daß diese Gruppe der ehrliehen Meinung *ei, daß sie durch eigenwillige Aktionen, durch Demonstrationen, durch Zusammenstöße mit der Polizei mehr ausrichten kann, um den Angeklagten zu retten. Wer solches glaubte, erhielt in der letzten Sitzung des Waad Lcumi eine erstaunliche Aufklärung. Hier wurde berichtet, daß der Oberrabbiner Herzog auf Grund bestimmter lnformationen an Jabot ins ky telegraphiert habe. Er forderte ihn auf, sich mit einem Gnadengesuch an den High Commission er zu wenden und zugleich im Namen seiner Partei zu erklären, daß er Racheakte, begangen an unschuldigen Personen, verurteile. Auf dieses Telegramm und ein zweites erhielt Rabbiner Herzog keine Antwort. Einer der Revisionisten im Waad Lcumi teilte darauf mit, daß eine Antwort wohl eingetroffen sei, und zwar an die Adresse der revisionistischen Partei in Palästina und man diese Antwort dem Oberrabbiner mitgeteilt habe. Hierin erklärt Jabotinskv, daß er nicht bereit sei, sich und seine Partei darauf f e s t z 111 c g c 11, sich für die Dauer der Vergeltungsakte zu enthalten. Diese wichtige Information ist bis heute in der jüdisehen Presse Palästinas nicht veröffentlicht worden. Die Sitziwtgen des Waad Lcumi sind geschlossen und es werden in der Regel nur die Beschlüsse publiziert. Die Revisionisten konnten es daher wagen, einerseits eine gewisse Möglichkeit, die Todesstrafe im letzten Moment aufzuhalten, auszuschlagen, und zu gleicher Zeit in öffentlichen Flugblättern die Exekutive an/uklagen, daß sic nicht genug getan hätte, um den Angeklagten zu retten. Mit solchen Mitteln versuchen sic, die Masse mit ®ich zu reißen. Der Kampf um Ruh• Und es will in gewissen Momenten so ausschen, als ob ihnen das gelingen sollte. Der jüdische Jischuw hat in den letzten Jahren unendlich Schweres durchmachcii müssen. Die letzte Woche hat einen der schauerlichsten Terrorakte gebracht, die in der letzten Zeit vorgckonimen sind, die Entftihrung dreier Juden vom Felde weg in Giwath Ada, wo man trotz aller Nachforschungen bis heute keine Spur von ihnen entdeckt hat. Die Hinrichtung eines Juden, auch wenn er gegen den Wüllen des Jischuw gehandelt und das Gesetz verletzt hat, kann nur zu leicht den vollen Kelch des Leidens z!1m Ueberlaufen, die Geduld zum Bersten bringen. Wenn irgendwann, so ist es heute von lebenswichtiger Bedeutung, daß die Juden unter sich selbst w issen, was sie wollen, mit welchen Mitteln sie den Kampf zu führen haben. Wenn in einem solchen Moment die Disziplin mit Absicht und mit falschen Behauptungen untcrwühlt wird, so entsteht eine neue Gefahr, der man mit der größten Strenge begegnen muß. Man muß die gegenwärtige Stimmung im Lande kennen, um zu verstehen, wie gefährlich heute Demonstrationen sind, was Zusarnmenrottungen bedeuten, welch unabsehbare* Ung 1 ii c k geschehen kann, wenn eine unkontrollierte Masse sich auf den Straßen drängt, eine Masse, die nicht mehr auf ihre anerkannten Führer, sondern auf Verantwortung«- lose, von keinen Bedenken gezügelte Outsider hört. Aber es handelt sieh nicht nur darum, jetzt und In der nächsten Zeit unnötige Zusammenstöße und damit unnötiges Blutvergießen zu verhindern. Es handelt sich um die gesamte politische Linie, die die Juden in der Verteidigung ihrer Position bisher eingeschlagen haben. Ist man immer noch der Meinung, daß nur mit Disziplin und Selbstbeherrschung unsere Verteidigung geführt werden kann, daß es falsch und verabscheuenswert ist, Terror mit Terror zu beantworten — und es ist sicher, daß der allergrößte Teil des Jischuw auch heute noch auf diesem Standpunkt steht —־, dann muß diese Stellung mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, gesichert werden. Dann müssen unsere leitenden Stellen die Dinge fest in der Hand behalten, ihre Position nicht mit den jetzt von den Revisionisten angewandten Mitteln unterhöhlen lassen. Es muß vermieden werden, daß zu der Trauer über die Opfer der Unruhen, zu der Trauer über die Hinrichtung, noch der Jammer kommt über die innere Verwirrung. Tel Awiwer Kunstberidit Im ״Mograbi“ hörte man ein vorzügliches Kammermusik- Konzert, ausgefülirt vom Lchrerslab des Konservatoriums ״Tel Awiw“. Zur Aufführung gelangten das Brandenburgische Konzert Nr. 3 von J. S. Bach, Mozarts G-Moil Streich-Quintett ftir Streicher op. 11 Nr. 1 des jungen Komponisten Schostakowitsch, ein modernes, hochinteressantes und originelles Werk, das vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Dem Andenken des vor Jahrcsf.ist durch einen Auto- Unfall auf tragische Weise ums Leben gekommenen jungen Habimah-Schaiispiclers Jakob A vital widmete ״Habitnali“ eine Traucrversammlung und eine Vorstellung von ,,Grüne Felder“, in der seinerzeit Avital eine der Hauptrollen kreierte. Damit hat das Ensemble seine Vorstellungen im Lande, die durch die Europa-Tournee mehrere Monate unterbrochen waren, wieder aufgenommen. Auf dem alten Tel Awiwer Friedhof wurde in Anwesenheit zahlreicher Freunde des Verstorbenen und aller palästinensischen Schauspieler der Grab- Stein für Avital gesetzt. Die indische Tanzgruppe Devi Dja, die sich aut einer Wclttournee befindet, gab im ״Mograbi“ fünf Vorstellungen, in denen kultisch-zeremonielles Ballett, Volks- und Kriegstii!17e gezeigt wurden. Obwohl teilweise Anpassungsversuche an europäischen und amerikanischen Revuesti! erkennbar sind und der Originalcharakter dieser Tanzkunst, die auf Bali und Java beheimatet ist, nicht durchgehend gewahrt wird, bleibt 1111 ganzen ein überaus erfreulicher!:!״druck. Devi Dja selbst und einige ihrer männlichen Partner sind Tänzer großen Formats mit virtuoser Arm- und Fußtechnik, wunderbarer Aiisdrucksfähigkeit der Hände (die für das indische Theater von höchster Bedeutung ist). Auch in der Gruppe der jungen Tänzerinnen finden siel) einige starke Begabungen, so daß man nicht mir beeindruckt wurde von den Tempcltänzen, zelebriert mit Weihrauch und brennenden Feuern, im Rahmen von gcmäldc- Und rclicfgcschmückten Kulissen, sondern auch von etwas varietdartigen Szenen, in denen immerhin Sinn für tänzerische Komposition, für Grazie und Humor bewiesen wurde. Original-indische Musik (Handtrommel, Stab- und Gongspicl) wechselte mit Tango- oder anderen modernen Tanzrhythmen. Zugunsten der Mütterfürsorge ״Saad“ fand int Hause Ff oo f i e n eine ״Garden-Partv“ statt, die einen nennenswerten Betrag für den Fonds erbrachte. Im Hause von Dr. S. Hildesheimer hörte man ein künstlerische* Programm, da« von dem MataR-Schauspieler Tim an, von der zu Gast weilenden Warschauer Diseuse Dora Kalinowna und von Hermann Va 11 ent in bestritten wurde, der sich in Tel Awiw niedergelassen hat. Mitglieder des Palästina-Orchesters spielten eirt Streichquartett unter Führung von Prof. Hans Bassertnann, der sich soeben nach Amerika eingeschifft hat. Manfred Geis Kunst in Jerusalem Das Bczalet-Nationalmuseum zeigt eine reichhaltige Auswähl aus den Ocibildcrn und Aquarellen des Tel-Awiwer Malers Lender. Lender ist dem Jerusalemer Kunstpublikum kein Fremder. Vor über zwei Jahren trat er in der (leider mittlerweile geschlossenen) ״Galeriah hechadasch“ mit Landschäften und Akt-Bildern an die Ocffentlichkeit. Mittlerweile war Lender in Europa, vorwiegend in Frankreich, und seine Kunst erfuhr eine wesentliche Erweiterung und Vertiefung durch diese Fühlungnahme mit europäischer Kunst. Der Einfitiß der französischen Impressionisten und — in einigen Bildern — der Gauguin* ist spürbar. Freilich hat sich Lender noch nicht zu eigener Form und Farbgebung aufgeschwungen, aber wir spüren, daß er auf dem Wege zu solcher Ent- Faltung schreitet. __________ S. B. C. Naharla erster Preisträger auf der landwirtschaftlichen Ausstellung. In Jerusalem wurde die diesjährige landwirtschaftliche Ausstellung der Palästinaregierung eröffnet, An der Schau, auf der hauptsächlich Blumen und Gemüse ausgestellt waren, hatten sich die öffentlichen Organisationen und alle landwirtschaftlichen Siedlungen Palästinas beteiligt. Die Gattin des High Commissioncrs, Lady MacMichael, nahm die Preisverteilung vor. Wie in den Jahren 1936 und 1937 konnte auch in diesem Jahre Naharia wiederum den ersten Preis erringen. Naharla konnte sämtliche zehn Punkte auf sich vereinigen und erhielt dafür außer dem ersten Preise den in diesem Jahre zum ersten Male zur Verteilung gelangenden ״Silbernen Wauchope-Pokal“. Als besonders hervorragende Leistungen der Siedlung Naharia wurden Spargel und Erdbeeren gewertet. Ausgezeichnet wurden auch die verschiedenen Gemusesorten und besondere Aner- Kennung fanden die herrlichen Blumenkohlköpfe. — Der Besuch von ״N a h a r i a - S f r a n d״ durch Gäste aus Haifa und dem ganzen Lande hat eingesetzt. Die Pensionen und Hotels sind gut besucht. Neue Rauten werden am Strande errichtet. Auf halber Strecke zwischen Akko und Naharia wurde ein großes englisches Militär-Sommerlager errichtet. Die Hauptstraße nach Naharia hat dadurch erhöhte Sicherheit erlangt.