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Jüdische Rundschau · 1938-06-17 · Heft 48 (17.6.1938) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 48 (17.6.1938)
Date
1938-06-17
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 48, 17. VI. 1938 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 11 Kibbuz Alonim in Scheid! Abret Mitglieder der Jugend-Alija aus Deutschland sind in Scheich Ahrek am Eingang des Emek Jcsreel nach zweijähriger llachschara in Ejn Charod angcsicdclt worden. Ihre Siedlung trägt den Namen Kibbuz Alonim. Es ist der erste Siedhmgspunht, der von der Jugendaiija selbst geschaffen wurde. In der Nähe wichtige Ausgrabungen. Hirt und Herde Das Lager des Kibbuz .»y '*» 4■ ' *•/ f/'liä, *# *;' Vf׳ ■ iV-. f.tf w ■äM' ,>* *.,H, f. *• , JtfdiSkäZi'?‘ Beim Pflügen %Vjff Arbeit im Wald von Kibbuz Alonim Ausritt ... 1?^u§־£ tmb Tel Awiwer Kunstbericht Der ״Kreis der Tel Awiwer Musikfreunde" veranstaltete im Hause von Dr. S. Hildesheimer einen Klavierabend der ausgezeichneten Pianistin Else Haymann, die mit ebenso warmem und kraftvollem Ausdruck wie vollendeter Technik u. a. Werke von Brahms (Sonate f־mol! op. 5), Mendelssohn, Chopin, Debussy, Ravel, Achron und Wolfsohn interpretierte. Das Konservatorium ״Tel A w i w“ (Leitung: H. B 1 u m I) c r g, Dr, Else L ewertoff) lud zu zwei weiteren Schülerkonzertcn, die wiederum erfreuliche Einzelleistungen brachten. Besonders heaclittkh das aus Jugendlichen gebildete Kamnierorchcster, das an beiden Abenden Stücke jüdischer Komponisten unter Leitung von Harry Blumberg zur Aufführung brachte. Schulamith Bath-Dori, die Verfasserin des durch den Berliner Kulturbund aufgeführten Palästina-Stückes ״Das Gericht“, hielt im Jerusalemer Rundfunk einen Vortrag, worin die Wechselbeziehungen von jüdischem Theater in der Gola und Erez Jisrael einer Betrachtung unterzogen wurden. Das Schawuoth-Fest brachte besonders für die Jugend zahlreiche kleinere und größere Veranstaltungen, die sich mehr oder weniger an das Vorbild der ״Chag Habikurim“-F1'icr״ anlehnten, wie sie in früheren Jahren in großem Stil in Haifa abgchalten wurden. Besonders liebevoll arrangiert war eine Feierlichkeit, die von Schülern der Real-Gymnasiutns ״Schahva“ (Wilenski-Schulc) bestritten wurde. Unter künstlerischer Leitung der Tänzerin Tile Rößler sah man als Pantomime das Buch ״Ruth“ und einen Aufmarsch der Kinder mit ״Bikurim“, die später von den Gästen zugunsten des ״Keren Kajemeth“ ausgelöst wurden.. Das Schülcr-Orehester des Konservatoriums ״Tel Awiw“ bestritt den musikalischen Teil.. Die Sc 11 western Ornstein führten an einem Nachmittag im ״Mograbi‘‘ einige Tanz-Szenen auf, bei denen sich die Gruppen der Tänzerinnen, insgesamt etwa 50 Jugendliche, beteiligten. Die Veranstaltung wurde sehr beifällig aufgcnoinmcn. Der Tel Awiwer Sänger Josef Ooland ist von einer Europa-Tournee zurückgekehrt und brachte im Rahmen der 20״ Minuten Kleinkunst“ im Schdcroth-Kino Chansons von Altermann und Schlonsky (Musik: W i 1 e!! s k i), zum Vortrag. Als Conferencier tat Donath sein Bestes zur Erheiterung des Publikums. Manfred Geis Musikna&ridhten Der Dirigent Marc Lavri eröffnete die Sommersaison des Orchesters mit einem Konzert in Tel Awiw, das ausschließlich Werken jüdischer Komponisten gewidmet war. Mitwirkende waren: der Baritonist Vittorio Weinberg sowie ein Frauenvokalquartctt, bestehend aus den Damen: Bergmann, Schack, Segal und Gottheit. — Das Programm enthielt Werke von Bloch, Milhaud, Brandmann, Milner und Pressin. Die Bedeutung dieses Konzerts liegt vor allem darin, daß hier zum erstenmal im Laufe der zwei ersten Orchester-Saisons ausschließlich jüdische Orchestermusik zur Aufführung gelangte — eine der selbstverständlichsten Aufgaben, die bisher vernachlässigt worden war. Ein neuer Stern ist am Himmel der palästinensischen Musik aufgegangen — Sascha Horcnstcin, ein Dirigent moderner und jüdischer Struktur, jung, intelligent und ein hervorragender Qrchcsterorg.anisator. Wir sind gespannt, welche Physiognomie die zehn Sommcrkon/ertc haben werden, die er jetzt mit dem Paiestine-Orchcster dirigieren wird. Hoffentlieh werden sie auch in der Programmgestaltung eine Voralinung des neuen Stils sein, den das Orchester braucht. Es muH zugegeben werden, daß Werke neuer Musik, die die Kühnen unter den Interpreten liier gelegentlich zur Aufführung bringen, hier in vielen Kreisen noch keiner grollen Sympathie begegnen. Die Organe für die Veränderung des Klanggefühls müssen eben erst entwickelt werden und es bedarf dazu geeigneter Vorbereitung. Auf alle Fälle ist es falsch, auf eine selbsttätige ״Entwicklung“ auf dem Boden klassischer!Musik zu warten. Das Publikum muß von vornherein aut alle stilistischen Möglichkeiten direkt vorbereitet werden. Andererseits nützt es auch nichts, die Hörer durch quasi-Modcrnes,Leichtzugängliches zu ,.ködern“, wie es unlängst die Jerusalemer Musikervercinigung 1r.it drei angeblich modeinen Werken von Leo Weiner, Arnold Bax und Frederc Delhis versuchte (trotz exzellenter Interpretation durch Magda Bodor-Sömjen [Violine], Traute Grünfei der und Lucile Bartzi [Piano]). A, J.-L,

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