Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 47 (14.6.1938)
- Date
- 1938-06-14
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2651273-2653549-2653585--32287-2684000- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 6 JODISCHi pgNOICHAO Zwei Todesurteile Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. Tel A w i w, 6. Juni Am Vorabend des Schawuothfcstcs verbreitete sich wie ein Lauffeuer die Nachricht, dali das Urteil im Prozeß gegen die Angeklagten aus R o s c 1< י I* i na gesprochen lind zwei der Angeklagten zum Tode verurteilt seien. Per Prozeß vor dem Kriegsgericht in Haifa, der Wochen in Anspruch genommen hatte, hielt das jüdische Publikum stark In Atem, ׳er Qerichtssaai, der genau bewacht wurde, war bis nun letzten Platz gefüllt, und der ״Pall Rosch-Pina'‘ hat wie wenige andere auf die Stimmung in Palästina gedrückt. Der Tatbestand ist einfach: Bei Rosch-Pina wurde vor einigen Wochen auf einen arabischen Autobus Beschossen, ohne daß glücklicherweise jemand verletzt wurde. Die Polizei, die rasch zur Stelle war, verhaftete in einer naheliegenden Scheune drei junge Juden, .Mitglieder eines revisionistischen Kibbuz aus Rosi'ii-Pina, und beschlagnahmte zugleich dort Waffen. Bei der Verhandlung vor dem Kriegsgericht in Haifa wurde von psychiatrischen Experten bewiesen, daß einer der Angeklagten nicht zurechnungsfähig sei, und dieser wurde auch von den Richtern nicht verurteilt, sondern soll einem Irrenhaus übergehen werden, Die beiden anderen wurden 1ür schuldig befunden und zum Tente verurteilt. Das Urteil untersteht wie alle Befunde der Kriegsgerichte der Bestätigung durch den ()herkouuitandicrenden, der die Strafe auch iierabset/en hzw. die Angeklagten begnadigen kann. Die ausführlichen Verhandlungen vor dem Gericht, insbesondere die Ausführungen der Verteidigung, waren von großem Interesse, ebenso die erste Reaktion der hebräischen Presse auf das Urteil, Der Verteidiger wies mit allem Nachdruck darauf hin, daß die Angeklagten, junge Burschen von noch nicht 20 Jahren, sielt /!! einem unbesonnenen A k t haben hinreißen lassen, daß sie es unter der größten Provokation, nach zwei Jahn■ lang wahrendem Terror getan hatten um! daß man sie nicht;. liehen Sinne des Worte*;1״»el so führte der Verteidiger weiter der Tode.s-.tr:!te /:!/a!h!h;׳ Die Palästina h r :1 ti r h f k e 1 n e •\ sie hatte Jahre hirtdurel! di״ ״:!!! plirt gezeigt. Man ini Todesurteil keine II stempeln,!!1!!1 ׳ Jugend atiMihrn, die 1 den Vei haitm.-se;11:1■ Besinnung. Vernunft sich gegen die An:.;; bewahren. Die ersten kurzen Kommentare der Presst• nach dem Urteil lauten .ilmhdi. An mehreren Stellen kehren Ausdrücke wie ״ttttsinnige mul ״i-f.ilirüehr Akte" wieder. Man erhofft noch in letzter Stunde eine Abwendung der Todes* strafe durch den fIr-eh-tkomnutndirmideit, die Praxis der letzten Monate hat tm-firiarli Strafrcduktiouen durch die letzte Instanz gebracht, E» i-d bedeutsaut, dali die hebräische Presse durchgehend sieh von der Tat distanziert, daß sie an ihrer alten Linie der ״I lau taga". der Disziplin und Selhstbeherrschung gegenüber allen Provokationen, feathäit. .Man ist sich im Lande völlig dcs>en bewußt, daß derartige Angriffe nur fecignct sind, die Situation noch zu verschlechtern, den liden ihr moralisches mul politisches Rückgrat ״nt brechen und eine geordnete und würdevolle Verteidigung in eine sinnlose und iinorganisierje Aktion zu verwandeln. Gerade aus diesen Gesichtspunkten heraus und in der tiefen Ueber- Zeugung, daß der bisher von der überwiegenden Mehrheit der Juden gebilligte NX'eg der richtige ist, erhofft der Jischttw ans tiefstem Herzen eine L Während die Tat dieser Jug wird, regt sich Mitleid mit das Los anderer, die von d da ge letzt aus •nu 11 macht v, in de eine )Imrdic* du 1 - .ei lUustr und ־seih, \׳ e r Me י TVrrot iiten nn herktimm- 11 könne. Ls wäre falsch, aus, diese zwei Burschen indische (1c!11vin>cl1aft in h s (- h r e c K 11 11 g -mittel, te Heilen■ ■-ehiuug und Dis/iden Ang״kl:tgien durch ein ■n, sie!nein zu Märtyrern ׳ fal'che Wirkung auf die ich dm im Lande herrschenenent i-t und ihre ganze theli.ciTsdumg brauche, um 1 iifigen und kaltes Blut zu r I e 1 c h t e r 11 n g der Straf e. ■ndlichen aufs schärfste abgelehnt ihrem Schicksal und Sorge um e-em Beispiel auf falsche Wege gelockt werden können. Mit gt der Jisehuw 1i1 :t . Spnmlt dedem das endgültige Schicksal der »bhängt. .nt!. Anteilnahme erwartet ( dun kommandierenden, von Angeklagten von Rosch-Pina Gnadengesuche;"110 Mal in!! Rev. Hol. Zionistischen <' Kolonialmmt-t.-r 1) זז גtmm,d f 1 a der heulen zum I!» Her Verband .1 Gemeinde!! 111 I it 1 lpt1! na nt 11;1 i n ׳• ־ g 1 beiden zum lode polnische W'./o I!, in i t der Bitte um tandt. >j > ן. * Vorsitzender 1 -o!1 I nu'and M a e I) o n a I d inen Appell zur Atigekhu: -! hen Rahhiner dten ein Tel eg Bütt• um B e!teil 111 der Exekutive der I, richtete an den zur Weiterle itimg ß e g n a d I g!1 n g teil aus Rusch-Pina. lind alle judisehen ramm an (iencralg 11 a 1i i g 11 n g der für :gra du■ en;üi- Mosel! Ihn,ו, Die um au Königin Mary beiden Verurteilten ge- Von der Woche In der antenk in!!-judi-clu :! Siedlung ff j 11 H a s c 11 0 ־ קh e 111 uiirde ,!er 11; nmK.teiii zu dem erden Gebäude. das ein Haus für Kinder werdet! *oll, gelegt. Der Zeremonie wohnten zahlreiche Vertreter jndi-dier Institutionen und Siedlangen hei. Die Nation,dkoniV: miz di - M :1 k k a b i wurde i ת C 11 e - dera endf'nrt. 711 Beginn der Versammlung wurden eingetroffene (irulle der Jewish Agency, des jüdischen Farmcrver- Bandes, der I lanoel-Sportsleute und andere verlesen. Aviezer Yellin gab im Verlauf seiner Ansprache einen llrberbliek über die Entwicklung des Makkahi in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren, Arbeitslose Mitglieder der Allgemeinen Zionisten, Gruppe B, drangen in die Geschäftsräume der Jewish Agency in Jerusalem ein und begannen einen Sitzstreik im Korridor. Sie wurden später von der Polizei entfernt. Dr. Ahmed Malier, der f‘tifirer der Parlamentarischen Opposition in Aegypten, hat moslemische Vertreter aus einer Anzahl von Ländern zu einer Konferenz nach Kairo über che Palästina-Frage cingeladen. Iggud Datl ״Einet We'emuna“, Jerusalem, hat außer dem von ihm veranstalteten (io tesdienst am Wochenfest auch am Vorabend des W'oehenfestej (4. Juni) eine Lernzeit veranstaltet, bei der Prof, Martin Buber, Dr, Ernst Simon und Dr. Kurl Wilhelm initwirkten. Die Lebrktirge in der Wohnung von Rabbiner Dr, Wilhelm, Aifasi Road 9 umfassen folgende l'uemei!; Montag nachm. 4.dl): Zeitung»- Kursus; Dienstag abends 8.15; Misclina-Kursiis; Donnerstag abends 8.15: Bibel-Kursus; Schabhath nachm. 5.'30: Lese« stunde für Jugendliclie. BarmUwa-Termtn«. Am 1». Juni 119. Sr,! au!: Km-t Aluaham!״ich- P־ r, . H i n. Snhn 0.11 K11U l.n ht«m-lrm (Iniber H Kirjalh Bi.1!:k. Kim־rr1!:-S’r. — Am 35, Jurti tl‘5, b» i w a n i; Helmut Nul* b?11111. '•11.!׳ v. r: I .׳. X;:;,..ן■)']' .,:!;־ן Av, iw. MXgi,on-ktr. 21. Nr. 47, 14. VI. I73r Wege der Jugend Kfar Noar Dati Eines schönen Morgens, aber es war wirklich ein herr? lieh schöner Morgen, fuhr ich mit dem jungen Architekten Ben Uri von Haifa in das nahe ffmek, um das von ihm erbaute, eben seiner Vollendung entgegengehgnde religiöse Jugenddorf Kfar Noar Dati zu besuchen und zu besieht!- gen. Schon auf der Fahrt aus der Stadt lag auf unseren Knien die Architekteiipiappo, aus deren Zeichnungen tmd Plänen siel! die Umrisse eines vielgliedrigen Bsuhlocks lang» »am klärten, Die Landschaft, in die sie hineingegliedert waren, flog heran und öffnete »ich vor uns. Das in die Haifa»Bav sich zärtlich und mächtig zugleich rundende Meer entsank dem Blick —. wie ein Meer von Licht und Blumen und Bäumen lag hinter den Pfeilern seiner Bergstöcke das F.mek Jcsrecl. Einige Tage vorher schon hatte ich cs von Jagur bis Beth Alpha ausgefahren — unvergeßliche erste Fahrt durch Fleiß und Frucht eines Tals, dessen Blühen und Wachgen slchthariieh die Eroberung und die Tat jüdischer Pioniere gesegnet hat. Diese zweite Fahrt war wie eine Wiederkehr. Jede Haltestelle des Bus bedeutet auch eine ‘Siedlung-steile. Wir steigen heim Kfar Chassidim aus, Reeh'terhand steigen die Bauten, Gärten und Felder des Meschek Jagur über eine Talsenke hinweg und stehen wie Zeugen eines opfervollen, aber gewonnenen Entwicklungsprozesse» am Weg. Wir schlagen uns nach links. Der Weg führt an den niederen Häusern des Kfar Chassidim vorbei, denen man noch ihre Wandlung vom Zelt zur festen Behausung anzusehen glaubt, Das Dorf hat schon etwas Ehrwürdiges, die Ehre und die Würde eines frommen, aber zähen Kampfes um den Boden. Hier wird eine Kuh sichtbar, dort ein Fs01 oder Maul• cs ei. Im Morgenlicht selten die Tiere aus wie die Abkömm• finge biblischer Kreaturen. Sonst scheint das Dorf verlassen zu sein. Aber der Blick über die Felder zeigt viele gebeugte Rücken arbeitender Menschen, oder in der Nähe die barten Gesichter der jüdischen Bauern, geformt in einem Leben voll Sorge und Zuversicht. Der Gang durch diese kleine Welt der Arbeit ist wie ein Lehrgang. Der Weg steigt hügelan. W'iesenland, jetzt im Ueberfiu» weißer und blauer Blumen prangend, säumt ihn ein. Je weiter wir kommen, desto üppiger wird das Oriine1!de und Blühende. Wir lassen eine Herde scliwar/.zottiger Schafe hinter uns, unter denen ein junger Jude als Hirte hmimgeht, auch er unter den Umständen dieses gesegneten Morgens eine hiblischc Figur. Und dann stehen wir plötzlich in einem Hügelland, in einer Bergs/enerie en miniature, und es ist einem, als ob der Frühling, der Segen des Landes aus allen Richtungen sich hier sammle. Jenseits der Hügelkette liegt eine Mulde, und jenseits von ihr stehen vielfältig geschnittene Bergstöcke, Vor ihnen hört der jüdische Besitz, auf. Gleichsam als Zeichen dafür sieht inan atu Hang einen Araber nebst Frau und Kindern eine aus Schafen und Ziegen gemischte Herde betreuen. Einer von den winzigen Eseln des Landes, die in ihrer zarten Kleinheit bis ins Alter den Eh arme und die Komik von Jungtieren sich bewahren, steht, hoch bepackt, drüben am Hang — reglos wie eingewurzelt in den Boden und wie versunken in «in philosophisches Nachdenken. Hier also, wo der Emek-Boden sich hügelig aufwirft, wo er auf kleinstem Raum alle seine landschaftlichen Möglichkeiten zu entfalten scheint, wo sich aus den nördliche« Bergen das Schweigen und aus den fruchtbaren Siedlungen ringsum die eindringliche Sprache des altncuen Landes sainmalt, — hier hat der Architekt Ben Uri, selbst aus der reli• glaset! jüdischen Jugendbewegung in Deutschland und Lettland hervorgegangen, dem religiösen Jugenddorf Noaf Dati sein Heim gebaut. Da steht, auf einer Kuppe, eine alte Steineiche — ihre den rissigen Stamm fast bis zur Erde umgehende Krone krönt wirklich die blumige Höhe. Ringsum stellen schon, wie englische Landhäuser lang hingestreckt, die ersten Bauten: Wohnhäuser, Werkstätten, Schiilräumc. Aber die Steineiche wird bleiben, wird nicht weichen müssen — aus dem Rcciit ihrer Eingcwurzeitluiit, ihrer Fingesessenheit in die Landschaft. Dies will heißen: was liier gebaut worden ist oder noch gebaut werden wird, ist nicht der Landschaft, sozusagen aufs Ge׳ sicht gesetzt, um ihre Physiognomie mit baumeisterlicher Selbst* Herrlichkeit zu verändern, sondern es ist nach den Gesetzen und in! Sinn der Landschaft gebaut, als oh sie seihst der Baumeister wäre, Die Häuser — in ihrer Mitte ein Turm ״־ sind vom Architekten, wie Bäume von einem Gärtner und Pflanzer, in diese Hüge|״ruppe eingepflanzt worden — unter fast pädagogisch pfleglicher Schonung des Naturgewachsenen, so daß sie nun selbst wirken wie aus diesem Boden heraus» gewachsen. Den jungen Menschen, die hier wohnen werden, ist die Natur nicht verbaut, sondern sie ist, wie man saget» möchte, ins Bauliche, Architektonische gesteigert worden. Es lat schwer, den Rhythmus der ganzen Anlage, die erst in Jahren sich aucrunden wird, in Warten wiederzugeben. Man muß sich damit begnügen zu sagen, daß in der Anlage, wie sie teils fertig dasteht, teils aus den Plänen zu erkennen ist, sich ein Naturgefühl ausspricht, zugleich ein tapfer«» Eingehen in die Natur und eine sich leibst beschränkende Scheu vor der Schönheit ihrer Gegebenheiten. Das Baumeister• liehe dient hier dein Natürlichen, tmd aus diesem Dienst erwächst ein fast dichterisches Milieu, in dem Jugend er• zogen und damit zugleich in den Zauber des Landes hinein* gezogen werden »oll. Raid wird die Jugendalija aus Deutschland ihre erste Gruppe hicrherscbicken. Heute, wo wir durch die halbfertigen Räume gehen, arbeiten noch junge Menschen, ebenfalls aus der Jugendalija, an dom Heim für sich und ihre nachfolgenden Kameraden. Sie singen, während sie arbeiten. Die l!e|le Fröhlichkeit der Umwelt ist ihrer Jugend gemäß, es ist eine vollkommene Uchcreinsilmiuimg zwischen ihrem Handwerk und dem Geist und der Bestimmung des Ortes, denen sie sielt verschrieben haben. Die ganze Institution steht unter der fürsorglichen und sachkundigen Leitung von Alexander Adler und Frau, die den Zionisten und Misrachisten Deutschlands wohlbekannt sind. Da gerade eine Kornmission von Leuten aus Haifa, Jerusalem und Rerlin da Ist, die mit dem Architekten und dem Ver- Walter zu beraten haben, habe ich Zeit und Muße genug und setze mich au den Hiigelrand gegen Norden, wo, wie ich aus den Plätten weiß, ein Amphitheater ins Geröll und Gebüsch hincingebaut werden soll. Es wird da nicht viel zu bauet! sein, denn die Landschaft hat alles vorgezelchnct. Jetzt schau ״spielt“ die Sonne als hohe Protagonistin in diesem künftigen Theater, Fs ist hoher Mittag, sie ist in ihrer vollen Kraft• Eidechsen, Käfer, Bienen sind schon ein Chor. Die Kulissen stehe״; drüben der schweigende Berg, von dem herab das Tal sich geruhig senkt und wieder, ansteigt zur geringeren Höhe des Jugenddorfcs. Das Schweigen ist da, aber hinter mir auch der Gesang der arbeitenden Junghandwerker. Dies ist ein Theater, dies heißt ein Theater. Es sammelt sich vor meinen Träumen und bewegt die Gestalten der Zukunft; Jüdische Jugend, die _ sich hier in ein neues Dasein hineinspielen, hlnejnleben wird im Lande der Väter. ... Hermann Sinshefmer Weitere jüdische Aussagen vor der Kommission Jerusalem, 10. Juni. (Palcor.) Die Teilungakomtnission nahm heute morgen nach einem zehntägigen Besuch in Transjordanien ihre Arbeit in Jerusalem wieder auf. In einer geschlossenen Sitzung sagten D. Ben Gurion, M, Schertok, Dr. Bernhard Joseph und Zalman Lifschitz (von der Palestine Land Development Company) aus. Die Sitzung dau- «rte ungefähr drei Stunden am Morgen und wurde am Nachmittag weitergefuhrt. Amnestierte •Juden Aaron Nehama mul Hain! Tzafam aus Jerusalem, die am 3t. Ju]i 103b wegen Waffenbesitzen» zu sieben und sechs Jahren Gefängnis verurteilt wurden, sind kraft der anläßlich des Geburtstags des englischen Königs gewährten A in n est.ic freigelassen worden. Sclilomo Jacobson, der »ich seit November 1034. als er wegen Totschlags eines Arabers, der jtidisc!1 cs Land unbefugt erweise betreten hatte, zu 7! ״ Jahren Gefängnis verurteilt wurde, in Haft befindet, wurde ebenfalls frägclassen. Schwerer Unfall in Chanita Der 18 jährige Jair Ficht er aus der Kolonie Giwath Ada, der für einige Zeit in der Siedlung Chanita arbeitete, wurde durch eine vorzeitige Dynamitexplosion getötet. Zwei andere jüdische Arbeiter wurden bei den Sprengarbeiten verwundet, davon einer, der 22jährige Arieb Lutzky aus Ncß Ziona, lebcnsgefähilich. Die Verwundeten wurden nach Haifa ins Krankentlaus geschafft, wo Lutzky seinen Verletzungen erlag. _ Major Tulloch. Am letzten Donnerstag starb im Alter von 72 Jahren in Jericho Major Thomas G. T ulloch, einer der Gründer der ״P a I e s t i!1 c Pot a sh“ Comp. Der Name T1!Hoch hat bei der Vorgeschichte der Erteilung der Kon- Zession zur Ausbeutung der Mincralschätze des Toten Meeres eine große Rolle gespielt. U111 diese Konzession bewarb sich der jüdische Ingenieur N 0 v o in e j » k y, der seit 30 Jahren sich wissenschaftlich mit dem Problem des Toten Meeres befaßt hatte, ferner der englische (christliche) Major Tulloch und noch eine Reihe weiterer Bewerber. Diese Rivalität führte zu einer immerwährenden Verzögerung der Angelegenheit, bis sich schließlich die beiden Bewerber Novoinejsky und Tulloch zusnmmcntateu und die von ihnen gemeinsam gegründete Palestine Potash Comp, dann die Konzession erhielt, Major Tulloch genoß in den Kreisen seiner Mitarbeiter große Sympathien. Die Jugend-Allja-Gruppe Kwuzath Nehemla bat am 30. Juni ihre zweijährige 1 laclischara in Erez Israel he» endet. Die Pläne der Gruppe sind wie folgt: 16 schließen sieh einer neu zu gründenden Kwuza des Hapoei Hamisrachi an; drei wollen privat als Gärtner arbeiten; einer geht als landwirtschaftlicher Arbeiter; einer will zur Luftschiffahrt gehen; ein« will Krankenschwester werden; eine will Näherin werden; zwei gehen als Oseroth. Diese Jugendlichen sind vor zwei Jahren durch dj« Jüdisch« Jugendhilfe zur Alija gebracht worden. Drei Juden getötet Israel Liberin «nn, ein 21 jähriger Jude, der 1'm Jahre 1936 aus Palen nach Palästina kam, wurde in der Nähe von Rosch-Pina von Terroristen erschossen. Die Terroristen hatten einige Felder in Brand gesteckt, Ala die jüdischen Landwirte sich bemühten, das Feuer zu löschen, stellten jüdische Hilfspolizisten die Terroristen, und cs kam zu einem heftigen Schußwechsel. Fs gelang jedoch deit jüdischen Polizisten nach einiger Zeit, die Terroristen zu vertreiben, und sie kehrten gemeinsam mit den Siedlern nach Rosch-Pina zurück, wo sie entdeckten, daß Libermann fehlte. Seine Leiche wurde später gefunden. Libermann war ein Mitglied der Revisionisten-Gruppc in Rosch-Pina. Auel! ein bewaffneter Araber wurde in der Nähe der Stelle, au der die Schießerei stattfand, tot aufgefimden. Infolge der anhaltenden Unruhen in diesem Bezirk und des Mordes an Libermann haben die Behörden den in der Nachbarschaft gelegenen Dörfern eine Geldbuße auferlegt. Polizeihunde, die auf die Spur der Terroristen gesetzt wurden, führten zu einem in der Nähe gelegenen Araberdorf, in dem sechs Araber verhaftet wurden. Jeluida Risnovsky, ein 40jähriger Farmer aus Pardess Hanna, wurde auf der Landstraße bei Chcdera mit schwe» reu Verletzungen aufgefimden, die ihm von einem Araber zugefügt wurden, Er wurde nach Chedera geschafft, wo er am Abend seinen Wunden erlag. Joseph Saphir, ein 22jähriger in Palästina geborener Wächter des Pica-Waldes bei Tiberias, wurde in einem Kampf mit Terroristen erschossen. Hanoi! Levinthal, ein 2-ljiilirigcr Ghaffir aus dem Kibbuz Maos!in Beisangchiet, wurde von einem Araber durch Schüsse schwer verwundet. Das arabische Dorf Taijiba bei Tulkcrem wurde nachts von ungefähr 80 Terroristen überfallen, die zwei Araber durch Schüsse schwer verwundeten, Eine arabische Terroristengruppe von 200 Mann überfiel das arabische Dorf Tamun bei Nablus und verwundete den Muktar schwer. Drei Terroristen wurden in einem Kampf zwischen Truppen und Polizei in der Nähe von Sichron Jaakow getötet. In den Bergen bei Tulkerem fand ein heftiger Kampf zwischen Truppen und Terroristen statt, der bis zum Einbruch der Nacht andauerte. Die Truppen wurden in dem Gefecht von Flugzeugen unterstützt; den Terroristen wurden zahlreiche Verluste zugefügt. Ein britischer Soldat wurde bei einem Schußwechsel mit Terroristen auf der Landstraße nördlich von Tulkerem leicht verwundet, Siedler der Kibbuzim Tel-Amal und Bamesila im Beiiangebiet wurden nachts von Arabern beschossen, als die Siedler sich bemühten, brennende Kornfelder, die von Terroristen angezündet waren, zu löschen. Die Siedler erwiderten das Feuer und vertrieben die Terroristen, denen mehrere Verluste zugefügt wurden. Ein Teil des neuen Drahtzatine» in! Norden, und zwar an einer Stelle nördlich von Jessod Hamaala, wurde von Terroristen z «ז »t ö r t, die eine große Quantität D r a h t u n d Ei»enpfosten mit «ich nach dem Libanon ״ahmen. _ . (Schluß des Palästina-Teils)