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Jüdische Rundschau · 1938-07-01 · Heft 52 (1.7.1938) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 52 (1.7.1938)
Date
1938-07-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nr. 52,1. VII. 1938 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 3 An der Küste des Pazifik San Francisco, 12. Juni 1938 Vor etwa einem Jahre erschien im ״Bustenai“, der palästinensischen Landwirte-Zeitschrift, ein ausführliches Referat über eine Veröffentlichung, in der über die vier grolfcri Oemeinden des amerikanischen Westens berichtet wurde: Los Angeles, San Francisco, Portland, Seattle. Leider konnte ich das Heft selbst bisher nicht bekommen. Es ist überhaupt schwer, hier verbindliche Informationen zu erlangen. Denn eine Zentralisierung jüdischen Lebens, wie man sie in Deutschlind kennt, gibt es hier nicht. Aber es sind Ansätze dazu da. Vor allem hat man in San Francisco versucht, die Hilfe für die N e u z 11 w a n ־ dernden zentral zu organisieren. Das ״F.ureka Building“, in dem diese Organisation untergebracht ist, liegt gegenüber dem jüdischen Krankenhaus, das hier den Namen ״Mount Zion Hospital“ führt. Das eigentliche jüdische Gemeinschaftshaus — Jcwish Community Center — dient mehr geselligen Zwecken. Dort finden auch Vorträge und Unterrichtskurse statt, und es ist zu vermerken, daß auch Kurse über Palästinakunde und hebräische Konversation angezeigt sind. Es ist dort auch eine Bibliothek vorhanden, und die meisten der jüdischen Klubs tagen dort. Diese Klubs haben hier zum Teil uns sehr eigenartig anmutende Namen, wie ״Hiking Club“, ״Gamma, Sigma, Chi“ usw. Ein solches kulturelles Zentrum gibt es auch im benachbarten Oakland. Nimmt man, wie dies hier allgemein geschieht, San Francisco, Oakland, die Nachbarstädte Berkeley und Richmond und eine Reihe kleinerer Plätze als Einheit, sozusagen als Groß-San Francisco, so ist diese Gegend von etwa 1J,'3 Millionen Menschen bewohnt. Hiervon sind etwa 40 000 Juden. Es gibt zehn Gotteshäuser. Davon sind einige im Rcformsti! wie der Tempel Etnanuel in San Francisco, der mit großer Pracht ausgestattet ist. Die Mehrzahl dagegen sind Synagogen im alten Stil, fast sämtlich •ohne Orgel, dagegen stets mit Vortrags- und Versammlungsräumen. Diese Synagogen liegen fast alle in der McAilisfer Street, die in ihrem mittleren Teile einem jüdischen Zentrum entspricht, etwa wie Londons Whitechapel. Hier wird auf der Straße und in den Geschäften jiddisch gesprochen. Für dieses Publikum sind auch die jiddischen Stunden der Radiosender bestimmt, die meist ein recht gutes Schallplattenprogramm und die hier übliche Reklame bringen. Ein voreiliger Beobachter hat nach Europa berichtet, daß es in Los Angeles sieben jiddische Sender gäbe. In Wirklichkeit gibt es nur Sendungen von Stunde einige Male in der Woche. In dieser polyglotten Stadt hier gibt es Sendüngen in allen möglichen Sprachen, ebenso wie es Zeitunen in sechs oder sieben Sprachen gibt. So fällt es den Eineimischen nicht als Besonderheit auf, wenn in allen Tages- Zeitungen regelmäßig kommende jüdische Veranstaltungen angezeigt werden; oder wenn über Vorträge, gesellschaftliche Ereignisse u. dgl. berichtet wird, wie z. B. gerade heute in den Blättern über die letzte Veranstaltung des schon erwähnten Klubs ״Gamma Sigma Chi“; wenn Riesenplakate in jiddischer Sprache zu einem Picknick einiaden; wenn in den Wagen der Straßenbahn zu einem Purim-Ball eingeladen wird, auf Schildern, die neben sonstigen Reklamen hängen. Es gibt hier zwei jüdische Blätter in englischer Sprache, von denen das eine monatlich, das andere wöchentlich erscheint. Der Tempel Etnanuel gibt auch — seit 14 Jahren — ein Informationsblatt heraus, in dem im Telegrammstil alles Wissenswerte mitgeteilt wird. Ende Mai fand hier ein Vortragszyklus von Dr. Benno Hilis - Kampagne in Argentinien Von unserem Berichterstatter Buenos Aires, im Juni 1938 Die Lage der jüdischen Bevölkerung in Mittel- und Osteuropa und insbesondere das dringende Bedürfnis, die Aus- Wanderung größerer jüdischer Massen zu erleichtern und zu finanzieren, hat auch in Argentinien einen starken Widerhall gefunden. Vor kurzem ist ein Komitee geschaffen worden, in dem die Vertreter der wichtigsten jüdischen Institutionen und Gruppen tätig sind, und das sich zum Ziele gesetzt hat, eine Million Pesos (etwa 55 000 Pfund Sterling) für diesen Zweck unter den Juden Argentiniens zu sammeln. Die Aktion wurde am 30. Mai durch eine große Volksversammlung, bei der die Herren Mischman, Teubai, Dr. Mibashan, Regalsky, E Trotzky und der Deputierte Dr. Dickman sprachen, eröffnet. Um die Arbeit zu konzentrieren, und die Sammlungen möglichst reibungslos durchzuführen, wurde beschlossen, daß diese Kampagne als einzige große Sammelaktion für konstruktive Hilfe und Aufbau im ganzen Lande in diesem Jahre durchgeführt wird. Der Keren Hajeßod, Ort-Ose, der Verein für Hilfe an die polnischen Juden, und andere Organisationen, haben sich geeinigt und heschlossen, dieses größte Hilfswerk, das die Geschichte der argentinischen Judcnhcit kennt, mit vollstem Nachdruck durchzuführen. Präsident des Komitees ist der bekannte jüdische Industrielle Simon Mirelmann, Vizepräsidenten die Herren S. Rabinowitsch, der langjährige Präsident des hiesigen Keren Hajeßod-Komitees Dr. N. Rapoport, Julio Leyin, Ing. S. Weil. Schatzmeister ist der sefardisclie Vertreter Ezra Teubai; als technischer Leiter der Kampagne ist Dr. A. Mibashan, Delegierter des Keren Hajcßod-Haupthüros und der Jcwish Agency, erwählt worden. Eine große Anzahl repräsentativer Persönlichkeiten aus den größten jüdischen Organisationen des Landes bilden das Arbeitskomitee, darunter eine bedeutende Gruppe scfardischer Juden. Das Niveau der Besteuerungen ist ein bisher nicht bekannt gewesenes: Summen von 1000 Pesos, die noch vor kurzem als das höchste galten, was ein argentinischer Jude für irgendeinen Zweck spendete, sind bei dieser Kampagne die durchschnittliche Spende besser gestellter Leute geworden, während die Vermögenden mit Beträgen von 3000, 5000, 10000 und auch 15 000 Pesos aufgetreten sind. Nach kaum drei Wochen Arbeit und bei einer noch sehr oberflächlichen Erfassung sind über 300 000 Pesos gezeichnet worden; sollte es gelingen, die Erfassung von 10 000 Spendern in Buenos Aires und von 7500 in der Provinz zu erreichen, so wird nicht nur die Million Pesos erzielt werden, sondern das ganze Besteuerungssystem für allgemein-jüdische und zionistische Zwecke wird 'in Zukunft hier auf neuen Grundlagen aufgebaut werden können. Der Ertrag dieser Sammlung wird in der Hauptsache unter Keren Hajeßod, polnischen Hilfsverein, Emigrantenschutzverein, Daia usw. aufgeteilt werden. Der H i i f s v e r - ein dcutschsprcchcndcr Juden hat, aus technischen Gründen, seine eigene Sammlung vorgenommen, wird aber, falls der Gesamtbetrag der Sammlung realisiert wird, auch daran beteiligt sein. Die ganze Aktion soll bis Ende Oktober durchgcfiihrt werden. Die Hälfte des zu sammelnden Betrages wird als Reserve für etwaige größere Anforderungen zur Verfügung gestellt. Marcus statt. Marcus ist Professor für jüdische Geschichte am Hebrew Union College in Cincinnati. Leider konnte ich nur einen der Vorträge hören, der die Juden unter den Rabyloniern, Persern, Griechen und Römern behandelte. Die sollveräne Beherrschung des Stoffes, die Höhe des Niveaus waren erstaunlich. Ueberaus eindringlich erläuterte der jugendliche Gelehrte, oft mit wenigen Worten, schwierige Situationen jener alten Zeiten durch einen Vergleich mit modernen Verhältnissen oder Begriffen. Das verschaffte der Darlegung eine ungeheure Lebendigkeit. Das E in i g r an t e n-Problem beschäftigt natürlich auch die hiesigen jüdischen Kreise sehr. Von mir darf ich sagen, daß ich von privaten und offiziellen Steilen jede Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erfahren habe, die man nur erwarten konnte. Man muß nicht denken, daß solche Hilfe hier leicht ist. Auch von anderen habe ich diese Hilfsbereit- Schaft rühmen hören. Die Bay-Area, d. h. San Francisco und Umgebung, ist bei weitem nicht so sehr Anziehungspunkt für emigrierende Juden gewesen, wie die großen Städte des amerikanischen Westens. Aber auch hier klagt man darüber, daß die großen Städte Kaliforniens, San Francisco und Los Angeles, allein Ziele der Einwanderung sind, während die mittleren und kleinen Orte fast überhaupt nicht von Emigranten aufgesucht werden. Eine neuere Bestrebung geilt nun dahin, in New York einwandernde Familien planwirtschaftlich zu dirigieren. Auf der Tagung des jüdischen Klubs einer kleinen Nachbarstadt wurde vor einigen Tagen dieses Problem hesprachen. Es war dieser Kleingemeinde von etwa 20 Familien vorgeschlagen worden, eine in New York lebende Familie, die dort nicht Fuß fassen konnte, zu ihren Fasten zu übernehmen, d. h. in irgendeiner Form für sie die Verantwortung zu tragen. Es gab eine lange Diskussion. Man glaubte, daß es eine zu große Belastung in dieser Zeit der Wirtschaftsdepression sei. Bis schließlich ein bcdierzter Mann erklärte, so schlimm könne es nicht sein, denn bisher hätten alle Emigranten in der ganzen Gegend sich wirtschaftlich (ungeordnet, nur drei oder vier Familien wären der Wohlfahrt zur Last gefallen. Wenn also diese Familie herkäme, mit wenig oder selbst ohne jegliches Geld, so könne man getrost die Sorge für sie übernehmen, in der Hoffnung, daß sie bald in der Lage sein werde, sieh selbst zu ernähren; es sei unwahrscheinlich, daß jeder einzelne auf die Dauer tief in die Tasche greifen müsse. Einen Tag nach dieser Sitzung traf ich einen jungen Mann, der auf dem gleichen Schiff wie wir angekommen war. Er hatte sofort nacli seiner Ankunft eine kaufmän- Rabbinate in Uebersee Von Rabbiner Oskar Adler, Berlin Mit dem Beginn einer größeren Auswanderung von Juden aus Deutschland nach den Uebcrsecl ändern entstand auch die Frage ihrer religiösen und seelischen Betreuung. Planmäßig und auf lange Sicht gesehen, ist in diesem Punkte noch nichts geschehen. Es gibt wohl einzelne Rabbiner, die in Deutschland ihre Ausbildung erhalten haben, und die jetzt an einzelnen Gemeinden in Uebersee wirken. Aber ihre Zahl ist so gering, daß man von einer größeren Wirkung noch nicht sprechen kann. Dennoch ist die Notwendigkeit einer systematischen und planvollen Verteilung in Ländern, wohin Juden aus Deutschland gehen, dringender denn je. Die Juden, vor allen Dingen die jungen, fühlen sich zuerst in ihrer neuen Heimat sehr vereinsamt. Das Einleben in die fremde Welt, insbesondere das Erlernen der Fremdspräche, dauern lange Zeit. Werte geistiger und ideeller Art, die der junge Mensch schätzen gelernt hat, verlieren dort ihre Gültigkeit. Er wendet sich von ihnen ab, findet aber gleichzeitig keinen Ersatz. Hier kann die jüdische Gemeinde einwirken. Sie gibt ihm einen Halt und eine Heimat. Viele junge Juden aus Deutschland sind an ein reges geistiges Leben gewöhnt. Kolonisationsländer oder Länder mit einer jungen Geschichte erreichen nicht immer den Standard, den die Einwanderer von früher her kennen. Ein großer Abstand besteht zwischen den geistigen Gewöhnheiten eines Neueinwanderers und dem, was er im Aitswandererland vorfindet. Ein Einwanderer soll und mpß sich dem neuen Lande anpassen. Er muß aber nicht gleichzeitig seinen Bildungsstand preisgeben. Das vermeidet er in einer Groppe Gleichgesinnter, in seiner Gemeinde. Die Erhaltung des jüdischen Volkes und des Judentums durch die Kchilloth ist die Forderung der Stunde. Es gibt in vielen Teilen der Auswandererländer schon bestellende jüdische Gemeinden. Gewiß kann sich der Einwanderer diesen anschließen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß er dies aber nur in den seltensten Fällen unternimmt. Manchmal sind ihm die Gewohnheiten fremd, manchmal machen ihm die bestehenden Gemeinden das Einleben schwer. Sie sehen in ihm oft den Fremden, der sich nichtanpassen will. Juden, die 1492 aus Spanien gingen, haben sefardisclie Gemeinden gegründet. Warum sollen Juden aus Deutschland nicht das- Das Ziel des Mifdeh Zioni: Straßen für die neuen Siedlungen Billige Wohnungen für den Arbeiter Kredite für den Mittelstand jedei lUottid leidet Drei Tage für Erez Jisraell Die Jugendkraft der Religion ln dieser Zeit offenbart es sich, wie der Gegensatz zum Philister der religiöse Mensch Ist. Religion Ist in einem Wesentlichen die Krall, Kindheit und Jugend zu wahren, Phantasie und Ideal Ins spätere Leben noch hlneinzulragen, diese Kraft seellsdien Gedächtnisses . .. Durch sie leben Phantasie und Zukunftswille weiter. Der religiöse Mensch bleibt kindlich und bleibt Jung . .. Nur wer Kindheit und Jugend noch hat, kann Kindheit und Jugend bereiten. Nur wer sein Leben autbaule, kann einem anderen Leben zum Erbauer werden . . . Von seinen Kindern wird wieder sein Leben gebaut ... 50 hat das wundersame Wortspiel des Weisen die Verheißung des Propheten ausgeprägt: ״Deine Kinder alle werden Jünger des Ewigen sein, und reich wird der Friede deiner Kinder sein — geschrieben steht: banajich. deine Kinder, und das Wort sogt dir: bonajidi, deine Erbauer.“ Leo Bacck nischc Stellung gefunden, war aber nach kurzer Zeit wieder entlassen worden. Er begann, auf eigene Kosten zu arbeiten, und fühlte sieh ganz gut dabei. Nach drei Monaten möchte ich mir kein Urteil über die Wirtschaftslage der Emigranten bilden. Man hört natürlich von Fällen, in denen die Umsteilung in der neuen Heimat nicht geglückt ist. L)i1־s ist hei der schlechten Wirtschaftlage nur allzu natürlich. Und jeder dieser Fälle hat seine eigene Tragik. Im allgemeinen aller ist der erste Eindruck der, daß die meisten sieh liier ein gelebt na neu, oruie Anhalt Zahl d< selbe historische Recht für sich in Anspruch nehmen können? Auch liier gilt der Grundsatz, daß eine gruppenweise durchgeführte Einordnung gesünder und erhaltender wirken kann, als die des Einzelnen. Dieser verliert sich in der großen Gesamtheit. Vom gesamtjüdisctien Gesichtspunkt aus ge-elien, darf man aber eine Tatsache nicht vergessen: Wird nicht in kürzester Zeit ein entscheidender Schritt in dieser Richtung unternommen, dann gehen der auswandernden Juden dem jüdischen Volk und dem Judentum verloren. Was wird mit den Kindern, was wird mit der zukünftigen jüdischen Generation, wenn nicht in den entscheidenden Jahren ein jüdisches MAGISTER KIRSCH—ך Der gute Likör ״J MagistenLikörfabrih, München VII Fundament gelegt wird? Dies kann durch den jungen Rahbin er gesehenen, der bereit ist, die harte Arbeit der Gründungsjahre zu übernehmen. Vorläufig gibt es immer einen Einwand: Für solche Dinge ist die Zeit nocli nicht reif. Juden in Uehrrsce haben ganz Erst muß einmal die w i r t s c 11 a f 11 i c!1 1־ E x i - u• 11 z vor- Gern׳ mdin u!< 1 R 1 b 1 1 11t 1 I י l h 1t ziel 1er und * persönlicher Bc/iehimc auch in dic-eii kö'hillmh unabhängig sein. Nur dann ist die Gewahr dafür geausüben kann. Kleine Nachrichten Wie aus USA. mitgeteilt wird, beabsichtigt Dr. Stephen Wise, bei der bevorstehenden Jalireskonferenz der amerika• nischcn Zionisten den Vorsitz nicderlcgen. Audi zwei frühere Vorsitzende, Louis Lipskv mul M. Rothenberg, haben eine Kandidatur abgelehnt. Als der aussichtsreichste Kandidat gilt Dr. Israel Goldstein, der bisher Präsident des jüdischen Nafionalfonds in Amerika ist. Die New-Yorker Jahresversammlung des Verbandes der konservativen Rabbiner in USA. druckte Palästina gegenüber ihre Sympathien aus. Die in Atlantic City tagende Konferenz der amerikanischen liberalen Rabbiner dankte Präsident Roosevclt für seinen Vorschlag, der zur Einberufung der Konferenz in Evian geführt hat. Der in Washington weilende Präsident der n! c יג i k a!1 i - sehen Gewerkschaften stritt ab, daß irgendeine Gruppe der mexikanischen Arbeiterbewegung antisemitisch sei. Die seit 1815 bestehende Bankfirma j. G o 1 d s c 11 in i d t Sohn in Hamburg teilt mit, daß sie ihr laufendes Geschüft auf das Bankhaus M. M. Warburg ft Co. Kommanditgesclischaft, Hamburg, übertragen hat. Bis zur Abwicklung der nicht übertragenen Geschäfte bleibt die Firma J. Gold- Schmidt Sohn bestehen. In Wien wurde eine Liste von 726 jüdischen Rechtsamvälten veröffentlicht, denen auf Grund des § 1 der Verordnung vom 31. März 1938 vorläufig die Ausübung ihres Berufs untersagt worden ist. Koloniahninister Malcolm MacDonald empfing am Dicnstag Wladimir J a b 0 t i 11 s k y.

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