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Jüdische Rundschau · 1938-06-14 · Heft 47 (14.6.1938) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 47 (14.6.1938)
Date
1938-06-14
Page
– (sequence 7)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 47, 14. JUNI 1939 Konzerte Das vierhändige Musizieren, früher eine beliebte Mode der Salons, beherrscht schon seit langem nicht mehr das Feld der Hausmusik. Um so erfreulicher ist es, wenn Jenny (Oenia) Herzfeld und Arthur \V 01 f f diese Musizierübung im Künstlcrheim der Sächsischen Straße mit Originalwerken für zwei Klaviere wieder auinehmcn und uns Gelegenheit geben, selten aufgcführte Werke dieser nicht sehr großen Literatur zu hören, beispielsweise das Ducttino concertante von Busoni (nach Mozart) oder die rauschenden Saint-Sacnsschen Variationsattacken auf ein Thema von Beethoven. Das Duo entwickelte viel Spiclfreude und fand sich, in! Temperament individuell, doch auf gemeinsamer Musizierbasis, ln die sympathische Atmosphäre dieses Konzerts streute Paula S a I o in o n - L i n d b e r g (am Flügel: Arthur Wolff) mit dem satten Dunkel ihrer Stimme Lieder von Hirschberg, darunter die gelungene ״Seiltänzerin'‘, den herben ,,Tod“ von Ciretschaniiioff und Tschaikowskvs zatiberhafte Illusion ״Inmitten des Balles". Bei einer Sonderveranstaltung des Kulturbundes wurde Anneliese Landau für Jacques Offenbach die liehcnswiirdigste und entschiedenste Fürsprecherin. Die Liebe zu seinem Werk und ihre Fähigkeit, der besonderer! Art dieses Musikers gerecht zu werden, schuf den Hörern ein Bild seines Schaflens, vom ersten Anhieb der kleinen einaktigen ״Musiqucttcs“ bis zu den grollen Offcnbaehiadcn, antiken Parodien, Satiren auf das zweite Kaiserreich, das unter seinen Trümmern den schwindelnden Aufstieg Offcnbachschen Ruhms mit begrub, und ihn mit den Herrlichkeiten der ״Hoffmanns Erzählungen‘‘ in der hohen Kunst wiedergewann. Susanne Landsberg- Holländer und Max Kuttner assistierten mit Anschaiiungsmaterial. Susanne I.andsbcrg-Holländer ersang sich mit der Wiedergabe der berückenden Arie der Antonia aus ״Hoffmann“ einen vollen Erfolg, ebenso Kuttner mit der in Komik und (löste ausgezeichnet getroffenen ״Zahnwch“-Arie aus der ״Prinzessin von Trapezunt" und ״Apfcl“-Arie aus der ״Helena“. Wilhelm Alt mann wie immer der geschickte Begleiter am Klavier. Else C o h n - P r a 11,s n i t /. gab im Klubheiin des jüdischen Frauenbundes ein Schülerkonzert, das erfreulichen■ Zuspruch fand. Die Schüler bringen zum Teil brauchbares Material mit, das sic wie im Falle Lotte Ruttin in der ״L.tiidstreichcrin“ von Bloch mit entsprechender Darstellung zu verbinden wissen. Zu nennen wäre noch Sima Glucksmann mit drei Liedern von Else Cohn-Prausnitz, von denen das erste volkstümlich anklingt, und Lilly Behrendt mit der Elegie von Massenct. Dr. Jakob Schönberg Barminva-Terinin. Am 25. Juni (26. Siwan): Ilenuann Le sscr, Sohn von Frau Dr. Kl-a l.esser, Neue Ansbach« Str. 7 a. Bezirks-Veranstaltungen der BZV Oberspr•• Donnerstag, 16. funi, 20.15 Uhr Ohcrschoneweidr, Wilhelminenhofsir. 1 Dr. Fridolin Friedmenn, Dr. Ludwig: Pincoffaj ,,Ein* drücke über Erriehung und Unterrieht ln Eres Ursel“ Friadrichshaln siebe nebenstehende Anzeige Mitgliederversammlungen des BERLINER ZIONISTISCHEN ORTSVERBANDES mit folgendem Programm: 1. Referat: ״Die Krise und Ihre Ueberwlndung" 2. Aussprache 3. Wahl der Delegierten zur Vertreterveriammlung der BZV. Südost Di«14 ,«.«״. Juni, 20.15 Uhr, BZV. Heim, Brückemtraß« 9 Referent־ DR. DAVID SCHLOSSBERG 8t9glltZ> Mittwoch, 15. Juni, 20.15 Uhr, Friedenau, Mosel- Schmargendorf »traße 4 Referent! DR. GEORG WEISSMAKN Spandau Donnerstag, 16, Juni, 20,15 Uhr, Lindenufer 12 Referent: DR. RUDOLF־ PICK Hermannplatz Donnerstag, 16. Juni, 20.15 Uhr, BZV-Heim, Neukölln, lägerstraße 6 Referent: GEORG KOPYDLOWSK1 Zutritt haben nur Mitglieder der BZV Ankündigungen Friuen-Arbeitsgemeinschaft lür Palästina. 14. Juni. 20.15 Uhr. Regensbu-ger Str. 26, Dr. Genrg Luhiuski: ,.Organüatorisrtir Probleme ft« jüdischen Sozialarbeit in Palästina■‘. (Unter Bcnick.u litijunq '!<־• Wohnuncsvcrhältnissc.) — 15. Juni, 16.15 Uhr. Clnig I"־ri im Wizo- Heim. Vortrag von Dow Kantor über Eriiclningsfi agen. Zu allen Veranstaltungen Gäue willkommen. Hebräische Kurse der BZV. Kurs für Leichtfnr tgrschriUcnc, Dienstag. 20.30—22 Uhr. Roscnthaicr Sir. 44 (Ltg. ß. Kantor)■ Hebräischer Kur! in Neukölln, Dienstags, Jägcrstr. 8. von 20.15—22 Uhr (Ltg. E. Sfcrn). Auskünfte: Kulturabtcilung der BZV., W 15. Mcinckc• Straße 10, Tel. 91 90 31 (App. 75 u. 79). Hebräische Intensivkurse. Iiitcn-ivkurs für I.ci!■litfo!tgescbriticnc Mon lag Iris Donnerstag, 20 — 22 Uhr. Kantstr. 54. I.chrer: Dr. Kalekn. Lomas, Heu Ascher, iiurwicz. Gebühr monatlich 8 RM. Es können noch einige Teilnehmer aufgenommen werden. — Kurs für Weitervorgeschrittene Montag. Mittwoch und Donnerstag. 19—21 Uhr. Kantstr. 54, Lehrer: Dr. Brroer, Dr. Heiler. Dr. Kaleko. Ben Ascher, S. I.mnas. Gebühr monatlich 7 RM. Auch in diesen Kurs können noch IVilnt'limcr anfgenomnien werden. Auskünfte!Her eine Intensivkurep erteilt, die BZV’., Kuhurabteilung. W 15, Meineke-tr. 10; Tel. 91 90 31. Quartcttvcreinigung Richard London, Leopold Leiserowitsch, Kurt Burchard und Bernhard HcB, Am 21. Juni, 20,15 Uhr, Kammermusikabend, Süchsi-ehe Str. 72. Für den Hachscharakibbui Havelherg benötigen vir düngend Schränke, Gardinen. TüclmHicr. Bücher, Sidiadpkrtten. Itinggruppen des 1IZO.. Berlin IV 15, MunekeVr. 10; Tel. 91 90 31. App. '19. Geburtstagsfeier für Montefiore. Anläßlich des 80. Oeburtstages Claude Montcfiorcs veranstaltete die Berliner Oemein de einen Fesfgottcsdicnst in der Synagoge Prinzregentensfrnße, zu dem sich eine große Zahl von Menschen eingefunden hatte. Rabbiner l)r. Leo Baeck hielt die Festrede, in der er besonders die Echtheit lind Rechtschaffenheit der Persönlichkeit Montcfiorcs hervorhob. Montefiore sei das Vorbild des religiös-liberalen Juden, dem es nicht tun ein bequemes Judentum gehe, sondern der ernst mache, all die Opfer und Pflichten auf siel! zu nehmen, die die Religion fordert. Religiöse Auswanderer-Betreuung. Die Agudas Jisroel, Ortsverband Berlin, hat eine Stelle für religiöse Auswanderer- Betreuung ab 1. Juni eingerichtet, die die Aufgabe hat, die Auswanderer aller Kreise, unabhängig von jüdisch-politischen Gesichtspunkten, in ideeller und technischer Hinsicht so zu fördern, daß sie ihre toragemäße Lebensführung im Ziellande fortsetzen können. Die ״Religiöse Auswanderer-Betreuung“ wird u. a. die Auswanderer über die jüdisch-religiösen Verhältnisse un Ziellandc (Gemeinde, Schulwesen, Kaschruthverhältnisse usw.) und über die Möglichkeiten der rituellen Versorgung auf der Fahrt informieren. (Anschrift: Berlin N 4, Johannisstr. -HI). W'ie schon auf dem Hochmeister-, dem Olivacr-, Hohenzollcrnplatz und im Mcicrotto-Park wurde im Preußenpark in Wilmersdorf eine Anzahl gelber, mit ״J.“ bezeichnetcr Bänke aufgcstellt, die für Juden bestimmt sind. Fiir die jüdischen Kinder wird ein besonderer Sandspiclkasten errichtet. In der ״Zeitschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums“ wird die Frage der Vereinbarkeit des Offenbarungsglauhens mit dem heutigen Weltbilde von Hans Joachim Schoeps erörtert. In dein Aufsatz ries Zagreber Naturwissenschaftlers Glesinger über die Geschichte der Pharmazie bei den Juden werden 7.1un ersten Male die Verdienst c der Juden um dieses Fach iiachgcwicsen. Allgemeine Beachtung verdient auch der Bericht Bernhard Hellers über die Stellung französischer Denker, wie Pascal und Diderot, zum Judentum an der Hand neuerer Arbeiten, Man abonniert die ,.Monatsschrift“, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von 10 RM.1 an die Gescllischaft (Postscheckkonto: Berlin N'r. 7030) sendet. Pcgischah ries Kibbuz, Nordwest im Makkabi Hazair. Vom 6. bis 8. Mai trafen Chawerim der Oriadim des Kibbuz Nordwest in Ricssen zu einer Peg'schab zusammen. Die Pcgischah wurde durch einen ()!1eg Schabbat cingcicitct, dessen Ausgestaltung Bernd Königs buch übernommen hatte. Dr. Liebeschutz leitete eine Arbeitsgemeinschaft über ״Methodik der Geschichtsbetrachtung“. Heinz Gochsh e i in e r referierte über ״Makkabi l lazair — heute‘׳. Mit den! Gesang der llatikwah endete die Pegiscliah. Das Erholungsheim Lehnitz teilt mit, daß Sonntagsbesuche im Heim nicht gestattet sind. Informationsbesuche nur nach telefonischer Voranmeldung unter Oranienburg 2043. Mittwoch, den 15, Juni, 20,15 Uhr, BZV-Heim, Landsberger Straße 87 BUNTER ABEND Mitwirken^**. Jenny Bernstein - Schaff•!־ (Rezitation) Monika Sonn* Herrnfeld (Chansons) Max Konlnekl (Rezitation) David Ncnnann, Mlacha Smytidiak (Cello u. Geige) Erna Fandhal (am Klavier) Kar!**n zu RM 0,50, 0,90, 1,25 unrl 2,— im Vorverkauf: Feig, Str»u*herger Str. 24; Sslinger.Ncue Königstr.74; Perlstein, Kntser-Wühelm-Str. 23;WeiMmann, Löweatr. 25 Berliner Zionistischer Ortsverbaad / Bezirk Friedrichshain WIZO, Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina Dienstag, 14. Juni, 20,15 Uhr WIZO-Haim, Regensburger Str, 26 Vortrag von Dr. OEORO LUBlNSKIt ״Organisatorische Probleme der JOdlschen Sozialarbeit In Palästina“ (Unter besonderer Berücksichtigung der Wohnungtver• hältniiee) MAKK ABI-SPORTFEST 19. Juni 1938, 10 Uhr, H tu ptk li mp f e 14 Uhr, Sportplatz der Jüdischen Gemeinde, Berlin-Grunewald Um die Makkabi-Meistcrschaft im Handball n. Faßball Bar Kochba Frankfurt «. M. yegen Bar Koehbt-Hakosh Berlin EI11 Kendziorra-Gedächtnlsataffel Jugsndstaffeln unter Teilnshmr de* Bar Kochba - Hakoak Frankfurt, Bar Kochba Hamburg, Leipzig und Bar Kochbe-Hakoah Berlin Leichtathletische Einladung» wett bewerbe für Jugend, Fr,men und Männer Vorführungen der Musterturnschule de* Bar Korhba-Hakoah Frankfurt a. M. Eintritt: Sitzplätze numeriert RM 2, , 1,50, 1,— : Stehplatz RM 0,75;?egen Makkabi au* weis RM 0,50; Jugendliche und Erwerbslose RM 0,30, Berliner Zionistischer Ortsverband Der Vortrag von Dr, Paul Eppstein über Auswanderung und Bestand der Juden in Deutschland wird um eine Woche verleg! Heuer Termin: Dienslu«,21,Iuni,20.15Uhr,BZV-Saal,Kontslr.54 JOd KlaUierStimmer Klavierstimmer PEREZ und Raparateur - T,: 87 50 46 Buf: 7219 20 Asphaltierungen ז^י Pflasterungen Robert Wolters, Berlin W15, Kurfürttendimm 4849־, Ruf 9247 56 Auto-Garagen Tankst. Die älteste firollsarai• am Fehrbelllner »lata MannhiimeP Straße 34 / Ruf 86 68 01 Inh. J. Kopelmann Autogensten Tankstell• i Abtchmierdienit / Wsrkctitt Ml •Garagenpalast sip. 127. lei. ai •tat Emzeiboien, Simmelräume Stillgelrgte Wagen 10.- an AutzCge Fahrstuhlbau Ernst Bischer W 50, Kulmbacher Str. 6 Ruf 24 78 Bl/St ^eparnt.!*der Art, Pflege, P«hr»tuhl..il. kettest• jüdische Firm• dlscsr Iran. 11* ■ieftr. e. Milgl. der Jüdiachen Gemeinde Bauwesen Vollständig• Haus•! Instandaetiungen mit I eigenen RU.tungan I |E. 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