Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 47 (14.6.1938)
- Date
- 1938-06-14
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seife 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 47, 14. VI. 1938 ggggps* «Hidisdier VERGANGENHEIT XXV. David Riubeni und Salomon Molcho Judenvertreibungen im Mittelalter. Die Vcrfolgungen im Zeitalter der Kreuzzüge bewirkten eine tiefgehende Aenderutig in. der sozial-wirtschaftlichen Lage der curopä- Uchen Judcnheit: die Juden — bis dahin als fast alleinige Träger des Geld- und Warengroßhandels Mittler zwischen dem Gr 1;ndbesitzadel und dem Bauerntum — galten seit dem Erstarken des christlichen Mittelstandes als schädlich und überflüssig. Ende des 13. Jahrhunderts setzten Massen- Vertreibungen und Wanderungen der Juden m verstärktem Maße ein. 1276 wurden sic aus Oberbayern. 1290 aus England, 1394 aus Frankreich vertrieben. Unzählige Vertreibungen aus verschiedenen Orten Mitteleuropas füllen das Spätmittelalter aus. 1492 mußten die Juden Spaniens — über 300 000 an Zahl — ihre alte Heimat verlassen. Viele von den Auswanderern, die im benachbarten Portugal Zuflucht suchten, wurden einige Jahre spater zusammen mit den anderen Juden dieses Landes verjagt. Marranentum und messlanisclte Gärung. Die Katastrophe der Vertreibung aus Spanien — eine Folge der in der inutusition verkörperten mittelalterlichen Rehgionspolitik bedeutete 1 men tiefen Einschnitt in die jüdische 11! -d!5,!׳יי: sh׳• ׳ \ ׳-'Clioh che Mittelpunkte des judisehen I ein ns 11.1 h dem Osten und Siidosten (Türkei, Nordafrika, Italien), lua-Uite die 1 ur״p,u-1׳hc Jmlenhcit m unmittelbar!׳ H! n:bn!:’g mit der ״nentali'-ih-judisclH'ii Welt und trieb die im V. Tkv >e1t langt m vorhandene mesManische Sehn-iicht aut den! uihtpuiikt. 7:1 dm heimatlos gewordenen Sei n 1 g! 1 Um am.!1 siele /wangsgciau'tc Juden, die ini n,i/c:1 11:1er \ .!!11 liehen Religion treu geblieben waren, I >icm v׳ u der 1ו;ן11ו -ition In muhIc 1> hart verfolgten Scliciiielinsteii. im Voikm;!!:;!־!!. Mananeii ('{).:!lisch; Schweine; hebraisc'11: A!n;"i!1! (i: /w inigt nt) gc namtt. waren von Reue und Vt.!•:,ingeii 11,011 Sahne, \ cm IcidesisiTianlkTier I icbe zum jiHieti'um e!'T1.it, 1111■! sc trugen die Glut eines k,impferischen til.uibeiiei .die Teile der unhscheu 1 )1a-pora.!;.in begeistei ter Wnkiind■ ׳ der nahen lakoimg war seihet das ״Haupt (im Verbann;, 1:״ Sp.iiueiw, der jtulisehe Staatsmann, Bibelerkl 1 rer!.:ul Religion• Philosoph I•<>11 Isaak A 11 1־ a - V a 11 c I (IT >7 -I 'י.ו!י), dt r a 111 hnrnl apokai' pt:>> her Andeutungeil de- Hie in׳-- I ),und für du: Zeit um 1531 den Fall Roms \ < c,!;: — ,igt«,׳. U m.ge Jahre nach seinem Tode traten;11 l’onrgji t::ui Italien zwei U lies;Mauer auf, die der passiven und unbi.-l; 11t itit-gv m lu d 1-e 111:11 niessian!schon Hoffnung den < iloi ״ms Ju in des Martvi 111111s und zugleich den Charakter tun 1 > 1 י n 1,1.!;!.-. i!-d: amansche:! K'anipt’es um die Erlösung (K. s I leihgcu Laad: s eeriielieu. Dadurch wurden sie die ersten Vorbei! ״ 11.׳.,»wohl der na v h einem jahriiumiert ausbreehcinlen 1::׳,>to. h-;dauS!1ge!! .MaSseiibew egung des Sabbatiailismus, ab au eh tim neu/eit.ichen, im Zionismus gipfelnden nationalen IT neu!׳ run gs'ue w egung. Die Männer, Her Gegensatz dieser beiden Männer, deren!!!;temander verflochtene Schicksale ein tragisches Kapitel relitnos-mrswaniseher Kampfe t int eitet t-n, war scharf ausgeprägt. Der eine — der aus Arabien stammende David Reubeni — verkörperte den Typ eines abcntcucr- und wanderlustigen kühnen und diplomatisch-vorsichtigen, phantasiereichen und zugleich kühl berechnenden orientalischen Juden. Er war zw erghait klein, von zartem Körperbau, dunkelbrauner 1 lautfarhe und auffallender Magerkeit, und zeichnete sieh durch sein exzentrisches und zugleich abweisendes Wesen aus. Ihr stellte (״ine für den arabisch-isbmischeu Kthturkivis eba'wktei i.-tischc merk«urdige Verbindung eines asiatischen I amitikcis, Kriegers und politischen Kampfers dar. Der :liniert'■ . S :1 I o m o n M olrhn — war ein leicht erregbarer, von inh! im-tiger R: ligiosität, jugendlichem Eifer mul ck-.!;׳!: ■scher > mfc: fr:1 ׳:<I• 1;kf׳:t dur: hdrungener weit-!ich gebildeter portu!:;׳-:-.■he:• Mar;am׳. Dieser, im katholischcn Glauben aulgi vzaeh.st nt׳, hochbegabte und schöne Jüngling (;::'׳, um 1 ׳';ni 1t, der Ursprung];. ]1 den Namen Diego Rio. - trug u:ul du׳ Stellung t ,new Schriftführers am königlichen (iers ht-iiof 1:1 I 1-salton 11! n!׳hatte, wurde vom nlotzk.kvn i 1■ m 1 :׳i. ״- R! 1:bcni in Portugal und von den iioftmaigui, dm!!,״u׳ unter den Marrauen erwccktc, ergriff.;! uml umu. u :mdeit. Leben und Wirksamkeit. Im Jahre r>22 verlitß Rcubt־;:״•an I l.im.id.md < hubtr in Nh »rdarabieit, wunderte längere Zf t in N'ubnm. Aegvpteii und Palästina umher und traf s, hÜeliiuTi im Jahr.1521 ־ in Ycm dig cm. Hier gab er sieh :iS Sprdlf'״:g!!! u :׳-.:■P >;!!11!•׳ n jüdischen Stammes Ruhen (daher s< hi Name Reiibf :יi> und ab Bruder und Gesandt::־ d׳u K״;:!״' mn י snnvt liiien jüdischen Staates in Nord 1r 1h;1'11 ־ins.!■'! p|.,!1t!\ mit ITiiterstiitzimg der Christliehen Web, eiium Krieg der Juden gegen dm I urkei zu organieren, um das 111 ilige Land vuri der I lerrschaft der Mohammedaner ׳/:; b. freien. Ls gelang ihm auch, das Vertrauen des Papstes < .11 mens VII. und des Königs Joao III. von Pnrtugai zu er: in gen. Unter dem LTndruek seines Auftretens ents,71101; sich der exaltierte Molcho, offen zum Judentum zunuk/ukeh; cn mul vollzog an sich eigenhändig die Besehncai'.ing, 1111: zusammen mit Reubeni für _ die Erlösung seines Volkes zu wirken. Aon der Inquisition bedroht, ging der junge Rro-elvt auf den Rat des Reubeni nach der Türkei und nach Palästina, wo er sielt mit kahbaiistischcn Studien beschäftigte. In der Besetzung Roms durch die Truppen Karls V. erblickteer ein Vorzeichen der baldigen Ankunft des Messias; er eilte nach Rom (1529). Durch seine visionäre Propaganda und sein ekstatisches Gebaren erweckte er die Gegnerschaft einflußreicher Juden und wurde infolge der Denunziation eines angesehenen jüdischen Arzte-, vom Inquisitkmstribuiia! zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Molcho Holl über Bologna nach Deutschland (Dil). Im nächsten Jahre unternahm er zusatnmen mit krubcui einen letzten tollkühnen Versuch, die messianisehe Hoffnung Israels der Verwirklichung näher zu bringen: beide begaben sich gemeinsam nach Regensbürg — wo,damals der Reichstag versammelt war —, um Kaiser Kar! V. für den IMan eines Kriegszuges gegen die Türken zu gewinnen. Sie wurden vorn Kaiser in Audienz, empfangen, dann aber beide festgenommen, nach Italien gebracht mul der Inquisition übergeben. Das Glaubcnsgcricht verurteilte Molcho als Abgefallenen und Ketzer erneut zum Feuertode. Bar Begnadigung unter der Bedingung der Rückkehr zum Christentum lehnte Molcho ab, und so starb er 1532 auf de;״ Schüfe!häufen. Reubeni wurde in Spanien in einen Kerker der Inquisition geworfen, wo er nach einmen Jahren durch Vergiftung gestorben sein soll. Literatur, j. Hamburger, Realenzyklopädie für Bibel und Talmud, s. v. Mcnius«; Rieger-Vogelstein, Oeschichte der Juden in Rom, II; M. Kayserling, Geschichte der Juden in Portugal (1867). — Das Leben von Reubeni und ’Molcho wurde von Max Brod in seinem historischen Roman ״Reubeni, Fürst der Juden" (1925) und von dem hebräischen Dichter A. Kabak (in sein cm Roman ״Schelomo .Molcho") dichterisch verarbeitet. Dr. J. H. Briefe an die Redaktion Da* Judenviertel in Venedig Padua, den 7. Juni 1938 An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ Berlin. Zu dem Artikel ,.Im Judenviertel von Venedig“ in Nr. 34 möchte leb nach lanjrjüht;״cm Aufenthalt in dieser Stadt ״un einige Ergärmingen bringen: Per Teil der Stadt, der haue ncw-ii r.heito genannt wird -— man unterscheide? ,.ghettn vc<v.h:o״‘ und ,.ghetf o nuovo“ {!ef/?un ■׳׳; der erwähnte große P!a?7.l —. « ar einmal < ׳hc?to. und zwar von 1516 bis tu drn Jahren 1797.98. in denen sich den Juden die Tore öfhM'icn. Heute leben in dic־*־m Stadtteil unter 500 k;ttholivrhen Familien nur noch 45 {üd'.’K hc. Ire!! ich liegen doi י die drei arten Tc״m]1K־l. Den seiaidi- U ,;.upOe.inGcl, den gn*ßtou ubu«!; n 11 |'t n־ uh! g׳׳whrn, 3n nd um nur dm; -e!.r kDinen :!l?c-rn, h׳. \־nl.n ״-.■!,cn un.tl dm .!-uhkenad- Nchen. di—cn Rbtjs uns judoD! cbrr!f;d?t fremd D*. Darm!׳־ dort die jbdi-whe Kfrmcnurs.D־:bc. die. wenn man der! Klnd1׳־g u־t< :1!1);* ei;)bezieh?, etwa 70 Kinder umfaßt; dir Zahl der ■ ■ ־׳• ז iud?•ehrn Bevölkerung 2<׳w>. \VD mir aut meine;iLisdnbk-!DD5־1 ־ ,!ge der Rabbiner vet* -:r!a־!lr, •icien;Ulf dl־L l’hotogriphie. di<־ man in der ..!üd. ׳ )sau“ von der Kindergruppe 'dien kann, wie au( den mri'tf-r!. für v1״! dm!׳'renulen in! Kiiefte» g-cmarh? wiirrpn, der g 1׳u'׳:t״ d't d de! Kinder Iw-'üiuut n : u h; ju<11!׳!- ׳. I4.t8 \Vm! Harini/w.i!יי!!;ur im \4ukt‘ unbekrinrrt. Man nennt das Fest ,.emrare!11 Minian“ (eintretcu in dm Miiikin) 11 mi sn ist es recht umvahr^elieia'a li, d.!ß tier Junge, der den Führer der Bc'iuhcrm darstelltc, verstanden ha!>e, was sie meirce. Mi? Insfinktdchcrheii ha: er ifdensaks ,,ja״ gesagt. Das Zentrum des jüdisehen k'idurc'Ien und ge-elUcnatiiKhcn FelH'tis זיין* j׳׳*do׳'h inmitten »1er S?a<]! grd'gen, sehr Italic der ..!,:az/a S, Mart׳)". In einem hübschen S;m! mit netten Nebenraumen vcr-annnelt?ie!i »ler i4.i1!cnverein. t in»len Voi?rage 5tao und erhaben die Kinrfer, die nicht di■• 1üd1sc!:e Klemcmar* schule* l>csuchen, ihren hel>t;i־!!׳Du': 1 ' nTor!;Di!. D.u Mühm hettc jrdach, was i< ־h in diesem S;1a! c uu; fD'-t i׳D >1’. i;;? dur;!!ID:.!: .■ca nm So mit ״ה dor Hcfui( : : \or»r '!0 At.U ff! ־־ |t lldr '״Kinderseder״־. Im grol'ti c־n S; tal Dt die kn T*.1Ü־I hall H'il '־ uduuki. vor tu t! r! M P0!z ein Tei! er mit OH.'t 1m<! Pri.ku'h״( k'HiiC] < und mit d er (. :liai.iktei ist חס^סי; , Su!D SDU L'€ ,aus Eigelb. Zm-Ia; ■r und M.mX 1n. ־11. ■׳,!1. ,.Giern m“ in u'rvcni Ki serviert. -cfir hübsch aiiNMol; n hi der Muiu die uimbe Stdr-r-i;׳hü. D:c Ki״T er im AT»rr rr»n 3 — 15 I.äiren sitzen am Ti sc!1 und diu E ,ilcl'n. Groik m!1!u:r , Onkel law. ■ueh. un daur׳1:i! Oi!e! ״ -i'/.e;! :in den Wand-!•-Ton ent' Dm£, und nun 1 •epinni h״ in! karrt :1r Kiiahc. d e Ik i.ich.u, Mtllx'i D ח¬ - {ur Die' Kirim m, die Us kt : t, זי!■ M'!! 1>i: h* V('!!1 hun. i! .1■ :011! a-h wiudorko!? wird . NDOi Antan^'-ugeiefinirliun und Kah dusch wird nun die Ilnggada ahu cl!'<׳!nd von den Kindern .;״,e en. und eid rührend, wie erndfnift die Kinder bot der Mh•!!׳' sind, wie die Augen der (i'oßeit leuchten, wie alle •י strahlt 1m»l lh1־;d! klat'dit, wenn es einer »vier eine Ix1 sonders gut gemaeht h;c. Fnd wi!■ sull. un-!muklhli aus dem IlintergrurKl der Rabbiner aut einer Seite und der Lehrer aut der anderen Seite auikicliVn, u u!m es mal eine kleine! Stockung gib?. י?‘ *'die mit helfen und dann erst recht und gcnide ..bravo" rufen, mn Mu! /m machen und I.iDxt luhlcn zu hieben. Die A’mospharc von 1!t itt rkeit nnd juirtlicher Rühnmg bei den bnv.ichsencn ttnd Am U a . i; tu h ■: 111 11 ׳ Kiüdeni ist wirklich festlirdi, und wenn am Sehluß die lurder ludjr.useh hegonnca und dann hebräisch um! ,. ... 1 ..1 ndei g'esung un. guhalii, gejulu'lt werden, bestaikt si׳h bei aller Wehrnul die freudige Zuversicht endlicher IUdremn£. Die Sitte, einen Kin- »ier-wler abznkalien. siannnl übrigen׳־ von der Gemeinde in Patina, w<1׳,ig-,t(׳nv wurde er von den VcrMwianern von dort übernom* men. Reim •«rlaui ־» ’י׳-.dienst macht e mir die Zeremonie des Prhw!er8€’£ens bu der Wiederholutijg des 18-(.o־betes lieien Imiidruck: I?ci den Streit-worten :!•gen \';!tcr und Mutter ihren Kin!]»•!־!!.tu־! bin 1 .cd den Kopf, Waisen nimmt der Rabbiner un-! 1 »in 1 ,ki!k,. und es i-l er- ן-,,,, und 7m 'üben, v; Mumwr;? '־' .n! ■n. die M -־.dien ihre Kinder Sil ־h dem Segciwsprurh des a ׳1)1. II VaU ns, der Mutu ä .;־. nnD!1->- 5011 hülfen. Af7 ״. 1' 'u!.1 ׳«wht'iue >ab ich in Ik! Jua d ie .dienedi/Done" (Sc gaung) de r Kim!er. Inlc ' Kind. da״, n׳ ■ u!: ׳111 b! run Mm;!D.r׳u.׳ m. . <1V K ni [:׳׳■ b auf <b׳m Arm eier .Mutter, wird v nni R,l>b1m r p־’c“ net 5V i!d ein K n.:be ״Min j.iir, >>! gct.l <זי vor dum A Us! 1D mn mb 1 l!׳m K.'Dbim > r״1 v:. die TU! MH \v -pr:c!lL dr)1־t. diu Heraebo!!!. und Ab!En < vha;m ׳. w : 5D vom Kak bim־r je• u;ic־i u 1!d d u.im von der f'b-nn im lu mi* r| m - uk‘־ tu■- «* 11 i1 ׳ ׳ f. A׳!G! M Oulm n 1 r־b •ei: hier <!,m FeM .. M injan" In lanr-on TV( '1!' ־um K'e- 1: 1!!־ mit S ׳;־. leier mif eien j l.l.ih'll, , mit < ׳in־; er ornben Kti / e׳ in du! ־ I! und b Minnen sie es >ind mu -.;סי׳ 1 Ui, ne —׳ am Sei. ׳.V. Uu!i tuin < Im Tel! 1 j Hl! und \י erden alle — V׳ un seinem hei kn \V 30, 13. Juni 193B Sehr geehrte Redakt um! Die Austübrungen Dr. Jao.b- :stflms in Xr. 46 ihn s Hl,.;!es vuvank. ״'uu mich, S;e um l nter- Stützung in folgender Ang»• legen* Leit zu bitten. 11:11 habe eine Arbeit geschrieben mi׳ dem T'itc.1: ih r.;nur Ra1!i kuer, I >.!: i.uüni und Yot.-U'iicr von 1671 1>01600 י. Die Arbeit :■׳oll sp'iter bi•» aut die Gegenw.it l;ort geiula l v. e: den. Hei jedem P>iogr.1phturten weideu die \cr.'!oi׳bcnea uiu.l da: n >ci! leben- Talliih bedeckt — vom Rabbiner ge-egisct, M.iakir i't nur einmal im Jahre, am Ji-hi Kippur, zw iselien Mincha und N'utla. und <•- beeindruckt zu?n׳(>?, wenn pbhzlidi, nachdem Udiii: u der liuiugeii I.ade, eirte — iin w.iiuwten Sinne des War* te־v — '['meii'iibteint ritt, auch 1111!.י d.tf*; U'te i ieriiu.sch •zu 11üי1 1!') ׳? und nach kuTzer PauaC dm R tukim׳r. unte:brua!1en vom t.'hoige •ang. die Cb Date spricht. Eine eigenartige Zeremonie sah Rh kürrheh 14!,i der heerdigung eine• Juden;י11ו Deubchland auf dum Lhicdimf nm Lido: Hei der Len■;׳ in der Habe mnschritt der K;u1׳!׳r unter Abüngwi der Gc• bt:!׳ dm Sarg Mrbeinnai. Wi״ huhu Matb-hcu-Minian. so i-,! m»7; 11 :יur!! in anderen L'ormen und < ־ebr.mchen der Linl'luß der ( 1mv<d1 zu spüren: Der Talar de־. R.,1! )inner'- i ״: purpurrot verbiaint. kein Jlu ucher tragt einen ZvlimUr, wetltr aui der Straße!weit im Tempel. 1!ouhachtnng'Vu!!. Thekla E i s n er den N-yhkommen bis zur Gegen״ v,urt üisgeiühn. Ich wende mich lucrihii'cii an alle versprengten Nkichkomnn n der Rabbiner, Dajja- 11 im und Vornehm־ jener Zeit, mir Ihie Namen mitzutcilen, damit du in du׳-er ,Arbeit aufßftlullrt wesdmi können. Von (lern im/Jeü Hmlmer Oberland- und Stadt! ,ibbincr 11 ir-clie! Lewin ha* bei! N'aatikommcn m. ז\ג. noch' hotte in Rubin ihren Wohnsitz. Ergebenst R.dibiuer R י. ס e n w a .י. י e lt W 30, Glediuch-tr. 62 Das Rätsel des Rar Kappara Ilindenbiitg (O.-S,), 21. Juni Wi«! 1 r geehrte Redaktion! I 'nter <!1 dg um l'Uel \ etü! lui.tnein A riiol d WM c n e r in Xr. 44 45 Mncn Au<־«atz. in dem er 5•!!evibt, ich h.iite behau|'teb daß der Name Har!kam -1!!ו;\ו ס! ■- in;׳ i 1 ׳Ion < .r;e־ hi.׳M.en er.t- - ” am uh׳. Du -;י:;c ■: r ».1! 1 1: ,־! nm. ni« 1;t amgt י:«■:!;. Der Xmm DUm i-t vielmehr ein rein heb: .!!-־chur, der mein :ach in der Rihcl vor* km-itut und der bcdeu'et: ,,Gott i't Sdmnfer". II in^iehtjjcli der von Anrnld Wiener gebotenen gei«? reichen, s«־imrf•״innigen und konsbiidurtcu I.M'ting des alten Kat -u b -ei folgcmk־' bemerkt; Audi die gcbtrcieh.'ic und >ehatf- .'innig•te Ddmug muh nach Lage »ler Dingt im Hinblick darauf, «DM in! . die Einzelheiten der euimTm unbrk.mnt sind, aD eine \;klg un.'icdiere l׳׳ezei«'bnrf werden. 1 iocluichtcnd Saul Kaat* Berliner llabbiner Post nach Uebersee Vom 14.—22. Juni (ohne Gewähr) Hie angegebenen Zeiten sind die A. b g a n g » Zeiten der Züge ״zw. Flugzeuge aus Berlin. Die Sendungen müssen 1— IV» Stunden vor Abgang bei der zuständigen Bahnhofspostansialt (Flugpost beim Posiamt SW 11) vorlirgcn. Anschluß im Reich entweder bei Durchgang der Züge bzw. Flugzeuge oder durch Sendung nach Ferlin oder direkt an die Zwisrhenstationen. Bei der Aufschrift empfiehlt sich die Anbringung von Leitvcrmcrken. Palästina (.!!» Anh. Hilf. 22.50, S!21.29 .״; Abgang München ca. 12 'ul. -iu'iii; 15. U,1 linndi-i mil ״( 'null Verde''; 20. J Jalta. — 17. \i,1 Ik'lgi.id; 22. 11,11hl. — 10. via Bcigiad; 24. Ilail.,. — 21. v 1,1 lii.c.dici!ni! ,.Gcnnah:m!ne"; 27. ilaiia. — 22. v!;1 Belgrad; 28. flaiia. Luftpost: Mo., Mi., Fr. 7.00; 9.50 Wien; Di., Do., Sbd. Lvdda (Linie Warschau—Lvdda über Athen). — Di., Do.. Sbd. 7.00; 8.15 Ilaile/Lcipzig; 9.50 Wien; Mi., Fr., Slg. Lvdda (t.inic Am,icrdam—Ilmdoeng über Alben). — Sbd. 11.20; 14.15 München; Mo. Tibctias (Linie London—Singa;x)re über Rom). U. S. A.s 14. (Hilf, ('iiarbitienburg 23.57) via Cherbourg mit ..Eunqra1'; 2:1. \ r'v Vo!!,. - 15 ״״. (Lu!״!. Uiil. 15.45) via 1,0 iiavie mi: ..W.i.hhig'on•■; 23. X.'W ,York. - - 16. (l'm-d. Uh!. 15.451 via Ulieilvmig mir ..New York“; 24. N'ctv V״rk. — 21. (Fötal, lihi. 15.45) via Le Havre inst ״Normandie"; 27. New York. Luftpost (Naciihringelhig): 15. (mit Luftpost über Köln .zur ,,l׳ai!0|ra*«) 6.50; 11.00 Kohl. Südamerika! 16. (Anh. Bhf. 22.50) via Neapel mit ,.Neptunia1'; 30. Rio; 4. 7. Buenos Aire-, 19 -״. (Bhf. Chibg. 11.15) via Lissabon mit. ״Ilighl. Cfileft.iin‘■; 4. 7. Rio; 8. 7, Buenos Aires. Luftpost (auch nach Mittclamerrka und Westindien): ML Fostschl. 21.00; Do. 5.00 Frankfurt a. M.j Sbd. Rio; St״. Buenos Aitc־ (UeuL-ihe laili]).). — SM. Füstschl. 13.30; Di. Rio; Mi. Buenos Aires (nicht nach Bolivien und Kuba) (Frz. Lultp.). SUdalrlka: 19. (Bhf. TTiednchstT. 13.57) via Southampton mit ״Atli- 10:11• (7“; 1. 7. Kap-tadt. Luftpost: Mi. 11. SIk!. 7.00; 9.50 Wien; Mo. u. Do. Kapstadt (Linie London—Kapstadt über Athen). Australien: 16. (Anh. BIT. 9.20) via Marseille mit ״StratlimOrc‘'! 16. 7. Melbourne: 17. 7. Swlney. Luftpost: Do. 7.00; 9.50 Wien; Stg. (nach l1'» Wochen) Sydney; Mo. Melbourne (Linie London—Singapore über Athen). — Sbd. 11.20; 14.15 München; Mi. (nach 1'! Wochen) Sydney und Melbournc (Linie London—Singaporc über Rom). Iin Jüdischen Auswandererlehrgut Groß-Breesen (über Obernigk, Schlesien) werden in den nächsten Monaten durch Auswanderung einige Plätze frei. Es werden Jungen und Mädchen im Alter von 15 bis 23 Jahren aufgenommen. Anfragen sind an den Leiter, Professor Dr. Gurt Bondy, zu richten. Die Gesellschaft ״Ort“ macht darauf aufmerksam, daß 1n der Lehrwerkstätte Berlin NW 87, Siemensstr. 15, Umschiclrtiiugslehrgiinge lediglich im Fach der Elektrotcuhn i k bestehen. Der zur Zeit im Gang befindliche Umschichtungskur*us endet im Dezember 1938; Einstellungen in di׳ sei: Kursus können zur Zeit nicht vorgenonimen werden. Paläsiina imi Berlin OER. 31WISM AbENCY POR PALESTIN E Berlin W 15, Meinekestraße 10. Telefon: Sammcl-Nutnmer 91 90 31. 6. Das Palästina-Amt Berlin, Abteilung Siedlung, Ist leider nicht in der Lage, alle eingegangenen und noch eingehenden Briefe unverzüglich zu beantworten, da die große Zahl der Anfragen eine sofortige Beantwortung in allen Fällen unmöglich gemacht hat. Es wird daher gebeten, Ver- Zögerungen zu entschuldigen. Besondere Rückfragen oder Erinnerungen sind nicht erforderlich. 7. Handwerkergruppe. Fs hat sich herausgestellt, daß in weiten Kremen großes' Interesse für den Besuch des Techniknms Haifa oder den Besuch der dein Technikum angegliederten Handwerkerschule besteht. Da das Technikum das Abitur voraussetzt, während die Handwerkerschule nur junge Leute von 14 bis 16 Jahren;uifriimmt, war es bisher nicht möglich, Bewerbern, die 17 Jahre und .älter waren, nicht aber das Abitur hatten, eine gute handwerkliche Aushildung im Zusammenhang mit dem Technikum iti Haifa ztt geben. Das Palästina-Amt Berlin hat sich deshalb mit den maßgebenden palästinensischen Stellen in Verbindung gesetzt, und es ist gelungen, eine Gruppe vorzuberciten, die junge Menschen von 17 bis 19 Jahren umfassen soll. Diese sollen in einem zweijährigen Kursus zu guten Handwerken! ausgehildet werden. Voraussetzung für die Aufnahme in die Gruppe ist eine bereits vorhandene handwerkliche Vorbildung. Heber die Kosten können zur Zeit definitive Angaben noch nicht gemacht werden. Es wird sich jedoch die Möglichkeit ergeben, uubcmitldten Bewerbern Ermäßigmigen zu verschaffen. Angesichts der großen Anzahl bereits vorliegender Anträge und um die Gruppe möglichst schnell zusammcnstelien zu können, ist das Palästina-Amt nur bis zum 15. Juni in der Lage, Anträge entgegeiiziinehmen. An■ fragen an das Palästina-Amt Abt. Allgemeine Beratung, Berlin W15, Meinekestr. 10. jCekzle■ SpMie^eifyMste■ Die Zwischenrunde der Makkabi - Meisterschaften hat die erwarteten Ergebnisse gebracht, in Leipzig setzte sich der Bar Kochba Frankfurt gegen den Bar Kochba Leipzig im Handball mit 8:t, im Fußball mit 3:2 Toren durch. 1!1 Berlin schlug der Bar Kochba-Hakoah den Hamburger Rar Kochba im Handball 12:2 und im Fußball 6:5. Beide Fußballentscheidungcn waren äußerst knapp. In Leipzig führten die Leipziger bei Halbzeit noch 2:1, in Berlin führten die Hamburger 20 Minuten vor Schluß der regulären Spielzeit sogar 5:2. In einem aufregenden Endspurt holten die Berliner den Abstand bis zum Spielende ein und erzielten 11 der Verlängerung das siegbringende Tor. Die siegenden .Mannschaften stehen sich am nächsten Sonntag in Berlin ,׳ י ׳ Entscheidung um die Meisterschaft ׳■׳''״<״)׳:׳)״.